gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde dezember 2013 januar februar 2014 alt-pankow Herberge Thema

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1 gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde dezember 2013 januar februar 2014 alt-pankow Thema Herberge

2 Liebe Leserinnen und Leser, in unserem letzten Gemeindebrief schauten wir mit Bangen nach Hellersdorf, wo rechte Strömungen Angst und Vorbehalte gegen das neue Flüchtlingswohnheim schürten. Nur wenige Wochen später erfuhren wir, dass auch in der Mühlenstraße ein Asylbewerberheim entsteht. 220 Flüchtlinge finden in unserer Nachbarschaft eine Herberge auf Zeit. Schnell waren wir uns in der Redaktion einig, dass das Thema für uns akuter ist denn je. Wir besuchten das Heim, als es noch eine Baustelle war, wir schauten uns die Räume an und sprachen mit den Betreibern. Herbergen gab es in unserem Kiez schon früher, etwa das Jüdische Waisenhaus. Im späten 19. Jahrhundert wurde es als»erziehungshaus«gebaut, in der Nazizeit wandelte es sich zu einem geschützten Ort für jüdische Kinder, wenn auch nur für kurze Zeit. Auch Flüchtlinge leben mitten unter uns. Anita Kohls aus der Gemeinde erzählte uns die beeindruckende Geschichte ihrer Vertreibung 1945 aus ihrer Heimat im heutigen Polen. Solche Schicksale rütteln uns wach. Menschen müssen flüchten, weil in ihrem Land Krieg herrscht, weil sie einen anderen Glauben leben, weil sie anders denken, oder aus purer Armut. Flüchtlinge sind angewiesen auf Hilfsbereitschaft, auf die Gastfreundschaft anderer Menschen. Daran hat sich seit Tausenden von Jahren wenig geändert. Die Arbeit an diesem Gemeindebrief hat uns nachdenklich gestimmt, vielleicht geht es Ihnen beim Lesen der Beiträge ebenso. Eine Sache sei vorab verraten: Die Hilfsbereitschaft der Pankower für die Asylbewerber_innen ist immens. Bis jetzt ist sie ungleich größer als Angst, Ablehnung und Vorbehalte. Machen wir uns stark dafür, dass die Flüchtlinge in Pankow eine sichere Herberge finden! Kommen Sie wohl behütet durch den Winter! Herzlich, Ihre Gemeindebrief-Redaktion Eingangstür Mühlenstraße 33/34 Herbst 2013

3 thema: Herberge Eine Herberge»Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.«Es ist so ein einfacher, schlichter Satz, den wir jedes Jahr hören, umrahmt von weihnachtlichen Klängen, Lichtern und Glitzerschmuck. Wir sehen die Bilder von einem warmen Stall mit Ochs und Esel, in der Mitte das traute Paar mit dem Neugeborenen, auf dem Dach und in der Luft liebliche Engelwesen. Was wir aber hinter Glitzerwerk und süßen Klängen verdrängen, ist die brutale Realität dieser Tatsache. Da macht sich ein junges Paar auf, weil es an einer Volkszählung teilnehmen muss, die den alleinigen Zweck hat, noch mehr Steuern und Abgaben aus dem armen Volk heraus zu pressen. Die junge Frau steht kurz vor ihrer Niederkunft, das Paar sucht dringend nach einer Herberge, aber keine Tür öffnet sich ihm. In einem Stall finden sie am Ende ein Dach über dem Kopf, das Kind wird in eine Krippe gelegt, weil es kein Kinderbett gibt. Die Gastfreundschaft ist im Alten und im Neuen Testament ein hohes Gut; in den osteuropäischen und orientalischen Ländern, in denen der Wohlstand und die daraus folgende Individualisierung noch nicht den Einfluss genommen hat wie in Westeuropa, ebenso.»gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.«(hebr. 13,1) Diese Stelle aus dem Hebräerbrief nimmt Bezug auf die Geschichte von den drei Fremden, die der Erzvater Abraham in seinem Zelt aufnimmt und die sich später 4 als Engel Gottes erweisen. An der Bereitschaft, Fremde zu beherbergen und Gastfreundschaft zu üben, ist der Grad der Mitmenschlichkeit und Zivilisation einer Gesellschaft zu messen. Fremden die Tür zu öffnen, ihnen Schutz und Nahrung zu gewähren sie zu beherbergen gehört zu den vornehmlichsten Tugenden der jüdisch-christlichen Religion. Unzählige Beispiele aus den beiden Teilen der Bibel belegen das. Die Gastfreundschaft überwindet die Furcht vor und die Vorurteile gegenüber Fremden, sie durchbricht die Isolation und trägt zum gesellschaftlichen Frieden bei. Das alles ist vom Verstand her klar und einsichtig, aber wie sieht es in der Realität aus, wenn tatsächlich ein Fremder vor uns steht und um Herberge bittet? Unser Gemeindehaus steht in der Mitte von Pankow und ist von Weitem als Evangelisches Gemeindehaus erkennbar. In zunehmendem Maße suchen Menschen in Notlagen unser Haus auf und bitten um Hilfe. Meistens fragen sie nach Geld, manche haben auch Hunger, anderen ist schon geholfen, wenn man ihnen zuhört. Kürzlich kam ein junger Armenier, der dringend für eine begrenzte Zeit eine Unterkunft benötigte und fragte, ob wir in der Gemeinde ein Gästezimmer hätten, oder ob ich ein älteres Ehepaar in einer großen Wohnung wüsste, das gegen Leistungen im Garten oder im Haus ein Zimmer vergeben könnte. Unsere Gemeinde hat kein Gästezimmer und mir fiel beim besten Willen auch kein älteres Ehepaar ein, das einen wildfremden Mann in seiner Wohnung aufneh- 5»Anbetung der Hirten«, Rembrandt Harmensz van Rijn, 1646

4 men würde. Es tat mir in der Seele weh, ihn wieder wegschicken zu müssen. Er wollte es in einer katholischen Gemeinde versuchen. Das schlechte Gewissen verdrängte ich mit misstrauischen Bedenken: Stimmt denn die Geschichte, die er dir erzählte, ist das nicht ein Betrüger, vielleicht sogar ein Krimineller, der irgendwo Unterschlupf sucht? Die Sache aber ließ mir keine Ruhe. Nach einiger Zeit rief ich bei dem katholischen Kollegen an und fragte nach dem jungen Mann. Ja, sagte er fröhlich, der wohnt schon seit zwei Wochen im Gästezimmer unserer Gemeinde, ein armer Kerl, aber eine ehrliche Haut. Er wäre ja ein wenig aufdringlich, aber was soll man machen. Medizinisch müsste er auch mal untersucht werden, er hat da schon eine Ärztin gefunden, die das umsonst macht und wenn da Rechnungen entstehen, müsste das eben die Pfarrgemeinde übernehmen. Ich war zutiefst beeindruckt. Unsere Gemeinde hatte auch mal eine Gästewohnung in dem alten Gemeindehaus in der Hadlichstraße. Dort haben wir damals eine bosnische Familie aufgenommen, die vor dem Kosovokrieg flüchtete. Es war für uns alle eine eindrückliche und wertvolle Erfahrung, kamen wir doch zum ersten Mal mit der muslimischen Kultur in Berührung. Unsere Gemeinde hat kein Gästezimmer mehr der junge Mann aber war nicht der Erste und er wird nicht der Letzte sein, der an unsere Tür klopft und um Herberge bittet. Ich sehe hier dringenden Handlungsbedarf. Ruth Misselwitz Flur im Asylbewerberheim Mühlenstraße thema: Herberge Eine Herberge auf Zeit Ab Dezember 2013 wohnen 220 Asylbewerber_innen in der Mühlenstraße Baustaub zieht durch die langen Gänge des ehemaligen Verwaltungsgebäudes. Lange stand das unansehnliche Haus mit dem Glasturm in der Mühlenstraße 33 fast leer. Jetzt arbeiten auf vier Etagen Bauarbeiter mit Hochdruck daran, die früheren Büros in Wohnräume umzubauen. Wohnraum für 220 Asylbewerber_innen, die im Dezember hier einziehen werden.»wahrscheinlich kommen die meisten aus Syrien, Afghanistan, Irak und Iran zu uns«, erzählt Susanne Menk, die Geschäftsführerin der Prisod Wohnheimbetriebs GmbH. Dafür habe man eigens Sozialarbeiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen eingestellt. Bevor wir aber weiter über die Menschen reden, dürfen wir zunächst einen Blick in das Gebäude werfen. Neun Quadratmeter Mehrheitlich entstehen auf den Etagen Zimmer für Familien, die sind etwa 22 m 2 groß, bis jetzt schlicht weiß und mit einem Einbauschrank ausgestattet. Neun Quadratmeter werden jedem ersten Erwachsenen zugebilligt, sechs den mitreisenden Familienmitgliedern.»Wir liegen in der Mühlenstraße über diesen Vorgaben«, sagt Yvonne Lieske, die zentrale Heimleiterin der Prisod.»Zwei bis drei Personen werden in den Räumen wohnen, je nach Zimmergröße und ob Kinder dabei sind.«der hintere, etwas ruhigere Gebäudeteil ist älteren, alleinreisenden und traumatisierten Flüchtlingen vorbehalten. Was haben die Flüchtlinge hinter sich? Die meisten verlassen wegen akuter Gefahr ihr Land Hals über Kopf. Auf ganz unterschiedlichen Wegen gelangen sie nach Berlin. Drei Monate müssen die Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen in der Rhin- oder der Motardstraße verbringen. In einer ersten Befragung wird darüber entschieden, ob sie direkt zurück geschickt werden oder Asyl beantragen dürfen. Die meisten der offiziellen Asylbewerber werden dann einem Wohnheim zugewiesen. Nicht wenige sind traumatisiert.

5 Gewaschen und gekocht wird in Gemeinschaftsräumen. Die Bewohner und Bewohnerinnen werden sich selbst verpflegen. Erfahrungen mit Gemeinschaftsküchen seien gut, berichtet die Heimleiterin. Egal welcher Nation, die Bewohnerinen und Bewohner würden häufig gemeinsam kochen, und gerade die Küche lade zum Gespräch und zum Kennenlernen ein. Im Erdgeschoss entstehen die Gemeinschaftsräume: der Empfang, Sozialarbeiterräume, ein Gemeinschaftsraum mit Fernseher und Internet, eine Bibliothek, Unterrichtsräume und eine Kleiderkammer. Kinder sind eine besondere Herausforderung, das Haus wird voraussichtlich zur Hälfte mit Kindern und Jugendlichen gefüllt sein. Für sie wird ein Spielzimmer eingerichtet, auf dem Hof entsteht ein Spielplatz. Was für Menschen wohnen hier? Die Fluchtgründe sind verschieden: politisch Verfolgte, Homosexuelle, Menschen aus Kriegsgebieten wie Syrien, verfolgte Christen. Viele sind sehr gut ausgebildete Akademiker. Alle kommen fast nur mit dem, was sie am Leibe tragen. In der Zeit ihres Aufenthaltes in der Mühlenstraße wird darüber entschieden, ob sie in Deutschland Asyl erhalten. Wir möchten wissen, wie die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in der Mühlenstraße betreut werden. Insgesamt zehn Mitarbeiter werden sich um die Flüchtlinge kümmern.»unsere Sozialarbeiter helfen den Heimbewohnern beim Einleben, sie dolmetschen, unterstützen bei Behördengängen und Arztbesuchen. Wir vermitteln kostenlose Deutschkurse und führen auch im Haus welche durch«, sagt Susanne Menk. Heimleiterin Yvonne Lieske ergänzt:»ganz wichtig ist es, für die Kinder schnell Plätze in Kindergärten und Schulen zu finden. Dazu sind wir mit den umliegenden Einrichtungen im Gespräch.«Eng sei auch der Kontakt zu Netzwerken, um neben der Kinderbetreuung im Haus auch außerhalb Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu finden. Das gilt natürlich auch für die Erwachsenen. Denn arbeiten dürfen Asylbewerber nicht. Wie lange bleiben die Asylbewerber_innen Haus? Manche nur wenige Tage, andere neun Monate und länger. Das hängt davon ab, wie schnell über den Antrag entschieden wird. im Hinter dem Wohnheim erstreckt sich eine weitläufige Brache. Wäre es nicht schön, wenn sich die Heimbewohner_innen hier aufhalten und gärtnern könnten?»das Land gehört einem privaten Investor und der Deutschen Bahn AG. Beide haben unsere Anfrage auf Pacht bzw. Zwischennutzung abgelehnt«, bedauert die Geschäftsführerin.»Aber wir versuchen es weiter.«helfen»wir sind überrascht von den vielen Anfragen und Angeboten, den Flüchtlingen zu helfen«, sagen beide Frauen. Ein Knotenpunkt ist das Stadtteilzentrum in der Schönholzer Straße. Hier trifft sich regelmäßig ein Unterstützerkreis, um persönliche Hilfsangebote (z.b. Deutschunterricht, persönliche Patenschaften, Hausaufgabenhilfe etc.) zu sammeln und zu koordinieren.»daraus können langfristige Beziehungen wachsen«, weiß Heimleiterin Yvonne Lieske,»und das ist die wertvollste Hilfe.«Weitere Unterstützer sind beispielsweise die Netzwerkstelle Moskito, Oase Berlin e.v. und das Jugendkulturzentrum M24. Wer Kleidung oder Spielzeug spenden möchte, kann dies direkt in die Mühlenstraße bringen. Gern genommen werden Plüschtiere und Spielsachen für die»kinderbude«(autos, Lego, Puppen etc.), aber auch (warme) Kleidung, vor allem für Männer und Teenager, denn»die meisten Spenden sind Damen- und Kindersachen.«Bedarf besteht auch an gut erhaltenen Bademänteln, an intakten Elektrogeräten und Brett- und Kartenspielen. Am Anfang brauchen die Neuankömmlinge vor allem Ruhe und Orientierung. Viele sind einfach müde und erschöpft, manche traumatisiert.»es dauert etwa vier Wochen, um erstmal anzukommen und sich einigermaßen zu orientieren«, sagt die Heimleiterin. Jedoch sei den Menschen ihre Unabhängigkeit sehr wichtig. Deshalb ist die Bereitschaft groß, deutsch zu lernen und zu verstehen, wie das Leben hier funktioniert. Die Redaktion dankt der Prisod GmbH für das Gespräch 8 9 Ausblick von einem Familienzimmer im 4. Stock

6 thema: Herberge Aus der Heimat vertrieben Anita Kohls gehört zum Frühstückskreis in unserer Gemeinde. Ihre Kindheit verbrachte sie in einem Dorf östlich der Oder, bis ihre Familie 1945 vertrieben wurde. Wochenlang ziehen die Heimatlosen umher, bis sie in Mecklenburg eine Unterkunft finden. Willkommen sind sie in der neuen Heimat nicht. Das kleine Dorf Langenpfuhl (heute Wielowies), etwa 60 Kilometer östlich von Frankfurt/Oder, liegt inmitten hügeliger Felder und Wälder. Bis 1945 gehörte der Ort zum Kreis Ost-Sternberg in der Mark Brandenburg. Keine 600 Einwohner lebten in dem beschaulichen Dorf, die meisten betrieben Landwirtschaften. Januar 1945: Fast alle Männer des Dorfes kämpfen an der Front, die letzten sind zum Volkssturm eingezogen worden. So auch der Vater der 14-jährigen Anita. Sie ist allein mit ihrer Mutter, dem Großvater und ihrer kleinen Schwester, als am Abend des 29. Januar die Rote Armee das Dorf erreicht.»mit den Russen hatte noch niemand bei uns gerechnet, deshalb waren auch alle zu Hause«, erinnert sich die heute 82-jährige Frau Kohls. Schüsse treffen die Häuser, Fensterscheiben zerspringen, die Panzer rollen jedoch weiter. Drei Tage später folgt die Infanterie. Die Soldaten besetzen das Dorf, vergewaltigen Frauen und beziehen die Häuser. Die Einwohner müssen hart für sie arbeiten.»es war ^ eine furchtbare Schikane«, erinnert sich Frau Kohls. Ihr Großvater überlebt die Besatzung nicht, er nimmt sich wenige Wochen später das Leben. Am 24. Juni kommt der Befehl: Alle Deutschen raus! Nur eine Stunde haben die durchweg deutschen Bewohner Zeit, ihre nötigste Habe zusammenzuraffen. Alle müssen sich auf dem Dorfanger sammeln, dort verbringen sie auch die Nacht. Am nächsten Morgen beginnt der Fußmarsch. Ein paar Sowjetsoldaten treiben die gesamte Einwohnerschaft Langenpfuhls in Richtung Westen, die Alten und Schwachen auf einem Pferdefuhrwerk. Bei Reitwein überquert der Zug die Oder. Hier werden die Heimatlosen sich selbst überlassen. Wer Glück hat, weiß von Verwandten, zu denen er sich durchschlagen kann, andere, wie Anita Kohls Familie, haben nichts und niemanden. Gemeinsam mit der Familie der Tante machen sie sich auf den Weg. Ein Weg nur mit dem Ziel, irgendwo eine Unterkunft zu finden, einen Platz, an dem sie bleiben können.»vier Wochen«, erzählt sie kopfschüttelnd,»wir sind vier Wochen nur gelaufen! Wir hatten nur das, was wir am Leibe trugen.«erst gibt es noch ein Fahrrad und einen voll bepackten Kinderwagen. Der verliert jedoch ein

7 Rad nach dem anderen, immer mehr Sachen müssen sie unterwegs liegenlassen.»wir waren völlig verdreckt und verlaust, wir hatten Durchfall und furchtbaren Hunger.«Die Familie schläft im Wald oder in Scheunen, überlebt von Beeren und geklauten Kartoffeln. Immer wieder treffen sie andere herumirrende Gruppen. Millionen Flüchtlinge und Vertriebene ziehen in diesen Monaten von Osten kommend durch Deutschland, jeder auf der Suche nach einem Platz zum Bleiben. Wie all die anderen klopfen sie an unzähligen Türen. Zum Schluss sagt Anita Kohls:»Wer so etwas erlebt hat, wer seine Heimat verloren hat, der kann einfach nicht verstehen, dass Kriegsflüchtlinge heute in Deutschland so schlecht behandelt werden. Warum können die Menschen nicht aus ihrer Geschichte lernen?«ulrike Queißner Jene Familie in Rüdersdorf muss Anita Kohls Familie wie ein Engel erschienen sein. Sie lässt die seit Wochen Herumirrenden in ihren eigenen Betten schlafen und ein Bad nehmen.»die haben sogar ihr Schlafzimmer für uns freigemacht.«anita Kohls Gesicht leuchtet, als sie von den unbekannten Gastgebern erzählt. Doch bleiben können sie nicht. Die kleine Gruppe schlägt sich weiter gen Norden bis nach Mecklenburg durch. In Vipperow am Müritzsee bekommt Anita mit Mutter und Schwester schließlich ein Kämmerchen beim Kaufmann zugewiesen. Willkommen sind die Vertriebenen hier nicht.»wie Zigeuner wurden wir behandelt, die waren nicht freundlich zu uns.«nach ein paar Monaten nimmt der Pfarrer Anita als Haushaltshilfe zu sich, bei ihm bleibt sie 16 Monate zieht Anita einer Freundin nach Berlin hinterher. Im Elisabeth-Diakonissenkrankenhaus in Schöneberg besucht sie die Krankenpflegeschule und erhält dort Kost und Logis. Ihre Heirat führt sie 1956 schließlich nach Pankow. 12 Flucht und Vertreibung: Zahlen können niemals auch nur annähernd genau ermittelt werden, da allein schon durch Probleme bei der Unterscheidung von Flüchtlingen, Umsiedlern, Vertriebenen, angesiedelten Internierten und der unterschiedlichen Bewertung von Kriegsgefangenen usw. exakte Zuordnungen unmöglich sind, umfassende Datenerhebungen fehlen. Es wird geschätzt: dass infolge des 2. Weltkrieges 12 bis 14 Millionen Deutsche von Flucht oder Vertreibung betroffen waren; aus den damaligen Ostgebieten 7 Millionen; 1,2 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene starben dass 1,5 Millionen Polen aus dem damaligen Ostpolen in die ehemaligen deutschen Gebiete in Polen und 1 Millionen Ukrainer aus Polen in die Sowjetunion getrieben wurden dass 9 Millionen Menschen aus Zwangsarbeitslagern in ihre Herkunftsländer verwiesen wurden dass in der sowjetischen Besatzungszone über 4 Millionen Flüchtlinge aufgenommen wurden, das waren 24 Prozent der Bevölkerung. Mecklenburg verdoppelte sogar seine Einwohnerzahl.

8 Das Jüdische Waisenhaus als Herberge und Schule für jüdische Kinder»II. Waisenhaus der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Erbaut im Jahre 1912/13«prangt als Schriftzug am Giebel des wundervoll sanierten Gebäudes in der Berliner Straße. Doch welch bewegte Geschichte verbirgt sich dahinter sie beginnt bereits Ende des 19. Jahrhunderts. In Russland treiben grausame antijüdische Pogrome ca russische Juden in die Flucht, zuerst in das galizische Städtchen Brody (heute Ukraine). Ein deutsches Hilfskomitee unter Leitung des jüdischen Gemeindevorsitzenden Hermann Makower machte sich vor Ort ein Bild von der entsetzlichen Lage der Flüchtlinge, versucht ihnen in anderen Ländern ein Unterkommen zu schaffen. Von den Tausenden an Leib und Seele verwahrlosten Kindern nimmt er 39 Knaben im Alter von 6 bis 11 Jahren mit nach Berlin, um ihnen hier liebevolle Erziehung, umfassende Bildung und handwerkliche Ausbildung zu ermöglichen, damit sie als tüchtige Handwerker zu ihren Familien zurückkehren könnten. Am 23. Oktober 1882 beginnt ihr Unterricht im damaligen Erziehungshaus in Pankow bei Berlin, das 1897 o. g. Namen erhält. Die Zahl der Zöglinge schwillt an. Der Neubau 1912, u. a. mit dem Betsaal, wird unerlässlich. Zeitsprung: 1933 marschieren Nazilieder grölende Trupps von SA und Hitlerjugend durch die Berliner Straße. Deutschen Schülern ist es nicht mehr»zumutbar«, gemeinsam mit jüdischen Kindern unterrichtet zu werden. Die Knabenschule im Waisenhaus wird zur V. Jüdischen Volksschule erweitert und nimmt nun auch Mädchen auf. Die (nicht mehr ausschließlich Waisen-) Kinder haben eine Zuflucht auf Zeit, in der sie aufatmen können, bis auch sie von Deportationen bedroht sind. Dem letzten Waisenhaus-Direktor, Kurt Crohn, gelingt es, einige von ihnen in Kindertransporten nach Holland und Großbritannien unterzubringen Dann kamen sie 27 der geretteten, hochbetagten ehemaligen Zöglinge aus England, Israel, Argentinien, USA, Schweden, Kanada, Deutschland im Mai 2001 für einige Tage zurück und feierten gemeinsam mit der Pankower Bevölkerung die Eröffnung»ihres«, nun sanierten Waisenhauses. Das war ihre damalige»herberge«, in der sie einst vorübergehend Zuflucht, Sicherheit und liebevolle Fürsorge fanden. Uns, die wir dabei waren, beschenkten sie mit ihrer Dankbarkeit, erschütternden Freude des Wiedersehens, bewegenden Erinnerungen und Lebensgeschichten. Und mit ihrer neuen Zuversicht, die ihnen aus diesen Tagen im Mai, 60 Jahre später, erwuchs. Christina Schönau Kinder im Garten des Waisenhauses Eröffnung des Jüdischen Waisenhauses im Mai 2001 mit der noch unsanierten Decke des Betsaals

9 +++Die GUTE Nachricht+++ Gedenktafeln für jüdische Opfer Am 9. November wurden die Gedenktafeln am Zaun des Jüdischen Waisenhauses eingeweiht. Tafeln mit den Namen von 800 jüdischen Pankower Bürgerinnen und Bürger, deren Leben im Nationalsozialismus ausgelöscht wurde. Künftig werden die Tafeln jeweils um die Gedenktage 9. November und 27. Januar an dieser Stelle mahnen. In ihrem Buch»Jüdische Lebenswege«von 2007 hat Inge Lammel eine Zusammenstellung der jüdischen Opfer Pankows veröffentlicht, Gerhard Hochhuth bearbeitete diese Liste erneut. Die»Kommission für Bürgerarbeit Pankow«beauftragte mich mit der Gestaltung der Tafeln. Wir einigten uns darauf, die Namen mit den Geburtsjahren anzugeben, weil die Sterbedaten in manchen Fällen unbekannt sind. Zu jedem Namen gehört ein Rechteck als Symbol für einen Stein aus reflektierender Folie, das bei direktem Licht leuchtet. Es gibt auch Rechtecke ohne Namen für alle unbekannten Opfer. Jedes Rechteck ist anders. Die Namen der Kinder sind grün es sind erschreckend viele. Bisher sind nur die Namen von A bis L zu lesen. Bis Ende Januar 2014 sammelt die Bürgerkommission weiter, um auch die beiden fehlenden Tafeln zu produzieren. Siehe Flyer oder Herzlichen Dank an alle Spender_innen! Sophie Alex ist keine Nachricht wert? Das Schreckliche, der Skandal machen Schlagzeilen. Wir hören, sehen, lesen von Krieg, Ungerechtigkeit, Zerstörung der Natur, politischem Unvermögen und Fehlentscheidungen, Landraub, Erderwärmung, Lebensmittel-Spekulationen Ist das alles, die ganze Wahrheit? Wieso existiert die Menschheit dann trotzdem noch und lebt vom riesigen Biotop der Mutter Erde? Ist es nicht vielmehr so, dass es mindestens ebenso viel Gutes, Nährendes, Erhaltendes gibt? Sind es nicht diese guten Kräfte, die unsere Existenz im Gleichgewicht halten? Ich mache in meiner Umgebung die Erfahrung, dass das Übermaß an negativen, erschreckenden Nachrichten lähmt, fatalistisch und müde macht. Und kenne andererseits die Ansteckungsgefahr, die von positiven, erfreulichen Begebenheiten ausgeht, die Hoffnung machen, dass doch etwas zu ändern ist, sie machen Mut und Lust auf mehr. Unerschöpflich die Möglichkeiten beispielsweise soziale Hilfsprojekte, Engagement in Umwelt- Aktionen, Hilfeleistungen in der Nachbarschaft, das Ringen eines Lehrers um einen»schwierigen«schüler, das Wagnis eines Volksbegehrens für den Berliner Energietisch oder für ein reformiertes Schulsystem, Flüchtlingshilfe (Herberge geben), Zivilcourage hier und weltweit Diese Gedanken liegen unserem Versuch zugrunde, den Gemeindebrief um diese neue Rubrik zu erweitern. Wir laden Sie ein, uns Ihre GUTE NACHRICHT zu schicken aus dem persönlichen Umfeld, aus Berlin, aus der Welt Christina Schönau

10 Der GKR ist gewählt Am 20. Oktober wählte unsere Gemeinde einen neuen Gemeindekirchenrat. Alle drei Jahre wird jeweils die Hälfte des GKR neu gewählt. Für die vier Ältesten-Posten standen sieben Kandidaten zur Wahl. Als Älteste wurden gewählt: Armin Burger (189 Stimmen), Uta Armbruster-Held (174 St.), Wiebke Hennig (147 St., neu) und Stella Merkel (144 St., neu). Als Ersatzälteste wurden gewählt: Edith Boldt (142 St.), Kathrin Müller-Thalheim (113 St., neu) und Silvia Bellack (103 St.). FREUD UND LEID Taufen kindertaufen Linus Bähre / Greta Bellmann / Aurelian Bertozzi / Paul Boyé / Karla Gelderblom / Timon Grothe / Miriam Grundmann / Thora Merian / Caroline Merkel / Enna Elies Nick / Francesca Olesch / Ulrike Stolzenberger / Mascha Rösler / Johann Werncke Im Gottesdienst am 10. November wurden die Gewählten in ihr Amt eingeführt. Wir gratulieren sehr herzlich, freuen uns über neuen Wind und wünschen allen viel Tatendrang, Freude, aber auch Besonnenheit für die verantwortungsvolle Arbeit! Gleichzeitig wurden jene Mitglieder aus dem GKR verabschiedet, die nach teils langjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl antreten wollten: Renate Laurentius, Dirk Reitemeyer, Morten Sauer und Annelen Schulze-Höing. Herzlichen Dank für eure Zeit, eure Fachkenntnis und euer großes Engagement! Ein besonders großes Dankeschön gilt Renate Laurentius, die 20 Jahre lang das Boot unserer Gemeinde mitsteuerte. Der GKR v.l.n.r.: Edith Boldt, Ruth Misselwitz, Stella Merkel, Armin Burger, Petra Deckert, Georg Kettschau, Kathrin Müller- Thalheim, Silvia Bellack, Wolfgang Niemeyer, Wiebke Hennig. Nicht auf dem Foto sind Bernhard Forck, Lucas Ludewig und Uta Armbruster-Held hochzeiten Johannes Grundmann und Elisabeth Petersen-Grundmann Kerstin Kunzelmann und Michael Haase Segnung des gleichgeschlechtlichen paares Sebastian Weber und Mario Weber geb. Aussieker Allen Kindern und Erwachsenen herzliche Glückwünsche und Gottes Segen auf ihrem Weg! Beerdigungen Eva Eichenberg geb. Brehme im Alter von 82 Jahren Peter Holz im Alter von 79 Jahren Margot Wiesenberg geb. Trixa im Alter von 90 Jahren» Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird sein; denn das Erste ist vergangen.«joh. 21,4

11 gottesdienste J a h r e s l o s u n g Gott nahe zu sein ist mein Glück. Psalm 73,28 DEZember In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Joh. 1, :00 1. Advent...Familiengottesdienst... Misselwitz / Ev. Schule Pankow :00 2. Advent....mit K / C.... Hufen :00 3. Advent...mit A / K...Misselwitz :00 4. Advent...Adventssingen... Misselwitz / Livmane-Lindebeck 16:00...Krippenspiel... Misselwitz / Albani :30 Heiliger Abend...Krippenspiel... Misselwitz / Albani 16:30...Christvesper... Krätschell chor Alt-Pankow / Instrumentalmusik: Familie Schunk-Petersen 18:00...Christvesper...Wilkens mit dem collegium instrumentale 22:30...Christnacht....Misselwitz Instrumentalmusik: Familie Forck Mezzosopran: Dorothe Ingenfeld :00 1. Christfesttag....Hufen :00 2. Christfesttag...mit A....Misselwitz :00 1. So. n. d.christfest...bellack :00 Altjahresabend...Misselwitz Januar Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir. Ps 143, :00 Neujahrskonzert mit Texten... Misselwitz / Livmane-Lindenbeck :00 2. So. n. d. Christfest...mit A / K / C....Hufen :00 1. So. n. Epiphanias....mit A / K...Misselwitz :00 Ökumenischer Gottesdienst in der Hoffnungskirche, Elsa-Brändström-Straße :00 3. So. n. Epiphanias....mit A / K...Misselwitz februar Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. Eph 4, :00 4. So. n. Epiphanias...mit A / K / C....Sunnus :00 Letzter So. n. Epiphanias..mit K / C...Bellack :00 Septuagesimae...mit A / K... Misselwitz :00 Sexagesimae...mit K... Misselwitz Weitere Gottesdienste Domicil Seniorenpflegeheim, Pestalozzistraße 30 Termine tel Seniorenheim Leonhard-Frank-Straße 10 sonntags 10 Uhr Haus Immanuel, Pfarrer-Lenzel-Straße 1-5 freitags 10 Uhr A = Abendmahl / K = Kindergottesdienst / C = Kirchencafé 20 Komplet das Gebet zur Nacht in der Tradition christlicher Klöster dienstags um 20 Uhr in der Alten Pfarrkirche Pankow. Zur Ruhe kommen, Psalmen singen und um Frieden beten. wochenschlussandacht Am Übergang von der alten zur neuen Woche halten wir ganz bewusst inne, schauen zurück auf Vergangenes und begrüßen die neue Woche. Jeden 2. Sonnabend im Monat: am / / jeweils 18 Uhr Alte Pfarrkirche Pankow

12 regelmässige veranstaltungen IM GEMEINDEHAUS breite str. 38 kirchenmäuse 1. Gruppe do 13:45 14:30 2. Gruppe do 15:00 15:45 christenlehre 1. Klasse mi 15:30 2. / 3. Klasse mi 16:30 4. Klasse do 16:15 5. / 6. Klasse mi 17:30 Christenlehre im Doppelpack für alle, die sonst nicht können / / / / :00 18:00 Jeden Sonntag laden wir die Kinder während des Gottesdienstes der Erwachsenen zum Kindergottesdienst ein (außer in den Schulferien). Hierfür werden noch ehrenamtlich Mitarbeitende gesucht! Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bei mir: Petra Handtrag-Ristow, tel ( ) kreise Bibelkreis mi / 8.1. / :30 Friedenskreis fr / / :00 Gesprächskreis do / / :00 Gruppe 60 plus di / / :00 im Bonhoeffer-Saal in der Alten Pfarrkirche Mal montags mo...19:00 22:00 mit Jörg Schultz-Liebisch, tel Seniorenfrühstück mi / :00 um Anmeldung wird gebeten, tel Tanz und Besinnung mi / / :30 mit Christel Heidenreich, tel Trauercafé di / / :00 19:00 im Bonhoeffer-Saal in der Alten Pfarrkirche Mieterberatung des Berliner Mietervereins... mi...17:00 19:00 konfirmandenunterricht Vorkonfirmanden 7. Klasse di 17:00 18:00 Konfirmanden 8. Klasse di 16:00 17:00 junge gemeinde di 18:00 21:00 mit Jugendwart Markus Maaß Ev. Kindergarten Alt-pankow Wir bieten interessierten Eltern am / von Uhr eine Besuchszeit an. Bei einem Rundgang können Sie unser Konzept und die Räume kennenlernen sowie Fragen zu Vormerkung und Aufnahme stellen. Beratung erhalten Sie unter tel Ihre Regine Holz / Leiterin kirchenmusik Kirchenchor mo 19:30 21:30 collegium instrumentale do 19:30 21:30 Kinderchor von 4-6 Jahren mo 16:00 16:45 Kinderchor ab 2. Schuljahr do 17:00 17:45 22

13 musik in Alt-pankow januar DEZember Samstag, 7. Dezember 19:30 Uhr Alte Pfarrkirche Oratorio de Noël Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns Barbara Buntemayer Sopran / Hanna Wollschläger Mezzosopran / Helga Dietrich Alt / Michael Timm Bass / Holger Marx Tenor / Agita Rando Orgel / Marion Hofmann Harfe / Kirchenchor und collegium instrumentale Alt-Pankow / Rudite Livmane-Lindenbeck Leitung Das»Oratorio de Noël«schuf der erst 23 Jahre alte Camille Saint-Saëns im Jahr Man sagt, er habe das ungemein klangzarte und lyrische Werk in nur elf Tagen geschrieben. Die Texte der zehn Teile entnahm er der lateinischen Weihnachtsliturgie. Auf die Verkündigung der Geburt Christi (Lukasevangelium) folgen Psalmtexte sowie Verse aus dem Matthäus- und dem Johannesevangelium. Mittwoch, 1. Januar 17 Uhr Alte Pfarrkirche Neujahrskonzert ( siehe S. 27) m i t S e k t e m p f a n g Jacqueline Wolff: Neujahrsstück 2014 / Georg Philipp Telemann / Franz Doppler / Claude Debussy / Astor Piazzolla Franz Bauer Vibraphon / Gerrit Fröhlich Flöte und das collegium instrumentale / Rudite Livmane- Lindenbeck Leitung und Klavier Samstag, 4. Januar 19:30 Uhr Gemeindehaus J a z z m u s i k a b e n d F o l k s o n g s, C h o r a l s & J a z z mit dem Agita Rando & Stefan Weeke Duo In einem lebendigen Dialog fließen in diesem Klavier-Kontrabass-Duo die Grenzen zwischen Jazz, Folklore und Weltmusik ineinander. Gespielt werden vor allem eigene Kompositionen, die wie kleine, feine Geschichten den Ausgangspunkt für Improvisationen bilden. Agita Rando piano / Stefan Weeke Bass Samstag, 21. Dezember 19:30 Uhr Alte Pfarrkirche W i n t e r k o n z e r t D e r K l a n g d e r S c h n e e f l o c k e n Seit jeher inspiriert die kalte Jahreszeit Komponisten aus aller Welt. Das Winterkonzert bringt Werke verschiedener Stilepochen in ganz unterschiedlichen Besetzungen zu Gehör: Antonio Vivaldi / Astor Piazzolla / Richard Eilenberg / Pjotr Iljitsch Tschaikowski / Robert Schumann u. a. Anna Chen Sopran / Christiane Bach Violine / Jacqueline Wolff Viola / collegium instrumentale / Rudite Livmane-Lindenbeck Leitung 24 Samstag, 18. Januar 19:30 Uhr Gemeindehaus Klaviermusikabend Anastassiya Dranchuk spielt Werke von Joseph Haydn, Johannes Brahms und Claude Debussy Die Pianistin Anastassiya Dranchuk, 1989 in Kasachstan geboren, übersiedelte 2001 nach Deutschland, studierte, besuchte zahlreiche Meisterkurse und wurde Preisträgerin nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe. Eine rege Konzerttätigkeit führt sie durch die ganze Welt.

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