Innere Differenzierung im Mathematikunterricht

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1 Innere Differenzierung im Mathematikunterricht Analysen aus TIMSS 2007 Mag. Ursula Schwantner/BIFIE

2 Innere Differenzierung im Mathematikunterricht Innere Differenzierung als nationale Zusatzerhebung bei TIMSS 2007 Ausgangslage und theoretische Grundlage Ergebnisse zur inneren Differenzierung im Mathematikuntericht bei TIMSS 2007

3 Innere Differenzierung im Mathematikunterricht nationaler Zusatz bei TIMSS 2007 Fragebögen auf 3 Ebenen (Schüler/innen, Lehrer/innen und Schulleiter/innen) Erhebung des IST-Stands der inneren Differenzierung im Mathematikunterricht in der vierten Schulstufe Schwerpunkt liegt auf der Lehrerebene: 1. Bewerten (Wichtigkeit) 2. Wissen (Vorbereitung durch Aus- und Weiterbildung) 3. Umsetzen

4

5 Erwartungen an innere Differenzierung Ausrichtung auf individuelle Möglichkeiten Höhere Wirksamkeit des Unterrichts Lernzielorientierte Überprüfungen, differenzielle Diagnose und Förderung Vermeidung von Benachteiligung Prinzip der Chancengerechtigkeit Haider et al., 2005

6 Das Modell der inneren Differenzierung von Herber (1983) Ganzheitliche Unterrichtskonzeption: Von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Lernzielkontrolle und Leistungsrückmeldung Das Modell basiert auf Theorien der Unterrichtsforschung und der motivationspsychologischen Forschung und ist über die theoretische Fundierung hinaus auch empirisch geprüft (z. B. Herber & Vásárhelyi, 2002; Herber, Hofmann & Martinek, 2004).

7 Die vier Schritte des Modells der inneren Differenzierung von Herber (1983)

8 Das Modell der inneren Differenzierung von Herber (1983) freie Wahl der Sozialform freie Wahl der Aufgabenreihenfolge positive Verstärkung und Motivation sachbezogene und zielorientierte Rückmeldungen

9 Wichtigkeit von Maßnahmen zur inneren Differenzierung Maßnahmen zur inneren Differenzierung sind für Lehrer/innen wichtig bzw. sehr wichtig. gezielte Hilfe geben Lernschwierigkeiten und grundlegende Motivationsstrukturen erfassen die Selbststeuerung der Schüler/innen anregen die Anforderungen des Stoffs in Bezug auf die Fähigkeiten der Kinder durchdenken verschiedene Lösungswege mit den Kindern erarbeiten

10 Wie gut fühlen sich Lehrer/innen auf innere Differenzierung vorbereitet? Zwischen 33 und 48 % der Schüler/innen werden von einer Lehrhraft unterrichtet, die sich wenig oder gar nicht auf einzelne Maßnahmen vorbereitet fühlt. Schwachpunkte: Diagnostik (Kenntnisse über Leistungsattribuierung, Motivationsstrukturen und Lernschwierigkeiten) eine neue Aufgabenstellung selbst erarbeiten lassen die Selbststeuerung der Kinder anregen

11 Umsetzung der inneren Differenzierung im Mathematikunterricht in der 4. Schulstufe

12

13 und Mathematikkompetenz Modell mit fünf unabhängigen Variablen: Häufigkeit der erlebten inneren Differenzierung in Mathematik Selbstkonzept in Mathematik Migrationshintergrund Sozialer Status Geschlecht

14 und Mathematikkompetenz Die Mathematikleistung einer Schülerin/eines Schülers ist höher je höher das Selbstkonzept in Mathematik ist (37 Punkte) bei einheimischen Schülerinnen und Schülern (28 Punkte) (vs. Migrantinnen und Migranten) je höher der soziale Status der Familie ist (11 Punkte) je mehr individuelle Förderung der/die Schüler/in im Unterricht erlebt (10 Punkte). bei Buben (vs. Mädchen) (9 Punkte)

15 Resümee weitere Bemühungen für innere Differenzierung Lehrerinnen und Lehrern sind Maßnahmen zur inneren Differenzierung wichtig. Entwicklungsbereiche in der Aus- und Weiterbildung: Diagnostik (Grundlagen aus der Psychologie, Hilfestellungen zur Erfassung von Lernschwierigkeiten) Methoden (Anregung der Selbsttätigkeit und Selbststeuerung der Kinder; adäquate Aufgabenstellungen einsetzen)

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Mag. Ursula Schwantner

17 Bibliografie Altrichter, H., Trautmann, M., Wischer, B., Sommerauer, S. & Doppler, B. (2009). Unterrichten in heterogenen Gruppen: Das Qualitätspotenzial von Individualisierung, Differenzierung und Klassenschülerzahl. In W. Specht (Hrsg.), Nationaler Bildungsbericht Österreich Band 2. Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen ( ). Graz: Leykam. Haider, G., Eder, F., Specht, W., Spiel, C. & Wimmer, M. (2005). Abschlussbericht der Zukunftskommission an Frau Bundesminister Elisabeth Gehrer. Wien: bmbwk. Herber, H.-J. (1983). Innere Differenzierung im Unterricht. Stuttgart: Kohlhammer. Herber, H.-J., & Vasarhelyi, E. (2002). Das Unterrichtsmodell Innere Differenzierung einschließlich Analogiebildung Aspekte einer empirisch veranlassten Modellentwicklung. Salzburger Beiträge zur Erziehungswissenschaft, 6, Herber, H.-J., Hofmann, F. & Martinek, D. (2004) Innere Differenzierung im Englischunterricht der Grundschule. Erziehung und Unterricht, 155 (2004), S. 7-8, Schwantner, U. (2010). Differenzierende Maßnahmen im Mathematikunterricht. In B. Suchań, C. Wallner-Paschon & C. Schreiner (Hrsg.). TIMSS Mathematik & Naturwissenschaft in der Grundschule. Österreichischer Expertenbericht. Graz: Leykam Schwantner, U. (2009). Differenzierung im Unterricht und individuelle Förderung. In W. Specht (Hrsg.). Nationaler Bildungsbericht Österreich Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren (S ). Band 1. Graz: Leykam Tillmann, K.-J. & Wischer, B. (2006). Heterogenität in der Schule. Pädagogik (3), Tomlinson, C. A., Brighton, C., Hertberg, H., Callahan, C. M., Moon, T. R., Brimijoin, K., Conover, L. A. & Reynolds, T. (2003). Differentiating Instruction in Response to Student Readiness, Interest, and Learning Profile in Academically Diverse Classrooms. A Review of Literature. Journal of the Education of the Gifted, 27,

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