a) Bei der Stichtagsinventur kann die Bestandsaufnahme innerhalb einer Frist von zehn Tagen vor oder nach dem Stichtag erfolgen.

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1 I. Multiple Choice In diesem Klausurteil ist zu beurteilen, ob bestimmte Aussagen zur Buchführung und zum Jahresabschluss richtig oder falsch sind. Die Antworten sind durch Ankreuzen zu geben. Das Nichtankreuzen einer Antwort wird als unzutreffende Antwort gewertet. Bewertung: 1 Punkt je Antwort; Umfang in Klausur: ca. 20 Fragen bzw. 20 von 100 Punkten Sind die folgenden Aussagen richtig oder falsch? a) Bei der Stichtagsinventur kann die Bestandsaufnahme innerhalb Richtig Falsch d) Bei einem Passivtausch steht der Verminderung eines Passiv- einer Frist von zehn Tagen vor oder nach dem Stichtag erfolgen. strafrechtliche Konsequenzen haben. postens die Verminderung eines Aktivpostens gegenüber. Haben. immateriellen Vermögensgegenständen. b) Das Inventar wird in Kontoform aufgestellt. c) Die Verletzung der handelsrechtlichen Buchführungspflicht kann e) Der Anfangsbestand von Aktivkonten steht grundsätzlich im f) Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte zählen zu den g) Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen. h) Die Arbeitgeber-Anteile zu den Sozialversicherungen sind beim Arbeitgeber als Aufwand zu erfassen. i) Sind Erträge dem Geschäftsjahr zuzuordnen, obwohl die Zahlung erst im nächsten Geschäftsjahr erfolgt, muss eine passive Rechnungsabgrenzung erfolgen. j) Der Jahresabschluss muss am Abschlussstichtag auch aufgestellt werden. k) Das Imparitätsprinzip ist ein Bewertungsgrundsatz, der bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zu beachten ist. 1

2 II. Textaufgaben In diesem Klausurteil werden mehrere Fragen zu einzelnen Themen der Buchführung und des Jahresabschlusses gestellt, die in knapper Form zu beantworten sind. Bewertung: Je nach Umfang zwischen 3 und 6 Punkte je Aufgabe; Umfang in Klausur: ca. 4 Fragen und ca. 25 von 100 Punkten 1. Definieren Sie kurz den Begriff Inventar. 2. Aus welchen Quellen werden die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung abgeleitet. 3. Stellen Sie kurz den Unterschied zwischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten dar. 2

3 III. Buchungssätze und Jahresabschluss Grundzüge des betrieblichen Rechnungswesens Sommersemester 2002 In diesem Klausurteil sind die verschiedenen Geschäftsvorfälle, die sich während des Geschäftsjahres eines bestimmten Unternehmens ereignen, durch entsprechende Buchungssätze zu erfassen. Aufgrund dieser Buchungssätze sind Einträge in die T-Konten-Darstellungen der Bestands- und Erfolgskonten vorzunehmen, nachdem die Bestandskonten auf Basis der Daten des Schlussbilanz-Kontos zum eröffnet wurden. Am Ende des Geschäftsjahres sind die Bestands- und Erfolgskonten auf das GuV- und das Schlussbilanz-Konto abzuschließen. Aus diesen beiden Konten ist anschließend die Bilanz für den Abschlussstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr zu entwickeln. Bewertung: Jeder Buchungssatz wird einzeln mit 2 bis 4 Punkten bewertet. Die Eröffnung und der Abschluss der benötigten Konten sowie die Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden mit jeweils ca Punkten bewertet. Umfang in Klausur: ca. 55 von 100 Punkten Das Geschäftsjahr der XY-GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Die Umsätze des Unternehmens sind alle umsatzsteuerpflichtig und mit einem Steuersatz von 16 % zu versteuern. Das Unternehmen verwendet für seine Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren. Das Schlussbilanz-Konto der XY-GmbH zum hat folgendes Aussehen: Soll Schlussbilanz-Konto zum in Euro Haben Lagerhalle Eigenkapital Fertigerzeugnisse Darlehen Kundenforderungen Lieferantenverbindlichkeiten Bank Passive Rechnungsabgrenzung Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Schlussbilanz-Kontos: o Lagerhalle: Die Halle wurde Anfang 1999 fertiggestellt und wird seitdem mit jährlich 4 % linear abgeschrieben. o Fertigerzeugnisse: Dies sind eigengefertigte Stühle. o Kundenforderungen: Es handelt sich hier um eine Forderung gegen den Großhändler Meier. o Bank: Auf dem bei der Deutschen Bank AG geführten Kontokorrentkonto besteht ein Guthaben. o Darlehen: Bei der Deutschen Bank wurde vor drei Jahren ein Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgenommen, das mit einem Nominalzins von 6 % verzinst und am Ende der Laufzeit in einer Summe getilgt wird. o Lieferantenverbindichkeiten: Zum besteht nur eine Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten Müller. o Passive Rechnungsabgrenzung: Es handelt sich um die vom Mieter eines Stellplatzes in der Lagerhalle im voraus bezahlte Miete für Januar bis Juni

4 a) Eröffnen Sie die Bestandskonten zum auf den beigefügten T-Konten- Blättern durch Gegenbuchung auf das Eröffnungsbilanz-Konto. Buchungssätze für die einzelnen Konteneröffnungen müssen nicht angegeben werden. Die Eintragungen sind direkt in den entsprechenden T-Konten der beigefügten T-Konten- Blätter vorzunehmen. b) Wie lauten die Buchungssätze zur Erfassung der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte des Geschäftsjahres 2001? Orientieren Sie sich bei der Kontenbezeichnung an den auf den T-Konten-Blättern vorhandenen T-Konten. Nach Nennung des Buchungssatzes sind die Einträge in den entsprechenden T-Konten der beigefügten T-Konten-Blätter vorzunehmen. Es ist durchaus möglich, dass einige T-Konten durch die u.g. Buchungssätze nicht tangiert werden. 1) Von den im Bestand befindlichen eigengefertigten Stühlen werden 700 Stühle an einen Großhändler zu einem Netto-Stückpreis von Euro 250 zuzüglich 16 % Umsatzsteuer auf Ziel verkauft. Die Buchungssätze zur Erfassung dieses Sachverhalts lauten: 2) Die aus dem Vorjahr stammende Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten Müller wird durch Banküberweisung beglichen. Der Buchungssatz zur Erfassung dieses Sachverhalts lautet: 3) Der Großhändler aus 1) überweist den Rechnungsbetrag auf das betriebliche Bankkonto unter Abzug von 2 % Skonto. Der Buchungssatz zur Erfassung dieses Sachverhalts lautet: 4) Der Mieter der Lagerhalle bezahlt die Miete für Juli bis Dezember 2002 in Höhe von Euro , nachdem die Miete für die erste Jahreshälfte bereits in 2001 gezahlt und damals als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst wurde. Die Buchungssätze zur Erfassung dieses Sachverhalts lauten: 4

5 5) Das Unternehmen überweist die Darlehenszinsen für 2001 an die Deutsche Bank. Der Buchungssatz zur Erfassung dieses Sachverhalts lautet: 6) Die bereits im Vorjahr entstandene Forderung gegen den Kunden Meier ist immer noch nicht eingegangen. Wie das Unternehmen inzwischen erfahren hat, wurde über das Vermögen des Meier das Insolvenzverfahren eröffnet und nach kurzer Zeit mangels Masse wieder eingestellt. Der Buchungssatz zur Erfassung dieses Sachverhalts lautet: 7) Die planmäßige Abschreibung der Lagerhalle in 2001 ist zu berücksichtigen. Der Buchungssatz zur Erfassung dieses Sachverhalts lautet: c) Schließen Sie die Bestands- und Erfolgskonten, sofern dies notwendig ist, über das Schlussbilanz- bzw. GuV-Konto ab. d) Stellen Sie die Bilanz der XY-GmbH zum und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis auf. 5

6 Soll Eröffnungsbilanz-Konto zum Haben S Lagerhalle H S Eigenkapital H S Fertigerzeugnisse H S Darlehen H S Kundenforderungen H S Lieferantenverbindlichkeiten H S Bank H S Passive Rechnungsabgrenzung H 6

7 S Vorsteuer H S Aufwand Forderungsausfall H S Umsatzsteuer H S Abschreibungen H S Umsatzerlöse H S Zinsaufwand H S Bestandsveränderungen H S H S Mieterträge H S H 7

8 Soll GuV-Konto zum Haben Soll Schlussbilanz-Konto zum Haben 8

9 Aktiva Schlussbilanz zum Passiva Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis

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