Der Aufstieg des Südens und Neue Entwicklungspartnerschaften

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1 DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR DIE VEREINTEN NATIONEN e.v. DOKUMENTATION Der Aufstieg des Südens und Neue Entwicklungspartnerschaften Chancen für menschliche Entwicklung in einer Welt im Wandel Juni 2013 Gasometer Schöneberg Torgauer Straße Berlin Deutschland Durchgeführt von:

2 Zusammenfassung

3 Veranstaltungsort Gasometer in Berlin Vom Juni 2013 fand das Entwicklungspolitische Forum Der Aufstieg des Südens und Neue Entwicklungspartnerschaften. Chancen für menschliche Entwicklung in einer Welt im Wandel in Berlin statt. Auf der Tagung, welche vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) durchgeführt wurde, diskutierten rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Implikationen des Aufstiegs des Südens für die Entwicklungspolitik. Der Titel der Konferenz stellt den Bezug zum gleich namigen UNDP-Bericht über die menschliche Ent wicklung her. Dieser widmet sich den Implikationen des rasanten wirtschaftlichen und politischen Erstarkens von Entwicklungs- und Schwellenländern für die betroffenen Staaten und Gesellschaften, für etablierte Institutionen und inter nationale Governance-Strukturen und für Fragestellungen von globaler Relevanz wie die Bereitstellung eines klima verträglicheren Energiemixes. Die Präsentation und Diskussion der Empfehlungen des Hochrangigen Beratergremiums des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur 1 Der englischsprachige Originaltitel des Berichts über die menschliche Entwicklung 2013 lautet The Rise of the South: Human Progress in a Diverse World. 1

4 Post-2015 Entwicklungsagenda durch den deutschen Bundespräsidenten a. D., Prof. Dr. Horst Köhler, und ein hochrangiges Panel unter anderem mit Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, schloss sich hervorragend an diese Diskussion an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kon ferenz kamen schnell zu dem Schluss, dass das Bild eines Aufstiegs des Südens zu homogen sei. Dieser sei in der Realität viel heterogener und vielgestaltiger in seinen Chancen, Herausforderungen und Möglichkeiten. Im Ergebnis machte die Konferenz aber deutlich, dass die neue Entwicklung positiv ist und neue Möglichkeiten für Wachstum und nachhaltige menschliche Entwicklung entstehen; die Euphorie über den wirtschaftlichen und politischen Bedeutungsgewinn insbesondere einiger aufsteigender Schwellenländer als Impuls in anderen Weltregionen genutzt werden sollte; die Herausforderungen, vor denen diese Länder noch stehen, um ihren Transfor mationsprozess nachhaltig zu gestalten, dennoch nicht unterschätzt werden sollten; die Länder nicht zu schnell mit zu hohen Erwartungen überfrachtet werden sollten und ihnen Zeit eingeräumt werden muss, um in ihre veränderte Rolle hineinzuwachsen; wirtschaftliche und soziale Politiken benötigt werden, um das Entwicklungspotenzial, das im Aufstieg des Südens liegt, nachhaltig zu nutzen; der expandierende Privatsektor eine treibende Kraft der Entwicklung ist und ihm eine verstärkte Rolle in der Ausgestaltung von Süd- Süd-Beziehungen zukommt, an der Industrieländer wie Deutschland anknüpfen sollten; es wichtig ist, das Momentum aufrechtzu erhalten und dass die Widerstandskraft gegen Rückschläge im Transformationsprozess gestärkt werden sollte, unter anderem durch: eine bessere Regierungsführung und die Stärkung oft noch nicht ausreichend funk tionierender politischer und sozialer Institutionen; gezielte Maßnahmen der Entwicklungspolitik zur Eindämmung sozialer Ungleichheit und zur Förderung von Teilhabe und Beteiligungsmöglichkeiten, Verantwortung und Inklusion u. a. durch ein neues Aus tarieren (eine neue Balance ) der Beziehungen zwischen Privatsektor, Zivilgesellschaft und Regierungen sowie das rechtzeitige Angehen von Herausforderungen zum Schutz der Umwelt und ein nachhaltigeres Management natürlicher Ressourcen. bestehende multilaterale Institutionen nicht mehr angemessen die tatsächlichen globalen Machtverhältnisse widerspiegeln und die Governance auf internationaler Ebene schrittweise an die neuen Verhältnisse angeglichen werden muss und dabei: sollte der Süden von globaler Opposition zum globalem Mitmanagement umstellen; sind neue Entwicklungspartnerschaften nötig, in denen traditionelle Geberländer veränderte Gegebenheiten im Sinne gegenseitigen Lernens auf Augenhöhe aner kennen und der Süden seine neuen Verpflichtungen mit Blick auf Transparenz und Rechenschaftspflicht erfüllt; 2

5 Ursula Müller, BMZ und Khalid Malik, UNDP bestehende gemeinsame Interessen für inter nationale Zusammenarbeit und globale Transformationsprozesse besser nutzbar gemacht werden können, wie das Beispiel der notwendigen Transformation der globalen Energieerzeugung und -nutzung deutlich macht, und dazu ein holistischer Ansatz und Paradigmenwechsel im Süden wie Norden befördert werden muss, der globalen Wandel bei Energieproduktion, Konsummustern und Energieeffizienz erfordert; die globale Energietransformation mit Entwicklungszielen wie Armutsreduzierung, Bildung, Demokratisierung sowie unternehmerischen Aktivitäten kombiniert werden muss und das Modell der deutschen Energiewende als Exportmodell sowohl in Richtung auf Technologie und Know-how als auch als Konzept für ein globales öffentliches Gut genutzt werden kann. neue Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung sinnvoll und nötig sind und dazu auf den lokalen Kontext angepasste Inno vationen entscheidend sind (das Sozialprogramm Bolsa Familia aus Brasilien wurde als ein gutes Beispiel für entstehende Möglichkeiten neuer Süd-Süd-Partnerschaften genannt); eine Flankierung von gegenseitigem Lernen (peer learning) mit gegenseitigem Druck (peer pressure) erforderlich ist, um globale Probleme besser bearbeiten zu können und Dreieckskooperationen eine Möglichkeit mit Zukunftspotenzial sind, um Vertrauen zu stärken und die wachsende Diversität und Komplexität der Süd-Länder und das verstärkte Engagement neuer Akteure (Privatwirtschaft, Stiftungen) besser zu nutzen. 3

6 Eröffnung Der Human Development Report macht deutlich, dass der,aufstieg des Südens das Mosaik aus alten Strukturen, neuen Übereinkommen und bilateralen, regionalen und multilateralen Verflechtungen eher noch vergrößern wird. Neue Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung sind deshalb notwendig und da sind auch die großen Schwellenländer gefordert. Ursula Müller

7 Das hochrangige Flagship Forum Der Aufstieg des Südens und Neue Entwicklungspartnerschaften brachte am 13. und 14. Juni 2013 rund 200 nationale und internationale Interessierte, Experten und Expertinnen im Gasometer Schöneberg in Berlin zusammen, um die Chancen und Herausforderungen aus dem wirtschaftlichen und politischen Aufstieg einiger Schwellenländer des Südens für Wachstum und nachhaltige menschliche Entwicklung zu diskutieren. Wichtiger Teil der Debatte waren dabei die möglichen neuen Entwicklungspartnerschaften, die sich aus dem Aufstieg des Südens, wie er im Bericht über die menschliche Entwicklung 2013 des UNDP beschrieben wird, ergeben können. Ursula Müller, Abteilungsleiterin für Grundsatzfragen und politische Steuerung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sowie sektorale Aufgaben im Bundesministerium für wirt schaft liche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), machte als Gastgeberin schon in ihrer Begrüßung klar, dass das Forum einen wichtigen Beitrag zur Diskussion liefern könne, welchen Beitrag Entwicklungszusammenarbeit mit Schwellenländern leisten könne und müsse. Deutschland habe seine entwicklungspolitische Zusammenarbeit bewusst nie ausschließlich auf die ärmsten Länder konzentriert. Schwellenländern bzw. globalen Entwicklungspartnern wie Brasilien, Indien, Indo nesien, Mexiko und Südafrika komme nicht nur eine Schlüsselrolle bei der Lösung globaler Entwicklungsfragen zu. Sie stünden trotz eigener Kapazitäten und Ressourcen auch noch in ihrem Inneren vor großen Herausforderungen, zum Beispiel beim Aufbau ihrer Sozialversicherungssysteme oder einer arbeitsmarktorientieren Berufsausbildung für die junge Bevölkerung Ent wicklungszusammenarbeit verfüge über eine wichtige Währung, Vertrauen, die sie nutzen solle, um Übergangsprozesse zu begleiten und zu be fördern. Khalid Malik, Direktor des Human Development Report Office des UNDP, machte in seiner Einführung sehr deutlich, dass mit dem Aufstieg des Südens nicht nur die BRICS-Länder gemeint seien; mehr als 40 Länder zögen mit einer Kombination aus anhaltend hohen Wachstumsraten und einem hohen Index der menschlichen Entwicklung mit; die globale Mittelklasse wachse. Proaktive Staaten kümmerten sich um menschliche Entwicklung, um die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Ausweitung öffentlicher Investitionen insbesondere im Bildungs- und Gesundheits wesen und die Stärkung industrieller Kapazitäten und der Infrastruktur. Sozialpolitische Innovationen fänden heute zum Beispiel in Brasilien, Mexiko, Bangladesch und der Türkei statt. Menschen seien der Wohlstand der Nationen und man müsse ihre Wahlmöglichkeiten und Fähigkeiten ausbauen. Der Schlüssel, um nachhaltige Entwicklung zu erreichen, liege darin, mehr Gerechtigkeit und weniger Ungleichheit zu fördern, mehr Mitbestimmung und Rechenschaftslegung zu ermöglichen ( voice and accountability ). Er liege darin, in die Bildung von Frauen und Jugendlichen zu investieren, die Herausforderungen im Umweltbereich anzugehen, systematischer voneinander zu lernen und den Süden repräsentativer in globalen und regionalen Institutionen und Gremien zu beteiligen. Wachsende wirtschaftliche Kraft müsse mit wachsendem Engagement für menschliche Entwicklung einhergehen. The industrial revolu tion was a 100 million people story. The rise of the south is a couple of billion people story. Khalid Malik 5

8 Interview mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel Melinda Crane, Moderatorin, mit Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

9 Interview durch: Dr. Melinda Crane, Chief Political Correspondent, Deutsche Welle TV Was bedeutet der Aufstieg des Südens für den OECD-Geber Deutschland? ; Warum führen Sie noch Entwicklungsprogramme mit Ländern durch, die wie Deutschland G-20 Mitglied sind? ; Was unterscheidet die Zusammenarbeit mit Brasilien oder Indonesien von der Zusammenarbeit mit einem armen Entwicklungsland? ; Was versprechen Sie sich von Dreieckskooperationen? ; Welche Hürden stehen einer besseren Repräsentation des Südens in multilateralen Institutionen im Wege? Dies war nur ein Teil der Fragen, die Minister Niebel im Interview mit Melinda Crane beantworten sollte. Das volle Interview ist unter Zm_zk im Internet zugänglich. Minister Niebel machte deutlich, dass er den Aufstieg des Südens und die Gradu ierung einiger Länder positiv sehe. Entwicklungszusammenarbeit müsse versuchen, sich über flüssig zu machen. Abhängigkeiten müssten abgebaut und Partner von den Geberländern ernster genommen werden. Je selbstbewusster, je stärker ein Staat wird, desto mehr fordert er auch von Entwicklungspartnern, desto mehr muss man auch bereit sein, Verantwortung abzugeben. Dirk Niebel Minister Niebel machte aber auch deutlich, dass er nichts von zu simplen Vergleichen halte. Das Beispiel Indien zeige, wie in ein und demselben Land verschiedene Welten nebeneinander existieren könnten und weit verbreitete Armut neben wachsenden Mittelschichten und reichen Eliten bestehe. Die Entwicklungszusammenarbeit mit diesen Ländern müsse aber stärker auf Augenhöhe, werteorientiert und marktnah agieren und könnte entsprechend auch mit anderen Instrumenten erfolgen, also zum Beispiel viel stärker auf der Basis von Entwicklungskrediten. Deutschland wolle ausgewählte Schwellenländer auf ihrem weiteren Entwicklungspfad konstruktiv als Partner begleiten, um ihre eigenen Entwicklungserfahrungen und Kapazitäten und die Expertise der deutschen Entwicklungskooperation zu einem Mehrwert für andere, weniger entwickelte Länder zu machen. Dreieckskooperationen seien dafür ein gutes Instrument. Das BMZ spreche deshalb bewusst von Globalen Entwicklungspartnern und nicht von Schwellenländern. Man sei sich dabei völlig im Klaren, dass nicht immer alle Werte und Interessen identisch seien. Aber die Zusammenarbeit biete eine Gelegenheit, sich besser gegenseitig zu verstehen und anzunähern. 7

10 Man kenne das Argument, dass die traditionellen Industrieländer jetzt Anforderungen an die Schwellenländer z. B. im Umwelt- und Klimabereich stellten, welche die Industrieländer vor einiger Zeit selbst nicht erfüllten. Aber das ändere nichts daran, dass man Fehler der Industrieländer nicht wiederholen solle. Wirtschaftswachstum und weniger Belastung für die Umwelt seien heute unter bestimmten Umständen vereinbar. Gerade deshalb kooperiere man ja auch mit Schwellenländern wie Brasilien vor allem im Umweltbereich. Auf die Frage, ob die deutsche Entwicklungszusammenarbeit durch die Förderung der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung der globalen Entwicklungs partner nicht die Konkurrenten der deutschen Wirtschaft stärke, machte Minister Niebel deutlich, dass von der nachhaltigen Entwicklung in Schwellenländer auch die deutsche Wirtschaft profitiere. Auch der deutsche Mittelstand könne gewinnen, wenn er passgenaue Lösungen und Innovationsstärke in den Partnerländern anbiete. Das BMZ versuche dieses Engagement z. B. über Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft zu erhöhen. ODA-Koordinierungsfunktion vom Bundeskabinett übertragen bekommen. Diverse Kooperationsanstrengungen, wie die Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und dem Außenministerium im Bereich der Außenhandelskammern, seien angegangen worden. Auf die Frage nach der Zusammenarbeit mit Schwellenländern im Bereich der Global Governance stellte Minister Niebel klar, dass man die Anliegen der großen Schwellenländer nach mehr Entscheidungsrechten in internationalen Organisationen ernst nehmen müsse, aber gleichzeitig zukünftig auch größere internationale Verantwortungsübernahme und einen größeren Finanzierungsbeitrag für internationale Organisationen erwarte. Reformen von internationalen Organisationen wie der UN aber auch der EU seien notwendig. Wirkungsorientierung und Wirksamkeit müssten dabei entscheidende Kriterien für die Umgestaltung sein. In den großen Schwellenländern sei ein kohärentes Auftreten der Bundesregierung immer wichtiger. Darauf reagiere die Bundesregierung u. a. durch gemeinsame Regionalkonzepte oder das gemeinsame Schwellenlandkonzept der Bundesregierung habe das BMZ außerdem die 8

11 Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Unsere Globalen Entwicklungspartner sind eine zentrale Voraussetzung dafür, dass wir globale Fragen wie Klimawandel bewältigen können. Aber es geht auch um Stabilität und Sicherheit von ganzen Weltregionen. Dirk Niebel 9

12 Panel I: Der Aufstieg des Südens und menschliche Entwicklung Melinda Crane, Moderatorin

13 Moderation: Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), Deutschland DISKUSSIONSTEIlnehmende: Dr. Clemens von Goetze, Ministerialdirektor und Leiter der Politischen Abteilung für Afrika, Asien, Lateinamerika, Nah- und Mittelost, Auswärtiges Amt (AA), Deutschland Dr. Sachin Chaturvedi, Senior Fellow, Research and Information System for Developing Countries (RIS), Indien Khalid Malik, Direktor, Human Development Report Office, Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), New York Das Panel führte aus verschiedenen Perspektiven die Diskussion um den Aufstieg des Südens und daraus erwachsene Chancen und Herausforderungen weiter. Es wurde schnell deutlich, dass ein differenzierterer Blick auf den Süden notwendig ist: Grundsätzlich beschreibe der Aufstieg des Südens eine wichtige Entwicklungslinie. Der Süden sei aber keine homogene Einheit, sondern eine Vielzahl von Entwicklungsländern mit jeweils unterschiedlichen Herausforderungen und Interessen. Trotzdem gebe es auch viel Verbindendes. So stelle in vielen aufstrebenden Schwellenländern, die sich weiter auch als Entwicklungsländer und Teil des Südens verstehen, steigende Ungleichheit ein Problem dar. Gleichzeitig werden immer mehr Länder des Südens selbst als Entwicklungspartner aktiv. Within the South there is a North as well as huge pockets of poverty. Die komplexen Bedingungen innerhalb eines Landes und unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten auf nationaler Ebene müssten bei neuen Formen der Entwicklungspartnerschaft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern berücksichtigt werden. Entwicklungspartnerschaften mit Schwellenländern müssten demnach maßgeschneidert sein und kooperativ und partnerschaftlich ausgestaltet werden. One-sizefits-all-Lösungen gebe es nicht. Was auf nationaler Ebene gelte, träfe auch auf die internationale Governance zu: Die wirtschaft liche Entwicklung vollziehe sich schnell, politische Strukturen änderten sich hingegen lang samer. Die heutigen multilateralen Governance-Strukturen erfüllten die Bedürfnisse des globalen Südens nur unzureichend. Khalid Malik sprach sich in diesem Zusammenhang für eine UN- Reform aus, bei der auch Deutschland eine Rolle spielen solle. Sachin Chaturvedi 11

14 Prof. Dr. Dirk Messner (rechts), Direktor DIE und Khalid Malik, UNDP Sachin Chaturvedi machte deutlich, dass die notwendigen eigenen Strukturen zum Austausch innerhalb des Südens wie eigene Institutionen mit Süd-spezifischer Interessendefinition und -vertretung noch fehlen und benötigt werden ( the South requires indigenous plattforms ). Dies betreffe auch den Austausch über Normen, Prinzipien und Indikatoren der Zusammenarbeit des Südens. Der Norden solle dies unterstützen, ohne zu versuchen, dies zu beeinflussen. Clemens von Götze wiederum machte deutlich, dass Entwicklungsländer keine abstrakten Konzepte verfolgten, sondern die für sie optimalen Lösungen suchten. Countries will not follow abstract concepts, but their own advantage. Dr. Clemens von Götze Die Diskussion ergab, dass an Deutschland hierbei besondere Erwartungen bestehen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit besitze das Potenzial, in Zukunft mehr solcher Kooperationen zu ermöglichen. Auch böten sich Möglich keiten, spezifisches Know-how bei bestimmten Themen für Partnerschaften zu nutzen. Erneuerbare Energien seien ein solches wichtiges Thema häufig auch bei Regierungsverhandlungen im Rahmen der Entwicklungskooperation. Deutsches technologisches und prozessuales Wissen sei weltweit attraktiv und nachgefragt. Deutschland sollte deshalb die Energiewende vorantreiben und zeigen, dass diese in einem fortge schrittenen Industrieland funktioniere. Wenn es zusätzlich gelinge, technologische Lösungen zu entwickeln, die für Südländer erschwinglich sind, ergebe sich eine attraktive Interessenskongruenz mit Schwellenländern. Neue Entwicklungspartnerschaften müssten deshalb auf den spezifischen Bedarf der Schwellenländer ausgerichtet sein. Grundsätzlich hänge Entwicklung und die Übernahme von mehr internationaler Verantwortung vom politischen Willen und der Eigenverantwortung der jeweiligen nationalen Regierung ab, auch bei Schwellenländern. Es sei wichtig, dass Schwellenländer eine neue Rolle in der Staatengemeinschaft einnehmen und verstärkt Führung und Verantwortung bei globalen Problemen wie Klimawandel und der Entwicklung globaler Prinzipien und Normen übernehmen. Diese würden bisher vor allem auf nationalstaatlich-gesellschaftlicher Ebene entwickelt. Die zunehmende Unbeweglichkeit von Strukturen der Nord-Süd-Ära als ein Beispiel wurde die G-77 genannt zeige aber, dass die dafür erforderlichen Mechanismen noch nicht vorhanden sind. Diese böten kein Forum, das zum Beispiel der massiv gewachsenen Rolle des Privatsektors in der Ausweitung der Süd-Süd-Beziehungen gerecht würde. Staaten orientierten sich vor allem an ihren eigenen Interessen. Eine spannende Frage sei aber, welche Institutionen den 12

15 Panel 1: (v. l. n. r.) Dr. Clemens von Goetze, Auswärtiges Amt; Khalid Malik, UNDP; Prof. Dr. Dirk Messner, DIE und Dr. Sachin Chaturvedi, RIS neuen Bedarf an Normen und mehr Beteiligung ( voice ), den eine immer besser ausgebildete, organisierte und international vernetzte Zivilgesellschaft auch in den aufsteigenden Schwellenländern gegenüber der Politik formuliere, aufgreifen könne. Mit Reichtum wachse auch die Forderung von Bürgerinnen und Bürgern an ihre Regierungen nach Transparenz und Verantwortung. Aber demokratische Entwicklung brauche Zeit, betonte von Götze. Wir können uns noch nicht wirklich vorstellen, dass wir mit unseren chinesischen, brasilianischen und indischen Kollegen unsere Energie wende voranbringen. Also die Kooperation nicht mehr nur nach Süden ausrichten, sondern auch einen Knowledge-Transfer in unsere eigenen Länder organisieren. Da gibt es noch einiges zu tun. Prof. Dr. Dirk Messner 13

16 Workshop 1: Sustaining Momentum: The Challenges ahead Carlos Zarco Mera, Oxfam Mexiko

17 Moderation: Prof. Dr. Helmut Reisen, Non-Resident Fellow, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), Deutschland Expertinnen und Experten: Dr. Eun Mee Kim, Dekanin, Graduate School of International Studies (GSIS); Direktorin, Institute for Development and Human Security (IDHS), Ewha Womans University, Südkorea Dr. Volker Treichel, Lead Economist und Sector Leader, Elfenbeinküste, Benin, Burkina Faso, Togo; Region Afrika, Weltbank, Washington D.C. Carlos Zarco Mera, Exekutivdirektor, Oxfam Mexiko, Mexiko Die Frage, wie positive Entwicklungen auch über schwierigere Phasen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklung hinaus nachhaltig gemacht und der Fall in die Middle income trap vermieden werden kann, ist von hoher Relevanz für viele Schwellenländer. Auch in den Workshop-Diskussionen wurde deutlich, dass der Begriff Süden zu viele unterschiedliche Interessen und Bedingungen in Entwicklungsländern verschleiere. Insofern sei es wichtig, vorab mehr Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die den sogenannten Aufstieg des Südens erst möglich gemacht hätten. 15

18 kulturelle Diversität verbunden mit Ungleichheit, die zu wachsendem Konfliktpotenzial führt; wachsende Umweltschäden und Probleme beim nachhaltigen Management natürlicher Ressourcen; fehlende Anerkennung des Südens im Norden und Carlos Zarco Mera, Exekutivdirektor, Oxfam Mexiko Auf die Frage, welche Herausforderungen angegangen werden müssen, um den Aufstieg des Südens nachhaltig zu machen, fanden die Arbeitsgruppen und Experten eine Vielzahl von Antworten: Wirtschaftliche Herausforderungen: wirtschaftliche Störungen, z. B. steigende Zinsraten, welche die Attraktivität von Anlagen in Schwellenländern reduzieren; zu wenig Aufmerksamkeit für die Qualität des Wachstums und das notwendige Aufsteigen in der Wertschöpfungskette; politische Instabilität, Korruption, schlechte Regierungsführung und schwache Institutionen; zu wenig Aufmerksamkeit bei Empfängerländern und ODA-Gebern für einen gezielteren Einsatz externer Mittel; soziale Ungerechtigkeit und wachsende Ungleichheit (Gender, Alter, Stadt-Land, Defizite bei Voice und Partizipation sowie Rechtsstaatlichkeit); Arbeitsmarkt mismatches (das Angebot an Fertigkeiten und die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt fallen auseinander); fehlende gemeinsame Anstrengungen für gemeinsame Probleme wie etwa den Klimawandel ( universal challenges ). Bei der Frage, welche Rolle der Privatsektor, die Zivilgesellschaft und die Entwicklungs zusam menarbeit spielen können, um die Heraus for de rungen mit anzugehen, sahen die Teilnehmenden vor allem Möglichkeiten bei der: besseren Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum mit sozialer Inklusion und Nachhaltigkeit; Anpassung von Industriepolitiken (sektorspezifische Aufwertung, Diversifizierung etc.); besseren Regierungsführung; neuen Balance zwischen den Anliegen des Privatsektors, der Zivilgesellschaft und von Regierungen und der Schaffung von Raum für Partizipation auf allen Ebenen (z. B. für neue Akteure und die Jugend) und gemeinsame Initiativen (z. B. Consumer Watch); Förderung von Corporate Social Responsibility (CSR) und Social business initiatives ; Sicherstellung eines breiteren Zugangs zu Finanzdienstleistungen und Energie und Fortsetzung der Entwicklungszusammenarbeit innerhalb einer neuen, globalen Governance- Struktur. 16

19 Eun Mee Kim, Ewha Womans University, Korea Einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem Süden sahen in Deutschland ein Modell, wie eine vergleichsweise ausbalancierte Gesellschaft mit soliden staatlichen Institutionen und einem funktionierenden föderalen Finanzsystem aussehen kann. Bei der Frage, wie neue Formen der Zusammenarbeit und gegenseitigen Lernens wie Süd-Süd Kooperation oder Dreieckskooperationen zu diesem Ziel beitragen können, ergaben die Diskussionen, dass: Dreieckskooperationen durch gegenseitiges Lernen und den Ausgleich von Asymmetrien zwischen Süd-Partnern eine win-win-situation erzeugen können; Dreieckskooperationen aber auch ihre Grenzen haben (u. a. Risiko, dass sie auch den Süden nicht ernst nehmen und vernachlässigen, dass zunehmend notwendige Fertigkeiten im Süden vorhanden sind); es keinen Einwegtransfer von Wissen, Gütern etc. gibt, sondern der Austausch sich dynamisch, komplex und in vielen Richtungen (Nord-Süd, Süd-Süd, Süd-Nord, Nord-Nord) vollzieht; Dialoge vieler Stakeholder (Zivilgesellschaft, Privatsektor, Regierungen) im Süden vermehrt als neue pluralistische Plattformen unterstützt werden müssen, um den Aufstieg nachhaltig zu machen, ebenso wie Konfliktlösungsund Mediations-Mechanismen, die helfen die Implementierung auszubalancieren. 17

20 Workshop 2: The Rise of the South and Global Governance Richard Ssewakiryanga, Direktor, Uganda National NGO Forum

21 Moderation: Navid Hanif, Direktor, Office for ECOSOC Support and Coordination, Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (UN-DESA), Vereinte Nationen, New York Expertinnen und Experten: Peter Craig-McQuaide, Head of Unit, DEVCO/03, Interinstitutional Relations, Directorate-General for Development and Cooperation EuropeAid (DG DEVCO), Europäische Kommission, Brüssel Dr. Shafiah F. Muhibat, Senior Researcher, Centre for Strategic and International Studies, Indonesien Samir Saran, Senior Fellow und Vizepräsident, Observer Research Foundation, Indien Richard Ssewakiryanga, Direktor, Uganda National NGO Forum, Uganda Dr. Jürgen Zattler, Unterabteilungsleiter, Europäische und multilaterale Entwicklungspolitik, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Deutschland Workshop 2 diskutierte mögliche Auswirkungen des Aufstieg des Südens auf das globale politische System und die internationale Zusammenarbeit. Auch hier hinterfragten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst den Begriff Aufstieg und warfen die Frage auf, ob es sich bei der aufstrebenden Macht um den gesamten Staat handele oder nur um einzelne Regionen innerhalb des Staates. Sie stellten auch zur Diskussion, dass nicht die gesamte Bevölkerung gleichermaßen von der Entwicklung profitiere. Stattdessen verlaufe die Entwicklung asymmetrisch und betreffe lediglich ausgewählte Sektoren und bestimmte Teile der Bevölkerung eines Landes ( die neue globale Mittelschicht ). Das BIP allein könne nicht Ausschlag gebend sein, sondern es müssten auch Faktoren wie die Einkommens- und Vermögensverteilung oder die soziale Inklusion als Indikatoren herangezogen werden. The existing institutions do not respond to Southern concerns. Teilnehmender aus dem Süden Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sich einig, dass sich in der Architektur der gegenwärtigen multilateralen Institutionen (UN, IWF, OECD etc.) die Veränderungen in den Schwellenländern nicht widerspiegelten. Angesichts der veränderten Situation und der bestehenden globalen Probleme hätten sich diese Institutionen (und auch Zusammenschlüsse wie G8 und G20) bisher als nicht wirksam genug erwiesen. Uneinigkeit bestand zwischen den Teilnehmer und Teilnehmerinnen darüber, ob die bestehenden Institutionen reformierbar seien oder ob neue Institutionen an ihre Stelle treten müssten. 19

22 The South should say what it wants. It only says what it doesn t want. Navid Hanif Samir Saran, Observer Research Foundation, Indien Es wurde die Frage aufgeworfen, ob die Schwellenländer überhaupt als homogene Gruppe gesehen werden könnten, welche die gleichen Bedarfe und Ziele haben, und ob die Erarbeitung gemeinsamer Positionen in internationalen Foren nicht eher unwahrscheinlich sei. Einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen wiesen darauf hin, dass der Süden es bisher nicht gewohnt sei, seine Forderungen selbstbewusst zu artikulieren. Die Schwellenländer des Südens seien bisher nur als globale Opposition in Erscheinung getreten und müssten nun lernen, als globaler Manager zu agieren. Die Schwellenländer des Südens könnten jedoch nur mehr Einfluss einfordern, wenn sie bereit seien, mehr globale Verantwortung und finanzielle Verpflichtungen zu übernehmen. Teilnehmende des Südens betonten wiederholt, dass die Schwellenländer Zeit und Raum bräuchten, sowohl um sich als Gruppe zu definieren, als auch um sich klarer über Ziele und Ausgestaltung ihrer Süd-Süd- Zusammenarbeit zu werden. Da aber bestimmte globale Herausforderungen eines sofortigen Handelns bedürfen, wurde kritisch nachgefragt, wer diese Zeiträume denn definiere. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen verliehen der Forderung nach neuen Entwicklungspartnerschaften Nachdruck. Dabei müssten sich der Norden und der Süden weiter aufeinander zubewegen. Die traditionellen Geberländer müssten die veränderten Gegebenheiten anerkennen und wirkliche Konsequenzen jenseits rhetorischer Versprechungen daraus ziehen. Zusammenarbeit auf Augenhöhe und gemeinsames Lernen sollten dabei im Vordergrund stehen. Der Süden müsse seine Verpflichtungen mit Blick auf Transparenz und Rechenschaftspflicht erfüllen. Darüber hinaus wurde sowohl von Vertretern des Südens wie auch des Nordens angemerkt, dass Schwellenländer sich oft nicht darüber im Klaren seien, auf welche Bereiche sich ihre entwicklungspolitische Zusammenarbeit konzentrieren sollte. Um Anknüpfungspunkte für neue Entwicklungspartnerschaften zu finden und gegenseitiges Vertrauen zu schaffen, wurde vorgeschlagen, win-win-situationen zu identifizieren, von denen alle Partner gleichermaßen profitieren könnten. Hier wurde das Beispiel der Bekämpfung des Klimawandels angebracht. 20

23 Der Post-2015 Entwicklungsagenda wurde eine wichtige Rolle in der Schaffung neuer Entwicklungspartnerschaften zugebilligt. Durch die neuen Akteure werde das System der internationalen Entwicklungszusammenarbeit vielstimmiger. Die neue Komplexität wurde von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen begrüßt, da gemeinsames Lernen von neuen Ideen profitiere. Jedoch wurde auch angemerkt, dass die Koordination und Konsensfindung dadurch erschwert werden könne. Zunächst müsse gegenseitiges Vertrauen zwischen den Akteuren geschaffen werden, welches auf dem Respekt gegenüber den jeweiligen Werten beruht. Dadurch könne die Post-2015 Entwicklungsagenda auf einer demokratischeren Grundlage stehen als die bisherige MDG-Agenda. Hierfür müssten andere Akteure wie die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft, Stiftungen oder auch regionale Organisationen an der Formulierung der Agenda beteiligt werden. Dr. Shafiah F. Muhibat (links), Centre for Strategic and International Studies If you want trust, you need institutions. Dr. Jürgen Zattler Einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen forderten, dass an dem 0,7 %-Ziel der traditionellen Geber auch unter neuen Entwicklungspartnerschaften festgehalten werden soll. Andere widersprachen und sprachen sich für andere Kriterien aus. Richard Ssewakiryanga, Uganda National NGO Forum 21

24 Workshop 3: Managing Global Transformation: The Case of Renewable Energies

25 Moderation: Claudia Arce, Direktorin, KfW Entwicklungsbank, Deutschland Expertinnen und Experten: Dr. H. Harish Hande, Direktor, SELCO India, Indien Dr. Inge Kaul, Beigeordnete Professorin, Hertie School of Governance, Deutschland In Workshop 3 diskutierten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Beispiel der Förderung erneuerbarer Energien, ob über gemeinsame Interessen globale Transformationsprozesse besser gemanagt werden können. Die Diskussionen machten deutlich, dass internationale Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien sogar auf divergierenden Interessen aufgebaut werden kann. Denn während für die Industrieländer des Nordens die Abfederung des Klimawandels und ökonomische Interessen besonders wichtig seien, würden Entwicklungsländer die Versorgung mit Energie, Energiestabilität und Technologieaustausch als besonders wichtig erachten. In jedem Fall sei es essentiell, dass in einer Kooperation auf Augenhöhe die Partner Transparenz über ihre Motive herstellten. The solutions have to be the rich versus the poor rather than the developed versus the developing countries. We need to look at 7 billion people in the world. Does it matter if they live in Germany or in India? Dr. H. Harish Hande Für eine globale Energietransformation sei ein holistischer Ansatz erforderlich. Ein globaler Wandel der Produktions- und Konsummuster sei zwingend nötig und die Energieeffizienz von Maschinen und Haushaltsgeräten müsse steigen. Außerdem sei ein Paradigmenwechsel erforderlich: statt von einem Nord-Süd-Thema zu reden, gewinne die Unterscheidung zwischen Armen und Reichen in den Ländern (ob Nord oder Süd) an Bedeutung. Einkommensunterschiede auf der Länderebene sollten in den Blick genommen werden. 23

26 Dr. H. Harish Hande, SELCO India Die deutsche Energiewende könne ein globales Exportmodell werden. Sowohl auf der Grundlage der Technologie und des Know-hows als auch als ein Konzept für ein globales öffentliches Gut (in Analogie zur sozialen Marktwirtschaft oder zur Sozialversicherung). Deutschland sollte deshalb die noch bestehenden Probleme seiner Energiewende angehen und lösen (z. B. in der Frage der Versuchung, bei niedrigen Kohlepreisen Kohlekraftwerke wiederzubeleben). Dr. H. Harish Hande, SELCO India Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen diskutierten, ob die teilweise Förderung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern auf Kosten der Mittel für Armutsreduzierung ginge. In diesem Zusammenhang wurde auch das Konzept von aid hinterfragt und ob die Finanzierung erneuerbarer Energien in Schwellenländern darüber hinausgehe. Da erneuerbare Energien zur globalen Energiewende und Minderung des Klimawandels und seiner Folgen beitrügen, die auch im Interesse 24

27 des Nordens seien, waren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Meinung, dass mehr Mittel für die Förderung bereitgestellt werden sollten. Es wurde darauf hingewiesen, dass Energieprodukte private Güter sind, sodass Menschen für sie bezahlen sollten. Das Beispiel von SELCO India, ein Sozialunternehmen, das nachhaltige Energiedienstleistungen für die Armen in Indien bereitstellt, zeige auf, dass erneuerbare Energien auch ein Werkzeug zur Armutsreduzierung mit signifikanter Entwicklungswirkung sein können. Investitionen in Entwicklungsländern seien oft durch das Fehlen langfristiger Finanzprodukte behindert. Durch die Bereitstellung finanzieller Sicherheit (durch Zuschüsse und Kredite) an Arme, könne ihr Finanzierungshorizont verlängert und gleichzeitig langfristige Investitionen und Entwicklung gefördert werden. Intermediäre wie SELCO India könnten eine wichtige Rolle spielen, um armen Menschen zu helfen, Zutritt zum formalen (Bank-) Sektor zu bekommen. Die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen mache weltweites Handeln erforderlich und könne nicht nur auf höchster politischer Ebene angegangen werden. Stattdessen seien Lernerfahrungen auf allen Ebenen notwendig, um die globale Energiewende zu fördern, von projektbasierten Ansätzen zu Projekten, die auf politischer Ebene initiiert werden. Dr. Inge Kaul (rechts), Beigeordnete Professorin, Hertie School of Governance 25

28 Panel II: Neue Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung v. l. n. r.: Jan Rieländer, OECD; Dr. Christoph Beier, GIZ; Dr. Francisco Gaetani, Vizeminister, Brasilianisches Umweltministerium; Dirk Schattschneider, BMZ

29 Moderation: Dr. Christoph Beier, Stellvertretender Vorstandssprecher, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Deutschland DISKUSSIONSTEIlnehmende: Dr. Francisco Gaetani, Vizeminister, Brasilianisches Umweltministerium, Brasilien Jan Rieländer, Ökonom am Europe, Middle East and Africa Desk, OECD Development Centre, Paris Dirk Schattschneider, Abteilungsleiter für Planung und Kommunikation, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Deutschland Nach den Diskussionen in den Arbeitsgruppen versuchten die Panelisten aufzuzeigen, wie aus ihrer Sicht neue Entwicklungspartnerschaften aussehen sollten. Dabei machte Vizeumweltminister Gaetani am Beispiel des Umweltsektors in Brasilien deutlich, dass trotz großer Entwicklungsfortschritte Schwellenländer noch einen langen Weg zu gehen haben. Die Entwicklungsprobleme der Industrieländer, die Entwicklung ihrer Demokratie und sozialer Inklusion, mit denen sich Europa vom 19. Jahrhundert bis heute beschäftigt, könne Brasilien nicht in so einem kurzen Zeitraum lösen. Eine Unterstützung von und eine Orientierung an Entwicklungsprozessen von Industrienationen (bspw. beim Sozialsystem oder Umweltschutz) sei dabei hilfreich, um auch zukünftig nachhaltig die Lebensbedingungen in Schwellenländern zu verbessern. Eine besondere Herausforderung sei jedoch der Umgang mit Zielkonflikten wie Wachstum, Umweltschutz und soziale Inklusion. Deutschland sei dabei ein wichtiger Partner, dessen dezentes und zurückhaltendes Auftreten in der brasilianischen Öffentlichkeit positiv wahrgenommen werde. Beratung und Know-How spielten für Schwellenländer eine wichtige Rolle. Entwicklungsländer bevorzugten unterschiedliche Partner für verschiedene Bereiche (so würden Schwellenländer bei Infrastrukturprojekten bevorzugt, traditionelle Geber im Bereich Governance). There is no substitute to ownership. There are difficult internal discussions on growth versus environmental protection. International cooperation helps by pushing the environmental agenda inside Brazil. Dr. Francisco Gaetani 27

30 Dr. Francisco Gaetani (rechts), Vizeminister, Brasilianisches Umweltministerium und Moderator Dr. Christoph Beier, Stellvertretender Vorstandssprecher, Chief Operating Officer (COO), Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Vize-Umweltminister Gaetani betonte, dass Brasilien mit Deutschland schon lange keine klassische Nord-Süd-Beziehung mehr habe, sondern einen partnerschaftlichen Dialog. Vor diesem Hintergrund wurde diskutiert, dass man sich weg von der klassischen Unterscheidung in Geber- und Nehmerländer und hin zu gegenseitigen Partnerschaften bewegen sollte. Die Diversität der Mitglieder in gegenseitigen Partnerschaften dürfe dabei aber nicht außer Acht gelassen werden. Vor dem Hintergrund einer sich verändernden Welt wurde der Begriff der lernenden Partnerschaft eingeführt: Durch kontinuierlichen Dialog und Erfahrungsaustausch könne ein beidseitiger Lernprozess (peer learning) angestoßen und angepasste Lösungen für nachhaltige Entwicklung entwickelt werden, die an den jeweiligen nationalen Kontext angepasst sind. Ergänzt werden könne das peer learning durch Gruppendruck (peer pressure). Bewertungen und Ranglisten wie der Human Development Index oder die OECD Peer Review können dabei hilfreich sein. Dass Gruppendruck und internationale Koordination jedoch komplex sein können, zeige sich aber beispielsweise im Zuge von Klimaverhandlungen. 28

31 Neben einer nachhaltigen Verbesserung der Situation im eigenen Land tragen Schwellenländer auch Verantwortung für Partnerschaften mit anderen Entwicklungsländern. Eine zukunftsweisende Partnerschaft könnten dabei Dreieckskooperationen sein. Diskussionen und Er kenntnisse über Wirksamkeit und die Komplementarität der beteiligten Partner müssten weiter gefördert werden. Betont wurde die Bedeutung von Partnerschaften für Innovationen und Technologietransfer. Auf Basis der Erfahrungen von Industrienationen könnten im Süden Programme wie das brasilianische Wohlfahrtsprogramm Bolsa Familia entwickelt werden, die an den lokalen Kontext an gepasst sind. Der Export eines solchen Modells im Rahmen von Süd-Süd Partnerschaften berge Möglichkeiten für Entwicklung. Betont wurden auch die Chancen durch Partnerschaften mit neuen Akteuren wie der Privatwirtschaft oder Stiftungen. Dadurch könne das Engagement vieler Personen und Akteure genutzt werden, um Entwicklungsfortschritte zu erzielen. Dirk Schattschneider wies darauf hin, dass das BMZ bspw. allein mit 60 Stiftungen kooperiere. Diese brächten Ideen, Strukturen und Kreativität gewinnbringend ein. v. l. n. r.: Jan Rieländer, OECD; Dirk Schattschneider, BMZ; Ursula Müller, BMZ; Dr. Francisco Gaetani, Vizeminister, Brasilianisches Umweltministerium; Dr. Christoph Beier, GIZ 29

32 Fazit und Ausblick Ursula Müller, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

33 Khalid Malik, Direktor, Human Development Report Office, United Nations Development Programme (UNDP), New York Ursula Müller, Abteilungsleiterin für Grundsatzfragen und politische Steuerung der bilateralen Entwicklungszusammen arbeit sowie sektorale Aufgaben im Bundes ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Khalid Malik, UNDP, New York Khalid Malik machte in seiner Bewertung der Diskussionen des Forums nochmal deutlich, dass sich in einer schnell verändernden Welt trotzdem gemeinsame Sichtweisen herausbildeten. Man müsse dafür den Fokus auf Entwicklungswirksamkeit statt auf die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit legen ( focus on development effectiveness instead of aid effectiveness ). Das mache die Arbeit von Institutionen wie dem BMZ in Zukunft noch komplexer, denn man müsse sich Gedanken darüber machen, wie man verschiedenste Akteure dazu bringe, sich für die Umsetzung von Entwicklungszielen und für das Zusammenbringen von Wissen und Erfahrung einzusetzen. Im Kern komme es aber weiter auf Eigenverantwortung auf nationaler Ebene an. Lernen und Diversität ersetzten one-size-fits-all - Ansätze. Das gelte auch für die Süd-Süd-Zusammenarbeit. Innovation werde in Ver ände rungsprozessen immer wichtiger. Außerdem bedeute der Aufstieg des Südens auch, dass jede neue Partnerschaft viel stärker der Tatsache Rechnung tragen müsse, dass eine viel größere Zahl an besser ausgebildeten und miteinander verbundenen ( connected ) Menschen heute Wert auf größere Partizipation lege. Voice and Accountability werde immer wichtiger und verdiene mehr Unterstützung. Auch der private und der öffentliche Sektor müssten stärker zusammenwirken, um wirtschaftliche und soziale Politiken für mehr Nachhaltigkeit zusammenzubringen. Länder müssten sich damit sehr viel stärker in multilaterale Institutionen einbringen, müssten Innovationen auch im Hinblick auf das engere Zusammenwirken von öffentlichem und privatem Sektor fordern und mehr privates Kapital mobilisieren, das nach sinnvollen Investi tionen suche. UNDP wolle dazu im Herbst die Diskussion weiterführen. People are the wealth of nations. Expand their choices and capabilities. Khalid Malik Neue Institutionen, Mechanismen und Methoden seien wichtig, um die Möglichkeiten aus dem Aufstieg des Südens zu nutzen. Zwischen Süd-Süd und Nord-Süd- Zusammenarbeit müsse ein verstärkter Austausch über Standards, Normen und Komplementari täten in Gang gebracht werden. 31

34 Ursula Müller (BMZ) machte in ihrer Zusammenfassung deutlich, dass alle Beitragenden auf dem Flagship Forum den Aufstieg des Südens als Chance begriffen, nicht so sehr als eine Bedrohung. Probleme bereitete aber vielen der Begriff des Südens, da damit viele unterschiedliche Länder subsumiert würden, was der Diversität der Länder des Südens und ihrer Entwicklung nicht gerecht werde. Die Diskussionen und Beiträge hätten ebenfalls deutlich gemacht, dass innerhalb der Länder noch verschiedene Welten existierten. Wachsende Ungleichheit und soziale Verteilungsungerechtigkeiten müssten auch hinsichtlich größerer Wahlfreiheit, menschlicher Kapazitäten, besserer Regierungsführung sowie besser funktionierender sozialer und politischer Institutionen adressiert werden. Sie betonte gleichzeitig, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen immer mehr gemeinsame Interessen zwischen unterschiedlichen Akteuren wahrgenommen hätten, die in Wert gesetzt werden könnten. Als Beispiel wurden Nachhaltigkeit und die Kosten ausbleibender Handlungen bei globalen öffentlichen Gütern wie dem Klimawandel oder gemeinsamen Herausforderungen bei erneuerbaren Energien genannt. Vielleicht wird das relative Gewicht einzelner Staaten sich reduzieren, aber es ist eine große Chance auch von den Erfahrungen der anderen zu lernen. Eine neue Balance zwischen dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und Regierungen müsse gefunden werden, der neuen Raum für Partizipation, Beteiligung ( voice ) und Rechenschaftspflichten schaffe. Reformbedarf wurde auch im Bereich der Global Governance und der regionalen Institutionen gesehen, da diese noch nicht für die neuen Herausforderungen sowie den neuen Bedarf aus dem Süden gerüstet seien. Süd-Süd- Zusammenarbeit und Dreieckskooperationen wurden als wichtige Vertrauensstifter betrachtet. Diese könnten stärker thematisch ausgerichtet werden und müssten an Transparenz gewinnen. Entwicklungszusammenarbeit spiele weiterhin eine relevante Rolle in Schwellenländern und mit Schwellenländern bei globalen und regionalen Fragen. Es sei aber klar geworden, dass der Süden Zeit, Raum und eigene Plattformen brauche, um seine Interessen und Ziele zu formulieren und die wachsenden Erwartungen zu erfüllen. We have to think of the next generation of partnership in order to make a real difference in the lives of people. Khalid Malik Ursula Müller 32

35 Anschlussveranstaltung zur Post-2015-Entwicklungsagenda Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a. D. Im Anschluss an das Flagship Forum bestand die Möglichkeit, der erstmaligen Vorstellung des Berichtes des High-Level-Panels eminenter Persönlichkeiten des UN-Generalsekretärs zur Post-2015-Entwicklungsagenda A new global partnership im deutschsprachigen Raum durch Bundespräsident a. D. Horst Köhler und der Diskussion des Berichts durch Prof. Köhler, Bundesminister Dirk Niebel, Michael Georg Link (Staatsminister im Auswärtigen Amt) und Bärbel Diekmann (Präsidentin, Deutsche Welthungerhilfe e. V.). beizuwohnen. Die vom Beratergremium vorgeschlagenen five transformative shifts für die Post-2015 Entwicklungsagenda Leave no one behind, Put Sustainable development at the core, Transform economies for jobs and inclusive growth, Build peace and effective, open and accountable institutions for all sowie Forge a new global partnership knüpften gut an die Diskussionen des Flagship Forums an. Weitere Informationen zu der Veranstaltung Aufstieg des Südens finden sich unter: Video zum Flagship Forum The Rise of the South 33

36 Impressum Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Sitz und Gesellschaft Bonn and Eschborn Entwicklungspolitisches Forum Köthener Straße 1 Dag-Hammarskjöld-Weg Berlin Eschborn T +49 (0) T +49 (0) F +49 (0) F +49 (0) In Kooperation mit UNDP, DGVN Redaktion Ronald Meyer, Dr. Stephan Russek Gestaltung EYES-OPEN, Berlin Bildnachweis GIZ/Marc Beckmann, EYES-OPEN Stand Oktober 2013 Die GIZ ist für den Inhalt der vorliegenden Publikation verantwortlich. Im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Postanschrift der BMZ-Dienstsitze BMZ Bonn BMZ Berlin Dahlmannstraße 4 Stresemannstraße Bonn, Germany Berlin, Germany T T F F

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