Gemeinsam sind wir stark!

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1 Gemeinsam sind wir stark! Die Neue Frauen-Lesbenbewegung was bewegt uns heute? Diskussionen zur Zusammenarbeit Dokumentation des Fachtags am 7. Juni 2013 im Technischen Rathaus München

2 Inhalt Gemeinsam sind wir stark... 5 Die Neue Frauen-Lesbenbewegung was bewegt uns heute? Diskussionen zur Zusammenarbeit Michaela Pichlbauer, Ulrike Mößbauer und Andreas Unterforsthuber Grußwort... 7 Lydia Dietrich Binaritäten und Kontinua: Überlegungen zu einem schwierigen Verhältnis... 9 Prof. Dr. Nina Degele Nicht so kategorisiert werden! Von Un/Sichtbarkeiten, Kontexten und anderen Unwägbarkeiten...15 Zara S. Pfeiffer Gemeinsam sind wir stark und wer ist das Wir genau? Michaela Pichlbauer und Ulrike Mößbauer Versuch eines ethisch / feministischen Handlungsprofiles entlang lustvoller Sehnsucht Rita Braaz Die Diskussionsforen am Nachmittag: Positionen, Ergebnisse und Ideen Sarah Bergh Ausblick Gabriele Nuß und Ulrike Mößbauer Programmübersicht Mitwirkende Impressum

3 Michaela Pichlbauer Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München Ulrike Mößbauer Andreas Unterforsthuber Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Vorwort Gemeinsam sind wir stark Die Neue Frauen-Lesbenbewegung was bewegt uns heute? Diskussionen zur Zusammenarbeit Liebe Leserin, lieber Leser, wir freuen uns, Ihnen die Dokumentation des Fachtages Gemeinsam sind wir stark die Neue Frauen-Lesbenbewegung vorstellen zu dürfen. Die Gleichstellungsstelle für Frauen und die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen arbeiten seit einigen Jahren intensiv zusammen; zum Teil bei einzelnen Projekten, zum Teil kontinuierlich in Gremien wie beispielsweise in der Stadtratskommission zur Gleichstellung von Frauen oder am Runden Tisch zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgendern. Seit 2009 kooperieren wir bei der Umsetzung des Stadtratsbeschlusses Lesbisches Leben in München, in dem es darum geht, Lesben und deren Lebenssituation und Belange sichtbarer zu machen. Ein Ziel darin war, die Verknüpfung der Lesben- und der Frauenbewegung zu thematisieren. Es gibt viele Überschneidungen, denn Lesben leben als Frauen unter den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen Frauen generell leben. Darüber hinaus müssen sie aber auch mit spezifischen Benachteiligungen leben. Der hier dokumentierte Fachtag setzt die gemeinsame Arbeit fort und macht diese Überschneidungen zum Thema deutlich. Der Ankündigungstext zum Fachtag fasste die aktuellen Diskussionen wie folgt zusammen: In der Frauenbewegung haben Frauen mit verschie denen Lebensbedingungen und Hintergründen zusammen für gemeinsame Ziele gekämpft. Der Slogan Gemeinsam sind wir stark war eine Losung für solidarisches Miteinander, trotz manchmal unterschiedlicher Interessen. In der aktuellen Gleichstellungsarbeit führt sich dies fort: Es werden oftmals Ziele verfolgt, die bei der Gleichstellung von Frauen eine angenommene Allgemeingültigkeit haben oder zumindest die Belange der Mehrheit betreffen. Zusätzlich wird jedoch heute im Diskurs auch deutlich thematisiert, welche Gruppierungen und welche Interessen wie vertreten werden. Lesbische Frauen waren und sind in der Frauenbewegung gemeinsam mit heterosexuellen Frauen aktiv. Bisher sind ihre Bedarfe dennoch nicht so sichtbar innerhalb der gesellschaftlichen Debatte, wie sie sein könnten, und ihre Belange müssen in der Gleichstellungspolitik offensiver und aktiver vertreten werden, als dies in der Vergangenheit oftmals der Fall war. Wenn heute die Frage der Intersektionalität diskutiert wird, stellt sich auch die Frage nach den Belangen der unterschiedlichen Frauengruppen. Wie kann sich die Frauen- und Lesbenbewegung in den Maßnahmen der Gleichstellungspolitik spiegeln, welche Möglichkeiten hat wiederum die Gleichstellungspolitik, die Interessen der verschiedensten Gruppen von Frauen, auch die der Lesben, zu vertreten? Welche Bündnisse, welche Strategien, welche Themen, welche Ziele sollten diskutiert werden? Die Moderatorinnen Birgit Erbe (Frauenakademie München) und Sarah Bergh (Bergh Kultur- und Kunstprojekte) führten durch ein umfangreiches Programm. In den beiden Vorträgen von Professorin Dr. Nina Degele und von Zara Pfeiffer wurden theoretische Aspekte des Themas dargestellt. In einem Dialoggespräch zwischen Michaela Pichlbauer, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München, und Ulrike Mößbauer, Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Landeshauptstadt München, wurde die gleichstellungspolitische Seite des Themas diskutiert. Rita Braaz von der Lesbenberatungsstelle LeTRa stellte Überlegungen zu Utopien der Zusammenarbeit dar. Anschließend wurde in verschiedenen Foren intensiv von den rund 70 Teilnehmenden diskutiert. Denn dies war uns wichtig: Es sollte Raum für Diskussion geben, es sollten Gespräche entstehen und neue Perspektiven für die Zusammenarbeit ausgetauscht werden. 5

4 Und dies ist uns auch gelungen! Viele Teilnehmende haben über viele spannende Aspekte der Thematik gesprochen. Und es kann und wird auch weiter gesprochen werden und vor allem auch weiter gearbeitet werden! Alles Gesprochene zu dokumentieren ist unmöglich. In dieser Dokumentation wird jedoch ein Eindruck vermittelt, welche Themen wie diskutiert wurden. Wir laden Sie ein, sich selbst ein Bild zu machen und an die Diskussionen anzuschließen. Moderation durch Birgit Erbe Wir freuen uns, dass sich so viele an diesem Fachtag beteiligt haben und bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden und bei allen Teilnehmenden. Michaela Pichlbauer Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München Begrüßung durch Ulrike Mößbauer, Birgit Erbe, Michaela Pichlbauer Ulrike Mößbauer Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Andreas Unterforsthuber Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Die Organisatorinnen Ulrike Mößbauer und Gabriele Nuß 6

5 Lydia Dietrich Vorsitzende der Stadtratskommission zur Gleichstellung von Frauen der Landeshauptstadt München Grußwort Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Frauen, herzlich willkommen zum Fachtag: Gemeinsam sind wir stark! Die Neue Frauen-Lesbenbewegung was bewegt uns heute? Ich freue mich sehr, dass wir diesen Fachtag heute durchführen, denn ich bin sicher, es gibt unter diesen beiden Überschriften einiges zu klären, und die Referentinnenliste macht ja schon deutlich, dass es spannend wird. Gemeinsam sind wir stark. Zuweilen bin ich der Meinung, dass es lediglich eine Floskel ist, eine schöne Überschrift, die oft benutzt, aber nicht gelebt wird. Vor zwei Wochen beim March of Equality in Kiew, an dem ich als Teil der Münchner Delegation teilgenommen habe, war klar, was wir erreichen können, wenn wir gemeinsam kämpfen. In diesem Rahmen war auch das Wir klar definiert! Die lesbisch-schwule Community. Das ist aus dem Blickwinkel des Erfolges erster erfolgreicher CSD in der Ukraine ganz klasse. Aus dem Blickwinkel, dass es hier um fundamentale Menschenrechte und um die Grundpfeiler der Gleichstellung geht, auch schade, dass sich das Engagement auf die LGBT- Community im Großen und Ganzen beschränkt. Aber damit sind wir auch schon mittendrin in unserer Diskussion um Wer ist Wir?, was bedeuten Solidarität und Gemeinsamkeit heute? Die Lesbenbewegung und die Frauenbewegung die Lesben-Frauenbewegung! Wir wissen, dass ohne die Lesben die autonome und feminis tische Frauenbewegung so nicht stattgefunden hätte. In der ersten Frauenbewegung bereits kämpften lesbische Frauen für Frauenrechte: Prominente Vorbilder waren Anita Augspurg und Gustava Heymann. Sie kämpften für das Wahlrecht, sie organisierten die ersten Netzwerke und die berühmten Damenclubs. Die lesbischen Frauen waren und sind aber aufgrund der doppelten Diskriminierung als Frauen und als Lesben auch den Weg eines weiteren Gemeinsam sind wir stark gegangen. Gemeinsam mit der Schwulenbewegung kämpften sie gegen die Verteu felung lesbischen und homosexuellen Lebens. Das Wir der Lesben- und Schwulenbewegung basierte und basiert auf der Diskriminierung und dem Kampf dagegen. Damit waren aber bereits Konflikte innerhalb der Lesbenbewegung vorprogrammiert, denn die radikalfeministische Bewegung spaltete sich aufgrund der Patriarchatskritik von der Schwulenbewegung wieder ab. Auffallend war, dass im Laufe der letzten Jahrzehnte im Rahmen der Frauenbewegung die Lesben unsichtbarer wurden, manchmal nicht mehr vorkamen. Was sicher auch daran lag, dass die politischen und gesellschaftskritischen Positionierungen in unterschiedliche Richtungen verliefen: radikal-feministisch einerseits und heterozentristisch andererseits. Das heißt auch, dass die Interessen und Proble ma tiken nicht mehr als gemeinsame gesehen wurden. Zum Teil auch, dass Frau sie nicht sehen wollte. Das lesbisch-frauenbewegte Wir war brüchig! Für die lesbischen Frauen gab es eine große Herausforderung, als die Gleichstellung für LGBT bei der Forderung nach der Gleichstellung mit der Ehe ankam. Wollte Lesbe das? Eingehen in die bürgerliche, heterozentristisch geprägte Welt? Andererseits haben die lesbischen Frauen auch erfahren müssen, dass sie in der Welt der LGBT-Community trotz des gemeinsamen Kampfes weitgehend unsichtbar geblieben sind, weil auch hier die männliche / schwule Dominanz vorherrscht. 7

6 In München hat das lesbisch-schwule Gemeinsam sind wir stark einen Bruch erlebt, als im Jahr 2011 der Christopher Street Day für ein einziges Jahr in Christina Street Day getauft werden sollte, um damit den Lesben eine größere Aufmerksamkeit zu geben, und das Motto wegen massiver Proteste aus der schwulen Community wieder zurückgezogen wurde. Aus meiner Sicht ist es uns in München ein ganzes Stück weit gelungen, die lesbischen Frauen und die anderen Frauen aus der Frauenbewegung wieder ein Stück mehr zusammenzubringen. Und das Interesse für Gemeinsamkeiten wieder zu stärken. Stehen wir vor einem neuen Wir? Wer ist dieses Wir überhaupt? Welche Basis hat dieses Wir? Kann Gemeinsam sind wir stark eine Basis sein? Ich glaube nicht! Temporär und aktionsbezogen ja, aber nicht grundsätzlich und dauerhaft. Ich habe auch viele Fragen, Zweifel und Hoffnungen. Ich freue mich auf die Vorträge und die Diskussion und möchte mich bei den Referentinnen Frau Professorin Degele, Frau Pfeiffer, Michaela Pichlbaur, Ulrike Mößbauer und Rita Braaz ganz herzlich für ihre Teilnahme bedanken, ebenso bei den Moderatorinnen Birgit Erbe und Sarah Bergh. Und danke an die Organisatorinnen: Denn dies ist heute eine Gemeinsame Veranstaltung von der Gleichstellungsstelle für Frauen und der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen! Wenn das kein gutes Omen für die Veranstaltung und die Fragen ist. Lydia Dietrich 8

7 Prof. Dr. Nina Degele Professorin am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg Binaritäten und Kontinua: Überlegungen zu einem schwierigen Verhältnis Abstract Wer heute noch glaubt, Frauen- und Lesbenbewegung ließen sich sinnvoll unterscheiden und mehr noch: ihnen ließen sich spezifische Identitäten, Projekte und Aufgaben zuordnen, ist auf dem Holzweg. Denn wenn etwas neue Bewegungen und Projekte bewegen sollte, dann ist es eine Abkehr von Binaritäten rund um Geschlecht (Männer / Frauen) und Sexualität (hetero- / homosexuell). Neuere Befunde der Geschlechterforschung deuten vielmehr auf eine Abkehr von Binaritäten und die Entdeckung von Kontinua hin wozu ich in diesem Vortrag einen Anstoß geben will. 1. Einleitung Vermutlich sind wir uns alle darüber einig, dass es keine Unterschiede in der Wertigkeit von Männern und Frauen, Hetero-, Homo- oder anderen Sexualitäten geben sollte. Sonst nämlich werden nicht nur verschiedene Geschlechter und Sexualitäten festgestellt, sondern diese darüber hinaus in eine hierarchische Ordnung gebracht. Die Oben-Unten- Ordnung ist allerdings nur die Spitze vom Eisberg. Denn wir bewegen uns in unserer Welt, indem wir Dinge und uns abgrenzen: Ich weiß, wer ich bin, wenn ich weiß, wovon und von wem ich mich abgrenze. Abgrenzungen liegt die Operation des Unterscheidens zugrunde: Was ist der Fall, was nicht? Das ist Praxis im Alltag, in der Wissenschaft, in der Politik und vielem anderen mehr. Dagegen ist nichts einzuwenden. Problematisch wird es allerdings, wenn Unterscheidungen mit Vereinfachungen, Reduktionen und Hierarchisierungen einhergehen. Vor diesem Hintergrund will ich diese Praxis genauer unter die Lupe nehmen. Dabei bewege ich mich in der Logik gender- und queertheore tischen Denkens: Ich hinterfrage Antworten und möchte dies als Anstoß und damit auch als Antwort verstanden wissen. Dazu versuche ich im Folgenden, der gedanklichen Operation des Denkens in Binaritäten eines in Kontinua entgegenzusetzen. Denn unsere Welt ist eben nicht schwarz oder weiß, sondern umfasst ein breites Spektrum von Helligkeitsstufen und dazu brauchen wir noch nicht einmal Farben. Ich möchte damit zeigen, dass wir unser Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsspektrum erweitern können, um den Fallstricken schwarzweißer Reduktionismen zu entgehen, wovon auch Gleichstellungspolitiken profitieren sollten. Zunächst werde ich Errungenschaften der Frauen- und Lesbenbewegung zum Preis dieser Erfolge (1) in Beziehung setzen. Beispiele sind das Medizinstudium für Frauen vor einem Jahrhundert, die Sichtbarkeit und der Einfluss in Gesetzgebungsverfahren wie auch die Eroberung des Sports als Domäne von Frauen (2). Dann werde ich Gründe für die Ambivalenz solcher und ähnlicher Erfolge in einem machtpolitischen und komplexitätsreduzierenden Bedürfnis nach Sicherheit verorten, das ein solches Bedürfnis an die falsche Adresse verweist, nämlich die vermeintlich eindeutige Naturwissenschaft / Biologie (3). Im letzten und zusammen- fassenden Schritt plädiere ich gegen strategische Vereinfachungen und Kästchendenken und stattdessen für differenzierende Vielfalt (4). 2. Geschichtlich bewegen Frauenbewegungen als mobilisierende kollektive AkteurInnen haben sich von Anfang an im Plural entwickelt, d. h., sie bilden sich in verschiedenen Klassen-, ethnischen und kulturellen Milieus heraus. Die leitende Unterscheidung war die binäre Separierung von Menschen in Männer und Frauen, auch wenn die Bewegungen selbst gar nicht so strikt ope rier(t)en: In Frauenbewegungen handeln Menschen gemeinsam, um geteilte Anliegen und Ziele zu verfolgen. Die beteiligten Personen fordern angesichts einer öffent lichen formalen Rechtsgleichheit individuelle Selbstbestimmung, Freiheit, Gleichheit und Solidarität und wirken auf einen grundlegenden Wandel der Geschlechterverhältnisse hin. Sie kritisieren die gesellschaftlichen Leitbilder, Normen und Diskurse und entwerfen und verwirklichen Alternativen, die zu neuen Leitbildern und Normen führen können. 1, 2 Frauenbewegungen teilen die Grundgedanken der Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichheit und Solidarität und sind damit dem Erbe der Aufklärung verpflichtet. In Deutschland haben sich die Frauenbewegungen in zwei Wellen entwickelt. Die erste war die bürgerliche und proletarische Frauen bewegung im Kaiserreich, die mit dem Nationalsozialismus zum Erliegen kam. Zentrale Forderung vor einem Jahrhundert waren das Recht auf höhere Bildung und berufliche Qualifikation, politische Beteiligung und Stimmrecht. Frauen haben in vormodernen Gesellschaften immer gearbeitet, diese Arbeit wurde aber nur selten entsprechend anerkannt. Den Frauenbewegungen ging es vor allem um die Gleichheit und Anerkennung in der Lohnarbeit und in der Familien- und Versorgungsarbeit. Neben dem Kampf um Rechtsgleichheit ging es dieser Frauenbewegung aber auch um die Anerkennung der Differenz der Geschlechter. Erst nach 1968 bildete sich die zweite, die Neue Frauenbewegung, deren Nachwirkungen immer noch spürbar sind. In der Reifezeit der 1980er bildete sich ein samtenes 9

8 Dreieck 2 von Frauenbewegungen, GleichstellungspolitikerInnen und WissenschaftlerInnen heraus. Damit ist auch ein Einfahren der Ernte in Form rechtlicher Reformen verbunden: die Gleichstellung als Staatsaufgabe in der Verfassung 1994, Verbesserung des Aufenthaltsschutzes für misshandelte Migrantinnen 1993, Vergewaltigung in der Ehe als Straftat 1997, Lebenspartnerschaftsgesetz 2001, Gewaltschutzgesetz 2002, Gesetz zur Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation der Prostituierten um Hinzu kommt die Institutionalisierung von Gleichstellungspolitik als Gender Mainstreaming und Managing Diversity. Die Erfolge einer Frauenbewegung, die sich auf ein Kollektivsubjekt Frau beziehen, sind zwiespältig. Ich greife ein Beispiel der ersten Frauenbewegung vor einem Jahrhundert heraus, um die Kontinuität und auch den Wandel frauenbewegter Kampffelder zu illustrieren. Es handelt sich um die Forderung nach Bildung und der Zulassung von Frauen zum Studium und dem Zugang zu prestigeträchtigen beruflichen Tätigkeiten. 3 Diese Forderung setzte die Frauenbewegung am Beispiel ärztlicher Berufe auch durch, freilich um einen hohen Preis durften Frauen in Deutschland das medizinische Staatsexamen der Medizin ablegen (es war der erste akademische Beruf, den Frauen ergreifen konnten). Dies geschah gegen den Widerstand der Ärzte, die um einen Prestigeverlust ihrer Profession fürchteten. Bei der Forderung nach der Öffnung des ärztlichen Berufs für Frauen waren es zwei Argumente, die in der Öffentlichkeit und der Ministerialbürokratie Unterstützung fanden. Zum einen fruchtete Stichwort Gleichheitspostulat der Verweis darauf, dass Frauen im Ausland (wie an der Universität Zürich in der Schweiz) ein Medizinstudium schon erfolgreich absolviert hatten so dumm konnten sie also gar nicht sein. Zum anderen war der gesundheitspolitische Notstand zu beklagen, dass sich viele Frauen aus Schamgefühl weigerten, Männer als Ärzte aufzusuchen. Dazu kam die Angst vor Übergriffen durch männliche Ärzte wie besonders in der Psychiatrie, wo die Beziehung zwischen Arzt und Patientin nicht in jedem Fall als völlig asexuell angesehen wurde. 4 Frauen seien hier aus sittlicher Sicht besser geeignet, Frauen zu behandeln. Dieses Argument der weiblichen Ärzte für Frauen zog am besten, womit der Zuständigkeitsbereich von Ärztinnen von Anfang an ein eingeschränkter war: Frauen mussten sich mit dem zufrieden geben, was ihnen die Männer überließen, nämlich der Beratung und Behandlung von Frauen und Kindern (vor allem der mittellosen Stände). Der Preis für die Zulassung von Frauen zum Studium wie auch zur Ergreifung medizinischer Berufe war eine Naturalisierung ihrer Kompetenz und ihres Geschlechts das war einfach, weil es strikt binär funktioniert. Die Begrenzung ihrer Zuständigkeitsbereiche wurde biologisch begründet und auch akzeptiert. Sowohl BefürworterInnen wie auch GegnerInnen des Frauenstudiums operierten mit gleichen Argumenten, nämlich der Natur des weiblichen Körpers. Feministinnen opponierten zwar gegen die Folgen einer solchen Einschränkung, seltener aber auch gegen die Ursachen. So verwundert es nicht, dass es recht bald zu einer Wiederverdrängung der Frauen aus der Gynäkologie kam, denn das Prestige der Gynäkologie basierte auch auf der Nähe zur Chirurgie, die sich fest in männlicher Hand befand. 3 Dieses Beispiel verdeutlicht die Zweischneidigkeit gut gemeinter politischer Strategien. Frauen durften studieren und Ärztinnen werden (ein Erfolg), sie waren aber von Anfang an die anderen, d. h. diejenigen, die es aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit nicht besser können konnten und können durften. Die Frauenbewegung vor einem Jahrhundert hat sich über ihren Erfolg gefreut und die Kröte der Naturalisierung geschluckt. In genau dieser Verwicklung steckt auch heute noch das Ringen um die geeignete politische Strategie: Kämpft man für ein Gesetz für Lebenspart nerschaften (Homo-Ehe), das noch nicht einmal volle Gleichberechtigung garantiert, wenn man die privilegierte Stellung der Ehe eigentlich abschaffen möchte? Sollte das vorsichtige Angebot des Elternurlaubs für Väter Unterstützung finden, wenn es eigentlich darum geht, dass Elterngeld erst dann in vollem Umfang in Anspruch genommen werden darf, wenn sich auch Väter an der Erziehungs- und Hausarbeit entsprechend beteiligen? Waren Arbeitsverbote für Frauen in Bergwerken und beim Militär (zu ihrem Schutz!) akzeptabel, wenn sie mit der Natur der Frau begründet werden? Konterkarieren Feminismus und auch sexuelle Befreiungsbewegungen damit nicht ihre ursprünglichen Ziele der Gleichberechtigung? Dem Feminismus geht es um die Untersuchung binärer Oppositionen als Strukturprinzip moderner Gesellschaften und Grundlage hierar chischer Geschlechterverhältnisse sowie die Perspektive der Veränderung diskriminierender Verhältnisse. 5 Eine solche Binarisierung bezieht sich nicht nur auf Geschlecht, sondern auch auf Sexualität hier besteht die Gefahr der Wiederholung des gleichen Fehlers einer binären Sortierung von Menschen und Identitäten. Die feministische Lesbenbewegung nun ist Teil zweier weiterer Bewegungen, nämlich erstens der zweiten Frauenbewegung und zweitens der schwul-lesbischen Bewegung. Das ist nicht neu, sondern war bereits in der Kaiserzeit ( ) und während der Weimarer Republik ( ) so. In Berlin kam es 1919 zu einer formellen Zusammenarbeit mit Schwulen, Anfang der 1930er zu einer Spaltung. Lesbische Frauen waren bereits in der ersten Frauenbewegung aktiv, ein prominentes Paar waren Lida Gustava Heymann ( ) und Anita Augspurg ( ), die zum radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung zählten. Lesben erfuhren und erfahren dabei Ausgrenzungen, die auch heterosexuelle Frauen verinnerlicht haben: Anna Rüling etwa wies 1904 auf die 10

9 Bedeutung lesbischer Anliegen hin. Die Zurückhaltung der Heteras war damit begründet, dass sie dem Ansehen der eigenen Bewegung nicht schaden wollte. 6,7 Viele (heterosexuelle) Feministinnen hatten nicht nur zu Zeiten der ersten Frauenbewegung, sondern auch während der Aufbruchstimmung der 1970er-Jahre Schwierigkeiten, sich mit Lesben zu solidarisieren. In den 1970er-Jahren distanzierten sich die Initiatorin und Hauptprotagonistin der amerikanischen Frauenbewegung Betty Friedan und ihre Organisation National Organisation for Women (NOW) von Lesben, weil sie befürchteten, der offene Lesbianismus könnte den Zielen der vorsichtigen Schritte hin zur Gleichberechtigung schaden. Folge: Es dauerte Jahre, bis etablierte Frauenrechts orga nisationen und Lesben zumindest als strategisches Bündnis kooperierten. Bei der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland schließlich standen die Kickerinnen unter dem Verdacht, nicht weiblich genug zu sein. Das Image lesbischer Spielerinnen begleitet den Frauenfußball von Anfang an. Viele Fußballspielerinnen leiden auch durchaus darunter, häufig in den Lesbentopf geworfen zu werden. 8 Einer Befragung von 23 SportjournalistInnen und 15 SponsorInnen im Frauenfußball zufolge lasse sich Heterosexualität besser vermarkten. Das hatte die jüngere Spielerinnengeneration eher internalisiert als die ältere. JournalistInnen bemängeln beim Umgang der Spielerinnen mit den Medien durchaus ein Schweigekartell der Älteren und fordern einen offeneren Umgang mit Homosexualität. Die Zurückhaltung der Frauen scheint nicht unbegründet zu sein: Die offiziellen Sponsoren präsentieren sich wenn sie sich äußern zwar als offen, verweisen aber auf Unverständnis in der Vermarktungsszene. Mit dem Bild vom Frauenfußball als Lesbensport will niemand etwas zu tun haben, die Firmen setzen auf Gruppen-Testimonial-Strategien, die die Gefahr eines negativen Homosexualitätsimages mildern. Damit nimmt der Druck, einem klassischen, das heißt heterosexuellen Weiblichkeitsideal zu entsprechen, deutlich zu. Das mögen Teile des Deutschen Fußball-Bunds DFB nicht intendiert haben, der Rezeption der Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land war dies dagegen allemal zuträglich. 8 Auf der anderen Seite taten sich nicht nur hetero- und homosexuelle Frauen schwer mit einer solidarischen Gemeinschaftsbildung. Mindestens ebenso konfliktreich war das Verhältnis zwischen Lesben und Schwulen. Profitieren Schwule aufgrund ihres Geschlechts von Privilegien, die eine Solidarität mit Frauen unmöglich macht? Sind sie damit Unterdrücker wie heterosexuelle Männer? Genügt die gleichgeschlechtliche Objektwahl als Grundlage von Solidarität? Viele Lesben fühlten sich aus der Frauenbewegung ausgeschlossen, ohne deshalb Solidarität mit und bei Schwulen zu finden. Auch heute noch ist es schwierig, politische Bündnisse auf der Grundlage sexueller Diskriminierung zu schmieden. Als Zwischenergebnis ist deshalb eine doppelte politische Differenzierung festzuhalten. Zum einen fächerte sich die Bewegung zunehmend auf, und zum anderen wurden auch zunehmend Differenzen zwischen den jeweiligen AkteurInnen betont: zwischen Homosexuellen, zwischen Frauen, zwischen Mittelschichtsangehörigen, zwischen Weißen, zwischen Generationen und so weiter. Die kollektive lesbische Identität blieb nur kurze Zeit unhinterfragt, in den 1980ern kamen Verwobenheiten ins Gespräch (afrodeutsche, jüdisch-deutsche, behinderte Lesben, Migrantinnen), die Rede war von Mehrfachidentitäten statt kollektiver Identität. 6 Bei all dem ist aber immer noch die Gewissheit über die richtige Geschlechtszugehörigkeit geblieben. Stattdessen erfuhr die Bestimmung eines kollektiven Subjekts sei es von Frauen oder von Lesben eine weitere Verkomplizierung durch die in den 1990ern einsetzende Auseinandersetzung um Transsexuelle, Transgender und schließlich auch Intersexuelle. Denn nun lässt sich nicht einmal noch deutlich zwischen Geschlecht und Sexualität unterscheiden. Wer ist also Subjekt einer wie auch immer postulierten Bewegung und Gleichstellungspolitik? Ich werde die Frage nun noch weiter verkomplizieren. 3. Sportlich ver(un)sichern Um die Bedeutung von Sicherheit zu konkretisieren, ist es hilfreich, nach der Bedeutung von Verunsicherung zu fragen. Eine der massivsten Gewissheitsbastionen ist das Wissen um Geschlecht: Wenig verunsichert mehr, als nicht zu wissen, ob das Gegenüber Mann, Frau oder etwas anderes (was?) ist. Angesichts des Gleichheitsimperativs könnte man meinen, mit solchen Verunsicherungen könnten wir inzwischen locker umgehen. Gleichwohl gibt es ein gesellschaftliches Feld, das nicht nur mit der Unterscheidbarkeit, sondern mit der binären Zuordnung von Männern und Frauen steht und fällt, nämlich der Sport. Männer und Frauen und nur diese nehmen fast durchgehend an getrennten Wettkämpfen teil, und eine Überprüfung findet, wenn, dann nur bei Frauen statt. Der Umgang mit Geschlechtszugehörigkeit im Sport war bis in die 1960er-Jahre ungeregelt. 9, 10 Auf Grundlage des moralischen Fairnessgebots mussten sich aber 1966 in Budapest erstmals Personen, deren weibliche Geschlechtszugehörigkeit angezweifelt wurde, ausziehen und sich betasten lassen, um zu beweisen, dass sie wirklich Frauen sind (Männer wurden nicht getestet). Von 1967 bis 1999 waren Chromosomentests Grundlage für die Geschlechtsbestimmung (Body Barr, dann Polymerase-Kettenreaktion). Die in den 1960er-Jahren erfolgreichen sowjetischen Leichtathletik-Olympiasiegerinnen Irina und Tamara Press verschwanden nach Einführung der Sex-Tests von der Sportbühne, obwohl sie niemals getestet wurden. Trotzdem wurde ihr Verschwinden massenmedial als Überführung gewertet, dass sie Männer waren, in der Presse hießen sie die Press-Brüder. Der Chromosomentest wurde 2000 in Sydney wieder abgeschafft, weil er keine verlässlichen Ergebnisse brachte: 11

10 Prof. Dr. Nina Degele Binaritäten und Kontinua: Überlegungen zu einem schwierigen Verhältnis Zum einen, weil getestete Frauen zu zwei X-Chromosomen auch ein Y-Chromosom haben können. Bei der EM 1966 in Budapest musste beispielsweise die polnische 100-Meter- Schlussläuferin Ewa Klobukowska zum Sextest. Klobukowska bestand den Test, fiel aber später mit einem veränderten Chromosomensatz auf (Klinefelter, XXY, deshalb wurde im Barr-Test ein zweites X gefunden). Zum anderen war der Test aber auch uneindeutig, weil XY-Personen (also chromosomale Männer) unter bestimmten Umständen weibliche Körperphysiologie entwickeln (AIS): Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta hat man acht solcher XY-AthletInnen entdeckt. Da jedoch sieben von ihnen nicht auf das von ihnen produzierte Testosteron reagierten, durften sie als Frauen starten. In der Folge setzte das IOC auf fallweise Entscheidungen. Seit dem 1. Mai 2011 entscheidet der Hormonstatus über das Teilnahmerecht bei Frauenwettbewerben: Frauen dürfen starten, wenn ihr Level an Androgenen unter dem der Männer oder in einem Bereich liegt, aus dem sie so die Ansicht keinen Wettkampfvorteil ziehen können. Die Erklärung des Internationalen Olympischen Komitees IOC vor den Sommerspielen 2012 dazu lautet: Nothing in these Regulations is intended to make any determination of sex. Instead, these Regulations are designed to identify circumstances in which a particular athlete will not be eligible (by reason of hormonal characteristics) to participate in 2012 OG Competitions in the female category. (IOC 2012) Danach wird formell nicht mehr der Anspruch erhoben, das Geschlecht eines Menschen bestimmen zu wollen 11, sondern es geht nur noch um die Festlegung von Kriterien, wer starten darf. Das aber ist genau der Punkt: wie Testosteron und Geschlechtszuschreibung auf verschiedenen Ebenen nach wie vor untrennbar verwoben werden. Weil die Normwerte von Testosteron im Serum als ge schlechtlich getrennt gesehen werden (bei Erwachsenen Frauen 0,15 0,55 μg / l; bei Männern 3,5 9 μg / l), gilt Testosteron weiterhin als zentraler Geschlechtsmarker. Ein hoher Testosteronspiegel spricht für die Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht. Zum anderen gilt Testosteron insbeson dere in der Doping-Debatte als Verursacher von Leistungs steigerung. Denn erstens erreichen männliche Sportler statistisch bessere sportliche Leistungen als Frauen, zweitens verschaffen sich SportlerInnen über regelwidrige Testosterongaben Vorteile im Wettbewerb (Doping). Trotzdem ist diese doppelte Funktion von Testosteron keineswegs eindeutig. Rebecca Jordan-Young und Katrina Karkazis 9 zufolge vereinfacht die Reduktion von sportlicher Leis tungsfähigkeit nur auf Testosteron die Vielfalt der Einflussfaktoren unzulässigerweise. Es wurde nicht nachgewiesen, dass erfolgreiche Athleten generell einen höheren Testosteronspiegel als weniger erfolgreiche haben. Es gibt aber Untersuchungen, wonach Hochleistungssport den Testosteronspiegel beeinflusst. Insbesondere Fälle von Frauen mit AIS zeigen, dass Athletinnen mit Testosteronunempfänglichkeit bei Spitzensportlerinnen sogar überrepräsentiert sind. Weiter variiert Testosteron biografisch nach Lebensphase (z. B. Normwerte bei Jährigen: F: 0,06 0,50 μg / l, M: 0,10 9 μg / l) sowie auch nach Trainingszustand. Berücksichtigt man soziale Faktoren, lässt sich die Doppelfunktion von Testosteron als Zirkelschluss rekonstruieren: Zunächst wird Testosteron für Mannsein verantwortlich gemacht, entsprechend gelten alle (!) Männer als leistungsfähiger als Frauen (auch wenn die chinesische 16-jährige Schwimmerin Ye Shiwen bei den olympischen Spielen 2012 eine Bahn schneller schwamm als US-Champion Ryan Lochte). Daraus ist wiederum der Schluss zu ziehen, dass Testosteron die Leistungsfähigkeit bestimmt. Dies hat allerdings keine kausale Qualität, sondern lediglich eine probabilistische / statistische und hier haben wir es mit Kontinua und nicht mit Binaritäten zu tun. Aufgrund der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Kausalkette kommt es aber auf verschiedenen Ebenen zu Konflikten: Individuell entsteht Zweifel daran, dass leistungsfähige Frauen auch wirklich Frauen sind, was sich am Diskurs um transsexuelle Sportlerinnen beispielhaft zeigen lässt. Bei der transsexuellen Tennisspielerin Renee Richards, die sich die Teilnahmeberechtigung zur US-Open 1977 der Frauen erkämpfte, galt ihre Erfolglosigkeit als Beleg für ihr Frausein, was ihr den Verbleib im Wettkampftennis sicherte: Richard s inability to dominate women s tennis is offered as a proof of his / her status as a woman. 12 Eine amerika nische Fünfkämpferin brachte 1976 die Norm, dass eine geringe Leistungsfähigkeit als Kriterium für Frausein verwendet werde, gut auf den Punkt: The official explanation is that this test protects us from impostors and from women who are really men, whatever that means. No, I don t believe it. I think they re really saying, You re so good, we just can t believe you re a woman. So prove it. 12 Im Gegensatz dazu war die transsexuelle Mountainbikerin Michelle Dumaresq auf nationaler Ebene sehr erfolgreich und vertrat Kanada seit 2002 mehrmals bei Weltmeisterschaften. SportjournalistInnen wie auch Konkurrentinnen forderten allerdings, sie aufgrund ihrer früheren hohen Testosteronwerte auszuschließen (Doping-Vorwurf: frühzeitiger Aufbau von mehr Muskeln). Ihre Leistungsfähigkeit war mit anderen Worten ein Beleg für die Nichtakzeptanz als Frau. Die südafrikanische 800-Meter-Läuferin Caster Semenya schließlich geriet bei den Weltmeisterschaften 2009 unter Verdacht, keine richtige Frau zu sein. Auch hier kommt die Zweifachwirkung wieder zum Tragen: Der Verdacht beruhte zum einen auf ihrer Leistungssteigerung in Verbindung mit dem dreifach erhöhten Testosteronwert, dann aber auch auf ihr medial inszeniertes Aussehen mit männlichem Gesicht, schmalen Hüften, großen Muskeln und einer tiefen Stimme. Leistung und vermeintlich männliche Geschlechtsmerkmale befeuerten Zweifel an ihrem Frausein. 12

11 Nach elf Monaten Sperre lag Caster Semenyas schlussendlich gemessener Testosteronwert weit genug unter dem definierten Grenzwert, so dass sie wieder bei den Frauen starten darf. Unklar ist, ob dies natürlicherweise durch Östrogengaben oder aufgrund operationeller Eingriffe geschah. Und gleichzeitig wurde nach ihrer Sperre ein Prozess der Verweiblichung konstatiert: Sie hätte an Gewicht und Rundungen zugelegt, die Haare seien länger, so schnell wie vormals sei sie auch nicht mehr, kurz: Sie sei nicht mehr die alte. Interessant ist die Frage, was in der Spannung von Leistung und Weiblichkeit passieren wird, wenn Semenya wieder gewinnt: War dann die Verweiblichung nicht erfolgreich? Dies zeigt, dass nichts bedrohlicher scheint als eine Aufhebung oder Einebnung der Geschlechterdifferenz. Zwei Beispiele dafür, welche Argumentationen angeführt werden, um nur ja nicht die Sinnhaftigkeit der Geschlechterdifferenzierung im Sport hinterfragen zu müssen. Erstens wurde Semenyas Sperre und Wiederzulassung politisch kontextualisiert. Der südafrikanische Leicht athle tik - verband nutzte den Fall Semenya nicht, um die Frage der Geschlechtsbestimmung grundsätzlich aufzugreifen und offensiv zu hinterfragen. Stattdessen instrumentalisierte er ihren Ausschluss für den Vorwurf eines westlichen Rassismus schließlich hatte sie europäische Mitstreiterinnen ausgestochen (was nicht heißt, dass es nicht rassistisch war, aber darum geht es hier im Moment nicht). Ein zweites Beispiel ist der abgelehnte Antrag der US-amerikanischen Skiläuferin Lindsey Vonn, bei einem Abfahrtsrennen der Männer zu starten. Hier wird die Hilflosigkeit der Zweifach-Begründungen von Leistung und Geschlecht deutlich. Vonn ist leistungsfähiger als die meisten Frauen. Der Verdacht, sie sei Testosteron-gedopt und / oder keine richtige Frau, wurde bei ihr aber nie erhoben, zu eindeutig erschienen ihre Inszenierungen als heterosexuelle verheiratete Frau und das noch mit dem klinisch sexsüchtigen Tiger Woods. Die Ablehnung ihres Gesuchs erfolgte stattdessen mit einem schlichten Verweis auf das Regelwerk: Frauen dürfen nicht bei Männern starten. 4. Vervielfältigen statt vereinfachen Der gesellschaftliche Binarisierungszwang ist im Hinblick auf die Frage, wer mit welchem Geschlecht zum Wettkampf antreten darf, überfordert. Verlagert wird dieses Ver antwort lichkeitsdilemma in die Naturwissenschaften, die aber selbst zu keiner binären Geschlechterdifferenzierung in der Lage sind: Geschlecht bewegt sich in einem Kontinuum. Im vermeintlich an Fairness und damit Gerechtigkeit orientierten Sport geht es aber gerade nicht um Fairness, sondern um die Ausgrenzung von nicht richtigen Frauen. Was spräche sonst dagegen, nur Leistungsfähigkeit zum Kriterium der Teilnahme zu machen, auch mit einem vermeintlichen Handicap (siehe Vonn). Die Maxime im Sport lautet also nicht: Der / die Beste möge in einem fairen Wettkampf gewinnen, sondern: Der Beste muss ein Mensch in einem männlichen Körper sein. Dazu muss der soziale Imperativ der Zweigeschlechtlichkeit körperlich realisiert und erhalten bleiben, egal nach welchen Körpermarkern zu welchem Zeitpunkt. Wenn nun schon die vermeintlich eindeutigste, weil binär operierende Sortierungsinstanz von Menschen nicht binär funktioniert, sondern in einem Kontinuum organisiert ist, hat das für die Bestimmung sich bewegender Subjekte und dann auch für Gleichstellungspolitiken Konsequenzen. Ich will die bisherigen Ausführungen vor diesem Hintergrund in drei Punkten zusammenfassen: Erstens ist die Suche nach einer eindeutigen geschlechtlichen Fixierung erfolglos. Die Verschiebung der Verantwortung auf vermeintlich exakte Naturwissenschaften funktioniert nicht. Denn Zweigeschlechtlichkeit ist keine binäre biologisch-naturwissenschaftliche Tatsache, sondern ein binärer sozialer Ordnungsimperativ. 13 Wer zweitens dem Zeitgeist hinterherläuft, hat dafür einen hohen Preis zu bezahlen. Wenn etwa nur richtige Frauen für Einschaltquoten sorgen, dann müssen und mussten die Fußballfrauen bei der WM 2011 im eigenen Land auf adrett, mehrheits fähig und bloß nicht lesbisch getrimmt werden. 8 Denn zum richtigen Frausein gehört nach wie vor, heterosexuell zu sein, und zum richtigen Menschsein gehört, entweder ein Mann oder eine Frau zu sein. Stattdessen käme es darauf an, mit der Forderung nach Vielfalt offensiv aufzutreten hier könnte das Filmfest in Cannes den gesellschaftlichen Verhältnissen voraus sein, dort gewann ein Film über eine lesbische Liebesgeschichte La vie d Adèle des aus Tunesien stammenden französischen Filmemachers Abdellatif Kechiche den Hauptpreis. Ebenso wenig, wie sich Ge schlecht binär zuordnen lässt, funktioniert drittens eine strategische Vereinheitlichung (zur Förderung von Frauen): Frauen sind nicht qua Geschlecht einfühlender oder weniger leistungsfähig, solche Zuschreibungen haben vielmehr eine lange historische Tradition, die sich im Alltagswissen als Selbstverständlichkeit eingegraben haben. Vielmehr geht es darum, jede Person in ihrer Positionierung innerhalb verschiedener sozialer Kategorien anzuerkennen, woraus sich eine Vielzahl von Kontinua ergibt: von Geschlecht, Ethnizität, Alter, (Nicht)Behinderung, Klassenund Milieu zugehörigkeit und vielem mehr. Im Vordergrund steht dann die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Menschen, die einen Zusammenhang über eine Idee des Verbündetseins und der politischen Solidarität herstellt, die auf Ziele, Projekte und Aufgaben bezogen ist und nicht auf wie auch immer definierte Identitäten. Es kommt also darauf an, dass die Anliegen der anderen zu den eigenen Anliegen werden, durchaus aus einer egoistischen Perspektive, dass Hierarchisierungen auch die eigenen Lebensinteressen einschränken: Wenn alle Auto fahren, stehe ich selbst im Stau und bekomme keine Luft mehr. Vor diesem Hintergrund befinden sich Geschlechterforschung einerseits und feministische oder Gleichstellungspolitik 13

12 Prof. Dr. Nina Degele Binaritäten und Kontinua: Überlegungen zu einem schwierigen Verhältnis andererseits in einem permanenten und produktiven Spannungsverhältnis. In der Politik geht es um Macht und die Durchsetzung von gesellschaftlichen Normen, wofür Mehrheiten zu finden und zu überzeugen sind. In der Wissenschaft geht es um die Bereitstellung von Theorien und Methoden sowie um nachvollziehbare Erkenntnisse bezüglich Wahrnehmungen, Denkweisen und Handlungen. Kritische Wissenschaft muss Politik irritieren, um durch Verunsicherung die Reflexionspotenziale gesellschaftlich produktiv zu machen. Die Geschlechterforschung wird als kritische Wissenschaft nie direkt politisch wirksam sein. Sie bedarf immer der Übersetzung in politische Kontexte. Die wissenschaftlich-akademische Diskussion greift Fragen aus politischen Zusammenhängen auf, beschreibt sie in ihrer wissenschaftlichen Sprache auf Basis von Theorien, die sie in Form von Reflexionen und empirischen Befunden in außerakademische Zusammenhänge zurückspielt. Wenn das gelingt, kann die Geschlechterforschung darauf stolz sein und sich die Geschlechterpolitik über konstruktive Irritationen freuen wie etwa die Verunsicherung, die die Universität Leipzig mit ihrer Entscheidung auslöste, den universitären Sprachgebrauch am generischen Femininum auszurichten 14 : Hallo wach, Herr Professorin. Literatur 1 Lenz, Ilse (2004): Frauenbewegungen: Zu den Anliegen und Verlaufsformen von Frauenbewegungen als soziale Bewegungen. In: Ruth Becker / Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: VS Lenz, Ilse (2008): Die unendliche Geschichte? Zur Entwicklung und den Transformationen der Neuen Frauenbewegungen in Deutschland. In: Ilse Lenz (Hg.) Die Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. Eine Quellensammlung Wiesbaden: VS. 3 Wetterer, Angelika (2002): Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion. Gender at Work in theoretischer und historischer Perspektive. Konstanz: UVK. 4 Ziegeler, Beate (1993): Weibliche Ärzte und Krankenkassen. Anfänge ärztlicher Berufstätigkeit von Frauen in Berlin Weinheim: Deutscher Studienverlag: Thiessen, Barbara (2004): xfeminismus: Differenzen und Kontroversen. In: Ruth Becker / Beate Kortendiek (Hg.) Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: VS Münst, Agnes Senganata (2008): Lesbenbewegung: Feministische Räume positiver Selbstverortung und gesellschaftlicher Kritik. In: Ruth Becker / Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: VS Schoppmann, Claudia (2007): Rahmenbedingungen und Anfänge der Organisierung seit In: Gabriele Dennert / Christiane Leidinger / Franziska Rauchut (Hg.), Berlin: Querverlag Degele, Nina (2013): Fußball verbindet durch Ausgrenzung. Wies baden: Springer VS. 9 Jordan-Young, Rebecca / Katrina Karkazis (2012): You say you re a woman? That should be enough. In: New York Times, Karkazis, Katrina / Rebecca Jordan-Young / Georgiann Davis / Silvia Camporesi (2012): Out of bounds? A critique of the new policies on hyperandrogenism in elite female athletes. In: American Journal of Bioethics 12: Sullivan, Claire F. (2011): Gender Verification and Gender Policies in Elite Sport: Eligibility and Fair Play. In: Journal of Sport & Social Issues 35: Wiesemann, Claudia (2011): Is there a right not to know one s sex? The ethics of gender verification in women s sports competition. In: Journal of medical ethics 37: Wiederkehr, Stefan (2012): Jenseits der Geschlechtergrenzen. Intersexuelle und transsexuelle Menschen im Spitzensport. In: Feministische Studien 30: Fausto-Sterling, Anne (2000): Sexing the Body. New York: Basic Books. 14 Süddeutsche Zeitung, Weitere: Degele, Nina (2008): Einführung Gender / Queer Studies. München: Fink (UTB). Hark, Sabine (2004): Lesbenforschung und Queer Theorie: Theore tische Konzepte, Entwicklungen und Korrespondenzen. In: Ruth Becker / Beate Kortendiek (Hg.) Handbuch Frauenund Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: VS Landeshauptstadt München (2012): ThemenGeschichtsPfad. Die Geschichte der Frauenbewegung in München. München / Ergolding: Bosch-Druck. 14

13 Zara S. Pfeiffer Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität in Linz und Mitarbeiterin des Pädagogischen Instituts des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München Nicht so kategorisiert werden! Von Un/Sichtbarkeiten, Kontexten und anderen Unwägbarkeiten Nicht so kategorisiert werden! Der Titel für diesen Vortrag hat ein Ausrufezeichen. Eigentlich bin ich gar nicht so be geis - tert von Ausrufezeichen. In Hinblick auf die Frage nach dem Umgang mit Kategorien und Kategorisierungen habe ich deutlich mehr Fragezeichen im Kopf als Antworten. Trotzdem habe ich mich, was den Titel dieses Vortrags angeht, sehr bewusst für ein Ausrufezeichen entschieden. Der Grund hierfür liegt in dem Wort so nicht so kategorisiert werden! how dare you presume I m heterosexual! es gab da mal so nen button der sagte: how dare you presume I m heterosexual wie kannst du es wagen, davon auszugehen, dass ich heterosexuell bin. neulich auf der lady*festsoliparty versuchte ich eine*r zu erklären, dass ich gerne hätte, dass wir beim lady*fest versuchen, kein geschlecht zu machen, dass wir versuchen, die kategorien aufzulösen, anzukratzen, wenigstens zu hinterfragen. aha, bekam ich als antwort, das ist aber schon für lesben und schwule, oder? klar sag ich, aber auch das sind kategorien, schubladen, vielleicht brauchen wir die für ein lady*fest gar nicht. die antwort war eindeutig: aber du bist doch lesbe, das seh ich doch, das ist doch ganz klar. kann ich mich dieser kategorisierung durch andere auf irgendeine weise entziehen? kann ich selbst entscheiden, wann ich die kategorien benutzen will und wo nicht? how dare you presume I m... was hat ihr*e antwort mit meinen fragen zu tun? was sind meine fragen? [...] 1 Was sind meine Fragen? Als mich Ulrike Mößbauer gefragt hat, ob ich mir vorstellen kann, hier auf diesem Fachtag einen Vortrag zu halten, habe ich mich genau das gefragt: Was sind meine Fragen? Und dann habe ich mich gefragt, was sind denn Ihre Fragen und was sind die Fragen, mit denen Sie hierher zu diesem Fachtag kommen. Und ich habe mich gefragt, ob meine Fragen überhaupt zu Ihren Fragen passen. Mir ist dann ganz viel eingefallen und auch wieder gar nichts. Zwischen diesem Viel und dem Nichts haben sich drei Themen herauskristallisiert, über die ich sprechen möchte. Und zwar geht es um das Thema Angst, es geht um das Thema Scheitern und es geht um das Thema Agency Handlungsfähigkeit. Das klingt jetzt vielleicht trübsinniger, als es am Ende sein wird hoffe ich zumindest. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie sich jetzt fragen, wie diese drei Themen Angst, Scheitern und Agency zu dem Titel des Vortrags Nicht so kategorisiert werden! passen. Und vielleicht fragen Sie sich auch, was wiederum das alles mit dem Thema des Fachtages Gemeinsam sind wir stark zu tun haben könnte. Ich gehe davon aus, dass das alles sehr viel miteinander zu tun hat und ich hoffe, es gelingt mir, diesen Zusammenhang im Verlauf der nächsten 45 Minuten zu vermitteln. Das Ziel meines Vortrages ist dabei vor allem, einige Fragen aufzuwerfen. Angst Ich beginne mit der Frage der Angst. Ich habe Ihnen zwei Videos mitgebracht, die auf sehr unterschiedliche Weise das Thema Angst vor Homosexualität behandeln. Das erste Video mit dem Titel Die Homo-Ehe zerstört die Gesellschaft, weil... beschäftigt sich mit der Angst vor den Konsequenzen, die eine Einführung der Homo-Ehe auf heterosexuelle Beziehungen haben könnte. Frau: Hallo Schatz! Was ist los? Mann: Sie wollen die Homo-Ehe einführen. Frau [lässt den Teller fallen]: Oh mein Gott [wirft sich verzweifelt in seinen Arm]. Was wird dann aus unserer Ehe? Mann: Ich weiß nicht. Frau: Aber ich will keine Scheidung und auch keine Frau heiraten. Mann: Ich weiß. Ich weiß. [Geht aufgebracht im Raum hin und her] Warum wollen diese Homosexuellen unsere Zivilisation zerstören? Frau: Ich habe so Angst! Kind: Mama? Papa? Wenn Schwule und Lesben heiraten dürfen: Werdet ihr mich dann noch lieben? Mann: [kniet sich vor seine Tochter] Lass uns einfach nur hoffen, dass es nicht so weit kommt. [nimmt seine Tochter in den Arm] Sprecher: Schützen Sie heterosexuelle Paare davor, sich zu scheiden und ihre Kinder zu hassen. LEHNEN SIE DIE HOMO-EHE AB. Bezahlt von der Vereinigung von Menschen, deren Leben dann ruiniert ist, wenn andere gleich behandelt werden. 2 Das war jetzt die erste Perspektive auf Angst, die auf der einen Seite ziemlich lustig ist. Auf der anderen Seite ist sie aber auch ziemlich unheimlich, weil es nämlich leider mehr ist als nur Satire, was in diesem Video thematisiert wird. In Frankreich zum Beispiel gehen zur Zeit hunderttausende von Menschen auf die Straße, um gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen zu demonstrieren. 15

14 Die Angst vor Homosexualität zeigt sich aber nicht nur in diesen krassen Formen, sondern hat bisweilen auch sehr subtile Ausprägungen. Ich habe Ihnen deshalb noch ein zweites Video mitgebracht, einen Ausschnitt aus einer Dokumentation über eine Familie mit lesbischen Eltern, die vor Kurzem in der ARD zu sehen war. Die Szene zeigt die beiden Mütter während einer Elternsprechstunde im Gespräch mit einer Lehrerin ihrer Tochter. Mutter 1: Wir wollten eigentlich nur mal wissen, wie so alles klappt, wegen den Noten haben wir ja jetzt nicht wirklich Probleme, was Sie so für einen Eindruck haben? Lehrerin: Ja, die Antonia hat sich sehr schön und sehr schnell integriert in den Kurs. Sie glänzt durch ihre Warmherzigkeit. Mutter 1: Ja, das ist ja prima. Lehrerin: Würde ich Ihren Hintergrund nicht kennen, hätte ich das niemals vermutet, dass Sie ein, sagen wir mal, unkonventionelles Familienleben betreiben. [Mutter lachen] Lehrerin: Das scheint in keiner Art und Weise irgendwie sei es negativ, dass sie glaubt, sie muss sich verteidigen oder das immer wieder aufs Tablett bringen, um das zu erklären. Nein, sie ist eine ganz normale Oberstufenschülerin. Da merkt man nichts heraus, dass es Defizite gibt oder dass sie von Ihnen in eine Seite so sehr stark manipuliert wird. Mutter 1: Aber das ist ja jetzt auch schon seit zwölf Jahren die veränderte Situation. Sie kennt das ja eigentlich gar nicht mehr anders. Lehrerin: Also, ich erlebe jetzt überhaupt keinen Männer hass oder so... [Mutter lachen] Mutter 1: Nein, den haben wir ja auch nicht. Mutter 2: Jetzt, wo du es sagst [lacht] 3 Weil gerade die Nachfrage kam, die Situation mit der Lehrerin war nicht inszeniert, das erste Video war inszeniert. Beide Videos zeigen eine Annäherung an das Thema Angst. Angst ist auf der einen Seite ein Mittel, Politik zu machen und Identität zu regulieren und einzuschränken. Gleichzeitig wäre es aber verkürzt, Angst nur als etwas zu betrachten, das von außen auf uns einwirkt. Angst ist auch etwas, das in uns hineinwirkt, in uns hineinkriecht. Angst wirkt vor allem deshalb so gut, weil sie Teil von unserem Leben ist, Teil der eigenen Geschichte. Sie ist eng verknüpft mit erlebten Verletzungen und sie ist gleichzeitig Teil struktureller und diskursiver Gewalt. Wenn wir uns mit Kategorisierungen auseinandersetzen, ist Angst ein zentrales Thema. Angst zu versagen. Angst, irgendwie falsch auf der Welt zu sein. Angst, nicht so zu sein, wie andere oder auch man selbst manchmal meint, sein zu wollen oder sein zu sollen. Angst vor der eigenen Identität, vor Identifizierung und was das mit uns macht. Gleichzeitig ist Angst aber auch ein Phantasma, allerdings ein sehr wirkmächtiges Phantasma. Ich erzähle Ihnen jetzt eine Geschichte aus meinem Leben. Ich kann mich erinnern, dass ich als nicht geoutete Jugendliche unwahrscheinlich große Angst hatte, eine bestimmte Straße in München entlangzugehen, weil ich dachte, wenn ich durch diese Straße gehe, dann könnte jemand erkennen, ich sei lesbisch. Ich hatte so viel Angst vor dieser Straße und vor dem, was sie für mich damals bedeutet hat, dass ich einen großen Bogen um diese Straße gemacht habe. Das ist rückblickend be trachtet ein ziemlicher Unsinn, aber das ändert nichts daran, dass das damals für mich sehr real war. Heute fahre ich fast täglich mit dem Fahrrad durch diese Straße ganz ohne Angst. Aber hin und wieder erinnere ich mich daran, was diese Straße für mich früher bedeutet und welche Veränderung seit damals stattgefunden hat. Und wenn ich heute daran denke, ist mir meine damalige Angst beinahe peinlich. Gleichzeitig weiß ich, dass das gegenüber der nicht geouteten Jugendlichen, die ich war, ziemlich unfair ist. Dieses peinlich sein ist nämlich ein durchaus perfider und auch sehr verinnerlichter Diskriminierungsmechanismus. Denjenigen, die ausgegrenzt werden, wird auch noch die Verantwortung für die Ausgrenzung in die Schuhe geschoben. Die von außen herangetragene Haltung Es ist schon ok, lesbisch zu sein, aber bitte nerv nicht mit Diskriminierungserfahrungen, verunmöglicht das Sprechen über Diskriminierung und Ausgrenzung oder macht es zumindest noch schwieriger, als es ohnehin ist. Inzwischen bin ich längst geoutet und bewege mich in Kontexten, in denen queer sehr positiv besetzt ist. Queer gilt heutzutage in gewissen Kreisen als so schick, dass auf den ersten und auch zweiten Blick sehr heterosexuell und normalisiert lebende Menschen dieses Label gerne für sich verwenden wobei ich jetzt für eine eher kleine Gruppe spreche. Ganz grundsätzlich ist das eine Entwicklung, die ich durchaus positiv bewerten möchte, sie hat aber auch ihre Tücken. Ich frage mich zum Beispiel, ob Lesbischsein genauso cool ist wie queer zu sein? Ich denke nicht. Ich glaube, Lesbischsein ist im Gegenteil furchtbar uncool. 16

15 Aber immerhin queer ist cool, allerdings immer nur bis zu einem bestimmten Punkt. Es ist nämlich überhaupt nicht schick, diskriminiert zu werden. Und damit komme ich jetzt zu dem Punkt, warum ich denke, dass es wichtig ist, über Angst zu sprechen. Ich denke, eines der drängendsten Probleme, mit dem wir uns beschäftigen müssen, ist die Situation von homosexuellen Jugendlichen. Wenn wir uns mit der Lebensrealität von LGBTIQ 4 -Jugendlichen beschäftigen, wird die Brutalität der Erfahrung von Diskriminierung und Angst vor Diskriminierung sehr real und greifbar. Das Suizidrisiko unter homo sexuellen Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren ist zwischen vier- und siebenmal höher als unter heterosexuellen Jugendlichen. Laut der Studie des Berliner Senats Sie liebt sie. Er liebt ihn. haben sechs von zehn Befragten schon einmal daran gedacht, ihrem Leben ein Ende zu setzen, die Mädchen etwas häufiger als die Jungen. 18 Prozent haben bereits einen oder mehrere Suizidversuche hinter sich. 5 Und in der Befragung Da bleibt noch viel zu tun, die von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlecht liche Lebensweisen der Landeshauptstadt München unter 800 Fachkräften durchgeführt wurde, sind die Ergebnisse ähnlich erschreckend. Fast 90 Prozent der Fachkräfte betonen, dass lesbische, schwule und transsexuelle Jugendliche zusätzlichen spezifischen Belastungsfaktoren ausgesetzt sind. Das heißt, sie leiden unter Angst vor Ausgrenzung und Diskriminierung, Verheimlichungsdruck, homosexuellenfeindlichen Erlebnissen und unter der Angst, ihre FreundInnen zu verlieren. Darüber hinaus attestieren 90 Prozent der Fachkräfte den Schulen, dass dort ein unfreundliches soziales Klima für schwule und lesbische Jugendliche herrscht. Die Schulsozialarbeit sagt dies sogar mit 97 Prozent. 82 Prozent der Fachkräfte geben an, dass an den jugendtypischen Orten (Schulen, Jugendfreizeitstätten usw.) homophobe Ereignisse verbreitet sind. Und fast 80 Prozent der Fachkräfte gehen davon aus, dass Homosexualität in den Familien nach wie vor nicht problemlos akzeptiert wird. 6 Ich könnte jetzt noch eine ganze Reihe von weiteren Ergebnissen aufzählen, mache aber an dieser Stelle einen Punkt. Ich hoffe, es ist deutlich geworden, dass Angst ein Thema ist, mit dem wir uns in irgendeiner Art und Weise werden auseinandersetzen müssen. Scheitern Das zweite Thema, über das ich jetzt sprechen möchte, ist Scheitern. Was Scheitern ist und wie sich das anfühlt, wissen wir alle vermutlich ganz gut: Etwas nicht auf die Reihe bekommen, hinfallen, irgendetwas nicht erreichen, was Sie unbedingt erreichen wollten. Ich würde davon ausgehen, dass wir alle in Hinblick auf die Themen Angst und Scheitern ExpertInnen sind ich für meinen Teil bin es jedenfalls. Scheitern ist etwas, wovor wir oft Angst haben und wenn wir wo gescheitert sind, dann schämen wir uns danach. Gleichzeitig ist Scheitern aber etwas ganz Alltägliches. Und so, wie wir uns mit der Angst auseinandersetzen müssen, müssen wir uns auch mit dem Scheitern auseinandersetzen. Scheitern ist zwar meistens ziemlich blöd, aber nicht immer. Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal versucht haben, auf einer Slackline zu balancieren. Das macht ziemlich viel Spaß, und die Hauptsache des Spaßes besteht darin, permanent zu scheitern also herunterzufallen und es noch mal zu probieren. Ich rede heute aber nicht nur über das Scheitern, weil es etwas mit Angst zu tun hat, sondern weil Scheitern auch auf einer theoretischen Ebene ziemlich spannend ist. Scheitern und Kategorisiert-werden sind sehr eng miteinander verknüpft. Kategorien lassen sich nämlich nicht verstehen, wenn wir das Scheitern nicht mitdenken. Ich habe Ihnen ein Zitat von Michel Foucault mitgebracht, in dem er die Grenzen unseres Denkens am Beispiel des Scheiterns an Kategorien thematisiert. Zu Beginn von Die Ordnung der Dinge zitiert er einen Text des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges, der eine gewisse chinesische Enzyklopädie aufzählt, [ ] in der es heißt, daß die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Trolle gebärden, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen. Beim Erstaunen über diese Taxonomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken. 7 Warum dieses Zitat? Die Frage ist, warum wir diese Auflistung so seltsam finden und darüber lachen. Und warum finden wir es nicht mindestens genauso seltsam, dass wir als Frauen kategorisiert werden, als Männer, als Mütter, als Transen, als was auch immer. Warum akzeptieren wir die eine Form der Kategorisierung als normal und eine andere nicht? Und was wäre, wenn wir anfingen, unsere alltäglichen Schubladen und Kategorien für genauso merkwürdig oder gewöhnlich zu halten wie eine Gruppierung von Tieren, die sich wie Trolle gebärden? 17

16 Zara S. Pfeiffer Nicht so kategorisiert werden! Wir scheitern an der einen Form der Kategorisierung ebenso wie an der anderen und die Kategorien scheitern an uns. Dieses Scheitern kann Angst machen, es kann aber auch Angst nehmen. Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die es ziemlich entspannt, dass es jenseits der 08/15-Schubladen auch noch andere Möglichkeiten gibt. Denn wir sind, um mit Judith Butler zu sprechen, nicht Frau, Lesbe, Mutter, Trans, sondern wir werden es. Agency Und damit komme ich zu dem dritten Thema des Vortrags Agency / Handlungsfähigkeit. Bei dem Nicht so kategorisiert werden! und bei der Frage, wie Kategorisiert-werden und Agency zusammenhängen, komme ich nicht darum herum, über Subjekte und Subjektivierung zu reden. Das ist ein bisschen theoretisch, aber ich glaube, das macht nichts, denn ich finde Theorie nämlich ziemlich spannend und ich hoffe, Sie finden es auch ein bisschen spannend wenn nicht, ändert das jetzt nämlich auch nichts mehr. Ich habe Ihnen ein Zitat von Judith Butler mitgebracht, sie schreibt: Das Subjekt ist die sprachliche Gelegenheit des Individuums, Verständlichkeit zu gewinnen und zu reproduzieren, also die sprachliche Bedingung seiner Existenz und Handlungsfähigkeit. 8 Was bedeutet dieses Zitat? Es bedeutet, um gesellschaftlich verstehbar und handlungsfähig zu sein und um Handlungsfähigkeit geht es uns ja hier und heute auch, müssen wir als Subjekte angerufen und anerkannt werden. Das heißt ganz praktisch, dass wir Subjektivierungsprozesse durchlaufen müssen. Um Subjekt zu werden, müssen wir also subjektiviert werden. Was bedeutet das? Michel Foucault auf den sich Judith Butler bezieht betont, dass Subjektivierung immer zwei Bedeutungen hat bzw. aus zwei Teilen besteht: erstens unterworfen werden und zweitens sich identifizieren. Er schreibt: Das Wort Subjekt hat einen zweifachen Sinn: vermittels Kontrolle und Abhängigkeit jemandem unterworfen sein und durch Bewußtsein und Selbsterkenntnis seiner eigenen Identität verhaftet sein. Beide Bedeutungen unterstellen eine Form von Macht, die einen unterwirft und zu jemandes Subjekt macht. 9 Was bedeutet das? Judith Butler beschreibt Subjektivierung in Anschluss an Michel Foucault und Louis Althusser als andauernden Anrufungsprozess. Es gibt eine häufig zitierte Szene aus dem Text Ideologie und ideologische Staatsapparate, mit der Althusser verdeutlicht, was er mit Anrufung oder Interpellation meint. 10 Ich erzähle Ihnen diese Szene als Hommage an die Universität Leipzig im generischen Femininum. Die Situation ist Folgende: Es gibt eine Polizistin, und eine Passantin geht an dieser Polizistin vorbei. Die Polizistin ruft der Passantin hinterher: He, Sie da! Woraufhin die Passantin sich umdreht. Die Polizistin ruft quasi die Passantin an, und in dem Moment, in dem sich die Passantin umdreht, wird sie zum Subjekt. Sie unterwirft sich unter das Gesetz, unter eine Ideologie die Polizistin steht in dieser Szene symbolisch für das Gesetz und die Ideologie. Und indem die Passantin angerufen worden ist, wird sie selbst fähig, andere anzurufen. Die Subjektivierung ist damit auch ein Prozess der Befähigung. Die Passantin unterwirft sich, und die Unterwerfung ist die Bedingung dafür, dass sie handlungsfähig wird. Und jetzt komme ich wieder zurück zu den Kategorien. Die Kategorien sind das, worunter wir unterworfen werden. Wir agieren innerhalb dieser Kategorien als Lesbe, als Mutter, als Hartz-IV-Empfängerin, als Professorin oder auch als Gleichstellungsbeauftragte. Gleichzeitig gelingt Subjektivierung niemals dauerhaft, sondern immer nur vorläufig. Scheitern ist ein notwendiger Bestandteil von Subjektivierungsprozessen. Gesellschaftliche Positionen verkörpern wir immer nur vorübergehend. Dass ich heute erfolgreich angerufen wurde, heißt nicht, dass das morgen auch so ist. Eine einmal gelungene Anrufung ist keine Garantie für zukünftige Anrufungen. Gleichstellungsbeauftragte beispielsweise ist frau eben nicht auf Lebenszeit. Aus diesem Grund ist Subjektivierung darauf angewiesen, permanent wiederholt zu werden. Und in dieser Wiederholung liegt auf der einen Seite ein gesellschaftliches Machtverhältnis und auf der anderen Seite die Möglichkeit, diese Machtverhältnisse zu verschieben, widerständig zu handeln und darin beispielsweise die Kategorien zu verändern. Das ist ja auch das, was wir in dem Vortrag von Professorin Degele gehört haben, dass wir nicht nur innerhalb statischer Kategorien leben, sondern dass wir es mit Kontinua zu tun haben. Nicht so kategorisiert werden oder Scheitern als Praxis der Freiheit Und damit bin ich jetzt beim Ausgangspunkt und Titel des Vortrags gelandet: Nicht so kategorisiert werden vielleicht irgendwie anders? und bei der These: Scheitern als Praxis der Freiheit. Die Frage lautet: Können wir jenseits von Kategorien Handlungsfähigkeit erlangen? Können wir jenseits von Kategorien subjektiviert werden? Können wir Scheitern offensiv nutzen als eine Praxis der Freiheit? Können wir uns quasi ent-kategorisieren? Und was würde das bedeuten? Welche Formen könnte das annehmen? Sie sehen, das sind sehr viele Fragen, und ich habe nicht so viele Antworten. Theoretisch würde ich sagen: nein, das ist unmöglich. Praktisch würde ich sagen: vielleicht doch. Würde ich aber eine Utopie entwerfen, würde ich sagen: unbedingt, auf jeden Fall. Das Problem ist, dass, wenn wir versuchen, Praxen zu finden, die das ausprobieren, wir ziemlich schnell wieder scheitern. Das, was mit queer gemeint ist, also die Ver- 18

17 weigerung von Identifizierung, trägt diese Überlegung in sich. Queer als Versuch, Identifizierung zurückzuweisen, ist in zwi - schen aber auch zu einem Label geworden, zu einer neuen Form der Identifizierung. Das heißt aber nicht, dass wir aufhören sollten, das zu versuchen. Und das meine ich mit der Praxis der Freiheit. Die Praxis der Freiheit ist, das trotzdem zu tun, weil auch in dem Scheitern sich etwas verschieben kann vielleicht auch Machtverhältnisse. Sie hören jetzt den zweiten Teil des Textes, den ich Ihnen zu Beginn des Vortrags vorgespielt habe: geschlecht gibt es nicht. geschlecht lauert an jeder ecke, hinterlässt seine furchen in hirnen und körpern. geschlecht ist tot. geschlecht ist eine einschränkung. geschlecht regiert. um geschlecht abzuschaffen, muss ich versuchen, kein geschlecht zu machen. aber so tun, als ob es geschlecht nicht gibt, ist eine entsolidarisierung von allen, die unter sexismus leiden. um geschlecht aufzulösen, muss ich geschlecht sichtbar machen. geschlecht sichtbar machen macht geschlecht. geschlecht machen ist notwendig, um sexismus sichtbar zu machen. geschlecht machen ist eine entsolidarisierung von allen, die unter geschlechtszuweisung leiden. anworten sind notwendig. eine antwort ist falsch. widersprüche sind antworten. 11 widersprüche sind antworten Dieser Text, den a. [sic!] aus dem Orgateam vom Ladyfest 2010 in München geschrieben hat, bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Das kritische und widerständige Potenzial liegt in dem Versuch der Entkategorisierung, der das Scheiternmüssen offensiv mitdenkt und praktiziert. Das kann dann den Effekt haben, dass die Schubladen uns nicht mehr so sehr einzwängen in ein enges Schema, in dem wir uns überhaupt nicht wohlfühlen, sondern vielfältiger werden mit unterschiedlichen Formen und Farben. Aber auch wenn die Schubladen vielfältiger werden, sind es nach wie vor Schubladen, die uns letztlich zwar anders, aber genauso statisch einzwängen. Wir hatten vorhin im Publikum die Bemerkung, dass Iden tität nichts Statisches ist, sondern sich über die Jahre verändert. Die offene Frage bleibt also, ob das Nicht so kategorisiert werden! andere Schubladen bedeutet oder nicht eigentlich gar keine Schubladen und ob gar keine Schubladen überhaupt funktionieren könnte. Wenn wir jetzt versuchen, dieses Nicht so kategorisiert werden! auf beispielsweise eine städtische Verwaltung zu übertragen, was würde das bedeuten? Was wäre, wenn es hier keine Schubladen gäbe? Wahrscheinlich wäre es erst mal unwahrscheinlich kommunikativ, weil alle ziemlich verwirrt wären und wir mit einem deutlichen Orientierungsverlust durch das Rathaus irren würden oder durch die verschiedenen Referate. Ein vorübergehender Orien tie rungsverlust kann eine Situation sein, in der wir, wenn es gut läuft, unglaublich viel lernen können. Das ist einerseits wie ich den Reaktionen aus dem Publikum entnehmen kann ein reizvolles Gedankenspiel, gleichzeitig ist es aber auch ein ziemlich risikoreiches Unterfangen, weil es Themen unsichtbar macht. Wir sind nämlich nicht gleich. Und mit einer Strategie, die so tut, als wären wir das, laufen wir Gefahr, uns selbst den Boden unter den Füßen wegzugraben. Wir brauchen eine Gleichstellungsstelle, wir brauchen eine Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, denn wenn wir das alles nicht haben, werden wir und unsere Themen möglicherweise unsichtbar. Queer sagt beispielsweise gar nichts darüber aus, ob damit tatsächlich auch Lesben gemeint sind und ob sich irgendjemand um die Belange von Lesben kümmert oder eben nicht. Deswegen ist das Nicht so kategorisiert werden! die Herausforderung, dass wir das gleichzeitig denken müssen mit der Notwendigkeit von Kategorien, weil wir Anlaufstellen und Ansprechpartnerinnen für unsere Themen brauchen. Ich gehe davon aus, dass ich mit diesem Punkt nichts Neues erzähle, aber trotzdem ist es wichtig, das mitzudenken und zu betonen. Gemeinsam sind wir stark? Angst, Scheitern, Agency. Nicht so kategorisiert werden. Wie passen diese Themen zu dem Titel des Fachtages Gemeinsam sind wir stark? Ich habe mir in Hinblick auf diesen Titel drei Fragen gestellt und ich glaube und hoffe, dass diese Fragen eine Brücke herstellen von dem Titel des Fachtages zu den Themen, über die ich bis jetzt gesprochen habe: Was bedeutet gemeinsam? Wie genau könnte das stark aussehen? Wer ist eigentlich wir? Wer ist wir? Ich fange mit der letzten Frage an: Wer ist wir? Die Frage ist in diversen Kontexten immer wieder gestellt worden. Aktivistinnen der Frauenlesbenbewegungen haben sie gestellt. Manchmal war diese Frage auch als Vorwurf gemeint. Das Wir zu befragen, fragt nämlich auch nach den Ausschlüssen, nach denen, die nicht zu dem Wir gehören. Wir ist könnte man behaupten ein durch und durch queeres Konzept. Wir ist super. Wir ist alle. Aber wer ist alle und wer ist wir? Wer sagt wir und wer sagt es nicht? Das Wir kann auch Unterschiede verwischen. Ich bin nicht du. Das Wir verwischt Unterschiede, wenn sie nicht benannt werden. Um Unterschiede benennen zu können, brauchen wir Kategorien. Die Erfahrung einer weißen lesbischen Frau ist nicht identisch mit der Erfahrung einer schwarzen hetero- 19

18 Zara S. Pfeiffer Nicht so kategorisiert werden! sexuellen Frau. Es ist das Verdienst von Women of Color, darauf hin gewiesen zu haben und diese Perspektive sehr vehement eingefordert zu haben. Und intersektionale Zugänge haben das aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass wir die verschiedenen Differenzkategorien betrachten müssen. Gleichzeitig haben wir aber ein Problem, wenn wir Differenz nur als Differenz betrachten und dabei vergessen, die Machtverhältnisse anzuschauen. Das Risiko, dass Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, sexuelle Identität etc. eine bloße Auf zählung bleiben, die am Ende die Kategorien selbst eher reproduzieren, als sie in Frage zu stellen und zu dekonstruie ren, ist dabei ziemlich hoch. Das Problem ist, dass die Kategorien eine einseitige Perspektive mit sich bringen und einen hegemonialen Blick auf Unterschiede festschreiben können, während sie gleichzeitig die Sicht auf die jeweiligen Kontexte verunmöglichen. Auf diese Weise werden Machtverhältnisse eher unsichtbar gemacht als sichtbar. Das heißt jetzt aber nicht, dass wir aufhören sollten, die unterschiedlichen Differenzkategorien zu denken und Unterdrückungsverhältnisse zu benennen. Die Frage ist nur, benenne ich eine Kategorie wie beispielsweise Geschlecht, sexuelle Orientierung, Migrationshintergrund, Race oder Behinderung oder rede ich von Sexismus, Heterosexismus, Critical Whiteness, Rassismus, Privilegien und Barrieren. Ich denke, wir müssen anfangen, die Machtverhältnisse zu benennen, denn wenn wir bei den Kategorien hängenbleiben, dann machen wir die anderen zu den anderen. Und dann ist es in der Tat problematisch von wir zu reden, weil es dann vor allem ein Ausschluss ist, der außerdem dazu neigt, diesen Ausschluss der anderen zu verschleiern. Was bedeutet gemeinsam? Die zweite Frage schließt sehr eng an die erste Frage an. Was bedeutet gemeinsam? Gemeinsam könnte bedeuten, dass wir uns mit dem Wir auseinandergesetzt haben. Ich möchte jetzt aus einer Rede von Kien Nghi Ha zitieren, die er am 25. August 2012 in Rostock gehalten hat auf der Abschlusskundgebung zum Gedenken an das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren. Ich habe länger überlegt, ob ich diese Rede tatsächlich hier zitieren soll, aber ich denke, sie passt sehr gut zu der Frage, um die es mir hier geht. Kien Nghi Ha hat in dieser Rede folgende Sätze gesagt: Ich bin hier, weil ihr hier seid. Ich bin hier, weil wir hier sind, ich bin hier, weil du da bist. 12 Ich zitiere diese Sätze aus seiner Rede, die übrigens auf YouTube in voller Länge angesehen werden kann, weil sie mich zum einen sehr berührt hat und ich glaube, es ist eine der wichtigsten Reden in Hinblick auf die rassistische Gewalt in Deutschland in den letzten 20 Jahren zum einen. Zum anderen hat Kien Nghi Ha mit dieser Rede und diesen Sätzen ein Prinzip formuliert, das ebenso klar wie stark ist. Und ich denke, es lässt sich sehr gut auf den Kontext hier übertragen. Es geht um Solidarität und um die Frage, was Solidarität bedeutet. Solidarität ist ein großes Wort, das erst mal immer gut klingt, aber oft überhaupt nicht gefüllt ist. Und das, was Kien Nghi Ha in seiner Rede gemacht hat, ist, es zu füllen mit einer ganz einfachen Formel. Er hat klar gemacht, worum es geht nämlich um da sein. Einfach nur um da sein nicht mehr und nicht weniger. Ich bin hier, weil ihr hier seid. Ich bin hier, weil wir hier sind, ich bin hier, weil du da bist. Es geht aber auch um Betroffenheit und um die Frage, wann ich bereit bin, betroffen zu sein. Bin ich betroffen, wenn in Frankreich tausende Menschen auf die Straße gehen, und unglaublich gewaltförmig einen Diskurs gegen die Gleichstellung von Homosexuellen führen. Bin ich betroffen, weil es in Kiew so gut wie unmöglich ist, einen CSD durchzuführen? Bin ich betroffen, wenn in München linke Einrichtungen von Rechtsradikalen angegriffen werden? Bin ich von rassistischer Gewalt betroffen und bin ich betroffen, wenn der sogenannte nationalsozialistische Untergrund jahrelang quasi unbehelligt mordend durch Deutschland ziehen konnte? Die Frage ist, wann und wo bin ich bereit, betroffen zu sein? Wie könnte stark aussehen? Das ist für mich die Grundlage, um über die letzte Frage zu reden. Die Frage, wie genau könnte dieses stark aussehen? Denn wenn wir gemeinsam stark sein wollen, dann müssen wir auch wissen, was das eigentlich bedeutet, stark zu sein. Starksein bedeutet für mich, sich zum einen mit dem Wir auseinandergesetzt zu haben, zum anderen bedeutet es, dieses gemeinsam tatsächlich auch zu praktizieren und zu leben, also da zu sein. Und drittens bedeutet es schließlich, unterschiedliche Formen der Organisierung nebeneinander stehen zu lassen. Sie sehen ein Schaubild, das ich vor einigen Wochen in einem Vortrag von Deanna Zandt auf der re:publica in Berlin gesehen habe, mit dem sie verschiedene Formen von Organisierung auf eine, wie ich finde, sehr schöne Weise schematisch dargestellt hat. 13 Sie sehen ganz links eine recht geordnete Struktur man könnte auch sagen, das ist vielleicht Verwaltung. Das Bild in der Mitte steht für Vernetzung und Austausch. Und das Bild ganz rechts ist das Bild einer Ad-hoc-Aktion, #aufschrei zum Beispiel, ein Hashtag auf Twitter, der auf eine sehr spontane und ungeplante Weise das Thema Sexismus und sexuelle Gewalt auf die Tagesordnung einer breiten Öffentlichkeit gebracht hat. Wenn wir gemeinsam stark sein wollen, dann brauchen wir mindestens diese drei Formen der Organisierung, die sich 20

19 ich denke, das ist klar gar nicht so eindeutig voneinander trennen lassen, wie ich das jetzt hier vorgetragen habe. Wir brauchen Verwaltung, wir brauchen Netzwerke und wir brauchen spontane Aktionen. Bergblick Ich bin jetzt fast am Schluss meines Vortrags angelangt und ich möchte Ihnen am Ende das Bild von einem Berg mitgeben. Ein Berg lässt sich von sehr verschiedenen Perspektiven betrachten. Der Berg kann mich an meine Angst erinnern. Der Berg erinnert mich an die Möglichkeit und die Notwendigkeit des Scheiterns auf dem Weg zum Gipfel, den ich nie endgültig und dauerhaft erreichen kann. Und der Berg steht für Handlungsfähigkeit ich kann mich nämlich entscheiden, ob und wenn ja, aus welcher Perspektive ich mich dem Berg nähern will. Literatur Link zur Präsentation: 1 Text von a. aus der Zeitung zum Ladyfest 2010 in München. 2 Queerblick TV: Die Homo-Ehe zerstört die Gesellschaft, weil [ ]; Original: NonRandomNonSense: The Ultimate Anti-Gay Marriage Ad c4-overview&list=uuyjekfeguwx9bokkarbc5vq [ ]. 3 Meine Eltern sind lesbisch, Dokumentation von Jutta Brinkmann und Ulrike Michels, ab Timecode 00:24:40 [ ]. 4 LGBTIQ: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex, Queer. 5 Vgl. Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Sport und Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (Hg.): Sie liebt sie. Er liebt ihn. Eine Studie zur psychosozialen Lage junger Lesben, Schwuler und Bisexueller in Berlin, Berlin Vgl. Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen: Da bleibt noch viel zu tun Befragung von Fachkräften der Kinderund Jugendhilfe zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen und transgender Kindern, Jugendlichen und Eltern, München, 2011, Koordinierungsstelle-fuer-gleichgeschlechtliche-Lebensweisen/ Jugendliche-Lesben-und-Schwule/Befragung.html [ ]. 7 Foucault, Michel: Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1974, S Butler, Judith: Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2001, S Foucault, Michel: Warum ich die Macht untersuche: die Frage des Subjekts, in: Dreyfus, Hubert L. / Rabinow, Paul: Michel Foucault: Jenseits von Strukturalismus und Hermeneutik, Weinheim: Beltz, 1994, S. 246 f. 10 Vgl. Althusser, Louis: Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie, Hamburg: VSA, 1977, S. 142 f. 11 Text von a. aus der Zeitung zum Ladyfest 2010 in München. 12 Kien Nghi Ha: Ich bin hier, weil ihr hier seid, Rostock-Lichtenhagen 2012, [ ]. 13 Vgl. re:publica 2013 Deanna Zandt: Ecstasy and Despair: How Powerful Emotions Trigger Digital Activism [ ]. 21

20 Michaela Pichlbauer Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München Ulrike Mößbauer Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Landeshauptstadt München Gemeinsam sind wir stark und wer ist das Wir genau? In einem moderierten Dialoggespräch zwischen Michaela Pichlbauer und Ulrike Mößbauer wurden wichtige Themen der Gleichstellungsarbeit diskutiert. Dieses Dialoggespräch umfasste drei große Themenbereiche: 1. Gruppenidentitäten, Kategorisierungen, Ziele Einerseits werden Kategorisierungen und die Eingrenzung von Gruppenidentitäten zunehmend kritisch betrachtet, andererseits muss die praktische Gleichstellungspolitik gerade mit diesen Kategorisierungen arbeiten. Identitäten und Zugehörigkeiten zu Gruppen, die mit Begriffen wie z. B. Frauen, Lesben, Migrantinnen, Transgender beschrieben werden, können sich aber verändern, überschneiden sich, und die Grenzen sind fließend. Keine gehört nur einer bestimmten Gruppe an. Wichtig ist daher die Reflexion dieser Kategorien und der Folgen ihrer Verwendung. Sicher macht es Sinn, diese kritisch zu diskutieren. Der aktuelle wissenschaftliche Diskurs hebt gerade deren einschränkende Funktion hervor. In der Praxis brauchen wir sie jedoch, um auf Benachteiligung hinweisen zu können, sie sichtbar zu machen. Was nicht benannt ist, wird nicht gesehen. Also gibt es auch den sinnvollen, erforderlichen Einsatz von kategorisierenden Begriffen. Kategorisierungen einzusetzen, wenn dies nötig ist, und gleichzeitig auf den kritischen Diskurs hinzuweisen, ist eine Möglichkeit, sich in diesem Spannungsfeld zu bewegen. Lesbische und heterosexuelle Frauen, als zwei von vielen Kategorien, haben in vielen Bereichen gemeinsame Ziele. Dies ist beispielsweise der Abbau von Benachteiligungen, die Frauen allgemein betreffen wie die Frage der Lohngerechtigkeit oder das Thema Frauen in Führungspositionen. Darüber hinaus haben verschiedene Gruppen von Frauen auch Ziele, die nur ihre Gruppe betreffen. Dies können beispielsweise die Forderungen der Frauen mit Behinderungen sein, die ärztliche Versorgung speziell für sie zu verbessern. Es können Forderungen der lesbischen Frauen sein, die Gleichstellung von Regenbogenfamilien voranzutreiben. Hier kann es durchaus auch Zielkonflikte geben: Wurde von der feministischen Bewegung die Ehe grundsätzlich kritisiert, vertreten manche Lesben die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Die Frage ist, wie solidarisieren sich verschiedene Gruppen miteinander und wie können sie sich wechselseitig in ihren Anliegen unterstützen, auch dann, wenn sie selbst nicht unmittelbar oder nicht zeitgleich betroffen sind. 2. Hierarchien und Machtverhältnisse Auch innerhalb der Frauenbewegung, ebenso wie innerhalb der Gleichstellungsarbeit, ist die Definitionsmacht in Bezug auf Ziele und Interessendurchsetzung unterschiedlich verteilt. Die Gleichstellungsstelle für Frauen und die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen haben gute Erfahrungen damit gemacht, in ihrer Gleichstellungspolitik und in ihren Maßnahmen die unterschiedlichen Gruppen so weit dies jeweils gelingt mitzudenken, mitzubenennen und zu berücksichtigen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, gerade nicht der Versuchung einer verwaltungsaffinen Hierarchisierung der verschiedenen Diskriminierungsmerkmale zu folgen, sondern auf Kooperation und Solidarisierung hinzuarbeiten. Hierfür können folgende Good-Practice-Beispiele benannt werden: In der Stadtratskommission zur Gleichstellung von Frauen sind sehr unterschiedliche Gruppierungen vertreten, auch die lesbischen Frauen sind seit 2011 mit einem Sitz vertreten. Dies wurde im Zuge eines Reformprozesses der Kommission entschieden und führt zu mehr Sichtbarkeit lesbischer Lebensweisen. Auch andere aktuelle Themen werden dort aufgegriffen, unabhängig davon, ob entsprechende Interessensvertretungen einen Sitz haben. Die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen hat sich im Mai 2013 aktiv mit einem Workshop an der Münchner Transtagung beteiligt. Dabei hat sie einerseits die Transtagung unterstützt und ein Zeichen der Solidarität mit Transgendern gesetzt und andererseits fachlich durch den Austausch dort sehr profitiert. Die städtischen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsstellen haben in einem tatsächlich (!) gemeinsam erarbeiteten Stadtratsbeschluss die differenzierte Gleichstellungsund Antidiskriminierungsarbeit der Landeshauptstadt München dargestellt. Innerhalb der Arbeitsgruppe konnten alle beteiligten Stellen durch den fachlichen Austausch profitieren, und es wurde die Grundlage für das Verfolgen gemeinsamer Ziele, beispielsweise in der Personalpolitik der Landeshauptstadt München, erfolgreich gelegt. 3. Wer ist eigentlich Wir? Bei der Kooperation zu dem hier dokumentierten Fachtag haben sich die Gleichstellungsstelle für Frauen und die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen zum wiederholten Male zu einem Wir verbündet. Wenn wir allgemein reflektieren, was das Wir für uns bedeutet, stellt sich als Erstes die Frage, warum es eine 22

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