Die finanzielle Absicherung bei Erwerbsminderung

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1 Die finanzielle Absicherung bei Erwerbsminderung Dr. Axel Reimann Direktor bei der Deutschen Rentenversicherung Bund 8. aktuelles Presseseminar 13. und 14. November 2012 in Würzburg 1

2 Zweistufiges System - 43 SGB VI Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 6 Stunden und mehr keine Rente weniger als 6 Stunden mindestens 3 Stunden Teilzeitarbeit möglich Teilzeitarbeitsmarkt verschlossen weniger als 3 Stunden Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung 43 Abs. 1 SGB VI Rente wegen voller Erwerbsminderung 43 Abs. 2 SGB VI 2

3 Regelfall: Befristung SGB VI max. 9 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre Bewilligung für einen bestimmten Zeitraum Verlängerung Verlängerung Bewilligung auf unbestimmte Zeit von Anfang an unbefristet, wenn unwahrscheinlich ist, dass die Erwerbsminderung behoben werden kann Renten wegen verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt sind immer befristet zu leisten! 3

4 Berechnungselemente Entgeltpunkte Zugangsfaktor Zurechnungszeit = Zeit zwischen Eintritt der Erwerbsminderung und 60. Lebensjahr Abschlag 0,3 % je Monat zwischen Rentenbeginn und 63. Lebensjahr max. 36 Mon. = 10,8 % 4

5 Übersicht aktuelle Kennzahlen der grv EM-Rentenbezieher am Bruttorentenausgaben in 2011 für EM-Renten 14,7 Mrd. EM-Rentenzugänge in davon teilweise EM-Renten ,1 % EM-Rentenzugänge in 2011 Durchschnittliches Zugangsalter bei EM-Renten Männer ,1 Frauen ,9 Häufigste Diagnose bei EM-Rentenzugängen sind psychische Störungen 41,0 % 5

6 Entwicklung der EM-Rentenzugänge Männer und Frauen, Deutschland insgesamt, 2001 bis Männer Frauen Anzahl n Tausend Berichtsjahr Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugang 6

7 Entwicklung der EM-Rentenzugänge Erwerbsminderungszugänge nach Rentenzahlbeträgen, in Euro in Euro Männer Frauen Gesamt Berichtsjahr Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugang 7

8 Veränderungen der Zusammensetzung der Neuzugänge in Erwerbsminderung Beitragszeiten in Jahren (Männer) 32,2 29,5 Durchschnittliche Entgeltpunkte (Männer) 0,9528 0,7945 Anteil der Arbeitslosengeldbezieher (Männer) 24,9 % 41,3 % 8

9 Empfänger/innen von Grundsicherung bei Erwerbsminderung mit Rentenbezug 9

10 Projekt Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung Zentrale Einkommensquellen der Erwerbsminderungsrentner(innen) Prozent Erwerbsminderungsrente der GRV 94,8 Betriebliche Rente: - Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes - Betriebsrente 8,4 9,2 private Berufsunfähigkeitsrente 3,8 Absicherung 1. Säule Absicherung Säule Einkünfte: - aus Erwerbstätigkeit (Lohn/Gehalt) - aus Nebentätigkeit oder Selbständigkeit 6,6 6,3 Einkünfte von anderen Personen im Haushalt 59,7 Staatliche Leistungen (Wohngeld, ALG II/Sozialgeld, Grundsicherung bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe) 25,6 10

11 Projekt Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung Bedarfsgewichtung der Haushaltseinkünfte Beispiel: Gewichtungsfaktoren*: erste Person: 1,0 weitere Person(en): 0,5 Kinder ab 14 Jahren: 0,5 Kinder unter 14 J.: 0,3 Ein Haushalt mit 2 Erwachsenen und 1 Kind unter 14 Jahren mit einem Haushaltseinkommen von Euro netto im Monat. Gewichtungsfaktor: 1,0 + 0,5 + 0,3 = 1,8 bedarfsgewichtetes Einkommen: Euro 1,8 = Euro *neue OECD-Skala 11

12 Projekt Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung Bedarfsgewichtete monatliche Haushaltsnettoeinkommen (in Euro) Einpersonenhaushalte Mehrpersonenhaushalte Gesamt EM-Rentner EM-Rentnerinnen 12

13 Projekt Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung Armutsgefährdung bzw. Armutsrisiko Das bedarfsgewichtete Haushaltsnettoeinkommen liegt unter einem Schwellenwert von 60 Prozent des Medians des bedarfsgewichteten Nettoeinkommens der deutschen Bevölkerung Schwellenwert 2010: 806 * 13,7 % der deutschen Bevölkerung sind armutsgefährdet* 36,6 % aller Personen in den Haushalten von Erwerbsminderungsrentnerinnen und rentnern sind armutsgefährdet *Sozio-oekonomisches Panel

14 Armutsgefährdungsquoten Besonders armutsgefährdet sind EM-Rentner(innen) in Einpersonenhaushalten: 49,6 % sowie Personen in Haushalten eines männlichen EM-Rentners: 43,4 % mit Kindern unter 14 Jahren: 40,3 % Armutsgefährdung der Gesamtgruppe: 36,5 % in den neuen Bundesländern & Berlin: 40,2 % von EM-Rentner(inne)n mit Migrationshintergrund: 47,4 % von EM-Rentner(inne)n ohne deutsche Staatsbürgerschaft: 60,4 % von EM-Rentner(inne)n ohne Schulabschluss: 62,5 % von EM-Rentner(inne)n ohne Berufsausbildung: 51,4 % 14

15 Projekt Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung Grundsicherungsbezug bzw. bekämpfte Armut Personen in Haushalten mit Bezug folgender staatlicher Leistungen: Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Sozialhilfe, einschließlich Hilfe zum Lebensunterhalt 8,9 % der Gesamtbevölkerung sind auf Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes angewiesen* 18,0 % aller Personen in den Haushalten von Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentnern sind von bekämpfter Armut betroffen *Quelle: Statistik Soziale Mindestsicherung in Deutschland des Statistischen Bundesamtes 15

16 Die finanzielle Absicherung bei Erwerbsminderung Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Dr. Axel Reimann 8. aktuelles Presseseminar 13. und 14. November 2012 in Würzburg 16

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