22.Reha-Kolloquium 2013

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1 22.Reha-Kolloquium 2013 Professur für Rehabilitationswissenschaften Universität Potsdam Forschungsprojekt SoKo - Förderung sozialer Kompetenzen bei Rehabilitanden in besonderen beruflichen Problemlagen Claudia Schulz-Behrendt Mainz, 4.März 2013

2 Zielgruppe Sozialer Arbeit: Rehabilitanden in besonderen beruflichen Problemlagen problematische sozialmedizinische Verläufe z.b. mit langen oder häufigen Zeiten der Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit negative subjektive berufliche Prognose, verbunden mit der Sorge, den Anforderungen nicht gerecht werden zu können aus sozialmedizinischer Sicht erforderliche berufliche Veränderung häufig kumulatives Auftreten etwa ein Drittel der Rehabilitanden Kernangebote der Phase B REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (2) DRV (2012): Anforderungsprofil. S.6.

3 Methodik Projekt Universität Potsdam: Professur für Rehabilitationswissenschaften Kooperation mit 3 Brandenburger Reha-Kliniken Förderung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund Laufzeit: Einschlusskriterien Cluster-randomisierte Studie mit 320 TeilnehmerInnen Alter: Jahre mit BBPL (Screening mittels SIMBO-C) kardiovaskuläre Erkrankungen vorrangig periphere Verschlusserkrankung (PAVK), Zustand nach implantiertem ICD- oder CRT-Gerät und Aortenerkrankungen nach chirurgischem Eingriff REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (3)

4 Fragestellung und Ziel der Studie Kernfrage: Kann sozialtherapeutisches Intervenieren Rehabilitanden befähigen, ihre Unterstützung aus dem sozialen Umfeld gezielt zu nutzen, um Gesundheitsverhalten zu verbessern und die berufliche Wiedereingliederung erfolgreich umzusetzen? Hauptziel: Befähigung von Rehabilitanden zum Verfolgen eines gesundheitsförderlichen Lebensstils und damit der eigenen gesundheits- und berufsbezogenen Ziele. Betrachtung der Rehabilitanden in ihrem jeweiligen sozialen Kontext indirekte Einflussnahme auf Kontextfaktoren Verbesserungen der Aktivitäten (ICF-Modell) durch Wechselwirkungen REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (4)

5 Zielsetzung für Rehabilitanden Erschließung sozialer Ressourcen Stärkung personaler, kommunikativer und Umsetzungskompetenzen Befähigung der Rehabilitanden, krankheitsbedingte Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und in anderen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe zu bewältigen besseres Integrieren gesundheitsförderlicher Verhaltensänderungen in den Alltag Verringerung sozialer Stressoren, v.a. geringe oder fehlende soziale Integration zielgerichtete Aktivierung von Hilfeleistungen und Unterstützung aus dem sozialen Umfeld REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (5)

6 Studienphasen Phase 1 Entwicklung eines Programms qualitative Erhebung durch halbstrukturierte Interviews 15 Interviews in 3 Gruppen (nach und während der Reha) Identifizierung von Faktoren sozialer Unterstützung qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring Erstellung eines sozialarbeiterischen Behandlungskonzepts Schulung der SozialarbeiterInnen Phase 2 Durchführung des Programms Phase 3 Wirksamkeitskontrolle REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (6)

7 Studienphasen Phase 1 Entwicklung eines Programms qualitative Erhebung durch halbstrukturierte Interviews 15 Interviews in 3 Gruppen (nach und während der Reha) Identifizierung von Faktoren sozialer Unterstützung qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring Erstellung eines sozialarbeiterischen Behandlungskonzepts Schulung der SozialarbeiterInnen Phase 2 Durchführung des Programms Rekrutierung entspr. der Einschlusskriterien Einzelgespräch zur sozialen Anamnese sozialtherapeutische Kleingruppe mit 6 Terminen 3 Module: sozialrechtliche Info, Förderung persönlicher Fähigkeiten und SU Abschlussgespräch evt. mit Angehörigen 3 Termine zur telefonischen Nachsorge Phase 3 Wirksamkeitskontrolle REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (7)

8 Studienphasen Phase 1 Entwicklung eines Programms qualitative Erhebung durch halbstrukturierte Interviews 15 Interviews in 3 Gruppen (nach und während der Reha) Identifizierung von Faktoren sozialer Unterstützung qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring Erstellung eines sozialarbeiterischen Behandlungskonzepts Schulung der SozialarbeiterInnen Phase 2 Durchführung des Programms Rekrutierung entspr. der Einschlusskriterien Einzelgespräch zur sozialen Anamnese sozialtherapeutische Kleingruppe mit 6 Terminen 3 Module: sozialrechtliche Info, Förderung persönlicher Fähigkeiten und SU Abschlussgespräch evt. mit Angehörigen 3 Termine zur telefonischen Nachsorge Phase 3 Wirksamkeitskontrolle Messung zur Wirksamkeit der Intervention 4 Messinstrumente: FSozU, SF 12, WAI, eigener Fragebogen 4 Messzeiten: Beginn und Ende der Reha, 3 und 12 Monate später Einbeziehung patientenbezogener Daten der Kliniken und der DRV statistische Datenanalyse Darstellung der Ergebnisse in Fachkreisen REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (8)

9 Gruppenkonzept Modul 1 90 min. Sozialrechtliche Information Finanzielle Absicherung - ÜG, KG etc. - Zuzahlungen Schwerbehindertenrecht - Nachteilsausgleiche - für Berufstätige Antragstellungen - nach Bedarf - Abbau von Hemmschwellen Modul min Berufliche Leistungsfähigkeit und Gesundheitsverhalten Subjektive Leistungseinschätzung - sozialmed. Beurteilung - eigene Vorstellungen Berufliche Wiedereingliederung - stufenweise WE - BEM LTA - Möglichkeiten und ggf. Vermittlung zum Reha-Fachberater Gesundheitsverhalten - persönliche Zielsetzung - Barrieren abbauen - Umsetzung im Berufsalltag Modul min. Soziale Kompetenzförderung Netzwerkarbeit - NW-Analyse - NW-Bildung Soziale Unterstützung - Wahrnehmung - Ressourcenaktivierung Kommunikationstraining - Gesprächsanalyse - Kommunikationstechniken Eigenverantwortlichkeit - eigene Stärken - Copingstrategien REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (9)

10 aktueller Stand Einleitungsfrage: Gibt es in Ihrem Leben Veränderungen durch die Erkrankung, insbesondere auch im Berufsleben und wie gehen Sie damit um? Erhalten Sie Unterstützung? Interview + Anamnesebogen + Netzwerkkarte 7 Interviews geführt, in der Klinik oder zu Hause Alter der Befragten: Jahre, eine Frau und 6 Männer Offenheit unterschiedlich Soziale Unterstützung wird kaum wahrgenommen Kategorienbildung und Auswertung als nächster Schritt erste Ergebnisse zur Jahresmitte REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (10)

11 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! REHAwissenschaften Claudia Schulz-Behrendt (11)

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