Gesundes Führen im Demografischen Wandel

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1 Gesundes Führen im Demografischen Wandel Was Sie als Vorgesetzte beachten sollten Dr. Dieter Sommer Zentrum für angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaften GmbH Kantstr Berlin Februar Überblick Alltagserfahrung Gesundheit Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Demografischer Wandel Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements 2

2 Alltagserfahrung Gesundheit Alltagserfahrung Gesundheit Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Demografischer Wandel Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements 3 Alltagserfahrung Gesundheit Was ist eigentlich Gesundheit und was ist sie nicht? Körperliches Wohlbefinden Psychisches Wohlbefinden Soziales Wohlbefinden Schlank ist nicht gleich gesund Sportlicher Erfolg ist nicht gleichbedeutend mit Gesundheit Auch Askese und Diät haben nur wenig mit Gesundheit zu tun 4

3 Alltagserfahrung Gesundheit Welche gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen würden Sie gerne ändern? 5 Alltagserfahrung Gesundheit Alltagserfahrung Gesundheit Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Demografischer Wandel Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements 6

4 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Die Stressampel Die Lebensqualität ist stark eingeschränkt, Ihr Umfeld ist schwer belastet. Es bestehen Ängste über die Zukunft. Sie denken häufig über die Stress- Ursachen nach Sie befinden sich unter Druck und sind häufig gestresst. Sie nehmen den Stress auch wahr, verdrängen ihn aber meistens. Sie befinden sich in guter Gesellschaft Gratulation, Sie befinden sich in einer Work-Life-Balance 7 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Wo erleben Sie Stress? 8

5 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Was ist Stress? Stress wird individuell erlebt Stress ist nicht gleich Anstrengung, sondern kann auch anregen 9 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Körperliche Reaktionen von Stress Anstieg der Pulsfrequenz Anstieg des Blutdrucks und der Blutfette Salzsäureproduktion im Magen Muskelspannung 10

6 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Psychische Reaktionen von Stress Hast Aggression Depression Zerstreutheit 11 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Gesundes Zeitmanagement Warum wir keine Zeit haben dürfen Menschen, die wenig Zeit haben, sind wichtig, Viel zu arbeiten und immer gefragt zu sein, sind die Attribute für Erfolg und Wohlstand Das Machen sieht besser aus als das Nachdenken Die innere Balance zwischen Arbeit und Privatleben zählt wenig 12

7 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Gesundes Zeitmanagement Welche Ziele wir jeden Tag miteinander vereinbaren müssen Persönliche Ziele Familiäre Ziele Berufliche Ziele Gesellschaftliche Ziele Gesundheitliche Ziele 13 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Gesundes Zeitmanagement Wann Sie den Tag planen lieber abends als morgens Rückschau Vorschau Gut Schlafen 14

8 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Gesundes Zeitmanagement Welche Pflichtpausen es gibt Die große Pause: ausreichend Schlaf sonst wird mit viel Einsatz wenig erreicht Die mittlere Pause: leicht und lecker essen damit die Leistungskurve stimmt Die kleine Pause: ab und zu etwas bewegen um den Kreislauf in Schwung zu bringen 15 Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Wie funktioniert Ihr eigenes Pausenmanagement? 16

9 Überblick Alltagserfahrung Gesundheit Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Demografischer Wandel Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements 17 Demografischer Wandel Vorstellungen über die Zukunft beziehen sich meistens auf (1) Bequemlichkeit (und Bewegungsmangel) 18

10 Demografischer Wandel Vorstellungen über die Zukunft beziehen sich meistens auf (2) Mobilität und Verkehr 19 Demografischer Wandel Vorstellungen über die Zukunft beziehen sich meistens auf (3) Innovative Kommunikationslösungen 20

11 Demografischer Wandel Was kommt wirklich auf uns zu? Ein kaum gebremster demografischer Wandel Eine Generation gesunder alter Menschen ohne wirkliche Aufgabe Im Jahr 2020 wird mehr als jeder dritte Erwerbstätige älter als 50 Jahre sein 21 Demografischer Wandel Das Leben im Alter (1) 10% der körperlichen Einschränkungen sind auf das Alter zurückzuführen 90% der körperlichen Einschränkungen sind auf den Lebensstil zurückzuführen (hauptsächlich Bewegungsmangel, Fehlernährung und einseitige Beanspruchungen) 22

12 Demografischer Wandel Das Leben im Alter (2) Gesundheit gründet sich auch im Alter auf: Körperliche Gesundheit (viel Bewegung und gesunde Ernährung) Psychische Gesundheit (auf eine kürzer werdende Lebensperspektive einstellen und mit den Falten im Gesicht klar kommen) Soziale Gesundheit (Hilfe, auch meine Freunde werden älter!) 23 Demografischer Wandel Welche Erfahrungen machen Sie mit dem Älterwerden? 24

13 Demografischer Wandel Das Arbeiten im Alter Für das Arbeiten im Alter gibt es zwei Sichtweisen: Das Defizit-Modell: Viele Betriebe konzentrieren sich auf die nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der älteren Mitarbeiter Das Kompetenz-Modell: Moderne Ansätze fragen nach den besonderen Kompetenzen und Fähigkeiten jeder Altersgruppe. Ältere Mitarbeiter bestechen meist durch soziale Kompetenzen, Erfahrung, Verantwortungsbereitschaft und Loyalität Die Vorstellung, die Mehrzahl der älteren Mitarbeiter auf Schonarbeitsplätze zu setzen, ist völlig illusionär 25 Demografischer Wandel Mit zunehmendem Alter verschieben sich die Kompetenzen von der dynamischen zur eher beständigen Seite Dynamische Seite: Beständige Seite: Lernfähigkeit Körperliche Belastbarkeit Kreativität Zuverlässigkeit Misserfolgsstabilität Erfahrungsgestütztes Wissen 26

14 Demografischer Wandel Alternsgerechte Führung meint z.b.: Realistische Einschätzung des Leistungsvermögens Älterer Dialog zwischen alt und jung fördern Rücksicht auf die individuelle Arbeitsplanung Älterer Thematisierung von Leistungsdefiziten Zukunftsprogramme entwickeln 27 Überblick Alltagserfahrung Gesundheit Ressourcen und Belastungen das Beispiel Stress Demografischer Wandel Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements 28

15 Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Krankenstand Mit wachsendem Alter steigt die Zahl der AU-Tage und sinkt die Zahl der AU-Fälle 20% der Beschäftigten verursachen 80% der AU-Tage Nur 6% der AU-Tage sind Kurzzeit-AU Der wichtigste Faktor sind arbeitsorganisatorische Belastungen 29 Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Welche arbeitsorganisatorischen Belastungen sind in Ihrem Arbeitsalltag wichtig? 30

16 Die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Was tun? 31 Gesundes Führen im Demografischen Wandel Was Sie als Vorgesetzte beachten sollten Dr. Dieter Sommer Zentrum für angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaften GmbH Kantstr Berlin Februar

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