Die Einwanderung im Rahmen der wirtschaftlichen Globalisierung, der sozialen Ausgrenzung und der Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union

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1 ERKLÄRUNG VON LISSABON In dem Hotel Travel Park in Lissabon Portugal fand vom 20. bis 22. Februar 2009 das internationale Seminar mit dem Thema statt. Die Einwanderung im Rahmen der wirtschaftlichen Globalisierung, der sozialen Ausgrenzung und der Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union Dieses Seminar wurde gemeinsam organisiert und durchgeführt von FIDESTRA und EZA, mit Unterstützung der Europäischen Kommission. Das Seminar wurde auch unterstützt von den Organisationen BASE-FUT, CFTL, FTDC e LOC. Das Thema wurde besprochen mittels Podiumsdiskussionen und der Vorstellung verschiedener anderer Themen. Jede der Podiumsdiskussionen wurde zusammengesetzt aus Rednern (Gewerkschaftsvorsitzende, Vorsitzende sozialer Vereine, Politikern, Fachleute und Spezialisten im Rahmen der Thematik) aus Ländern der europäischen Union, einem Redner aus Brasilien und einem Diskussionsleiter. Aufgeworfen, analysiert und, wenn möglich, diskutiert wurden Probleme und Fragestellungen wie zum Beispiel: Die wirtschaftliche Globalisierung und die soziale Ausgrenzung auf dem Arbeitsmarkt; Migratorische Bewegungen und die Mobilität der Arbeitnehmer im Herzen der EU (Welches neue Gesellschaftsmodell, welches neue Bürgerrechtsmodell?) Die Negation der Einwanderung und die illegale Beschäftigung und die Affirmation der politischen Entwicklung und der Programme zur Integration von Einwanderern auf dem Arbeitsmarkt Zu all diesen Themen wurden Beispiele der unterschiedlichen nationalen und der globalen Wirklichkeiten angeführt, wurden Betrachtungen angestellt, wurden Gründe herausgearbeitet, wurden Folgen identifiziert, wurden Überlegungen angestrengt, wurden Urteile gebildet, wurden ethische Stellungnahmen gefunden, wurden Prinzipien erklärt, und wurden Wege und Mittel vorgeschlagen, die es zu beachten gilt. In Anbetracht des zuvor gesagten, können die folgenden Schlussfolgerungen zusammengestellt werden: Die Globalisierung ist ein neues Phänomen innerhalb der Gesellschaften;

2 Die verschiedenen Gesellschaften waren auf dieses Phänomen und alle seine Folgen nicht eingestellt; Die Globalisierung birgt in sich eine große Anzahl positiver Aspekte, gleichzeitig, jedoch, viele unerwünschte Umstände; Die Globalisierung ist ein dynamischer Prozess, der dringend einer zusammenhängenden und konsequenten Herangehensweise bedarf, die auf soliden Grundlagen basiert. Die Globalisierung tritt mit vielen unterschiedlichen Zeichen und Anzeichen auf, ebenso vielfältig sind die Betroffenen, die unter ihr leiden, oder von ihr profitieren. Auf sozialer Ebene sind ihre Folgen am deutlichsten zu spüren. Die Völker im Allgemeinen, und die Arbeitswelt im Besonderen, müssen von wirtschaftlichen und politischen Kreisen besonders bedacht werden. Die Globalisierung auf sozialer Ebene muss genauso viel Aufmerksamkeit erhalten, wie die beiden anderen im Voraus genannten Globalisierungsarten. Die Menschen, die Menschenrechte, die Menschenwürde sind universelle und grenzüberschreitende Werte. Es mag redundant erscheinen, doch auch diese universellen Werte müssen in effektiver Weise globalisiert werden. Es ist dringend erforderlich, dass sie in die Agenda der Regierenden, der Organisationen und jedes Einzelnen aufgenommen werden. Die migratorischen Bewegungen, die Folgen einer legitimen Suche nach besseren Lebensbedingungen (wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich und die Freiheit betreffend) sind, sind der Spiegel einer unkontrollierten sozialen Globalisierung. Die Herangehensweise an das Phänomen Einwanderung ist paradox und oft genug Heuchlerisch, ebenso wie die Akzeptanz und die Passivität gegenüber bestimmten Tatsachen, die in der Gedankenwelt beklagenswert sind, in der Praxis, jedoch, leider genehm zu sein scheinen. Es ist dringend erforderlich, dass eine Regelung gefunden wird, die auf humanistischen Prinzipien und auf Achtung vor dem Menschen basiert, und nicht ausschließlich auf politischen oder marktspezifischen Aspekten. Das Gesetz der Nachfrage scheint sich über die elementarsten Rechte hinweg zu setzen. Indessen, muss jede Freiheit in Zusammenhang gestellt werden mit der ihr innewohnenden Verantwortung, und jedes Recht mit der ihm innewohnenden Pflicht. Das Motto muss nicht heißen Kampf der sozialen Ausgrenzung, sondern Kampf für den Einschluss in die Gesellschaft. Dennoch, der Einschluss in die Gesellschaft wird nicht alleine durch den Einschluss in die Arbeitswelt erreicht er ist ein Recht aller Menschen.

3 Alle neuen Modelle der Arbeits-, Familien-, und Gemeinschaftsstrukturen müssen berücksichtigt werden. Lissabon, den 22. Februar FIDESTRA EZA BASE FUT/CFTL Die neuen Erfordernisse und Notwendigkeiten müssen berücksichtigt werden. Die Globalisierung ist ein sehr komplexes Phänomen, das Handlungsbedarf erfordert: die Realitäten müssen ermittelt werden, es müssen Handlungsregeln aufgestellt und mildernde und präventive Maßnahmen festgelegt werden, die Ergebnisse müssen begleitet und berichtigende Maßnahmen müssen zeitnah umgesetzt werden. Im Rahmen der EU, und obwohl es anschneidend kulturelle und verhaltensbedingte Unterschiede gibt, besteht eine augenscheinliche Einheit der Gefühle, der Probleme, der Unruhen, der Ängste, und des Mangels an Lösungen bezüglich migratorischer Angelegenheiten. Demzufolge, ist was unterschiedlich erscheint in Wirklichkeit gleich und bedenkt man, dass Maßnahmen, die ein Land trifft, die anderen Mitgliedsländer global beeinflussen, sind eine einheitliche Politik und gemeinsame Maßnahmen bezüglich Einwanderung dringend erforderlich. Aus Respekt gegenüber grundlegenden Werten, wäre es angebracht den Begriff illegale Einwanderung durch irreguläre Einwanderung zu ersetzen Grundlagen des naturgegebenen Rechts, des gesunden Menschenverstands und der Menschenrechte erlauben nicht, dass der Notzustand eines Einwanderers, der sich nur vorübergehend in einer Situation befindet, die nicht in Einklang mit der gültigen Ordnung eines bestimmten Gebiets steht, illegal sei es ist nicht der Mensch der illegal ist, sondern seine Situation. Abgesehen von einer Bekanntmachung dieser Prinzipien, die unbedingt globalisiert sein sollte, ist es dringend notwendig Maßnahmen zu ergreifen, die der Information und der Bildung der migrierenden Bevölkerung in ihren entsprechenden Ursprungsländern dienen. Gleichzeitig müssen Maßnahmen getroffen werden, die der gesellschaftlichen Sensibilisierung der aufnehmenden Bevölkerungen und der bereits dort lebenden Einwanderer dienen, wie die Unterstützung von Programmen zur tatsächlichen Integration, insbesondere im Rahmen von beruflichen Ausbildungen. In diesem Zusammenhang ist die Rolle aller Aktivbeteiligten - wie zum Beispiel EZA angeschlossener Organisationen mit sozialem Charakter - besonders wichtig, da sie gegenüber den Organen der Gemeinschaft die Maßnahmen unterstützen, vorantreiben und entwickeln können, die notwendig sind, damit diesem Problem die ihm geschuldeten Bedeutung beigemessen wird. Nur so kann die Gesellschaft und jeder einzelne als Mensch lebensfähig sein.

4 FTDC LOC/MTC

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