Flächenbelegung durch Energiepflanzenanbau in Schleswig-Holstein

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1 Flächenbelegung durch Energiepflanzenanbau in Dipl. Ing. agr. Sönke Beckmann Sönke Beckmann 1

2 Ziele des europäischen Naturschutzes Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege: Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen zur Sicherung der Artenvielfalt. Bewahrung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der natürlichen Lebensräume und wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse. Errichtung eines kohärenten ökologischen Netzes besonderer Schutzgebiete Natura 2000 (FFH-Richtlinie) Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen für alle europäischen wildlebenden Vogelarten in und außerhalb von Schutzgebieten (Vogelschutz-Richtlinie) Biodiversitätskonvention, Erhaltung der Biologischen Vielfalt (Rio-Konvention; Göteborg-Agenda des EU-Rats) Sönke Beckmann 2

3 Ziele des Klimaschutzes Deutliche Verminderung der Emission von Treibhausgasen Energieeinsparung, Verbesserung der Energieeffizienz Ersatz fossiler durch erneuerbare Energien: EU: Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieeinsatz bis 2020 auf 20% Bundesregierung: Anteil der erneuerbaren Energien von 14% bei der Erzeugung von Wärme, 17% bei Kraftstoffen und 27% bei Strom bis 2020 Folgen: Ausweitung der energetischen Nutzung von Biomasse Sönke Beckmann 3

4 Sönke Beckmann 4

5 Sönke Beckmann 5

6 Sönke Beckmann 6

7 Sönke Beckmann 7

8 Sönke Beckmann 8

9 Naturräumliche Gliederung Sönke Beckmann 9

10 Bodennutzung in 2005 Flächennutzung 2005 (in ha) Wasserfläche; Gebäude und Freiflächen; Betriebsflächen; Erholungsfläche; Waldfläche; Verkehrsfläche; Moor, Heide; Landw irtschaftsfläche; Quelle: Statistikamt Nord Sönke Beckmann 10

11 Landwirtschaftliche Bodennutzung Landwirtschaftliche Bodennutzung Quelle: Statistikamt Nord in ha Jahre Landwirtschaftlich genutzte Fläche Dauergrünland Ackerland Sönke Beckmann 11

12 Entwicklung des Dauergrünlandes Angaben in ha Quelle: Agrarbericht Schleswig- Holstein Sönke Beckmann 12

13 Bodennutzung Ackerland Bodennutzung Ackerland in Quelle: Statistikamt Nord in h a Jahre Weizen Hackfrüchte Silomais Winterraps Sönke Beckmann 13

14 Entwicklung der Maisanbaufläche Angaben in ha Quelle: Statistisches Amt für HH u. S.-H. Sönke Beckmann 14

15 Hauptanteil Biomasse in Schl.-Holstein: Mais Ertragserwartung/Zuchtziel spez. Energiesorten doppelt so hoch wie bei Futtermais Mais silierfähig, ganzjährig nutzbar Mais kann als C4-Pflanze die Sonnenenergie effektiv nutzen Aber: Humuszehrer Hoher Wasser- und Düngerbedarf Lange Jugendentwicklung, später Reihenschluß Geringe Konkurrenzkraft > Pflanzenschutzmittel-Einsatz Sönke Beckmann 15

16 Biogasanlagen in > 1 MW FWL Sönke Beckmann 16

17 Kreisweise Verteilung der Anlagen > 1 MW FWL Sönke Beckmann 17

18 Biogasanlagen und Anbaufläche Anzahl der Biogasanlagen > 1 MW 101 Anlagen am Netz Kwel. gesamt Benötigte NawaRo Anbaufläche (Mais) im Bau laufende Genehmigungsverfahren ca kwel. ca ha Juni 2007 Sönke Beckmann 18

19 Biogasanlagen im Kreis Schleswig-Flensburg (Stand: Juni 2007) Sönke Beckmann 19

20 mit benötigter Maisfläche Sönke Beckmann 20

21 Gebiete mit besonderer Erholungseignung Sönke Beckmann 21

22 Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem Sönke Beckmann 22

23 Natura 2000 Kulisse Sönke Beckmann 23

24 Natura 2000 und Biomasse Sönke Beckmann 24

25 Zielgebiete des Naturschutzes und der Landschaftspflege Sönke Beckmann 25

26 Wunsch und Wirklichkeit Sönke Beckmann 26

27 Grünland auf Eiderstedt Sönke Beckmann 27

28 Anteil des Dauergrünlandes auf Eiderstedt ,97 68,63 Angaben in % der LF insgesamt 68, , , ,44 63, , Quelle: Sammelanträge Agrarförderung; in: Drucksache 16/1546: Antwort auf die Kleine Anfrage des MdL Matthiessen Sönke Beckmann 28

29 Monitoring Eiderstedt Eiderstedt Eiderstedt Eiderstedt Ackerzunahme Ackerbestand Ackerzunahme Ackerzunahme Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.v. DFD-SU - GEOLAND - LANU Sönke Beckmann 29

30 Kulisse Vertragsnaturschutz Sönke Beckmann 30

31 Auswirkungen auf andere Raumnutzungen Nutzungs- und Flächenkonflikte durch Zunahme des Biomasseanbaus : in Zielgebieten des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der Wasserwirtschaft, des Bodenschutzes und deren Umsetzungsprogramme (Vertragsnaturschutz) Attraktivitätsverluste für die Naherholung und den Tourismus, Verlust der kulturellen Identität durch Großflächigkeit von Anbau und Ernte Mit anderen landwirtschaftlichen Produktionsrichtungen Sönke Beckmann 31

32 Auswirkungen auf den Naturhaushalt Belastung natürlicher und naturnaher Ökosysteme durch zusätzliche Stoffeinträge: Nährstoffe, PSM, Gärreste Reduzierung der Vielfalt von Arten und Lebensräumen (Biodiversität) Barrierewirkung für wandernde Arten Emission anderer umweltrelevanter Spurengase wie Lachgas Sönke Beckmann 32

33 Zusammenfassend. ist der Anbau von Energiepflanzen aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege grundsätzlich positiv zu bewerten, wenn er klimaschonend und in standortangepasster Form Nachhaltig und nicht zulasten des Naturhaushalts und der Biologischen Vielfalt In konsequenter Anwendung der geltenden Regeln guter fachlicher Praxis und des rechtlichen Ordnungsrahmens erfolgt. Sönke Beckmann 33

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