VERBESSERUNG VON MÄNGELMANAGEMENT DURCH GRID-TECHNOLOGIE

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1 VERBESSERUNG VON MÄNGELMANAGEMENT DURCH GRID-TECHNOLOGIE NEWSLETTER 04/

2 Das Forschungsvorhaben BauVOGrid hat sich zum Ziel gesetzt, die Struktur, Effizienz und Operabilität von Arbeitsgemeinschaften im Bauwesen (Baukonsortien, ARGEn etc.) durch ein verteiltes IT-System auf der Basis von Web Services und Grid-Technologie nachhaltig zu verbessern. Damit soll ermöglicht werden: o Zuständigkeits- und Autorisierungsstrukturen beherrschbar und rollenbasiert abzubilden; o Informationen aus unterschiedlichen Quellen schnell, flexibel und sicher sowohl im Büro als auch mobil auf der Baustelle zur Verfügung zu stellen; o den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Projekträumen und Projektpartnern sowie die mobile Erfassung von Prozessen und Daten auf der Baustelle zu unterstützen und somit bessere und schnellere Entscheidungsfindung zu erreichen. Die Grid-Technologie erlaubt es, projektweit gesicherte unternehmensübergreifende (Sub-)Netzwerke im Internet aufzubauen, wie sie heute nur firmenintern möglich sind. Damit wird eine umfassende Betrachtung von Bauvorhaben möglich. Am Beispiel eines mobilen, verteilten Mängelmanagements werden der Informationsaustausch und die verbesserte Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Generalunternehmer und Nachunternehmer (KMUs) durch einen geregelten Zugriff auf gemeinsame multimediale Ressourcen, eine dynamische Prozesssteuerung und eine fachlich fundierte Kommunikation demonstriert. Auf den folgenden Seiten werden einige Aspekte der entwickelten BauVOGrid-Lösung vorgestellt. BauVOGrid auf einem Blick Das BauVOGrid-Projekt wird durch das BMBF als Teil der D-Grid Initiative (www.d-grid.de) gefördert. Das Konsortium besteht aus 6 Industrieund 3 Forschungspartnern. Projekt-Koordinator ist das Institut für Bauinformatik der TU Dresden. Projektlaufzeit:

3 Als Szenario für das AP 4 und AP 5, in denen u.a. das Grid basierte mobile Mangelmanagement entwickelt wurde, ist das Rudolf Harbig Stadion in Dresden ausgewählt worden. Die Firma BAM Deutschland, die ebenfalls ein Praxis Partner des Forschungsprojektes bildet, erhielt die Bauausführung des Stadions im Auftrag der HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH. Der Vertrag beinhaltet weiterhin den Betrieb des Stadions für 30 Jahre. Aus diesem Hintergrund heraus wurde das Objekt als Szenario gewählt, um aus der Sicht des Facilitymanagers den täglichen Betrieb zu dokumentieren und Verschmutzungen, Beschädigungen und Abnutzungen des Inventars sowie des Bauwerks, mit Hilfe des mobilen Mangelmanagements zu erfassen, anzumelden und abzuarbeiten. Mangelmanagement Pilotprojekt

4 Die angepassten Ontologien (Schlagwörter, AP 3) für die speziellen Mängel des Stadion-Inventars werden nicht statisch im Schema abgelegt, damit diese allgemein anwendbar bleiben. Die Schlagwortlisten werden als Vorgabe im Mangelclient implementiert. Die im XML- Schema als Vorgaben abgelegten Schlagwörter werden für die typischen Mängel im Stadion inneren angepasst. XML - Mangelschema Konkretisierung

5 Der virtuelle Mangelclient wurde von der TU Dresden entwickelt, um den Ablauf der Mängelaufnahme zu erproben und zu visualisieren. Er ist erreichbar unter folgender URL: Die Reihenfolge der Eingabeschritte wurde zusammen mit BAM erarbeitet. Der Aufbau der Sitzreihen des Stadions wurde in einem XML-File erfasst. Die Struktur des Haupthauses ist momentan noch nicht hinterlegt. Zur Zeit wird nach der Eingabe noch kein Mangelrekord erfasst, der virtuelle Mangelclient kann also beliebig getestet werden. Mangelmanagement Mangelclient

6 Bei der Mangelaufnahme im Pilotprojekt werden die unten beschriebenen Rollen beteiligt sein, welche von der Firma BAM (in verschiedenen Abteilungen) selbst vertreten werden: Generalunternehmer (GU) o Betreiber, Mangelaufnehmer (Ansprechpartner: Stadion-Manager) Der Rolleninhaber nimmt den Mangel auf und meldet ihn an den Nachunternehmer (NU). Nach der Freimeldung durch NU wird eine Rechnung an die mangelverursachende Person gestellt. Mangelmanagement Rollen Nachunternehmer(NU) o Mangelbeheber (Ansprechpartner: Gebäudemanagement) Der Rolleninhaber nimmt den Mangel entgegen, bearbeitet diesen und meldet ihn beim GU frei.

7 Projektpartner: Forschung: TU Dresden (Koordinator) Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) Institut für Wirtschaftsinformatik im DFKI Herausgeber: TransMIT Zentrum für Integrales Bauen Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz Südanlage Giessen Industrie: Bilfinger Berger AG BAM Deutschland AG IDS Scheer AG RIB Information Technologies AG Seib ITC GmbH TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbh Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Raimar J. Scherer Institut für Bauinformatik Technische Universität Dresden Dresden Web:

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