um leben zu können? Leben und Sterben im alltäglichen Zusammenhang betrachtet ein Plädoyer für das Leben

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1 MAJA SCHWEIZER LEBEN. um sterben zu können? STERBEN um leben zu können? Leben und Sterben im alltäglichen Zusammenhang betrachtet ein Plädoyer für das Leben

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3 Maja Schweizer Leben, um sterben zu können? Sterben, um leben zu können? Leben und Sterben im alltäglichen Zusammenhang betrachtet ein Plädoyer für das Leben

4 IMPRESSUM 2. Auflage 2013, Maja Schweizer Text und Bild: Maja Schweizer Bach-Blütengeschichten: Robert Dorsch, erschienen im Natura Med Verlag Mit freundlicher Genehmigung des Natura Med Verlages Druck: Zumsteg Druck AG, 5070 Frick

5 DANKSAGUNG Ich danke all jenen, die ihre persönlichen Ansichten und Erfahrungen zum Thema Leid mit mir geteilt haben und mir die Erlaubnis zur Verwendung gegeben haben. Einen besonderen Dank gilt dem Natura Med Verlag, Neckarsulm, für die freundliche Genehmigung, die Bach-Blüten-Geschichten verwenden zu dürfen.

6 INHALTSVERZEICHNIS TEIL 1 1 VORWORT 8 2 LEBEN, UM STERBEN ZU KÖNNEN 10 3 STERBEN, UM LEBEN ZU KÖNNEN 13 4 LEIDEN Leiden aus christlicher Sicht Leiden aus buddhistischer Sicht Leiden aus taoistischer Sicht Zusammengefasste, individuelle Betrachtungen Leiden aus meiner Sicht 23 5 TRAUER 25 6 RITUALE Ritual und Symbole 29 7 BEWUSST LEBEN Bewusstes Erleben der Trauer Bewusstes Denken und bewusstes Tun 32

7 INHALTSVERZEICHNIS TEIL 2 PRAKTISCHES UND NÜTZLICHES 8 BEWUSST-SEINS-RITUALE Bewusst-Sein oder Meditation im Handeln Emotion Wohlbefinden Soziales Umfeld Begegnungen 38 9 TRAUERRITUALE Bewusstes Erkennen und Abschied nehmen Ausdrücken und bewusstes Erleben der Trauer Erinnerungen schaffen Trost MÄRCHEN UND GESCHICHTEN Die Erlösung Pine Professor Anticus Honeysuckle Der Lichtblick Mustard SCHLUSSWORT LITERATURVERZEICHNIS 52

8 VORWORT Leben wir mit dem finalen Ziel zu sterben? Ist das Sterben überhaupt ein Ziel oder passiert es halt einfach? Können wir Sterben üben? Gehört das Sterben zum Alltag oder einfach ans Ende des Lebens?. Ich glaube, ich könnte noch endlos viele Fragen stellen, ohne eine allgemein- und endgültige Antwort dazu zu bekommen. Unsere Erlebnisse und Lebenserfahrungen können dazu verschiedene Hinweise geben. Eine Antwort kann aber nur jeder für sich persönlich finden. Mir ist es ein Anliegen für die Thematik Tod und Sterben zu sensibilisieren und in einem alltäglichen Zusammenhang das Leben und Sterben besser verstehen zu lernen. Indem ich Leben und Sterben in eine alltägliche Verbindung bringe, möchte ich eine Brücke bauen zu den Herausforderungen und Veränderungen im Leben mit denen wir uns im Alltag oft schwer tun. Solche Lebenssituationen können sehr leidvoll sein. Was meine ich damit? Ich habe in den letzten Jahren immer wieder erlebt, wie oft Trauer uns im Alltag begegnet und damit meine ich nicht unbedingt, der Verlust eines geliebten Menschen oder der Tod eines Haustieres. Es kann das Loslassen von Wünschen und (Lebens-)zielen sein oder erlebte Enttäuschungen jeglicher Art. Im Grösseren können das Lebenssituationen sein, welche eine Veränderung erzwingen: Trennung, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes und vieles mehr. Ich glaube, dass ich hier nichts Neues erzähle, wenn ich sage, dass diese Trauer meist verdrängt wird oder unbeachtet bleibt und dementsprechend tiefe Spuren hinterlässt. Jede Veränderung und jedes Loslassen ist ein Abschied. Und jeder Abschied oder Verlust beinhaltet Trauer. Aber wird das auch so wahrgenommen? Man kann auch einfach sagen: Das gehört ja zum Leben. Stimmt! Gerade deshalb finde ich, braucht sie Beachtung und Aufmerksamkeit. Denn zeigen, tun sich die Gefühle sowieso, sie sind einfach da, und sie sind normal. Traurig sein, weinen gehört zu einem Trauerprozess, das ist normal. Warum werden dann diese Gefühle häufig übergangen und verdrängt? Weil es weh tut? Muss die

9 Trauer erst krankhafte Züge annehmen, um das Recht zu bekommen gelebt zu werden? 1 Und hier wage ich zu behaupten: Je besser wir im Alltag mit dem Abschied und Sterben umgehen können (Trauer wahrnehmen und bewusst durchleben), desto besser können wir uns auf den eigenen Tod vorbereiten! Deshalb stelle ich die Frage Leben wir, um sterben zu können oder sterben wir, um leben zu können? Da es keine endgültige Antwort geben wird, bin ich einem persönlichen Lösungsansatz nachgegangen. Mich hat meine Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben mehr und mehr ins Leben gebracht. Also habe ich mich gefragt: Wie können Aspekte der Trauer- und Sterbebegleitung ins LEBEN integriert werden? Wie kann Trauerbegleitung im aktiven LEBEN stattfinden? In der Auseinandersetzung über Trauerformen im Alltag, orientierte ich mich anfänglich an Ritualen. In den Ritualen ist viel Bewusstsein enthalten. Plötzlich fragte ich mich, ob Rituale überhaupt nötig sind? Ist bewusstes Leben denn nicht viel sinn- und gewinnbringender als jegliches Ritual? Also ging ich der Spur nach: Was heisst bewusstes Leben? Hier musste ich für mich eingestehen, dass die Umsetzung von bewusstem Leben gar nicht so einfach ist, vor allem in einer so reizüberfluteten und Zeit geprägten Gesellschaft, worin wir leben und wir alle Teil davon sind. Also habe ich den Faden der Rituale weiterhin verfolgt, weil sie nach wie vor wichtige Hilfestellungen bieten in Veränderungsprozessen. Mit theoretischen Hintergrundinformationen zu Leid, Trauer und Ritualen, setze ich Grundlagen für meinen Lösungsansatz, den ich nach wie vor in der Bewusstheit bzw. bewusstem Leben sehe. Die theoretischen Ausführungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind zusammengefasste wichtige Aspekte aus meiner Sicht. Es braucht viel Übung sich wieder auf die Einfachheit im Leben zu konzentrieren. So zeige ich in praktischen Beispielen mögliche Ansätze für Trauerbewältigung im Alltag auf. 1 Pasiziel Maria, Trauerräume

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