Und warum? Gib Drogen keine Chance

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1 068 Und warum? Gib Drogen keine Chance Irmgard Ressl 8223 Stubenberg am See 191 Austria Tel.: (+43) 3176 /

2 Inhalt In einer Diskothek bietet ein Mädchen einem jungen Burschen einen Joint an, der diesen jedoch ablehnt. Das Mädchen bezeichnet ihn als Feigling. Daraufhin beginnt der Bursche die Geschichte von Norbert zu erzählen. Norbert ist ein Junge, der in der Pubertät steckt. Probleme mit Eltern, Freundin und Schule gehören zu seinem Leben. Freunde von Norbert wissen einen Ausweg: Sie rauchen zwischendurch Hasch. Auch Norbert versucht es und kann es nicht mehr lassen. Sein Abstieg beginnt. Am Schluss stirbt er an einer Überdosis Rauschgift. Personen 1. Erzähler... 5 Einsätze 2. Erzähler... 4 Einsätze Mädchen Einsätze Andy... 9 Einsätze Norbert... 9 Einsätze Bernd... 3 Einsätze Mario... 3 Einsätze Philipp... 2 Einsätze Vater... 2 Einsätze Mutter... 1 Einsatz Dealer... 1 Einsatz 5 Zeitungsverkäufer... je 1 Einsatz 4 Zurufer... je 1 Einsatz 3

3 1. Szene Vor dem Vorhang Einige Zeitungsverkäufer gehen durch den Zuschauerraum. Dabei rufen sie die Schlagzeilen aus. Jeder hat Zeitungen in der Hand, hält sie dem Publikum entgegen. 1. Zeitungsverkäufer: 16-jähriges Mädchen verpasste sich den goldenen Schuss! 2. Zeitungsverkäufer: Ecstasykonsum der Jugendlichen nimmt rapide zu! 3. Zeitungsverkäufer: Designerdrogen im Vormarsch! 4. Zeitungsverkäufer: Leadsänger der Gruppe... im Kokainrausch! 5. Zeitungsverkäufer: Klebstoffe mit Lösungsmitteln verführen Kinder zum Inhalieren! Zeitungsverkäufer ab. Zwei Erzähler kommen vor den Vorhang. Erzähler 1: Ja, ja, schon gut! Natürlich liest oder hört man beinahe jeden Tag über solche Ereignisse in den Medien. Aber was hat das denn mit uns zu tun? So etwas passiert doch nur in Großstädten. In unserem Bezirk Drogen? Nein, also weißt du das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Erzähler 2: Verzeih mir meine Offenheit, aber ich glaube, du lebst hinter dem Mond! Du strickst dir da deine eigene heile Welt zusammen, die es leider nicht gibt. 4

4 Erzähler 1: Wie meinst du das? Erzähler 2: Ich will dir etwas zeigen was überall passieren kann. Vielleicht sogar bei uns... Die Geschichte handelt von einem gewissen Norbert, der eigentlich das ist, was man sich unter einem normalen Jungen vorstellt. Aber sieh einmal selbst... Vorhang auf. Die Erzähler stellen sich wie normale Gäste an die Theke und bleiben dort. 5

5 2. Szene In der Diskothek Mädchen, flippig gestylt, kommt von der Tanzfläche, fetzige Musik ist zu hören, die immer leiser wird; Andy steht beobachtend und ein bisschen schüchtern an der Theke. Mädchen (sehr selbstbewusst und cool): Hi, Süßer, Lust auf ein Bier? Andy dreht sich zu ihr, zeigt fragend auf sich selbst. Mädchen: Ja, du! (Nun etwas anzüglich:) Oder bist du mehr der Ecstasy-Typ? Heee, Alter, ich habs! Du stehst auf den klassischen alten Joint? Stimmts? Andy steht perplex da. Das Mädchen sieht sich suchend um, zieht dann augenzwinkernd einen Joint aus der Tasche, zündet ihn an, macht einen Zug und hält ihn dann Andy hin. Andy macht eine abwehrende Geste. Das Mädchen schüttelt den Kopf und lacht abfällig. Mädchen: Come on, merkt doch keiner! Sieht aus wie eine selbst gedrehte Zigarette. Und dir gehts danach total abgefahren, versprochen! Bewegt den Körper zur nicht hörbaren Musik. Andy verweigert weiterhin den Joint zu rauchen. Mädchen: Na, wohl zu feige, was? Komm, sei kein Hosenscheißer, versuch mal einen Zug! Andy: Drogen? Nein, danke! Weißt du, dein Gesülze kommt mir total bekannt vor! Genau so fing nämlich alles an! 6

6 Mädchen: Was hat wie angefangen? Was meinst du? Andy: Ich kenn da eine Geschichte... die Geschichte von Norbert. Mädchen: He, geil! Auf Geschichten steh ich. Los, erzähl! Andy: Alles fing an einem Nachmittag nach dem Unterricht an. Licht aus. 7

7 3. Szene Fünf Burschen verlassen das Schulgebäude, unter ihnen Andy und Norbert; sie lachen, plaudern, knuffen einander freundschaftlich etc. Bernd: Uff! bin ich k.o.! Die Lehrer werden auch immer blöder! Diese dämlichen quadratischen Gleichungen werd ich wohl nie kapieren. Zu geringe Gehirnkapazität wahrscheinlich. (Die anderen lachen.) Wisst ihr was, Burschen? Ich brauch ein Bier! Wie schaut es mit euch aus? Norbert: Supi! Bin dafür! Philipp: Live dabei! Mario: Beim Bach unter der Brücke? Um fünf? Philipp (zu Bernd): Hey, Bernd bringst du etwas zum Rauchen mit? Bernd: Okey, dokey! Mach ich glatt! Ich besorg das Inhalationskraut und einen Sechserpack braufrisches Pils! Burschen, das wird der absolute Wahnsinn! Die Burschen verabschieden sich mit Handschlag. Andy hat die ganze Zeit, während die anderen sprachen, still dagestanden. Andy: Du, Norbi, ich find das total Scheiße. Du weißt doch, was die unter Rauchen verstehen! Da sind Drogen im Spiel. (Norbert steht geistesabwesend da.) He! Hörst du mir überhaupt zu? 8

8 Norbert: Reg dich nicht auf, Andy! Das ist doch nicht so schlimm! Wir wollen nur ein bisserl relaxen! Den Stress mit unseren Alten und in der Schule wenigstens für eine Weile nicht spüren! Ich muss jetzt abhauen. Ciao, Alter! Das ganze Stück hat 16 Seiten 9

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