2.1a Akt. spez. Okt. 13: Besondere Ausgleichsregel im EEG

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1 2.1a Akt. spez. Okt. 13: Besondere Ausgleichsregel EEG 2.1a Seite Erg.-Lfg., Oktober 2013

2 Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert 2.1b Konventioneller Kraftwerkspark in Deutschland kommt ins er Die Bestandsaufnahme der Bundesnetzagentur in Bonn lässt keinen Zweifel mehr zu: Die konventionellen Kraftwerke in Deutschland werden mer älter und entsprechen trotz ständiger Wartung und Modernisierung nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Zwar werden alle Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes eingehalten bzw. sogar unterschritten die energetischen Wirkungsgrade der Anlagen und damit der CO 2 -Ausstoß sind aber teilweise sehr deutlich von dem entfernt, was die heutige Technik leisten kann. Zusammen mit den Preisentwicklungen für Kohle auf den Weltmärkten und dem maroden europäischen Kohlenstoffmarkt führt dies seit 2012 zu einem spürbaren Anstieg der CO 2 -Emissionen aus der Stromerzeugung, sodass sich Deutschland mittlerweile wieder von seinem Klaschutzziel für das Jahr % Treibhausgasminderung gegenüber 1990 mit anscheinend zunehmender Geschwindigkeit entfernt. Der konventionelle Kraftwerkspark Überblick Die nachfolgende Betrachtung konzentriert sich der Einfachheit halber auf die fünf größten Produzenten von Elektrizität in Deutschland. Diese fünf Konzerne sind für rund 80 % der deutschen Stromerzeugung verantwortlich. z Die Gesamtkraftwerkleistung der fünf größten Stromerzeuger in Deutschland (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, Steag) beträgt derzeit rund MW. z Davon sind etwa MW 40 Jahre oder älter. Sie verteilen sich wie folgt: RWE: MW (26 % des Portfolios) E.ON: MW (16 % des Portfolios) STEAG: MW (30 % des Portfolios) EnBW: 700 MW (8 % des Portfolios) Vattenfall: 700 MW (6 % des Portfolios) 119. Erg.-Lfg., Oktober b Seite 1

3 2.1b Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert Die Struktur der Kraftwerksleistung in Deutschland Die jeweils installierten konventionellen Kapazitäten getrennt nach Erzeuger, Energieträger 1) und er stellen sich wie folgt dar. = jünger als 10 Jahre, = Kraftwerke älter als 10 und jünger als 40 Jahre und = älter als 40 Jahre. Im = derzeit noch nicht fertiggestellte bzw. in Betrieb genommene Kraftwerke RWE: Konventionelle Kraftwerksleistung in MW Der Darstellung liegt die folgende Klassifizierung zugrunde: Kernkraft Braunkohle Steinkohle Erdgas Sonstige Insgesamt verfügt RWE über ca MW an konventioneller Kraftwerksleistung (einschließlich der befindlichen Blöcke). 40 Jahre und älter sind ca MW (entspricht 26 %). 1) Die Kategorie Sonstige umfasst Kraftwerke, die mit mehreren Energieträgern (z. B. Kohle und Holz, Müll) betrieben werden. 2.1b Seite Erg.-Lfg., Oktober 2013

4 Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert 2.1b E.ON: Konventionelle Kraftwerksleistung in MW Kernkraft Braunkohle Steinkohle Erdgas Sonstige Insgesamt verfügt E.ON über ca MW an konventioneller Kraftwerksleistung (einschließlich der befindlichen Blöcke). 40 Jahre und älter sind ca MW (entspricht 16 %). Vattenfall: Konventionelle Kraftwerksleistung in MW Kernkraft Braunkohle Steinkohle Erdgas Sonstige Insgesamt verfügt Vattenfall über ca MW an konventioneller Kraftwerksleistung (inkl. der befindlichen Blöcke); 40 Jahre und älter sind ca. 700 MW (entspricht 6 %) Erg.-Lfg., Oktober b Seite 3

5 2.1b Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert EnBW: Konventionelle Kraftwerksleistung in MW Kernkraft Braunkohle Steinkohle Erdgas Sonstige Insgesamt verfügt EnBW über ca MW an konventioneller Kraftwerksleistung (inkl. der befindlichen Blöcke); 40 Jahre und älter sind ca. 700 MW (entspricht 8 %). STEAG: Konventionelle Kraftwerksleistung in MW Steinkohle Insgesamt verfügt die STEAG über ca MW an Steinkohlekraftwerken (inkl. der befindlichen Blöcke). 40 Jahre und älter sind ca MW (30 %). e Kraftwerke in Deutschland Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Leistung fossiler Kraftwerke der fünf großen Stromproduzenten in Deutschland (Kernkraft nicht erfasst), die älter als 35 Jahre sind. er der Anlagen Gesamtleistung [in MW, ohne KKW] 45 Jahre und älter Jahre und älter Jahre und älter b Seite Erg.-Lfg., Oktober 2013

6 Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert 2.1b Zum Hintergrund der verwendeten statistischen Angaben z Als Quellen für diese Auswertung dienten die Kraftwerkslisten der Bundesnetzagentur zum Bestand und zum erwarteten Zu- und Rückbau. Die aktuelle Fassung dieser Listen wurde am 27. März 2013 veröffentlicht. z Mehrere Kraftwerke gehören mehreren Betreibern gemeinsam. Die Zuordnung in dieser Auswertung erfolgte deshalb nach dem Mehrheitseigentümer. z In der Kategorie sind ca MW an Kraftwerken enthalten, die vorübergehend stillgelegt wurden. z Kraftwerke in der sogenannten Netzreserve, die als systemrelevante Kraftwerke zur Stabilisierung der Übertragungsnetze dienen (ca MW in Deutschland), sind in den Zahlen nicht enthalten. Fazit Für den Strommarkt ist das er der Kraftwerke ein interessantes Kriterium unter mehreren. Auch die eingesetzten Brennstoffe, die Flexibilität des jeweiligen Kraftwerks, der Standort des jeweiligen Kraftwerks und die aktuelle wirtschaftliche Situation spielen eine Rolle. Für die politische Akzeptanz relevant könnten darüber hinaus die Verteilung über die Betreiber, Luftschadstoffe und CO 2 -Emissionen sein. Für die fortschreitende Realisierung der Energiewende ist das er des konventionellen Kraftwerksparks aus den folgenden Gründen von einer besonderen Bedeutung: z Mit zunehmender Produktion von erneuerbarem Strom wird mer weniger konventionelle Kraftwerksleistung benötigt werden. Das Ende der Erzeugung von Kernenergiestrom ist in z Deutschland besiegelt. Vergleicht man beispielsweise die Wahlprogramme der fünf maßgeblichen Parteien (CDU/ 119. Erg.-Lfg., Oktober b Seite 5

7 2.1b Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, Die Linke), so schließen alle Parteien eine erneute Änderung der Energiepolitik Hinblick auf die Nutzung der vorhandenen Kernkraftwerke aus. 1) z Die Kategorisierung des konventionellen Kraftwerksparks nach Grundlast-, Mittellast und Spitzenlastkraftwerken wird sehr schnell an Bedeutung verlieren. Der konventionelle Kraftwerkspark steht vor einem Paradigmenwechsel er wird künftig die sogenannte Residuallast bereitstellen und insbesondere die fluktuierende Stromerzeugung aus Photovoltaik und Wind onshore ausgleichen müssen. z Für die künftige Rolle des konventionellen Kraftwerksparks sind Flexibilität und hohe Wirkungsgrade gefordert. Flexibilität, um den künftigen stromwirtschaftlichen Herausforderungen gewachsen zu sein. Hohe Wirkungsgrade, um den klaschutzpolitischen Zielen gerecht zu werden. z In der Konsequenz bedeutet dies, dass die Energiewende auch einen Umbau des Kraftwerksparks braucht. Vorhandene fossile Kraftwerke können technisch modifiziert werden alte, ineffiziente und wenig flexible Kraftwerke sollten stillgelegt oder in die Reserve eingestellt werden neue, hoch effiziente und flexible Kraftwerke müssen gebaut werden. z Auch Jahr 2050, wenn der Strom aus Erneuerbaren Energien 80 % des Stromverbrauchs ausmachen wird, wird konventionelle fossile Kraftwerksleistung erforderlich sein. Dies ergibt sich aus dem spezifischen Charakteristikum des erneuerbaren Stroms, der vor allem Sonnenschein und Wind voraussetzt. z Hieran schließt sich die gegenwärtig sehr heiß diskutierte Frage an, auf welche Weise die Amortisation von Kraftwerken sichergestellt werden kann, die nur noch 1) S. hierzu etwa: bdew, Bundestagswahl 2013 Positionen der Parteien, Ein Überblick über die Forderungen und Ziele der Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zu den Themen der Energie- und Wasserwirtschaft, Berlin, 26. Juni b Seite Erg.-Lfg., Oktober 2013

8 Akt. spez. Okt. 13: Konventioneller Kraftwerkspark altert 2.1b zwischen und vielleicht Volllaststunden Jahr arbeiten. Abkürzungen CO 2 KKW MW Kohlendioxid Kernkraftwerk Kernkraftwerke Megawatt Literaturhinweise bdew, Bundestagswahl 2013 Positionen der Parteien, Ein Überblick über die Forderungen und Ziele der Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zu den Themen der Energieund Wasserwirtschaft, Berlin, 26. Juni 2013 Bundesnetzagentur, Kraftwerksliste Stand 22. Juli 2013, Bonn Erg.-Lfg., Oktober b Seite 7

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