Agenda. 1. Aviäre Influenza A(H7N9) 2. Novel Coronavirus 3. Körperwäsche mit Chlorhexidin 4. Isolationsmassnahmen bei ESBL E.coli.

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1 Agenda 1. Aviäre Influenza A(H7N9) 2. Novel Coronavirus 3. Körperwäsche mit Chlorhexidin 4. Isolationsmassnahmen bei ESBL E.coli Seite 1

2 Aviäre Influenza A(H7N9) Seite 2

3 Influenza: Hämagglutinin und Neuraminidase Anhaltende Transmission beim Menschen: H1-3 resp. N1-2 Seite 3

4 Pandemien und zirkulierende Stämme ph1n1 Palese P. Nat Med Dec;10(12 Suppl):S82-7 Seite 4

5 Angriffspunkte von antiviralen Substanzen Palese P. Nat Med Dec;10(12 Suppl):S82-7 Seite 5

6 Antigenic shift Seite 6

7 Aviäre Influenza A(H7N9): Chronologie H7N9 erstmals im Menschen nachgewiesen am Nachweis in Vögel und Umweltproben von Vogelmärkten Am erstmals in Wildvögeln Reservoir und Transmissionsmodus unklar Seither: 60 Infektionen 13 (20%) Todesfälle 2 mögliche Cluster in Familien >1000 asymptomatische Kontaktpersonen KEIN Nachweis einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch Übertragung Seite 7

8 Aviäre Influenza A(H7N9) Sporadische Fälle von milden Infektionen (Konjunktivitis, milde grippale Symptome) mit aviärer Influenza A(H7) gab es auch früher schon, diese waren assoziiert mit Outbreaks bei Geflügel N9 zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen A(H7N9) enthält Gene von drei verschiedenen Vogelgrippeviren Genetische Analysen zeigten erhöhte Affinität gegenüber α-2,6- Rezeptoren, was die höhere Wahrscheinlichkeit der Infektion von Säugetieren erklären könnte Die Hämagluttinin-Struktur ist assoziiert mit tiefer Pathogenität in Vögeln. Seite 8

9 Aviäre Influenza A(H7N9): Epicurve influenza_h7n9/data_reports/en/index.html Seite 9

10 Aviäre Influenza A(H7N9): Infection Control Seite 10

11 Novel Coronavirus Seite 11

12 Novel Coronavirus (ncov): Chronologie ncov erstmals im Menschen nachgewiesen am Reservoir und Transmissionsmodus unklar Seither: 17 Infektionen, 11 (65%) Todesfälle Familiencluster in United Kingdom als Hinweis für Mensch-zu- Mensch Transmission Erster Fall in Deutschland am jähriger Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, verlegt aus Klinik in Abu Dhabi nach München am Verstorben am Seite 12

13 Isolationsmassnahmen Tröpfchenisolation Aerogene Isolation bei Aerosol-generierenden Prozeduren Biosicherheit Seite 13

14 Körperwäsche mit Chlorhexidin Seite 14

15 N Engl J Med Feb 7;368(6): Seite 15

16 Fragestellung Können tägliche Waschungen mit Chlorhexidin spitalerworbene Bakteriämien und den Erwerb von multiresistenten Organismen reduzieren? Studiendesign Multizentrische, cluster-randomisierte, unverblindete Crossover- Studie 9 Intensivstationen und Knochenmarks-Transplantationsstationen in 6 Kliniken 2% Chlorhexidin-getränkter Waschlappen vs. Waschlappen ohne Antiseptikum über 6 Monate, dann crossover auf anderes Produkt über weiter 6 Monate Seite 16

17 Outcomes Primär: Inzidenzrate (Anzahl/1000 Patiententage) von spitalassoziieren Bakteriämien Sekundär: Inzidenzrate (Anzahl/1000 Patiententage) von spitalerworbenen multiresistenten Keimen (MRSA und VRE) Seite 17

18 Resultate Seite 18

19 Resultate Seite 19

20 Resultate: Zeit bis zur Bakteriämie Seite 20

21 Diskussion PRO Einfach, sicher, kosteneffektiv Reduktion auch von Zentralvenenkatheter-assoziierten bakeriellen Infektionen und Pilzinfektionen CONTRA Gefahr der Resistenzentwicklung auf Chlorhexidin, obwohl in der Studie keine hochgradige Resistenzentwicklung auftrat Hersteller der Chlorhexidin-Waschlappen als Sponsor der Studie Overdevest I, et al. Emerg Infect Dis 2011; 17: Seite 21

22 Isolation bei Escherichia coli ESBL Seite 22

23 Hintergrund Trägertum bei Escherichia coli ESBL ist primär assoziiert mit gehäuften Vorkommen dieser Keime in Nahrungsmitteln, nur sekundär via Übertragung durch Kontakt. Übertragung von E.coli ESBL ist häufig assoziiert mit Trägertum, selten mit klinischer Symptomatik. Oftmals angepasste Isolationsmassnahmen bei negativem Hautscreening für E.coli ESBL Einzelne Spitäler in der Schweiz haben Isolationsmassnahmen bei E.coli ESBL schon aufgehoben Klebsiella pneumoniae ESBL andererseits führen gehäuft zu Ausbrüchen klinisch relevanter Infektionen im Spital, speziell auf Intensivstationen und in der Neonatologie Overdevest I, et al. Emerg Infect Dis 2011; 17: Seite 23

24 Literatur Autor, Journal, Jahr Setting Keime Transmissionsrate (%) Kola, J Hosp Infect 2006 MH-Hannover ESBL 7.9 Fankhauser, Swiss Med Wkly 2008 HUG ESBL 2.8 Hilty, Clin Infect Dis 2012 Inselspital Bern E. coli K. pneumoniae Tschudin, Clin Infect Dis 2012 USB ESBL 1.5 Seite 24

25 Vorschlag zum E. coli ESBL Isolationsmanagement Standardmassnahmen statt Isolation am USZ Aktive, prospektive Surveillance für E. coli ESBL Einzelne Abteilungen (Betten- und Intensivstationen) im Turnus Eintritts- und Austrittsscreening aller Patienten per Rektalabstrich Primäre Fragestellung Sekundäre Transmissionsrate Sekundäre Fragestellungen Prävalenz von E.coli ESBL-Trägern bei Eintritt Inzidenz von E.coli ESBL-Trägertum Inzidenz nosokomialer Infektionen durch E.coli ESBL nach Transmission Seite 25

26 Danke für die Aufmerksamkeit Seite 26

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