Pädagogisches Konzept Kindertagesstätte Fägnäscht

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1 Pädagogisches Konzept Kindertagesstätte Fägnäscht Kindertagesstätte Fägnäscht Loëstrasse Chur Tel: Trägerschaft:, Gürtelstrasse 24, 7000 Chur November 2014

2 Inhaltsverzeichnis 1. Ziele 2. Pädagogische Grundsätze 3. Umsetzung der Pädagogischen Grundsätze 3.1 Rituale 3.2 Emotionale und soziale Entwicklung 3.3 Kognitive und sprachliche Entwicklung 3.4 Motorische Entwicklung 3.5 Ernährung 3.6 Körperpflege 3.7 Ruhen und Schlafen 4. Zusammenarbeit mit den Eltern

3 Einleitung Das pädagogische Konzept der Kindertagesstätte Fägnäscht bezieht sich auf den Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz erarbeitet vom Marie Meierhofer Institut in Zürich. Jedes Kind möchte sich überall, wo es sich aufhält willkommen fühlen und einbezogen werden. Die Verschiedenheit und Individualität von Kindern und Familien sowie die Vielfalt ihrer Herkunft sind für eine Gemeinschaft bereichernd. Ein Kind lernt handelnd, beobachtend und im Austausch mit anderen. Es erweitert dabei seine emotionalen, motorischen und kognitiven Kompetenzen sowie seine Ausdrucksfähigkeit. Ein Kind braucht Anregungen, die zu seinem Entwicklungsstand und zu seinen Erfahrungen passen. 1. Ziele Die Kinderkrippe Fägnäscht bietet 36 Ganztagesplätze für Kinder im Alter von drei Monaten bis zum Schuleintritt*. Die Kindertagesstätte hat zum Ziel, den Kindern einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend entfalten und entwickeln können. Die Eltern werden so bei ihrer Betreuungs- und Erziehungsarbeit entlastet und unterstützt, was ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern soll. Entsprechend den heutigen gesellschaftlichen Veränderungen und Bedürfnissen bieten wir verlängerte Öffnungszeiten und soweit betrieblich möglich flexible Betreuungstage an. *Vorbehältlich Änderungen aufgrund des neuen Schulgesetzes Pädagogische Grundsätze Die Kindertagestätte Fägnäscht führt drei Gruppen, welche in sich geschlossen sind. Sie arbeitet aber auch mit dem System der teiloffenen Arbeit, dies durch regelmässige offene Freispiele im Gegensatz zu den geführten Aktivitäten. Die teiloffene Arbeit ermöglicht den Kindern, sich gemäss ihren Bildungsinteressen gruppenübergreifend im Haus und im Garten zu bewegen und Kontakte zu anderen Kindern und Betreuungspersonen aufzubauen. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und fördert die Sensibilität für die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen. Das Betreuungspersonal geht feinfühlig und respektvoll auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ein und sorgt für eine fröhliche, angstfreie und entspannte Atmosphäre. Ein klar strukturierter Tagesablauf sowie der gezielte Einsatz von Ritualen geben dem Kind Orientierung und Geborgenheit. Unser Vertrauen in die Selbstständigkeit der Kinder fördert ihre Eigenwirksamkeit und ihr Selbstvertrauen. Wir ermuntern sie, zuerst selbst zu probieren, bevor sie unsere Hilfe anfordern. Unsere pädagogischen Aktivitäten werden durch jahreszeitlich bedingte Ereignisse Naturerlebnisse im eigenen Garten, sowie durch themenorientierte Interessen der Kinder bestimmt. Alternierend findet jeweils am Vormittag und am Nachmittag ein offenes Freispiel statt, wo die Kinder im teiloffenen System (nicht altersgetrennt) ihren Interessen nachgehen können.

4 3. Umsetzung der pädagogischen Grundsätze 3.1 Rituale Rituale bieten dem Kind personenunabhängige, wiederkehrende Abläufe in der täglich neu zusammengesetzten Kindergruppe. Dadurch erhält der Tag eine Struktur, welche dem Kind Halt und Sicherheit vermittelt. Der Morgenkreis ist jeweils der Beginn in der Tagesstätte. Nebst den täglich wiederkehrenden Ritualen pflegen wir auch das Feiern von Festen im Jahresrhythmus sowie Abschiedsfeste beim Austritt von Kindern und Personal. 3.2 Emotionale und soziale Entwicklung Wir helfen dem Kind, seine Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen, diese zu formulieren und ihnen zu vertrauen. Durch die teiloffene Arbeit haben die Kinder die Möglichkeit, Kinder unterschiedlichen Alters kennen zu lernen. Wir unterstützen die Kinder, Beziehungen einzugehen, Freundschaften zu pflegen und Konflikte altersentsprechend möglichst untereinander zu lösen. 3.3 Kognitive und sprachliche Entwicklung Die natürliche Neugierde und die Lust am Experimentieren motivieren die Kinder zum Lernen. Wir bieten den Kindern eine Umgebung, welche vielfältige sinnliche Erfahrungen zulässt und zum Spielen, Experimentieren und Forschen einlädt. Beim täglichen Spielen in unserem grossen Garten begegnen die Kinder der Vielfalt von Pflanzen und Lebewesen sowie der Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Im Bewusstsein, dass Sprache durch Nachahmung gelernt wird, achten wir auf unsere Wortwahl und nennen die Dinge beim richtigen Namen. Wir schaffen eine Atmosphäre, in denen die Kinder ermutigt werden, sich mitzuteilen und wo ihnen zugehört wird Motorische Entwicklung In der Kindertagesstätte Fägnäscht wird bewusst auf vielfältige Bewegungsmöglichkeiten geachtet. Im grosszügigen Garten können die Kinder täglich und ungehindert ihre natürliche Freude an der Bewegung ausleben und ihr Spektrum an Bewegungsmöglichkeiten erweitern. Seit Sommer 2012 ist das Fägnäscht eine Purzelbaum Krippe des kantonalen Programmes graubünden bewegt. 3.5 Ernährung Die gemeinsamen Mahlzeiten sollen den Kindern Freude und Spass bereiten und Gelegenheit bieten, sich untereinander und mit den Erwachsenen auszutauschen. Wir achten auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Auf Süssigkeiten und süsse Getränke verzichten wir weitgehend, ausser zu speziellen Anlässen wie Geburtstagen oder Abschieden. Die Kinder werden ermuntert, alles zu probieren. Durch das gemeinsame Zubereiten von Zwischenmahlzeiten lernen die Kinder verschiedene Nahrungsmittel, deren Ursprung und Verwertungsmöglichkeit kennen. 3.6 Körperpflege Es ist uns ein Anliegen, dass die Kinder lernen, ihren Körper bewusst wahrzunehmen und die Pflege ihres Körpers als etwas Angenehmes zu erleben. Wir animieren die Kinder zur Kooperation, ermuntern sie, möglichst viel selbst auszuprobieren und bieten ihnen die notwendige Hilfestellung an. Der Beginn der Sauberkeitserziehung erfolgt in enger Absprache mit den Eltern. Rückschritte sind erlaubt - das Kind bestimmt sein Tempo selbst.

5 3.7 Ruhen und Schlafen Wir legen Wert darauf, dass sich jedes Kind nach seinem eigenen Rhythmus zurückziehen und ausruhen kann. Hierfür stellen wir den Kindern verschiedene Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Schlafraum wird mit einem Babyphon überwacht, damit das Personal jederzeit akustisch informiert ist. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre persönlichen Kuscheltiere, Nuschi, Nuggi, etc. von zu Hause mitzunehmen, damit sie zufrieden und geborgen in den Schlaf finden. 4. Zusammenarbeit mit den Eltern Wir streben eine partnerschaftliche Elternarbeit an, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Die Eltern werden beim Abholen der Kinder über das Tagesgeschehen und Wohlbefinden ihres Kindes informiert. Standortgespräche finden in der Regel einmal pro Jahr statt. Sollte es die Situation erfordern, können es auch mehrere Gespräche sein. Einmal jährlich wird ein spezieller Elternanlass durchgeführt.

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