Bericht zur Offenlegung nach 26a Kreditwesengesetz i.v. mit 319 ff. Solvabilitätsverordnung (SolvV)

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1 2012 Bericht zur Offenlegung nach 26a Kreditwesengesetz i.v. mit 319 ff. Solvabilitätsverordnung (SolvV) und Offenlegung nach 7 Instituts-Vergütungsverordnung (Vergütungsbericht) zum 31. Dezember 2012

2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort Anwendungsbereich ( 323 SolvV) Risikomanagement ( 322 SolvV) Eigenmittelstruktur ( 324 SolvV) Eigenmittelausstattung ( 325 SolvV) und Ermittlungsverfahren ( 325, 330, 331 SolvV) Derivative Adressenausfallrisiko- & Aufrechnungspositionen ( 326 SolvV) Adressenausfallrisiko ( 327 SolvV) Adressenausfallrisiko Kreditrisiko-Standardansatz ( 328 SolvV) Adressenausfallrisiko Beteiligungen im Anlagebuch ( 332 SolvV) Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch ( 333 SolvV) Adressenausfallrisiko Verbriefungen ( 334 SolvV) Kreditrisikominderungstechniken ( 336 SolvV) Informationen zum Vergütungssystem nach 7 Instituts- Vergütungsverordnung (Vergütungsbericht) 18 02

3 1. Vorwort Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat mit dem Regelwerk Basel II internationale Standards zur angemessenen Eigenkapitalausstattung von Banken definiert. Im Rahmen des Drei-Säulen-Modells verfolgt die Bankenaufsicht mit der Umsetzung der 3. Baseler Säule in nationales Recht das Ziel, durch das Instrument der Offenlegung von Informationen zu den Eigenmitteln und Risikopositionen bzw. zum Risikomanagement der Kreditinstitute die Mechanismen des Kapitalmarkts zur Stärkung der Solidität und der Sicherheit des Finanzsystems zu nutzen. Die Säule 3 ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen (Säule 1) und das aufsichts-rechtliche Überprüfungsverfahren (Säule 2). Nach 26a Abs. 1 Satz 1 KWG haben Institute regelmäßig Informationen über ihre Eigenkapitalsituation, eingegangene Risiken, Risikomessverfahren und ihr Risikomanagement zu veröffentlichen. Die näheren Anforderungen sind nach 10 Abs. 1 Satz 9 Nr. 7 KWG in der entsprechenden Rechtsverordnung - der Solvabilitätsverordnung (SolvV) - geregelt. Die Kreissparkasse Tuttlingen kommt den handelsrechtlichen Offenlegungspflichten durch den Lagebericht und den Jahresabschluss nach, die im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Darüber hinaus enthält dieser Bericht zur Offenlegung die nach der SolvV erforderlichen Angaben, die nicht schon im Lagebericht 2012 oder im Jahresabschluss 2012 enthalten sind. Die Angaben in diesem Bericht der Kreissparkasse Tuttlingen beziehen sich auf den Stichtag 31. Dezember

4 2. Anwendungsbereich ( 323 SolvV) Die Kreissparkasse Tuttlingen ist kein übergeordnetes Unternehmen einer Institutsgruppe. Handelsrechtliche und aufsichtsrechtliche Konsolidierungspflichten bestanden nicht. 3. Risikomanagement ( 322 SolvV) Informationen zum Risikomanagement können dem im Rahmen des Lageberichts veröffentlichten Risikobericht entnommen werden. 4. Eigenmittelstruktur ( 324 SolvV) Die in nachfolgender Übersicht dargestellten Beträge der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel entsprechen den Werten der Sparkasse zum 31. Dezember 2012 gemäß dem Meldeformular E UEB: HHH 04

5 Das Kernkapital besteht aus sonstigen anrechenbaren Rücklagen in Höhe von 185 Mio. EUR. Diese umfassen die durch jährliche Thesaurierung des Jahresüberschusses gebildeten Rücklagen. In dem Ergänzungskapital der Sparkasse sind längerfristige Nachrangverbindlichkeiten enthalten, die die Anforderungen nach 10 Abs. 5a KWG erfüllen. Hinsichtlich der Nachrangverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss. Als Ergänzungskapital werden darüber hinaus noch Vorsorgereserven nach 340f HGB angerechnet. Drittrangmittel hatte die Sparkasse zum Stichtag 31. Dezember 2012 keine im Bestand. 5. Eigenmittelausstattung ( 325 SolvV) und Ermittlungsverfahren ( 325, 330, 331 SolvV) Nachfolgende Übersicht zeigt zum 31. Dezember 2012 die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen. Bei der Ermittlung der Anforderungen aus dem Adressenausfallrisiko wurde der Kreditrisiko-Standardansatz zu Grunde gelegt. Die Anforderungen für Marktpreisrisiken sowie für Fremdwährungsrisiken wurden nach der Standardmethode berechnet; eigene Risikomodelle wurden nicht eingesetzt. Rohwaren und sonstige zu unterlegende Risiken bestanden zum 31. Dezember 2012 nicht. Die Anforderungen für das operationelle Risiko für aufsichtsrechtliche Zwecke wurden mittels Basisindikatoransatz ermittelt. Die Beurteilung der Angemessenheit des internen Kapitals erfolgt mittels des im Risikobericht des Lageberichts beschriebenen Risikotragfähigkeitskonzepts. HHHH 05

6 Zum 31. Dezember 2012 ergab sich für die Sparkasse eine Gesamtkapitalquote von 11,97 % und eine Kernkapitalquote von 7,73 %. 6. Derivative Adressenausfallrisiko- und Aufrechnungspositionen ( 326 SolvV) Die Sparkasse geht derivative Finanzgeschäfte zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken aus Kundengeschäften sowie zur Aktiv-Passiv-Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos ein. Die Sparkasse verwendet für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen im Rahmen der Solvabilitätsverordnung die Marktbewertungsmethode. In Höhe des hierbei ermittelten Anrechnungsbetrages werden die derivativen Adressenausfallrisikopositionen in der internen Steuerung und somit auch in der Berechnung des ökonomischen Eigenkapitals berücksichtigt. Aufbauend auf den mittels Marktbewertungsmethode ermittelten Kreditäquivalenzbeträgen und den daraus resultierenden Eigenkapitalanforderungen bestimmt sich die Obergrenze für Kredite an Kontrahenten. Grundsätzlich werden nur Geschäfte mit Kontrahenten abgeschlossen, die eine gute Bonität aufweisen. Für jeden Kontrahenten wird für derivative Finanzprodukte eine separate Obergrenze festgelegt. Die Überwachung dieser Obergrenze erfolgt anhand eines Limitsystems, welches neben Derivaten auch für alle anderen wesentlichen Risikokategorien eingerichtet wurde. Bei der Sparkasse werden keine Sicherheiten für Derivate hereingenommen. Für die Bilanzierung und Bewertung der derivativen Finanzinstrumente gelten die allgemeinen Grundsätze des HGB. Für diejenigen Geschäfte, bei denen zum Bilanzstichtag ein negativer Zeitwert ermittelt wurde, ist auf eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gemäß 249 Abs. 1 HGB verzichtet worden, soweit ihnen 06

7 entsprechende positive Wertveränderungen in den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber standen. Zur Ermittlung der Risikobeträge von Markt- und Kontrahentenrisiken setzt die Sparkasse Standardverfahren nach der SolvV ein. Hierbei erfolgt eine additive Betrachtung der Risikobeträge. Korrelationen von Markt- und Kontrahentenrisiken werden hierbei nicht betrachtet. Bei der Sparkasse bestehen keine Verträge, die die Sparkasse im Falle einer Herabstufung ihres Ratings zur Leistung von Sicherheiten bzw. zum Nachschuss von Sicherheiten verpflichten. Positive Wiederbeschaffungswerte Da die Sparkasse weder Aufrechnungsmöglichkeiten nutzt noch Sicherheiten anrechnet, können die positiven Wiederbeschaffungswerte aus den Anhangangaben des Jahresabschlusses entnommen werden. Betrag des Kontrahentenausfallrisikos nach der Marktbewertungsmethode Der Betrag des anzurechnenden Kontrahentenausfallrisikos belief sich nach der Marktbewertungsmethode auf TEUR. Kreditderivategeschäft für das eigene Kreditportfolio Im Portfolio der Sparkasse sind folgende Absicherungsgeschäfte mit Kreditderivaten enthalten: HHHH 7. Adressenausfallrisiko ( 327 SolvV) Die nachfolgenden Übersichten enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen, jeweils aufgeschlüsselt nach den Forderungsklassen und Forderungsarten zum Offenlegungsstichtag. Nicht enthalten sind dabei die Angaben zu Beteiligungen und Verbriefungen, da deren Offenlegung in den Abschnitten 9 und 11 dieses Berichtes erfolgt. Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren KSA-Bemessungsgrundlagen gemäß 49 Abs. 2 SolvV vor Kreditrisikominderung zzgl. Wertberichtigungen und Rückstellungen ausgewiesen, die derivativen Instrumente mit ihren Kreditäquivalenzbeträgen. 07

8 Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsklassen und Forderungsarten Da die Beträge am Offenlegungsstichtag in einzelnen Forderungsklassen und einzelnen Forderungsarten wesentlich von den Durchschnittsbeständen abweichen, erfolgt bei diesen Forderungsklassen und Forderungsarten eine ergänzende Darstellung der Durchschnittsbeträge. Verteilung der Forderungen auf geografische Hauptgebiete 08

9 Verteilung der Forderungen auf Hauptbranchen 09

10 10

11 Gliederung der Forderungen nach den vertraglichen Restlaufzeiten 11

12 Verfahren bei der Bildung der Risikovorsorge Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Hinsichtlich der handelsrechtlichen Bewertung verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zum Jahresabschluss vom 31. Dezember Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung. Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Basis hierfür ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des Kunden. Darüber hinaus erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen werden per Antrag kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgen eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und ggf. daraus resultierende Anpassungen. Bei nachhaltiger Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit erkennen lassen oder bei einer zweifelsfreien Kreditrückführung aus vorhandenen Sicherheiten, erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fortschreibung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgt bei der Sparkasse in einem zentralen System. Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken nach 340f HGB. In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen sowie die Prozesse zur Genehmigung der Risikovorsorgen geregelt. Gliederung der notleidenden und der in Verzug geratenen Forderungen nach Hauptbranchen Als notleidend werden in den nachfolgenden Übersichten solche Forderungen ausgewiesen, bei denen nach den vorgenannten Kriterien eine Risikovorsorge im Jahresabschluss gebildet wurde, während es sich bei den Forderungen in Verzug um Positionen handelt, die in der Solvabilitätsmeldung zum in der Forderungsklasse überfällige Positionen ausgewiesen wurden und für die keine Risikovorsorge erforderlich war. 12

13 Die Direktabschreibungen beliefen sich auf 625 TEUR. Die Eingänge auf abgeschriebene Forderungen betrugen 331 TEUR. Gliederung der notleidenden und der in Verzug geratenen Forderungen nach geografischen Hauptgebieten Da der überwiegende Anteil der Forderungen (98,91 %) und der Summe der Risikovorsorge (98,31 %) auf Deutschland entfallen, haben wir gemäß 26a Abs. 2 KWG auf eine weitere geografische Aufgliederung der Forderungen und Risikovorsorge verzichtet. 13

14 Entwicklung der Risikovorsorge Die folgende Aufstellung zeigt die Veränderungen der Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Geschäftsjahr HHHH 8. Adressenausfallrisiko Kreditrisiko- Standardansatz ( 328 SolvV) Nachfolgende Übersicht enthält die von der BaFin anerkannten Ratingagenturen und die KSA-Forderungsklassen, für die die Ratingagenturen bei der Sparkasse jeweils nominiert sind. HHHH Die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen erfolgt für diese Forderungsklassen auf Grundlage der Bonitätsbeurteilungen der nominierten Ratingagenturen (externe Ratings). Grundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eine Forderung kein Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionen des Schuldners gemäß 45 SolvV auf die Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht möglich, wird auf ein ggf. vorhandenes externes Rating des Schuldners abgestellt (Emittentenrating). Ansonsten werden die Forderungen im Rahmen der Eigenmittelanforderungen mit pauschalen Anrechnungssätzen berücksichtigt. Die beschriebene Verfahrensweise wird programmtechnisch unterstützt. 14

15 Summe der Positionswerte Die Sparkasse nimmt keine Kreditrisikominderungstechniken im Rahmen der SolvV in Anspruch. Nachfolgende Tabelle beinhaltet die jeweilige Summe der Positionswerte, die den dargestellten Risikogewichten zugeordnet sind. HHHH 9. Adressenausfallrisiko Beteiligungen im Anlagebuch ( 332 SolvV) Die Beteiligungen im Anlagebuch der Sparkasse wurden aufgrund langfristiger strategischer Überlegungen eingegangen, um den S-Finanzverbund zu stärken oder eine Zusammenarbeit mit den einzelnen Institutionen in der Region zu ermöglichen. Sie dienen letztlich der Erfüllung des öffentlichen Auftrags durch den Gesetzgeber sowie der Förderung des Sparkassenwesens. Eine Gewinnerzielung steht somit nicht im Vordergrund. Grundsätzlich gliedert die Sparkasse ihre Beteiligungen in strategische und kreditnahe/ kreditsubstituierende Beteiligungen. Beteiligungen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Wertansätze für Beteiligungsinstrumente Es wird der in der Bilanz ausgewiesene Wert dargestellt. Der Wert der Beteiligungen hat sich gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich durch die Neubewertung einer Beteiligung verändert. Anteile an verbundenen Unternehmen werden nicht gehalten. Die Beteiligungen haben für die Steuerung der Sparkasse nur eine untergeordnete Bedeutung. Regelmäßig wird bei allen Beteiligungen mit einem vereinfachten Bewertungsverfahren überprüft, ob der beizulegende Zeitwert nicht unter dem Buchwert liegt. Eine exakte Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt weder für externe noch für interne Zwecke. Insofern wurden in der nachfolgenden Darstellung die Buchwerte auch als beizulegende Zeitwerte angegeben. 15

16 Realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkauf oder der Abwicklung von Beteiligungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen. 10. Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch ( 333 SolvV) Hinsichtlich der Zinsänderungsrisiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts. Die Zinsänderungsrisiken der Sparkasse ergeben sich auf Gesamtbankebene aus der Fristentransformation. Die Risiken resultieren aus einem Ansteigen, Absinken oder Drehen der Zinsstrukturkurve. Der Ermittlung des Zinsänderungsrisikos liegen folgende Annahmen zu Grunde: Im Kundengeschäft Aktiv wird für das Jahr 2013 ein Volumensrückgang von 0,6 % angenommen, im Kundengeschäft Passiv wird ein Anstieg des Volumens von 5,6 % prognostiziert. Für die Folgejahre liegt das simulierte Wachstum der Kundengeschäfte bei rund 2,0 %. Bei den eigenen Wertpapieren und Spezialfonds ist ein minimales Wachstum für das Jahr 2013 geplant. Ausgehend vom Bestandswert Dezember 2012 ist eine Volumenausweitung in Höhe von 0,7 % geplant. Vergleicht man die Jahresdurchschnittswerte 2012 mit 2013, ist das Volumen bei den eigenen Wertpapieren und Spezialfonds um rund 100 Mio. Euro angestiegen, was u. a. mit der Auflegung zweier weiterer Spezialfonds zusammenhängt. Fälligkeiten werden zu den aktuellen Marktbedingungen verlängert. Für die Folgejahre wird ein pauschales Wachstum von 0,76 % angenommen. Vorzeitige Kreditrückzahlungen werden in der barwertigen Risikobetrachtung über Zusatz-Cashflows berücksichtigt. Beim periodischen Zinsänderungsrisiko erfolgt die Berücksichtigung der vorzeitigen Kreditrückzahlungen anhand Korrekturen der künftigen Bestände. Bei unbefristeten Einlagen wird ein gleichbleibendes Kundenverhalten seitens des Anlegers unterstellt. Dies führt zu einem höheren Volumen in den kommenden Jahren. Wie bereits im vergangenen Jahr verringert sich 2013 beim Zuwachssparen das berechnete Ergebnis um den prognostizierten Auflösungsbetrag der Rückstellungen. Entsprechend der unterschiedlich erwarteten Glattstellungs- bzw. Entscheidungsperioden wird ein Value-at-Risk für das Anlagebuch mit einer Haltedauer von 90 Kalendertagen und einem Konfidenzniveau von 99,0 % berechnet. 16

17 Zur Berechnung des Risikos simuliert die Sparkasse unterschiedliche Zinsentwicklungen: Konstantes Zinsniveau in den kommenden Jahren Erwartete Zinsentwicklung der Sparkasse auf Basis der aktuellen Forward- Zinssätze Parallelanstieg um 150 Basispunkte bis Ende 2013 und 100 Basispunkte in Ab 2015 verringert sich der Anstieg auf 50 Basispunkte Stetige Versteilerung der Zinsstruktur in den kommenden Jahren Drehung in eine inverse Zinsstruktur innerhalb der nächsten 6 Monate und anschließend Beibehaltung der inversen Struktur Adhoc Zinsanstieg um 200 Basispunkte in allen Laufzeiten (Basel II) Adhoc Zinsrückgang um 200 Basispunkte in allen Laufzeiten (Basel II) Adhoc Drehung Reduzierung Tagesgeld um 150 Basispunkte und Erhöhung des 10 Jahres-Zinssatzes um 150 Basispunkte (Interpolation der restlichen Laufzeiten) Adhoc Drehung Erhöhung Tagesgeld um 150 Basispunkte und Reduzierung des 10 Jahres-Zinssatzes um 150 Basispunkte (Interpolation der restlichen Laufzeiten) Nachfolgende Übersicht enthält die Veränderung der Erträge sowie die Veränderung des ökonomischen Werts. Für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos wird die von der Bankenaufsicht für externe Zwecke vorgegebene Verschiebung um / Basispunkte verwendet: HHHH 11. Adressenausfallrisiko Verbriefungen ( 334 SolvV) Die Sparkasse war im Geschäftsjahr 2012 in der Forderungsklasse Verbriefungen nicht investiert. Risiken aus übernommenen Wiederverbriefungspositionen lagen nicht vor. 17

18 12. Kreditrisikominderungstechniken ( 336 SolvV) Die im Geschäftsbetrieb der Sparkasse eingegangenen Risiken werden durch Kreditrisikominderungstechniken in Form von Sicherheiten oder Aufrechnungsverfahren reduziert. Für Zwecke der SolvV berücksichtigt die Sparkasse keine Sicherheiten und nutzt keine Aufrechnungsvereinbarungen nach 206 ff. SolvV. 13. Informationen zum Vergütungssystem nach 7 Instituts-Vergütungsverordnung (Vergütungsbericht) Die Beschäftigten sind Angestellte der Sparkasse. Die Kreissparkasse Tuttlingen ist tarifgebunden. Daher finden auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst, insbesondere der TVöD-S, Anwendung. Die Vergütungsstruktur der Beschäftigten richtet sich deshalb im Wesentlichen nach diesem Tarifwerk. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der Sparkasse besteht aus einer Festvergütung sowie einer variablen Zulage und orientiert sich an den Empfehlungen (Orientierungsrahmen) des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg. Die Vergütungssysteme der Sparkasse sind so ausgestattet, dass es keine speziellen Vergütungssysteme für einzelne Geschäftsbereiche gibt, sodass aufgrund der Größe und des Umfangs der Geschäftsaktivitäten der Sparkasse grundsätzliche Ausführungen erfolgen. Die Beschäftigten können neben der Tarifvergütung in untergeordnetem Umfang Prämien aus einem ziel- und leistungsorientierten Vergütungssystem und Provisionen aus dem Abschluss vermittelter Verträge erhalten. Bei einer Stornierung der vermittelten Verträge werden Provisionen vom Beschäftigten zurückgefordert. Zusätzlich können Vorgesetzte Prämien in einem eingeschränkten Rahmen nach individuellen Gesichtspunkten an unterstellte Beschäftigte gewähren. Die Prämien und Provisionen stellen die variablen Vergütungsbestandteile übertariflicher Art dar, für welche angemessene Obergrenzen festgelegt wurden. Die Provisionen werden laufend vergütet, während die Prämien einmal jährlich nach Ablauf des Geschäftsjahres ausbezahlt werden. Alle angegebenen Beträge stellen die im dargestellten Jahr zugeflossenen Vergütungen dar. Der Gesamtbetrag der Festvergütungen der Beschäftigten sowie der Festvergütungen der Vorstandsmitglieder betrug im Kalenderjahr Euro, davon übertarifliche Zulagen Euro. Der Gesamtbetrag der variablen Vergütungen betrug im Kalenderjahr Euro; hierbei wurden 458 Beschäftigte begünstigt. Eine Einbindung externer Berater ist nicht erfolgt. 18

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