Epidemiologie - Ansätze. Anke Huss, PhD Institute for Risk Assessment Sciences Utrecht University

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Epidemiologie - Ansätze. Anke Huss, PhD Institute for Risk Assessment Sciences Utrecht University"

Transkript

1 Epidemiologie - Ansätze Anke Huss, PhD Institute for Risk Assessment Sciences Utrecht University

2 Epidemiologie Epidemiology is the study of the distribution of health and disease in the population, and of the determinants of this distribution. (Nieuwenhuijsen 2008, environmental epidemiology)

3 Studiendesigns Deskriptive Studien Beschreibung von Krankheitsvorkommen in einer Population, oft erster Schritt Analytische Studien Analysiert den Zusammenhang zwischen Krankheit/ Gesundheit und anderen Faktoren

4 Studiendesigns Analytische Studien Experimentelle Studien Gezielte Veränderung von Exposition, Verhalten oder Krankheitsverlauf Ethische Grenzen, Machbarkeit Beobachtende Studien Abschätzung von Risiken für den Menschen Quantifizierung der Höhe des Risikos

5 Studiendesigns Epidemiologische Studien Beobachtende Studien Experimentelle Studien RCT/ human laboratory studies Individual-Daten Aggregierte Daten Ökologische Studie Querschnittsstudie Fall-Kontroll Studie Kohorten Studie

6 Studiendesigns Epidemiologische Studien Beobachtende Studien Experimentelle Studien RCT/ human laboratory Studies Individual-Daten Aggregierte Daten Ökologische Studie Querschnittsstudie Fall-Kontroll Studie Kohorten Studie

7 Querschnittsstudien Auch Prävalenzstudie oder Survey Exposition und Krankheit/ Gesundheitsfrage zur gleichen Zeit erfasst Schnelle Antwort auf die Frage wie gross Problem ist Effektiv für Faktoren, die sich mit Krankheitsstatus nicht verändern (ethnische Zugehörigkeit, genetische Faktoren, ) Muss gewährleistet sein, dass Exposition nicht durch Krankheitsstatus beeinflusst wird Kausale Aussagen nicht möglich, da Exposition und Endpunkt gleichzeitig erfasst werden

8 Querschnittsstudien Potentielle Probleme Selektionsbias (Unterschiede zwischen Studienteilnehmer und nicht-teilnehmern, durch Einschluss/ Teilnahme) Informationsbias (Man misst nicht, was man messen möchte), auch: observer bias (vom Wissenschaftler) reporting/ responder bias (vom Studienteilnehmer) oder von den eingesetzten Instrumenten

9 Querschnittsstudie - Beispiel Sudan et al Open Pediatric Medicine Journal 2012 Eingebettet in Kohortenstudie (DNBC) Eltern haben Fragebogen zu Kopfschmerzen, Migräne und Handygebrauch ausgefüllt, Kinder waren 7 J Leicht erhöhtes Risiko für Kopfschmerzen/ Migräne beobachtet in Kindern in Zusammenhang mit: pränataler Exposition (= Handygebrauch Mutter während Schwangerschaft), postnataler Exposition (= Handygebrauch Kind) Potentielle Probleme Selektionsbias? (66% Teilnahme), Bias Richtung kein Effekt Reporting bias? (Falls Eltern von Migränekindern mehr Handygebrauch berichten) Umgekehrte Kausalität? (Falls Kinder mit Kopfschmerzen häufiger Telefonieren)

10 Fall-Kontroll Studien Potentielle Ursache (Exposition, z.b. Handygebrauch) wird verglichen in Individuen mit Krankheit mit Individuen ohne Longitudinale Studie

11 Fall-Kontroll Studien Source: Beaglehole et al 2006_WHO

12 Fall-Kontroll Studien für seltene Erkrankungen (e.g. Hirntumore) Mehrere Expositionen gleichzeitig Häufig günstiger als Kohortenstudie Potentielle Probleme Die Kontrollen müssen aus der selben Grundpopulation stammen wie die Fälle Selektionsbias (Unterschiede zwischen Studienteilnehmer und nicht-teilnehmern, durch Einschluss/ Teilnahme) Informationsbias : Recall bias (vom Studienteilnehmer) observer bias (vom Wissenschaftler)

13 Fall-Kontroll Studie - Beispiel Hardell 2013 Int Journal of Cancer Fall-Kontrollstudie zu Hirntumoren und Handygebrauch Fälle aus Krebsregister Kontrollen aus Populationsregister Fälle und Kontrollen füllten Fragebogen aus, plus strukturiertes Interview am Telefon Interviewer weiss nicht ob Fall oder Kontroll-Interview Exposition wird verglichen

14 Fall-Kontroll Studie - Beispiel Hardell 2013 Int Journal of Onc (malignant brain tumour) Selektionsbias nicht sehr wahrscheinlich (85% Teilnahme) Recall bias wahrscheinlich Blinding unwahrscheinlich (observer bias?)

15 Kohortenstudien Gesunde Personen mit exponierten und nicht Expositionen wird beobachtet über Zeit wie häufig tritt Krankheit in den Gruppen auf Longitudinale Studie für seltene Expositionen Mehrere Erkrankungen gleichzeitig Weil Exposition vor Erkrankung definiert wird, sollte Einfluss ausgeschlossen sein Zeitliche Reihenfolge ist determiniert (erst Exposition, dann Krankheit)

16 Kohortenstudien Source: Beaglehole et al 2006_WHO

17 Kohortenstudien Potentielle Probleme Häufig sehr teuer Weniger geeignet für seltene Erkrankungen (zum Beispiel Hirntumore braucht riesige Kohorten) Erkrankungen die sich über langen Zeitraum entwickeln schwierig

18 Kohortenstudien - Beispiel Benson et al Int J Epidemiology 2013 Eingebettet in Millon Women Study (~ ) Zwischen , Survey mit Fragen: «Wie häufig benutzen Sie ein Handy» (nie, weniger als täglich, täglich) «Seit wann benutzen Sie ein Handy» Erfassung von Hirntumoren (Gliom, Meningeom, Vestibularis Schwannom (Akustikusneurinom), )

19 Kohortenstudien - Beispiel Benson et al Int J Epidemiology 2013 Kein erhöhtes Risiko für Hirntumore beobachtet Leicht erhöhtes Risiko für Akustikusneurinom in späterem Follow-up nicht mehr beobachtet Probleme: Sehr grobes Expositionsmass

20 Inzidenz (Trend) Studien Ökologische Studie auf aggregierten Daten Müssten eigentlich am Anfang stehen Handygebrauch Hirntumore: grosses Revival, da: Extrem starke Zunahme Exposition Wenig umweltbezogene Risikofaktoren bekannt Registrierung der Hirntumore in vielen Ländern schon lange quasi komplett ist «Realitätscheck» - ist ein 80% höheres Risiko nach 1-5 Jahren Telefonieren plausibel? Falls ein Risiko besteht, müsste es also um plausibel zu sein Irgendwann sichtbar werden Anstieg nach Einführung Handytechnologie Unklar, wann

21 Inzidenz Studien Source: Deltour et al 2012 Glioma Trends in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden,

22 Inzidenz Studien Source: Little et al, BMJ 2012 Observed and projected rates of glioma (US), in non-hispanic white people, by latency period and various assumed level of relative risk

23 Fragen zur Interpretation Systematische Fehler? Einschluss Studienteilnehmer, Erfassung von Exposition oder Endpunkt? Verzerrung (Confounding)? Anderer Faktor der sowohl mit Endpunkt als auch mit Exposition assoziiert ist und nicht in der Analyse in Betracht gezogen wurde? Zufall? -> Ist die beobachtete Assoziation eventuell kausal? Hill Kriterien

Strahlenepidemiologie

Strahlenepidemiologie Strahlenepidemiologie Priv.-Doz. Dr. Michaela Kreuzer Bundesamt für Strahlenschutz Leiterin der Arbeitsgruppe: Strahlenepidemiologie mkreuzer@bfs.de Strahlenepidemiologie, TU, 30.06.2011, M. Kreuzer 1

Mehr

Assoziationsstudien. Prof. DI Dr. Andrea Berghold Institut für Med. Informatik, Statistik und Dokumentation

Assoziationsstudien. Prof. DI Dr. Andrea Berghold Institut für Med. Informatik, Statistik und Dokumentation Assoziationsstudien Prof. DI Dr. Andrea Berghold Institut für Med. Informatik, Statistik und Dokumentation Inhalt Ziele von Assoziationsstudien Design von Assoziationsstudien Statistische Analysemethoden

Mehr

Vorwort... v. Danksagung... vii. 1 Einführung Besonderheiten epidemiologischer Methoden... 1

Vorwort... v. Danksagung... vii. 1 Einführung Besonderheiten epidemiologischer Methoden... 1 Inhalt Vorwort... v Danksagung... vii 1 Einführung... 1 1.1 Besonderheiten epidemiologischer Methoden... 1 1.2 Anwendungsgebiete epidemiologischer Forschung... 5 1.3 Überblick über den weiteren Inhalt...

Mehr

Zelluläre und molekulare Effekte von EMF: Bedeutung von Zell- und Tierforschung aus epidemiologischer Sicht

Zelluläre und molekulare Effekte von EMF: Bedeutung von Zell- und Tierforschung aus epidemiologischer Sicht OCCUPATIONAL AND ENVIRONMENTAL EPIDEMIOLOGY & NETTEACHING UNIT HEAD: PROF. DR. KATJA RADON, MSc INSTITUTE AND OUTPATIENT CLINIC FOR OCCUPATIONAL, SOCIAL AND ENVIRONMENTAL MEDICINE DIRECTOR: PROF. DR. MED.

Mehr

Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Med. Biometrie und Med. Informatik

Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Med. Biometrie und Med. Informatik Prävalenz Die Prävalenz ist eine Maßzahl für die Häufigkeit eines Zustandes zu einem bestimmten Zeitpunkt, z. B. der Anteil der Bevölkerung, der zu einem bestimmten Zeitpunkt übergewichtig ist oder der

Mehr

(c) Alle Rechte beim Autor

(c) Alle Rechte beim Autor Risiko von CT-Untersuchungen Ergebnisse aktueller Kohortenstudien Wolfgang-Ulrich Müller Hintergrund In der letzten Zeit sind mehrere umfangreiche epidemiologische Studien zum Thema Risiko von CT-Untersuchungen

Mehr

Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Med. Biometrie und Med. Informatik

Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Med. Biometrie und Med. Informatik Epidemiologische Maßzahlen Die Vierfeldertafel erlaubt Einblick in die Verteilung von Exposition (E) und Erkrankung (D). Bei der Kohorten-Studie sind die Zahl der exponierten und die Zahl der nichtexponierten

Mehr

Ergebnisse epidemiologischer Untersuchungen zu den Wirkungen von Handys, insbesondere der Interphone- Studie

Ergebnisse epidemiologischer Untersuchungen zu den Wirkungen von Handys, insbesondere der Interphone- Studie Ergebnisse epidemiologischer Untersuchungen zu den Wirkungen von Handys, insbesondere der Interphone- Studie Klaus Schlaefer, DKFZ, Heidelberg In Zusammenarbeit mit Brigitte Schlehofer, DKFZ, Heidelberg

Mehr

Biostatistische Methoden

Biostatistische Methoden Biostatistische Methoden Ulrich Mansmann, IBE, LMU München Michael Höhle, Institut für Statstik, LMU München Manuela Hummel, IBE, LMU München Vorlesung: Freitag, 08.00-11.00 Uhr, HGB B 101 Übung: Mittwoch,

Mehr

Studiendesign. Seminar Pflegewissenschaft Prof. Dr. U. Toellner-Bauer

Studiendesign. Seminar Pflegewissenschaft Prof. Dr. U. Toellner-Bauer Studiendesign Seminar Pflegewissenschaft Prof. Dr. U. Toellner-Bauer Studiendesign Prospektive und retrospektive Studien Fall-Kontroll-Studie Koohrtenstudie Interventionsstudie Diagnosestudie Meta-Analyse

Mehr

5. Untersuchungsdesigns

5. Untersuchungsdesigns Dr. habil. Rüdiger Jacob Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung Vorlesung mit Diskussion 5. Untersuchungsdesigns Experimente als Instrument zur Prüfung von Kausalität Kohortenstudien, Fall-Kontroll-Studien,

Mehr

Internationale Evaluationen von Mammographie-Screening-Programmen. Strategien zur Kontrolle von Bias

Internationale Evaluationen von Mammographie-Screening-Programmen. Strategien zur Kontrolle von Bias Internationale Evaluationen von Mammographie-Screening-Programmen Strategien zur Kontrolle von Bias Untersuchung im Auftrag des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung in der BRD Marcial Velasco

Mehr

Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung insgesamt

Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung insgesamt Medikamente Paracetamol Kein Effekt Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung Lowe et al. 2010 (+) Kohortenstudie, 2b 620 Kinder mit familiärer Vorbelastung,

Mehr

Evidenztabelle: Innenraum Schimmel und Feuchtigkeit Risikofaktor

Evidenztabelle: Innenraum Schimmel und Feuchtigkeit Risikofaktor Evidenztabelle: Innenraum Schimmel und Feuchtigkeit Risikofaktor Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung Tischer et al. 2011 (+-) MA von KS, 2a 31.742

Mehr

LITERATURLISTE (AUSWAHL) Ökologisches Stoffgebiet, Teil SOZIALMEDIZIN

LITERATURLISTE (AUSWAHL) Ökologisches Stoffgebiet, Teil SOZIALMEDIZIN AKS, 2004 LITERATURLISTE (AUSWAHL) Ökologisches Stoffgebiet, Teil SOZIALMEDIZIN BLEICH, St., KLATT, A., Moeller, J. TB, Schattauer 2000 EUR 25,95 BLOHMKE, M. Sozialmedizin Enke, Stuttgart, 2. Aufl. 1986

Mehr

Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik. Behandelt werden 4 Themenblöcke

Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik. Behandelt werden 4 Themenblöcke Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik Behandelt werden 4 Themenblöcke Ätiologie und Risiko Diagnose und Prognose Intervention Medizinische Informatik

Mehr

Berechnung von Konfidenzintervallen für Impact Numbers aus Fall-Kontroll und Kohorten-Studien

Berechnung von Konfidenzintervallen für Impact Numbers aus Fall-Kontroll und Kohorten-Studien Berechnung von Konfidenzintervallen für Impact Numbers aus Fall-Kontroll und Kohorten-Studien Mandy Hildebrandt 1,2, Ralf Bender 1 und Maria Blettner 2 1 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im

Mehr

Krebs im Kindesalter nach Strahlenexposition mit niedriger Dosis. Peter Jacob

Krebs im Kindesalter nach Strahlenexposition mit niedriger Dosis. Peter Jacob Institut für Strahlenschutz Mastertitelformat bearbeiten Krebs im Kindesalter nach Strahlenexposition mit niedriger Dosis Peter Jacob Fachgespräch zur Vorstellung der vollständigen Beratungsergebnisse

Mehr

Hajo Zeeb, Steffen Müller. BIPS Institut für Epidemiologie und Präventionsforschung Bremen

Hajo Zeeb, Steffen Müller. BIPS Institut für Epidemiologie und Präventionsforschung Bremen Hajo Zeeb, Steffen Müller BIPS Institut für Epidemiologie und Präventionsforschung Bremen Überblick 2 Risikobegriffe in Medizin und Epidemiologie CT und Risiko Aktuelle Studien Krebsrisiko-Schätzungen

Mehr

Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung insgesamt

Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung insgesamt Evidenztabelle: Unspezifische Immunmodulation Protektiver Effekt Referenz Studientyp Teilnehmer Intervention Kontrolle Zielgröße(n) Hauptergebnis Bemerkung Genuneit J.2012 (+-) SR mit MA 51 Volltexte von

Mehr

Ziele des Seminars. Modul AEF-el802: Ernährungsepidemiologie. Einführung. Referate. Vorlesungstermine

Ziele des Seminars. Modul AEF-el802: Ernährungsepidemiologie. Einführung. Referate. Vorlesungstermine Ziele des Seminars Modul AEF-el802: Ernährungsepidemiologie Einführung PD Dr. Sandra Plachta-Danielzik Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde / Institut für Epidemiologie Christian-Albrechts-Universität

Mehr

Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesundheit epidemiologische Befunde. Univ.Prof.Dr.Michael Kundi. Medizinische Universität Wien

Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesundheit epidemiologische Befunde. Univ.Prof.Dr.Michael Kundi. Medizinische Universität Wien Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesundheit epidemiologische Befunde Univ.Prof.Dr.Michael Kundi Medizinische Universität Wien Institut für Umwelthygiene 1 Übersicht Studien zu Mobiltelefonen Kohortenstudien

Mehr

Methoden zur Untersuchung von Arzneimittelwirkungen in der Schwangerschaft

Methoden zur Untersuchung von Arzneimittelwirkungen in der Schwangerschaft Methoden zur Untersuchung von Arzneimittelwirkungen in der Schwangerschaft Reinhard Meister Beuth Hochschule für Technik Berlin, FB II Mathematik, Physik, Chemie Meister (Beuth Hochschule) Methoden Moskau

Mehr

Akademie für Sozialmedizin M-V Epidemiologie Thomas Kohlmann Institut für Community Medicine Universität Greifswald

Akademie für Sozialmedizin M-V Epidemiologie Thomas Kohlmann Institut für Community Medicine Universität Greifswald Akademie für Sozialmedizin M-V Epidemiologie Thomas Kohlmann Institut für Community Medicine Universität Greifswald Universität Greifswald Bevölkerung (gesund) Heilung Neu eintretende Krankheitsfälle INZIDENZ

Mehr

Prevalence of colorectal polyps attributable to gender, smoking, and family history of colorectal cancer

Prevalence of colorectal polyps attributable to gender, smoking, and family history of colorectal cancer 07.09.2010 Prevalence of colorectal polyps attributable to gender, smoking, and family history of colorectal cancer Prävalenz kolorektaler Polypen, deren Anteile auf Geschlecht, Rauchen und Familiengeschichte

Mehr

Sport, Fitness und Metabolisches Syndrom epidemiologische Zusammenhänge

Sport, Fitness und Metabolisches Syndrom epidemiologische Zusammenhänge Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport 189 Klaus Bonadt Sport, Fitness und Metabolisches Syndrom epidemiologische Zusammenhänge 5 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 9 I. Theorie und Grundlagen... 11 1 Einführung...

Mehr

HPV Infektion und Vulvakarzinom: Pathogenese und. Prävention durch Impfung

HPV Infektion und Vulvakarzinom: Pathogenese und. Prävention durch Impfung AGO State of the Art 2013 HPV Infektion und Vulvakarzinom: Pathogenese und Prävention durch Impfung Christian Dannecker, München Epidemiologie Vulvakarzinom in Deutschland 3.800-5.300 Neuerkrankungen/Jahr

Mehr

Auswirkungen der Feinstaubbelastung auf Mortalität und Lebenserwartung

Auswirkungen der Feinstaubbelastung auf Mortalität und Lebenserwartung Auswirkungen der Feinstaubbelastung auf Mortalität und Lebenserwartung Dr. med. Norbert Englert (Umweltbundesamt) Fortbildungsveranstaltung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst 22.-24. März 2006 RICHTLINIE

Mehr

Jahrestagung refonet Methodenseminar Fehlerquellen in Studien Bias und Confounding

Jahrestagung refonet Methodenseminar Fehlerquellen in Studien Bias und Confounding Jahrestagung refonet Methodenseminar Fehlerquellen in Studien Bias und Confounding Dr. med. Barbara Hoffmann, MPH Claudia Pieper Was kommt Zufällige Fehler Systematische Fehler Selection bias Measurement

Mehr

Epidemiologie und Statistik für Fortgeschrittene

Epidemiologie und Statistik für Fortgeschrittene Epidemiologie und Statistik für Fortgeschrittene Im kommenden Wintersemester bietet das Institut für Public Health den Kurs Epidemiologie und Statistik für Fortgeschrittene an. Der Kurs kann als ergänzende

Mehr

Statistische Analysen am Beispiel unterschiedlicher Fragestellungen der NAKO

Statistische Analysen am Beispiel unterschiedlicher Fragestellungen der NAKO Statistische Analysen am Beispiel unterschiedlicher Fragestellungen der NAKO Institut für Medizinische Biometrie und Statistik Universitätsklinikum Freiburg 1. Beiratssitzung der NAKO Freiburg, No. 2 Kurzfristige

Mehr

Stress wirkt nicht bei jedem gleich: Die Gen-Umwelt-Interaktion

Stress wirkt nicht bei jedem gleich: Die Gen-Umwelt-Interaktion Stress wirkt nicht bei jedem gleich: Die Gen-Umwelt-Interaktion Influence of Life Stress on Depression: Moderation by a Polymorphism in the 5-HTT Gene (Caspi et al., 2003) Vulnerabilität, Risiko & Resilienz

Mehr

Möglichkeiten und Grenzen der Epidemiologie in der Arbeitsmedizin

Möglichkeiten und Grenzen der Epidemiologie in der Arbeitsmedizin Möglichkeiten und Grenzen der Epidemiologie in der Arbeitsmedizin Prof. Dr. T. Brüning, PD Dr. B. Pesch, Prof. Dr. K.-H. Jöckel 55. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGAUM e.v. München, 18. 20. März 2015

Mehr

Möglichkeiten und Grenzen umweltepidemiologischer Studien am Beispiel Feinstaub. Norbert Englert, Umweltbundesamt Berlin

Möglichkeiten und Grenzen umweltepidemiologischer Studien am Beispiel Feinstaub. Norbert Englert, Umweltbundesamt Berlin Möglichkeiten und Grenzen umweltepidemiologischer Studien am Beispiel Feinstaub Norbert Englert, Umweltbundesamt Berlin Untersuchungsansätze (1) Exposition Höhe Dauer Pfad Metabolismus Zellkultur?? (-)

Mehr

Study fact sheet für ID: Wright 2009

Study fact sheet für ID: Wright 2009 Study fact sheet für ID: Wright 2009 (Name, Jahr (ggf. a,b,c)) 1. Vollständige Referenz Wright AJ, Whitwell SC, Takeichi C, Hankins M, Marteau TM. The impact of numeracy on reactions to different graphic

Mehr

Passivrauch-Exposition und Koronarsklerose bei Nichtrauchern

Passivrauch-Exposition und Koronarsklerose bei Nichtrauchern Passivrauch-Exposition und Koronarsklerose bei Nichtrauchern Peinemann F, 1,2 Moebus S, 2 Dragano N, 3 Möhlenkamp S, 2 Lehmann N, 2 Zeeb H, 1 Erbel R, 2 Jöckel KH, 2 Hoffmann B, 2 im Namen der Heinz Nixdorf

Mehr

Entwicklung der Dialysezahlen - USA

Entwicklung der Dialysezahlen - USA D PPS Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study Entwicklung der Dialysezahlen - USA Friedrich K. Port Arbor Research Collaborative for Health and University of Michigan, Ann Arbor, MI. USA Dialysezahlen

Mehr

Meeting with Adrian Bauman. David Faeh. Institut für Sozial- und Präventivmedizin

Meeting with Adrian Bauman. David Faeh. Institut für Sozial- und Präventivmedizin Meeting with Adrian Bauman Mortality Follow-up of the Swiss MONICA Study David Faeh Lack of data in Switzerland In Switzerland: no cohort (general population) p available Alternative (?): Swiss National

Mehr

Entwicklung der Überlebensraten bei Chronisch Myeloischer Leukämie (CML) in Deutschland seit 1991

Entwicklung der Überlebensraten bei Chronisch Myeloischer Leukämie (CML) in Deutschland seit 1991 Entwicklung der Überlebensraten bei Chronisch Myeloischer Leukämie (CML) in Deutschland seit 1991 Klaus Kraywinkel (Robert Koch-Institut, EKR NRW) Alice Nennecke (Hamburgisches Krebsregister) Bernd Holleczek

Mehr

Moderne Therapie der Herzinsuffizienz und Asthma/COPD zwei unvereinbare Entitäten. Stefan Hammerschmidt Klinikum Chemnitz ggmbh

Moderne Therapie der Herzinsuffizienz und Asthma/COPD zwei unvereinbare Entitäten. Stefan Hammerschmidt Klinikum Chemnitz ggmbh Moderne Therapie der Herzinsuffizienz und Asthma/COPD zwei unvereinbare Entitäten Stefan Hammerschmidt Klinikum Chemnitz ggmbh Obstruktive Atemwegserkrankungen Differentialdiangose wahrscheinlicher Asthma

Mehr

Ätiologie und Risiko SS2010 Seminar Tag 2

Ätiologie und Risiko SS2010 Seminar Tag 2 Ätiologie und Risiko SS2010 Seminar Tag 2 Querschnittsbereich Nr. 1: Epidemiologie, Med. Biometrie, Informatik Stand: 10.05.2010 Seite 1/28 Ablauf Tag 2 Absolute und relative Häufigkeiten Attributables

Mehr

Der Healthy Migrant Effect im Alter? Physische und mentale Gesundheit von Migranten in 11 europäischen Ländern.

Der Healthy Migrant Effect im Alter? Physische und mentale Gesundheit von Migranten in 11 europäischen Ländern. Der Healthy Migrant Effect im Alter? Physische und mentale Gesundheit von Migranten in 11 europäischen Ländern. Keren Ladin, Department of Health Policy, Harvard University Steffen Reinhold, MEA, Universität

Mehr

Anforderungen der demografischen Forschung an Daten zur Mortalität

Anforderungen der demografischen Forschung an Daten zur Mortalität Anforderungen der demografischen Forschung an Daten zur Mortalität ROLAND RAU 1,2 1 Universität Rostock, 2 Max-Planck-Institut für demografische Forschung 15. Februar 2017 c Roland Rau, Uni Rostock & MPIDR

Mehr

Der Bias- systematische Fehler bei wissenschaftlichen Studien G. Kamenski Medizinische Universität Wien

Der Bias- systematische Fehler bei wissenschaftlichen Studien G. Kamenski Medizinische Universität Wien Der Bias- systematische Fehler bei wissenschaftlichen Studien G. Kamenski Medizinische Universität Wien n i= 1 ( X X ) i 2 Kamenski G. Medizinische Universität Wien 1 Zum Begriff des Bias Schief, schräg,

Mehr

startfaq BAG Beobachtungsstudie Bias

startfaq BAG Beobachtungsstudie Bias Hier finden Sie die Erläuterung zu Fachbegriffen, welche in wissenschaftlichen Studien verwendet werden. Sollten Begriffe nicht aufgeführt sein, geben Sie uns doch ein Feedback, damit wir diese ergänzen

Mehr

Qualitätsgesicherte Einführung von Innovationen in die Onkologie durch klinische Krebsregistrierung - Tumorzentrum Berlin e.v.

Qualitätsgesicherte Einführung von Innovationen in die Onkologie durch klinische Krebsregistrierung - Tumorzentrum Berlin e.v. TumorZentrum Berlin e.v. Qualitätsgesicherte Einführung von Innovationen in die Onkologie durch klinische Krebsregistrierung - Tumorzentrum Berlin e.v. Dr. med. vet. Annette Reinecke, MSE, FTÄ für Epidemiologie,

Mehr

Studienbewertung. Andreas Meid. Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie. PhEpi WS 15/16. Andreas Meid PhEpi WS 15/16

Studienbewertung. Andreas Meid. Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie. PhEpi WS 15/16. Andreas Meid PhEpi WS 15/16 PhEpi WS 15/16 PhEpi WS 15/16 Apotheker, M.Sc. Medical Biometry / Biostatistics Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie Studienbewertung Einführung Planung Vorbereitung Durchführung Auswertung

Mehr

Study fact sheet für ID: Garcia-Retamero 2013

Study fact sheet für ID: Garcia-Retamero 2013 Study fact sheet für ID: Garcia-Retamero 2013 (Name, Jahr (ggf. a,b,c)) 1. Vollständige Referenz Garcia-Retamero R, Hoffrage U (2013). Visual presentation of statistical inference improves diagnostic inferences

Mehr

Rauchstopp lohnt sich auch im Alter. Hintergründe Über mich in Leipzig geboren

Rauchstopp lohnt sich auch im Alter. Hintergründe Über mich in Leipzig geboren 11/29/2012 Über mich 1986 in Leipzig geboren Rauchstopp lohnt sich auch im Alter Carolin Gellert, Dipl.-Psych. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg Abteilung für Klinische Epidemiologie

Mehr

Einführung in die Epidemiologie

Einführung in die Epidemiologie Ruth Bonita Robert Beaglehole Tord Kjellström Einführung in die Epidemiologie 2., vollständig überarbeitete Auflage Aus dem Englischen von Karin Beifuss Verlag Hans Huber Vorwort 13 Einführung 15 1 Was

Mehr

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik WIE ENTSTEHT WISSEN? EVIDENZBASIERTE MEDIZIN

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik WIE ENTSTEHT WISSEN? EVIDENZBASIERTE MEDIZIN WIE ENTSTEHT WISSEN? EVIDENZBASIERTE MEDIZIN 1 Gliederung Wieso EbM? Was ist EbM? Organisatorisches Wieso EbM? Frau Müller, 37y inflammatorisches MammaCa nach 1y: Progress wünscht sich Zellkernklärung

Mehr

Erfahrungen mit wissenschaftlichen. Leitlinien aus Sicht der. Bundesanstalt für Arbeitsschutz. und Arbeitsmedizin

Erfahrungen mit wissenschaftlichen. Leitlinien aus Sicht der. Bundesanstalt für Arbeitsschutz. und Arbeitsmedizin Erfahrungen mit wissenschaftlichen Leitlinien aus Sicht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Ulrike Euler S 3 Leitlinie Arbeitsmedizinische Vorsorge der chronischen Berylliose Ziel dieses

Mehr

Einführung in die Epidemiologie. Datenquellen, Maßzahlen und analytische Studien

Einführung in die Epidemiologie. Datenquellen, Maßzahlen und analytische Studien Einführung in die Epidemiologie Datenquellen, Maßzahlen und analytische Studien Ulrich Mansmann Institut für Medizinische Biometrie und Informatik Universität Heidelberg Folie 1 von 21 Association between

Mehr

PROJEKTMANAGEMENT IN EINER GROßEN EPIDEMIOLOGISCHEN STUDIE - ERFAHRUNGEN BEI DER IMPLEMENTATION DES DERMATOLOGIE- MODULS IN SHIP

PROJEKTMANAGEMENT IN EINER GROßEN EPIDEMIOLOGISCHEN STUDIE - ERFAHRUNGEN BEI DER IMPLEMENTATION DES DERMATOLOGIE- MODULS IN SHIP PROJEKTMANAGEMENT IN EINER GROßEN EPIDEMIOLOGISCHEN STUDIE - ERFAHRUNGEN BEI DER IMPLEMENTATION DES DERMATOLOGIE- MODULS IN SHIP A d We e 02. April 2009 Institut für Community Medicine Ernst-Moritz-Arndt-Universität

Mehr

Leute, die der englischen Sprache mächtig sind, können ja den Text im Original lesen.

Leute, die der englischen Sprache mächtig sind, können ja den Text im Original lesen. Zuerst möchte ich anmerken, dass die Übersetzung des folgenden Textes von einem Übersetzungsprogramm vorgenommen wurde und somit im genauen Wortlaut und Grammatik nicht 100%ig ist. Leute, die der englischen

Mehr

Einteilung von Forschungsdesigns

Einteilung von Forschungsdesigns Grundfrage Wie muß eine Untersuchung angelegt sein, damit ich den kausalen Einfluß einer unabhängigen Variablen (Stimulus) auf eine abhängige Variable überprüfen kann? 1 Einteilung von Forschungsdesigns

Mehr

Zum Risiko vorgeburtlicher Schädigungen

Zum Risiko vorgeburtlicher Schädigungen Zum Risiko vorgeburtlicher Schädigungen Reinhard Meister Beuth Hochschule für Technik, Berlin Meister (Beuth Hochschule Berlin) Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft Berlin 19.04.2013 1 / 1 Arzneimittel

Mehr

Epidemiologiches Studiendesign

Epidemiologiches Studiendesign Epidemiologiches Studiendesign Das Ziel dieses Beitrages ist es, einen Überblick über die grundlegenden Studiendesigns zu vermitteln. Diese finden in der klinischen Forschung und bei epidemiologischen

Mehr

Anhang 4. Bias durch Überdiagnose von papillären Mikrokarzinomen

Anhang 4. Bias durch Überdiagnose von papillären Mikrokarzinomen Anhang 4 Bias durch Überdiagnose von papillären Mikrokarzinomen Bias durch Überdiagnose von papillären Mikrokarzinomen H. Bertelsmann AG Epidemiologie und Medizinische Statistik Universität Bielefeld Dezember

Mehr

Was sagen uns Odds Ratio oder Risk Ratio in medizinischen Studien?

Was sagen uns Odds Ratio oder Risk Ratio in medizinischen Studien? Was sagen uns Odds Ratio oder Risk Ratio in medizinischen Studien? Peggy Seehafer Anthropologin & Hebamme Hamburg 2012 Statistik in der Medizin ist nicht dazu geeignet ursächliche Zusammenhänge herauszufinden

Mehr

134 mögliche Probanden, 23 nicht interessiert => 111 randomisiert und Versuch abgeschlossen Jahre, deutschsprachig

134 mögliche Probanden, 23 nicht interessiert => 111 randomisiert und Versuch abgeschlossen Jahre, deutschsprachig Study fact sheet für ID: Kasper, 2011 (Name, Jahr (ggf. a,b,c)) 1. Vollständige Referenz Kasper J, Heesen C, Kopke S, Muhlhauser I, Lenz M. Why not?- Communicating stochastic information by use of unsorted

Mehr

Aspirin und Brustkrebsrisiko

Aspirin und Brustkrebsrisiko Aspirin und Brustkrebsrisiko Eine Meta-Analyse epidemiologischer Studien 1, Maria Blettner 2, Peter Schlattmann 3 1 TU Berlin, Institut für Technologie und Management, Fachgebiet Management im Gesundheitswesen

Mehr

Kompetenzfeld Hypertonie Epidemiologie der arteriellen Hypertonie

Kompetenzfeld Hypertonie Epidemiologie der arteriellen Hypertonie Kompetenzfeld Hypertonie Epidemiologie der arteriellen Hypertonie Walter Lehmacher Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie der Universität zu Köln 1. Prävalenz der Hypertonie

Mehr

Leukämie des Kindesalters Trends und mögliche Ursachen

Leukämie des Kindesalters Trends und mögliche Ursachen Leukämie des Kindesalters Trends und mögliche Ursachen Institut für Umwelthygiene Zentrum für Public Health Medizinische Universität Wien Krebshäufigkeit nach Alter Die Inzidenz bei Kindern ist etwa 8-mal

Mehr

Risikoüberwachung von Arzneimitteln - Aktuelle Situation

Risikoüberwachung von Arzneimitteln - Aktuelle Situation Risikoüberwachung von Arzneimitteln - Aktuelle Situation U. Hagemann Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abteilung Pharmakovigilanz Fortbildung für den Öffentlichen Dienst Berlin, 2. April

Mehr

Elektromagnetische Felder und Krebsepidemiologie: Stand der Erkenntnisse

Elektromagnetische Felder und Krebsepidemiologie: Stand der Erkenntnisse Elektromagnetische Felder und Krebsepidemiologie: Stand der Erkenntnisse Joachim Schüz, Danish Cancer Society, Copenhagen Frequenz (Hz) 1021 Gamma-Strahlung Institute 1020of Cancer Epidemiology 1019 1018

Mehr

Kostenreduktion durch Prävention?

Kostenreduktion durch Prävention? Gesundheitsökonomische Aspekte der Prävention: Kostenreduktion durch Prävention? Nadja Chernyak, Andrea Icks Jahrestagung DGSMP September 2012 Agenda Spart Prävention Kosten? Ist Prävention ökonomisch

Mehr

Krebs bei Kindern Leukämien ZNS-Tumoren

Krebs bei Kindern Leukämien ZNS-Tumoren Am Deutschen Kinderkrebsregister werden seit 1980 (seit 1991 auch aus den neuen Bundesländern) alle bei unter 15-Jährigen auftretende maligne Krebserkrankungen sowie histologisch gutartige Hirntumoren

Mehr

Science Brunch, 30. November, 2007 Elektromagnetische Hypersensibilität (EHS): Wo steht die Forschung?

Science Brunch, 30. November, 2007 Elektromagnetische Hypersensibilität (EHS): Wo steht die Forschung? Science Brunch, 30. November, 2007 Elektromagnetische Hypersensibilität (EHS): Wo steht die Forschung? Dr. M. Röösli Universität Bern Institut für Sozial und Präventivemedizin Phänomenbeschreibung > 5%

Mehr

Gesundheitsbezogene Lebensqualität 5 bis 10 Jahre nach einer Darmkrebsdiagnose

Gesundheitsbezogene Lebensqualität 5 bis 10 Jahre nach einer Darmkrebsdiagnose 07.09.2010 Gesundheitsbezogene Lebensqualität 5 bis 10 Jahre nach einer Darmkrebsdiagnose Eine prospektive Studie über 10 Jahre (VERDI) Lina Jansen¹, Antje Kiesel¹, Christa Stegmaier², Susanne Singer³,

Mehr

Empirische Forschung. Übung zur Vorlesung Kognitive Modellierung. Kognitive Modellierung Dorothea Knopp Angewandte Informatik/ Kognitve Systeme

Empirische Forschung. Übung zur Vorlesung Kognitive Modellierung. Kognitive Modellierung Dorothea Knopp Angewandte Informatik/ Kognitve Systeme Empirische Forschung Übung zur Vorlesung Kognitive Modellierung S. 1 Überblick: Forschungsprozess Theoriebil dung Auswertung Interpretation Operationalisierung Erhebung S. 2 Versuchsplanung Festlegung

Mehr

Die Epidemiologie von HIV in der

Die Epidemiologie von HIV in der Induction of HIV-1 broadly neutralizing antibodies: The role of host Schweiz and viral determinants Die Epidemiologie von HIV in der Roger D. Kouyos Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene roger.kouyos@usz.ch

Mehr

Was ist eine klinische Studie? Was bringt sie Patienten und Wissenschaftlern? Tobias Welte Klinik für Pneumologie und Infektionsmedizin

Was ist eine klinische Studie? Was bringt sie Patienten und Wissenschaftlern? Tobias Welte Klinik für Pneumologie und Infektionsmedizin Was ist eine klinische Studie? Was bringt sie Patienten und Wissenschaftlern? Tobias Welte Klinik für Pneumologie und Infektionsmedizin Was gibt es überhaupt für klinische Studien? Medikamenten und Device

Mehr

Geschlechterverhältnis bei Geburt: Wirkung ionisierender Strahlung. Thomas Jung

Geschlechterverhältnis bei Geburt: Wirkung ionisierender Strahlung. Thomas Jung Geschlechterverhältnis bei Geburt: Wirkung ionisierender Strahlung Thomas Jung Fragen Gibt es nachgewiesene Wirkungen ionisierender Strahlung auf das Geschlechterverhältnis bei Geburt? Gibt es Unsicherheiten

Mehr

Pestizide und Parkinson eine Meta-Analyse zur Bewertung der epidemiologischen Evidenz

Pestizide und Parkinson eine Meta-Analyse zur Bewertung der epidemiologischen Evidenz Pestizide und Parkinson eine Meta-Analyse zur Bewertung der epidemiologischen Evidenz A.Ernert*, K.E. Appel**, P. Schlattmann* *Institut für Biometrie und klinische Epidemiologie, Charite Berlin **Bundesinstitut

Mehr

Empirische Strategien

Empirische Strategien Empirische Strategien Julian Raschke 07.04.2009 Übersicht Einordnung die Strategien im Detail Vergleich Kontext Software-Engineering Empirische Strategien 07.04.2009 2 Einordnung Situation: Software-Entwicklungsprozess

Mehr

Epidemiologische Kohortenstudien

Epidemiologische Kohortenstudien Epidemiologische Kohortenstudien Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Teil 1 Prof. Dr. K.-H. Jöckel Festsymposium"60 Jahre GMDS", 28. Oktober 2015, Köln Bekannte Kohortenstudien I Studie Ziele Umfang (Alter)

Mehr

Entstehungtheorien zum Eierstockskrebs

Entstehungtheorien zum Eierstockskrebs Entstehungtheorien zum Eierstockskrebs Dr. Jens-Peter Scharf Helios Klinikum Berlin Buch Fakten zum Eierstockkrebs 2. häufigste Krebserkrankung des weiblichen Geschlechtsorgan der Frau in Deutschland D

Mehr

Simulationsmodell zur Unterstützung der Risikokommunikation in der Krebsepidemiologie Gärtig-Daugs A, Radespiel-Tröger M, Meyer M

Simulationsmodell zur Unterstützung der Risikokommunikation in der Krebsepidemiologie Gärtig-Daugs A, Radespiel-Tröger M, Meyer M Simulationsmodell zur Unterstützung der Risikokommunikation in der Krebsepidemiologie Gärtig-Daugs A, Radespiel-Tröger M, Meyer M - Östliche Stadtmauerstraße 30 a D-91054 Erlangen Tel. ++49-9131 - 8536063

Mehr

Radfahren und Gesundheit. Internationale Empfehlungen zur bewegungsorientierten Gesundheitsförderung. Dr. Günther Reichle

Radfahren und Gesundheit. Internationale Empfehlungen zur bewegungsorientierten Gesundheitsförderung. Dr. Günther Reichle Radfahren und Gesundheit Internationale Empfehlungen zur bewegungsorientierten Gesundheitsförderung Dr. Günther Reichle Was ist eine Gesundheitswirksame Bewegung? Die am weitesten bekannte Empfehlung stammt

Mehr

MaReCum Klausur in Biomathematik WS 2006 / 2007 Freitag, den 27. Oktober 2006

MaReCum Klausur in Biomathematik WS 2006 / 2007 Freitag, den 27. Oktober 2006 MaReCum Klausur in Biomathematik WS 2006 / 2007 Freitag, den 27. Oktober 2006 Name: Matrikelnummer: Unterschrift: Aufgabe 1 In einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg traten vermehrt Fälle von Q-Fieber

Mehr

Referat von: Jan Bier, Constanze Neumann, Anika Matthes

Referat von: Jan Bier, Constanze Neumann, Anika Matthes Referat von: Jan Bier, Constanze Neumann, Anika Matthes 14.01.2010 Gliederung 1) Einführung in das Thema 2) Vorstellen der Multilevel Models for Change 3) Beispiel: Kinderfreundschaften 1. Einführung Längsschnittstudien/Longitudinal

Mehr

Der Weg von Innovationen in die GKV-Versorgung? Perspektive von entwickelnden Klinikern Christoph M. Seiler Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg

Der Weg von Innovationen in die GKV-Versorgung? Perspektive von entwickelnden Klinikern Christoph M. Seiler Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg Der Weg von Innovationen in die GKV-Versorgung? Perspektive von entwickelnden Klinikern Christoph M. Seiler Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg Evaluation im Gesundheitswesen 08.03.2006 Bochum Der

Mehr

Ultraviolette Strahlung und malignes Melanom

Ultraviolette Strahlung und malignes Melanom Strahlenschutzkommission Geschäftsstelle der Strahlenschutzkommission Postfach 12 06 29 D-53048 Bonn http://www.ssk.de Ultraviolette Strahlung und malignes Melanom Bewertung epidemiologischer Studien von

Mehr

Epidemiologie der spezifischen Phobien

Epidemiologie der spezifischen Phobien Geisteswissenschaft Marcel Maier Epidemiologie der spezifischen Phobien Studienarbeit - Review Artikel - (benotete Seminararbeit) Epidemiologie der Spezifischen Phobien erstellt von Marcel Maier (SS 2005)

Mehr

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin Klinische Forschung 00qm\univkli\klifo2a.cdr DFG Denkschrift 1999 Aktuelles Konzept 2006 Workshop der PaulMartiniStiftung Methoden der Versorgungsforschung

Mehr

Krebs bei Kindern Leukämien

Krebs bei Kindern Leukämien Krebs bei Kindern Krebserkrankungen im Kindesalter werden seit 19 in den alten Bundesländern und seit 1991 auch in den neuen Bundesländern systematisch im bundesweiten Deutschen Kinderkrebsregister an

Mehr

Klausur in Epidemiologie SS 2006 Freitag, den 14. Juli 2006

Klausur in Epidemiologie SS 2006 Freitag, den 14. Juli 2006 Klausur in Epidemiologie SS 2006 Freitag, den 14. Juli 2006 Name: Matrikelnummer: Unterschrift: Aufgabe 1: Odds Ratio Im Rahmen einer Studie wurden 20 Frauen mit Uteruskarzinom, die stationär behandelt

Mehr

Einbindung von Betriebsärzten/innen in die Bedarfsanalyse

Einbindung von Betriebsärzten/innen in die Bedarfsanalyse Universität zu Köln Einbindung von Betriebsärzten/innen in die Bedarfsanalyse Dr. Joachim A. RöslerR Gemeinsamer Betriebsärztlicher Dienst Möglichkeiten der Gesundheitsförderung durch Betriebsärzte/-ärztinnen

Mehr

Unerklärliche Todesfälle und der Zusammenhang zu Hypoglykämien

Unerklärliche Todesfälle und der Zusammenhang zu Hypoglykämien Unerklärliche Todesfälle und der Zusammenhang zu Hypoglykämien Ziel: Untersuchung von unerwarteten Todesfällen bei Patienten mit Typ-1-Diabetes im Alter unter 50 Jahre in Großbritannien. Methode / Klientel:

Mehr

Präventionskosten. chronischer Krankheiten. Der finanzielle Wert von Krankheit und Gesundheit. Hans Werner Hense

Präventionskosten. chronischer Krankheiten. Der finanzielle Wert von Krankheit und Gesundheit. Hans Werner Hense Präventionskosten chronischer Krankheiten Der finanzielle Wert von Krankheit und Gesundheit Hans Werner Hense Klinische Epidemiologie Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin Universität Münster Hintergrund

Mehr

Arbeitszeit, Schlafdauer und Unfallrisiko Untersuchung direkter und indirekter Effekte mit Hilfe von Strukturgleichungsmodellen

Arbeitszeit, Schlafdauer und Unfallrisiko Untersuchung direkter und indirekter Effekte mit Hilfe von Strukturgleichungsmodellen Arbeitszeit, Schlafdauer und Unfallrisiko Untersuchung direkter und indirekter Effekte mit Hilfe von Strukturgleichungsmodellen Anna Arlinghaus Gesellschaft für Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologische

Mehr

Tumoren im Kindesalter in der Umgebung deutscher Kernkraftwerke Die KiKK-Studie. T. Jung Bundesamt für Strahlenschutz

Tumoren im Kindesalter in der Umgebung deutscher Kernkraftwerke Die KiKK-Studie. T. Jung Bundesamt für Strahlenschutz Tumoren im Kindesalter in der Umgebung deutscher Kernkraftwerke Die KiKK-Studie T. Jung Bundesamt für Strahlenschutz Der Abschlussbericht online verfügbar auf der BfS-Homepage, einschließlich Zusatzinformationen

Mehr

Gesundheitliche Risiken durch ionisierende Strahlung Was wissen wir und welche Bedeutung hat dies für die Bevölkerung rund um die Asse?

Gesundheitliche Risiken durch ionisierende Strahlung Was wissen wir und welche Bedeutung hat dies für die Bevölkerung rund um die Asse? Gesundheitliche Risiken durch ionisierende Strahlung Was wissen wir und welche Bedeutung hat dies für die Bevölkerung rund um die Asse? PD Dr. Michaela Kreuzer Bundesamt für Strahlenschutz Fachbereich

Mehr

Kann Ernährung Krebs verhindern? Kann ein gesunder Lebensstil Krebs verhindern?

Kann Ernährung Krebs verhindern? Kann ein gesunder Lebensstil Krebs verhindern? 8.11..2008 Kann Ernährung Krebs verhindern? Kann ein gesunder Lebensstil Krebs verhindern? Dr. oec. troph. Sabine Rohrmann, MPH Abt. Epidemiologie von Krebserkrankungen Prozentuale Verteilung nach Tumorlokalisation

Mehr

Umweltbedingte Kosten in der Pädiatrie Dr. med. Stephan Böse-O Reilly Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.v.

Umweltbedingte Kosten in der Pädiatrie Dr. med. Stephan Böse-O Reilly Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.v. Umweltbedingte Kosten in der Pädiatrie Dr. med. Stephan Böse-O Reilly Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.v. GSF Münchner Rück Stiftung Die Risiken der Münchner 21. September 2006 Gefahren Umweltschadstoffe

Mehr

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Dr. Antje Jahn Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik Universitätsmedizin Mainz Hämatologie im Wandel,

Mehr

Intensivierte Früherkennung bei BRCA 1 und 2 Mutationsträgerinnen

Intensivierte Früherkennung bei BRCA 1 und 2 Mutationsträgerinnen Intensivierte Früherkennung bei BRCA 1 und 2 Mutationsträgerinnen Prof. Dr. M. Kiechle, Direktorin der Frauenklinik, Technische Universität München Sprecherin der Kliniker im Konsortium HBOC gefördert

Mehr

Externer Kommentar: chronische Erkrankungen und Lärmexposition

Externer Kommentar: chronische Erkrankungen und Lärmexposition Departement für Epidemiologie & Public Health Externer Kommentar: chronische Erkrankungen und Lärmexposition Prof. Dr. Martin Röösli «Eine Studie ist keine Studie» Anzahl Studien in Web of Science mit

Mehr

Einführung in die Kausalanalyse

Einführung in die Kausalanalyse Kapitel 4. Einführung in die Kausalanalyse Kontrafaktische Theoride der Kausalität - Basiert auf Arbeiten von David K. Lewis (Philosoph) - Es existieren selbstverständlich alternative Definition von Kausalität

Mehr