Erfolgsfaktoren des regionalen Glasfaserausbaus und der Einfluss von Politik & Regulierung. Frankfurt/Main, 6. Oktober 2016

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1 Erfolgsfaktoren des regionalen Glasfaserausbaus und der Einfluss von Politik & Regulierung Frankfurt/Main, 6. Oktober 2016

2 Die Welt ist digital Ein typischer Tag im Leben des Internets * Gigabyte Quelle: Weltbankbericht 2

3 Datennutzung steigt rasant! Glasfaser (FTTB/H) ist die einzige zukunftssichere 56 BASISINFRASTRUKTUR Mrd.GB Im Festnetz abgewickeltes Datenvolumen pro Jahr (inkl. TVund Streamingdienste sowie M2M/Internet der Dinge) Festnetz-Datenvolumen im Durchschnitt pro Anschluss und Monat (inkl. TV- und Streamingdienste) Anteil Mobilfunk am Gesamtvolumen vom Festnetz 56 80,4% (76% in 2014) der mobilen Internetnutzung erfolgt in WiFi-Netzen (Quelle: Mobidia) 4,6 Mrd. GB 1 % 5,5 Mrd. GB 21,2 7 Mrd. GB GB 22,7 7,8 Mrd. GB GB 27,3 9,7 Mrd. GB GB 11,8 Mrd. GB 32 GB 14 Mrd. GB 37 GB 5 % 6 % erwartet 110 GB 9 % 2020 erwartet 85% der Bevölkerung will nicht aufs Festnetz verzichten (2012 waren es nur 65%) (Quelle: D21) Datenvolumen wird sich bis 2019 verdreifachen (Quelle: IW Consult) Quelle: BNetzA, Cisco, BREKO-Research 3

4 BMWi will Gigabit-Glasfasernetz bis 2025 BREKO-Appell: Festlegung eines FTTB/H-Infrastrukturziels! 1. Ein Gigabit-Glasfasernetz für Deutschland bis 2025 aufbauen 2. Eine Neue Gründerzeit einleiten: Startups unterstützen, Finanzierungsbedingungen verbessern und die Kooperation von jungen und etablierten Unternehmen fördern 3. Einen Ordnungsrahmen für mehr Investitionen und Innovationen schaffen 4. Die intelligente Vernetzung in zentralen Infrastrukturbereichen unserer Wirtschaft vorantreiben 5. Die Datensicherheit stärken und Datensouveränität entwickeln 6. Neue Geschäftsmodelle für KMU, Handwerk und Dienstleistungen ermöglichen 7. Mit Industrie 4.0 den Produktionsstandort Deutschland modernisieren 8. Forschung, Entwicklung und Innovation bei digitalen Technologien auf Spitzenniveau bringen 9. Digitale Bildung in allen Lebensphasen realisieren 10. Eine Digitalagentur als modernes Kompetenzzentrum ins Leben rufen Unser Ziel muss es sein, spätestens 2025 mit Gigabitnetzen die beste digitale Infrastruktur der Welt zu haben. (Zitat: Bundesminister Gabriel) 4

5 Geschäftsmodell Glasfaserausbau für Investoren immer attraktiver BREKO-Appell: verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen! & 5

6 Bundesförderprogramm: insges. 4 Mrd. zzgl. 350 Mio. Sonderförderprogramm Gewerbegebiete BREKO-Appell: Fokussierung auf zukunftssicheren FTTB/H-Ausbau! 904 Mio. 2. Call 420 Mio. 1. Call 55 Förderbescheide an LKs und Gebíetskörperschaften davon 38 FTTB/H (Großteil Wirtschaftlichkeitslücke) 116 Förderbescheide an LKs und Gebíetskörperschaften 53 Förderbescheid: Mecklenburg-Vorpommern (insges. 457 Mio. Euro) 24 Förderbescheid: Mecklenburg-Vorpommern (252 Mio. Euro) 6

7 Best Practice Betreibermodelle: High-Speed-Netz Rhein-Neckar 54 Gemeinden und Städte Rund Einwohner und Unternehmen Ziele Aufbau eines glasfaserbasierenden Höchstgeschwindigkeitsnetzes im Kreis Städte und Gemeinden stehen für ihren darauf aufbauenden innerörtlichen Ausbau in der Pflicht Zukunftsfähige Breitbandanschlüsse zur Verfügung stellen 7

8 8 Deutschland beim FTTH-Ranking endlich Vorletzter

9 Status Quo aktueller FTTB-/H-Ausbau in Deutschland FTTB/H-Verfügbarkeit insgesamt: 2,65 Mio. Haushalte (homes passed: 6,7% - homes connected: 1,5%) 0,87 Mio. 32% 1,28 Mio. 49% 81% des FTTB/H Ausbaus erfolgt von alternativen Netzbetreibern 0,5 Mio. 19% BREKO Netzbetreiber Telekom Sonstige Quelle: BNetzA, TüV Rheinland, BREKO-Research 9

10 Regionale Netzbetreiber sind die Garanten des Glasfaserausbaus BREKO-Appell: Open-Access statt Überbau! denn Glasfaserausbau ist regionales Projektgeschäft Regionalcarrier, Citycarrier, Stadtwerke, Zweckverbände Open Access- /Betreibermodell 10

11 Checkliste: 5 Erfolgsfaktoren des regionalen Glasfaserausbaus Kleiner Dienstweg: Nicht ohne meinen Bürgermeister! Ganzheitlicher Ansatz: planen & bauen & betreiben & vermarkten! Investitionsrisiken mindern: Sale first - built later! Kernkompetenzen bündeln: Partnerschaftliche Kooperationsmodelle! Lokal & Regional: Kostensynergien heben = Leerrohre nutzen, neue Verlegetechnologien einsetzen... 11

12 Regulierungsverfügung Vectoring im Nahbereich - Ausbauzusage der Telekom Dichtung und Wahrheit: Wie viele der versprochenen 5,9 Mio. Haushalte profitieren wirklich? KVz im städtischen Bereich: 50 % 70 % können bereits jetzt Mbit/s erhalten KVz im ländlichen Bereich: 17 % Vectoring im Nahbereich: Kein nennenswerter Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung KVz im halbstädtischen Bereich: 33 % Verteilung Kabelverzweiger im HVt-Nahbereich (ca ) 12

13 Vectoring im Nahbereich: Regulatorisch angeordneter Überbau bestehender NGA-Infrastrukturen verzögert den gesamten Breitbandausbau Ausbau Telekom Ausbau alternative Netzbetreiber Voraussetzungen: keine Ausbaufristen*: 20% nach 18 Monaten 20% nach 27 Monaten (nicht mehr 2018) 60% nach 30 Monaten (nicht mehr 2018) Ausbautechnologie: FTTC/B/H wird berücksichtigt Vorleistungsprodukte: VULA (nicht verfügbar) Bitstrom Layer 2 (Vectoring I Entscheidung) angeordnet 8/2013 bis heute nicht verfügbar Voraussetzungen: hoch bereits 40% aller KVz im Anschlussbereich erschlossen + 33 Prozentpunkte mehr als Telekom Ausbaufristen*: 100% nach 18 Monaten Ausbautechnologie: FTTB/H-Ausbau der alternativen Netzbetreiber (Bestand und Ausbau) wird regulatorisch zwangsüberbaut Ersatzprodukt: ohne Detailkenntnisse VULA als Vorleistung der Telekom keine Migrations-, Ausbau- und Geschäftsplanung möglich * Nach Abschluss TAL-Standardvertragsverfahren (Verfahren läuft noch nicht) Quelle: BREKO Research 13

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