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1 Vernetzt oder verfangen in virtuellen Welten Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Onlinenutzung Fachtagung In virtuellen Welten unterwegs. Kompetenzen und Risiken für Kinder und Jugendliche Hamburg, den Dr. Claudia Lampert Überblick über den Vortrag Veränderungen kindlicher Lebenswelten durch Medien Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen Mit allen vernetzt - Faszination Web 2.0 Chancen und Risken der Onlinenutzung Handlungsbedarfe und -möglichkeiten Seite 2 1

2 heute Handy: 95% Fernsehen: 60% PC: 75% Internet: 54% Seite 3 Veränderungen Verlagerung der Mediennutzung in die Kinderzimmer Wachsende Mobilität der Mediennutzung Kommerzialisierung/ cross-mediale Vermarktung Neue Möglichkeiten durch Web 2.0- Angebote (z.b. Communities) Verfrühungstendenzen ( digital natives ) Seite 4 2

3 Kinder und Internet 29% nutzen den PC (fast) jeden Tag 76% der PC-Nutzer nutzen zumindest selten das Internet 27% gehen mit einem Elternteil online Haupttätigkeiten Informationssuche (für die Schule, für Hobbies etc.) Nutzung von Kinderinternetseiten Chatten Spiele (allein und mit anderen) Seite 5 Jugendliche & Computer Mit zunehmendem Alter erweitert sich das Spektrum an Offline- und Onlinetätigkeiten Computer [bzw. das Internet] dient als multimediale Plattform Kommunikation (50%) Unterhaltung (18%) Informationen (14%) Spielen (14%) Quelle: MPFS, JIM 2009, bezogen auf 14- bis 19-Jährige Seite 6 3

4 Seite 7 Faszination Social Network Sites Seite 8 4

5 Faszination Social Network Sites 72% der Jugendlichen nutzen täglich/mehrmals pro Woche SNS 76% Mädchen 58% Jungen 65% Hauptschüler 72% Realschüler 75% Gymnasiasten Favoriten bei den 12- bis 19-Jährigen: SchülerVZ (42%) StudiVZ und wer-kennt-wen (je 6%) ICQ und SchülerCC (je 3%) Lokalisten und MySpace (je2%) Seite 9 Faszination SNS Selbstdarstellung Profil (Hobbies, Bilder...) Gruppenzugehörigkeit Anzahl der Freunde Aktivitäten auf der Plattform Quelle: SchuelerVZ Seite 10 5

6 Faszination SNS Kommunikation Pinnwand Chat Seite 11 Quelle: SchuelerVZ Faszination SNS Vernetzung Kontakte/Freunde Fremde Bekannte Freunde fiktionale Figuren Beziehungen aufbauen, pflegen Verlinkung Auf Fotos Hinweise auf andere interessante Kontakte Hinweise auf Freunde von Freunden Verschränkung verschiedener Kommunikationsdienste Seite 12 6

7 Besonderheiten von SNS Niedrigere Hemmschwelle Einfache Möglichkeit der Kontaktaufnahme Beobachten Gruscheln, anstupsen Zu den Freunden/Kontakten hinzufügen Gelockerte soziale Normen Maskierung von Handycaps Attraktivitätssteigerung durch Witz und Originalität Persönliche Information Vielzahl von Kontakten Große Öffentlichkeit Vgl. z.b. Döring 2003 Seite 13 Erweiterung von Handlungs- Erfahrungsräumen Vernetzungund Identätsarbeit Soziale Kontakte Social Network Sites Beziehungspflege Kommunikation Kollaborative Intelligenz Beteiligung Social Network Sites Chance oder Risiko? Pornographie Cyberbullying Gewalt Fremde Onlinesucht Selbstverletzende Werbung Inhalte Datenmissbauch Fehlendes Rechtsextremistische Inhalte Bewusstsein für Datenpersistenz Unterschätzung der Öffentlichkeit der Reichweite Seite 14 7

8 Handlungsbedarfe und -möglichkeiten Seite 15 Mehr Chancen, mehr Risiken? Dilemma: Die Erhöhung von Chancen geht mit Erhöhung von Risiken einher. FAHRRADBEISPIEL (Bilder rausgenommen) Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche dahingehend zu unterstützten und zu stärken, dass sie in der Lage sind, die Chancen zu nutzen und die Risiken möglichst gering zu halten. Seite 16 8

9 Notwendige Kompetenzen Medienkompetenz Informationsmanagement Beziehungsmanagement Identitätsmanagement Respektvoller Umgang im Netz Welche Konsequenzen hat mein Handeln für andere? Welche Reichweite hat mein Handeln? Wie nachhaltig sind online veröffentlichte Inhalte Zeitmanagement Information Thematisierung Reflexionsräume anbieten Handeln Initiierung von (Medien-)Projekten Seite 17 Voraussetzungen Verunsicherung Geringe Medienkompetenz Geringes Interesse Offenheit Interesse Raum Dialog Information Auseinandersetzung Vorschnelles Verurteilen Abwertung der Interessen Ignoranz Falsche Fragen Ausspionieren Kinder sich selbst überlassen Fehlende Zeit Andere Prioritäten Wenig Medienerfahrungen Geringes Problembewusstsein Seite 18 9

10 Seit Juni 2009 online Initiiert von Jugend online von IJAB - Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.v. Gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Seite 19 Seit online Website von Jugendlichen für Jugendliche Schwerpunkte Forum Beratung Beschwerdeformular Gefördert durch 4 Landesmedienanstalten: Seite 20 10

11 Medienpädagogik nicht gegen, sondern mit Medien veranstalten (Doelker) Vielen Dank! Dr. Claudia Lampert Hans-Bredow-Institut Seite 21 11

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