IMPLANTATIONSSIMULATOR

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1 DER IMPLANTATIONSSIMULATOR DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG IN DER IMPLANTATCHIRURGIE UND -PROTHETIK AM KÜNSTLICHEN PATIENTEN

2 DAS IFZI MANFRED LANG Geschäftsführender Gesellschafter des INTERNATIONALEN FORTBILDUNGSZENTRUMS FÜR ZAHNÄRZTLICHE IMPLANTOLOGIE ANNE MONNIER-WINTERSTEIN Gesellschafterin des INTERNATIONALEN FORTBILDUNGSZENTRUMS FÜR ZAHNÄRZTLICHE IMPLANTOLOGIE Kursmanagement 2

3 DER IMPLANTATIONSSIMULATOR DER IMPLANTATIONSSIMULATOR Im Jahr 2005 wurde nach einer zweijährigen Entwicklungsphase die praktische Ausbildung am künstlichen Patienten eingeführt, und zwar sowohl in der chirurgischen als auch in der prothetischen Disziplin. Seit dieser Zeit wurden über Zahnärztinnen und Zahnärzte national und international ausgebildet. Über 90 % der Phantomausbildungsabsolventen implantieren heute mit überragenden Erfolg in eigener Praxis unter dem Motto: Von der Regionalliga in die Champions League. Dr. Kinoshita (links) und Dr. Miyake aus Japan 3

4 DER IMPLANTATIONSSIMULATOR IFZI-Trainer ZA Gerhard Reif ist hochkonzentriert in seiner Funktion als Phantomtrainer. Phantomausbildung an der Universität Istanbul. 4

5 DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG AM PHANTOM Implantationsübungen am Schweinekiefer oder an einem anderen Präparat, als so genannte Table-Cilinc oder Hands-on-Trainings, sind auf die Patientenbehandlung unter OP-Bedingungen nicht übertragbar. Nachdem die implantologischen Curricula wie auch die universitäre Masterausbildung vorwiegend den theoretischen Aspekt beinhalten, stellt der Implantationssimulator die ideale Ergänzung einer umfassenden Gesamtausbildung auf diesem Gebiet dar. Implantatchirurgie insbesondere die Knochenpräparation erfordert ein ganz individuelles praktisches Handling, das erlernt und trainiert werden muss, jedoch nicht am Patienten, sondern am Implantationssimulator, vergleichbar mit der Pilotenausbildung am Flugsimulator. Stellen Sie sich doch nur einmal vor, Sie werden in den Straßenverkehr entlassen und haben bei Ihrer Führerscheinprüfung nur den theoretischen Teil absolviert! 5

6 DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG Aus diesem Grund haben wir im Internationalen Fortbildungszentrum für zahnärztliche Implantologie (IFZI) in Nürnberg Implantat-Modelle für den Ober- und Unterkiefer entwickelt, die der Anatomie eines klassischen Implantatpatienten mit reduziertem Restzahnbestand nachempfunden sind. Vergleichbar mit der Studentenausbildung am Phantomkopf werden diese Modelle an einem künstlichen Patienten auf dem OP-Stuhl installiert. Das strukturierte Ausbildungsprogramm umfasst drei Chirurgie-Module (je Modul ein Tag) und ein Prothetik-Modul (ein Tag). Dabei werden gleichzeitig die für eine erfolgreiche Implantattherapie so wichtige Funktion der sitzenden bzw. stehenden OP-Assistenz und des Zahntechnikers in der prothetischen Phase trainiert. Das Ziel der praktischen Ausbildung ist es, insbesondere den jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten den Einstieg in die Implantatchirurgie und -prothetik zu erleichtern bzw. auf einfache und sichere Weise überhaupt erst zu ermöglichen. Über 90 % der typischen Anfängerfehler bei der Implantation am Patienten können dabei vermieden werden. Aber auch für die Fortgeschrittenen bietet sie eine ganze Reihe von theoretischen und praktischen Anregungen, z. B. das Modul III Sinuslift, um das Thema Implantologie einfacher und gleichzeitig erfolgreicher zu gestalten unter dem Motto: Bei maximaler Schonung des Patienten ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die viertägige Phantomausbildung eignet sich in idealer Weise vor, während oder nach Abschluss der Masterausbildung oder eines Curriculums. 6

7 DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG Korrektur des IFZI-Trainers Dr. Jochen Alius mit vollem Körpereinsatz Phantomtraining in Istanbul mit IFZI-Trainer Dr. Wim Hobbelink aus Holland. 7

8 FREIHÄNDIGES IMPLANTIEREN FREIHÄNDIGES IMPLANTIEREN Bei der Knochenpräparation wird von Anfang an auf ein beidhändiges Arbeiten und eine dreidimensionale Blickrichtung geachtet, um die Implantation ohne Hilfe von Bohrschablonen und damit kostenaufwändiger präimplantologischer Diagnostik durchführen zu können. Dabei ist die Sitzposition des Behandlers und die Lagerung des Patienten von entscheidender Bedeutung. Sitzposition UK 11 Uhr Handhaltung UK Handhaltung OK Sitzposition OK 9 Uhr 8

9 FREIHÄNDIGES IMPLANTIEREN Von den unterschiedlichen Nahttechniken bis zum chirurgischen Gingivamanagement bei der Implantateröffnung, vom Einzelzahn- Sofort-Implantat mit Augmentation und Membrantechnik bis hin zum indirekten und fenestrierten Sinuslift können alle Indikationen unter Beachtung diverser anatomischer Schwierigkeitsgrade am Phantom trainiert werden. Matratzennaht im UK Matratzennaht mit Loop im OK Gingivamanagement bei der Implantateröffnung in OK mit Semilunartechnik und Einzelknopfnaht 9

10 PHILOSOPHIE DIE VIER-SÄULEN-PHILOSOPHIE Implantatsystem Phantom Instrumente Augmentation Die vier Säulen dieses antiken Tempels aus Rom symbolisieren die wichtigsten Kriterien für eine erfolgreiche Implantattherapie: I. Säule: Phantomausbildung II. Säule: Implantatchirurgisches Instrumentarium III. Säule: Augmentation und Membrantechnik IV. Säule: Das ideale Implantatsystem Der große Vorteil ist, dass alle diese wichtigen Erfolgskriterien bei der Phantomausbildung nicht nur theoretisch diskutiert werden, sondern auch praktisch angewandt und damit auch im übertragenen Sinne begriffen werden. 10

11 DIE CHIRURGIE-MODULE DIE TAGESAGENDA DER DREI CHIRURGIE-MODULE MODUL I Uhr Begrüßung der Teilnehmer Uhr Theoretische Einführung in Implantat-Chirurgie Uhr Schnittführung und Nahttechniken (OK/UK) Uhr Demonstration der 3D-Knochenbohrung Uhr Mittagspause Uhr Implantation UK (pro Teilnehmer ca. 30 Min., je ein Implantat im 4., 5. und 6. Sextanten) Uhr Implantation OK (pro Teilnehmer ca. 30 Min., je ein Implantat im 2. und 3. Sextanten) Uhr Nahtübungen MODUL II Uhr Begrüßung der Teilnehmer Uhr Implantation im Unterkiefer 9 Implantate (pro Teilnehmer jeweils 1 Stunde) Uhr Mittagspause Uhr Implantation im Oberkiefer 7 Implantate (pro Teilnehmer jeweils 1 Stunde) Uhr Diskussion und Zertifikatsübergabe MODUL III Uhr Begrüßung der Teilnehmer Uhr Einführung in die Sinuslift-Operation Uhr Pause Uhr Sinus-OP Live bzw. Video-Demonstration Uhr Mittagspause Uhr Sinuslift mit Anwendung des Sinus-Implantat- Stabilisators 3 Implantate (pro Teilnehmer jeweils 1 Stunde) 11

12 DIE CHIRURGIE-MODULE Es werden immer nur drei Zahnärzte in einem OP von einem Phantomtrainer ausgebildet: Ein Arzt ist der Behandler, der Zweite übernimmt die Position der stehenden Assistenz, der Dritte die der sitzenden Assistenz. Dann werden die Positionen gewechselt. Auf diese Weise erlernt der Zahnarzt die wichtige Funktion der OP-Assistenz und kann sein OP-Team in der eigenen Praxis professionell ausbilden. Nach Abschluss der drei Chirurgie-Module hat jeder Teilnehmer 9 Implantate im UK, 10 Implantate im OK und 5 Implantate im Modul I also insgesamt 24 Implantate eingesetzt. Alle Implantate im UK Alle Implantate im OK inkl. SIS-Schiene in situ OPG-Kontrolle nach Implantation in beiden Kiefern 12

13 SINUSLIFT MODUL III SINUSLIFT Bei diesem Modul wird das gesamte OP-Protokoll mit all den Materialien und speziellen Instrumenten step-by-step von jedem Teilnehmer praktisch durchgeführt und kann später eins zu eins auf den realen Patienten übertragen werden. Schnittführung Festlegung der Eckpunkte für das Sinusfenster mit der Implantatmesssonde Swing-Lift 1 Swing-Lift 2 13

14 SINUSLIFT Pilotbohrung Augmentation Implantation Nahtverschluss Kritische Kontrolle nach erfolgter Implantation 14

15 PROTHETIK-MODUL DAS PROTHETIK-MODUL IV Im Prothetikmodul werden an einem einzigen Kurstag am künstlichen Patienten sämtliche Schritte von der Abdrucknahme über die Wachsaufstellung, Abutmentauswahl mittels Silikonschlüssel bis zur Passivierung bzw. Gerüstanprobe und Einsetzen der festsitzenden bzw. abnehmbaren Rekonstruktion mit und ohne Einbeziehung natürlicher Zähne durchgeführt. Das Know-how der Implantatplanung wird anhand einer PowerPoint- Präsentation verschiedener Patientenfälle und Indikationsklassen demonstriert. Der Prothetikkurs ist sowohl für Zahnärzte als auch Zahntechniker und zeigt gleichzeitig das perfekte Teamapproach in der Implantatprothetik am Behandlungsstuhl. In der Bildmitte sitzend ZTM Bernhard Stühler aus Nürnberg 15

16 PROTHETIK-MODUL Anprobe in Wachs 16 Gerüstanprobe und Security Lock

17 PROTHETIK-MODUL Unter diesem Aspekt ist das Prothetikmodul auch in idealer Weise geeignet für die immer noch große Gruppe von Zahnarztpraxen, die keine Implantatbehandlung durchführen, denn auch wenn keine Zahnärztin und kein Zahnarzt verpflichtet ist, die Implantatchirurgie selbst auszuüben, so ist heute jedoch jede zahnärztliche Praxis sehr wohl verpflichtet, dem Patienten zumindest eine Implantataufklärung zu geben und damit die Möglichkeit einer Implantattherapie durch Überweisung an den Spezialisten zu ermöglichen. Um die Implantatprothetik in der eigenen Praxis durchführen zu können, sind nur drei Voraussetzungen notwendig: 1. Die implantatprothetische Ausbildung am Phantom zusammen mit dem Zahntechniker (Tagesmodul IV) 2. Die Zusammenarbeit mit einer implantat-chirurgischen Überweisungspraxis. 3. Das Buch: Der Wegweiser der modernen Implantatprothetik, erschienen im Spitta Verlag

18 INDIVIDUALTRAINING DAS SUPERVISIONSTRAINING Modul V: Individualtraining Das Modul V ist ein so genanntes Individualtraining für Absolventen der vier Grundmodule. Die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt kommt mit eigenem OP-Team und absolviert unter Supervision das gesamte Implantationsprogramm im Rahmen eines professionellen Trainings, d. h. neun Implantate im Unterkiefer und zehn Implantate inkl. Sinuslift im Oberkiefer einschließlich Naht unter strengen OP- Bedingungen. NEU Modul V kann auf Wunsch auch als echte Supervisions- OP am realen Patienten im IFZI in Nürnberg oder in der eigenen Praxis durchgeführt werden. Für dieses Individualtraining erhalten die Teilnehmer ein IFZI- Zertifikat und 12 Fortbildungspunkte. 18

19 IFZI WELTWEIT DIE WELTWEITE VERBREITUNG DER PHANTOMAUSBILDUNG IFZI- Phantom-Training in Tunesien IFZI- Phantom- Training in Saudi Arabien 19

20 IFZI WELTWEIT IFZI in Kooperation mit der Universität Sarajevo - Bosnien Herzegowina - Professor Dr. Sead Redžepagić, Dekan der Universität Sarajevo Einführungsvortrag an der zahnärztlichen Universität von Sarajevo IFZI-Trainer aus der Türkei, Holland und Deutschland vor der BEZMIÂLEM Universität, Faculty of Dentistry, Istanbul 20

21 IFZI WELTWEIT Der Implantationssimulator ist heute bereits integraler Bestandteil der postgraduierten Ausbildung in der zahnärztlichen Implantologie nicht nur in Europa sondern auch in Ländern wie Indien, Japan, Taiwan um nur einige zu nennen. Auch in der klinischen Studentenausbildung wurden die Module I und IV an einer Reihe von Universitäten wie Poznan, Istanbul, Sarajevo und Kairo etabliert. Spezialmodule für fast &fixed und ein Modul für Knochenmanagement Spreading, Splitting, Knochenblock, Piezochirurgie inklusive Membrantechnik sind weitere praktische Ausbildungsprogramme am Phantom. Zwei renommierte türkische Implantologen Dr. Kazak und Dr. Aksoy aus Istanbul bei der Phantomtrainerausbildung im IFZI Diese praktische Ausbildung am künstlichen Patienten wird in Zukunft in alle bestehenden implantologischen Curricula und Masterausbildungen sowie in die prägraduierte Studentenausbildung integriert werden mit gleichem Selbstverständnis wie jede praktische Ausbildung in einem manuellen Beruf. 21

22 ERFAHRUNGSBERICHT Zum Schluss sollte noch ein Kursteilnehmer aus Mannheim zu Wort kommen, der bereits zuvor implantologische Praxiserfahrung und ein implantologisches Curriculum abgeschlossen hatte. ERFAHRUNGSBERICHT EINES ABSOLVENTEN DER PHANTOMAUSBILDUNG von Dr. med. dent. Stefan Ganz, Mannheim Wie in allen Gebieten der Zahnmedizin, werden heutzutage auch in der Implantologie verschiedene Seminare von unterschiedlichen Gesellschaften und Referenten angeboten. Nach dem Besuch mehrerer Fortbildungen über einige Jahre auf diesem Gebiet, u. a. auch das Curriculum der DGI, ist es mir ein Anliegen, die Phantomsimulation vom Internationalen Fortbildungszentrum für zahnärztliche Implantologie IFZI unter Leitung von Prof. (NY) Dr. Manfred Lang in Nürnberg hervorzuheben. Der Referent ist seit mehr als 25 Jahren als niedergelassener Zahnarzt implantologisch tätig. Die Phantomausbildung besteht aus fünf Modulen und wird in den Räumlichkeiten des IFZI abgehalten. Die ersten beiden Module bestehen neben einer theoretichen Einführung hauptsächlich aus praktischen Übungen am Phantom, bei denen jeder Teilnehmer mehr als 20 Implantate inseriert. Teil 3 beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt Sinusbodenelevation inklusive praktischer Übungen mit höchsten Schwierigkeitsgraden. Das vierte Modul stellt die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten und deren Varianten vor. Die fünfte und letzte Veranstaltung dieser Reihe umfasst eine praktische Teamschulung vom behandelnden Arzt und seiner Assistenz am Patientenmodell. Jedes Modul dauert einen kompletten Tag. Von mir persönlich wurden bisher die Module 1 bis 4 dieser Fortbildungsreihe absolviert. Hierbei zeigte sich eine extreme Praxisnähe des präsentierten Stoffes. Alle dargestellten Schritte dieses ausgereiften Konzeptes werden in Theorie und Praxis effektiv dargestellt und erklärt. Die methodische Aufgliederung ist äußerst schlüssig und der wissenschaftliche Hintergrund wird miteinbezogen. Im Gegensatz zu vielen anderen Fortbildungen, die derzeit auf dem Weiterbildungsmarkt angeboten werden, zeigt sich hier, dass ein Praktiker für Praktiker berichtet. Wie schon erwähnt, werden in Modul 1 und 2 das theoretisch notwendige Hintergrundwissen, sowie das sich daraus erschließende Implantatdesign und dessen Einsatzmöglichkeiten dargestellt. Anatomie, Grundvoraussetzungen, Schnittfüh- 22

23 ERFAHRUNGSBERICHT rung, Nahttechniken und weitere Nebenaspekte für erfolgreiche Implantationen werden ebenfalls ausführlich geschildert und am Phantom trainiert. Für die praktischen Übungen stehen vorzügliche Ober- und Unterkiefermodelle zur Verfügung, die neben künstlicher Schleimhaut auch eine Schneider sche Membran und den Nervus alveolaris inferior aufweisen. Die Modelle wurden von Prof. Lang entwickelt und in jahrlanger Kleinarbeit ständig optimert und können in die gängigen Phantomköpfe eingespannt werden. Ausführlich und in kleinen Gruppen mit maximal drei Teilnehmern wird, zusammen mit speziell ausgebildeten Trainern unter Aufsicht von Prof. Lang, angefangen bei der optimalen Sitzposition bis hin zum adäquaten Wundverschluss in verschiedenen Situationen alles erschöpfend geübt (wir waren alle ganz schön platt). Hiermit sind die ersten zwei Module abgeschlossen, woraufhin man meiner Meinung nach in der eigenen Praxis mit dem Implantieren beginnen kann. Das dritte Seminar schließt die Vorstellung von präoperativer Chirurgie, Knochenaufbauten durch verschiedene Techniken und den Sinuslift in indirekter und direkter Weise ein. Der direkte Sinuslift kann in gleicher Weise wie in den vorangegangenen Teilen dieser Reihe, an besagten Modellen praktisch geübt werden. Auch hier findet eine Beurteilung eines jeden einzelnen Teilnehmers statt, mit Verbesserungsvorschlägen und entsprechenden Anregungen. Besonders hilfreich sind die Vorschläge zu den zu verwendenden Materialien. Modul 4 beschäftigt sich mit der Prothetik, sowohl rein implantatgetragen als auch auf Implantaten und natürlichen Zähnen. Dieses Seminar ist natürlich theorielastiger als die vorhergehenden drei Teile. Dennoch kommt auch hier der praktische Aspekt nicht zu kurz. Anschauliche bildliche Darstellungen, Fallbeispiele und Vorführungen an naturgetreuen Modellen und am Phantom runden dieses ebenfalls gelungene Modul ab. Durch den bereits erwähnten Anspruch an die Praxisnähe eignet sich diese Seminarreihe ausgezeichnet zur Erweiterung der eigenen operativen und prothetischen Fähigkeiten. In diesen Modulen werden die wesentlichen Punkte auf einen einfachen Nenner gebracht und die praktische Anwendbarkeit wird sehr gut verdeutlicht und veranschaulicht. An zwei Wochenenden bzw. vier Tagen werden Sachverhalte vermittelt und trainiert, wozu andere Institute ganze Seminarreihen benötigen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Professorale Eitelkeiten, wie man sie bei anderen Fortbildungen schon häufiger erleben musste, sind Herrn Prof. Lang eher fremd. Der Unterschied zwischen dem mit jahrzehntelanger Erfahrung versierten Praktiker 23

24 ERFAHRUNGSBERICHT und den theoretisch belasteten universitären Instituten sticht deutlich heraus. Fragen und Anregungen werden stets ausführlich beantwortet oder diskutiert. Das unterstützende Buchmaterial, welches vom Referenten verlegt wird, eignet sich in guter Weise zur Vor- und Nachbereitung. Jeder Teilnehmer, darunter auch Kiefer- und Oralchirurgen mit langjähriger Erfahrung, konnte viele Anregungen, Tricks und Tipps, sowie eine Erweiterung des Verständnisses für das Thema der Implantologie für sich verbuchen. Neun Teilnehmer, aufgeteilt in drei Gruppen machten ein immerwährendes intensives Training möglich. Nebenbei wurde auch für das leibliche Wohl mehr als ordentlich gesorgt. Für mich stellt dies abschließend eine sehr empfehlenswerte Seminarreihe mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Dr. Khan-Osborne, London, internationale Referentin auf dem Gebiet der zahnärztlichen Implantologie, bei der IFZI-Trainerausbildung. 24

25 INSTRUMENTE DAS IMPLANTATCHIRURGISCHE INSTRUMENTARIUM Man erkennt sehr schön die Corporate Identity und die spezielle Griffgestaltung des gesamten Instrumentariums. Auf die Bedeutung dieses Themas wurde bei der Vier-Säulen- Philosophie bereits hingewiesen. Das gesamte Set bestehend aus 26 Teilen in drei Sterilisationskassetten ist auf einer ausführlichei Instrumentenbroschüre mit Anwendungbeschreibung bildlich dargestellt. Sie können diese im IFZI-Sekretariat anfordern. 25

26 INSTRUMENTE Anatomisch geformter Universalabhalter Raspatorienset in drei Größen Sinusretraktor Implantat-Bohrlehre und Messsonde mit Swing-Effekt 26

27 LITERATUREMPFEHLUNGEN Der Wegweiser der modernen Implantatprothetik Sinuslift vom internen Sinuslift zum Sinus-Implantat- Stabilisator Besonders zu empfehlen ist das über 400 Seiten umfassende Buch: Der Wegweiser der modernen Implantatprothetik. Hier finden Sie nicht nur eine step-by-step Anleitung aller implantatprothetischen Rekonstruktionen festsitzend und abnehmbar sondern auch wissenschaftliche Beiträge von namhaften Co-Autoren wie Dr. Bayer aus Landsberg am Lech zum Thema fast&fixed oder Dr. Weiss aus Ulm zum Thema Einzelzahnimplantation. Auch das Phantommodul fast&fixed von Dr. Ryssel in Crailsheim und ein Beitrag zum Thema Computergestützte Planung von Prof. Dr. Schramm aus Heidelberg ist Teil dieses Buches. Auch für Zahntechniker ist dieses Buch besonders lehrreich, da alle labortechnischen Fertigungsschritte der verschiedenen Rekonstruktionen anschaulich beschrieben werden. Die Zahntechnikermeister Herr Stühler und Herr Goller, beide aus Nürnberg, haben diese Beiträge professionell gestaltet. Die ersten 100 Seiten dieses Buches unter dem Titel: Einführung in die zahnärztliche Implantologie sind eine Zusammenfassung der 40-jährigen implantologischen Erfahrung des Autors und stellen nicht nur für den Neueinsteiger sondern auch für den erfahrenen Implantologen eine großartige Hilfe dar, um den individuell besten Weg zu diesem faszinierenden Gebiet der zahnärztlichen Implantologie zu finden. 27 Der Implantationssimulator Die Grundlagen der Implantatchirurgie

28 IFZI GMBH HALLPLATZ 2/MAUTHALLE D NÜRNBERG Kursmanagement: Frau Anne Monnier-Winterstein Tel.: +49-(0) Fax: +49-(0) Mail: Stand: Juni 2013 Layout:

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