HHL Leipzig Graduate School of Management. Kritische Würdigung der Means-End-Theorie im Rahmen einer Anwendung auf M-Commerce-Dienste

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "HHL Leipzig Graduate School of Management. Kritische Würdigung der Means-End-Theorie im Rahmen einer Anwendung auf M-Commerce-Dienste"

Transkript

1 HHL Leipzig Graduate School of Management Kritische Würdigung der Means-End-Theorie im Rahmen einer Anwendung auf M-Commerce-Dienste Stephan Wriggers HHL-Arbeitspapier Nr. 63 Copyright: Lehrstuhl Marketingmanagement Leipzig, 24 Jede Form der Weitergabe und Vervielfältigung bedarf der Genehmigung des Herausgebers

2 - I - Abstract The convergence of information and communication technologies has enabled the development of new mobile commerce-services. In order to encourage the diffusion of these innovations, consumer perspectives about purchasing-driving factors like attributes or anticipated consequences of their use are very valuable. The knowledge about these aspects and their linkages with each other can be revealed by the help of the means-end theory, which has become an important conceptual framework for studies in marketing. This paper describes the application of means-end theory on mobile commerce-services. Starting from the presentation of theoretical foundations, the approach and the results of an empirical study are documented. Relevant attributes and benefits of two mobile commerce-services as well as values of the consumers are revealed. The linkages with these elements are shown in hierarchical value maps. The following discussion of strengths and limitations of the means-end theory shows that the approach is very useful to identify cognitive motifs of purchasing behavior.

3 - II - Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis...II Abbildungsverzeichnis...III Tabellenverzeichnis... IV 1 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehen Methodische Grundlagen der Means-End-Theorie Entwicklung und Grundzüge der Means-End-Theorie Means-End-Verfahren Means-End-basierte Implikationen für das Marketing Empirische Untersuchung Vorgehen und Design Ergebnisse Implikationen für das Marketing von M-Commerce-Diensten Kritische Würdigung der Means-End-Theorie Stärken des Means-End-Ansatzes Schwächen der Means-End-Theorie Schwächen der Means-End-Verfahren Zusammenfassende Würdigung Zusammenfassung und Ausblick...31 Anhang... V Literaturverzeichnis...XXII

4 - III - Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Means-End-Modell von Gutman und Reynolds... 2 Abbildung 2: Means-End-Modell von Olson und Reynolds... 5 Abbildung 3: Verfahren der Means-End-Theorie... 7 Abbildung 4: Vorgehen der empirischen Untersuchung Abbildung 5: Charakteristika der 21 Befragten Abbildung 6: Quantitative Ergebnisse der empirischen Untersuchung Abbildung 7: Attributhauptkategorien für die Dienste: Bildmitteilungen versenden und Klingeltöne herunterladen...17 Abbildung 8: Nutzenkategorien für die Dienste: Bildmitteilungen versenden und Klingeltöne herunterladen...18 Abbildung 9: Wertekategorien für die Dienste: Bildmitteilungen versenden und Klingeltöne herunterladen...19 Abbildung 1: Hierarchical Value Map für: Bildmitteilungen versenden und Klingeltöne herunt., Cutoff Level=5, inkl. redundante Means-End-Chains...21 Abbildung 11: Means-End-Chain-basierte Kommunikationsstrategie (MECCAS-Modell)...22 Abbildung 12: Kritische Würdigung der Means-End-Theorie... 31

5 - IV - Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Ausgewählte Publikationen in den Forschungsbereichen der Means- End-Theorie... 6 Tabelle 2: Attributkategorien Tabelle 3: Konsumentenprofile für zentrale Werthaltungen... 24

6 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehen Im Zuge der Konvergenz zwischen Informations- und Telekommunikationstechnologien ist der Terminus M-Commerce entstanden. 1 Bedingt durch hohe Penetrationsraten mobiler Endgeräte und der schnellen Entwicklung neuer Technologien wird dem M-Commerce in vielen Studien ein hohes Marktpotential zugesprochen. Das betreffende Marktvolumen wird beispielsweise von der Investmentbank J.P. Morgan auf 51 Milliarden US $ im Jahre 25 geschätzt. 2 Die Höhe des Marktvolumens basiert auf der Annahme der schnellen Diffusion neuer Dienste, die auf den angesprochenen technologischen Innovationen basieren. Unter diesen Diensten, im weiteren Verlauf als M-Commerce-Dienste 3 bezeichnet, werden über bloße Sprachtelefonie hinausgehende Dienstleistungen in öffentlichen Mobilfunknetzen unter der Nutzung mobiler Endgeräte 4 verstanden. 5 Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass sich die Annahme der schnellen Diffusion von M-Commerce-Diensten derzeit nicht erfüllt. Die Services werden in Europa noch wenig genutzt, weil die Konsumenten vom Gebrauch enttäuscht sind. Viele M-Commerce-Innovationen scheinen den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden nicht zu entsprechen. 6 Allgemein sind Innovationen von Produkten und Dienstleistungen einem hohen Risiko des Scheiterns ausgesetzt. 7 Jedoch lässt sich das Floprisiko reduzieren, wenn Bedürfnisse von Konsumenten bei der Neuentwicklung von Produkten und Diensten berücksichtigt werden. 8 Als Grundlage einer nachfragerorientierten Produkt- und Leistungsgestaltung bietet sich die Means-End- Theorie 9 an, die jedoch in Bezug auf M-Commerce-Dienste bislang nicht angewendet wurde. Die vorliegende Untersuchung schließt diese Lücke, indem eine empirische Analyse auf Basis der Means-End-Theorie für M-Commerce-Dienste vorgenommen wird. Darüber hinaus wird der Means-End-Ansatz kritisch gewürdigt, wobei die Ergebnisse der Untersuchung und der aktuelle Stand der Forschung einbezogen werden Vgl. Petersmann/Nicolai 21, S. 3. Vgl. J.P. Morgan 2, S. 5.; Durlacher 21, S. 2; Boston Consulting Group 2, S. 12. Die Begriffe Dienste und Services werden im Folgenden synonym verwendet. Beispielsweise ein Handy oder ein PDA (Personal Digital Assistant). Vgl. Zobel 21, S. 3; Durlacher 1999, S. 7; Borowicz/Scherm 2, S. 469; Gerpott 21, S. 36; Wirtz 21, S. 45; Petersmann/Nicolai 21, S. 3 f.; zum Dienstleistungsbegriff vgl. Meffert/Bruhn 2, S. 3. Vgl. Boston Consulting Group 2, S. 26 ff.; Krosta/Griebnitz 22. Vgl. Meffert 2, S. 378 ff. Vgl. Nieschlag/Dichtl/Hörschgen 1991, S. 838 f.; Rupp Vgl. Herrmann 1996, S. 7 ff.

7 - 2 - Im Folgenden werden zunächst Entwicklung und Grundzüge der Means-End-Theorie, entsprechende Verfahren und allgemeine Implikationen für das Marketing dargelegt, die auf der Means-End-Theorie basieren. Im Anschluss daran werden u.a. Design und Ergebnisse der empirischen Studie erörtert. Im Rahmen der kritischen Würdigung werden Stärken und Schwächen der Means-End-Theorie zusammengeführt. 2. Methodische Grundlagen der Means-End-Theorie 2.1 Entwicklung und Grundzüge der Means-End-Theorie Die Wurzeln der Means-End-Theorie liegen in den Ausführungen des amerikanischen Sozialpsychologen Tolman 1, der in den 3er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Zielorientierung des individuellen Verhaltens herausstellte. Die grundlegende Idee des Means-End-Ansatzes besagt, dass sich ein Individuum für ein Produkt 11 entscheidet, um bestimmte Wünsche bzw. Ziele zu erreichen. 12 Dies setzt einen Lernprozess voraus, bei dem das Individuum eine Vorstellung über die Tauglichkeit des Produkts als Mittel ( means ) zur Erfüllung wünschenswerter Ziele ( ends ) erlangt. 13 Eigenschaften Nutzenkomponenten Werthaltungen Abbildung 1: Means-End-Modell von Gutman und Reynolds Quelle: Gutman 1982, S. 6 ff., Reynolds/Gutman 1984, S. 155 ff. In den 7er und 8er Jahren wurden verschiedene Means-End-Modelle entwickelt, welche die Merkmale eines Produkts (Attribute) mit Lebenszielen, Werthaltungen o- der Nutzenkomponenten verzahnten. 14 Diese wurden schließlich im Modell von Gut- 1 Vgl. Tolman 1932, S. 18 ff. Ein weiteres wichtiges theoretisches Fundament stammt von Rosenbergs Expectancy-Value-Theorie aus den 5er Jahren. Er fand heraus, dass Richtung und Intensität der Einstellung ggü. einem Objekt von kognitiven Strukturen bestimmt werden. Diese setzen sich aus Überzeugungen hinsichtlich der Förderung oder Behinderung von Werten durch dieses Objekt zusammen (vgl. Rosenberg 1956, S. 368 ff.). 11 Der im Folgenden verwendete Produktbegriff schließt Dienstleistungen mit ein. 12 Vgl. Olson/Reynolds 21, S Vgl. Herrmann 1996, S. 7; Kroeber-Riel/Weinberg 1999, S Vgl. Howard 1977, S. 23 ff.; Cohen 1979, S. 54 ff.; Myers/Shocker 198 S.3 ff.; zu einer weitergehenden Analyse der Entwicklung der Means-End-Theorie vgl. Herrmann 1996, S. 7 ff.; Olson/Reynolds 21, S. 11 ff.

8 - 3 - man und Reynolds 15 integriert, in dem die Attribute eines Produktes, Nutzenkomponenten 16 und Werthaltungen miteinander verknüpft sind (vgl. Abbildung 1). Die Zielsetzungen von Means-End-Analysen können aus zwei verschiedenen Perspektiven erörtert werden. 17 Im Rahmen der Perspektive der kognitiven Struktur zielen Means-End-Untersuchungen darauf ab, das konsumrelevante Wissen der Konsumenten zu ermitteln. Dabei wird davon ausgegangen, dass dieses Wissen im menschlichen Gehirn in Form hierarchischer (kognitiver) Strukturen repräsentiert ist, den sogenannten Means-End-Leitern. Diese sind assoziative Verknüpfungen verschiedener Kategorien des Produktwissens, die sich auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus befinden: Attribute, Nutzenkomponenten und Werthaltungen. 18 Hauptziel von Means-End-Analysen im Rahmen der Motivations -Perspektive ist es, die wesentlichen Motive des Käuferverhaltens zu erforschen. Dies fußt auf der Hypothese, dass sich Konsumenten für Produkte in Abhängigkeit der mit ihnen assoziierten Konsequenzen (aus dem Produktgebrauch resultierende Nutzenkomponenten oder der Beitrag zur Erfüllung von Werthaltungen) entscheiden. Die im Rahmen dieses Ansatzes gewonnenen Erkenntnisse sind qualitativer Natur und abhängig vom Situationskontext. 19 Bei den wahrgenommenen Merkmalen eines Produkts, den Attributen, können abstrakte und konkrete unterschieden werden. 2 Konkrete Attribute sind objektiv messbar und beschreiben die physikalisch-chemisch-technischen Eigenschaften eines Produkts. Sie lassen sich in der Regel direkt beobachten und weisen häufig eine endliche Zahl diskreter Zustände auf (z.b. Preis). Abstrakte Attribute hängen vom subjektiven Empfinden eines Individuums ab und ermöglichen oft eine umfassende Beschreibung eines Gutes (z.b. übersichtliche Benutzerführung eines Online- Dienstes, Design eines Autos). Gemäß der Nutzentheorie Vershofens 21 stiftet ein Produkt einen funktionalen (Grund- 15 Vgl. Gutman 1982, S. 6 ff.; Reynolds/Gutman 1984, S. 155 ff. 16 Reynolds und Gutman sprechen anstelle der Nutzenkomponenten allgemein von Konsequenzen, um die positiven oder negativen Resultate des Gebrauchs von Produkten oder Leistungen zu verdeutlichen. Im deutschsprachigen Raum hat sich jedoch die Bezeichnung Nutzen bzw. Nutzenkomponente durchgesetzt Vgl. z.b. Herrmann 1996, S. 9; Bauer/Huber/Braunstein 1998, S Vgl. Grunert/Grunert 1995, S. 29 f. 18 Vgl. Reynolds/Gutman 1988, S. 12 und Kuß 1994, S. 258; Peter/Olson/Grunert 1999, S. 71 ff. 19 Vgl. Grunert/Grunert 1995, S. 21; Olson/Reynolds 21, S Vgl. Peter/Olson/Grunert 1999, S. 66; Johnson 1984, S. 741 ff.; Tversky/Hemenway 1984, S. 169; Herrmann 1996a, S Vgl. Vershofen 1959, S. 89 ff.; Berekoven 1979, S. 2 ff.; Wiswede 1973, S. 5 ff.

9 - 4 - )Nutzen, der sich aus den physikalisch-chemisch-technischen Eigenschaften ergibt. Er beinhaltet die Zwecktauglichkeit eines Produktes und umfasst die aus der eigentlichen Verwendung resultierenden Konsequenzen (z.b. ein M-Commerce-Dienst spart Zeit). Dagegen beinhaltet der soziale bzw. psychische (Zusatz-) Nutzen alle für die Funktionsfähigkeit nicht zwingend erforderlichen Aspekte. Hierzu gehören solche Merkmale, welche die ästhetische Erscheinung des Produktes oder die soziale Akzeptanz steigern (z.b. Klingelton-Melodie eines Handys beeindruckt den Freundeskreis). Werte bzw. Werthaltungen sind nach Kroeber-Riel dauerhafte Vorstellungen des Wünschenswerten eines Individuums. 22 Sie sind verantwortlich für die Generierung von Lebenszielen und ihre Umsetzung im täglichen Leben. Werthaltungen beeinflussen somit das Konsumentenverhalten. Sie können nach Rokeach in instrumentale und terminale Werthaltungen eingeteilt werden. 23 Instrumentale Werthaltungen ( preferred modes of conduct ) beschreiben wünschenswerte Verhaltensformen wie tolerant, hilfsbereit oder phantasievoll sein. Instrumentale Werthaltungen ( desired endstates of existence ) sind wünschenswerte Lebensziele, wie z.b. reife Liebe oder eine friedliche Welt. Die Differenzierung von konkreten und abstrakten Attributen, funktionalen und sozialen/psychischen Nutzen sowie instrumentalen und terminalen Werthaltungen im Rahmen eines Means-End-Modells legen Olson und Reynolds dar. 24 Abbildung 2 zeigt dieses Modell und beispielhaft drei Means-End-Leitern. 22 Vgl. Kroeber-Riel/Weinberg 1999, S. 548; Meffert 2, S.125 ff.; Windhorst 1985, S. 34ff.; Raffée/Wiedmann 1988, S. 198 ff.; Silberer 1991, S. 9 ff.; Trommsdorff 1998, S. 163 ff. 23 Vgl. Rokeach 1973, S. 5 ff. 24 Vgl. Olson/Reynolds 1983, S. 78 ff.

10 - 5 - Attribute Nutzenkomponenten Werthaltungen Konkret Abstrakt Funktional Sozial/ Psychisch Instrumental Terminal ABS vorhanden Gutes Bremsverhalten Geringe Unfallgefahr Sicherheit Alu-Felgen Gutes Design Attraktives Erscheinungsbild Andere Leute beeindrucken Soziale Akzeptanz Klimaanlage vorhanden Hoher Komfort Geringer Streß Eigene Leistungsfähigkeit erhalten Erfolg Means-End Leiter Abbildung 2: Means-End-Modell von Olson und Reynolds Quelle: in Anlehnung an Kuß 1994, S. 258 Basierend auf den Grundlagen von Gutman sowie Olson und Reynolds 25 hat in den vergangenen 2 Jahren eine rege Forschungstätigkeit zur Means-End-Theorie eingesetzt. Es können Forschungsansätze in vier Bereichen unterschieden werden (vgl. Tabelle 1): 1. Die Untersuchung der Verfahren zur Generierung von Means-End-Chains 26 (Forschungsbereich Means-End-Verfahren ) 2. Die Analyse bzw. Erweiterung der Methoden bei bereits vorliegenden Means-End- Chains zum Treffen geeigneter Marketingentscheidungen (Forschungsbereich Marketing-Entscheidungen ) 3. Die Untersuchung der theoretischen Grundlagen des Means-End-Ansatzes (Forschungsbereich Means-End-Theorie ) 4. Die Anwendungen der Means-End-Theorie und -Verfahren auf Produkte und andere Konzepte (Forschungsbereich Means-End-Anwendungen ). Zu diesen Themenkomplexen sind allein in den letzten 1 Jahren eine Fülle von Arbeiten in der akademischen Literatur erschienen, was die hohe Bedeutung der Means-End-Theorie bei der Analyse des Konsumentenverhaltens dokumentiert. 25 Vgl. Gutman 1982, S. 6 ff. und Olson/Reynolds 1983, S. 78 ff. 26 Means-End-Chains bzw. Ketten bezeichnen die aggregierten kognitiven Strukturen einer Gruppe von Personen, Means-End-Ladders bzw. Leitern diejenigen auf Individualebene.

11 - 6 - Forschungsbereiche Publikation Means- Marketing- Means- Means-End-Anwendungen End-Ver- entschei- End- fahren dungen Theorie Van Rekom/Wierenga 22 Arbeitsmotivation, idealer Arbeitgeber Reynolds/Olson 21 Fluggesellschaften, Verkäufermotivation etc. Huber/Herrmann/Weis 21 Automobil Bagozzi/Dabholkar 2 Wahrnehmung von Bill Clinton Bech-Larsen 2 Äpfel Huber/Herrmann/ Beckmann 2 Sommerurlaub, Sportschuhe Kliebisch 2 Brot, Fleisch, Äpfel Ter Hofstede/Steenkamp/ Wedel 1999 Balderjahn/Schurrenberger 1999 Mattila 1999 Valette-Florence et al Bewertung Wirtschaftsstandorte Luxushotels Fischkonsum Bauer/Huber/Keller 1998 HiFi-System Bauer/Huber/Braunstein 1998 Bahnfahren Botschen/Thelen 1998 Kleidungskauf Ter Hofstede et al Yoghurt, Fleisch, Öle Bech-Larsen et al Pflanzliches Öl Gaus/Oberländer/Zanger 1997 Automobil Valette-Florence 1997 Herrmann 1996 Light Beer Aurifeille/Valette-Florence 1995 Rauchen, Wine Cooler Grunert/Grunert 1995 Lebensmittel Grunert/Grunert/Sørensen 1995 Reynolds/Whitlark 1995 Wahlen, Express-Sendung Klenosky/Gengler/Mulvey 1993 Skigebietswahl Valette-Florence/ Rapacchi 1991 Walker/Olson 1991 Grußkarten Reynolds/Gutman 1988 Wine Cooler Tabelle 1: Ausgewählte Publikationen in den Forschungsbereichen der Means-End-Theorie

12 Means-End-Verfahren Die Ermittlung und Analyse der kognitiven Strukturen der Konsumenten im Rahmen der Means-End-Verfahren erfolgt in drei Schritten. 27 Zunächst müssen die für die Kaufentscheidung relevanten Attribute ermittelt werden. Anschließend wird, ausgehend von den Attributen, im Rahmen des Ladderings zu den entsprechenden Nutzenkomponenten und Werthaltungen vorgedrungen, die in einem letzten Schritt analysiert werden. Die in den drei Schritten zum Einsatz kommenden Verfahren werden im Folgenden erläutert (vgl. Abbildung 3). Attribut- Ermittlung Triadic Sorting Free Sorting Direct Elicitation Reasoned Ranking Prespecified List Laddering Hard Laddering Soft Laddering Analyse Inhaltsanalyse Implikationsmatrix Hierarchical Value Map Abbildung 3: Verfahren der Means-End-Theorie Quelle: Reynolds/Gutmann 21, S. 31 ff.; Bech-Larsen et al. 1997, S. 3; Grunert/ Grunert 1995, S. 216 Zur Ermittlung der Schlüsselattribute steht eine Vielzahl an Verfahren bereit. 28 Sie reichen von dem in der Durchführung eher aufwändigen Ansatz des Triadic Sorting 29 bis hin zu schnellen Verfahren wie die Verwendung vorgefertigter Attributlisten ( Prespecified List ). Beim Triadic Sorting werden relevante Attribute dadurch gewonnen, dass Probanden ein Tripel an Produkten beurteilen. Dabei müssen die Befragten Merkmale angeben, nach denen zwei Produkte einander ähnlich, von dem dritten jedoch unterschiedlich sind. Im Rahmen des Free Sorting bilden die Probanden Gruppen von Produkten und geben die Merkmale an, welche die Gruppen beschreiben und gleichzeitig von anderen Gruppen unterscheiden. Beim Direct Elicitation werden die Probanden direkt gefragt, welche Attribute aus ihrer Sicht am wichtigsten sind. Reasoned Ranking erfordert von den Befragten, dass sie dargestellte Produkte in eine Reihenfolge gemäß ihrer Präferenz bringen und diese begründen. Schließlich setzt 27 Vgl. Hofstede et al. 1998, S. 38; Herrmann 1996, 8 ff. 28 Vgl. Bech-Larsen et al. 1997, S. 3 f. 29 Vgl. Kelly 1955 und Fromm Triadic Sorting wird auch Repertory Grid Methodik, Triad Task oder Triadenvergleich genannt.

13 - 8 - die Möglichkeit des Auswählens aus einer Attributliste ( Prespecified List ) entsprechende Vorarbeiten zur Attributgenerierung z.b. im Rahmen von Fokusgruppen voraus. Zur Rekonstruktion der Means-End-Leitern steht das Laddering-Verfahren zur Verfügung. 3 Der Name rührt daher, dass, ausgehend von den Attributen, über eine Serie von Warum ist das wichtig für Sie? -Fragen zu Nutzenkomponenten und Werthaltungen vorgedrungen wird. Man steigt also auf einer Leiter (Ladder), die vom Konkreten zum Abstrakten führt. Beispielsweise ergibt sich bei Bahnfahrern durch die Wiederholung der Warum-Fragen folgende Struktur: 31 Kurze Reisedauer (A 32 ) Angenehm (A) Fit nach Ankunft (N) Sich wohlfühlen (N) Lebensfreude (W). Zur die Durchführung des Laddering-Verfahrens gibt es zwei Alternativen. 33 Beim Soft Laddering erfolgt die Datensammlung im Rahmen von Einzelgesprächen durch Tiefeninterviews. Dabei hat der Interviewer flexible Reaktionsmöglichkeiten, z.b. bei der Nennung mehrerer Nutzenkomponenten für ein Attribut, sogenannte forked answers. 34 Verschiedene automatisierte Verfahren ohne den Einfluss eines Interviewers ( Papier-und-Bleistift -Methoden, computergestützte Verfahren) werden als Hard Laddering bezeichnet. Diese Methode hat den Vorteil, dass kein Interviewer- Bias wie beim Soft Laddering auftreten kann. Botschen und Thelen haben gezeigt, dass unter bestimmten Voraussetzungen beide Verfahren vergleichbare Ergebnisse erzielen. 35 Die schriftlich aufgezeichneten Laddering-Daten erweisen sich oft als komplex, verwirrend und vielschichtig. Sie geben auf den ersten Blick nur wenige Hinweise auf die interessierenden Nutzenkomponenten und Werthaltungen. Zur Auswertung des empirischen Materials bietet sich die Inhaltsanalyse an, die im Kern aus einer Heuristik zur Interpretation transkribierter Interviews besteht Vgl. Gutman 1982; Reynolds/Gutman Vgl. Bauer/Huber/Braunstein 1998, S A: Attribut, N: Nutzenkomponente; W: Werthaltung. 33 Vgl. Grunert/Grunert 1995, S Vgl. auch Grunert/Grunert/Sørensen 1995, S. 11 ff. Bzgl. allgemeiner Hinweise zur Durchführung des Laddering-Interviews: vgl. Reynolds/Gutman 1988, S. 12 ff. 35 Vgl. Botschen/Thelen 1998, S Jedoch erscheint die Einhaltung dieser Voraussetzungen im allgemeinen als fraglich. Ein Forschungsfall dokumentiert, dass bei einem Hard Laddering nur ein einziger Wert ( Feeling Good ) ermittelt wurde. Vgl. Botschen/Thelen/Pieters 1997, S. 164; Zu Validitätskriterien für die Durchführung von Laddering-Verfahren: vgl. Grunert/Grunert 1995, S. 212 f. 36 Vgl. Herrmann 1996, S. 95 f. und die dort angegebene Literatur zur Inhaltsanalyse.

14 - 9 - Eine qualitative Inhaltsanalyse besteht im wesentlichen aus drei Schritten: Zusammenfassung des Dokuments (u.a. durch Streichen irrelevanter Texte), 2. Erläuterung der verbleibenden Textpassagen und Zuordnung dieser zu bestimmten Kategorien. Jede Kategorie darf sich nur auf eine einzige Bedeutungsdimension beziehen, fordern Mayntz, Holm und Hübner. 38 Außerdem, so die Autoren, müssen sich die Kategorien gegenseitig ausschließen und das gesamte Kategoriensystem muss vollständig sein. Dies hat eine herausragende Bedeutung. Hierzu meint Berelson: 39 Die Inhaltsanalyse steht und fällt mit ihren Kategorien. Da die Kategorien die Substanz der Untersuchung enthalten, kann eine Inhaltsanalyse nicht besser sein als ihre Kategorien. Auf der Grundlage des entwickelten Kategoriensystems lassen sich jetzt die individuellen Aussagen der einzelnen Befragten (Means-End-Leitern) zu kognitiven Strukturen von einer Gruppe von Probanden (Means-End-Chains) zusammenfassen. Als nächsten Schritt in der Datenanalyse gilt es nun herauszufinden, wie die einzelnen Kategorien miteinander in Verbindung stehen. Zu diesem Zweck bietet sich die Erstellung einer Implikationsmatrix an. 4 Dabei gibt ein Tabellenwert die Anzahl der Probanden an, bei denen eine Kategorie zu jeweils einer anderen führt (vgl. Anhang 7 und 8). Es können direkte und indirekte Beziehungen berücksichtigt werden. Wenn innerhalb einer Means-End-Chain keine andere Kategorie zwischengeschaltet ist, so spricht man von einer direkten Verknüpfung, andernfalls von einer indirekten. So ist z.b. in Abbildung 2 die Verbindung: Alu-Felgen gutes Design direkt, wogegen: Alu-Felgen attraktives Erscheinungsbild eine indirekte Verknüpfung ist. Die Häufigkeitswerte der Implikationsmatrix bilden die Grundlage der Erstellung einer Hierarchical Value Map (HVM). Dieses Netzwerk-Diagramm repräsentiert graphisch eine Menge von Means-End-Ketten und lässt sich als Schätzung der kognitiven Struktur auf aggregierter Ebene (z.b. des Marktes) interpretieren. 41 Die Darstellung aller Verbindungen der Implikationsmatrix ist nicht empfehlenswert, weil die HVM sonst sehr komplex und schwer zu interpretieren ist. Deshalb scheint es ratsam, sich auf die wichtigsten Means-End-Chains zu konzentrieren. 42 Dies wird in der Praxis durch den sogenannten Cutoff Level realisiert. Er gibt an, 37 Vgl. Mayring 1985, S. 193 ff. und 1988, S. 51 ff.; Herrmann 1996, S. 1 f. 38 Vgl. Mayntz/Holm/Hübner 1978, S. 157; Lisch/Kriz 1978, S. 7 f. und Mayring 1988, S Vgl. Berelson 1971, S Vgl. Reynolds/Gutman 21, S.43 ff. 41 Vgl. Gengler/Klenosky/Mulvey 1995, S. 245 und Grunert/Grunert 1995, S Vgl. Grunert/Grunert/Sørensen 1995, S. 15.

15 - 1 - welche Mindesthäufigkeit in der Implikationsmatrix eine Verbindung zwischen zwei Kategorien haben sollte, um in der HVM repräsentiert zu werden. Zur Bestimmung der Cutoff Levels gibt es keine theoretisch begründeten Kriterien, sondern nur Heuristiken, die sich an pragmatischen Überlegungen orientieren. 43 Die Abwägung zwischen den Zielen einer guten Interpretierbarkeit der HVM (durch hohe Cutoff Levels) und einem möglichst geringen Informationsverlust (durch niedrige Cutoff Levels) berücksichtigt der Ansatz von Gengler und Reynolds: 44 Dabei fordern die Autoren, dass in einer HVM mindestens 7% aller Verbindungen der Implikationsmatrix enthalten sein sollen. 45 Die Berücksichtigung der Maßgabe, dass eine HVM nur nicht redundante Means- End-Chains enthalten soll, stellt eine weitere Möglichkeit zur Vereinfachung des Diagramms dar. Dies hat zur Folge, dass z.b. bei der Existenz von zwei Verbindungen A C und A B C (A, B, C seien beliebige Means-End-Kategorien) auf die Darstellung von A C verzichtet wird, weil sie als Teil der anderen dargestellt werden kann. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die korrekte Repräsentation des konsumrelevanten Wissens sowie die daraus resultierende Marketingentscheidungen haben und ist in der wissenschaftlichen Literatur nicht unumstritten Means-End-basierte Implikationen für das Marketing Die Durchführung von Means-End-Analysen ermöglicht es, Implikationen für das Marketing für den jeweiligen Untersuchungsgegenstand vor allem in drei Gebieten abzuleiten: 47 Produkt- bzw. Markenpolitik, Kommunikationspolitik und Marktsegmentierung. Relevante Aspekte der drei Bereiche werden im Folgenden dargestellt. Im Rahmen der Produkt- und Programmpolitik werden Entscheidungen im Hinblick 43 Vgl. Grunert/Grunert 1995, S Vgl. Gengler/Reynolds 1995, S Ein weiterer Ansatz besagt, dass eine Verbindung aufgenommen werden soll, wenn sie von mindestens 5% der Befragten genannt wurde (vgl. Klenosky/Gengler/Mulvey 1993, S. 371). Reynolds und Gutman geben Erfahrungswerte von Cutoff Levels an, vgl. Reynolds/Gutman 21, S. 45. Pieters, Baumgartner und Stad schlagen einen Concentration Index vor, vgl. Pieters/Baumgartner/Stad 1994, S. 749 ff. und Grunert/Grunert 1995, S Vgl. Grunert/Grunert 1995, S. 22 ff. 47 Vgl. Reynolds/Gutman 21, S. 53 ff.; Gutman 1982, S. 7 f.; Olson/Reynolds 1983, S. 87 ff.; Kuß 1994, S. 26.

16 auf die marktgerechte Gestaltung der angebotenen Leistungen getroffen. 48 Die Means-End-Verfahren liefern hierzu relevante Informationsgrundlagen, weil die Konsumenten ihre individuellen Kriterien für die Präferenz eines Produktes darlegen. Durch die Berücksichtigung von Attributen, Nutzenkomponenten und Werthaltungen ist eine umfassende Ausrichtung der Produktpolitik an den Wünschen des Kunden möglich. Diese produktbezogenen Überlegungen lassen sich auch auf Marken übertragen. 49 Bei der Erarbeitung von Kommunikationsstrategien sind konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung der Werbemittel wesentlich. 5 Dabei können die Resultate von Means-End-Analysen direkt berücksichtigt werden, beispielsweise im Rahmen des zur Entwicklung einer Werbestrategie konzipierten MECCAS -Modells. 51 Die Grundstruktur des Modells umfasst fünf Bestandteile: Driving Force: Grundausrichtung der Werbung auf die für Konsumenten relevanten Werthaltungen. Leverage Point: Ansatzpunkt zur Aktivierung der relevanten Werthaltung bei den Konsumenten. Executional Framework: Konzeptionelle Umsetzung der zentralen Aussage (durch ein Handlungsszenario, kommunikative Instrumente etc.). Consumer Benefit: Wichtigstes (positives) Nutzenargument, das kommuniziert werden soll. Message Elements: Konkrete Kommunikationselemente, wie z.b. Attribute und die daraus resultierende Nutzenkomponenten. Das konsumrelevante Wissen der Konsumenten in Gestalt der Attribute, Nutzenkomponenten und Werthaltungen wird in den Bestandteilen 1, 4 und 5 des Modells erfasst. Somit können die empirisch ermittelten Bedürfnisstrukturen der Konsumenten in Kommunikationsstrategien übertragen werden. Unter Marktsegmentierung wird die Aufteilung eines Gesamtmarktes in bezüglich ihrer Marktreaktion intern homogene und untereinander heterogene Segmente sowie die Bearbeitung eines oder mehrerer dieser Segmente verstanden. 52 Dazu können verhaltensorientierte, soziodemographische, geographische oder psychographische 48 Vgl. Meffert 2, S Vgl. Reynolds/Gutman 21, S. 54; Kuß 1994, S Vgl. Meffert 2, S Means-End-Conceptualisation of Components for Advertising Strategy, vgl. Olson/Reynolds 1983, S. 88; Gengler/Reynolds 1995, S. 28 f.; Reynolds/Craddok 21, S. 163 ff. 52 Vgl. Meffert 2, S. 181 und 188; Schreiber 1973, S. 9 ff; Bauer 1977, S.59 ff.; Freter 1983, S. 18.

17 Segmentierungskriterien herangezogen werden. Letztere können aus den Means- End-Kategorien gebildet werden. Segmentierungen können jedoch auch auf der Ebene einzelner Verknüpfungen oder ganzer Means-End-Chains erfolgen Empirische Untersuchung 3.1 Vorgehen und Design Eine empirische Untersuchung des Lehrstuhls Marketingmanagement der Handelshochschule Leipzig wurde in den Monaten April bis Juni 22 vorbereitet und durchgeführt (vgl. Abbildung 4). Dabei wurde im ersten Schritt u.a. das Befragungsziel festgelegt, entsprechende Literatur ausgewertet sowie das Design abgestimmt. Im zweiten Schritt fand nach einem Test der Methodik anhand zweier Personen ein Soft Laddering statt. Den Abschluss der Erhebung bildeten die bereits in Abschnitt 2.2 dargestellten Means-End-Verfahren und die Dokumentation der Ergebnisse. Im Mai und Juni 22 wurden Interviews mit insgesamt 21 Personen im Rahmen eines Soft Ladderings durchgeführt. Die befragten Personen sind Kunden des Mobile- Entertainment-Unternehmens Handy.de 54, welches als Kooperationspartner für die Untersuchung zur Verfügung stand. Als Untersuchungsgegenstand dienten die Dienste: Bildmitteilungen versenden (ein Bildmotiv wird über das Internet ausgewählt und ggfs. mit einer persönlichen Grußbotschaft versehen i.d.r. an andere Mobilfunknutzer verschickt) 55. Klingeltöne herunterladen (eine Melodie eines gewünschten Lieds wird ausgewählt und an das eigene Handy versendet. Die Melodie des Lieds ist anstelle eines voreingestellten Tons auf dem Handy bei Anrufen zu hören) Vgl. Botschen/Thelen/Pieters 1997, S. 16 f. 54 Vgl. 55 Vgl. Handy.de 22a. 56 Vgl. Handy.de 22b.

18 April 22 Mai 22 Juni 22 Vorbereitung Befragungsziel festlegen Vorhandenes Material auswerten Experten befragen Befragungsdesign festlegen (Hard-/Soft Laddering, Attributgenerierung etc.) Abstimmung mit Kooperationspartner bzgl. Design, Kundenzugriff, Budget etc. Fragebogen, Fragetechnik vorbereiten Durchführung Interviews Test durchführen Test auswerten, Modifikationen vornehmen Anschreiben für User erstellen Interviewpartner anschreiben und auswählen Interviews durchführen und dokumentieren Fotos erstellen Auswertung und Dokumentation Inhaltsanalyse und Entwicklung Kategoriensystem Berechnung Implikationsmatrix Ausarbeitung Hierarchical Value Map Weitere quantitative Auswertungen Dokumentation und Präsentation der Erhebung Abbildung 4: Vorgehen der empirischen Untersuchung Quelle: in Anlehnung an Weis/Steinmetz 2, S. 1 Auswahlkriterium für die Rekrutierung der Befragten war die regelmäßige intensive Nutzung der Dienste (mindestens ein mal pro Monat). Die interviewten Personen erhielten eine Gratifikation in Höhe von 2 Euro für die ca. 1-1,5 Stunden andauernden Gespräche. Diese fanden nach freier Wahl der Befragten entweder bei ihnen zu Hause oder in den Büroräumen von Handy.de in Hamburg statt. Die Ansprache der Probanden erfolgte über und direkte Telefonanrufe. Die Interviews wurden von einer sowohl mit der Means-End-Methodik als auch mit M-Commerce-Diensten vertrauten Person durchgeführt. Aufgrund der explorativen Zielsetzung der Studie wurde die Direct Elicitation-Methode zur Identifizierung der Schlüsselattribute eingesetzt. 57 Auf den Einsatz von Software zur Analyse der Ergebnisse wurde verzichtet. 58 Hinsichtlich der sozioökonomischen Merkmale der Befragten zeigte sich, dass diese zwischen 15 und 33 Jahren und im Durchschnitt 22 Jahre alt waren (vgl. Abbildung 5). Sie setzten sich in etwa zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen zusammen, verfügten über eine hohe Ausbildung und wohnten mehrheitlich in Großstädten. In Bezug auf die verhaltensorientierten Merkmale der Probanden fallen die hohen Ausgaben für Telefonieren mit dem Handy und M-Commerce-Dienste mit 76 Euro pro Monat auf. 57 Vgl. Bech-Larsen 1997, S Z.B. Software Laddermap, vgl. Gengler/Reynolds 1995, S. 22 ff.

19 Sozioökonom. Merkmale Verhaltensorient. Merkmale Alter: 22 Jahre, Spanne Jahre 11 weiblich, 1 männlich Ausbildung: Universität: 5, Gymnasium: 8, Realschule: 6, Hauptschule: 2 Beschäftigung: Schüler/Student: 9, Angestellt: 5, Azubi: 4, Sonstige: 3 Wohnort: > 5 EW: 1, 1 5 EW: 2, 5-1 EW: 3, < 5 EW: 6 Monatsnettoeinkommen 589 Ausgaben für Handy-Telefonieren >> 32 ( -ARPU 21) Ausgaben für M-Commerce Dienste 2 28 Handy: 15 Nokia, 3 Siemens, 2 Trium, 1 Panasonic; 11 WAP/GPRS-fähig 15 Vertragskunden, 6 Prepaid Nutzung Klingeltöne: 2,2/Monat (21 Befragte) Nutzung Bildmitteilungen: 2,5/Monat (18 Befragte) 1 Inklusive monatliche Grundgebühr 2 Ausgaben für informierende/unterhaltende Dienste, Kommunikations- und Transaktionsdienste Abbildung 5: Charakteristika der 21 Befragten Diese sind deutlich höher ist als der gegenwärtige ARPU 59 der Mobilfunk-Betreiber. Die befragten Personen können somit als Heavy-User von M-Commerce-Diensten interpretiert werden. 6 Es konnten insgesamt 18 Aussagen zum Dienst Bildmitteilungen versenden bzw. 21 zum Dienst Klingeltöne herunterladen ausgewertet werden. Die Interviews begannen mit einführenden Vorbemerkungen, der Einstimmung auf die Ziele der Befragung und einer allgemeinen Analyse der Nutzungssituation von M- Commerce-Diensten (vgl. Anhang 1). 61 Anschließend wurde die Attributermittlung und das Laddering-Verfahren bei den Diensten Bildmitteilungen versenden und Klingeltöne herunterladen durchgeführt. Im Rahmen der Attributermittlung wurden die Probanden gebeten, sich eine konkrete Nutzungssituation vorzustellen. Die entsprechenden Fragen im Interviewleitfaden z.b. für den Dienst Klingeltöne herunterladen lauteten: Stell dir vor, du möchtest gerne einen neuen Klingelton für dein Handy haben. Welche Eigenschaften eines Klingelton-Dienstes sind dir wichtig? Im weiteren Verlauf wurden die so ermittelten Attribute auf einer Skala von 1-6 (1 = sehr wichtig, 6 = gar nicht wichtig) vom Befragten bewertet. Ausgehend von jedem einzelnen Attribut wurde nun das Soft Laddering durchgeführt. Zur Vorbereitung auf die ungewöhnliche Fragetechnik wurde folgende Erläuterung gegeben: 59 Average Revenue Per User (durchschnittlicher Monatsumsatz eines Kunden). 6 Vgl. Meffert 2, S Die Means-End-Befragung bildet einen Auszug aus einer Untersuchung des Lehrstuhls Marketingmanagement der Handelshochschule Leipzig zur Akzeptanz von M-Commerce-Diensten.

20 Ich werde nun zu den von dir genannten Eigenschaften mehrmals hintereinander fragen, warum diese wichtig für dich sind. Es gibt dabei keine richtigen oder falschen Antworten. Allein deine Sicht der Dinge zählt. Du kannst dabei alles aufzählen und sagen, was dir spontan einfällt und wahr ist. Hast du dazu noch Fragen? Nach dieser Einführung wurde mit den entsprechenden weiterführenden Warum- Fragen begonnen, um die Means-End-Leitern zu ermitteln. Beginnen wir mit [...] - warum ist das wichtig für dich? Zielsetzung der Befragung war es, ausgehend von den Attributen zu den entsprechenden Nutzenkomponenten und Werthaltungen vorzudringen. Konnten die Probanden an gewissen Stellen nicht weiter antworten, wurde nach den Lösungsvorschlägen von Reynolds und Gutman verfahren. 62 Gleichzeitig wurden die Validitätskriterien von Grunert und Grunert berücksichtigt. 63 So konnte ein zu starker Interviewer-Bias vermieden und sichergestellt werden, dass nur kognitive Prozesse des Probanden berücksichtigt sind, die relevant sind für die reale Kaufentscheidung. Im Anschluss an die Interviews wurde eine Inhaltsanalyse und Kategorienbildung durchgeführt sowie die Implikationsmatrix und Hierarchical Value Map berechnet. Die Ergebnisse sind im folgenden Abschnitt erläutert. 3.2 Ergebnisse Im Rahmen der Inhaltsanalyse konnten 622 relevante Textpassagen für die beiden Dienste identifiziert werden. Mehr als die Hälfte davon (326 der 622, 52%) konnte der Rubrik Nutzenkomponenten zugeordnet werden (vgl. Abbildung 6), 29% der Rubrik Attribute und 19% der Rubrik Werthaltungen. Die Textpassagen wurden über beide Dienste hinweg zu insgesamt 34 Kategorien verdichtet. Es konnten auch 181 Means-End-Leitern ermittelt werden. Dabei war die Aussagebereitschaft der Befragten, gemessen an der Anzahl der explorierten Leitern pro Befragter, für die jeweiligen Dienste in etwa gleich groß. Beim Dienst Bildmitteilungen versenden gab es durchschnittlich 4,7 Leitern pro Befragtem, beim Dienst Klingeltöne herunterladen 4,6. Anlog verhielt es sich mit der durchschnittlichen Länge einer Leiter gemessen in der Anzahl Textpassagen pro Leiter. Beim Dienst Bildmitteilungen versenden war eine Leiter im Schnitt 3,5 Textelemente lang, beim Dienst Klingeltöne herunterladen 3,4 Textelemente. 62 Vgl. Reynolds/Gutman 21, S. 34 ff. 63 Vgl. Grunert/Grunert 1995, S. 213 ff.

Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln am Beispiel von Fleisch und Fleischwaren

Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln am Beispiel von Fleisch und Fleischwaren Lisa Lichtenberg Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln am Beispiel von Fleisch und Fleischwaren Eine empirische Analyse des Verbraucherverhaltens in Deutschland Verlag Dr. Kovac Hamburg 2013 Inhaltsverzeichnis

Mehr

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Einleitung In diesem Aufsatz/dieser Abhandlung/dieser Arbeit werde ich... untersuchen/ermitteln/bewerten/analysieren... Um diese Frage zu beantworten, beginnen

Mehr

Auswertung qualitativer Interviews

Auswertung qualitativer Interviews Auswertung qualitativer Interviews Problem: umfangreiche Texte in eine Form zu bringen, die als Erzählung, als Leseangebot für den Leser dienen können Texte müssen eingedickt werden, sie müssen im Rahmen

Mehr

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz eines Vorgehensmodells zur Auswahl von CRM-Systemen D I P L O M A R B E I T zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

Leitfaden für Masterarbeiten im Master Management & Business Development für den Bereich Kommunikation und PR

Leitfaden für Masterarbeiten im Master Management & Business Development für den Bereich Kommunikation und PR Leitfaden für Masterarbeiten im Master Management & Business Development für den Bereich Kommunikation und PR 1. Wesen und Ziel der Masterarbeit Im Master Management & Business Development erlangen die

Mehr

Analyse kritischer Erfolgsfaktoren für Enterprise Social Networking Anwendungen. Bachelorarbeit

Analyse kritischer Erfolgsfaktoren für Enterprise Social Networking Anwendungen. Bachelorarbeit Analyse kritischer Erfolgsfaktoren für Enterprise Social Networking Anwendungen Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftswissenschaften

Mehr

Fragebogen zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit mit SB-Kassen (zweite empirische Untersuchung)

Fragebogen zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit mit SB-Kassen (zweite empirische Untersuchung) Interviewer: Fragebogennummer: Datum: Uhrzeit: SB Guten Tag, im Rahmen einer Seminararbeit an der Professur für Handelsbetriebslehre der Universität Göttingen führe ich eine empirische Untersuchung zur

Mehr

Vertriebspotenzial-Test

Vertriebspotenzial-Test CNT Gesellschaft für Personal- und Organisationsentwicklung mbh Hamburg München Wien Moskau Das Wichtigste vorweg Der Vertriebspotenzial-Test (VPT) ist ein arbeitspsychologisch fundierter Test zur Erfassung

Mehr

CALL CENTER- KURZ CHECK

CALL CENTER- KURZ CHECK CALL CENTER- KURZ CHECK DER KARER CONSULTING KURZ-CHECK FÜR IHREN TELEFONISCHEN KUNDENSERVICE Call Center Kurz Check White Paper 1 Einleitung Wollen Sie genau wissen, wie der aktuelle Stand in Ihrem telefonischen

Mehr

Erfolgsfaktoren des Mobile Marketing

Erfolgsfaktoren des Mobile Marketing Kyriaki Carolin Kazantzidis Erfolgsfaktoren des Mobile Marketing PETER LANG Internationaler Verlag der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis 13 Tabellenverzeichnis 17 Abkürzungsverzeichnis

Mehr

Der Einfluss von Product Placement in Fashion Blogs auf das Kaufverhalten

Der Einfluss von Product Placement in Fashion Blogs auf das Kaufverhalten Wirtschaft Janine Blomeier Der Einfluss von Product Placement in Fashion Blogs auf das Kaufverhalten Bachelorarbeit Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Bibliothek

Mehr

Qualitative Sozialforschung: Ein Überblick. Autor: Thomas Brüsemeister Überarbeitung: Patrick Heiser und Judith Bündgens-Kosten

Qualitative Sozialforschung: Ein Überblick. Autor: Thomas Brüsemeister Überarbeitung: Patrick Heiser und Judith Bündgens-Kosten Qualitative Sozialforschung: Ein Überblick Autor: Thomas Brüsemeister Überarbeitung: Patrick Heiser und Judith Bündgens-Kosten 2011 FernUniversität in Hagen. Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften.

Mehr

Grundlagen des Marketing

Grundlagen des Marketing Technische Universität Chemnitz Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl für Marketing und Handelsbetriebslehre Sommersemester 2016 1 Gliederung 2 Der Kunde im Marketing 2.1 Der Kunde als zentrales

Mehr

Anforderungen und Auswahlkriterien für Projektmanagement-Software

Anforderungen und Auswahlkriterien für Projektmanagement-Software Anforderungen und Auswahlkriterien für Projektmanagement-Software Anika Gobert 1,Patrick Keil 2,Veronika Langlotz 1 1 Projektmanagement Payment Giesecke &Devrient GmbH Prinzregentenstr. 159, Postfach 800729,

Mehr

Strategische Neukundengewinnung im internationalen Industriegütermarketing mittelständischer Unternehmen

Strategische Neukundengewinnung im internationalen Industriegütermarketing mittelständischer Unternehmen Valentino Di Candido Strategische Neukundengewinnung im internationalen Industriegütermarketing mittelständischer Unternehmen Ein konzeptioneller Ansatz auf Basis einer internationalen Marktsegmentierung

Mehr

DISKUSSIONSBEITRÄGE DER FAKULTÄT FÜR BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE MERCATOR SCHOOL OF MANAGEMENT UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN. Nr. 374

DISKUSSIONSBEITRÄGE DER FAKULTÄT FÜR BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE MERCATOR SCHOOL OF MANAGEMENT UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN. Nr. 374 DISKUSSIONSBEITRÄGE DER FAKULTÄT FÜR BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE MERCATOR SCHOOL OF MANAGEMENT UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN Nr. 374 Eignung von Verfahren der Mustererkennung im Process Mining Sabrina Kohne

Mehr

Interkulturelles Projektmanagement in internationalen Projekten am Beispiel von afghanischen Mitarbeitern. Bachelorarbeit

Interkulturelles Projektmanagement in internationalen Projekten am Beispiel von afghanischen Mitarbeitern. Bachelorarbeit Interkulturelles Projektmanagement in internationalen Projekten am Beispiel von afghanischen Mitarbeitern Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades,,Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang

Mehr

FernUniversität in Hagen März 2013 Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

FernUniversität in Hagen März 2013 Fakultät für Wirtschaftswissenschaft FernUniversität in Hagen März 2013 Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Name: Vorname: Unterschrift: Klausur im Hauptstudium: Grundlagen des Marketing Modulnummer: 31621 Aufgabe 1 2 3 4 Gesamt maximale

Mehr

Für die Erstellung von Masterarbeiten massgeblich ist das allgemeine Merkblatt für

Für die Erstellung von Masterarbeiten massgeblich ist das allgemeine Merkblatt für Gottlieb Duttweiler Lehrstuhl für Internationales Handelsmanagement Für die Erstellung von Masterarbeiten massgeblich ist das allgemeine Merkblatt für Masterarbeiten, das unter http://www.unisg.ch eingesehen

Mehr

Vergleich verschiedener Visualisierungsinstrumente zur online Landschaftsbildbewertung

Vergleich verschiedener Visualisierungsinstrumente zur online Landschaftsbildbewertung Vergleich verschiedener Visualisierungsinstrumente zur online Landschaftsbildbewertung Verfasser: Roman Hirzel Betreuerin: Dr. Ulrike Wissen Hayek Externe Betreuerin: Prof. Dr. Margit Mönnecke Hochschule

Mehr

USABILITY EVALUATION CHALLENGE 2010/2011 UNSER KONZEPT. Referenten: Janina Hofer, Stefan Latt, Benjamin Pick, Sima Schöning

USABILITY EVALUATION CHALLENGE 2010/2011 UNSER KONZEPT. Referenten: Janina Hofer, Stefan Latt, Benjamin Pick, Sima Schöning USABILITY EVALUATION CHALLENGE 2010/2011 UNSER KONZEPT Referenten: Inhalt 2 Definition der Zielgruppen Definition der Kommunikationsziele Zielgruppeninterviews Heuristische Evaluation (Bastien und Scarpin)

Mehr

Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter

Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter LV: 18.92 Empirische Forschungsmethoden in praktischer Anwendung Leiterin: Mag. Dr. Gunhild Sagmeister Inhaltsverzeichnis 1. Fragestellung/Erkenntnisinteresse

Mehr

ERP-Systemeinsatz bewerten und optimieren

ERP-Systemeinsatz bewerten und optimieren ERP-Systemeinsatz bewerten und optimieren Handlungsfelder zur Optimierung des ERP-Systemeinsatzes ERP-Lösungen werden meist über viele Jahre lang eingesetzt, um die Geschäftsprozesse softwaretechnisch

Mehr

Modul: Betriebswirtschaftslehre, BWL 1B Veranstaltung: Übungsaufgaben aus dem online-tutorium

Modul: Betriebswirtschaftslehre, BWL 1B Veranstaltung: Übungsaufgaben aus dem online-tutorium Modul: Betriebswirtschaftslehre, BWL 1B Veranstaltung: Übungsaufgaben aus dem online-tutorium Übungsaufgaben und Lösungen Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Wirtschaft Dozent: Prof. Dr. Andreas Diedrich

Mehr

Risikomanagement für IT-Projekte: Vergleich von Risiken und Methoden

Risikomanagement für IT-Projekte: Vergleich von Risiken und Methoden Sperrvermerk Risikomanagement für IT-Projekte: Vergleich von Risiken und Methoden Bachelorarbeit Zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftswissenschaft

Mehr

Empirische Untersuchung zur Marktdurchdringung und Verbraucherakzeptanz des Blauen Engel - Ergebnisse der standardisierten Online-Befragung

Empirische Untersuchung zur Marktdurchdringung und Verbraucherakzeptanz des Blauen Engel - Ergebnisse der standardisierten Online-Befragung Empirische Untersuchung zur Marktdurchdringung und Verbraucherakzeptanz des Blauen Engel - Ergebnisse der standardisierten Online-Befragung Dr. Immanuel Stieß, Barbara Birzle-Harder Frankfurt am Main November

Mehr

Sozialwissenschaftliche Methoden I

Sozialwissenschaftliche Methoden I Sozialwissenschaftliche Methoden I 4. Grundlagen der empirischen Sozialforschung Wintersemester 2008/09 Jr.-Prof. Dr. Thomas Behrends Internationales Institut für Management ABWL, insb. Personal und Organisation

Mehr

Material zur Studie. Leitfaden für die Telefoninterviews. 1) Einführung

Material zur Studie. Leitfaden für die Telefoninterviews. 1) Einführung Material zur Studie Persönliche Informationen in aller Öffentlichkeit? Jugendliche und ihre Perspektive auf Datenschutz und Persönlichkeitsrechte in Sozialen Netzwerkdiensten Leitfaden für die Telefoninterviews

Mehr

Consumer Idealized Design

Consumer Idealized Design Consumer Idealized Design Der Erfolg von Produkt- und Dienstleistungsinnovationen ist daran gekoppelt, inwieweit es gelingt, tatsächliche Kundenbedürfnisse zu erfüllen. In der Literatur wird daher vorgeschlagen,

Mehr

Mobile Advertising am Point-of-Sale

Mobile Advertising am Point-of-Sale 1 von 5 17.05.2011 20:10 Veröffentlichung (http://www.ecc-handel.de /alle_veroeffentlichungen_anzeigen.php?parent=212190) - Online- Marketing (http://www.ecc-handel.de/online-marketing.php) (javascript:window.print();)

Mehr

Fragebogen zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit mit SB-Kassen (erste empirische Untersuchung)

Fragebogen zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit mit SB-Kassen (erste empirische Untersuchung) Interviewer: Fragebogennummer: Datum: Uhrzeit: SB Guten Tag, im Rahmen einer Seminararbeit am Institut für Marketing und Handel der Universität Göttingen führe ich eine empirische Untersuchung zur Beurteilung

Mehr

HAMBURGER WIRTSCHAFTSTREND

HAMBURGER WIRTSCHAFTSTREND HAMBURGER WIRTSCHAFTSTREND NACHHALTIGKEIT DURCH KUNDENZUFRIEDENHEIT Herausgegeben von Hanseatic Consulting Studentische Unternehmensberatung e.v. April 2011 1 Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, Hamburg

Mehr

Anforderungen an Berufseinsteiger im Marketing

Anforderungen an Berufseinsteiger im Marketing Anforderungen an Berufseinsteiger im Marketing Empirische Studie 2006/2007 Prof. Dr. Michael Bernecker 1 1 Zielsetzungen und Durchführung der Studie Ausganglage und Motivation der Studie Gerade der Bereich

Mehr

Kritische Erfolgsfaktoren für die Akzeptanzverbesserung von. E-Learning Angeboten für Finance. Masterarbeit

Kritische Erfolgsfaktoren für die Akzeptanzverbesserung von. E-Learning Angeboten für Finance. Masterarbeit Kritische Erfolgsfaktoren für die Akzeptanzverbesserung von E-Learning Angeboten für Finance Masterarbeit Zur Erlangung des akademischen Grades Master of Science (M.Sc.) im Studiengang Wirtschaftswissenschaft

Mehr

OUTSOURCING ADVISOR. Analyse von SW-Anwendungen und IT-Dienstleistungen auf ihre Global Sourcing Eignung. Bewertung von Dienstleistern und Standorten

OUTSOURCING ADVISOR. Analyse von SW-Anwendungen und IT-Dienstleistungen auf ihre Global Sourcing Eignung. Bewertung von Dienstleistern und Standorten Outsourcing Advisor Bewerten Sie Ihre Unternehmensanwendungen auf Global Sourcing Eignung, Wirtschaftlichkeit und wählen Sie den idealen Dienstleister aus. OUTSOURCING ADVISOR Der Outsourcing Advisor ist

Mehr

Information zu den Studienleistungen Projektplanung (SPO 1: 111232, SPO 2: 112232 ) und Bachelor Thesis (SPO 1: 111241, SPO 2: 112251)

Information zu den Studienleistungen Projektplanung (SPO 1: 111232, SPO 2: 112232 ) und Bachelor Thesis (SPO 1: 111241, SPO 2: 112251) Fakultät Technik 1 Studiengang Maschinenbau Prodekan Prof Dr-Ing W Elmendorf Information zu den Studienleistungen Projektplanung (SPO 1: 111232, SPO 2: 112232 ) und Bachelor Thesis (SPO 1: 111241, SPO

Mehr

Bachelor Thesis an der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Wirtschaft. Sommersemester 2011. : Prof. Dr. Doris Weßels

Bachelor Thesis an der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Wirtschaft. Sommersemester 2011. : Prof. Dr. Doris Weßels Handlungsempfehlungen zur Nutzung von Social Media zur Gestaltung von Wissensmarktplätzen am Beispiel des europäischen Förderprojektes Win-Vin: Wissen nutzen im Norden Bachelor Thesis an der Fachhochschule

Mehr

Qualitative Forschung - Erhebungsmethoden. Modul 16 Forschungsmethoden. Arbeitsauftrag 3. Hochschullehrgang eeducation3 Donau-Universität Krems

Qualitative Forschung - Erhebungsmethoden. Modul 16 Forschungsmethoden. Arbeitsauftrag 3. Hochschullehrgang eeducation3 Donau-Universität Krems Arbeitsauftrag 3 Modul 16 Forschungsmethoden Hochschullehrgang eeducation3 Donau-Universität Krems eingereicht bei Silvia Sippel, M.A. Jänner 2010 Heiko Vogl Inhaltsverzeichnis Beschreibung des Arbeitsauftrages

Mehr

Analyse der Riversurfcommunity im deutschsprachigen Raum. durch den. Rivermates Surfclub Salzkammergut

Analyse der Riversurfcommunity im deutschsprachigen Raum. durch den. Rivermates Surfclub Salzkammergut Analyse der Riversurfcommunity im deutschsprachigen Raum durch den Rivermates Surfclub Salzkammergut Inhaltsverzeichnis 1 Analyse der Riversurfcommunity im deutschsprachigen Raum... 3 2 Fragebogen... 4

Mehr

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati René Descartes Meditationen Erste Untersuchung INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 3 1.1 PROBLEMSTELLUNG 3 1.2 ZIELSETZUNG

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Abbildungsverzeichnis. Tabellenverzeichnis. Abkürzungsverzeichnis. Problemstellung und Gang der Untersuchung 1

Inhaltsverzeichnis. Abbildungsverzeichnis. Tabellenverzeichnis. Abkürzungsverzeichnis. Problemstellung und Gang der Untersuchung 1 Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis XVII XXI XXV Problemstellung und Gang der Untersuchung 1 Erster Teil: Status quo der Preispolitik für private Bankkunden 5 A. Ausgangslage

Mehr

Strategische Preispolitik im Retailbanking

Strategische Preispolitik im Retailbanking Strategische Preispolitik im Retailbanking Eine empirische Analyse am Beispiel einer Großsparkasse von Dr. Jörn Stoppel Fritz Knapp Verlag Frankfürt am Main Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis

Mehr

Adaptive Choice-Based-Conjoint: Neue Möglichkeiten in der Marktforschung

Adaptive Choice-Based-Conjoint: Neue Möglichkeiten in der Marktforschung Adaptive Choice-Based-Conjoint: Neue Möglichkeiten in der Marktforschung MAIX Market Research & Consulting GmbH Kackertstr. 20 52072 Aachen 0241 8879 0 www.maix.de Inhalt Einleitung Grundlagen zur Conjoint

Mehr

Inhaltsverzeichnis TABELLENVERZEICHNIS. Nagengast, Liane Kunden erfolgreich binden 2011

Inhaltsverzeichnis TABELLENVERZEICHNIS. Nagengast, Liane Kunden erfolgreich binden 2011 V Inhaltsverzeichnis VORWORT III INHALTSVERZEICHNIS V ABBILDUNGSVERZEICHNIS XI TABELLENVERZEICHNIS XIII ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XVI TEIL A EINLEITUNG 1 1. EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMSTELLUNG 1 1.1 Hohe Investitionen

Mehr

Fragebogenauswertung zum Informatiklehrertag Bayern 2009 (ILTB 2009)

Fragebogenauswertung zum Informatiklehrertag Bayern 2009 (ILTB 2009) Fragebogenauswertung zum Informatiklehrertag Bayern 2009 (ILTB 2009) 1. Auswertung der personenbezogenen Daten Insgesamt besuchten 271 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Bayern und Oberösterreich die Universität

Mehr

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben 1. Einleitendes Kapitel 1.1.1 Einen Text einleiten und zum Thema hinführen In der vorliegenden Arbeit geht es um... Schwerpunkt dieser Arbeit ist...

Mehr

Leseprobe. Tobias Müller-Prothmann, Nora Dörr. Innovationsmanagement. Strategien, Methoden und Werkzeuge für systematische Innovationsprozesse

Leseprobe. Tobias Müller-Prothmann, Nora Dörr. Innovationsmanagement. Strategien, Methoden und Werkzeuge für systematische Innovationsprozesse Leseprobe Tobias Müller-Prothmann, Nora Dörr Innovationsmanagement Strategien, Methoden und Werkzeuge für systematische Innovationsprozesse ISBN: 978-3-446-41799-1 Weitere Informationen oder Bestellungen

Mehr

Kundenanforderungen dokumentieren

Kundenanforderungen dokumentieren Requirements Engineering Kundenanforderungen dokumentieren Bereich Anforderungen Aktivität Kunden-Anforderungen erheben Ziele Gesteigerte Kundenzufriedenheit Dokumentation der genauen Erwartungen des Kunden

Mehr

1. Der Finanzplanungsprozess

1. Der Finanzplanungsprozess Inhaltsverzeichnis 1. Der Finanzplanungsprozess... 3 2. Einführung... 4 3. Meine Rolle als Ihr persönlicher Chef-Finanzplaner... 5 4. Meine Beratungsphilosophie völlig losgelöst... 5 5. Der Finanzplan...

Mehr

Wünsch dir was entscheide dich!

Wünsch dir was entscheide dich! Wünsch dir was entscheide dich! Augen auf Werbung Vorbemerkung Ziele 52 Wünsche können durch Werbung beeinflusst werden. Wenn Sie ein Kind fragen, ob sich Werbung auf seine Wünsche auswirkt, wird es diese

Mehr

Johannes Rahn 29.07.2010. Usability und User Experience

Johannes Rahn 29.07.2010. Usability und User Experience Johannes Rahn 29.07.2010 Usability und User Experience Seite 2 Inhalt Begriffsdefinitionen: Was ist Usability und was User Experience? Was sind die Unterschiede? Warum ist Usability und User Experience

Mehr

kompakt. Warum ziehen Büromieter um? Research Newsletter Juni 2013

kompakt. Warum ziehen Büromieter um? Research Newsletter Juni 2013 kompakt. Research Newsletter Juni 2013 Warum ziehen Büromieter um? Die Umzüge von Büronutzern sind ein Schwerpunkt der Büromarktberichterstattung. Vertragsdaten werden in aggregierter Form analysiert und

Mehr

Strategisches Studienmarketing zur. Begünstigung der Aufnahme eines Informatik-Studiums. Eine empirische Studie unter besonderer Berücksichtigung

Strategisches Studienmarketing zur. Begünstigung der Aufnahme eines Informatik-Studiums. Eine empirische Studie unter besonderer Berücksichtigung Strategisches Studienmarketing zur Begünstigung der Aufnahme eines Informatik-Studiums Eine empirische Studie unter besonderer Berücksichtigung des Vergleichs der Absolventen von alter (G9) und neuer gymnasialer

Mehr

Umfrage unter Jugendlichen zum Thema»Bio«

Umfrage unter Jugendlichen zum Thema»Bio« Umfrage unter Jugendlichen zum Thema»Bio«Ausgangsfrage: Sind jugendliche Verbraucher der Bio-Markt der Zukunft? Hintergrund Hypothese: Um Jugendliche für Biowaren zu begeistern brauchen sie Beratung aber

Mehr

INNOVATION ARBEITS- GESTALTEN BUCH

INNOVATION ARBEITS- GESTALTEN BUCH INNOVATION GESTALTEN ARBEITS- BUCH DIESES ARBEITSBUCH BASIERT AUF DEM PRAXISHANDBUCH INNOVATION: LEITFADEN FÜR ERFINDER, ENTSCHEIDER UND UNTERNEHMEN VON DR. BERND X. WEIS SPRINGER-GABLER VERLAG, WIESBADEN

Mehr

3.3.5 Pflegeheim im Ausland

3.3.5 Pflegeheim im Ausland Pflege in neuen Wohn- und Versorgungsformen 47 Häufige Argumente für die Rund-um-die-Uhr-Pflege im eigenen Haushalt aus Sicht der befragten Bevölkerungsgruppe betonen vor allem die erwartete hohe Versorgungsqualität

Mehr

Cause Related Marketing

Cause Related Marketing Timo Geißel Cause Related Marketing Bestimmung erfolgskritischer Faktoren Orientierungshilfen zur Planung und Umsetzung der Kampagne Diplomica Verlag Timo Geißel Cause Related Marketing - Bestimmung erfolgskritischer

Mehr

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung A im S t u d i e n z u P o l i t i k u n d W i s s e n s c h a f t Thilo Harth Das Internet als Herausforderung politischer Bildung WOCHEN SCHAU VERLAG Inhalt Votwort 1 1 Einleitung 3 Das Internet ist

Mehr

Die Beurteilung normativer Managementsysteme

Die Beurteilung normativer Managementsysteme Die Beurteilung normativer Managementsysteme Hanspeter Ischi, Leiter SAS 1. Ziel und Zweck Um die Vertrauenswürdigkeit von Zertifikaten, welche durch akkreditierte Zertifizierungsstellen ausgestellt werden,

Mehr

Business Value Launch 2006

Business Value Launch 2006 Quantitative Methoden Inferenzstatistik alea iacta est 11.04.2008 Prof. Dr. Walter Hussy und David Tobinski UDE.EDUcation College im Rahmen des dokforums Universität Duisburg-Essen Inferenzstatistik Erläuterung

Mehr

E-Interview mit Arnoud van der Molen zum Thema Auswahl von CRM-Lösungen mit Select

E-Interview mit Arnoud van der Molen zum Thema Auswahl von CRM-Lösungen mit Select E-Interview mit Arnoud van der Molen zum Thema Auswahl von CRM-Lösungen mit Select Name: Arnoud van der Molen Funktion/Bereich: Mitbegründer und Geschäftsführer sowie kaufm. Geschäftsleiter Organisation:

Mehr

Usability Testing. Theorien, Modelle und Methoden der Softwareevaluation. Andreas Simon. Seminar Software Management

Usability Testing. Theorien, Modelle und Methoden der Softwareevaluation. Andreas Simon. Seminar Software Management Usability Testing Theorien, Modelle und Methoden der Softwareevaluation Andreas Simon Seminar Software Management Agenda Motivation Usability Referenz-Modell Analytische Evaluationsmethoden Heuristische

Mehr

Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle

Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle Name : Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle Worum geht es? Das Mühleteam möchte mit Euch eine kurze Befragung durchführen. Wir haben das Ziel, die Arbeit im Jugendzentrum ständig zu verbessern.

Mehr

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation 1. Einleitung In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Faktoren den erfolgreichen Ausgang eines Supply-Chain-Projektes zwischen zwei Projektpartnern beeinflussen. Dazu werden zum einen mögliche

Mehr

Die Quantitative und Qualitative Sozialforschung unterscheiden sich bei signifikanten Punkten wie das Forschungsverständnis, der Ausgangspunkt oder

Die Quantitative und Qualitative Sozialforschung unterscheiden sich bei signifikanten Punkten wie das Forschungsverständnis, der Ausgangspunkt oder 1 2 3 Die Quantitative und Qualitative Sozialforschung unterscheiden sich bei signifikanten Punkten wie das Forschungsverständnis, der Ausgangspunkt oder die Forschungsziele. Ein erstes Unterscheidungsmerkmal

Mehr

NEUE MEDIEN UND SOCIAL NETWORKING IM STADTMARKETING. Ein Orientierungsleitfaden

NEUE MEDIEN UND SOCIAL NETWORKING IM STADTMARKETING. Ein Orientierungsleitfaden NEUE MEDIEN UND SOCIAL NETWORKING IM STADTMARKETING Ein Orientierungsleitfaden Andrea Schneider, Master of Science (MSc) Agenda Einführung Fragestellung Methodische Vorgehen Grundlagen Social Media im

Mehr

Kapitel D II. Das Steuerungskonzept _ Wir geben die Richtung vor! Das Qualitätskonzept -99-

Kapitel D II. Das Steuerungskonzept _ Wir geben die Richtung vor! Das Qualitätskonzept -99- Das Steuerungskonzept _ Wir geben die Richtung vor! -99- II Der ÖPNV nimmt eine wichtige Funktion zur Sicherstellung der Mobilität in der gesamten ein und leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Standort-

Mehr

Means-End-Analysen Deep Insights für die Entwicklung von nutzengeprägten Markenpositionierungen

Means-End-Analysen Deep Insights für die Entwicklung von nutzengeprägten Markenpositionierungen Achim Burkhardt/ Henrike Göpel Means-End-Analysen Deep Insights für die Entwicklung von nutzengeprägten Markenpositionierungen Eine Fallstudie 1. Einleitung... 1 2. Theoretischer Hintergrund... 1 3. Projekt-Schritte

Mehr

Gliederungsübersicht. Der Marketing-Mix. Der Marketing-Mix

Gliederungsübersicht. Der Marketing-Mix. Der Marketing-Mix Gliederungsübersicht 1 Marketing im 21. Jahrhundert 2 Der Kunde im Marketing 3 Marketing - Ziele und Strategien 4 Marketinginstrumente 5 Marketing-Controlling 6 Literaturhinweise 140 Der Marketing-Mix

Mehr

Evaluation der Weiterbildung von Führungskräften

Evaluation der Weiterbildung von Führungskräften Karin Häring Evaluation der Weiterbildung von Führungskräften Anspruch und Realität des Effektivitätscontrolling in deutschen Unternehmen Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Martin Stengel A 236645 Deutscher

Mehr

a erste informationen zu unseren studierenden

a erste informationen zu unseren studierenden a erste informationen zu unseren studierenden Seite 4 01 DEMOGRAFISCHE DATEN Geschlechterverteilung 9 weiblich 48 männlich 60 57 50 ANZAHL DER STUDIERENDE N 40 30 20 10 0 6 6 16 8 7 2 3 3 2 1 1 1 18 19

Mehr

Ist der Kunde König? Vertrauen Kunden Markenversprechen?

Ist der Kunde König? Vertrauen Kunden Markenversprechen? Ist der Kunde König? Vertrauen Kunden Markenversprechen? Kooperationsstudie des Lehrstuhls für Marketingmanagement der HHL Leipzig Graduate School of Management und TNS Infratest Mai 2012 Prof. Dr. Manfred

Mehr

Peter Domma. Der Einfluss des Web 2.0 auf das Konsumentenverhalten im E-Commerce

Peter Domma. Der Einfluss des Web 2.0 auf das Konsumentenverhalten im E-Commerce Peter Domma Der Einfluss des Web 2.0 auf das Konsumentenverhalten im E-Commerce Eine experimentelle verhaltenswissenschaftliche Untersuchung der Wirkung von Web 2.0-Instrumenten in Online-Shops Verlag

Mehr

Der neue Kunde kommt mit Handy: Smartphones & digitale Dienste am Point of Sale. Frankfurt am Main - Webchance 31. August 2014-11 Uhr

Der neue Kunde kommt mit Handy: Smartphones & digitale Dienste am Point of Sale. Frankfurt am Main - Webchance 31. August 2014-11 Uhr Der neue Kunde kommt mit Handy: Smartphones & digitale Dienste am Point of Sale Frankfurt am Main - Webchance 31. August 2014-11 Uhr Axel Hoehnke GF / Managing Partner sembassy Executive Board / MobileMonday

Mehr

Verwertung und Wirtschaftlichkeit. Projektmanagement. Konzeptentwicklung. Technologische/Technische Klärung

Verwertung und Wirtschaftlichkeit. Projektmanagement. Konzeptentwicklung. Technologische/Technische Klärung Zielsetzung und Einsatz: Die Checkliste dient als Hilfsmittel für die Gestaltung und Umsetzung einer Voruntersuchung. Die hier vorliegende ist auf die Abwicklung vergleichsweise komplexer Voruntersuchungen

Mehr

Beschreibung der Funktionalität des SilverDAT webscan für Sachverständige

Beschreibung der Funktionalität des SilverDAT webscan für Sachverständige Beschreibung der Funktionalität des SilverDAT webscan für Sachverständige Ein effizientes Tool zum Abgleich von Gebrauchtfahrzeugpreisen in Gebrauchtwagen-Börsen Kurzanleitung für die Benutzung in Verbindung

Mehr

Intrinsisch motivierte Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für das Ideenmanagement: Eine empirische Untersuchung

Intrinsisch motivierte Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für das Ideenmanagement: Eine empirische Untersuchung Intrinsisch motivierte Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für das Ideenmanagement: Eine empirische Untersuchung Bearbeitet von Martina Sümnig Erstauflage 2015. Taschenbuch. 176 S. Paperback ISBN 978 3 95485

Mehr

Soziale Vorstellungen über Steuern und EU-Steuern in Österreich

Soziale Vorstellungen über Steuern und EU-Steuern in Österreich Soziale Vorstellungen über n und -n in Österreich Gliederung Theorie compliance Soziale Repräsentationen (Vorstellungen) Soziale Identität Soziale Vorstellungen über n Studie Forschungsfragen Datenerhebung

Mehr

Nutzung mobiler Endgeräte unter Ärzten in deutschen Kliniken und Praxen

Nutzung mobiler Endgeräte unter Ärzten in deutschen Kliniken und Praxen Stand: Juli 200 Online-Studie Nutzung mobiler Endgeräte unter Ärzten in deutschen Kliniken und Praxen 2 Mobile Endgeräte 200 Möglichkeiten nutzen Bereits 2009 zeigte sich, dass mobile Endgeräte mit Internetzugang

Mehr

Klaus-Peter Wiedmann Sabine Meissner Sascha Fusy

Klaus-Peter Wiedmann Sabine Meissner Sascha Fusy Schriftenreihe Marketing Management Universität Hannover Lehrstuhl für ABWL und Marketing II Prof. Dr. Wiedmann M2 Marketing & Management Klaus-Peter Wiedmann Sabine Meissner Sascha Fusy Reputation : -

Mehr

Qualität im Versicherungsvertrieb

Qualität im Versicherungsvertrieb Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen. Abhängig von der Art der Frage, schreiben Sie bitte die Angabe direkt in das vorgesehene weiße Feld oder setzten ein Kreuz in das gewünschte Feld. 1 Herzlichen

Mehr

Seminartermine 2014. Shopper Research Basics. Umsetzbare Erkenntnisse mit den richtigen Methoden

Seminartermine 2014. Shopper Research Basics. Umsetzbare Erkenntnisse mit den richtigen Methoden Seminartermine 2014 Shopper Research Basics Umsetzbare Erkenntnisse mit den richtigen Methoden Shopper Research ist ein kommerziell orientiertes Anwendungsfeld der Käuferverhaltensforschung, das sich mit

Mehr

Bachelorarbeit. Printanzeigen und visuelle Kommunikation Analyse von ausgewählten Printanzeigen des Automobilherstellers Porsche im Zeitverlauf

Bachelorarbeit. Printanzeigen und visuelle Kommunikation Analyse von ausgewählten Printanzeigen des Automobilherstellers Porsche im Zeitverlauf Bachelorarbeit Laudina Weiss Printanzeigen und visuelle Kommunikation Analyse von ausgewählten Printanzeigen des Automobilherstellers Porsche im Zeitverlauf Diplom.de Laudina Weiss Printanzeigen und visuelle

Mehr

Fragebogen: Abschlussbefragung

Fragebogen: Abschlussbefragung Fragebogen: Abschlussbefragung Vielen Dank, dass Sie die Ameise - Schulung durchgeführt haben. Abschließend möchten wir Ihnen noch einige Fragen zu Ihrer subjektiven Einschätzung unseres Simulationssystems,

Mehr

4.4 Interne Evaluation

4.4 Interne Evaluation 4.4 Interne Evaluation Inhaltsverzeichnis 1. Ziele 2. Verantwortung 3. Inhalt und Umsetzung 3.1 Evaluationszyklus 3.2 Qualitätsbereiche 3.3 Organisationsstruktur 3.4 Prozessschritte 3.5 Beteiligte 3.6

Mehr

QB 2 Arbeitshilfe Bedarfserschließung LQW / Januar 2007

QB 2 Arbeitshilfe Bedarfserschließung LQW / Januar 2007 QB 2 Arbeitshilfe Bedarfserschließung LQW / Januar 2007 Definition aus dem LQW-Leitfaden für die Praxis Bedarfserschließung meint die Anwendung geeigneter Instrumente zu systematischen Marktbeobachtungen

Mehr

BMV Visionen 2020. Ergebnisbericht der Mitglieder Befragung

BMV Visionen 2020. Ergebnisbericht der Mitglieder Befragung BMV Visionen 22 Ergebnisbericht der Mitglieder Befragung Die Mitglieder Befragung wurde im Rahmen des Projekts Visionen 22 des Steirischen Blasmusikverbandes (BMV) mithilfe eines Fragebogens durchgeführt.

Mehr

Virale Markenkommunikation

Virale Markenkommunikation Daniel Stenger Virale Markenkommunikation Einstellungs- und Verhaltenswirkungen viraler Videos Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch fya Springer Gabler RESEARCH Geleitwort, VII Vorwort

Mehr

Klaus-Peter Wiedmann Frank Bachmann Tina Durst. Erfolgsfaktoren von Hospitality im Bereich des Sports Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

Klaus-Peter Wiedmann Frank Bachmann Tina Durst. Erfolgsfaktoren von Hospitality im Bereich des Sports Ergebnisse einer empirischen Untersuchung Klaus-Peter Wiedmann Frank Bachmann Tina Durst Erfolgsfaktoren von Hospitality im Bereich des Sports Ergebnisse einer empirischen Untersuchung Prof. Dr. Klaus-Peter Wiedmann Institut für Marketing und

Mehr

Einflussfaktoren auf die Teamkompetenz in Projekten. Empirische Studie zur Master Thesis Mai 2010

Einflussfaktoren auf die Teamkompetenz in Projekten. Empirische Studie zur Master Thesis Mai 2010 Einflussfaktoren auf die Teamkompetenz in Projekten Empirische Studie zur Master Thesis Mai 2010 Studie zu Einflussfaktoren auf die Teamkompetenz 1 Aufbau der Studie 2 Grunddaten der Befragung 3 Ergebnisse

Mehr

Moritz Niemeier Mentoring als Instrument der Personalentwicklung Die Mentorausbildung im Blickpunkt

Moritz Niemeier Mentoring als Instrument der Personalentwicklung Die Mentorausbildung im Blickpunkt Moritz Niemeier Mentoring als Instrument der Personalentwicklung Die Mentorausbildung im Blickpunkt IGEL Verlag Moritz Niemeier Mentoring als Instrument der Personalentwicklung Die Mentorausbildung im

Mehr

Hinweise zur Anwendung der Bewertungsmatrix für Ausschreibungen von LED-Straßenleuchtpunkten

Hinweise zur Anwendung der Bewertungsmatrix für Ausschreibungen von LED-Straßenleuchtpunkten Hinweise zur Anwendung der Bewertungsmatrix für Ausschreibungen von LED-Straßenleuchtpunkten Die LED-Technologie stellt eine vergleichsweise junge Technologie dar und verfügt aktuell über ein sehr dynamisches

Mehr

Jonas Eickholt. Nutzung von Online. immobilien. finanzierungen. Empirische Untersuchung. der Einflussbedingungen. und Auswirkungen.

Jonas Eickholt. Nutzung von Online. immobilien. finanzierungen. Empirische Untersuchung. der Einflussbedingungen. und Auswirkungen. Jonas Eickholt Nutzung von Online immobilien finanzierungen Empirische Untersuchung der Einflussbedingungen und Auswirkungen ^ Springer Gabler VII I EINLEITUNG 1 1 Motivation und Problemstellung 1 2 Forschungsziel

Mehr

ISMS Teil 3 Der Startschuss

ISMS Teil 3 Der Startschuss ISMS Teil 3 Der Startschuss Nachdem das TOP-Managenment die grundsätzliche Entscheidung getroffen hat ein ISMS einzuführen, kann es nun endlich losgehen. Zu Beginn sollte Sie noch die Grundlagen des ISMS

Mehr

Computer Assisted Audit Techniques and Tools in der Wirtschaftsprüfung. Bachelorarbeit

Computer Assisted Audit Techniques and Tools in der Wirtschaftsprüfung. Bachelorarbeit Computer Assisted Audit Techniques and Tools in der Wirtschaftsprüfung Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftswissenschaft der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

Mobile Monitor 2014. Smartphone und Tablet-PC: Geräte, Nutzung und Zufriedenheit

Mobile Monitor 2014. Smartphone und Tablet-PC: Geräte, Nutzung und Zufriedenheit Mobile Monitor 2014 Smartphone und Tablet-PC: Geräte, Nutzung und Zufriedenheit Goldmedia Custom Research GmbH Dr. Florian Kerkau / Moritz Matejka Oranienburger Str. 27, 10117 Berlin, Germany Tel. +49

Mehr

Diskriminierung von Konsumenten * in Deutschland Ergebnisse einer repräsentativen Befragung

Diskriminierung von Konsumenten * in Deutschland Ergebnisse einer repräsentativen Befragung Diskriminierung von Konsumenten * in Deutschland Ergebnisse einer repräsentativen Befragung Prof. Dr. Michael Paul Sarah Germer, M.Sc. * Alle Darstellungen beziehen sich stets auf beide Geschlechter. 1

Mehr

Einfluss von Unternehmenskultur auf Performance

Einfluss von Unternehmenskultur auf Performance Wirtschaft Steffen Baum Einfluss von Unternehmenskultur auf Performance Aktueller Stand der Forschung und Implikationen für die Unternehmenspraxis Studienarbeit Bibliografische Information der Deutschen

Mehr

Mitarbeiterbefragung als PE- und OE-Instrument

Mitarbeiterbefragung als PE- und OE-Instrument Mitarbeiterbefragung als PE- und OE-Instrument 1. Was nützt die Mitarbeiterbefragung? Eine Mitarbeiterbefragung hat den Sinn, die Sichtweisen der im Unternehmen tätigen Menschen zu erkennen und für die

Mehr

SAP Simple Service Request. Eine Beratungslösung der SAP Consulting SAP Deutschland SE & Co. KG

SAP Simple Service Request. Eine Beratungslösung der SAP Consulting SAP Deutschland SE & Co. KG SAP Simple Service Request Eine Beratungslösung der SAP Consulting SAP Deutschland SE & Co. KG IT Service Management mit SAP Solution Manager SAP Solution Manager deckt alle Prozesse im IT Service Management

Mehr