Auswirkungen von chronischem Stress

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Auswirkungen von chronischem Stress"

Transkript

1 Auswirkungen von chronischem Stress PD Dr. rer. nat. Gabriele Flügge Deutsches Primatenzentrum, Göttingen

2 Was ist Stress? Eine starke Belastung, die Gehirn und Körper aktiviert. Stress ist lebensnotwendig... Danach? Wiederherstellung der Homöostase?

3 Belastende Ereignisse... können erfolgreiche Mechanismen der Bewältigung und der Anpassung verhindern... (ICD-10) Naturkatastrophen, Verbrechen... Folgen: Affektive u. physiologische Störungen; Störungen der sozialen Situation und der Leistungsfähigkeit

4 Gesunder Mensch adäquate Verarbeitung = Adaptation Wiederherstellung einer Homöostase Anpassungsstörungen Maladaptation aufgrund individueller Vulnerabilität Folgen reaktive Depression, Angsterkrankungen, vegetative Störungen, Schlafstörungen etc. Resignation, entwertendes Ressentiment, Ablehnung, Versuch den Schmerz zu betäuben, religiöse Ergebenheit...

5 Die akute Stressreaktion ist lebensnotwendig Zentralnervöse Verarbeitung Emotionales Erleben (Angst) Sensorischer Stimulus Somatische Reaktionen (Fluchtbereitschaft)

6 Die akute Stressreaktion ermöglicht die adäquate Reaktion bei Gefahr (z.b. Flucht) Adrenalinstoss Adrenalin aus Nebennierenmark erhöht Herzschlagrate und Blutdruck aktiviert den Metabolismus (Bereitstellung v. Glukose) erhöht Sauerstoffverbrauch Schweissausbruch (Sträuben d. Haare); Pupillenerweiterung Aktivierung d. Sympathischen Nervensystems (Noradrenalin) erhöht Blutdruck kontrahiert Gefässe in Nieren u. Haut hemmt Aktivität d. Magen-Darm-Trakts Aktivierung d. Parasympathischen Nervensystems dilatiert Gefässe im Skelettmuskel (Acetylcholin)

7 Stress stimuliert die HPA-Achse, also die Cortisol-Ausschüttung 1. Hypothalamus andere Hirnregionen CRF Cortisol ACTH 2. Hypophyse 3. Nebennieren- Rinde Niere

8 Aktivierung der Nebennierenrinde: Ausschüttung von Cortisol stimuliert die Glukoneogenese (katabole Wirkung) hat anti-anabole Wirkung (weniger Muskelaufbau) stimuliert den Fettmetabolismus in höheren Konzentrationen wirkt entzündungshemmend wirkt osteoporotisch stimuliert Insulin-Sekretion ( diabetogen )

9 Cortisol wirkt relativ langsam 2 Min Aufnahme in Leber ~ 15 Min Metabolisierung in d. Leber < 30 Min Rückkopplungshemmung der ACTH- Ausschüttung 2-4 Std. Periphere Organe (ausser Leber): Freisetzung von Fettsäuren Proteinabbau, verminderter Glukoseverbrauch 8-20 Std. i. d. Leber: vermehrte Enzymsynthese und Glukoneogenese Genomische Wirkung der Glucocorticoide

10 Chronischer Stress führt letztlich zu Erschöpfung Challenge Leistungsfähigkeit Stabiler Status Überlastung Sympathoadrenomedulläres System HPA-Achse Gonadotropine Tage/Wochen Erschöpfung Noradrenalin, Adrenalin (Kampfbereitschaft oder Angst) CRF, ACTH, Cortisol (Hilflosigkeit, Depression) Testosteron- Produktion Oxytocin-System Mütterl. Verhalten etc.

11 Chronischer Stress kann zu Depressionen führen; bei Depressiven ist die Cortisol-Sekretion gestört bei 50% aller Depressiven ist Cortisol erhöht der Tagesrhythmus der Cortisol-Sekretion ist gestört

12 Psychosozialer Stress bei Tupaia nach A. Raab, D. v. Holst, 1974 Ausweglose Situation Hilflosigkeit Sorge, dass Alles noch schlimmer wird Bestimmung von Körpergewicht Noradrenalin im Morgenurin Cortisol im Morgenurin

13 Chronischer Stress verändert die Physiologie Cortisol im Urin steigt (ng/µmol crea) Noradrenalin im Urin steigt (pmol/µmol crea) Tage Days Control period Stress period Kontrolle Stress-Periode Tage Days Control period Stress period Kontrolle Stress-Periode 120 Körpergewicht nimmt ab (%) Days Tage Control period Stress period Kontrolle Stress-Periode

14 Chronischer Stress ändert das Verhalten Bei Tupaia reduziert er die lokomotorische Aktivität das Markierverhalten die Körperpflege Antidepressiva können manche diese Verhaltensweisen und auch die Physiologie wieder normalisieren

15 Chronischer Stress hat Auswirkungen auf das Serotonin (5-HT) - System im Gehirn Die Serotonin-Neurone der Raphe-Kerne projizieren in das gesamte Gehirn Serotonin reguliert Emotionen

16 Serotonin moduliert die Aktivität von Zellen/Neuronen Axon Dendriten Der Neurotransmitter wird u. a. an der Synapse ausgeschüttet Serotonerge Neurone projizieren in zahlreiche Hirnregionen und steuern daher die Aktivität vieler Nervenzellen

17 Chronischer sozialer Stress reduziert die Zahl der Serotonin-1A-Rezeptoren im Hippocampus Aktives Neuron SYNAPSE 5-HT 1A -Receptor Stress und Testosteron Stress Kontrolle Flügge et al. 1998

18 Auch Noradrenalin im Gehirn steuert Emotionen Die Neurone des LC bzw. der noradrenergen Zentren im Hirnstamm projizieren fast in das gesamte Gehirn; Chronischer Stress verändert die Zahl prä- und postsynaptischer alpha 2 -Adrenozeptoren (Meyer et al. 2000; Flügge et al., 2003)

19 Tötet Stress im Gehirn von Primaten Führt chronischer Stress im Hippocampus Nervenzellen? von Primaten zum Zelltod? Uno H, Tarara R, Else JG, Suleman MA, Sapolsky RM, J. Neuroscience 9: , 1989 Bob Sapolsky mit Freund Kontrolle Stress

20 Chronischer psychosozialer Stress lässt die apikalen Dendriten von Pyramiden-Neuronen im Hippocampus schrumpfen Kontrolle Stress Magariños et al., 1996

21 Im Gehirn gibt es Rezeptoren für Corticosteroide Mineralocorticoid-Rezeptor Typ I Glucocorticoid-Rezeptor Typ II reagiert bei Stress Hippocampus- Formation

22 Chronischer Stress verändert die Morphologie von Neuronen, führt aber nicht zum Zelltod Schrumpfen der Dendriten Glucocorticoide Glutamat Kein Zelltod! Das Schrumpfen der Dendriten kann verhindert werden durch Blockade der Glucocorticoid-Rezeptoren Blockade der NMDA-Rezeptoren Benzodiazepine Testosterone, Estrogen u. A.

23 Chronischer Stress hemmt die Neubildung von Neuronen (Neurogenese) 8 Hilus NSE Zahl markierter Zellen /mm * BrdU 0 Gould et al., 1997

24 Lerntest mit Tupaia: Finden von versteckten Leckereien

25 Chronischer Stress stimuliert die Leistungsfähigkeit im Lerntest Falsche Auswahl 5 Kontrolle Stress 4 3 * * * Wochen Bartolomucci et al., Eur. J. Neurosci. 15: , 2002

26 ? Möglicherweise tragen plastische Veränderungen im? Gehirn zu Depressionen bei BrdU Antidepressiva stimulieren manche plastische Veränderung

Allgemeine Psychologie: Emotion, Aggression und Stress. Sommersemester Thomas Schmidt

Allgemeine Psychologie: Emotion, Aggression und Stress. Sommersemester Thomas Schmidt Allgemeine Psychologie: Emotion, Aggression und Stress Sommersemester 2008 Thomas Schmidt Folien: http://www.allpsych.uni-giessen.de/thomas Zimbardo, Kap. 13 Literatur I. Emotionen Plutchik s (1994) Taxonomie

Mehr

Die Entwicklung der Gefühle: Aspekte aus der Hirnforschung. Andreas Lüthi, Friedrich Miescher Institut, Basel

Die Entwicklung der Gefühle: Aspekte aus der Hirnforschung. Andreas Lüthi, Friedrich Miescher Institut, Basel Die Entwicklung der Gefühle: Aspekte aus der Hirnforschung Andreas Lüthi, Friedrich Miescher Institut, Basel Wie lernen wir Angst zu haben? Wie kann das Gehirn die Angst wieder loswerden? Angst und Entwicklung

Mehr

Zentrales Nervensystem

Zentrales Nervensystem Zentrales Nervensystem Funktionelle Neuroanatomie (Struktur und Aufbau des Nervensystems) Neurophysiologie (Ruhe- und Aktionspotenial, synaptische Übertragung) Fakten und Zahlen (funktionelle Auswirkungen)

Mehr

Reisevorbereitungen... 13

Reisevorbereitungen... 13 Inhalt Was will dieses Buch?... 9 Einführung..................................................... 11 Reisevorbereitungen.... 13 Stress bestimmt unser Leben Stress ist für das Überleben notwendig... 14

Mehr

Anatomie des Nervensystems

Anatomie des Nervensystems Anatomie des Nervensystems Gliederung Zentrales Nervensystem Gehirn Rückenmark Nervensystem Peripheres Nervensystem Somatisches Nervensystem Vegetatives Nervensystem Afferente Nerven Efferente Nerven Afferente

Mehr

Wiederholung: Dendriten

Wiederholung: Dendriten Wiederholung: Dendriten Neurone erhalten am Dendriten und am Zellkörper viele erregende und hemmende Eingangssignale (Spannungsänderungen) Die Signale werden über Dendrit und Zellkörper elektrisch weitergeleitet.

Mehr

11. Januar Burnout und Depression der Einfluss der individuellen Reaktivität auf Stressreize

11. Januar Burnout und Depression der Einfluss der individuellen Reaktivität auf Stressreize 11. Januar 2012 Burnout und Depression der Einfluss der individuellen Reaktivität auf Stressreize Dr. rer. nat. Katrin Huesker Biologische Faktoren beeinflussen die Entwicklung von Erkrankungen aus dem

Mehr

Zentrales Nervensystem

Zentrales Nervensystem Zentrales Nervensystem Funktionelle Neuroanatomie (Struktur und Aufbau des Nervensystems) Evolution des Menschen Neurophysiologie (Ruhe- und Aktionspotenial, synaptische Übertragung) Fakten und Zahlen

Mehr

Schlafstörungen und Schmerzen

Schlafstörungen und Schmerzen Schlafstörungen und Schmerzen Dr. med. Christoph Schenk Arzt für Neurologie und Psychiatrie Arzt für Psychotherapeutische Medizin Schlafmedizin Leitung des Ambulanten Schlaflabor Osnabrück www.schlafmedizin.de

Mehr

Was ist Stress. was ist Burnout?

Was ist Stress. was ist Burnout? Was ist Stress. was ist Burnout? Stress/Burnout - www.menntherapie.de 1 Inhalt 1. Was ist Stress? 2. Auswirkung von Stress 3. Was ist Burnout? 4. Ursachen von Burnout 5. Verlauf von Burnout Stress/Burnout

Mehr

Arbeitsstress und Gesundheit: Stand der Forschung. Nico Dragano Institut für Medizinische Soziologie Universitätsklinikum Düsseldorf

Arbeitsstress und Gesundheit: Stand der Forschung. Nico Dragano Institut für Medizinische Soziologie Universitätsklinikum Düsseldorf Arbeitsstress und Gesundheit: Stand der Forschung Nico Dragano Institut für Medizinische Soziologie Universitätsklinikum Düsseldorf Agenda 1. Grundlagen Stress: Funktion, Folgen 2. Arbeit und Stress 3.

Mehr

Hormone der Nebennierenrinde

Hormone der Nebennierenrinde Hormone der Nebennierenrinde 1. Glucocorticoide 1.1 Natürliche und synthetische Glucocorticoide 1.2 Biosynthese 1.3 Metabolismus 2. Regulation der Glucocorticoide 3. Wirkungen der Glucocorticoide 3.1 Antiinflammatorische

Mehr

Psychoneuroendokrinologie

Psychoneuroendokrinologie Psychoneuroendokrinologie Endokrinologie Neuroendokrinologie Psychoneuroendokrinologie Es gibt zwei Arten von Drüsen exokrine Drüsen: Schweißdrüsen, Speicheldrüsen endokrine Drüsen: Hormonproduzierende

Mehr

Herzlich willkommen! Sucht und Gehirn 17. Jan. 2007. PD Dr. Bernd Grünewald PD Dr. Petra Skiebe-Corrette

Herzlich willkommen! Sucht und Gehirn 17. Jan. 2007. PD Dr. Bernd Grünewald PD Dr. Petra Skiebe-Corrette Herzlich willkommen! Sucht und Gehirn 17. Jan. 2007 PD Dr. Bernd Grünewald PD Dr. Petra Skiebe-Corrette Wie wirken Drogen im Gehirn? http://www.gfs-ebs.de/index.htm PD Dr. Bernd Grünewald Institut für

Mehr

DAS STRESSPROFIL. Ist auch Ihre Gesundheit gefährdet?

DAS STRESSPROFIL. Ist auch Ihre Gesundheit gefährdet? DAS STRESSPROFIL Ist auch Ihre Gesundheit gefährdet? WAS IST STRESS? Stress ist die Bezeichnung für eine körperliche und psychische Reaktion auf eine erhöhte Beanspruchung. Stress beginnt bei jedem unterschiedlich,

Mehr

Inhaltsverzeichnis Fragen 9 Antworten 89

Inhaltsverzeichnis Fragen 9 Antworten 89 Inhaltsverzeichnis Fragen 9 Nervensystem - Anatomie / Physiologie 9 Nervensystem - Pathologie 14 Psychiatrie 24 Auge Anatomie / Physiologie / Pathologie 31 Hals-Nasen-Ohren Anatomie Physiologie 38 Hals-Nasen-Ohren

Mehr

Bipolare Störung. Manisch depressive Erkrankung

Bipolare Störung. Manisch depressive Erkrankung Bipolare Störung Manisch depressive Erkrankung Inhalt Beschreibung Diagnostik Phasen Verlaufsformen Ursachen Behandlung Beschreibung psychische Störung, die zu den Affektstörungen zählt erste Beschreibung

Mehr

BK07_Vorlesung Physiologie. 05. November 2012

BK07_Vorlesung Physiologie. 05. November 2012 BK07_Vorlesung Physiologie 05. November 2012 Stichpunkte zur Vorlesung 1 Aktionspotenziale = Spikes Im erregbaren Gewebe werden Informationen in Form von Aktions-potenzialen (Spikes) übertragen Aktionspotenziale

Mehr

Burnout: Psychische Gesundheit und Stress

Burnout: Psychische Gesundheit und Stress Burnout: Psychische Gesundheit und Stress Freiraum schaffen in der Belastung Dr. med. Jörg Püschel Chefarzt Klinik für Psychiatrie & Psychotherapie Öffentlicher Vortrag 11. März 2014 Spitäler Schaffhausen

Mehr

Matthias Birnstiel Modul Nervensystem Medizinisch wissenschaftlicher Lehrgang Wissenschaftliche Lehrmittel, Medien, Aus- und Weiterbildung

Matthias Birnstiel Modul Nervensystem Medizinisch wissenschaftlicher Lehrgang Wissenschaftliche Lehrmittel, Medien, Aus- und Weiterbildung Matthias Birnstiel Modul Nervensystem Medizinisch wissenschaftlicher Lehrgang CHRISANA Wissenschaftliche Lehrmittel, Medien, Aus- und Weiterbildung Inhaltsverzeichnis des Moduls Nervensystem Anatomie des

Mehr

Manuelle Therapie und vegetatives Nervensystem. Die Sicht eines Grundlagenforschers

Manuelle Therapie und vegetatives Nervensystem. Die Sicht eines Grundlagenforschers Manuelle Medizin SAMM Interlaken 2012 Die Sicht eines Grundlagenforschers Wilfrid Jänig Physiologisches Institut Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Kiel Erkrankungen (einschließlich Schmerzkrankheit)

Mehr

IBO Initiative Burnout

IBO Initiative Burnout IBO Initiative Burnout IBO-Info-Treff www.burnout-ibo.de IBO Initiative Burnout Herzlich Willkommen zum IBO-Info-Treff in Calw Vortrag: Wenn Arbeit krank macht Burnout-Vortrag Dipl.-Psychologin Sigrun

Mehr

Steuert die Schilddrüse den Körper?

Steuert die Schilddrüse den Körper? Steuert die Schilddrüse den Körper? Die Schilddrüse ist ein hormonproduzierendes Organ, besteht aus einem rechten und linken Lappen und sitzt unterhalb des Kehlkopfes. Aufgaben: für den Energie- und Wärmehaushalt

Mehr

Die Nervenzelle Funktioneller Aufbau

Die Nervenzelle Funktioneller Aufbau Neuronale Plastizität Aspekte der Hirnforschung, die für das ZRM wichtig sind (Entwurf von Annette Diedrichs, ZRM-Ausbildungstrainerin) 1. Nervenzelle: Aufbau und Reizübertragung Eine Nervenzelle hat viele

Mehr

Second Messenger keine camp, cgmp, Phospholipidhydrolyse (Prozess) Aminosäuren (Glutamat, Aspartat; GABA, Glycin),

Second Messenger keine camp, cgmp, Phospholipidhydrolyse (Prozess) Aminosäuren (Glutamat, Aspartat; GABA, Glycin), Neurotransmitter 1. Einleitung 2. Unterscheidung schneller und langsamer Neurotransmitter 3. Schnelle Neurotransmitter 4. Acetylcholin schneller und langsamer Neurotransmitter 5. Langsame Neurotransmitter

Mehr

Stress und Mikronährstoffe

Stress und Mikronährstoffe Die Naturheilkunde, Heft 2/ 2007: Stress und Mikronährstoffe Hans-Günter Kugler E s ist heute zweifelsfrei nachgewiesen, dass der chronische psychische Stress oder Dauerstress ein erheblicher Risikofaktor

Mehr

Warum hat mein Patient Schmerzen? Hans-Georg Schaible Institut für Physiologie 1/ Neurophysiologie Universität Jena

Warum hat mein Patient Schmerzen? Hans-Georg Schaible Institut für Physiologie 1/ Neurophysiologie Universität Jena Warum hat mein Patient Schmerzen? Hans-Georg Schaible Institut für Physiologie 1/ Neurophysiologie Universität Jena Fragen, die gestellt werden müssen: 1) Wodurch sind die Schmerzen entstanden? Einordnung

Mehr

Hatha-Yoga Stressmanagement

Hatha-Yoga Stressmanagement Hatha-Yoga Stressmanagement Yogazentrum Claudia Zingraf Saarbrücken Hatha-Yoga Yoga ist kein Hokuspokus, sondern eine bewährte, jahrtausende alte Methode, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.

Mehr

Hormone. Cem Ekmekcioglu

Hormone. Cem Ekmekcioglu Hormone Cem Ekmekcioglu 1 Was sind Hormone? Hormone sind chemische Informationsträger, die klassischerweise in endokrinen Drüsen gebildet und ins Blut sezerniert werden. Über den Blutweg gelangen sie zu

Mehr

Zelltypen des Nervensystems

Zelltypen des Nervensystems Zelltypen des Nervensystems Im Gehirn eines erwachsenen Menschen: Neurone etwa 1-2. 10 10 Glia: Astrozyten (ca. 10x) Oligodendrozyten Mikrogliazellen Makrophagen Ependymzellen Nervenzellen Funktion: Informationsaustausch.

Mehr

Herzlich willkommen! Zum Seminar: Verhaltensmedizin. Heute: Biologische Grundlagen und psychologische Grundkonzepte

Herzlich willkommen! Zum Seminar: Verhaltensmedizin. Heute: Biologische Grundlagen und psychologische Grundkonzepte Herzlich willkommen! Zum Seminar: Verhaltensmedizin Heute: Biologische Grundlagen und psychologische Grundkonzepte Biologische Grundlagen: Aufbau des Nervensystems Endokrines System Immunsystem Somatisches

Mehr

Marcus Eckert. Gesunder Umgang mit Stress und negativen Emotionen im Schulalltag. SIS - Stark im Stress.

Marcus Eckert. Gesunder Umgang mit Stress und negativen Emotionen im Schulalltag. SIS - Stark im Stress. Marcus Eckert Gesunder Umgang mit Stress und negativen Emotionen im Schulalltag SIS - Stark im Stress www.sis-lehrer.de Ihr Referent Marcus Eckert Vita: Jahrgang 1974, Lehrer GHR und Psychologe Promotion

Mehr

Wie viele Neuronen hat der Mensch? a b c

Wie viele Neuronen hat der Mensch? a b c Wie viele Neuronen hat der Mensch? a. 20 000 000 000 b. 500 000 000 000 c. 100 000 000 000 000 Aus Eins mach Viele Konzentration und Spezialisierung Alle Neurone = Nervensystem Axone Nerven Zellkörper

Mehr

Weiterbildung Stressmanagement und Entspannungsverfahren

Weiterbildung Stressmanagement und Entspannungsverfahren SEIT 1998 ERFOLGREICH IN DER AUSBILDUNG VON HEILPRAKTIKERN UND BERATERN Weiterbildung Stressmanagement und Entspannungsverfahren Arbeits- und Lernskript WWW.FERNAKADEMIE-GESUNDHEIT.DE Einführung Stressmanagement

Mehr

Gezielte Aminosäuretherapie

Gezielte Aminosäuretherapie Gezielte Aminosäuretherapie Die Neuroendokrine Stressachse des Menschen dient der Bewältigung aller physischen, mentalen, emotionalen oder psychischen Belastungen, die akut, vorübergehend oder länger anhaltend

Mehr

Anatomie/Physiologie 19.05.04 (Dr. Shakibaei) Nervengewebe. besteht aus 2 Bestandteilen:

Anatomie/Physiologie 19.05.04 (Dr. Shakibaei) Nervengewebe. besteht aus 2 Bestandteilen: Anatomie/Physiologie 19.05.04 (Dr. Shakibaei) Nervengewebe besteht aus 2 Bestandteilen: Nervenzelle ( Neuron : Signal aufnehmen, verarbeiten und weiterleiten) Gliazelle, Stützzelle: div. metabolische Funktionen

Mehr

Gliederung Sind Veränderungen machbar?

Gliederung Sind Veränderungen machbar? 21.02.2014 Gliederung Sind Veränderungen machbar? Neurobiologische Grundlagen systemischer Beratung Grundlagen der Informationsübertragung Neurobiologie des Lernens Neurobiologie und Psychotherapie Schlussfolgerungen

Mehr

Schmerz, Grundlagen AB 1-1, S. 1

Schmerz, Grundlagen AB 1-1, S. 1 Schmerz, Grundlagen AB 1-1, S. 1 Text 1: Schmerzqualitäten Zunächst einmal unterscheidet man zwischen somatischen und visceralen Schmerzen. Somatischer Schmerz geht von der Haut, von Muskeln, Gelenken,

Mehr

Die Bedeutung der Kohlenhydrate für Leistung und Gesundheit

Die Bedeutung der Kohlenhydrate für Leistung und Gesundheit Die Bedeutung der Kohlenhydrate für Leistung und Gesundheit glukosespiegel: enge Regelung zum Schutz vor Unterund Überzuckerung (Hypo- bzw. Hyperglykämie) abhängig von Nahrungszufuhr und Stoffwechsel bei

Mehr

Zelluläre Kommunikation

Zelluläre Kommunikation Zelluläre Kommunikation 1. Prinzipien der zellulären Kommunikation?? 2. Kommunikation bei Nervenzellen Die Zellen des Nervensystems Nervenzellen = Neuronen Gliazellen ( Glia ) Astrozyten Oligodendrozyten

Mehr

Kompendium der Alters-Psychiatrie und Alters-Neurologie für Altenpfleger/innen

Kompendium der Alters-Psychiatrie und Alters-Neurologie für Altenpfleger/innen Erich Grond Kompendium der Alters-Psychiatrie und Alters-Neurologie für Altenpfleger/innen 4., aktualisierte Auflage BRIGITTE KUNZ VERLAG Inhalt Vorwort 11 Teil I Grundlagen 1 Anatomie und Physiologie

Mehr

Die Lebensqualität und die Alltagsbewältigung im Blick: Implikationen für Forschung und Praxis

Die Lebensqualität und die Alltagsbewältigung im Blick: Implikationen für Forschung und Praxis Die Lebensqualität und die Alltagsbewältigung im Blick: Implikationen für Forschung und Praxis Ulrike Ehlert Psychologisches Institut und Zentrum für Neurowissenschaften Universität Zürich Schlaglicht

Mehr

Die beiden wohl bedeutendsten Konzepte der heutigen Psychiatrie sind das biopsychosoziale Krankheitsmodell und das Vulnerabilitätsmodell, die schon

Die beiden wohl bedeutendsten Konzepte der heutigen Psychiatrie sind das biopsychosoziale Krankheitsmodell und das Vulnerabilitätsmodell, die schon 1 Die beiden wohl bedeutendsten Konzepte der heutigen Psychiatrie sind das biopsychosoziale Krankheitsmodell und das Vulnerabilitätsmodell, die schon im Themenabschnitt Geschichte vorgestellt wurden. Während

Mehr

Wenn der Druck steigt. Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche

Wenn der Druck steigt. Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche Agenda

Mehr

ZNS Cortex, Limbisches System NEBENNIERENMARK

ZNS Cortex, Limbisches System NEBENNIERENMARK STRESSOREN Kognitive Stimuli, emotionale Belastungen, Life Events, Krisen, psychische Verarbeitung von Krankheit, unbewusste Konflikte, Neurosen, posttraumatischer Stress Die Stressbahnen nach Hans Selye

Mehr

7.1. Die Rückenmarknerven (Die Spinalnerven): Siehe Bild Nervenbahnen

7.1. Die Rückenmarknerven (Die Spinalnerven): Siehe Bild Nervenbahnen 7. Das periphere Nervensystem: 7.1. Die Rückenmarknerven (Die Spinalnerven): Siehe Bild Nervenbahnen 7.2. Die Hirnnerven: Sie stammen aus verschiedenen Zentren im Gehirn. I - XII (Parasympathikus: 3,7,9,10)

Mehr

Wissen reduziert Angst

Wissen reduziert Angst Wissen reduziert Angst Angst und Psychotrauma Angst als Stressreaktion von Selye und Lazarus Stressor Anforderung von Außen Persönliche Stressverstärker Biographie Einstellungen Vorstellungen Bewertung

Mehr

Rehaklinik-Glotterbad Dr. C. Firus

Rehaklinik-Glotterbad Dr. C. Firus Rehaklinik-Glotterbad Dr. C. Firus Rehaklinik Glotterbad 170 Betten Seit 1987 Psychosomatik Schwerpunkte, u.a.: - internistisch kranke Menschen mit psychischer Begleitsymptomatik, z.b. Diabetes, Asthma,

Mehr

Entspannungstraining. Leseprobe

Entspannungstraining. Leseprobe Entspannungstraining Einleitung Stress bereitet man sich selbst! Diese auf den ersten Blick verwerfliche Aussage spiegelt in den meisten Fällen die eigentliche, ja reale Alltags-Situation wieder. Nicht

Mehr

Allgemeine Psychologie: Neurophysiologie. Sommersemester 2008. Thomas Schmidt

Allgemeine Psychologie: Neurophysiologie. Sommersemester 2008. Thomas Schmidt Allgemeine Psychologie: Neurophysiologie Sommersemester 2008 Thomas Schmidt Folien: http://www.allpsych.uni-giessen.de/thomas Literatur Rosenzweig et al. (2005), Ch. 2 + 3 Anatomie des Nervensystems Zentrales

Mehr

Das Gehirn wird aus Erfahrung klug:

Das Gehirn wird aus Erfahrung klug: Woche des Gehirns, Basel, März 2010 Das Gehirn wird aus Erfahrung klug: Richtige Verbindungen verstärkenfalsche entfernen Thomas Oertner Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research, Basel Thomas

Mehr

Physiologische Komponente. Erlebenskomponente

Physiologische Komponente. Erlebenskomponente Emotion Physiologische Komponente Kognitive Komponente Konative Komponente Vegetative Reaktionen (z.b. EDA; Puls) Zentral nervöse Prozesse (z.b. Aktivierung d. Amygdala) Bewertung der Situation (z.b. gut

Mehr

Ein kurzer Überblick, zusammengestellt aus internationaler Literatur von A. Zverev 2006

Ein kurzer Überblick, zusammengestellt aus internationaler Literatur von A. Zverev 2006 Quelle: http://www.biokurs.de/skripten/5-htp.htm Ein kurzer Überblick, zusammengestellt aus internationaler Literatur von A. Zverev 2006 5-HTP, Modulator bei der Schmerzempfindung, Depression, Angst, Aggression,

Mehr

Exkurs: Circadiane Rhythmik. Physiologie der Zeitumstellung

Exkurs: Circadiane Rhythmik. Physiologie der Zeitumstellung Exkurs: Circadiane Rhythmik Physiologie der Zeitumstellung Chronobiologie Die biologische Uhr circadiane Rhythmik Biologische Uhren sind Anpassungen des Organismus an zyklische Veränderungen der Umwelt

Mehr

Nervensysteme 19. Nervensysteme im Vergleich. Einfache Nervennetze. Regenwurm Längsschnitt, Kopfregion. Oesophagus Segment.

Nervensysteme 19. Nervensysteme im Vergleich. Einfache Nervennetze. Regenwurm Längsschnitt, Kopfregion. Oesophagus Segment. Nervensysteme 19 Nervensysteme im Vergleich Einfache Nervennetze Bauchmark Cephalisation Gehirn Quelle: Deutsch u.a.: klar. Biologie 6, Seite 19 Regenwurm Längsschnitt, Kopfregion Pharynx Oesophagus Segment

Mehr

Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin?

Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin? Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin? Prof. Dr. Walter E. Müller Department of Pharmacology Biocentre of the University 60439 Frankfurt / M Die Dopaminhypothese der

Mehr

7 Neurobiologie. 7.1 Die Nervenzelle. Aufgabe 7.1-1: Bau der Nervenzelle

7 Neurobiologie. 7.1 Die Nervenzelle. Aufgabe 7.1-1: Bau der Nervenzelle 7 Neurobiologie 7.1 Die Nervenzelle Aufgabe 7.1-1: Bau der Nervenzelle a) Benenne die Bestandteile der Nervenzelle! b) Welche Aufgaben haben die einzelnen Bestandteile der Nervenzelle? c) Fertige von den

Mehr

Stressmanagement und Extremereignisse. Teil 1: Stressmanagement

Stressmanagement und Extremereignisse. Teil 1: Stressmanagement Stressmanagement und Extremereignisse Teil 1: Stressmanagement Agenda. Ú Vorstellungsrunde Ú Erwartungen Ú Einführung ins Thema Stressmanagement Ú Stress und seine Auswirkungen Ú Stressbewältigung Ú Erfahrungsaustausch

Mehr

Aspekte der Schmerzchronifizierung

Aspekte der Schmerzchronifizierung Aspekte der Schmerzchronifizierung Schmerzkrankheit Chronisches Stadium Schmerzgedächtnis Zentrale Sensibilisierung Akutes Stadium Unzureichende Schmerztherapie (Kayser, 2001) (Kayser, 2001) Chronifizierung

Mehr

Cyclooxygenase-Hemmer Aspirin & Co. Seminar der Biochemie II Sebastian Gabriel

Cyclooxygenase-Hemmer Aspirin & Co. Seminar der Biochemie II Sebastian Gabriel Cyclooxygenase-Hemmer Aspirin & Co. Seminar der Biochemie II 19.01.2006 Sebastian Gabriel Inhalt 1. Arachidonsäure und ihre Derivate 2. COX-Hemmer 3. Aus der Roten Liste... Inhalt 1. Arachidonsäure und

Mehr

Stressfalle Arbeitsleben was hilft? Prof. Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler

Stressfalle Arbeitsleben was hilft? Prof. Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler Stressfalle Arbeitsleben was hilft? Prof. Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler Extraordinaria für klinische Stress- und Traumaforschung Chefärztin Zentrum für Affektive -, Stress- und Schlafstörungen (ZASS)

Mehr

Stress und psychische Gesundheit

Stress und psychische Gesundheit Stress und psychische Gesundheit Freiraum schaffen in der Belastung Dr. med. Jörg Püschel Chefarzt Klinik für Psychiatrie & Psychotherapie Öffentliche Vorträge der Spitäler Schaffhausen 6. Nov 2012 Spitäler

Mehr

Reisevorbereitungen... 13

Reisevorbereitungen... 13 Inhalt Was will dieses Buch?... 9 Einführung..................................................... 11 Reisevorbereitungen.... 13 Stress bestimmt unser Leben Stress ist für das Überleben notwendig... 14

Mehr

NEUROBIOLOGISCHE KORRLELATE VON ANGST UND IHRER THERAPIE

NEUROBIOLOGISCHE KORRLELATE VON ANGST UND IHRER THERAPIE ..9 www.charite.de/psychiatrie NEUROBIOLOGISCHE KORRLELATE VON ANGST UND IHRER THERAPIE Andreas.Stroehle@charite.de Prof. Dr. A. Ströhle NEUROBIOLOGISCHE KORRLELATE VON ANGST UND IHRER THERAPIE Neuroanatomie

Mehr

Aufbau und Funktionweise der Nervenzelle - Wiederholung Vorlesung -

Aufbau und Funktionweise der Nervenzelle - Wiederholung Vorlesung - Aufbau und Funktionweise der Nervenzelle - Wiederholung Vorlesung - Fragen zur Vorlesung: Welche Zellen können im Nervensystem unterschieden werden? Aus welchen Teilstrukturen bestehen Neuronen? Welche

Mehr

Psychische und soziale Aspekte am Beispiel Rückenschmerz

Psychische und soziale Aspekte am Beispiel Rückenschmerz Sport bei Gelenkbeschwerden Psychische und soziale Aspekte am Beispiel Rückenschmerz S. Krakor Sportklinik Hellersen, Abt. Sportmedizin Rückenschmerz 1 Risiko für Rückenschmerzen Verletzungen und Erkrankungen

Mehr

Baby! Das kriegen wir hin,

Baby! Das kriegen wir hin, Erziehung & Entwicklung Das kriegen wir hin, Baby! Warum werden manche Menschen mit großem Stress spielend fertig, und andere drehen schon bei Kleinigkeiten durch? Weil die als Babys nicht getröstet wurden,

Mehr

WIE ARBEITEN KÖRPER UND PSYCHE ZUSAMMEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN

WIE ARBEITEN KÖRPER UND PSYCHE ZUSAMMEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN GERHARD ROTH WIE ARBEITEN KÖRPER UND PSYCHE ZUSAMMEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2013 DUALISTISCHE AUFFASSUNG DES GEISTES Geistig-psychische, von Bewusstsein begleitete Zustände

Mehr

Psychosoma4sche Folgen von Verkehrsunfällen

Psychosoma4sche Folgen von Verkehrsunfällen Psychosoma4sche Folgen von Verkehrsunfällen Prof. Dr. med. Claas Lahmann Klinik und Poliklinik für Psychosoma4sche Medizin Klinikum rechts der Isar, TU München Mögliche psychosoma4sche Störungen nach Verkehrsunfällen

Mehr

Ist eine spezielle Lebensmittelauswahl bei chronisch gestressten Personen erforderlich?

Ist eine spezielle Lebensmittelauswahl bei chronisch gestressten Personen erforderlich? Ist eine spezielle Lebemittelauswahl bei chronisch gestressten Personen erforderlich? Carola Wießmann 16. Interaktives ernährungsmedizinisches Seminar 02.03.2013 Dick oder depressiv Chronischer Stress

Mehr

ANTIDEPRESSIVA. Monoaminhypothese der Depression

ANTIDEPRESSIVA. Monoaminhypothese der Depression Definition der Depression Depressive Episode ANTIDEPRESSIVA gedrückte Stimmung Verminderung von Antrieb und Aktivität verminderte Fähigkeit zu Freude, Interesse und Konzentration ausgeprägte Müdigkeit

Mehr

Schlafstörungen Wie komme ich zu meinem verdienten Ruheschlaf? 25. Februar 2014 Dr. med. Andres Ricardo Schneeberger, Co-Chefarzt 1

Schlafstörungen Wie komme ich zu meinem verdienten Ruheschlaf? 25. Februar 2014 Dr. med. Andres Ricardo Schneeberger, Co-Chefarzt 1 Schlafstörungen Wie komme ich zu meinem verdienten Ruheschlaf? 25. Februar 2014 Schneeberger, Co-Chefarzt 1 KOMPETENT UND GEMEINSAM FÜR LEBENSQUALITÄT Was ist Schlaf? Ein Zustand der äußeren Ruhe bei Menschen

Mehr

Neue Drogen Wirkungen der neuen Stoffe

Neue Drogen Wirkungen der neuen Stoffe Landratsamt Regen Gesundheitsamt Neue Drogen Wirkungen der neuen Stoffe Regen, 19. Mai 2015 Medizinaloberrat Dr. med. Bernhard Edenharter, MPH Signalübertragung Signalübertragung im Gehirn durch Botenstoffe

Mehr

Ihre Schilddrüse ist ein wichtiges, kostbares Organ, Sie haben ja schließlich

Ihre Schilddrüse ist ein wichtiges, kostbares Organ, Sie haben ja schließlich Cover Kapitel 1 Eine Drüse viele Aufgaben Ihre Schilddrüse ist ein wichtiges, kostbares Organ, Sie haben ja schließlich nur eine. Sie ist fragil, geformt wie ein Schmetterling umschließt sie die Luftröhre

Mehr

Wenn der Schmerz zur Last wird Chronische Schmerzen

Wenn der Schmerz zur Last wird Chronische Schmerzen Wenn der Schmerz zur Last wird Chronische Schmerzen Psychoedukation Teil 1 Ursachen und Folgen Dr. med. Martin von Wachter Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin Ostalb-Klinikum Aalen

Mehr

Unruhe und Angst. 7 Vorwort. 9 Psychopharmaka:Was sie sind und wie sie wirken. 9 Was sind»psychopharmaka«? 11 Wie wirken Psychopharmaka?

Unruhe und Angst. 7 Vorwort. 9 Psychopharmaka:Was sie sind und wie sie wirken. 9 Was sind»psychopharmaka«? 11 Wie wirken Psychopharmaka? 7 Vorwort 9 Psychopharmaka:Was sie sind und wie sie wirken 9 Was sind»psychopharmaka«? 11 Wie wirken Psychopharmaka? 12 Neurotransmitter, die Zelle und ihre Synapse 14 Das neuronale Netz 17 Psychische

Mehr

Synapsen und synaptische Integration: Wie rechnet das Gehirn?

Synapsen und synaptische Integration: Wie rechnet das Gehirn? Synapsen und synaptische Integration: Wie rechnet das Gehirn? Kontaktstellen zwischen Neuronen, oder zwischen Neuronen und Muskel (neuromuskuläre Synapse) Entsprechend der Art ihrer Übertragung unterscheidet

Mehr

Stress- Management und mit körperorientierten nlp-techniken den Hormonen zuvorkommen

Stress- Management und mit körperorientierten nlp-techniken den Hormonen zuvorkommen Stress- Management Körper und Gehirn verstehen und mit körperorientierten nlp-techniken den Hormonen zuvorkommen men 1 Informationen zum Thema Stress Eustress und Distress Stress ist eine angeborene Reaktion,

Mehr

Neurobiologische Grundlagen einfacher Formen des Lernens

Neurobiologische Grundlagen einfacher Formen des Lernens Professur für Allgemeine Psychologie Vorlesung im WS 2011/12 Lernen und Gedächtnis Neurobiologische Grundlagen einfacher Formen des Lernens Prof. Dr. Thomas Goschke Literaturempfehlung Gluck, M.A., Mercado,

Mehr

DEPRESSIONEN. Referat von Sophia Seitz und Ester Linz

DEPRESSIONEN. Referat von Sophia Seitz und Ester Linz DEPRESSIONEN Referat von Sophia Seitz und Ester Linz ÜBERSICHT 1. Klassifikation 2. Symptomatik 3. Gruppenarbeit 4. Diagnostische Verfahren 5. Epidemiologie 6. Ätiologische Modelle 7. Fallbeispiel KLASSIFIKATION

Mehr

Allostatische und homöostatische Prozesse - Das Reactive Scope Model

Allostatische und homöostatische Prozesse - Das Reactive Scope Model ES Psychobiologie, WS 15/16 Dozenten: Dr. S. Enge und Dr. R. Miller Allostatische und homöostatische Prozesse - Das Reactive Scope Model Romero, L. M., Dickens, M. J., & Cyr, N. E. (2009). The reactive

Mehr

19. Dezember 2012. Der Einfluss von Mangelernährung auf Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis

19. Dezember 2012. Der Einfluss von Mangelernährung auf Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis 19. Dezember 2012 Der Einfluss von Mangelernährung auf Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis Dr. rer. nat. Katrin Huesker Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, Nicolaistraße 22, 12247 Berlin

Mehr

Die Diagnose Depression wird auch heute noch von

Die Diagnose Depression wird auch heute noch von Otto Benkert Stress und Depression Sie haben viele Ursachen gemeinsam. Auch sind ihre Symptome und ihre negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sehr ähnlich: Zunehmend erkennen Wissenschaftler die Wechselwirkung

Mehr

neuronale Plastizität

neuronale Plastizität Neuroanatomie Forschung: Unter neuronaler Plastizität versteht man die Fähigkeit des Gehirns, seine strukturelle und funktionelle Organisation veränderten Bedingungen anzupassen. Neuronale Plastizität

Mehr

Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung

Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, Fachrichtung Psychologie Dr. Markus Mühlhan Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung Warum sind neurobiologische

Mehr

Informationen für Patienten

Informationen für Patienten Informationen für Patienten Viele Wege führen nach Rom. Dieser Spruch wird vielfach genutzt wenn es darum geht, welche Therapie in einer bestimmten Situation am geeignetsten ist. Unser Weg ist das Nervensystem.

Mehr

Zentrum für ganzheitliche Traumatherapie. Waakirchner Weg 1. 83703 Gmund. info@meeresperle.de 21.09.2014

Zentrum für ganzheitliche Traumatherapie. Waakirchner Weg 1. 83703 Gmund. info@meeresperle.de 21.09.2014 Was ist Neurostress? Die Bezeichnung - Neurostress wurde in den 1990iger Jahren, zusammen mit dem medizinischen Fachgebiet der Psycho -, Neuro -, Endokrinoimmunologie eingeführt. In diesem Fachgebiet wird

Mehr

Psychosomatische Aspekte bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Psychosomatische Aspekte bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Psychosomatische Aspekte bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Im ICD 10 (derzeit in Österreich verwendete Klassifikation von Erkrankungen) werden chronisch entzündliche Darmerkrankungen zusätzlich

Mehr

Abbildungen Schandry, 2006 Quelle: www.ich-bin-einradfahrer.de Abbildungen Schandry, 2006 Informationsvermittlung im Körper Pioniere der Neurowissenschaften: Santiago Ramón y Cajal (1852-1934) Camillo

Mehr

Gehirne im Tanz der Hormone

Gehirne im Tanz der Hormone Gehirne im Tanz der Hormone Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer Institut für Klinische Radiologie, UKM E-mail: pfleide@uni-muenster.de Web: http://hirnforschung.uni-muenster.de Inhalt Aufbau des Gehirns Was

Mehr

Erklärung von Fachbegriffen aus den Beipackzetteln für Cymbalta und Duloxetin Lilly

Erklärung von Fachbegriffen aus den Beipackzetteln für Cymbalta und Duloxetin Lilly Erklärung von Fachbegriffen aus den Beipackzetteln für Cymbalta und Duloxetin Lilly Fachbegriff abnorm Vom Normalen abweichend, unnormal Angststörung Bei Personen mit Angststörung können eigentlich harmlose

Mehr

VORANSICHT VORANSICHT. Lehrinhalte. Didaktischer Hinweis. Fragen an die Teilnehmer. Die Zuckerkrankheit

VORANSICHT VORANSICHT. Lehrinhalte. Didaktischer Hinweis. Fragen an die Teilnehmer. Die Zuckerkrankheit B 5.1-2 Umgang mit Lebensmitteln Die Zuckerkrankheit Lehrinhalte Beim Diabetes mellitus bzw. Zuckerkrankheit handelt sich um eine chronische Stoffwechselstörung, bei der es zu anhaltend erhöhten Zucker(=

Mehr

notwendig. Eines dieser Tiermodelle, in dem Stress von einer starken psychologischen Komponente begleitet wird, ist das Tupaia-Stressmodell.

notwendig. Eines dieser Tiermodelle, in dem Stress von einer starken psychologischen Komponente begleitet wird, ist das Tupaia-Stressmodell. Angst, Verlust einer nahe stehenden Person durch Trennung oder Tod, finanzielle Schwierigkeiten oder Ärger am Arbeitsplatz stellen für viele Menschen massive psychische Belastungen dar. Sie können bei

Mehr

Raumfahrtmedizin. darauf hin, dass es auch einen Zusammenhang zwischen Knochenabbau, Bluthochdruck und Kochsalzzufuhr gibt. 64 DLR NACHRICHTEN 113

Raumfahrtmedizin. darauf hin, dass es auch einen Zusammenhang zwischen Knochenabbau, Bluthochdruck und Kochsalzzufuhr gibt. 64 DLR NACHRICHTEN 113 Raumfahrtmedizin Gibt es einen Die geringe mechanische Belastung der unteren Extremitäten von Astronauten im All ist eine wesentliche Ursache für den Knochenabbau in Schwerelosigkeit. Gleichzeitig haben

Mehr

Bündnis gegen Depression. Ernst Hoefler

Bündnis gegen Depression. Ernst Hoefler Bündnis gegen Depression Ernst Hoefler Beschwerden die auf eine Depression hinweisen Allgemeine körperliche Abgeschlagenheit, Mattigkeit; Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen); Appetitstörungen,

Mehr

Depression bei Frauen

Depression bei Frauen Depression bei Frauen Dr. Susanne Simen Depression im Lauf des Lebens 2012 Überblick 1. Hormonelle Aspekte 2. Psychotherapeutisch relevante Aspekte Hormonelle Aspekte Östradiol Progesteron Prolaktin Psychiatrische

Mehr

Total Pain was heisst das für die Praxis? Steffen Eychmüller, Palliativzentrum Kantonsspital St.Gallen

Total Pain was heisst das für die Praxis? Steffen Eychmüller, Palliativzentrum Kantonsspital St.Gallen Total Pain was heisst das für die Praxis? Steffen Eychmüller, Palliativzentrum Kantonsspital St.Gallen Das multidimensionale Schmerzkonzept als Grundlage Ahles TA et al: Pain 1983, 17: 277-88 COGNITION

Mehr

Angst und Depression Volkskrankheiten unserer Zeit?

Angst und Depression Volkskrankheiten unserer Zeit? Angst und Depression Volkskrankheiten unserer Zeit? Erkennen Verstehen - Bewältigen Dr. Nikolas Klein Facharzt für Psychiatrie Volksbildungshaus Wiener Urania, 19.3.2009 Die Presse am 04.02.2009 Die Presse

Mehr

Beide bei Thieme ebook

Beide bei Thieme ebook Beide bei Thieme ebook Neurophysiologie 1) Funktionelle Anatomie 2) Entstehung nervaler Potentiale 3) Erregungsfortleitung 4) Synaptische Übertragung 5) Transmitter und Reflexe 6) Vegetatives Nervensystem

Mehr

Glutamat und Neurotoxizität

Glutamat und Neurotoxizität Glutamat und Neurotoxizität Elizaveta Polishchuk; Lea Vohwinkel Januar 2016 Inhalt 1. Welche Glutamat-Rezeptoren gibt es im Gehirn? 2. Wie sind die Rezeptoren aufgebaut? 3. Funktion der Glutamatrezeptoren

Mehr