Von wegen pflegen kann jeder/e 100 Jahre Berufliche Bildung

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1 17. November 2007 neuer Tag der Pflege Von wegen pflegen kann jeder/e 100 Jahre Berufliche Bildung Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Prof. Dr. rer. medic. Birgit Vosseler Hochschule Ravensburg-Weingarten Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege

2 1973 PFLEGE Wandel Pflege im Wandel 2007 Pflegeberufe vieles hat sich geändert 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 2

3 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen von wegen pflegen kann jeder/e oder doch 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 3

4 Pflege bedeutet sich kümmern um (engl. care) wird zukünftig eine noch wichtigere Rolle einnehmen! 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 4

5 Pflege ist Kunst & Wissenschaft 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 5

6 Pflege ist Kunst und Wissenschaft Krankenpflege [ ] Dienst am Einzelnen und an Familien; also Kunst und Wissenschaft, welche die Haltung, intellektuelle Kompetenz und technische Fähigkeiten der einzelnen Krankenschwester zu einem Wunsch und der Fähigkeit verschmelzen, kranken oder gesunden Menschen dabei zu helfen, mit ihren Gesundheitsbedürfnissen fertig zu werden,. Einen Patienten zu pflegen ist somit eine praktische und didaktische Kunstfertigkeit. Faye Glenn Abdellah, 1960 (Patientenzentrierte Pflege) 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 6

7 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Wissenschaft Kenntnisse über ein bestimmtes Fachgebiet haben Fragen stellen Antworten finden Antworten in Frage stellen Pflegewissenschaft Pflegesituationen Pflegeprobleme Pflegehandlungen Theorie - Praxis und Praxis - Theorie Transfer Wissen vermitteln 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 7

8 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen 100 Jahre Berufliche Bildung 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 8

9 Zeitstrahl der beruflichen Pflege Vergangenheit Gegenwart Zukunft Pflege 1974 im 2006 Wandel Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 9

10 Bildung allgemein (Grundbildung) bedeutet Mündigkeit eigenständiges Denken Verpflichtung & Verantwortung Einsicht & Urteilsfähigkeit & Reflexion ist die Entwicklung der Fähigkeiten des Lernenden - formal ist die Befähigung des Individuums zur Selbstbestimmung bedeutet erschließen der gesellschaftlichen Wirklichkeit 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 10

11 Bildung beruflich (Spezialbildung) Funktionen der beruflichen Bildung Berufsbildung i.e.s. kulturelle Bildung politische Bildung religiöse Bildung Ziele der Berufsbildung Handlungskompetenzen: auf der Basis von Bildung, sich selbst in Beziehung setzen zur Welt und verantwortlich handeln. 11

12 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Empirisches Wissen findet vielfach zu wenig Anwendung in der Praxis! 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 12

13 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Pflegende wissen immer noch zu wenig über viele Probleme und Phänomene! 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 13

14 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen sind abhängig vom Verständnis über Pflegewissen ästhetisches 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 14 [nach Carper, 1978]

15 Pflegewissen [nach Carper, 1978] ästhetisches Wissen Art und Weise, wie etwas getan wird, Empathie, Intuition 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 15

16 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen sind abhängig vom Verständnis über Pflegewissen ästhetisches persönliches 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 16 [nach Carper, 1978]

17 Pflegewissen [nach Carper, 1978] ästhetisches Wissen Art und Weise, wie etwas getan wird, Empathie, Intuition persönliches Wissen Bewusstsein des Selbst, Beziehung zum Anderen therapeutischer Nutzen 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 17

18 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen sind abhängig vom Verständnis über Pflegewissen ästhetisches ethisches persönliches 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 18 [nach Carper, 1978]

19 Pflegewissen [nach Carper, 1978] ästhetisches Wissen Art und Weise, wie etwas getan wird, Empathie, Intuition persönliches Wissen Bewusstsein des Selbst, Beziehung zum Anderen therapeutischer Nutzen ethisches Wissen Moral, Werte gut oder schlecht, richtig oder falsch 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 19

20 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen sind abhängig vom Verständnis über Pflegewissen ästhetisches ethisches persönliches empirisches 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 20 [nach Carper, 1978]

21 Pflegewissen [nach Carper, 1978] ästhetisches Wissen Art und Weise, wie etwas getan wird, Empathie, Intuition persönliches Wissen Bewusstsein des Selbst, Beziehung zum Anderen therapeutischer Nutzen ethisches Wissen Moral, Werte gut oder schlecht, richtig oder falsch empirisches Wissen Beschreiben, vorhersagen, erklären Forschung 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 21

22 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen werden u.a. beeinflusst durch europäische Anschlussfähigkeit Konsequenzen aus gesellschaftlichen Veränderung knapper werdenden personellen und finanziellen Ressourcen Autonomie & Selbstbestimmung gesundheit- und familienpolitische Entwicklungen Familiengesundheit Migration 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 22

23 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Pflege im Wandel Antwort der Pflege auf Problemstellungen und Beeinflussung ganzheitliche Pflegekonzepte patientenorientierte Pflegemodelle Gesundheitsförderung patientenzentrierte Kommunikation Biographie- und Beziehungsarbeit edukative Aktivitäten hohe personale, soziale, Anforderungen methodische und fachliche Kompetenz 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 23

24 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Pflegeprozess als Kernbestandteil jeder professionellen Tätigkeit pflegerische Kompetenzdiagnostik moderne Pflegeinterventionen & -techniken Care & Case Management Sozialberatung Pflegeüberleitung ganzheitliche Pflegekonzepte patientenorientierte Pflegemodelle Gesundheitsförderung patientenzentrierte Kommunikation Biographie- und Beziehungsarbeit edukative Aktivitäten Beratung Pflegeprävention Schulung & Anleitung 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 24

25 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen heißt t Pflege im Wandel: Bedarf und Bedürfnisse der Zukunft fachliche Entwicklung i.s. handwerklich-technischer Kompetenzen ist kein Weg zur Professionalisierung Ausbildung und Qualifikation bestimmen Pflegequalität individuelles Fallverstehen als Herausforderung Bewertung der konkreten pflegerischen Situation (vor dem Hintergrund pflegetheoretischer Überlegungen zu Sinn, Zweck und Ziel pflegerischen Handelns) 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 25

26 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Fortsetzung Prozess der Neuorientierung auf den Pflegeempfänger hin orientierten Disziplin basiert auf pflegewissenschaftliche Erkenntnisse Neuorientierung des Denkens und des praktischen Handelns Transfer u.a. durch die neue Pflegeausbildung und Pflegepädagogen Pflege heute und morgen kreativ selbständig denkend & konstruktiv handelnd & eigenverantwortlich 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 26

27 und erschließt t sich neue Berufsfelder Fortsetzung School Nursing Nurse Practitioner Family Health Nursing Familiengesundheitszentren Betriebliche Gesundheitsförderung Patienten- und Angehörigenschulung und Beratung Qualitätssicherung und entwicklung Forschung & Entwicklung in Pflegewissenschaft oder Berufspädagogik öffentliche Schulen die zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen beeinflussen 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 27

28 Zukünftige Qualifikationen und Kompetenzen Qualifizierte Pflege ist ohne qualifiziertes Personal nicht möglich m! eine gute Ausbildung allein reicht heute nicht mehr aus es gilt lebenslanges Lernen für den Pflegebereich zu fördern Eine qualifizierte Pflege beinhaltet kontinuierliche berufsqualifizierende Fort- und Weiterbildung hochwertige Qualifizierung von leitenden Pflegekräften hoch qualifizierte Pflegelehrer, die Auszubildenden eine gute Brücke zwischen Theorie und Praxis vermitteln können neue Herausforderungen annehmen 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 28

29 20-Nov-07 Prof. Dr. Birgit Vosseler 29

30 Fakultät t Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege 20-Nov-07 Prof. Dr. rer. medic.. Birgit Vosseler

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