Impfungen bei Frühgeborenen

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1 Egbert Herting Klinik für Kinder- und Jugendmedizin UKSH, Campus Lübeck Impfungen bei Frühgeborenen aktueller Wissensstand und klinische Empfehlungen

2 Frühgeborene In Deutschland werden pro Jahr knapp Kinder vor 37 Schwangerschaftswochen (SSW) Etwa 8000 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g Etwa 3000 Frühgeborene 28 SSW geboren In jedem drittem Bett in einer Kinderklinik liegt ein Früh-/Neugeborenes

3 Frühgeborene Fehlt der Nestschutz zu wesentlichen Teilen (aktiver plazentarer IgG-Transfer erst > 30. SSW) Haben spezifische Risiken (Haut, Atmung, Ernährung ) die für Infektionen prädisponieren Haben eine erhöhte Rate an invasiven Infektionen

4 Frühgeborene Sollten geimpft werden!!

5 Falsche Kontraindikationen: Frühgeburtlichkeit: Frühgeborene sollen unabhängig von ihrem Reifealter und dem aktuellen Gewicht entsprechend dem empfohlenen Impfalter geimpft werden.

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7 Hepatitis B: > 32 SSW HBsAg bei der Mutter HBsAg pos.: simultan aktiv und passiv HBsAg unbekannt: aktiv innerhalb von 7d ggf. HB-Immunglobulin Wiederholung nach 2 und 6 Monaten Nach Abschluss der Grundimmunisierung serologische Kontrolle (> 100 IE/l)

8 Rotaviren Häufigster Erreger der Gastroenteritis im Kindesalter Erkrankungsfälle 2005 in Deutschland gemeldet Nach Schätzungen pro Jahr Infektionen

9 Bedeutung der Rotavireninfektion Zahl der Ereignisse Tod Deutschland Europa Weltweit Hospitalisierung Mio Ambulante Vorstellung Mio Erkrankung und nur häusliche Behandlung ,8 Mio 111 Mio Jährliche Krankheitsbelastung durch Rotaviren für Kinder < 5 Jahre Pediatr Infect Dis J 2006; 25: S7-S11

10 Rotavirusschutzimpfung Bei Frühgeborenen kaum Bedeutung Keine ausreichende Erfahrung bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit bei Frühgeborenen < 32 SSW Frügeborene > 32 SSW sind mit 6 Wochen meist nicht mehr in stationärer Behandlung...

11 Grippeschutzimpfung z.b. bei Frühgeborenen mit BPD Gut verträglich, Zeitpunkt: ab 6 Monaten Halbe Dosis 2mal im Abstand von 4 Wochen An Oma und Opa denken...

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14 RSV Respiratory Syncytial Virus

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18 Gefahren durch Pneumokokken - Deutschland - Gefährlichkeit der Erkrankung Anzahl der Fälle pro Jahr (ca.) bei Kindern nicht invasiv invasiv Meningitis Bakteriämie / Sepsis Pneumonie Otitis media Prävalenz CDC, ACIP. MMWR. 1997, 46(RR-8): Epidemiologisches Bulletin Nr. 28, STIKO Empfehlung, Juli Graf v. d. Schulenburg J. M., Claes C., Norddeutsches Zentrum für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung, unveröffentlichte Daten

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21 Pneumokokken- Impfstoffe Entwicklung 1911 Wright: Ganzkeim-Impfstoff Südafrika 1945 MacLeod: 4-valenter-Impfstoff Marokko valenter-Impfstoff USA valenter-Impfstoff (PPV-23) USA valenter-Konjugat-Impfstoff Prevenar 2009 Neue 10 und 13 valente Impfstoffe

22 Konjugat-Impfstoffe

23 Pneumokokken-Impfung in Deutschland erste Ergebnisse 50% Reduktion der invasiven Erkrankungen bei unter 2 Jährigen in

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26 Verträglichkeit der Konjugatimpfung

27 Nebenwirkungen bei Pneumokokken 1200 Conjugat Vakzine (PCV-7) USA Insgesamt >30 Mio. Impfungen alle Fieber Lokalreaktion schwerwiegend nicht-schwerwiegend Wiese et al., JAMA 2004

28 Impfreaktion bei einem Frühgeborenen

29 Serotypenabdeckung [%] in Deutschland (2006) Prevenar PCV 13 PCV 10 IPD alle (0-23 Mo) IPD alle (24-47Mo) IPD alle (0-191 Mo) Meningitis (0-23 Mo) Meningitis (24-47 Mo) Pneumonie Esped-Analyse Rückinger et al AOM Reinert et al. ISPPD 2008

30 Produktprofile Prevenar, PCV13 und PCV10 [I] Prevenar PCV 13 PCV 10 Serotypen Trägerprotein 4, 6B, 9V, 14 18C, 19F, 23F CRM 197 Diphtherietoxoid > 20 Jahre Erfahrung 1, 3, 4, 5, 6A, 6B, 7F, 9V, 14, 18C,19A, 19F, 23F 1, 4, 5, 6B, 7F, 9V, 14, 18C, 19F, 23F Diphtherietoxoid (Serotyp 19F) Tetanustoxoid (Serotyp 18C) Protein D von NtHi kaum klinische Erfahrung mit Protein D

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32 Begründung von STIKO-Empfehlungen Empfehlungen erfolgen auf der Basis konkreter Wirksamkeitsangaben, Informationen zu möglichen Impfrisiken und unter Einbeziehung der epidemiologischen Nutzen- Risiko-Abwägung. [ 1 Geschäftsordnung der STIKO]

33 Als Konsequenz aus den gesetzlichen Vorgaben, an die STIKO folgt, dass eine Impfung empfohlen wird, wenn der Nutzen grösser ist als die Risiken. Kosten spielen nach diesen Vorgaben keine Rolle für das Aussprechen einer Impfempfehlung. Schmitt et al

34 Kosten: 4 x 70 Euro pro Impfling

35 The model estimated that the cost-effectiveness of vaccination would be euros per life year gained in all children when not considering herd immunity. When considering herd Immunity adult death could be reduced by per year..and vaccination would be broadly cost neutral.

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38 Der Säugling ist (k)ein Nadelkissen!

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43 Schlußfolgerung Impfen ist für Frühgeborene wichtig! Alter ab 8 Wochen Gute Aufklärung erforderlich 28 SSW stationär, falls Apnoen auch die nächste Impfung in der Klinik An die Umgebung denken Team in der Klinik? Familie? Zukunft: frühere (intrauterine??) Impfung?

44 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

45 Serotypenabdeckung [%] in Deutschland (2006) Prevenar PCV 13 PCV 10 IPD alle (0-23 Mo) IPD alle (24-47Mo) IPD alle (0-191 Mo) Meningitis (0-23 Mo) Meningitis (24-47 Mo) Pneumonie Esped-Analyse Rückinger et al AOM Reinert et al. ISPPD 2008

46 Produktprofile Prevenar, PCV13 und PCV10 [I] Prevenar PCV 13 PCV 10 Serotypen Trägerprotein 4, 6B, 9V, 14 18C, 19F, 23F CRM 197 Diphtherietoxoid > 20 Jahre Erfahrung 1, 3, 4, 5, 6A, 6B, 7F, 9V, 14, 18C,19A, 19F, 23F 1, 4, 5, 6B, 7F, 9V, 14, 18C, 19F, 23F Diphtherietoxoid (Serotyp 19F) Tetanustoxoid (Serotyp 18C) Protein D von NtHi kaum klinische Erfahrung mit Protein D

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