Vortrag von Thomas Richter am beim plan.z-workshop. Welthandel konkret.

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1 Vortrag von Thomas Richter am beim plan.z-workshop Welthandel konkret BUNDjugend Baden-Württemberg Rotebühlstr. 86/ Stuttgart 0711/ plan.z Wir packen die Zukunft an!

2 Thomas Richter Welthandel konkret Impulsreferat zum Workshop

3 Gliederung Warum Handel? Protektionismus vs. Freihandel WTO, IWF & Weltbank Alternativen

4 Gliederung Warum Handel? Protektionismus vs. Freihandel WTO, IWF & Weltbank Alternativen

5 Warum Handel?

6 Warum Handel? Beispiel: Seidenstraße (seit 200 v. Chr.)

7 Warum Handel? Netz von Karawanenstraßen von China durch Zentralasien an die Küsten des Mittelmeers und des Schwarzen Meers Edelsteine, Gold, Glas u.a. nach Osten Gewürze, Seide, Porzellan, Pelze, Bronze, Eisen, etc. nach Westen heute: asphaltierte Straßen, Pipelines und Eisenbahnstrecken

8 Warum Handel? Vorteile für Konsumenten Güter, die es vor Ort nicht gibt Erhöhung der Lebensqualität Vorteile für Händler/Produzenten höhere Preise (Knappheit) Gewinne kompensieren Risiko

9 Warum Handel? Internationale Arbeitsteilung komparative Kostenvorteile David Ricardo ( ): freier Handel ist für alle vorteilhaft Erhöhung der Wohlfahrt durch Spezialisierung

10 Warum Handel? zwei Länder, zwei Güter ohne Handel Land A 5x5 Schuhe 5x20 Brote = 37 Schuhe & Land B 3x4 Schuhe 7x10 Brote 170 Brote

11 Warum Handel? zwei Länder, zwei Güter ohne Handel mit Handel Land A 5x5 Schuhe 5x20 Brote = 37 Schuhe & 10x20 Brote = 40 Schuhe & Land B 3x4 Schuhe 7x10 Brote 170 Brote 10x4 Schuhe 200 Brote

12 Warum Handel? Industrieländer : kapitalintensive Produktion Entwicklungsländer : arbeitsintensive Produktion Beispiel: Textilien aus China

13 Warum Handel? Warum werden aber zum Beispiel Autos zwischen Deutschland und Frankreich gehandelt?

14 Warum Handel? Warum werden aber zum Beispiel Autos zwischen Deutschland und Frankreich gehandelt? steigende Skalenerträge (economies of scale) Produktvielfalt

15 Warum Handel? Zwischenfazit: 1. Grund: Schaffung von zusätzlichen Konsummöglichkeiten durch breiteres Güterangebot Intraindustrieller Handel (ca. 75%) 2. Grund: Nutzung von Effizienzgewinnen durch Spezialisierung und internationale Arbeitsteilung Interindustrieller Handel (ca. 25%)

16 Warum Handel? Kritik: steigende & sinkende Skalenerträge flexibler Arbeitskräfteeinsatz? Handelsbarrieren (Marktmacht!) politische & militärische Macht ökologische und soziale Probleme Beispiel 1: Sojaanbau in Brasilien Beispiel 2: Fischerei & Piraterie in Somalia

17 Warum Handel? wichtigste Handelspartner Deutschlands Export: Frankreich, USA, GB, Niederlande, Italien Import: Niederlande, Frankreich, China, USA, Italien fast ¾ des dt. Außenhandels innerhalb EU

18 Gliederung Warum Handel? Protektionismus vs. Freihandel WTO, IWF & Weltbank Alternativen

19 Protektionismus vs. Freihandel Handelsbarrieren: tarifäre Handelshemmnisse Zölle, Subventionen nicht-tarifäre Handelshemmnisse techn. und rechtl. Vorschrift Importquoten (freiwillige) Exportbeschränkungen

20 Protektionismus vs. Freihandel Politik des Welthandels Freihandelsabkommen NAFTA, EU, Mercosur, etc. Barrieren Beispiel 1: EU Agrargütersubventionen Beispiel 2: USA & chinesische Textilien Beispiel 3: kubanisches Embargo

21 Protektionismus vs. Freihandel Deutschlands Rolle (Exportnation) deutscher Staat (Wirtschaftsministerium): Zugang zu ausländischen Märkten hat Priorität Liberalisierung des Welthandels Einflussnahme auf EU- & Weltebene

22 Protektionismus vs. Freihandel Deutschlands Rolle (Exportnation) deutscher Staat (Wirtschaftsministerium): Zugang zu ausländischen Märkten hat Priorität Liberalisierung des Welthandels Einflussnahme auf EU- & Weltebene deutsche Konzerne: Lobbyarbeit auf Bundes- und EU-Ebene Spenden und Bestechungsgelder

23 Protektionismus vs. Freihandel Wenn wir mehr exportieren als importieren, haben wir dann eigentlich etwas dazu gewonnen?

24 Protektionismus vs. Freihandel Wenn wir mehr exportieren als importieren, haben wir dann eigentlich etwas dazu gewonnen? Handelsbilanz & Kapitalbilanz jedem Güterstrom muss ein Kapitalstrom entgegenstehen

25 Protektionismus vs. Freihandel Konsumgüter Land A 1. Möglichkeit: ausgeglichener Handel Land B Konsumgüter

26 Protektionismus vs. Freihandel Konsumgüter Land A 2. Möglichkeit: Verschuldung Land B Staatsanleihen Kapital

27 Protektionismus vs. Freihandel

28 Protektionismus vs. Freihandel

29 Protektionismus vs. Freihandel deutscher Finanzsektor (Banken, Versicherungen, Fonds, etc.) fordert besseren Zugang zu internationalen Kapitalmärkten Liberalisierung der Kapitalmärkte

30 Gliederung Warum Handel? Protektionismus vs. Freihandel WTO, IWF & Weltbank Alternativen

31 WTO, IWF & Weltbank WTO (1995) GATT (z.b. Schutzzölle) GATS (z.b. Wasserprivatisierung) TRIPS (z.b. AIDS-Medikamente) liberale Außenhandelspolitik Deregulierung, Privatisierung

32 WTO, IWF & Weltbank Kritik: Daseinsvorsorge? Umweltschutz = Handelsbarriere? Sozialpolitik & Arbeitsschutz? Einfluss von TNK? Transparenz? Kontrollmechanismen?

33 WTO, IWF & Weltbank IWF (1944) Ausweitung des Welthandels Kreditvergabe Stabilisierung von Wechselkursen Zusammenarbeit in der Währungspolitik Überwachung der Geldpolitik Technische Hilfe

34 WTO, IWF & Weltbank Kritik: Legitimation und Rechenschaftspflicht Strukturanpassungsprogramme Washington Consensus: Liberalisierung, Privatisierung, Deregulierung

35 WTO, IWF & Weltbank Weltbank (1945) Entwicklungsförderung vergibt langfristige Kredite Investitionsprojekte Reformprogramme Privatisierung Liberalisierung

36 WTO, IWF & Weltbank Kritik: Erschließung von Absatzmärkten finanzielle Abhängigkeit wirtschaftspolitischer Einfluss der IL Washington Consensus

37 Gliederung Warum Handel? Protektionismus vs. Freihandel WTO, IWF & Weltbank Alternativen

38 Alternativen globale Solidarität und Kooperation Fair Trade ALBA (Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América) UNO, ILO, FAO etc.

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