Gesundheitsförderung im Alter

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Gesundheitsförderung im Alter"

Transkript

1 Gesundheitsförderung im Alter Gesundheitsförderung ein neues Handlungsfeld für die Pflege? Monika Wild

2 Ausgangssituation Der Großteil der älteren Menschen führt ein unabhängiges und selbständiges Leben Ca Pflegegeldbezieher (rd. 86,5 % sind über 70 Jahre alt) lt. Mikrozensus Menschen hilfs- und pflegebedürftig Ca Pflegegeldbezieher leben zu Hause 2

3 Eine der Kernfragen in der Gesundheitsförderung: Wie erreichen wir die Zielgruppe? Ältere Menschen, mit einem sich reduzierenden sozialen Umfeld und zunehmender Beeinträchtigung in der Mobilität Setting: zu Hause Häusliche Pflege und Betreuung ist eine der wenigen Dienste die regelmäßig ins Zuhause kommen und akzeptiert sind 3

4 Pflege als Schlüsselprofession in der Versorgung chronisch kranker und/oder pflegebedürftiger Menschen Aufgrund der Nähe zu Patienten und ihren Bezugspersonen wird der Pflege als Schlüsselprofession gesehen Pflege kann diesen Erwartungen nur gerecht werden: wenn Prävention, Gesundheitsförderung, Rehabilitation, Case Management, Anleitung, Information, Beratung, Hilfe bei der Alltagsbewältigung von Menschen mit chronischer Erkrankung zukünftig einen höheren Stellenwert einnehmen Ressourcenorientierung / GF und sicherung bei eingeschränkter Gesundheit, wird zu einer zunehmend wichtigeren Aufgabe für Pflegende 4

5 Grundannahmen des Family Nursing Gesundheit betrifft alle Familienmitglieder Gesundheit und Krankheit sind Familienereignisse Die Familie beeinflusst den Prozess und die Ergebnisse der Gesundheits- und Pflegeversorgung Das Gesundheitsverhalten, -einstellungen, -entscheidungen werden von der Familie stark beeinflusst 5

6 Die Notwendigkeit einer familienorientierten Pflege Gesundheit und Krankheit sind kontextspezifische Phänomene Die Familie ist als soziale Einheit von kontextueller Bedeutung Krankheitserleben ist geteiltes Erleben Kranksein verändert die Bedürfnisse, die der Kranke an die Familie hat, dies kann zu neuen Bedürfnissen der Familie führen Schnepp

7 Die Notwendigkeit einer familienorientierten Pflege Hilfegesuch und Antwort werden bei Krankheit in der Familie formuliert Bereitstellung familialer Hilfen Lifecourse, Wesen der Erkrankung, soziale, kulturelle Phänomene und der Versorgungskontext als beeinflussende Faktoren Schnepp

8 WHO Family Health Nurse Family Health Nurse kann: dem einzelnen Menschen und ganzen Familien helfen, mit Krankheit und chronischer Behinderung fertig zu werden und in Stresssituationen zurechtzukommen, indem sie einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Zuhause der Patienten und mit deren Familien verbringt. Diese Pflegefachkräfte können sinnvolle Ratschläge zu Fragen der Lebensweise und verhaltensbedingten Risikofaktoren erteilen und den Familien in gesundheitlichen Anliegen zur Seite stehen. Sie können die gesundheitlichen Probleme schon im Frühstadium erkennen und damit gewährleisten, dass sie auch frühzeitig behandelt werden. Mit ihrem gesundheitswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Ausbildungshintergrund und ihrer Kenntnis anderer für Sozialfragen zuständiger Stellen können sie die Auswirkungen sozioökonomischer Faktoren auf die Gesundheit einer Familie erkennen und die Familie an die richtige Stelle überweisen. Durch häusliche Pflege können sie eine frühere Entlassung aus dem Krankenhaus erleichtern, sie können als Verbindungsglied zwischen Familie und Hausarzt dienen und an die Stelle des Arztes treten, wenn eindeutig eher pflegerische Sachkenntnis gefordert ist. Gesundheit 21: Das Rahmenkonzept Gesundheit für alle für die Europäische Region der WHO. Kopenhagen, WHO-Regionalbüro für Europa, 1999, S (Europäische Schriftenreihe Gesundheit für alle, Nr. 6). 8

9 Die Familiengesundheitspflege 9

10 Drei zentrale Aspekte des Family Health Nurse - Konzeptes Verlagerung des Pflegeansatzes auf eine höhere Systemebene Förderung der Gesundheit aller Beteiligten Schwerpunkt liegt bei der Pflege und Betreuung in der häuslichen Umgebung 10

11 Verlagerung des Pflegeansatzes Derzeit Family Health Nurse Tätigkeitsorientierung Patient als Pflegeempfänger Angehörige als Randfiguren Interaktionsorientierung Patient als Ko-Produzent Angehörige als Adressaten der Pflege Pflege von Einzelpersonen Pflege des Bezugsystems 11

12 Verschiedene Ansätze der Familienpflege Ebene 1: Der Klient wird im Kontext der Familie wahrgenommen. Ebene 2: Der Pflegende bezieht einen oder mehrere Familienmitglieder in den Betreuungsprozess ein. Ebene 3: Der Schwerpunkt der Pflegenden liegt hier auf der Familie als dynamische, interagierende Einheit. Die Familie ist das Ziel des pflegerischen Assessment und der Interventionen. Quelle: Bozett in Susanne Kean (2001) 12

13 Das familiäre System 13

14 Stufe 1 familiärer Pflege 14

15 Stufe 2: familiärer Pflege 15

16 Stufe 3 familiärer Pflege 16

17 Förderung der Gesundheit Ressourcenorientierung bei der direkten Pflege Stärkung der Selbst- und Bewältigungskompetenz Gesundheitsförderung für weitere Zielgruppen Integration im Pflegeprozess und laufenden Pflegehandlungen Pflegebezogene Patientenedukation: im Rahmen chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Asthma etc. Prävention von Pflegebedürftigkeit Beratung/Anleitung für pflegende Angehörige, Gedächtnistraining Bewegungsprogramme Pensionsvorbereitung,

18 Dies bedeutet für die Pflege: Integration von Gesundheitsförderung in die direkte Patientenpflege und betreuung bzw. Erweiterung des Handlungsfeldes durch präventive Hausbesuche Erweiterung des Tätigkeitsbereiches: - GF-Programme für Gesunde - Interventionen an/mit Gruppen 18

19 Pflege und Betreuung in der häuslichen Umgebung Verstärkter Einsatz von Pflegekräften in der häuslichen Pflege Übernahme von Case und Care Managementaufgaben Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige Identifizierung des Bedarfes an Pflege und Betreuung für eine Region bzw. für eine bestimmte Zielgruppe 19

20 Umsetzung der Familiengesundheitspflege Curriculum: Interprofessionell und organisationsübergreifende Arbeitsgruppe Kooperation mit: Drei Lehrgänge Einsatzfelder, Kompetenzen und Qualifikationen 20

21 Ausbildungssystematik Lehrgang 1: Case- und Care- Management im Kontext familiärer Pflege 30 ECTS Lehrgang 2: Public Health im Pflegewesen: mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung 30 ECTS Lehrgang 3: Familiengesundheitspflege (Variante 1 bzw. Variante 2) 30 bzw. 60 ECTS 21

22 Case- und Caremanagement im familiären Kontext Schwerpunktkompetenzen: Information, Anleitung und Beratung für pflegende Angehörige Gestaltung individueller Pflegearrangements Sicherung der Betreuungskontinuität Case- und Caremanagement Einsatzfelder: Mobile Pflege und Betreuung Niedergelassene Ärzte Beratungsstellen bei Gesundheits- und Sozialeinreichtungen Krankenhäusern (Entlassungsmanagement) Stationäre Pflegeeinrichtungen (Angehörigenarbeit) 22

23 Case- und Caremanagement im familiären Kontext Lernfelder: Familie als System 1 (ECTS 3) Assessment (ECTS 3) Sozialkommunikative Kompetenz (ECTS 5) Konzepte und Methoden des Case- und Caremanagements (ECTS 7) Ressourcenmanagement (ECTS 2) Qualitätsmanagement (ECTS 2) Bewältigungsstrategien (ECTS 2) Wissenschaft und Forschung (ECTS 3) Praktikum und Abschlussarbeit (ECTS 3) 23

24 Public Health im Pflegewesen mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung Schwerpunktkompetenzen: Ressourcenorientierung / Stärkung der Selbst- und Bewältigungskompetenzen Gesundheitsförderungsprojekte Bevölkerungssichtweise Gesundheitsbildung und Gesundheitserziehung von Kindern und Jugendlichen Einsatzfelder: Direkte Pflege und Betreuung unabhängig vom Ort der Leistungserbringung Entwicklung und Durchführung von Gesundheitsförderungsprojekten in verschiedenen Settings Öffentliches Gesundheitswesen z. B. an Gemeinden Schulen Beratungsstellen bei Gesundheits- und Sozialeinrichtungen 24

25 Public Health im Pflegewesen mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung Lernfelder: Public Health Konzepte (ECTS 4) Gesetzliches, wissenschaftliches und administratives Umfeld von Public Health (ECTS 3) Human- und Sozialwissenschaften in Public Health (ECTS 4) Gesundheitsbedarfsermittlung / Epidemiologie (ECTS 3) Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung (ECTS 3) Pflege und Public Health (ECTS 3) Kolloquium (ECTS 7) Praktikum (ECTS 3) 25

26 Familiengesundheitspflege Schwerpunktkompetenzen: Die Familie wird als systemische Einheit gesehen, und mit dieser Einheit wird gearbeitet. Assessment Methoden und Tools Interventionen Methoden und Tools Einsatzfelder: Familienpflege als eigene Leistung in der häuslichen Pflege und Betreuung Beratungsstellen Krankenhäuser (zur Beratung und Begleitung von Familien in schwierigen Lebenssituationen) Stationäre Langzeitpflegeeinrichtungen Niedergelassene Ärzte 26

27 Familiengesundheitspflege Lernfelder: Familie als System II (ECTS 3) Lebensphasen und muster (ECTS 2) Phasen und Methoden der Familiengesundheitspflege (ECTS 6) Funktion und Rollenverständnis der Familiengesundheitsschwester/-pfleger/Hebamme (ECTS 3) Arbeit mit Gemeinschaften und spezifischen Bevölkerungsgruppen (ECTS 6) Wissenschaft und Forschung (ECTS 5) Praktikum (5 ECTS) Master of Science: 30 ECTS 27

28 Unsere Forderungen an die Politik lauten: Verankerung der FGP in den Strukturstandards der Länder Anerkennung der FGP als Sonderausbildung Verankerung der Ausbildung auf universitärer Ebene Förderung der Ausbildungskosten Anstellung von FGP bei Gemeinden sowie Gesundheits- und Sozialeinrichtungen Finanzielle Abgeltung der mit der FGP verbundenen Tätigkeiten 28

29 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 29

Community Nursing. Inhalt. Monika Wild 01.12.2008. Community Nursing Home Care in Österreich

Community Nursing. Inhalt. Monika Wild 01.12.2008. Community Nursing Home Care in Österreich Community Nursing Monika Wild Inhalt Community Nursing Home Care in Österreich Family Health Nurse (Familiengesundheitspflege) als Weiterentwicklung des Community Nursing Umsetzung in Österreich 2 1 Was

Mehr

Familiengesundheitspflege - ein neues Handlungsfeld für Pflegende und Hebammen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung

Familiengesundheitspflege - ein neues Handlungsfeld für Pflegende und Hebammen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung 29. Deutscher Krankenhaustag, Düsseldorf Pflegeforum, Teil III, 16.11.2006 Familiengesundheitspflege - ein neues Handlungsfeld für Pflegende und Hebammen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung

Mehr

Familiengesundheitspflege auf kommunaler Ebene - ein neues Handlungsfeld für die Pflege. Verein zur Förderung der Familiengesundheit e.v.

Familiengesundheitspflege auf kommunaler Ebene - ein neues Handlungsfeld für die Pflege. Verein zur Förderung der Familiengesundheit e.v. Familiengesundheitspflege auf kommunaler Ebene - ein neues Handlungsfeld für die Pflege 9. Fachtag Pflege in der Gerontopsychiatrie Stephan Vogt, Familiengesundheit 21 e.v. Kaufbeuren, 18.10.2012 Familiengesundheitspflege

Mehr

Pflegewissenschaftliche Aspekte bei Familien mit chronisch kranken Kindern

Pflegewissenschaftliche Aspekte bei Familien mit chronisch kranken Kindern Pflegewissenschaftliche Aspekte bei Familien mit chronisch kranken Kindern Bernadette Bächle-Helde Pflegeexpertin Kinderkrankenschwester Diplompflegepädagogin (FH) Pflegewissenschaftlerin MScN Überblick

Mehr

Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum Was ist zu tun? aus Sicht der Pflege Andrea Weskamm Dipl. Pflegewirtin (FH) Hebamme und Ges.-und Krankenpflegerin Referentin beim DBfK Bundesverband Frankfurt,

Mehr

Advanced Nursing Practice am Beispiel der Family Health Nurse. Referentin: B.A., cand. M.Sc. Beate Vonde

Advanced Nursing Practice am Beispiel der Family Health Nurse. Referentin: B.A., cand. M.Sc. Beate Vonde Advanced Nursing Practice am Beispiel der Family Health Nurse Referentin: B.A., cand. M.Sc. 2. Internationaler Kongress Advanced Practice Nursing & Advanced Nursing Practice Bleibt alles anders Berlin,

Mehr

2. Internationaler Kongress APN & ANP «Bleibt alles anders» Berlin, 27. und 28. September 2013. Prof. Hedi Hofmann Checchini

2. Internationaler Kongress APN & ANP «Bleibt alles anders» Berlin, 27. und 28. September 2013. Prof. Hedi Hofmann Checchini Kernkompetenzen der Pflegeexpertinnen APN: Umsetzung in das Curriculum des Studienganges Master of Science in Pflege an den Fachhochschulen der Deutschschweiz 2. Internationaler Kongress APN & ANP «Bleibt

Mehr

Bremer Pflegeinitiative. Arbeitsgruppe 3 Bildung und Weiterentwicklung. Monitoringveranstaltung 04.06.2015

Bremer Pflegeinitiative. Arbeitsgruppe 3 Bildung und Weiterentwicklung. Monitoringveranstaltung 04.06.2015 Bremer Pflegeinitiative Arbeitsgruppe 3 Bildung und Weiterentwicklung Monitoringveranstaltung 04.06.2015 Grundlage unseres Handelns: Vereinbarung zur Bremer Pflegeinitiative, 2012 Notwendigkeit einer Reform

Mehr

Von wegen pflegen kann jeder/e 100 Jahre Berufliche Bildung

Von wegen pflegen kann jeder/e 100 Jahre Berufliche Bildung 17. November 2007 neuer Tag der Pflege Von wegen pflegen kann jeder/e 100 Jahre Berufliche Bildung Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Prof. Dr. rer. medic. Birgit Vosseler Hochschule Ravensburg-Weingarten

Mehr

Infomappe. Weiterbildung Systemischer Gesundheits- und Pflegeberater nach 7a SGB XI

Infomappe. Weiterbildung Systemischer Gesundheits- und Pflegeberater nach 7a SGB XI Infomappe Weiterbildung Systemischer Gesundheits- und Pflegeberater nach 7a SGB XI Die DGpW Weiterbildung zum Systemischen Gesundheits- und Pflegeberater ist die erste systemische Beratungsausbildung für

Mehr

Die Rolle der Pflege in der integrierten Gesundheitsversorgung

Die Rolle der Pflege in der integrierten Gesundheitsversorgung 10. Münsterlinger Pflegesymposium Das «Mobile» Gesundheitswesen Die Zukunft mit neuen Versorgungsmodellen hat bereits begonnen Die Rolle der Pflege in der integrierten Gesundheitsversorgung Stefan Knoth

Mehr

Dschungel der Berufs- und Bildungslandschaft Pflege

Dschungel der Berufs- und Bildungslandschaft Pflege Landesgruppe Baden-Württemberg Göppingen, 02.02.2010 Dschungel der Berufs- und Bildungslandschaft Pflege Was braucht die Pflege an Aus- Fort- und Weiterbildung? Irene Hößl Pflegemanagerin Klinikum Fürth

Mehr

Prävention und Gesundheitsförderung Neue Aufgaben für die Pflege

Prävention und Gesundheitsförderung Neue Aufgaben für die Pflege Martina Hasseler, Martha Meyer Prävention und Gesundheitsförderung Neue Aufgaben für die Pflege Grundlagen und Beispiele Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet

Mehr

Akademisch qualifizierte Pflegepersonen in der Pflegepraxis

Akademisch qualifizierte Pflegepersonen in der Pflegepraxis Akademisch qualifizierte Pflegekräfte fte in der Pflegepraxis - eine Standortbestimmung der BALK - Bachelor meets Management Dialogtag der Akademie Städtisches Klinikum München GmbH 17. November 2010 Irene

Mehr

Public Health als Handlungsfeld für die Pflege -

Public Health als Handlungsfeld für die Pflege - Mag. Monika Wild, MAS, MSc, DGKS Public Health als Handlungsfeld für die Pflege - immer schon und jetzt umso mehr! Neue Lösungsansätze in der Pflege sind ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung gegenwärtiger

Mehr

Family Health Nursing in Deutschland

Family Health Nursing in Deutschland Family Health Nursing in Deutschland Inge Eberl, MScN Lehrstuhl für familienorientierte und gemeindenahe Pflege Leitung: Prof. Dr. Wilfried Schnepp Institut für Pflegewissenschaft Private Universität Witten/Herdecke

Mehr

ENTWICKLUNG UND TRENDS DER WEITERBILDUNG ONKOLOGISCHE PFLEGE

ENTWICKLUNG UND TRENDS DER WEITERBILDUNG ONKOLOGISCHE PFLEGE ENTWICKLUNG UND TRENDS DER WEITERBILDUNG ONKOLOGISCHE PFLEGE Harald Tamerl 11. April 2014 Übersicht 1 Entwicklung in IBK 2 Blick über die Grenzen 3 Zukunft in Österreich Entwicklung in Innsbruck 1994 Start

Mehr

Public Health - die Wissenschaft und die Praxis der Gesundheitsförderung und der Systemgestaltung im Gesundheitswesen

Public Health - die Wissenschaft und die Praxis der Gesundheitsförderung und der Systemgestaltung im Gesundheitswesen Ausgangslage Public Health - die Wissenschaft und die Praxis der Gesundheitsförderung und der Systemgestaltung im Gesundheitswesen (Deutsche Gesellschaft für Public Health, 2000) Gesundheitsförderung erfreut

Mehr

Neue Wege für eine gute Pflege?

Neue Wege für eine gute Pflege? Angelika Graf, MdB angelika.graf@bundestag.de www.grafspd.de Berlin, 25. September 2012 Neue Wege für eine gute Pflege? Für eine umfassende Pflegereform: Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken

Mehr

3. Münchner Karrieretag Pflege Pflegewissenschaftliche Karrierewege. Prof. Dr. Christine Boldt München, 9. Mai 2014

3. Münchner Karrieretag Pflege Pflegewissenschaftliche Karrierewege. Prof. Dr. Christine Boldt München, 9. Mai 2014 3. Münchner Karrieretag Pflege liche Karrierewege München, Agenda I. Einleitung liche Karrierewege - Die mehrphasige Studienstruktur im Bologna-Prozess Blick über die Ländergrenzen hinweg Auswirkungen

Mehr

Aufgaben einer Pflegekasse

Aufgaben einer Pflegekasse Fachtagung Niedrigschwellige Betreuungsangebote am 15. Juni 2004, Hannover Aufgaben einer Pflegekasse Torsten Dette Mitglied des Vorstandes, IKK-LV Niedersachsen -Landesverband Niedersachsen Gliederung

Mehr

Pflegende werden Master - Masterstudiengang Klinische Pflege

Pflegende werden Master - Masterstudiengang Klinische Pflege Pflegende werden Master - Masterstudiengang Klinische Pflege 1. Pflegefachtagung für Intensivpflege und Anästhesie Prof. Dr. Uta Gaidys Gliederung 1. Veränderungen in der Versorgung kritisch Kranker 2.

Mehr

Advanced Nursing Counseling Masterlehrgang

Advanced Nursing Counseling Masterlehrgang > GESUNDHEIT Masterlehrgang: > berufsbegleitend Advanced Nursing Counseling Masterlehrgang www.fh-campuswien.ac.at Meine berufliche zukunft. Ihre Karrierechancen Gesundheits- und PflegeberaterInnen entwickeln

Mehr

Wie verändern sich Tätigkeiten in der Pflege?

Wie verändern sich Tätigkeiten in der Pflege? Wie verändern sich Tätigkeiten in der Pflege? Auswirkungen auf die Ausbildung und notwendige Kernkompetenzen Gliederung Einleitung Wie verändern sich Tätigkeiten in der Pflege? - Analyse der Berufssituation

Mehr

Spezialisierte. versorgung. Ambulante Palliativ. www.pctduesseldorf.de. Ein Angebot des Palliative Care Teams Düsseldorf

Spezialisierte. versorgung. Ambulante Palliativ. www.pctduesseldorf.de. Ein Angebot des Palliative Care Teams Düsseldorf Spezialisierte Ambulante Palliativ versorgung Ein Angebot des Palliative Care Teams Düsseldorf www.pctduesseldorf.de www.pctduesseldorf.de Wir sind für sie da Wir sind für Menschen in Düsseldorf da, die

Mehr

ERWIN-STAUSS-INSTITUT

ERWIN-STAUSS-INSTITUT Diese Maßnahme ist staatlich anerkannt Berufsbegleitende Weiterbildung Qualifizierung zur Casemanager/in und Pflegeberater/in Die Weiterbildung wird in Kooperation mit der Hochschule Bremen, Institut für

Mehr

Modul SW.2.526: Family Nursing. Die Theorie von Marilyn M. Friedman. Referat am 15.05.2009. Dipl. Pflegewirtin (FH) Katrin Thissen

Modul SW.2.526: Family Nursing. Die Theorie von Marilyn M. Friedman. Referat am 15.05.2009. Dipl. Pflegewirtin (FH) Katrin Thissen Modul SW.2.526: Family Nursing Die Theorie von Marilyn M. Friedman Referat am 15.05.2009 Gliederung Angaben zu M. Friedman Hintergrund /Grundlagen Aufbau Vorgehen Methoden Interventionen Kritik Zur Person

Mehr

Advanced Nursing Practice in deutschen Krankenhäusern

Advanced Nursing Practice in deutschen Krankenhäusern Advanced Nursing Practice in deutschen Krankenhäusern Utopie oder der Weg zur Professionalisierung? Andrea Lemke Pflegedirektorin des Evangelischen Waldkrankenhaus Präsidiumsmitglied des DPR Themenübersicht

Mehr

Spitex Verband Schweiz. Ersetzt das Branchenleitbild (vom Mai 1999) und die Strategie 2015 (vom Mai 2008)

Spitex Verband Schweiz. Ersetzt das Branchenleitbild (vom Mai 1999) und die Strategie 2015 (vom Mai 2008) Leitbild für die Non-Profit-Spitex für die Entwicklung der Spitex Ersetzt das Branchenleitbild (vom Mai 1999) und die Strategie 2015 (vom Mai 2008) Aufbau: 1. Hilfe und Pflege zu Hause 2 2. Positionierung

Mehr

Gesundheits-Checks für Mitarbeitende als Massnahme um gesund alt zu werden. Chancen und Risiken für Unternehmen.

Gesundheits-Checks für Mitarbeitende als Massnahme um gesund alt zu werden. Chancen und Risiken für Unternehmen. Gesundheits-Checks für Mitarbeitende als Massnahme um gesund alt zu werden. Chancen und Risiken für Unternehmen. Sarah Berni, September 2014 1 2 Was ist Gesundheit? 3 Was ist Gesundheit? World Health Organization

Mehr

Ambulante Pflege Möglichkeiten der Unterstützung und Betreuung zuhause. Diakoniestationen in Stuttgart

Ambulante Pflege Möglichkeiten der Unterstützung und Betreuung zuhause. Diakoniestationen in Stuttgart Ambulante Pflege Möglichkeiten der Unterstützung und Betreuung zuhause Diakoniestationen in Stuttgart Diakoniestationen in Stuttgart Ca. 3000 Kunden 350 Pflegefachkräfte und 250 Hauswirtschaftliche Mitarbeiter,

Mehr

Kurzkonzept weiterbildender Master of Science in Public Health an der Medizinischen Hochschule Hannover

Kurzkonzept weiterbildender Master of Science in Public Health an der Medizinischen Hochschule Hannover Kurzkonzept weiterbildender Master of Science in Public Health an der Medizinischen Hochschule Hannover Ziel des weiterbildenden Master-Studiengangs ist es, Experten für Planungs- und Entscheidungsprozesse

Mehr

Chancen für Praktiker - Der Wert der Erfahrung

Chancen für Praktiker - Der Wert der Erfahrung Chancen für Praktiker - Der Wert der Erfahrung Neues PflegeWISSEN nutzen Aus der Hochschule für die Praxis Fachtagung der Caritas Gemeinschaft Bayern e.v. München, 26. Februar 2013 Chancen für Praktiker

Mehr

sozialpolitische positionen

sozialpolitische positionen sozialpolitische positionen Die Zieglerschen - Altenhilfe Wir, die Zieglerschen, sind uns bewusst, dass wir als diakonisches Unternehmen Mitverantwortung für gesellschaftliche Fragen tragen. Diese Verantwortung

Mehr

Spitexdienste und Migrantenfamilien: Angehörige im Zentrum. Johanna Kohn Hochschule für Soziale Arbeit Fachhochschule Nordwestschweiz

Spitexdienste und Migrantenfamilien: Angehörige im Zentrum. Johanna Kohn Hochschule für Soziale Arbeit Fachhochschule Nordwestschweiz Spitexdienste und Migrantenfamilien: Angehörige im Zentrum Johanna Kohn Hochschule für Soziale Arbeit Fachhochschule Nordwestschweiz Spitexdienste und Migrantenfamilien: Angehörige im Zentrum Zwei Beispiele

Mehr

Entwicklung der notwendigen pflegerischen Expertise und Antworten auf die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften

Entwicklung der notwendigen pflegerischen Expertise und Antworten auf die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften 5. Symposium Pflegefall Zukunft sind wir reif für die Pflege? Entwicklung der notwendigen pflegerischen Expertise und Antworten auf die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften Prof. Dr. Herbert Hockauf

Mehr

Dualer Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule München

Dualer Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule München Dualer Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule München Qualifikation für die Pflegepraxis Bachelor meets Management Städtisches Klinikum München: 17.11.2010 Akademische Pflegeausbildung Warum Pflege

Mehr

COMPASS Die Pflegeberatung der Privaten

COMPASS Die Pflegeberatung der Privaten COMPASS Die Pflegeberatung der Privaten Organisatorische Modelle der unabhängigen Pflegeberatung Dimensionen der Pflegeberatung gemäß 7a SGB XI Information und Aufklärung zu Leistungsrechtlichen Ansprüchen

Mehr

Case Management als Instrument zur Erhaltung von Lebensqualität

Case Management als Instrument zur Erhaltung von Lebensqualität Bärbel Dangel Case Management als Instrument zur Erhaltung von Lebensqualität Workshop: Pflege und Lebensqualität Gliederung 1. Pflegestützpunkte und Lebensqualität 2. Pflegestützpunkte als Versorgungsinnovation

Mehr

Qualitätsmanagement- Handbuch

Qualitätsmanagement- Handbuch (Pflegemodell) Pflegetheoretische Orientierung Die theoretische Grundlage unseres pflegerischen Handelns ist angelehnt an das Pflegemodell von Monika Krohwinkel. Das Strukturmodell: Krohwinkel orientiert

Mehr

Qualifikation der Schulungsdozenten und neue Berufsgruppen. Andrea Reusch Universität Würzburg

Qualifikation der Schulungsdozenten und neue Berufsgruppen. Andrea Reusch Universität Würzburg Qualifikation der Schulungsdozenten und neue Berufsgruppen Andrea Reusch Universität Würzburg John Hattie, 2008 800 Metaanalysen aus 50.000 Einzelstudien mit 250 Mio. Schülern Effektstärken von 136 Einflussfaktoren

Mehr

agnes zwei Schulungskonzept 1. Fachkonferenz Berlin, 22.10.2013

agnes zwei Schulungskonzept 1. Fachkonferenz Berlin, 22.10.2013 agnes zwei Schulungskonzept 1. Fachkonferenz Berlin, 22.10.2013 nach 219 SGB V der Vortragsschwerpunkte Was heißt agnes zwei überhaupt? Welche Rolle hat die agnes zwei Fachkraft? Welche Basis-Qualifikation

Mehr

Die Pflegeversicherung. Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer

Die Pflegeversicherung. Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer 2 Einführung Pflegebedürftig Pflegestufen Die Hilfe bei den ATL Leistungen bei

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

(IFNA) POSITIONSPAPIER ZU DEN KOMPETENZEN FAMILIÄRER PFLEGE IM RAHMEN DER GENERALISTISCHEN GESUNDHEITS- UND KRANKENPFLEGE

(IFNA) POSITIONSPAPIER ZU DEN KOMPETENZEN FAMILIÄRER PFLEGE IM RAHMEN DER GENERALISTISCHEN GESUNDHEITS- UND KRANKENPFLEGE International Family Nursing Association (IFNA) POSITIONSPAPIER ZU DEN KOMPETENZEN FAMILIÄRER PFLEGE IM RAHMEN DER GENERALISTISCHEN GESUNDHEITS- UND KRANKENPFLEGE Juli 2015 Einleitung Das IFNA Positionspapier

Mehr

Empfehlungen zu hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen

Empfehlungen zu hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen der berät die bundesregierung und die regierungen der länder in fragen der inhaltlichen und strukturellen entwicklung der hochschulen, der wissenschaft und der forschung. berlin köln 12 07 2012 Empfehlungen

Mehr

Strukturierte curriculare Fortbildung der Bundesärztekammer Gesundheitsförderung und Prävention

Strukturierte curriculare Fortbildung der Bundesärztekammer Gesundheitsförderung und Prävention Strukturierte curriculare Fortbildung der Bundesärztekammer Gesundheitsförderung und Prävention Kursbeschreibung Mit der zunehmenden gesellschaftlichen Wahrnehmung und Bedeutung von Gesundheitsförderung

Mehr

Perspektiven ambulanter Versorgung durch häusliche Pflege

Perspektiven ambulanter Versorgung durch häusliche Pflege Perspektiven ambulanter Versorgung durch häusliche Pflege Wien, 30.05.2007 Dr. Andreas Büscher Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld, Übersicht Gemeinsame Herausforderungen Anforderungen

Mehr

Familiengesundheitspflege - eine Ausprägung von Advanced Nursing Practice-

Familiengesundheitspflege - eine Ausprägung von Advanced Nursing Practice- Familiengesundheitspflege - eine Ausprägung von Advanced Nursing Practice- 7. Gesundheitspflege-Kongress Andrea Weskamm Dipl. Pflegewirtin (FH) Kompetenzzentrum Familiengesundheitspflege Meine Themen heute

Mehr

FACHBEREICHSARBEIT. Wien, Mai/2009 FAMILIENORIENTIERTE GESUNDHEITSPFLEGE IM EXTRAMURALEN BEREICH. Begutachterin: Catherine Urban

FACHBEREICHSARBEIT. Wien, Mai/2009 FAMILIENORIENTIERTE GESUNDHEITSPFLEGE IM EXTRAMURALEN BEREICH. Begutachterin: Catherine Urban FACHBEREICHSARBEIT Wien, Mai/2009 FAMILIENORIENTIERTE GESUNDHEITSPFLEGE IM EXTRAMURALEN BEREICH Begutachterin: Catherine Urban Eingereicht durch: Aida Tanios an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege

Mehr

Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Entlassungsmanagement

Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Entlassungsmanagement Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Entlassungsmanagement Inhalt Definition Gesetzliche Grundlage Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege Möglichkeiten der praktischen

Mehr

Care Teams in der SRFT

Care Teams in der SRFT Care Teams in der SRFT Diabetesberatung und -behandlung Behandlung chronischer Wunden Ethische Beratung Palliative Care Alkohol Care Teams bringen hochspezialisiertes, interprofessionelles Fachwissen im

Mehr

Der Weg der freiberuflichen PFLEGE in das Jahr 2030

Der Weg der freiberuflichen PFLEGE in das Jahr 2030 Der Weg der freiberuflichen PFLEGE in das Jahr 2030 ÖGKV - ARGE Freiberufliche Pflege 21. Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegekngress Graz 11.Juni 2015 Erfahrungen mit Freiberuflichkeit? Wer

Mehr

Kostenträger und Innovation Das Projektinteresse der Bosch BKK

Kostenträger und Innovation Das Projektinteresse der Bosch BKK Kostenträger und Innovation Das Projektinteresse der Bosch BKK Thomas Pferdt Leiter Unternehmensentwicklung BKK/UE 01.2008 Alle Rechte bei Bosch BKK, Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, auch für

Mehr

Angebote für Ältere (u.a.sturzprävention) - neues Präventionsgesetz - aktueller GKV Leitfaden Prävention. Uwe Dresel / DAK-Gesundheit Team Prävention

Angebote für Ältere (u.a.sturzprävention) - neues Präventionsgesetz - aktueller GKV Leitfaden Prävention. Uwe Dresel / DAK-Gesundheit Team Prävention Angebote für Ältere (u.a.sturzprävention) - neues Präventionsgesetz - aktueller GKV Leitfaden Prävention Uwe Dresel / DAK-Gesundheit Team Prävention Förderung durch Krankenkassen Die Förderung von Maßnahmen

Mehr

Integrative Partnerschaft-, Familien-, Lebens- und Schuldnerberatungsstelle Trier-Süd der Gesellschaft für Psychologische und Soziale Dienste (GPSD)

Integrative Partnerschaft-, Familien-, Lebens- und Schuldnerberatungsstelle Trier-Süd der Gesellschaft für Psychologische und Soziale Dienste (GPSD) Integrative Partnerschaft-, Familien-, Lebens- und Schuldnerberatungsstelle Trier-Süd der Gesellschaft für Psychologische und Soziale Dienste (GPSD) e.v. Tätigkeitsbericht 2008 Jahresstatistik 2008 Insgesamt

Mehr

Workshop 6 Beratung in der Pflege Auftrag und Wirklichkeit

Workshop 6 Beratung in der Pflege Auftrag und Wirklichkeit Workshop 6 Beratung in der Pflege Auftrag und Wirklichkeit Leitung: Prof. Dr. Renate Zwicker Pelzer Als Fachleute bei uns zu Gast Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (dip), Köln Klaus Dumeier

Mehr

Die Pflegeversicherung und Ihre Leistungen

Die Pflegeversicherung und Ihre Leistungen Die Pflegeversicherung und Ihre Leistungen 1. Was bietet die Pflegeversicherung? Bei Pflegebedürftigkeit übernimmt die Pflegekasse die entstehenden Kosten ganz oder teilweise. Die Höhe der Kosten hängt

Mehr

Qualifizierung zum/zur Casemanager/in und Pflegeberater/in

Qualifizierung zum/zur Casemanager/in und Pflegeberater/in Berufsbegleitende Weiterbildung Qualifizierung zum/zur Casemanager/in und Pflegeberater/in ab April 2014 Staatlich anerkannt und zertifiziert Kooperation mit der Hochschule Bremen und dem Institut für

Mehr

Diskussionsvorschläge zur Reform der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe

Diskussionsvorschläge zur Reform der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe Diskussionsvorschläge zur Reform der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe Bundesministerium für Gesundheit Radetzkystraße 2 1030 Wien Stand: 22.8.2014 Ausgangslage Evaluierung GuKG 1997 Bundeszielsteuerungsvertrag

Mehr

Von den Besten lernen: Internationale Impulse für die Gesundheitsversorgung

Von den Besten lernen: Internationale Impulse für die Gesundheitsversorgung Von den Besten lernen: Internationale Impulse für die Gesundheitsversorgung 1. Ulmer Pflegemanagement Kongress 9. und 10. Juli 2015, RKU, Ulm gefördert durch die Gegründet 2002 Das Institut g-plus Teil

Mehr

PRAXISPLAN BACHELOR-STUDIUM

PRAXISPLAN BACHELOR-STUDIUM DUALE HOCHSCHULE BADEN-WÜRTTEMBERG FAKULTÄT SOZIALWESEN PRAXISPLAN BACHELOR-STUDIUM Soziale Arbeit im Gesundheitswesen Praxisplan Studiengang Soziale Arbeit im Gesundheitswesen 2 Allgemeine Hinweise: Aufgaben

Mehr

Ziele und Struktur eines interdisziplinären BMBF- Forschungsverbundes

Ziele und Struktur eines interdisziplinären BMBF- Forschungsverbundes Ziele und Struktur eines interdisziplinären BMBF- Forschungsverbundes Evidenzentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung am Beispiel der Förderung von Gesundheitskompetenz mit Arbeitsplatzbezug

Mehr

Wie sehen sich ältere Versicherte heute?

Wie sehen sich ältere Versicherte heute? Wie sehen sich ältere Versicherte heute? Die übergroße Mehrheit erlebt sich als aktiv + kompetent Herausforderungen: Endlich größere Fernreisen machen können, was hole ich mir evtl. an Krankheiten? Einschränkungen

Mehr

Das Alter finanziell meistern Information zu Betreuungs- und Pflegekosten

Das Alter finanziell meistern Information zu Betreuungs- und Pflegekosten Beratungsdienst Geld und Haushalt Das Alter finanziell meistern Information zu Betreuungs- und kosten Thomas Rohr Kreisseniorenrat Böblingen, Hildrizhausen 17.11.2015 Agenda Wen Wie erhalte betrifft ich

Mehr

Versorgungsmanagement ohne Zusatzbeitrag

Versorgungsmanagement ohne Zusatzbeitrag ohne Zusatzbeitrag Bosch BKK BKK/Dr. Wimmer Jan. 2014 Alle Rechte bei Bosch BKK, Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, auch für den Fall von Schutzrechtsanmeldungen. Jede der Bosch BKK Was ist unter

Mehr

Palliative Care und Psychische Erkrankungen Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit

Palliative Care und Psychische Erkrankungen Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit Palliative Care und Psychische Erkrankungen Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit Swiss Public Health Conference 2014 3. Netzwerktagung Psychische Gesundheit Schweiz August 2014. 22 Ecoplan

Mehr

GEBORGEN IM NETZWERK Häusliche Pflege zwischen Familie, Hausarzt und Krankenhaus

GEBORGEN IM NETZWERK Häusliche Pflege zwischen Familie, Hausarzt und Krankenhaus Älterwerden ist nichts für Feiglinge - wie Medizin und Pflege dabei helfen - GEBORGEN IM NETZWERK Häusliche Pflege zwischen Familie, Hausarzt und Krankenhaus Priv.-Doz. Dr. Herbert F. Durwen Klinik für

Mehr

Herausforderungen der Zukunft: Demographie und Pflegebedarf

Herausforderungen der Zukunft: Demographie und Pflegebedarf Herausforderungen der Zukunft: Demographie und Pflegebedarf Elisabeth Rappold Enquete Kompetenzmodell für Pflegeberufe in Österreich 14.09.2011, Graz Handlungsfeld Pflege Pflege Quelle: Nach Hirschfeld

Mehr

Professionelle Pflege und Telematik im Spannungsfeld von Medizin und Ökonomie?

Professionelle Pflege und Telematik im Spannungsfeld von Medizin und Ökonomie? Professionelle Pflege und Telematik im Spannungsfeld von Medizin und Ökonomie? Fachkongress IT-Trends Medizin / Health Telematics 2007 06. September 2007 Peter Tackenberg, MScN 1 Gesundheitspolitische

Mehr

Case Management (DGCC-Zertifiziert)

Case Management (DGCC-Zertifiziert) Weiterbildungen im Bereich Pflege, Medizin und Sozialem Case Management (DGCC-Zertifiziert) Case Management ist ein qualitätsgesicherter, längerfristiger Prozess zur sektorenübergreifenden Steuerung der

Mehr

Gibt es eine Palliative Geriatrie?

Gibt es eine Palliative Geriatrie? Gibt es eine Palliative Geriatrie? Oder geht es um Palliative Care in der Geriatrie? Wenn ja, wann beginnt dann Palliative Care? Oder ist Geriatrie gleich Palliative Care? Dr. med. Roland Kunz Chefarzt

Mehr

Juni 2008. Pflegereform 2008. Pflege. Was ändert sich für die Versicherten?

Juni 2008. Pflegereform 2008. Pflege. Was ändert sich für die Versicherten? Juni 2008 Pflegereform 2008 Was ändert sich für die Versicherten? Mit dem In-Kraft-Treten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes am 1. Juli 2008 ändert sich für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen

Mehr

Unterstützung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen- der Beitrag der Modellprogramme zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung

Unterstützung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen- der Beitrag der Modellprogramme zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung Unterstützung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen- der Beitrag der Modellprogramme zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung Netzwerk Pflegebegleiter in Thüringen - Fachveranstaltung Erfurt,

Mehr

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit -

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Joachim Kugler Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health Medizinische Fakultät der TU Dresden Erst das

Mehr

Zusammenarbeit mit Angehörigen: Das Calgary Familienmodell

Zusammenarbeit mit Angehörigen: Das Calgary Familienmodell Zusammenarbeit mit Angehörigen: Das Calgary Familienmodell Rebecca Spirig, Prof, PhD, RN Zentrum Klinische Pflegewissenschaft, UniversitätsSpital Zürich & Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel

Mehr

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff rosenbaum nagy unternehmensberatung 2015 Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Herrn Thomas Harazim rosenbaum nagy unternehmensberatung, Stolberger Str. 114a, 50933

Mehr

Weiterbildung zum. Atmungstherapeuten (DGpW)

Weiterbildung zum. Atmungstherapeuten (DGpW) Weiterbildung zum Atmungstherapeuten (DGpW) Start der zweiten Weiterbildung im September 2012 Stand: Februar 2012 Änderungen vorbehalten Das Wichtigste in Kürze Umfang der Ausbildung: 640 Stunden, davon

Mehr

Soll Pflegeberatung Dienstleistungen vermitteln? - Praxiserfahrungen aus der Beratung pflegender Angehöriger

Soll Pflegeberatung Dienstleistungen vermitteln? - Praxiserfahrungen aus der Beratung pflegender Angehöriger Soll Pflegeberatung Dienstleistungen vermitteln? - Praxiserfahrungen aus der Beratung pflegender Angehöriger Landesstelle Pflegende Angehörige NRW Silke Niewohner MPH Dipl. Sozialarbeiterin Gesundheitswissenschaftlerin

Mehr

Pflege in Dänemark. Prof. Gunnar Haase Nielsen. Evangelische Fachhochschule Darmstadt. E-mail: nielsen@efh-darmstadt.de

Pflege in Dänemark. Prof. Gunnar Haase Nielsen. Evangelische Fachhochschule Darmstadt. E-mail: nielsen@efh-darmstadt.de Pflege in Dänemark Prof. Gunnar H. Nielsen, Evangelische Hochschule Darmstadt Donnerstag, den 28. Januar, 2011 Pflegekongress 2011. Maritim ProArte, Berlin Forschungsleiter am Dänischen Institut für Pflege-

Mehr

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Nach Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Arbeitgeber 12.541 [4,3%] private Haushalte,

Mehr

Alle Menschen brauchen einen Hausarzt. Hausärzte für die Schweiz heute und in der Zukunft

Alle Menschen brauchen einen Hausarzt. Hausärzte für die Schweiz heute und in der Zukunft Alle Menschen brauchen einen Hausarzt Hausärzte für die Schweiz heute und in der Zukunft www.hausarztstiftung.ch Haus- und Kinderärzte in der Schweiz Jeder Mensch, ob alt oder jung, gesund oder krank,

Mehr

Armut und Gesundheit im Alter

Armut und Gesundheit im Alter Armut und Gesundheit im Alter Düsseldorf, 10. Februar 2011 Dr. Antje Richter-Kornweitz Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.v. Einflüsse Demografische Entwicklung

Mehr

PLÖTZLICH EIN PFLEGEFALL IN DER FAMILIE - WAS MUSS ICH WISSEN?

PLÖTZLICH EIN PFLEGEFALL IN DER FAMILIE - WAS MUSS ICH WISSEN? PLÖTZLICH EIN FALL IN DER FAMILIE - WAS MUSS ICH WISSEN? 26.02.2014 1 26.02.2014 1 ÜBERBLICK > Wie organisiere ich die Pflege? > Wie finanziere ich die Versorgung? > Worauf muss ich bei pflegerischen Handgriffen

Mehr

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei chronisch kranken Patienten Wunsch und Realität aus der Sicht des Hausarztes

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei chronisch kranken Patienten Wunsch und Realität aus der Sicht des Hausarztes Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei chronisch kranken Patienten Wunsch und Realität aus der Sicht des Hausarztes Dr. med. Alexander Minzer, Hausarzt, Rothrist Präsident der Schweizerischen Akademie für

Mehr

» Innovative Modelle im

» Innovative Modelle im » Innovative Modelle im Versorgungsmanagement durch Case-Management in zwei kommunalen Kliniken mit Evaluationsergebnissen Ulm, Michael Müller Pflegedirektor Klinikum Itzehoe » Zur Person» Diplom-Pflegewirt

Mehr

Best-Practice-Beispiel : Dualer Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule München 10. Dezember 2013

Best-Practice-Beispiel : Dualer Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule München 10. Dezember 2013 Best-Practice-Beispiel : Dualer Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule München 10. Dezember 2013 Präsentation des Studiengangs Heike Roletscheck, Diplom Sozialpädagogin (FH) Studiengangsassistentin/Praxisreferentin

Mehr

Case Management im Rahmen der Betreuung und Pflege in Vorarlberg

Case Management im Rahmen der Betreuung und Pflege in Vorarlberg Case Management im Rahmen der Betreuung und Pflege in Vorarlberg 31. Mai 2011 / Aufgabenstellung Weiterentwicklung der im Betreuungsmodell Vorarlberg beschriebenen Funktionen der Fallberatung, -koordination

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten in der ambulanten und stationären Pflege

Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten in der ambulanten und stationären Pflege Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten in der ambulanten und stationären Pflege Pflege be(ob)achten Einblicke anhand statistischer Daten am 10. März 2010 in Münster Michael Cordes Statistisches Bundesamt

Mehr

Qualifizierung zum/zur Casemanager/in und Pflegeberater/in

Qualifizierung zum/zur Casemanager/in und Pflegeberater/in Berufsbegleitende Weiterbildung Qualifizierung zum/zur Casemanager/in und Pflegeberater/in ab April 2015 Staatlich anerkannt und zertifiziert Kooperation mit der Hochschule Bremen und dem Klinikum Bremen-Mitte

Mehr

Digital Transformation: Engage Me - Understand Me - Work for Me! 2015 International Business Machines Corporation

Digital Transformation: Engage Me - Understand Me - Work for Me! 2015 International Business Machines Corporation Digital Transformation: Engage Me - Understand Me - Work for Me! Die Handlungsfelder des digitalen Umbaus? Digitale Transfor -mation Adaptive Produkte Mobile & Cognitive Computing Disruptive Modelle Agile

Mehr

Klinisch-Therapeutisches Institut Hamburg

Klinisch-Therapeutisches Institut Hamburg Klinisch-Therapeutisches Institut Hamburg Andere Wege zur Gesundheit bei Behandlung, Therapie und Pflege Der Mensch im Mittelpunkt einer medizinischen und therapeutischen Versorgung ganzheitlich individuell

Mehr

Gesundheit, Krankheit und Kultur. Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation

Gesundheit, Krankheit und Kultur. Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation Gesundheit, Krankheit und Kultur oder Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation Um was es heute geht 1. Ausgangssituation 2. Basistheorie 3. Folk-Disease und unterschiedliche Pflegeverständnisse

Mehr

Sucht im Alter. Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? www.step-hannover.de FAM-Hannover

Sucht im Alter. Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? www.step-hannover.de FAM-Hannover Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? Harold & Maude Risikofaktoren: Beendigung des Berufslebens verbunden mit Identitätsverlust Fehlen einer vorgegebenen Alltagsstruktur Einschränkung der Mobilität

Mehr

Historischer Rückblick Brigitte Ruckstuhl

Historischer Rückblick Brigitte Ruckstuhl Historischer Rückblick Brigitte Ruckstuhl Pressecommuniqué der Gründungsversammlung Die neue Gesellschaft hat die Förderung der prophylaktischen Medizin, der Sozialmedizin, der Gesundheitspflege und der

Mehr

Informationen für Bildungsträger in der Fort- und Weiterbildung für Pflegeeinrichtungen

Informationen für Bildungsträger in der Fort- und Weiterbildung für Pflegeeinrichtungen Informationen für Bildungsträger in der Fort- und Weiterbildung für Pflegeeinrichtungen Implementierungsstrategie zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation Die Initiative des Pflegebevollmächtigten

Mehr

micura Pflegedienste Köln

micura Pflegedienste Köln micura Pflegedienste Köln 2 PFLEGE UND BETREUUNG ZUHAUSE 3 Im Laufe eines Lebens verändern sich die Bedürfnisse. micura Pflegedienste schließt die Lücke einer eingeschränkten Lebensführung. Viele Alltäglichkeiten

Mehr

Außerklinische Intensivpflege. Pflege und Rehabilitation

Außerklinische Intensivpflege. Pflege und Rehabilitation Außerklinische Intensivpflege Pflege und Rehabilitation Wir sind für Sie da Rehabilitationsmaßnahmen nach Unfällen oder schweren Erkrankungen sind irgendwann zu Ende. Doch was ist, wenn Ihr Angehöriger

Mehr