DER STANDORT AUGSBURG, MARKTGEBIET UND KAUFKRAFT

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1 21 II DER STANDORT AUGSBURG, MARKTGEBIET UND KAUFKRAFT 1. Bevölkerungsverteilung und -entwicklung Die Stadt Augsburg ist landesplanerisch als Oberzentrum eingestuft und zählte zum ca Einwohner. 1 Die Siedlungsstruktur Augsburgs ist durch eine weitgehend geschlossene Kernstadt und außenliegende Stadtteile mit zum Teil auch dörflichem Charakter geprägt. Die Einwohner verteilen sich auf die Planungsräume wie folgt: - Innenstadt : ca EW bzw. 14,7 % - Oberhausen : ca EW bzw. 10,0 % - Bärenkeller : ca EW bzw. 2,9 % - Firnhaberau : ca EW bzw. 2,2 % - Hammerschmiede : ca EW bzw. 2,4 % - Lechhausen : ca EW bzw. 12,6 % - Kriegshaber : ca EW bzw. 6,0 % - Pfersee : ca EW bzw. 8,5 % - Hochfeld : ca EW bzw. 2,9 % - Antonsviertel : ca EW bzw. 2,2 % - Spickel-Herrenbach : ca EW bzw. 4,5 % - Hochzoll : ca EW bzw. 7,8 % - Haunstetten-Siebenbrunn : ca EW bzw. 9,8 % - Göggingen : ca EW bzw. 6,7 % - Inningen : ca EW bzw. 1,8 % - Bergheim : ca EW bzw. 1,0 % - Universitätsviertel : ca EW bzw. 4,1 %. Im Vergleich zu angrenzenden Räumen der Region Schwaben, wie auch zum Land Bayern, verlief die Einwohnerentwicklung Augsburgs im Zeitraum unterdurchschnittlich. 1 Quelle: Stadtverwaltung Augsburg, Hauptwohnsitze.

2 22 Tabelle 1: Daten Bevölkerungsentwicklung Augsburgs im Vergleich mit ausgewählten Städten und Regionen Bevölkerungszahlen Veränderung in % Augsburg ,1 Freiburg ,0 Karlsruhe ,9 Nürnberg ,6 Regensburg ,7 Würzburg ,5 LK Augsburg ,7 LK Aichach- Friedberg ,9 Region Schwaben ,4 Bayern ,4 Quelle: Statistisches Jahrbuch der Stadt Augsburg, Angaben der Stadt Augsburg, Statistische Landesämter Baden-Württemberg, Bayern, Stand: jeweils Augsburg als Einzelhandelsstandort 2.1 Standortgefüge des Augsburger Einzelhandels Die Stadt Augsburg verfügt über ein ausdifferenziertes Einzelhandelsangebot mit attraktiven Anbietern an unterschiedlichen Standorten: - Als traditionelle, zentrale Einkaufslage fungiert die Innenstadt. Der innerstädtische Betriebsbesatz zeigt eine typische Mischung großflächiger Magnetbetriebe und kleinstrukturierter Fachgeschäfte / Boutiquen im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich. Das innerstädtische Einzelhandelsangebot wurde jüngst durch das ECE-Einkaufszentrum (City-Galerie) im Bereich Vogeltorplatz ergänzt. Hier wurden neue Magnetbetriebe (z.b. Sport-Scheck, E-Center, Saturn) angesiedelt.

3 23 - Die Versorgung der Wohnbevölkerung bei Waren des täglichen, aber auch des aperiodischen Bedarfs, wird in den einzelnen Bezirken durch integrierte Stadtteil- und Nahversorgungszentren gesichert. - Die Anziehungskraft des Einzelhandels wird durch großflächige, dezentrale Standortlagen ergänzt 1 : Berliner Allee / Reichenberger Straße Meraner Straße / Brixener Straße Bergiusstraße / B 17 Eichleitner Straße Donauwörther Straße / Schönbachstraße in Oberhausen Möbel Hiendl, Unterer Talweg Peter-Dörfler-Straße / Gögginger Straße Alter Postweg 2.2 Der Augsburger Einzelhandel im Wettbewerb mit den Umlandgemeinden In den vergangenen Jahren haben die benachbarten Kommunen der Stadt Augsburg ihren Einzelhandelsbestand v.a. an dezentralen Standorten durch die Ansiedlung neuer Fachmärkte und Discounter deutlich erhöht. Diese Standortlagen sprechen insbesondere Kunden aus den Randbereichen Augsburgs mit günstigen verkehrlichen Anbindungen an das Umland an. Tabelle 2 stellt die wesentlichen Einzelhandelsagglomerationen und Anbieter dar. 1 Reihenfolge ungewichtet

4 24 Tabelle 2: Der Einzelhandelsbestand im Umland von Augsburg Daten Verkaufsfläche in m² Wesentliche Standortlagen Hauptanbieter zentrenrelevant* nicht zentrenrelevant* Bobingen Königsbrunnerstraße / Gutenbergstraße - V-Markt, Minimal, Lidl, Netto Augsburger Straße - Seegmüller, Möbel Maxx, Babyland, Friedberg Lidl, Minimal Engelschalkstraße / Probststraße - Aldi, Penny, Takko, Handelshof Fachmarktzentrum Bahnhofstraße Gersthofen Königsbrunn Senefelder Straße Augsburger Straße Ziegeleistraße Gewerbegebiet um Hunnenstraße / Guldenstraße / Germanenstraße Messerschmittring Neusäß Stadtbergen * Zuordnung nach Verkaufsflächenschwerpunkt Quelle: GMA-Erhebungen Bauhaus, Pro Markt, MöbelOase, Dänisches Bettenlager, Spiel + Freizeit, Baby Welt, Minimal - Aldi, Lidl, SOBI Getränkemarkt - Praktiker, Hammer Heimtex, Reno - Marktkauf SB-Warenhaus - u.a. real, Praktiker, Handelshof, AWG, Hammer, Rofu Kinderland - Globus Baumarkt, Teppichfreund Lohwaldstraße / Daimlerstraße - Kaufland, Aldi, Lidl, Schuh + Sport Schmidt (mehrere Häuser) Wankelstraße, Daimlerstraße Kriegshaberstraße Hagenmähderstraße - Takko, Deichmann, M+C Mode, dm, Aldi, Schuhhof, OBI - E-Center - Marktkauf SB-Warenhaus

5 25 3. Marktgebiet und Kaufkraft des oberzentralen Einzelhandels 3.1 Abgrenzung des Marktgebietes Als Marktgebiet wird der Bereich bezeichnet, innerhalb dessen die Verbraucher mehr oder weniger regelmäßig die Versorgungsangebote einer Kommune in Anspruch nehmen. Neben der regionalen Wettbewerbssituation und den Verkehrsverhältnissen wurden bei der Zonierung des Augsburger Marktgebietes folgende Faktoren berücksichtigt: - Ergebnisse der Befragung von ausgewählten Einzelhändlern und Experten - Ergebnisse von GMA-Kundenbefragungen in Augsburg und angrenzenden Kommunen - Ergebnisse von Ausarbeitungen zum Märkte- und Zentrenkonzept Augsburg (1991 / 1997). Im Marktgebiet leben ca EW, wovon ca. 47 % auf den unmittelbaren Nahbereich (Zonen I und II) entfallen. Tabelle 3: Einwohnerverteilung im Marktgebiet des Augsburger Einzelhandels 2003 Zone I Stadt Augsburg ca Einwohner Zone II Zone III Zone IV Teilräume der Landkreise Aichach-Friedberg, Augsburg Teilräume der Landkreise Aichach-Friedberg, Augsburg Teilräume der Landkreise Dachau, Dillingen a.d.d., Donau-Ries, Fürstenfeldbruck, Günzburg, Landsberg/Lech, Neuburg-Schrobenhausen, Ostallgäu, Unterallgäu ca Einwohner ca Einwohner ca Einwohner Zonen I - IV Marktgebiet insgesamt ca Einwohner Quelle: Statistisches Landesamt Bayern, München; Angaben der Stadt Augsburg, Stand

6 26 GMA-MÄRKTE- UND ZENTRENKONZEPT AUGSBURG Karte 1: Das Marktgebiet des Augsburger Einzelhandels Neresheim schingen stein r Brenz ngen a.d. Brenz Dischingen Mödingen Bachhagel z Wittislingen Haunsheim n Medlingen Ziertheim Gundelfingen a.d. Donau z rg Lauingen (Donau) Finningen Aislingen Gundremmingen Glött Offingen Dürrlauingen Winterbach Rettenbach Burgau Lutzingen Bissingen Höchstädt a.d. Donau Dillingen a.d. Donau Haldenwang Landensberg Röfingen Jettingen-Scheppach Altenmünster Schwenningen Blindheim Binswangen Zusamaltheim Villenbach Holzheim Zusmarshausen Emersacker Welden Buttenwiesen Wertingen Horgau Laugna Heretsried Bonstetten Adelsried MünsterHolzheim AllmannshofenEllgau Nordendorf Ehingen Baar (Schwaben) Westendorf Kühlenthal Thierhaupten Biberbach Aystetten Langweid am Lech Rehling Gablingen Meitingen Gersthofen Neusäß Egweil Altomünster Hilgertshause sen Kammeltal Ma Stadtbergen Friedberg Adelzhausen Dinkelscherben Kutzenhausen Diedorf tetten Burtenbach LK Günzburg LK Augsburg Erdweg Eurasburg llzee Augsburg Augsburg, gfg Ustersbach Odelzhausen Sch Münsterhausen Gessertshausen Kissing Neuburg a.d. Kammel Pfaffenhofen a.d. Glonn Ried esenbach Sulzemoos Ziemetshausen Fischach Bobingen gfg Thannhausen Deisenhausen Mering Langenneufnach Königsbrunn Mittelstetten Egenhofen Ursberg B Wehringen Krumbach (Schwaben) Aichen Oberschweinbach Balzhausen Merching Maisach itenthal Großaitingen Oberottmarshausen Althegnenberg Walkertshofen Hattenhofen Mickhausen Kleinaitingen Schmiechen Steindorf O Mammendorf rshausen Günzburg, gfg Aletshausen Prittriching Eppishausen Scherstetten Schwabmünchen Adelshofen Graben en Waltenhausen Egling a.d. Paar Emmering Kirchheim in Schw. LK Fürstenfeldbruck Mittelneufnach Untermeitingen Jesenwang Eichen Scheuring Moorenweis Landsberied P rchhaslach Hiltenfingen Klosterlechfeld Obermeitingen Alling Geltendorf Breitenbrunn Salgen Markt Wald Schöngeising Langerringen Pfaffenhausen Ettringen Weil Kottgeisering Grafrath Hurlach Gilching rschönegg Türkenfeld Tussenhausen Kaufering Eresing Günz Wörthsee Oberrieden Penzing Greifenberg Weßling Lamerdingen LK Unterallgäu Amberg Igling Eching am Ammersee Türkheim Windach Inning am Ammersee en Rammingen Mindelheim LK Landsberg a.lech Erkheim Kammlach Schwifting Schondorf am Ammersee Seefeld Wiedergeltingen Landsberg am Lech Buchloe terheim Finning Utting am Ammersee Stetten Pürgen Hofstetten Herrsching am Ammersee Sta äu, n gfg Sontheim Bad Wörishofen Apfeltrach Dirlewang Jengen Landsberg am Legende: Lech, gfg Waal Unterdießen LK Starnb Pöcking Thaining Andechs Ottobeuren den Böhen Ronsberg Ederheim Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Kaisheim Mönchsdeggingen Forheim Amerdingen Markt RettenbachUnteregg Eggenthal Baisweil Irsee Tapfheim LK Dillingen a.d.donau Rieden Oberostendorf Germaringen Pforzen Westendorf Mauerstetten SK Kaufbeuren Kaltental Buchdorf LK Donau-Ries Donauwörth Asbach-Bäumenheim Fuchstal Daiting Genderkingen Oberndorf am Lech Mertingen Todtenweis Marxheim Niederschönenfeld Rain Affing Vilgertshofen Aindling Reichling Denklingen Apfeldorf Kinsau Rott Rennertshofen Oberhausen Burgheim Rohrenfels Petersdorf Ehekirchen Pöttmes Hollenbach Obergriesbach Dasing Inchenhofen Aichach Dießen am Ammersee Raisting Bergheim Neuburg a.d. Donau Königsmoos Langenmosen Kühbach Sielenbach Berg im Gau Schrobenhausen Pähl Wi l b h Gachenbach Schiltberg SK Weicher Karlshuld LK Neuburg-Schrobenhaus LK Aichach-Friedberg Zone I Zone II Zone III Zone IV Aresing Brun Waidho Feldafing G LK D Tutzing Starnber

7 Grundlagen der Kaufkraftberechnung Nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes sowie eigenen Berechnungen betrug die einzelhandelsrelevante Kaufkraft (inkl. Apotheken und Ladenhandwerk) in den alten Bundesländern 2003 je Einwohner ca ,--. Davon entfallen auf - Nahrungs- und Genussmittel ca ,-- - Nichtlebensmittel ca , Kaufkraft im Jahr Kaufkraft im Marktgebiet Die Städte und Landkreise im Marktgebiet des Augsburger Einzelhandels weisen lokale und regionale Unterschiede im Kaufkraftniveau auf. Die Kaufkraftkennziffer für Augsburg liegt gegenwärtig bei 104,6; für die umliegenden Landkreise können weitgehend durchschnittliche Kaufkraftniveaus festgehalten werden. 1 Nach den in Tabelle 3 ausgewiesenen Werten beläuft sich das Kaufkraftvolumen im Augsburger Marktgebiet 2003 auf ca. 4,89 Mrd. Auf Nahrungs- und Genussmittel entfallen davon ca. 1,70 Mrd. (= 35 %) und auf Nichtlebensmittel ca. 3,19 Mrd. (= 65 %). 1 LK Augsburg: 103,5; LK Dachau: 109,1; LK Fürstenfeldbruck: 114,3; LK Landsberg am Lech: 101,4; LK Neuburg-Schrobenhausen: 99,8; LK Aichach-Friedberg: 102,9; LK Dillingen a.d. Donau: 98,9; LK Günzburg: 96,9; LK Unterallgäu: 98,0; LK Donau-Ries: 99,0; LK Ostallgäu: 96,8.

8 28 Tabelle 4: Die Kaufkraft im Marktgebiet des Augsburger Einzelhandels 2003 Daten in Mill. Zone I Zone II Zone III Zone IV Zonen I - IV Nahrungs- und Genussmittel 458,0 347,9 298,8 596, ,0 Gesundheit / Körperpflege 114,3 87,5 73,1 146,0 420,9 Blumen / Pflanzen / zoolog. Bedarf 29,2 22,4 18,7 37,3 107,6 Bücher, Schreib-, Spielwaren 70,5 53,9 45,0 90,0 259,4 Bekleidung / Schuhe / Sport 187,2 143,2 119,7 239,0 689,1 Elektrowaren 109,8 84,0 70,2 140,2 404,2 Hausrat / Einrichtung / Möbel 174,7 133,7 111,8 223,1 643,3 sonstiger Einzelhandel 181,0 138,6 115,8 231,5 666,94 Nichtlebensmittel gesamt 866,7 663,3 554, , ,4 Einzelhandel insgesamt 1.324, ,2 853, , ,4 Quelle: GMA-Berechnungen; ca.-werte gerundet Kaufkraft in den Planungsräumen Differenziert nach Planungsräumen verteilt sich das Kaufkraftvolumen in Augsburg wie in Tabelle 5 dargestellt. Ein begrenztes Kaufkraftvolumen steht in den relativ kleinen Planungsräumen Bergheim und Inningen zur Verfügung.

9 29 Tabelle 5: Die Kaufkraft in den Planungsräumen von Augsburg 2003 in Mill. Daten Einwohner Nahrungsund Genussmittel Nichtlebensmittel insgesamt Innenstadt ,5 127,8 195,3 Oberhausen ,7 86,6 132,3 Bärenkeller ,1 24,7 37,8 Firnhaberau ,9 18,7 28,6 Hammerschmiede ,2 21,1 32,3 Lechhausen ,9 109,6 167,5 Kriegshaber ,4 51,8 79,2 Pfersee ,9 73,6 112,5 Hochfeld ,1 24,7 37,8 Antonsviertel ,2 19,4 29,6 Spickel-Herrenbach ,6 39,0 59,6 Hochzoll ,6 67,2 102,8 Haunstetten-Siebenbrunn ,6 84,5 129,1 Göggingen ,4 57,6 88,0 Inningen ,4 16,0 24,4 Bergheim ,8 9,1 13,9 Universitätsviertel ,7 35,3 54,0 Gesamt ,0 866, ,7 Quelle: GMA-Berechnungen, leichte Abweichungen durch Rundungsdifferenzen möglich Touristische Kaufkraft Nach Angaben der Stadtverwaltung Augsburg belief sich die Zahl der Gästeübernachtungen im Jahr 2001 auf ca Auf Basis von Untersuchungen des Dt. Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr 1 belaufen sich die 1 Vgl. Schriftenreihe des Dt. Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (DWIF): Die Ausgaben der Übernachtungsgäste, Heft 49, München.

10 30 durchschnittlichen Tagesausgaben pro Kopf im Raum Augsburg für Einkäufe auf ca. 5,2. Hieraus ergibt sich eine ladeneinzelhandelsrelevante Kaufkraft von etwa 2,6 Mill. pro Jahr. Darüber hinaus sind Streuumsätze durch Tagesbesucher zu berücksichtigen. Nach Angaben des DWIF können die einzelhandelsrelevanten Pro-Kopf-Tagesausgaben pro Ausflügler in Bayern mit ca. 8,3 angesetzt werden. 1 Insgesamt schätzt die GMA das einzelhandelsrelevante Kaufkraftvolumen durch Touristen in Augsburg auf ca. 4-5 Mill. pro Jahr (= 0,1 % des im Marktgebiet zur Verfügung stehenden Kaufkraftvolumens). 3.4 Kaufkraftprognose 2010 / 2015 Die Entwicklung der Kaufkraft in der mittel- bis langfristigen Perspektive (Jahr 2010/2015) steht v.a. in Abhängigkeit vom zukünftigen Ausgabeverhalten, dem Konjunkturverlauf, fiskalischen Veränderungen und den sozioökonomischen Gegebenheiten im Untersuchungsraum. Die der GMA-Kaufkraftprognose zu Grunde liegenden Prämissen zum Verbraucherverhalten lassen sich wie folgt skizzieren: - Die Verbraucher verhalten sich für die Dauer des Prognosezeitraums normal, d.h. die GMA geht nicht von extremen Veränderungen des gegenwärtigen Ausgabe- und Sparverhaltens aus. - Die Preise für Dienstleistungen steigen insgesamt schneller als die Preise für Einzelhandelswaren, so dass der Ausgabenanteil des Einzelhandels am verfügbaren Einkommen leicht zurück geht. Aufgrund steigender Gesamteinkommen ist trotzdem von steigenden Pro-Kopf-Ausgaben für den Einzelhandel auszugehen. - Die Zahl der Privathaushalte wird - dem Trend im gesamten Bundesgebiet folgend - leicht ansteigen, was allerdings nur in begrenztem Umfang positive Impulse im Nachfrageverhalten auslöst. 1 Vgl. Schriftenreihe des Dt. Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (DWIF): Die Tagesreisen der Deutschen, Heft 46, München.

11 31 Die Bevölkerungsprognose erfolgt in zwei Szenarien: - Anpassungsvariante: Prognose der Stadt Augsburg und des Statistischen Landesamtes. - Zielprognose: basierend auf einer Fortschreibung der Einwohnerentwicklung der letzten Jahre. Tabelle 6: Daten Prognose (2010) - Anpassungsvariante - Zielprognose Prognose (2015) - Anpassungsvariante - Zielprognose Quelle: abs. in % abs. in % ,4-0,2-1,4-0, , GMA-Berechnungen unter Berücksichtigung der Angaben der Stadt Augsburg in Anlehnung an die Prognosen des Statistischen Landesamtes. Die Zielprognose stellt einen obersten Ansatz dar, dessen Bevölkerungswerte nur erreicht werden können, wenn in Augsburg und im Umland ein ausreichendes Wohnungsangebot bereitgestellt wird. Tabelle 7: Kaufkraftprognose nach Varianten für die Jahre 2010 / 2015 Daten Kaufkraft in Mill 2010 Kaufkraft in Mill 2015 Zielprognose Szenarien der Bevölkerungsentwicklung im Marktgebiet des Augsburger Einzelhandels Bevölkerung im Bevölkerung überkommunalen in Augsburg Insgesamt Marktgebiet Anpassungsvariante Anpassungsvariante Zielprognose Nahrungs- und Genussmittel Zone I 472,9 473,8 485,2 489,6 Zonen II IV 1.333, , , ,3 Summe 1.806, , , ,9 Nichtlebensmittel Zone I 900,3 902,0 934,2 942,7 Zonen II IV 2.493, , , ,0 Summe 3.394, , , ,7 Einzelhandel insgesamt Zone I 1.373, , , ,3 Zonen II IV 3.827, , , ,3 Summe 5.200, , , ,6 Quelle: GMA-Berechnungen

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