Grundlagen für einen gelingenden Anfangsunterricht

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1 Grundlagen für einen gelingenden Anfangsunterricht

2 Schuleingangsphase 2 8. November 2014 Brigitte Wolf

3 Gelingensbedingungen! aus gesellschaftlicher Perspektive: Sächsischer Leitfaden für die öffentlich verantwortete Bildung von Kindern bis zum 10. Lebensjahr! aus institutioneller Perspektive: Schulvorbereitung in der Kita in Verzahnung mit der Schuleingangsphase! aus individueller Perspektive: optimale Bewältigung des Übergangs für jedes Kind gemeinsam mit den Eltern 3 8. November 2014 Brigitte Wolf

4 Gesellschaftliche Perspektive Kinder wachsen heute unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auf, Vielfalt und Heterogenität müssen deshalb stärker denn je in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Sächsischer Bildungsplan 4 8. November 2014 Brigitte Wolf

5 Sächsische Leitlinien zur öffentlich verantworteten Bildung von Kindern bis zum 10. Lebensjahr Pädagogische Fachkräfte!entwickeln ihr professionelles Selbstverständnis weiter.!nehmen eine dialogische Haltung ein.!kooperieren mit allen Bildungspartnern der Kinder November 2014 Brigitte Wolf

6 Pädagogische Fachkräfte ermöglichen dem Kind! das Entfalten von Wohlbefinden! Eingebundensein und Zugehörigkeit! mitgestaltete Teilhabe! Selbstwirksamkeit! das Einbeziehen der Lebenswelt! Selbstbildung! anregende Ko-Konstruktion 6 8. November 2014 Brigitte Wolf

7 Institutionelle Perspektive Die Verzahnung von Schulvorbereitungsjahr und Schuleingangsphase ist ein partnerschaftlicher Verständigungsprozess. Kindergarten, Grund-und Förderschule, Hort sowie Kinder-und Jugendärztlicher Dienst verständigen sich mit den Eltern über ihren jeweiligen Beitrag zur Gestaltung des Übergangs. Flyer: Weiterentwicklung 7 8. November 2014 Brigitte Wolf

8 Schulvorbereitungsjahr Schulvorbereitung ist Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas von Anfang an. Der sächsische Bildungsplan bildet die Grundlage. Die Kinder lernen selbst und bringen ihr Weltwissen ein. Das Schulvorbereitungsjahr ist das letzte Kindergartenjahr. Bei kooperativen schulvorbereitenden Maßnahmen lernen die Kinder den zukünftigen Lernort Schule kennen November 2014 Brigitte Wolf

9 Worauf ist im letzten Kindergartenjahr besonders zu achten?! Die Antwort gibt uns der 9 8. November 2014 Brigitte Wolf

10 Kommunikative Bildung Literalitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen bedeutet keine Vorverlagerung des Lese- und Schreibunterrichts. Es geht zunächst darum anzuerkennen, dass Kinder bereits vor der Schule vielfältige Kenntnisse und Interessen im Umgang mit Schrift entwickeln. Sie greifen Buchstaben, Wörter, Symbole aus ihrer Umwelt auf und setzen sie als Spielund Gestaltungsmaterial ein; sie lernen ihren Namen schreiben und entwickeln in Kritzelbriefen Vorformen des schriftlichen Dialogs. Sächsischer Bildungsplan wichtig: Vorlesen im Alltag, Fragen begrüßen, Sprechen in Sätzen anregen, Schreibmaterial zur Verfügung stellen, Zuhören, November 2014 Brigitte Wolf

11 Somatische Bildung! wichtig: Körper und alle Sinne wahrnehmen, Spannung und Entspannung spüren, Gleichgewichtssinn entwickeln, Bewegung an frischer Luft, November 2014 Brigitte Wolf

12 Soziale Bildung wichtig: eigenes Rollenverständnis bereichern, soziale Regeln lernen, Befindlichkeiten äußern, Mitgefühl zeigen, November 2014 Brigitte Wolf

13 Mathematische Bildung Studien belegen: Der Erwerb der grundlegenden Kulturtechniken -Lesen, Schreiben, Rechnen -hängt viel stärker von individuellen bereichsspezifischen Kompetenzen -wie phonologische Leistungen, Buchstabenkenntnis und Zahlenverständnis-ab als von fachunspezifischen allgemeinen intellektuellen Fähigkeiten. Wichtig: Mengen simultan erfassen, Zahlenverständnis entwickeln, Muster entdecken, Lagenbeziehungen erkennen November 2014 Brigitte Wolf

14 Ästhetische Bildung wichtig: vielfältige Erfahrungen: sehen, hören, falten, formen, schneiden, malen, sich bewegen, tanzen, singen, November 2014 Brigitte Wolf

15 Naturwissenschaftliche Bildung wichtig: Neugier wecken, beobachten, entdecken, experimentieren,fragen, sammeln, sortieren, November 2014 Brigitte Wolf

16 Verzahnung vor Ort Schulvorbereitungsjahr Schuleingangsphase am Bildungsplan, insbesondere den Bildungsbereichen, orientierte Themen zur ganzheitlichen Bildung auf dem Lehrplan basierende Angebote zur Sicherung des Fundaments systematischen, lebenslangen Lernens Lern-und Entwicklungsdokumentation/ Entwicklungsgespräche Ermittlung des aktuellen Entwicklungsstands November 2014 Brigitte Wolf

17 Individuelle Perspektive Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt. Prof. Dr. Gerald Hüther November 2014 Brigitte Wolf

18 Das Kind im Mittelpunkt Die erfolgreiche Förderung aller Kinder in ihrer Heterogenität setzt die Beachtung der Grundbedürfnisse der Kinder voraus. Bedürfnis nach Sicherheit: z. B. verlässliche Strukturen, klare, korrekte Informationen, wertschätzende Rückmeldungen Bedürfnis nach Selbstbestimmung: z. B. übertragen von Verantwortlichkeiten, entscheiden für Aufgaben, mitbestimmen, präsentieren eigener Lösungen Bedürfnis nach Anerkennung: z. B. verstärken positiven Verhaltens, Lob, Ermutigung zu Leistungen Bedürfnis nach Kontakt: z. B. aufmerksames Zuhören, regelmäßiger Austausch, gemeinsame Vorhaben November 2014 Brigitte Wolf

19 Lern- und Entwicklungsdokumentation! Die Entwicklungsdokumentation in der Kita ist ein Instrument zum systematischen Erfassen von Entwicklung und Lernen des einzelnen Kindes.! Sie bietet eine aussagekräftige Grundlage für die Ermittlung des aktuellen (Lern- und) Entwicklungsstandes. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Kind und seinen Eltern und ggf. der Kita können weiterführende Maßnahmen zur Entwicklungsförderung abgestimmt werden.! Die Entwicklungsdokumentation kann mit Einverständnis der Eltern bei der Anmeldung in der Grundschule vorgelegt werden.! Sie verbleibt bei den Eltern November 2014 Brigitte Wolf

20 Maßnahmepaket ZIEL: Qualifizierung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule zur optimalen Förderung jedes Kindes Stärken der Kinder im Mittelpunkt Vielfalt als Chance und Bereicherung Entwicklungsdokumentation als Grundlage für eine abgestimmte Begleitung der Kinder am Übergang Begleitung von Kindern mit Entwicklungsbesonderheiten Qualifizierung des Anfangsunterrichts November 2014 Brigitte Wolf

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! November 2014 Brigitte Wolf

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