Industrieökonomie und Wettbewerb Sommersemester (1) Lehrstuhl VWL Arbeit, Personal, Organisation

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1 1.3 (1)

2 Übertragung im Lichte der Spieltheorie: 1.3 (2) simultane Entscheidung 2er unabhängiger Anbieter bei gegebener payoff-matrix; Beispiel: 2 Anbieter mit je zwei Alternativen, Produktion von 6 bzw. 3 Mengeneinheiten

3 Markteintrittsbarrieren Typen 1.3 (3) a) gesetzl./administrative MEB b) strukturelle MEB c) strategische MEB a) z.b. Eigentumsrechte (Patente); Regulierungen (Sicherheitsstandards); Marktregulierungen (öffentliche Auftragsvergabe) b) z.b. angebotsseitige; hoher Kapitalbedarf, Betriebsgrößenvorteile, Lernkurveneffekte c) Limit-Preisstrategie, Limit-Mengenstrategie Strategische MEB werden von den Etablierten gesetzt, um den Markteintritt potentieller Konkurrenten zu verhindern.

4 Bain definiert die condition of entry als: 1.3(3a) the extent to which, in the long run, established firms can elivate their selling prices above the minimal average costs of production and distribution (those costs associated with operation at optimal scales) without inducing potential entrants to enter the industry (Bain, 1968, S. 252). Definition einer Marktzutrittsschranke von Gilbert: What is a barrier to entry? This chapter takes the view that a barrier to entry is a rent that is derived from incumbency. It is the additional profit that a firm can earn as a sole consequence of being established in an industry (Gilbert, 1989, S. 478, Hervorhebung im Original).

5 Theorie der "contestable markets" (Baumol) 1.3 (4) Basisargument: Unter der Annahme freier Markteintritte wird allein die Drohung von Eintritten das Preisverhalten der Etablierten so beeinflussen, als ob ein perfekter Wettbewerbsmarkt vorläge und somit Effizienz garantieren (Preis-GK- Regel). Es kommt also weniger auf die bestehende Anzahl und Größe der Anbieter an, sondern auf potentielle Markteintritte. Marktein- und- austritte werden von sunk costs bestimmt. Sunk costs = strategische Markteintrittsbarriere (vs. Skalenvorteile = strukturelle MEB) Contestable markets liegen vor, wenn keine relevanten sunk costs existieren, d.h. die für den Markteintritt notwendigen Investitionen können bei Marktaustritt ohne Verluste wieder veräußert werden. Baumol u.a. haben diese Argumentation verwendet, um Deregulierungen im Lufttransportverkehr zu legitimieren

6 Irreversibilitäten (versunkene Kosten) Industrieökonomie und Wettbewerb Sommersemester 2006 Kriterien monopolistischer Engpassbereiche 1.3(5) gering hoch Monopolistischer Engpassbereich gering hoch Subadditivität der Kostenverläufe Nach: Fritsch/Wein/Ewers, Marktversagen und Wirtschaftspolitik, 5. Aufl., S. 215

7 De-Regulierung von Netzsektoren: Engpassbereiche und Wettbewerb 1.3 (6)... the role of liberalisation and privatisation in German network industries is considered for each network level successively, with particular emphasis on the impact of these institutional reforms on the market performance of network services. The topical question to what extent remaining sector specific regulation is still necessary shifts the focus to the vertical problems of the required access of network services to infrastructure management and network infrastructure. Remaining reform potentials therefore also include the vertical perspective of non-discriminatory access to infrastructures complementary to the network service level. However, this does not imply the necessity of an end-to-end regulation. Level 1: Network services (e.g. air traffic, railway traffic, truck transport, shipping, production and resale of electricity or gas, telecommunications services). Level 2: Infrastructure management (e.g. air traffic control, railway traffic control). Level 3: Network infrastructure (e.g. airports, railway infrastructure, transportation and distribution networks of electricity or gas). Quelle: Knieps, 2004, S.2

8 1.3. (7) Fallbeispiel Airbus versus Boing Marktabgrenzung Duopol (enges Oligopol) Produktdifferenzierung/Marktsegmente relevante first mover-vorteile (sunk costs-vorteile) - Kapitalintensität/Fixkostendegression - Lernkurveneffekte und Dk-Degression - FuE-Aufwendungen - Sicherheitsanforderungen Subventionen/politisch gestützter WB Krugman-Beispiel strategischer Handelspolitik aktuelle Entwicklung Airbus: Entwicklung eines neuen Großraumflugzeugs Boing: Strategiewechsel

9 Zu Fallbeispiel Airbus versus Boeing: Marktabgrenzung 1.3 (8)

10 Produktdifferenzierung der beiden Anbieter, Jahr (9) Quelle: Deysson,Schmitz, S.97

11 Subventionen und strategische Handelspolitik 1.3 (10)

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