Arbeitsplatzerhalt Wiedereingliederung unter dem Fallmanagement der Fachklinik

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1 Arbeitsplatzerhalt Wiedereingliederung unter dem Fallmanagement der Fachklinik Heike Hinz

2 Patientengruppe Lange Arbeitsunfähigkeit (Monate, Jahre) Ungekündigt Kein Rentenbegehren 2

3 Was kann die Klinik tun? Prozess der Vorbereitung der Wiedereingliederung Patienteninteresse? Wiederherstellung des Leistungsvermögens möglich? Arbeitsplatzbeschreibung anfordern Belastungen des Arbeitplatzes in der Arbeitstherapie simulieren Maßnahmen bestimmen Klären mit Arbeitgeber Kostenträger klären Maßnahme beantragen 3

4 Unterstützungsformen 1. stufenweise Wiedereingliederung 2. Umsetzung im Betrieb 3. Hilfsmittel 4. Lohnzuschüsse 5. Qualifizierung 6. Umschulung 4

5 Kostenträger für weitere Maßnahmen Krankenkasse Agentur für Arbeit Sozialhilfeträger Integrationsamt Rentenversicherung 5

6 Was kann die Klinik tun? Kontakte zur Vorbereitung der Wiedereingliederung Betriebsärztlichen Dienst Schwerbeschädigtenbeauftragten des Betriebes Betriebsrat (evtl. Gewerkschaft) Personalabteilung Berufsberatung der DRV Integrationsamt Agentur für Arbeit 6

7 Was kann die Klinik für den Patienten tun? In der Rehabilitation Motivation fördern Psychische Stabilisierung Allgemeines Training Leistungsfähigkeit verbessern An den Arbeitsplatz angepasstes Training 7

8 Schwierigkeiten Von Seiten des Patienten Unglaube, Hoffnungslosigkeit Hilflosigkeit, Beziehungsabbrüche Antriebsminderung Angst vor weiterer Kränkung und Beschämung Krankheitsgewinn 8

9 Schwierigkeiten Von Seiten des Arbeitgebers Kein Interesse an diesem Mitarbeiter Sorge vor weiteren AU-Zeiten Bereits viel Schwerbehinderte Kein Interesse an weiterem Umbau am Arbeitplatz Skepsis gegenüber Kostenträgern 9

10 Schwierigkeiten Von Seiten des Kostenträgers DRV Lange Bearbeitungszeiten etliche Stellen : Sozialberater, Berufsberater, Sachbearbeiter, Arzt lange Anfahrtswege, Terminprobleme Missverständnisse durch schriftliche Arbeitsplatzbeschreibung Unklare Prognose (Skepsis?) 10

11 Interesse an Wiedereingliederung Patient Vermeidung von Hartz IV Teilhabe am Arbeitsleben Würde, Identität Selbständigkeit 11

12 Interesse an Wiedereingliederung Arbeitgeber Kompetenter und leistungsfähiger Mitarbeiter Vermeidung von Kosten für Abfindungen Einsparung von Lohnkosten Einhalten der Schwerbehindertenquote Verbesserung des Betriebsklimas und der Mitarbeiterbindung Ausgleich mit Mitarbeitervertretung Evtl. Modernisierung des Arbeitsplatzes 12

13 Interesse an Wiedereingliederung Krankenkasse Reduzierung der Krankengeldkosten Andere Kostenträger für Maßnahmen Reduzierung der Behandlungskosten Rentenversicherung Teilhabe am Arbeitsleben (Beitragszahler) Vermeidung von Rentenzahlung 13

14 Interesse an Wiedereingliederung Sozialhilfeträger, ARGE Vermeidung von Transferleistungen Agentur für Arbeit Vermeiden von Transferleistungen Integrationsamt Unterstützung von Behinderten 14

15 Beispiele Frau A., Sekretärin, 50 J., alkoholkrank AU: 2 Jahre wegen Depressionen In Reha: Pat wird lebensfroh und aktiv, will wieder arbeiten Maßnahme: Stufenweise Wiedereingliederung von 6 Wo Arbeitgeber verschleppt Aus Reha: Schließlich Entlassung arbeitsfähig Arbeitgeber: Stimmt im Nachhinein zu DRV : Stimmt unbürokratisch nach Rücksprache zu 15

16 Beispiele Herr B., Facharbeiter, 48 J., alkohol- und medikamentenabhängig AU: 2 ½ Jahre wegen chronofiziertem LWS-Syndrom, bereits Orthopädische und psychosomatische Reha (Empfehlung zur Umschulung zum Kaufmann). Will unbedingt arbeiten, fürchtet Hartz IV In Reha: Hochfrequente Physiotherapie, Hilfsmitteleinsatz. Frühzeitig Kontakt zu Betriebsarzt (Arbeitsplatzbeschreibung), am Arbeitsplatz orientiertes Arbeitstraining. Auseinandersetzung mit Kränkungserleben. Maßnahme: Umsetzung im Betrieb mit Hilfsmittel, stufenweise Wiedereingliederung Arbeitgeber verschleppt Betriebsbegehung DRV-Berufsberater hat keinen Termin Integrationsamt unterstützt bei Betriebsbegehung Reha-Klinik beantragt Maßnahmen DRV stimmt stufenweiser Wiedereingliederung über 3 Monate zu, da Hilfsmittel fehlen, wird Wiedereingliederung verlängert DRV nach 4 Monaten Bescheid: Hilfsmittel abgelehnt (es wurde alte Arbeitsplatzbeschreibung zugrunde gelegt) Arbeitgeber schickt Pat. wieder heim Integrationsamt interveniert, informiert Reha-Klinik Reha-Klinik Widerspruch DRV genehmigt Hilfsmittel, sie kommen nach 6 Mo Pat. und Arbeitgeber sind mürbe. 16

17 Beispiele Herr C., angelernter Arbeiter, 45 J., alkoholkrank, stellt Antrag auf allg. Reha, will unbedingt wieder arbeiten AU: 1 Jahr wegen schwerster Alkoholfolgeschäden an inneren Organen und Wirbelsäulenproblemen DRV reagiert schnell und unbürokratisch In Reha: Auseinandersetzung mit der Sucht, Verbesserung des allg. Gesundheitszustandes, Training der Muskulatur, Training der spezifischen Belastung am Arbeitsplatz Arbeitgeber will ihn weiter beschäftigen Maßnahme: Stufenweise Wiedereingliederung DRV genehmigt stufenweise Wiedereingliederung Herr C. kehrt an Arbeitplatz zurück 17

18 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 18

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