Deutsche Forschungsgemeinschaft Publikationsstrategien im Wandel?

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1 Deutsche Forschungsgemeinschaft Publikationsstrategien im Wandel? Ergebnisse einer Umfrage zum Publikations- und Rezeptionsverhalten unter besonderer Berücksichtigung von Open Access

2 Herausgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bereich Informationsmanagement (IM) Kennedyallee 40, D Bonn Die Onlinefassung dieses Berichts ist auf folgender Seite zu erreichen: Durchführung der Studie im Auftrag der DFG: Gesellschaft für empirische Studien, Kassel Verfasser: Albert Over, Friedhelm Maiworm, André Schelewsky Konzeption und Studiendesign: Dr. Johannes Fournier (Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) (Projektleitung) Dr. Alexis-Michel Mugabushaka (IM) (Projektleitung) Dr. Jürgen Güdler (IM) Dr. Thomas Rahlf (IM) Dominik Sack (IM) Projektmitarbeiter Thomas Lieser (IM) Michael Koch (IM) Verlag: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim ISBN-13: ISBN-10: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn 2005 Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim Gestaltung: Designbureau Pi Heinz, Köln Titel: Dieter Hüsken Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler keine Haftung. Hinweise auf einzelne Fehler, die erst nach Drucklegung erkannt werden, finden Sie auf der Homepage der DFG unter

3 Publikationsstrategien im Wandel? Ergebnisse einer Umfrage zum Publikationsund Rezeptionsverhalten unter besonderer Berücksichtigung von Open Access

4 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL?

5 INHALTSVERZEICHNIS Zusammenfassung / Executive Summary 9 1 Kontext, Anlass und Zielsetzung Neue Tendenzen wissenschaftlichen Publizierens Ziele der Untersuchung 12 2 Anlage und Ablauf der Studie Stichprobenziehung Fragebogen Feldphase, Rücklauf und Repräsentativität Beschreibung der Stichprobe 18 3 Rezeptions- und Publikationsverhalten Zur Nutzung verschiedener Publikationsformen Publizieren in wissenschaftlichen Fachzeitschriften: Kriterien für die Auswahl geeigneter Periodika Adressaten eigener Publikationen Wissenschaftssprachen bei Rezeption und Publikation Mitwirkung bei der Herausgabe wissenschaftlicher Zeitschriften Die Internationalität deutscher Verlage: Eine Einschätzung 32 4 Open Access in der wissenschaftlichen Kommunikation Bekanntheitsgrad von Open Access Initiativen und Erklärungen Zur Nutzung von Open Access Publikationen Publikationsformen unter Open Access Bekanntheit und Nutzung von Open Access Zeitschriften Entgeltfrei zugängliche Postprints (Sekundärpublikationen) Preprints im Open Access Bewertungen und Empfehlungen zu Open Access 48 5 Wissenschaftliches Publizieren: Kostenaspekte Autorenkosten wissenschaftlicher Veröffentlichungen Finanzierungsmodelle 56 6 Die Publikationsförderung der DFG Die Neuregelung der Publikationsbeihilfe Beantragung und Verwendung der Publikationspauschale 59 7 Die Förderung von Open Access durch die DFG 61 8 Literaturverzeichnis 65 Anhang: Fragebogen 5

6 Tabellenverzeichnis Tabelle 2.01 DFG-Fachsystematik der Fachkollegien, Fachgebiete und Wissenschaftsbereiche (Stand 2005) 15 Tabelle 2.02 Rücklaufstatistik 17 Tabelle 2.03 Verteilung der Befragten nach Wissenschaftsbereichen 18 Tabelle 2.04 Berufliche Stellung 19 Tabelle 2.05 Etablierte Wissenschaftler und wissenschaftlicher Nachwuchs 20 Tabelle 2.06 Beschäftigende Einrichtung zum Zeitpunkt der Befragung 20 Tabelle 2.07 Altersgruppe 20 Tabelle 3.01 Tabelle 3.02 Häufig genutzte Publikationsformen zur Beschaffung aktueller Informationen im Fachgebiet 22 Anzahl der bei wissenschaftlichen Verlagen auf konventionelle Weise publizierten Beiträge 24 Tabelle 3.03 Wichtige Aspekte bei der Auswahl einer Zeitschrift zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten 26 Tabelle 3.04 Zentraler Leserkreis für eigene Publikationen 28 Tabelle 3.05 Anteil verschiedener Sprachen bei der Publikation eigener wissenschaftlicher Arbeiten 31 Tabelle 3.06 Mitwirkung bei der Herausgabe wissenschaftlicher Zeitschriften 32 Tabelle 3.07 Wichtigste wissenschaftliche Zeitschriften 33 Tabelle 3.08 Existenz von Zeitschriften deutscher Verlage mit international hohem Renommee 34 Tabelle 3.09 Wichtigste wissenschaftliche Fachzeitschriften deutscher Verlage 36 Tabelle 3.10 Notwendige Maßnahmen zur Stärkung des internationalen Renommees von wissenschaftlichen Zeitschriften deutscher Verlage 37 Tabelle 4.01 Kenntnis nationaler und internationaler Erklärungen und Initiativen zur Förderung von Open Access 39 Tabelle 4.02 Kenntnis von Open Access Zeitschriften 41 Tabelle 4.03 Wichtigste wissenschaftliche Open Access Zeitschriften 42 Tabelle 4.04 Anzahl der Zeitschriftenaufsätze, die während der letzten fünf Jahre insgesamt veröffentlicht wurden 44 Tabelle 4.05 Anteil der bei wissenschaftlichen Verlagen auf konventionelle Weise publizierten Beiträge, die zusätzlich im Internet veröffentlicht sind 45 Tabelle 4.06 Sinnvolle Orte zur Veröffentlichung elektronischer Postprints 46 Tabelle 4.07 Anzahl der Vorabdrucke wissenschaftlicher Arbeiten in elektronischen Archiven 48 Tabelle 4.08 Zustimmung zu verschiedenen Aussagen zum Thema Open Access 49 Tabelle 4.09 Zustimmung zu verschiedenen Aussagen zum Thema Open Access nach Nutzertypen 50 Tabelle 4.10 Zustimmung zu Förderung und Nutzung wissenschaftlicher Arbeiten unter Open Access 51 Tabelle 4.11 Präferierte Maßnahmen zur Unterstützung von Open Access 52 Tabelle 5.01 Geleisteter Kostenbeitrag zur Veröffentlichung eigener wissenschaftlicher Arbeiten in Fachzeitschriften 53 Tabelle 5.02 Zuschüsse zu den Publikationskosten wissenschaftlicher Arbeiten in Fachzeitschriften 54 Tabelle 5.03 Tabelle 5.04 Tabelle 5.05 Für konventionelle Publikationen oder für Open Access Publikationen entrichtete Autorengebühren 55 Bereitschaft zur Finanzierung von Zeitschriftenbeiträgen aus dem eigenen Forschungsetat 56 Präferierte Finanzierungsmodelle zur Gewährleistung des entgeltfreien Zugriffs auf wissenschaftliche Zeitschriftenbeiträge 57 6

7 TABELLEN- UND ABBILDUNGSVERZEICHNIS Tabelle 6.01 Kenntnis der Regelung der DFG zur Publikationsförderung 58 Tabelle 6.02 Nutzung der bewilligten Mittel aus der Publikationspauschale 59 Tabelle 6.03 Art der Mittelverwendung aus der Publikationspauschale der DFG 60 Abbildungsverzeichnis Abbildung 3-1 Wissenschaftler außerhalb Deutschlands als Zielgruppe für eigene Publikationen 29 Abbildung 3-2 Anteil verschiedener Sprachen bei der Rezeption fachwissenschaftlicher Texte 30 Abbildung 4-1 Häufigkeit der Nutzung von Open Access Zeitschriften 43 Abbildung 4-2 Kenntnis und Nutzung von Open Access Zeitschriften 44 Abbildung 4-3 Kenntnis elektronischer Preprint-Archive für das eigene Fach 47 Abbildung 6-1 Beantragung und Bewilligung einer Publikationspauschale 60 Abbildung 7-1 Zustimmung zu einer stärkeren Förderung von Veröffentlichungen in Open Access durch die DFG 61 Abbildung 7-2 Zustimmung zu einer stärkeren Förderung von Veröffentlichungen in Open Access durch die DFG nach bisheriger Nutzungshäufigkeit von Open Access Zeitschriften 62 7

8 8 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL?

9 ZUSAMMENFASSUNG / EXECUTIVE SUMMARY Zusammenfassung / Executive Summary Im Jahr 2004 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Umfrage in Auftrag gegeben, die Auskunft über das Publikations- und Rezeptionsverhalten DFG-geförderter Wissenschaftler geben sollte. Insbesondere war dabei die Nutzung entgeltfrei zugänglicher Internet-Publikationen zu untersuchen. Der hier vorgelegte Bericht stellt die Ergebnisse dieser Befragung vor. Er vermittelt wichtige Erkenntnisse zu einem bisher zwar viel diskutierten, aber kaum mit empirischen Daten belegten Wandel am Publikationsmarkt und stellt insofern nicht zuletzt eine wichtige Planungsgrundlage für diesen Markt gestaltende Akteure dar. An der Befragung haben mehr als tausend Wissenschaftler aller Disziplinen partizipiert. Die wichtigsten Ergebnisse fasst der folgende Überblick zusammen. 1. Aussagen zur Kenntnis und zur Nutzung von Open Access Publikationsinstrumentarien lassen sich nur auf der Folie allgemeiner, fachspezifischer Veröffentlichungsusancen interpretieren. Daher wurden zunächst die für die vier untersuchten Wissenschaftsbereiche gängigen Parameter des Publizierens untersucht. Von den eher durch Zeitschriftenpublikationen bestimmten Natur- und Lebenswissenschaften hebt sich zum einen die Buchkultur der Geistes- und Sozialwissenschaften, zum anderen die Wissensvermittlung der Ingenieurwissenschaften ab, die ihre Forschungsergebnisse eher in Tagungsbänden publizieren. Insgesamt zeigt sich eine internationale Ausrichtung der deutschen Wissenschaft, die sich in weiten Teilen der untersuchten Disziplinen auch in der durchgängigen Verwendung des Englischen als Publikationssprache niederschlägt. In den Geistes- und Sozialwissenschaften, in denen die Sprache selbst zum Objekt der Forschung wird, ist diese Dominanz des Englischen indessen naturgemäß weniger stark ausgeprägt. 2. Quer durch alle Wissenschaftsbereiche veröffentlichen bislang nur sehr wenige Wissenschaftler aktiv in Open Access. Von allen Befragten hat bisher etwa jeder Zehnte in einer Open Access Zeitschrift publiziert. Auch die ohnehin nur in manchen Fächern übliche Bereitstellung von entgeltfrei zugänglichen Preprints im Internet ist nach Auskunft der Befragten nicht sehr häufig. Etwas öfter wurden bereits anderweitig publizierte Beiträge sekundär für einen entgeltfreien Zugriff im Internet publiziert. Alles in allem jedoch ist der Zahl der Veröffentlichungen, die für Nutzer im Open Access zur Verfügung stehen, bislang gering. 3. Im Kontrast zu der wenig ausgeprägten Publikationstätigkeit im Open Access befürwortet eine Mehrheit der Befragten quer durch alle Wissenschaftsbereiche eine stärkere Beförderung von Open Access durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Dabei spricht sich der wissenschaftliche Nachwuchs der Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften in etwas stärkerem Maße für eine Förderung von Open Access Publikationen aus als ihre etablierten Kollegen. Umgekehrt sprechen sich etablierte Geistes- und Sozialwissenschaftler etwas stärker für eine Unterstützung von Open Access durch die DFG aus als die Nachwuchswissenschaftler dieses Fachbereichs, in dem die Habilitation bzw. das sog. zweite Buch nach wie vor eine bedeutende Rolle spielt. 4. Publikationen im Open Access werden Vorbehalte entgegen gebracht, die insgesamt typisch für den Umgang mit elektronischen Veröffentlichungen sind. Bezweifelt werden insbesondere die unerlässliche Qualitätssicherung, die langfristige Verfügbarkeit sowie die Zitationshäufigkeit entgeltfrei zugänglicher Publikationen. Diese Zweifel werden allerdings in dem Maß geringer, in dem Befragte über größere Erfahrung mit elektronischen Veröffentlichungen bzw. Publikationen im Open Access verfügen. 5. Die Bereitschaft der Wissenschaftler, Mittel ihres Forschungsetats zu verwenden, um ihre Publikationen dadurch im entgeltfreien Zugriff anzubieten, ist proportional zu den Aufwendungen, die Wissenschaftler bereits jetzt bestreiten müssen, um ihre Forschungsergebnisse konventionell zu publizieren. Daher zeigen Lebenswissenschaftler die höchste, Geistesund Sozialwissenschaftler die geringste Bereitschaft, für Publikationen im Open Access Autorengebühren zu entrichten. 6. Die sog. Publikationspauschale, die seit 2001 unmittelbar im Rahmen eines DFG-geförderten Projekts beantragt werden kann, wird den Aussagen der Befragten zufolge in den Geistes- und Sozialwissenschaften vor allem angespart, um die Drucklegung von Monographien vorzubereiten. In den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften werden die mit der Pauschale bewilligten Mittel in aller Regel in Anspruch genommen, um Veröffentlichungskosten in konventionellen Zeitschriften zu bestreiten. Nur in Ausnahmefällen wird die Publikationspauschale auch zur Finanzierung von Open Access Publikationen verwendet; lediglich Naturwissenschaftler haben Mittel zur Publikation ihrer Forschungsergebnisse etwas häufiger auch für eine Veröffentlichung im Open Access genutzt. 7. Vorschläge der Wissenschaftler zu der Frage, in welcher Weise die Deutsche Forschungsgemeinschaft Open Access befördern könne, zielen im Wesentlichen auf Maßnahmen zur Intensivierung der Debatte zu entgeltfrei zugänglichen Publikationen, auf Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität von Open Access Zeitschriften sowie auf eine technische, rechtliche, organisatorische Unterstützung zur sekundären Publikation bereits konventionell veröffentlichter Beiträge im Open Access. 9

10 10 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL?

11 KONTEXT, ANLASS UND ZIELSETZUNG 1 Kontext, Anlass und Zielsetzung 1.1 Neue Tendenzen wissenschaftlichen Publizierens Die zunehmende Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung hat den Bedarf an zeit- und ortsunabhängigem Zugriff auf wissenschaftliche Informationen erhöht. Durch die rasche Entwicklung und Verbreitung elektronischer Kommunikationsmittel wurden Wissenschaftlern neue Wege der Publikation und Rezeption von Forschungsergebnissen eröffnet. Über das Internet werden wissenschaftliche Arbeiten innerhalb kürzester Zeit und mit oft geringem Aufwand einer weltweiten Leserschaft zugänglich gemacht bzw. abgerufen. Elektronische Zeitschriften wurden, wie Stephen Hitchcock ausführt, 1 insbesondere seit Mitte der 1990-er Jahre in zunehmenden Maße interessant für Verlage, die durch die retrospektive Digitalisierung der älteren Jahrgänge ihrer Zeitschriften fachspezifische, substantielle Informationsangebote im Internet aufbauen konnten. Der Zugang zu diesen Angeboten allerdings wurde und wird nur gegen teils erhebliche Gebühren gewährt, die aus dem Forschungsetat oder aus dem Etat der Bibliotheken zu begleichen waren bzw. sind. Die nur gegen Entgelt abzurufenden Informationen sind vielfach Forschungsergebnisse, die nur durch teils beträchtliche Finanzierung der öffentlichen Hand erzielt werden konnten. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass Publikationen, die überhaupt nur durch öffentliche Gelder erarbeitet werden konnten, erneut mit staatlichen Mitteln angekauft werden müssen, wobei die Kosten für Ankauf und Bereitstellung wissenschaftlicher Literatur in Hochschulbibliotheken und anderen Einrichtungen in den letzten zehn Jahren rapide gestiegen sind. Als Reaktion auf dieses weltweit zu beobachtende Paradox, dessen Folgen sich u.a. in der Abbestellung von Zeitschriften und einem verringerten Kauf von Monographien in den Bibliotheken zeigen, 2 gaben Wissenschaftler den Slogan Science back to the Scientists aus, der in nuce den ideologischen Hintergrund der sog. Open Access Bewegung bildet. Paradox: mit öffentlichen Mitteln finanzierte Forschung muss mit öffentlichen Mitteln der wissenschaftliche Fachöffentlichkeit bereitgestellt werden Open Access zielt auf die Verbesserung des Zugangs zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung durch deren für Nutzer entgeltfreie Bereitstellung im Internet. Der entgeltfreie Zugang wird dadurch möglich, dass Autoren die Ergebnisse ihrer Arbeiten in einem geeigneten elektronischen Format auf mindestens einem online zugänglichen Archivserver mit geeigneten technischen Standards hinterlegen und damit veröffentlichen, und zwar zusammen mit der Erlaubnis, die Veröffentlichung unter korrekter Nennung des Urhebers für jeden verantwortlichen Zweck weiter verwenden zu dürfen. 3 Die Publikation im Open Access erfolgt im Wesentlichen auf zwei unterschiedliche Arten. 4 Mit dem Etikett golden road to open access wird ein Geschäftsmodell diskutiert, nach dem Autoren selbst für die Publikation ihrer Beiträge in referierten Online-Zeitschriften Open Access als Alternative? 1. Hitchcock, Stephen Meirion: Perspectives in Electronic Publishing: Experiments with a New Electronic Journal Model. Doctorate Thesis, January 2002, S ; Vgl. auch Keller, Alice: Elektronische Zeitschriften: Entwicklungen in den verschiedenen Wissenschaftszweigen. In: zeitenblicke 2/ 2003,2 [ ], URL: zeitenblicke.historicum.net/2003/02keller.htm, Ziff. 8 ff. 2. Vgl. z.b. Hochschulrektorenkonferenz: Zur Neuausrichtung des Informations- und Publikationssystems der deutschen Hochschulen. HRK: Bonn 05. November In diesem Zusammenhang verweist auch der Wissenschaftsrat in einer seiner Empfehlungen auf die gleichzeitig "stagnierenden oder nominal rückläufigen Haushalte" der Hochschulbibliotheken; vgl. Wissenschaftsrat: Empfehlungen zur digitalen Informationsversorgung durch Hochschulbibliotheken. Greifswald: Wissenschaftsrat 13. Juli 2001, S.16. (Drs.4935/01). Vgl. ferner: Association of Research Libraries: ARL Statistics. Monographs and Serial Costs in ARL Libraries Washington: ARL Zitat nach der deutschen Fassung der Berlin Declaration on Open Access in the Sciences and Humanities, s. unter 4. Die Vielzahl weiterer Spielarten des Open Access, mit deren Erprobung vor allem die Suche nach praktikablen Geschäftsmodellen verbunden ist, soll hier nicht weiter diskutiert werden. Zu den oben erwähnten, bekanntesten Varianten vgl. z.b. Harnad, Stevan: The Access/Impact Problem and the Green and Gold Roads to Open Access. In: Serials Review 30/4 Special Issue: Open Access (2004), p

12 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL? Gebühren zahlen; über diese author fees werden (sämtliche) Publikationskosten bestritten, so dass die Nutzer die Publikationen im Internet einsehen können, ohne ihrerseits Lizenzgebühren abführen zu müssen. 1 Diesem Modell steht die sog. green road to open access zur Seite, ein Verfahren, über das qualitätsgeprüfte, bereits anderweitig publizierte Forschungsergebnisse nach ihrer ursprünglichen Veröffentlichung quasi sekundär meist in institutionellen oder disziplinspezifischen Repositorien für den entgeltfreien Zugriff im Internet publiziert werden; da die Arbeiten auf diese Weise von ihren Autoren im Open Access bereitgestellt werden, hat sich für diesen Ansatz auch der Begriff des self-archiving eingebürgert. 2 Deutlicher Ausweis der zunehmenden Bedeutung der Open Access Bewegung sind Erklärungen und Initiativen, die die Marke Open Access in ihren Namen tragen. 3 Unter diesen Erklärungen kommt der sog. Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen für die deutsche Wissenschaftslandschaft eine besondere Bedeutung zu. Die Berliner Erklärung wurde im Oktober 2003 von Vertretern der großen deutschen Forschungsorganisationen unterzeichnet, womit sich neben der Deutschen Forschungsgemeinschaft z. B. die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft oder die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz zu einer Förderung einer Publikationspraxis nach dem Prinzip des offenen Zugangs verpflichtet haben. Umfrage um das Publikations- und Rezeptionsverhalten DFG-geförderter Wissenschaftler unter besonderer Berücksichtigung von Open Access 1.2 Ziele der Untersuchung Nach der Unterzeichnung der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen im Oktober 2003 auch durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist durch deren Gremien zu entscheiden, in welcher Weise die DFG die Bemühungen um Open Access stärker aktiv befördern soll. Da bislang jedoch nur wenige verlässliche Informationen dazu vorliegen, welche Relevanz und Bewertung entgeltfrei zugänglichen Internet-Publikationen für die Kommunikation in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zukommt, hat die DFG eine Umfrage veranlasst, um sich ein Bild davon zu verschaffen, welche Faktoren das Publikations- und Rezeptionsverhalten der unterschiedlichen Disziplinen maßgeblich bestimmen und welcher Stellenwert entgeltfrei zugänglichen Online-Publikationen in den verschiedenen Fachdisziplinen zukommt. Ziel der Untersuchung war es, die Akzeptanz DFG-geförderter Wissenschaftler zur Bereitstellung ihrer Arbeiten unter Open Access zu eruieren. Darunter sollten sowohl Erstpublikationen in sog. Open Access Zeitschriften als auch Sekundärpublikationen bereits anderweitig veröffentlichter Arbeiten verstanden werden. Vice versa war die Nutzungsbereitschaft derart publizierter wissenschaftlicher Arbeiten im Kontext einer jeweiligen fachwissenschaftlichen Öffentlichkeit zu prüfen. Die Ergebnisse der Befragung sollen der DFG als Entscheidungshilfe dienen, ob und in welcher Form sie Wissenschaftlern verstärkt Anreize und Unterstützung für eine Publikation wissenschaftlicher Arbeiten im Open Access geben sollte. 1. Eine Arbeitsgruppe der Lund University Libraries pflegt unter ein nach Disziplinen geordnetes Verzeichnis der wichtigsten Open Access Zeitschriften; Ende April 2005 führt dieses Verzeichnis Zeitschriften auf, deren qualitätsgeprüfte Artikel im Internet entgeltfrei zugänglich sind. 2. Nach einer Untersuchung des britischen Projekts SHERPA erlaubt die überwiegende Zahl der auch international agierenden Verlage eine sekundäre Publikation der Arbeiten, die bereits in Verlagszeitschriften erschienen sind, wenngleich die Konditionen für die Sekundärpublikation sich im Einzelnen von Fall zu Fall unterscheiden. Eine Liste dieser Konditionen ist zugänglich unter 3. Einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der Open Access Bewegung bietet Suber, Peter: Timeline of the Open Access Movement. Open Access ist nicht nur Publikationsform, sondern inzwischen selbst Gegenstand einer intensiven wissenschaftlichen Debatte zum Publikationswesen. Im April 2005 wurde eine erste, umfassende Bibliographie zu den in diesem Zusammenhang relevanten Themen vorgelegt, die online auch entgeltfrei eingesehen werden kann: Charles W. Bailey, Jr.: Open Access Bibliography. Liberating Scholarly Literature with E-Prints and Open Access Journals. Association of Research Libraries

13 KONTEXT, ANLASS UND ZIELSETZUNG Um die Bereitschaft zur Online-Publikation und -Rezeption zu eruieren und die wünschenswerten Modalitäten einer solchen Publikationsweise bzw. Nutzung zu erheben, sollten entsprechende Informationen und Daten auf wesentlich drei Dimensionen erhoben und geprüft werden: > die bei den befragten Wissenschaftlern verschiedener Fachprovenienz bislang gängige Art der Veröffentlichung und Rezeption wissenschaftlicher Arbeiten; > die Einstellungen von Wissenschaftlern zu den Veröffentlichungs- und Nutzungsmöglichkeiten unter Open Access; > die Erwartungen und Wünsche von Wissenschaftlern hinsichtlich der inhaltlichen Modalitäten sowie der technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen einer Veröffentlichung und Nutzung von Arbeiten im Open Access. Die erhobenen Daten und Informationen sollten vor dem Hintergrund biografischer und professionsspezifischer Variablen detailliert werden. In diesem Zusammenhang war die derzeitige Veröffentlichungspraxis und die Bereitschaft zur Nutzung elektronischer Publikationsmöglichkeiten vor allem unter Berücksichtigung der fachdisziplinären Provenienz der Befragten zu erheben. Der vorliegende Bericht präsentiert die Ergebnisse der Befragung. Zunächst werden deren empirische Grundlagen, Methodik und Ablauf dargestellt (Kapitel 2). Der weitere Aufbau der Studie folgt im Wesentlichen den vier inhaltlich bestimmten Segmenten des verwendeten Fragebogens, die dem Rezeptions- und Publikationsverhalten der Befragten (Kapitel 3), der faktischen Bedeutung und der subjektiven Einschätzung von Open Access (Kapitel 4), Kostenaspekten des wissenschaftlichen Publizierens (Kapitel 5) und der Publikationsförderung der DFG galten. Abschließend werden Vorschläge und Anregungen referiert, mit denen die DFG den Befragten zufolge Open Access verstärkt befördern könnte (Kapitel 6). Ein umfangreicher Tabellenband 1 dokumentiert die Antworten der Befragten, die für die Auswertung nach Wissenschaftsbereichen, Fachgebieten, Status, beruflicher Stellung, Alter und Geschlecht aufgebrochen wurden. Der letzte Abschnitt des Tabellenbandes schlüsselt die Auswertungen nach den Merkmalen des Stichprobenplans (Kapitel 2) auf. Weitere Auswertungen in einem umfangreichen Tabellenband 1 1. Deutsche Forschungsgemeinschaft (2005). Publikationsstrategien im Wandel? Tabellenband. 13

14 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL? 2 Anlage und Ablauf der Studie Die empirische Grundlage dieser Veröffentlichung bildet eine Befragung von Wissenschaftlern, die im Zeitraum von 2002 bis 2004 in unterschiedlichen Programmen der DFG gefördert wurden. Grundsätzlich ist jeder Forscher mit abgeschlossener wissenschaftlicher Ausbildung (i.d.r. Promotion) bei der DFG antragsberechtigt; für in außeruniversitären Institutionen beschäftigte Wissenschaftler galt im hier berücksichtigten Zeitraum jedoch die Einschränkung, dass sie nur außerhalb der Hauptarbeitsrichtung ihrer Einrichtungen bzw. Arbeitsgruppe antragsberechtigt waren. 1 Neben der Förderung einzelner Projekte ist die Förderung wissenschaftlicher Vorhaben im Rahmen so genannter Koordinierter Programme möglich, die in besonderer Weise auf Kooperation der Wissenschaftler und auf Strukturbildung zielen. 2 Im Hinblick auf den weiten Kreis der Antragsteller kann man davon ausgehen, dass die Ergebnisse einer Befragung DFG-geförderter Wissenschaftler ein für die deutsche Spitzenforschung überhaupt repräsentatives Bild ergeben. Die Untersuchung sollte vor allem den unterschiedlichen Publikations- und Rezeptionsgewohnheiten der einzelnen Fachkulturen und deren ggf. verschiedener Einstellung zum Open Access Rechnung tragen. Für die Befragung wurden daher Angehörige aller Fachdisziplinen berücksichtigt. Des Weiteren sollte geprüft werden, ob sich im Publikationsverhalten und in der Einstellung zu Open Access ggf. Unterschiede zwischen Nachwuchswissenschaftlern und etablierten Wissenschaftlern konstatieren ließen. Daher wurden auch Wissenschaftler, die in Programmen für den wissenschaftlichen Nachwuchs (z. B. Emmy-Noether Programm, Heisenberg-Programm, Eigene Stelle ) gefördert werden, in die Befragung einbezogen. Stichprobe: 1600 DFG geförderte Wissenschaftler aus allen Wissenschaftsbereichen 2.1 Stichprobenziehung Die Befragung richtete sich an Wissenschaftler, die in unterschiedlichen Programmen der DFG gefördert wurden oder werden. Zu deren Auswahl wurde eine stratifizierte Stichprobe gebildet, die gegenüber einer reiner Zufallsstichprobe den Vorteil bietet, dass auch kleinere Auswahleinheiten miterfasst werden. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass die Untersuchung auch für Disziplinen mit einer relativ kleinen Zahl geförderter Wissenschaftler eine hinreichend solide Datenbasis zur Beantwortung der verschiedenen Fragestellungen liefert und dass zugleich eine hinreichende Präsenz der befragten Nachwuchswissenschaftler gewährleistet wird. Als Quotierungskriterien dienten zum einen der Status der Geförderten zum Zeitpunkt der Antragstellung ( etablierte Wissenschaftler versus Nachwuchswissenschaftler ), zum anderen die vier großen Wissenschaftsbereiche (Geistes- und Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften). Die vier Wissenschaftsbereiche bilden die oberste Hierarchie in der DFG Fachklassifikationssystematik (vgl.tabelle 2.01). Dieser folgt der Zusammenschluss der einzelnen 201 Fächer in insgesamt 45 Fachkollegien, deren Mitglieder von 1. Seit Januar 2005 gilt eine Neuregelung für die Antragsberechtigung von Wissenschaftlern an außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rahmen der Einzelförderung, s. unter 2. Förderprogramme und Details zur Antragstellung sind auf der Website der DFG unter ausführlich beschrieben; vgl. außerdem Deutsche Forschungsgemeinschaft: Jahresbericht Aufgaben und Ergebnisse, s. unter Vgl. dazu auch Tabelle

15 ANLAGE UND ABLAUF DER STUDIE Tabelle 2.01: DFG-Fachsystematik der Fachkollegien, Fachgebiete und Wissenschaftsbereiche (Stand 2005) 101 Alte Kulturen 102 Geschichtswissenschaften 103 Kunstwissenschaften 104 Sprachwissenschaften 105 Literatur-, Theater-, Medienwissenschaften 106 Ethnologie, Außereuropäische Kulturen, Religionswissenschaft 107 Theologie 108 Philosophie 109 Erziehungswissenschaft 110 Psychologie 111 Sozialwissenschaften 112 Wirtschaftswissenschaften 113 Rechtswissenschaften 201 Grundlagen der Biologie und Medizin 202 Pflanzenwissenschaften 203 Zoologie 204 Mikrobiologie, Virologie und Immunologie 205 Medizin 206 Neurowissenschaft 207 Fachkollegium Agrar-, Forstwissenschaften, Gartenbau und Tiermedizin Fachgebiet Geisteswissenschaften Sozial- und Verhaltenswissenschaften Biologie Medizin Agrar-, Forstwissenschaften, Gartenbau und Tiermedizin Wissenschaftsbereich Geistes- und Sozialwissenschaften Lebenswissenschaften 301 Molekülchemie 302 Chemische Festkörperforschung Physikalische Chemie von Molekülen, 303 Flüssigkeiten und Grenzflächen; Allgemeine Theoretische Chemie Chemie 304 Analytik, Methodenentwicklung 305 Chemie biologischer Systeme 306 Polymerforschung 307 Physik der kondensierten Materie 308 Optik, Quantenoptik und Physik der Atome, Moleküle und Plasmen 309 Teilchen, Kerne und Felder Physik 310 Statistische Physik und nichtlineare Dynamik 311 Astrophysik und Astronomie 312 Mathematik Mathematik 313 Atmosphären- und Meeresforschung 314 Geologie und Paläontologie 315 Geophysik und Geodäsie 316 Geochemie, Mineralogie und Kristallographie 317 Geographie 318 Wasserforschung Geowissenschaften (einschl. Geographie) Naturwissenschaften 401 Produktionstechnik 402 Mechanik und Konstruktiver Maschinenbau Maschinenbau und Produktionstechnik 403 Verfahrenstechnik, Technische Chemie 404 Wärmeenergietechnik, Thermische Maschinen und Antriebe 405 Werkstofftechnik 406 Rohstoffe, Material- und Werkstoffwissenschaften 407 Systemtechnik 408 Elektrotechnik 409 Informatik Wärmeenergietechnik/ Verfahrenstechnik Werkstoffwissenschaften Elektrotechnik, Informatik und Systemtechnik 410 Bauwesen und Architektur Bauwesen und Architektur Ingenieurwissenschaften 15

16 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL? Wissenschaftlern gewählt werden. Für statistische Zwecke werden die Fachkollegien wiederum in 14 Fachgebiete zusammengefasst, die ihrerseits den vier Wissenschaftsbereichen zugeordnet sind. Tabelle 2.01 stellt diese Zusammenhänge zwischen Fachkollegien, Fachgebieten und Wissenschaftsbereichen übersichtlich dar. Jeder Wissenschaftsbereich sollte mit der gleichen Zahl zu befragender Personen in der Stichprobe vertreten sein. Das Verhältnis der beiden Statusgruppen ( etablierte Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler ) wurde mit 80 zu 20 Prozent festgelegt. 1 Innerhalb der so umschriebenen Subgruppen wurden die zu befragenden Personen nach Zufallsprinzip ausgewählt und sind daher im statistischen Sinne repräsentativ. Die Stichprobenmerkmale Wissenschaftsbereich und beruflicher Status stellen die Hauptdimensionen für die Auswertung des vorliegenden Berichts dar. Über die Dimension Wissenschaftsbereich hinausgehend werden die Befunde vielfach auch auf der Ebene einzelner Fachgebiete dargelegt. Wo starke Abweichungen innerhalb der Wissenschaftsbereiche und Fachgebiete zu konstatieren waren, wurden Antworten ggf. auch in Bezug auf einzelne Fachkollegien analysiert. 2.2 Fragebogen Mit dem Fragebogen sollte vor allem der Stellenwert und die Akzeptanz von Open Access als neuer Form des wissenschaftlichen Publizierens ermittelt werden. Um diese Bewertungen in den entsprechenden Kontext zu stellen, bezogen sich einleitende Fragen auf das Publikations- und Rezeptionsverhalten der verschiedenen Fachdisziplinen im Allgemeinen. Fragen zum Rezeptionsund Publikationsverhalten; zu Erfahrungen mit Open Acces und über Verwendung der Publikationspauschale Der Fragebogen wurde von einer Arbeitsgruppe der DFG-Geschäftsstelle unter Beteiligung externer, mit der Herausgabe von Open Access Zeitschriften erfahrenen Wissenschaftler entworfen. In einem ersten Schritt war dieser Entwurf einer inhaltlichen, formalen und empirisch-methodischen Prüfung zu unterziehen. In einem anschließenden Pretest wurde der revidierte Fragebogen auf inhaltliche Vollständigkeit und Schlüssigkeit, auf Verständnisprobleme und Validität überprüft und erneut geringfügig überarbeitet. Der für die Befragung eingesetzte Bogen, der im Anhang wiedergeben ist, sah fünf Fragekomplexe mit insgesamt 38 Fragen vor. In den ersten drei Abschnitten wurden das Publikations- und Rezeptionsverhalten der befragten Wissenschaftler, deren Erfahrungen und Einstellungen zu Open Access Veröffentlichungen und wirtschaftliche Aspekte in Bezug auf Publikationen in konventionellen oder Open Access Zeitschriften thematisiert. Des Weiteren wurden die Befragten gebeten, sich zu der bisherigen Verwendung der DFG-Publikationspauschale zu äußern. Der letzte Abschnitt des Fragebogens war der Erhebung der demographischen Angaben, die für eine detaillierte Auswertungen der Antworten unerlässlich sind, vorbehalten. Neben geschlossenen, durch einfaches Ankreuzen zu beantwortenden Fragen sah der Bogen auch Raum für offene Angaben der Befragten vor. So konnten z.b. Personen, die bislang noch nicht in Open Access publiziert hatten, in einem Freitext entsprechende Gründe dafür vortragen; ebenso wurde in offener Form nach Modalitäten einer ggf. erwünschten Förderung von Open Access Publikationen durch die DFG gefragt. Abschließend wurden die Wissenschaftler gebeten, zusätzliche Anmerkungen, Hinweise oder Anregungen für die Publikations- 1. Vgl. dazu auch Tabelle

17 ANLAGE UND ABLAUF DER STUDIE förderung der DFG und / oder eine mögliche Politik zur Beförderung von Open Access mitzuteilen. 2.3 Feldphase, Rücklauf und Repräsentativität Für die Durchführung der Untersuchung wurde sowohl eine Druck- als auch eine Online-Version des Fragebogens entwickelt. Sämtliche befragten Personen erhielten einen Bogen im Druckformat, der auch die jeweils individuellen Zugangsdaten zur Online-Version enthielt. Der Versand der Fragebogen-Druckversion erfolgte Anfang Oktober Zeitgleich wurde der Online-Fragebogen im Internet freigeschaltet. Die Feldphase endete am 24. November, zwischenzeitlich kam es zu zwei Erinnerungsaktionen. Bis zum Ende der Befragung waren insgesamt Fragebögen postalisch oder online eingegangen. Die Rücklaufquote betrug damit 67,7 Prozent. In einem ersten Durchgang wurden die Bögen auf Vollständigkeit überprüft, im Anschluss Datenbereinigungs- und Prüfverfahren festgelegt und durchgeführt. Auf Grund dieser ersten Prüfung mussten etwa 10 Prozent der online beantworteten Fragebögen (rund 3,4 Prozent aller vorliegenden Bögen) von der weiteren Auswertung ausgeschlossen werden. Bei den postalisch übermittelten Fragebögen kam es zu keinerlei Ausschlüssen. Somit konnten die Angaben aus Fragebögen für die Auswertung berücksichtigt werden. Davon waren 505 online, 523 auf postalischem Weg eingegangen. Gemessen an der Anzahl der versendeten Fragebögen liegt die Ausschöpfungsquote bei 64,3 Prozent. Diese deutlich über dem Wert vergleichbarer Studien liegende Antwortrate macht das große Interesse deutlich, das von der DFG-geförderte Wissenschaftler dem Thema beimessen. Gut zwei Drittel der Befragten beteiligten sich an der Umfrage Tabelle 2.02 präsentiert das Verhältnis zwischen den Verteilungen nach den oben angegebenen Auswahlkriterien zum einen bei der Stichprobenauswahl, zum anderen im Rücklauf. Im Großen und Ganzen stimmt die Verteilung nach Wissenschaftsbereichen und Statusgruppen bei denjenigen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, mit der Bruttostichprobe überein. Unterschiede zwischen Brutto- und Nettostichprobe zeigen sich vor allem bei den Geistes- und Sozialwissenschaftlern. In diesem Tabelle 2.02: Rücklaufstatistik Brutto-Stichprobe Wissenschaftsbereich* Status** % je % % je % n Wissenschaftsbereichbereich. Wissenschafts- insg. n insg. Geistes- u. Sozialwissenschaften Nachwuchswiss ,0 5, ,9 5,8 Etabl.Wissensch ,0 20, ,1 16,8 Lebenswissenschaften Nachwuchswiss ,0 5, ,5 4,5 Etabl.Wissensch ,0 20, ,5 21,2 Naturwissenschaften Nachwuchswiss ,0 5, ,1 5,8 Etabl.Wissensch ,0 20, ,9 20,3 Ingenieurwissenschaften Nachwuchswiss ,0 5, ,1 5,2 Etabl.Wissensch ,0 20, ,9 20,6 Insgesamt , ,0 * Zugeordnet nach dem Fachkollegium, in dem der letzte Projektantrag begutachtet wurde. ** Beruflicher Status zum Zeitpunkt der letzten Antragstellung. Verteilung Teilnehmer 17

18 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL? Wissenschaftsbereich zeichnet sich eine insgesamt geringere Beteiligung ab, die sich wesentlich zu Ungunsten etablierter Wissenschaftler auswirkt. Allerdings sind die Unterschiede in der Beteiligung der verschiedenen Gruppen an der Umfrage nicht so gravierend, dass deren Repräsentativität im Verhältnis zur Bruttostichprobe in Frage gestellt wäre. Für die Auswertung wurden die postalisch eingegangenen Fragebögen im Scanning-Verfahren erfasst und zusammen mit den online übermittelten Daten in einer SPSS-Systemdatei gespeichert. 2.4 Beschreibung der Stichprobe Entsprechend den oben vorgestellten Rücklaufquoten konnten die Daten von insgesamt Wissenschaftlern in die Untersuchung einbezogen werden. Die Befragten wurden gebeten, ein Fachgebiet anzugeben, dem sie ihre Forschung schwerpunktmäßig zuordnen. Dazu lag ihnen die Liste der Fachgebiete nach einer DFG-Klassifikation vor (vgl. Tabelle 2.01). Etwa ein Viertel der Befragten ist jeweils den Geistes- und Sozialwissenschaften und den Lebenswissenschaften zuzuordnen, die Ingenieurwissenschaften sind mit 22 Prozent, die Naturwis- Tabelle 2.03: Verteilung der Befragten nach Wissenschaftsbereichen und Fachgebieten (in Prozent und absoluten Zahlen) Wissenschaftsbereich Fachgebiet Prozent* n Geistes- und Sozialwissenschaften Geisteswissenschaften 52,1 124 Sozial- und Verhaltenswissenschaften 44,1 105 Ohne Angabe zum Fachgebiet 3,8 9 Gesamt 100,0 238 Lebenswissenschaften Biologie 45,1 115 Medizin 45,5 116 Agrar-, Forstwissenschaften, Gartenbau und Tiermedizin 5,5 14 Ohne Angabe zum Fachgebiet 3,9 10 Gesamt 100,0 255 Naturwissenschaften Chemie 34,1 105 Physik 32,5 100 Mathematik 10,7 33 Geowissenschaften 19,8 61 Ohne Angabe zum Fachgebiet 2,9 9 Gesamt 100,0 308 Ingenieurwissenschaften Maschinenbau und Produktionstechnik 12,3 28 Wärmetechnik/Verfahrenstechnik 13,7 31 Werkstoffwissenschaften 18,1 41 Elektrotechnik, Informatik und Systemtechnik 43,6 99 Bauwesen und Architektur 6,6 15 Ohne Angabe zum Fachgebiet 5,7 13 Gesamt 100,0 227 Insgesamt 1028 * Basis der Prozentrechnung: Wissenschaftsbereiche Basis: 1.028; Fehlende Angaben: 0 Frage 33: Bitte nennen Sie uns das Fachgebiet, dem Sie sich schwerpunktmäßig zuordnen. Tragen Sie bitte den entsprechenden Code ein. Sie finden ihn auf der Rückseite des Fragebogens. 18

19 ANLAGE UND ABLAUF DER STUDIE senschaften mit 30 Prozent der Befragten vertreten. Tabelle 2.03 veranschaulicht die Verteilung der Befragten nach Wissenschaftsbereichen und Fachgebieten. Der Anteil der Wissenschaftlerinnen beträgt in der Befragungsgruppe 16 Prozent. In den Geistes- und Sozialwissenschaften und in den Lebenswissenschaften sind 24 Prozent der befragten Wissenschaftler Frauen, in den Naturwissenschaften 9 Prozent und in den Ingenieurwissenschaften 8 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Befragten sind Professoren, weitere 15 Prozent sind als Hochschul- oder Privatdozenten tätig. Hochschulassistenten, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Stipendiaten oder Wissenschaftler, die in einer sonstigen Position an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung tätig sind, teilen sich in das übrige Drittel. Im Vergleich der Wissenschaftsbereiche (vgl. Tabelle 2.04) ergibt sich folgendes Bild: > Der größte Anteil an Professoren unter den Befragten findet sich in den Geistes- und Sozialwissenschaften (62%), der geringste Anteil in den Lebenswissenschaften (43%). > Etwa ein Viertel der befragten Lebenswissenschaftler arbeitet als Hochschuloder Privatdozent. In den Naturwissenschaften ist deren Anteil mit knapp 13 Prozent nur halb so hoch, in den beiden anderen Wissenschaftsbereichen liegt er bei etwa 10 Prozent. > Der Anteil an Hochschulassistenten variiert relativ wenig zwischen den Wissenschaftsbereichen, er liegt zwischen 6 Prozent in den Lebenswissenschaften und knapp 8 Prozent in den Naturwissenschaften. > Ein hoher Anteil an Wissenschaftlichen Mitarbeitern findet sich mit jeweils rund 16 Prozent in den lebens- und naturwissenschaftlichen Fächern. Mit fast neun Prozent liegt dieser Anteil in den Geistes- und Sozialwissenschaften am niedrigsten. Tabelle 2.04: Berufliche Stellung (in Prozent) Geistes- u. Sozialwissenschaften Lebenswissenschaften Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Gesamt Professor 61,6 42,6 47,7 59,9 52,3 Hochschuldozent / Privatdozent 10,8 24,5 12,8 9,9 14,6 Hochschulassistent 7,3 6,0 7,6 7,2 7,1 Wissenschaftlicher Mitarbeiter 8,6 16,1 16,1 12,6 13,6 Stipendiat 7,8 5,6 6,6 2,7 5,8 Sonstiges 3,9 5,2 9,2 7,7 6,7 Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 Anzahl (n) Basis: 1.028; Fehlende Angaben: 21 Frage 34: Berufliche Stellung 19

20 PUBLIKATIONSSTRATEGIEN IM WANDEL? > Die meisten Stipendiaten kommen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (8 %), die wenigsten aus den Ingenieurwissenschaften (3 %). Um die Kategorien wissenschaftlicher Nachwuchs bzw. etablierter Wissenschaftler in der weiteren Auswertung berücksichtigen zu können, diente das Kriterium der Befristung von Arbeitsverträgen als wesentliches Unterscheidungsmerkmal. Wissenschaftliche Mitarbeiter an Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurden also der Gruppe der Nachwuchswissen- Tabelle 2.05: Etablierte Wissenschaftler und wissenschaftlicher Nachwuchs (in Prozent) Etablierte Wissenschaftler Wissenschaftlicher Nachwuchs Geistes- u. Sozialwissenschaften Lebenswissenschaften Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Gesamt 84,4 81,9 84,9 90,3 85,2 15,6 18,1 15,1 9,7 14,8 Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 Anzahl (n) Basis: 1.028; Fehlende Angaben: 34 Frage 34: Berufliche Stellung; Frage 36: Welche Laufzeit hat Ihr derzeitiger Arbeitsvertrag? Tabelle 2.06: Beschäftigende Einrichtung zum Zeitpunkt der Befragung (in Prozent) Geistes- u. Sozialwissenschaften Lebenswissenschaften Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Gesamt Hochschule 93,9 81,0 79,4 86,1 84,6 Max Planck Gesellschaft 0,9 4,0 4,3 2,3 3,0 Fraunhofer-Gesellschaft 0,4 1,3 1,4 0,8 Helmholtz-Gemeinschaft 0,4 5,3 2,3 5,1 3,2 Leibniz Gemeinschaft 1,3 4,0 6,3 0,9 3,4 Sonstige Einrichtung 3,5 5,3 6,3 4,2 4,9 Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 Anzahl (n) Basis: 1.028; Fehlende Angaben: 34 Frage 35: Wo arbeiten Sie? Tabelle 2.07: Altersgruppe (in Prozent) Geistes- u. Sozialwissenschaften Lebenswissenschaften Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Gesamt 30 Jahre und jünger 1,3 2,4 3,9 2,2 2,5 31 bis 40 Jahre 26,5 32,9 39,9 29,5 32,8 41 bis 50 Jahre 27,7 42,4 27,6 31,7 32,2 51 bis 60 Jahre 24,8 16,9 16,9 21,6 19,7 61 Jahre und älter 19,7 5,5 11,7 15,0 12,7 Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 Anzahl (n) Basis: 1.028; Fehlende Angaben: 0 Frage 37: Welcher Altersgruppe gehören Sie an? 20

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