Individuelle Förderung im Unterricht Fortbildung für Moderatorinnen und Moderatoren

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1 Was steht im Schulgesetz? Qualitätstableau NRW Definition nach Hilbert Meyer Umsetzung im Unterricht

2 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen 1 Recht auf Bildung, Erziehung und individuelle Förderung Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule (4) Die Schule vermittelt die zur Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen und berücksichtigt dabei die individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler.

3 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen 30 Lernmittel (2) Lernmittel dürfen vom Ministerium nur zugelassen werden, wenn sie den Schülerinnen und Schülern individuelle Lernwege eröffnen und selbstständiges Arbeiten durch methodische und mediale Vielfalt fördern, Information und Beratung (2) Lehrerinnen und Lehrer informieren die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern über die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung und beraten sie.

4 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen 50 Versetzung, Förderangebote (3) Die Schule hat ihren Unterricht so zu gestalten und die Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist. Schülerinnen und Schülern der Grundschule und der Sekundarstufe I, deren Versetzung gefährdet ist, wird zum Ende des Schulhalbjahres eine individuelle Lern- und Förderempfehlung gegeben. Sie sollen zudem die Möglichkeit der Teilnahme an schulischen Förderangeboten erhalten mit dem Ziel, unter Einbeziehung der Eltern erkannte Lern- und Leistungsdefizite bis zur Versetzungsentscheidung zu beheben.

5 Qualitätstableau NRW

6 Unterrichtsbeobachtungsbogen

7 Merkmale guten Unterrichts

8 Auszüge aus dem Unterrichtsbeobachtungsbogen Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen. 7 Die Lehrkraft ermöglicht individuelle Lernzugänge bezüglich Umfang und Zeit bei der Aufgabenlösung. 7 Einzelne Schüler/innen bzw. Gruppen bearbeiten Aufgaben, die niveaudifferent angelegt sind. 7 8 Die Schülern/innen werden bei der individuellen Reflexion ihres Lernstandes angeleitet (z.b. Lerntagebuch, Portfolio, Selbsttest). 7 8

9 Auszüge aus dem Unterrichtsbeobachtungsbogen Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt. 6 7 Im Rahmen des selbstständigen Arbeitens wird eine differenzierte Lernform praktiziert (z.b. Wochenplanarbeit, Stationenlernen, SLZ). 6 8 Bei geschlossenen Aufgaben enthalten die Materialien zum selbstständigen Lernen Hilfen zur Selbsthilfe sowie Beispiel- oder Musterlösungen zur Selbstkontrolle. 8 9 Bei offenen Aufgaben ist die Arbeit planvoll angelegt. 2 8

10 Auszüge aus dem Unterrichtsbeobachtungsbogen Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partnerbzw. Gruppenarbeit. 6 8 Die Schüler/innen agieren in funktionalen Rollen Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten. 10 In der Lernumgebung sind Materialien bzw. Arbeitsergebnisse bereitgestellt, auf die die Lernenden von sich aus zurückgreifen können. 7 10

11 Lernen kann man nicht sehen, riechen oder fühlen Lernen ist ein grundsätzlich nicht bewusstseinsfähiger interner Vorgang Lernprozess und Unterricht sind zweierlei Ding! Keine Lehrkraft kann lernen machen. Sie nehmen auf das Lernen nur indirekten Einfluss. Gestaltete Lernumgebung Aus: Hilbert Meyer, Oldenburger Vordrucke 473

12 Lehrer/innen steuern ihr unterrichtspraktisches Denken, Fühlen und Handeln über die verinnerlichten Unterrichtsbilder regelkreisartig. Aus: Hilbert Meyer, Oldenburger Vordrucke 473

13 Was ist zu tun? das Bewusstmachen der persönlichen Unterrichtsbilder das Bewusstmachen der diesen Bildern zugrunde liegenden Gütekriterien die Zurkenntnisnahme der Forschungsergebnisse zum guten Unterricht die Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts durch tastendes Versuchen (Freinet) Aus: Hilbert Meyer, Oldenburger Vordrucke 473

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