BERLIN 7. November Rede von Ulla Schmidt Bundes-Vorsitzende der Lebenshilfe in Leichter Sprache

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1 Rede von Ulla Schmidt Bundes-Vorsitzende der Lebenshilfe in Leichter Sprache Bilder: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

2 Ulla Schmidt begrüßt alle Viele Menschen sind heute gekommen. Darüber freue ich mich.

3 Wir haben alle ein Ziel Wir kämpfen für ein gutes Bundes-Teilhabe-Gesetz. Und wir wollen ein gutes 3. Pflege-Stärkungs-Gesetz.

4 Das heißt: Das Bundes-Teilhabe-Gesetz ist ein neues Gesetz. Die Regierung arbeitet gerade daran. Teilhabe heißt: Alle Menschen können überall mitmachen. Das 3. Pflege-Stärkungs-Gesetz ist eine Änderung der Pflege-Gesetze.

5 Heute ist ein wichtiger Tag Die Politiker haben sich heute getroffen. Sie haben mit Experten über das Bundes-Teilhabe-Gesetz gesprochen. Sie haben die Experten gefragt: Wie findet ihr das Bundes-Teilhabe-Gesetz? Deshalb treffen wir uns genau heute. Wir sagen laut: Wir wollen Teilhabe statt Ausgrenzung.

6 Das sollen die neuen Gesetze bringen: mehr Selbst-Bestimmung mehr Teilhabe Das Problem: Jetzt soll das Gegenteil passieren. Viele Menschen werden durch die neuen Gesetze benachteiligt. Dagegen wehren wir uns.

7 Das wollen wir: Wir dürfen Menschen mit Behinderung nicht ins Pflege-Heim abschieben. Wir dürfen Menschen mit Behinderung nicht von Unterstützung ausschließen. Wir sind gegen Gemeinschafts-Zwang bei Menschen mit Behinderung.

8 Das wollen wir: Die Wohn-Kosten für Menschen mit Behinderung müssen weiter ganz übernommen werden. Wir kämpfen für ein Recht aufs Spar-Buch für Menschen mit Behinderung.

9 Das macht uns Sorgen: Manche Menschen mit Behinderung brauchen auch Pflege. Sie brauchen Unterstützung der Eingliederungs-Hilfe. Und der Pflege-Versicherung. Sonst können sie nicht an der Gesellschaft teilhaben. Das darf nicht passieren.

10 Eingliederungs-Hilfe heißt: Menschen mit Behinderung bekommen Unterstützung bei der Teilhabe. Eingliederungs-Hilfe gibt es zum Beispiel: bei der Arbeit beim Wohnen in der Freizeit

11 Das macht uns Sorgen: Viele Menschen mit Behinderung leben in betreuten Wohn-Gemeinschaften. Viele von ihnen brauchen auch Pflege. Im Gesetz soll stehen: Die Pflege-Versicherung zahlt in manchen Wohn-Gemeinschaften nur noch einen festen Geld-Betrag für sie. Viele Wohn-Gemeinschaften müssen dann schließen.

12 Niemanden ausschließen Es darf nicht schwerer werden, Eingliederungs-Hilfe zu bekommen. Einige Menschen mit Behinderung brauchen nur bei wenigen Sachen Unterstützung. Im Gesetz soll stehen: Sie sollen keine Hilfe mehr bekommen. Dadurch werden sie ausgeschlossen. Das müssen wir verhindern.

13 Unser Motto ist: Teilhabe statt Ausgrenzung. Ein Motto ist ein Spruch. Unter diesem Motto machen wir auch diese Demo hier. Wir wehren uns gegen: Ausgrenzung Bevormundung Benachteiligung

14 Ich danke Ihnen Sie alle machen bei unseren Aktionen mit. Sie haben mit Ihren Politikern vor Ort gesprochen. Das hat schon viel gebracht: Die Politiker reden über unsere Ideen für ein gutes Gesetz. Trotzdem müssen wir weiter machen. Es gibt noch viel zu tun.

15 Das haben wir schon geschafft: Wir haben Unterschriften gesammelt. 122 Tausend Menschen haben unterschrieben. Das sind sehr viele. Mit ihrer Unterschrift sagen sie: Die Gesetze müssen besser werden. Wir geben die Unterschriften gleich den Politikern.

16 Das hoffe ich: Dass wir mit unseren Aktionen Erfolg haben. Weil Menschen mit Behinderung ein gutes Gesetz brauchen. Bilder: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

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