Regulation der Genexpression: regulierbare Promotoren, Proteine und sirna

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Regulation der Genexpression: regulierbare Promotoren, Proteine und sirna"

Transkript

1 Regulation der Genexpression: regulierbare Promotoren, Proteine und sirna Biochemie Praktikum Christian Brendel, AG Grez

2 Ebenen der Genregulation in Eukaryoten Cytoplasma DNA Zellkern Introns Exons Chromatin Gen Transkription Cap RNA Processing AAAAA mrna AAAAA RNA Stabilität und Transport RNAi Protein AAAAA Protein Tuning Translation Protein Reifung/Modifikation

3 Regulation auf Ebene der Transkription Beispiele: 1. Metallothionein Promoter 2. Tetracyclin regulierbare Systeme 3. Steroidrezeptor abgeleitete Systeme und viele mehr.

4 1. Metallothionein Promoter GRE MRE MRE MRE MRE GC TATA MRE: Metal responsive elements Promoter des Metallothionein1 Gens der Maus wird durch Schwermetalle aktiviert (zu Beginn wurde dafür Cadmium benutzt) Genprodukt dient der detoxifikation Spätere, modifizierte Varianten des Promoters erlauben die Aktivierung mit Zink Nachteile: System ist sehr leaky Metalle sind oft entweder toxisch oder beinflussen massiv die Physiologie (Zink) Meist längere Zeiten bis der Promotor wieder inaktiv wird (besonders in vivo)

5 2.Tetracyclin regulierbare Systeme Tn10 Transposon aus E. coli codiert für Tetracyclinresistenz Promoter TRE TRE Tet Repressor Tetracyclin +Tetracyclin Promoter TRE TRE Tet Operator

6 Tet Repressor System PCMV Tet Repressor PCMV Tet Repressor Dox + Dox teto Reporter Gen teto Reporter Gen Dox: Doxycyclin ein Tetracyclin Analogon

7 Tet Off/On Systeme Weiterentwicklungen : Der Tet Repressor ist mit einem Transregulator fusioniert Tet Off Promoter TetR VP16 Transaktivator Domäne tta Tetracyclin regulierbarer Transaktivator DNA Bindedomäne Tetracyclin Bindestelle

8

9

10 Tet Off Tet On Tet Off: ist Tet da, keine TK Tet On: ist Tet da, dann TK

11

12 Vor und Nachteile von Tet Regulierbaren Systemen: Relativ hohes Maß an Aktivierung Einfach und vielseitig, funktioniert in fast allen Zellen und auch in vivo (Mausmodellen) Mit Doxycyclin gute Verfügbarkeit im gesamten Organismus (alle Zellen werden erreicht. Systeme sind zu leaky, um toxische Proteine zu exprimieren.

13 3. Steroidrezeptor abgeleitete Systeme Estradiolrezeptor Estradiol Zelle Zielgen NNAGGTCANNNTGACCTNN Estrogen response element

14 Prinzipieller Aufbau: Rezeptor Aktivator Liganden Bindung Ecdysonrezeptor GAL4 DNA Bindedomäne (aus Hefe) DNA Bindung Dimerisierung Transaktivator VP16 Transaktivator Domäne aus HSV Retinsäurerezeptor (RXR) Dimerisierungsdomäne

15 RheoSwitch System (New England Biolabs)

16 Vor und Nachteile : Sehr hohes Maß an Aktivierung (10.000X) Sehr geringe basale Aktivität Der Ligand besitzt gute Eigenschaften in Bezug auf Nebenwirkungen, Stabilität und Biodistribution und availability

17 Regulation auf RNA Ebene: RNA Interferenz (RNAi) natürlicher Mechanismus in eukaryotischen Zellen wichtige Rolle in der Genregulation und Abwehr von Viren hemmt die Expression einzelner Gene post transkriptionell oder translationell führt zur Spaltung oder zur Translationsblockade einer Ziel mrna reduziert somit die Produktion spezifischer Proteine RNA als Ziel erkennendes Molekül mirna sirna shrna

18 RNA interference Dicer RISC Dicer: Rnase III Ribonuclease, Spezifität für dsrna, Schnitt alle ~ 22 Nukleotide 5 Phosphat, 3 Überhang RISC: RNA induced silencing complex 250K Precursor Complex 100K aktiver Komplex nach Bindung von ATP und unwinding von dsrna zu ssrna

19 mirna micro RNA kleine ssrna (17 23Nt): biologisch aktive Form ca.1 3% der Gene im Genom höherer Eukaryonten kodieren für spezielle mirnas endogene RNAs spielen bei der Steuerung einer Vielzahl von zellulären Prozessen eine entscheidende Rolle wirken hauptsächlich über RNAi, als negative Regulatoren der Genexpression auf Translationsebene

20 mirna Transkription der mirna Gene durch RNA Pol II im Kern: pri mirna (primary mirna): Prozessieren der pri mirna durch Drosha (RNase III) im Kern: pre mirna (precursor mirna): Transport über den Exportin 5 Rezeptor ins Cytoplasma Schneiden der pre mirna durch Dicer (RNase III): ds mirna: Einbau des anti sense Stranges in den RISC Komplex: Erkennen und Binden der komplementären mrna: a) vollst. Basenpaarung: Abbau der mrna b) unvollst. Basenpaarung: Hemmung der Translation

21 mirna mirnas haben generell keine perfekte Komplementarität zum Target, daher bildet sich ein Loop aus typisches Merkmal von mirnas

22 sirna small interfering RNA kurze dsrna (19 28 Nt) mit Einzelstrangüberhängen Entstehung: a) herausgeschnitten aus langer dsrna (z.b durch viralen Befall) durch das Enzym Dicer b) synthetisch Transfektion von Zellen wirken über RNAi und führen somit zu einer verminderten Expression spezifischer Proteine (knockdown) Hinweise auf die physiologische Bedeutung betreffender Gene

23 Auswahlparameter für target sequence 19 23nt unique sequence (max. 15bp matches zu anderen Genen) Bereich der CDS Sequenzen sollen nicht im Bereich von 100bp des TK Starts bzw. der TK Termination sein Base an +1 Position soll ein Purin sein (für POL III Effizienz) Die Haarnadel Struktur soll im 5 Bereich des top strands stabiler sein als in seinem 3` Bereich Für bessere Effizienz des Silencing sollten die beiden Bases unmittelbar upstream der Target Sequence AA sein GC Gehalt zwischen 30% und 70%, möglichst weniger als 50% Online Tool benutzen

24 sirna

25 sirna Vorteile der Transfektion mit sirna: schnell und unkompliziert gute Transfektionseffizienz kaum toxisch Nachteile der Transfektion mit sirna: Synthese der RNA: teuer nur knockdown, kein knockout geringe Proteinmengen reichen z.t. aus, um die normale Proteinfunktion zu erhalten transiente Transfektion Proteinmenge steigt wieder mit fortlaufender Zellteilung

26 shrna: short hairpin RNA kurzes RNA Transkript (< 23 Nt), das sich zu einer Stammschleife falten kann Dicer führt über den Mechanismus der RNA Interferenz zum knockdown spezifischer Proteine Einbringen in die Zelle mittels eines Plasmid Vektors stabile Transfektion kontinuierliche Expression der shrna kontinuierliche Repression der Translation spezifischer Proteine

27 Vektorbasierte RNAi

28

29 Nebenwirkungen

30 Regulierbare Proteine

31 Regulierbare Proteine Beispiel: ProteoTuner von Clontech

32 Ebenen der Genregulation in Eukaryoten Cytoplasma DNA Zellkern Introns Exons Cap Gen Transkription Tet Off/On Steroid Rezeptor Systeme AAAAA mrna Protein AAAAA AAAAA RNA Stabilität RNAi Translation Proteinmodifikation Protein Tuning

33 sirna Video Ende

Expressionskontrolle in Eukaryonten

Expressionskontrolle in Eukaryonten Expressionskontrolle in Eukaryonten Warum muss Genexpression kontrolliert werden? 1. Gewebsspezifische Kontrolle - nicht jedes Genprodukt ist in allen Zellen erforderlich - manche Genprodukte werden ausschliesslich

Mehr

Eine neue RNA-Welt. Uralte RNA-Welt Am Anfang der Entstehung des Lebens. Bekannte RNA-Welt Protein-Synthese. Neue RNA-Welt Regulatorische RNA-Moleküle

Eine neue RNA-Welt. Uralte RNA-Welt Am Anfang der Entstehung des Lebens. Bekannte RNA-Welt Protein-Synthese. Neue RNA-Welt Regulatorische RNA-Moleküle RNAs Eine neue RNA-Welt 1. Uralte RNA-Welt Am Anfang der Entstehung des Lebens Bekannte RNA-Welt Protein-Synthese Neue RNA-Welt Regulatorische RNA-Moleküle 2. Eine neue RNA-Welt die Anzahl der nicht-kodierenden

Mehr

05_10_Genes_info.jpg

05_10_Genes_info.jpg Übertragung der Information von DNA auf RNA - Transkription von RNA auf Protein - Translation Übertragung der Information vom Gen auf Protein 05_10_Genes_info.jpg 1 Figure 6-2 Molecular Biology of the

Mehr

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Konzepte: Differentielle Genexpression Positive Genregulation Negative Genregulation cis-/trans-regulation 1. Auf welchen Ebenen kann Genregulation stattfinden? Definition

Mehr

Steuerung der Proteinproduktion durch kleine RNA-Moleküle

Steuerung der Proteinproduktion durch kleine RNA-Moleküle Meister, Gunter Steuerung der Proteinproduktion durch kleine RNA-Moleküle Tätigkeitsbericht 2009/2010 Steuerung der Proteinproduktion durch kleine RNA-Moleküle Meister, Gunter Max-Planck-Institut für Biochemie,

Mehr

Aufbau und Funktion des Genoms: Von der Genstruktur zur Funktion

Aufbau und Funktion des Genoms: Von der Genstruktur zur Funktion Assoc. Prof. PD Mag. Dr. Aufbau und Funktion des Genoms: Von der Genstruktur zur Funktion Wien, 2013 Währinger Straße 10, A-1090 Wien helmut.dolznig@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/medizinische-genetik

Mehr

DNA Replikation ist semikonservativ. Abb. aus Stryer (5th Ed.)

DNA Replikation ist semikonservativ. Abb. aus Stryer (5th Ed.) DNA Replikation ist semikonservativ Entwindung der DNA-Doppelhelix durch eine Helikase Replikationsgabel Eltern-DNA Beide DNA-Stränge werden in 5 3 Richtung synthetisiert DNA-Polymerasen katalysieren die

Mehr

RNA-Regulationsmechanismen: RNA Interferenz

RNA-Regulationsmechanismen: RNA Interferenz RNA-Regulationsmechanismen: RNA Interferenz Vorlesung System-Biophysik 19. Dez. 2008 Literatur Martens: BIOspektrum 4/02 8. Jahrgang M. Kuhlmann: Biol. Unserer Zeit Nr.3 (2004), S. 142. Genregulation durch

Mehr

Expression der genetischen Information Skript: Kapitel 5

Expression der genetischen Information Skript: Kapitel 5 Prof. A. Sartori Medizin 1. Studienjahr Bachelor Molekulare Zellbiologie FS 2013 12. März 2013 Expression der genetischen Information Skript: Kapitel 5 5.1 Struktur der RNA 5.2 RNA-Synthese (Transkription)

Mehr

Musterlösung - Übung 5 Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008

Musterlösung - Übung 5 Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008 Aufgabe 1: Prinzipieller Ablauf der Proteinbiosynthese a) Erklären Sie folgende Begriffe möglichst in Ihren eigenen Worten (1 kurzer Satz): Gen Nukleotid RNA-Polymerase Promotor Codon Anti-Codon Stop-Codon

Mehr

Biochemie Tutorium 9. RNA, Transkription

Biochemie Tutorium 9. RNA, Transkription Biochemie Tutorium 9 RNA, Transkription IMPP-Gegenstandskatalog 3 Genetik 3.1 Nukleinsäuren 3.1.1 Molekulare Struktur, Konformationen und Funktionen der Desoxyribonukleinsäure (DNA); Exon, Intron 3.1.2

Mehr

Mechanismen funktioneller Varianten: die Liste wächst

Mechanismen funktioneller Varianten: die Liste wächst Mechanismen funktioneller Varianten: die Liste wächst Martin Hersberger Abteilung für Klinische Chemie und Biochemie Universitäts-Kinderspital Zürich Genetische Varianten gestern Funktionelle Varianten

Mehr

Übertragung der in der DNA gespeicherten Information

Übertragung der in der DNA gespeicherten Information Übertragung der in der DNA gespeicherten Information von DNA auf RNA - Transkription von RNA auf Protein - Translation Übertragung der Information vom Gen auf Protein 05_10_Genes_info.jpg 1 Figure 6-2

Mehr

Bei der Translation wird die Aminosäuresequenz eines Polypeptids durch die Sequenz der Nukleotide in einem mrna- Molekül festgelegt

Bei der Translation wird die Aminosäuresequenz eines Polypeptids durch die Sequenz der Nukleotide in einem mrna- Molekül festgelegt Bei der Translation wird die Aminosäuresequenz eines Polypeptids durch die Sequenz der Nukleotide in einem mrna- Molekül festgelegt 5 mrna Nukleotid 3 N-Terminus Protein C-Terminus Aminosäure Es besteht

Mehr

RNA-Regulationsmechanismen: RNA Interferenz

RNA-Regulationsmechanismen: RNA Interferenz RNA-Regulationsmechanismen: RNA Interferenz Vorlesung System-Biophysik 9. Jan. 2008 Literatur Martens: BIOspektrum 4/02 8. Jahrgang M. Kuhlmann: Biol. Unserer Zeit Nr.3 (2004), S. 142. Genregulation durch

Mehr

Überblick von DNA zu Protein. Biochemie-Seminar WS 04/05

Überblick von DNA zu Protein. Biochemie-Seminar WS 04/05 Überblick von DNA zu Protein Biochemie-Seminar WS 04/05 Replikationsapparat der Zelle Der gesamte Replikationsapparat umfasst über 20 Proteine z.b. DNA Polymerase: katalysiert Zusammenfügen einzelner Bausteine

Mehr

RNA und Expression RNA

RNA und Expression RNA RNA und Expression Biochemie RNA 1) Die Transkription. 2) RNA-Typen 3) RNA Funktionen 4) RNA Prozessierung 5) RNA und Proteinexpression/Regelung 1 RNA-Typen in E. coli Vergleich RNA-DNA Sequenz 2 Die Transkriptions-Blase

Mehr

Das zentrale Dogma der Molekularbiologie:

Das zentrale Dogma der Molekularbiologie: Das zentrale Dogma der Molekularbiologie: DNA Transkription RNA Translation Protein 1 Begriffserklärungen GENOM: Ist die allgemeine Bezeichnung für die Gesamtheit aller Gene eines Organismus GEN: Ist ein

Mehr

Eukaryontische DNA-Bindedomänen

Eukaryontische DNA-Bindedomänen 1. Viele eukaryotische (und auch prokaryotische) Transkriptionsfaktoren besitzen eine DNA-bindende Domäne, die an eine ganz bestimmte DNA- Sequenz binden kann. Aufgrund von Ähnlichkeiten in der Struktur

Mehr

Local Structures (Examples)

Local Structures (Examples) Lokale Strukturen Local Structures (Examples) cruciform from: NAR 1995 23 11, 1977-1983 H-DNA may play a role in eukaryote transcription (only weak evidence) Funktionen lokaler Strukturen (Beispiel) Struktur

Mehr

Vorhersage von mirna targets in Säugetieren mirna target prediction am Beispiel von TargetScan

Vorhersage von mirna targets in Säugetieren mirna target prediction am Beispiel von TargetScan VorhersagevonmiRNAtargetsinSäugetieren mirnatargetprediction ambeispielvontargetscan Christoph Theunert 8. Fachsemester Bioinformatik christoph.theunert@web.de Gliederung I mirna Eigenschaften II mirna

Mehr

Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene. Abb. aus Stryer (5th Ed.)

Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene. Abb. aus Stryer (5th Ed.) Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene Abb. aus Stryer (5th Ed.) RNA interference (RNAi) sirna (small interfering RNA) mirna (micro RNA) Abb. aus Stryer (5th Ed.) Transcriptional silencing Inhibition

Mehr

Epigenetik. Montag 13.05.2013 Willi Kohlhepp Bad Waldsee. Montag, 13. Mai 13

Epigenetik. Montag 13.05.2013 Willi Kohlhepp Bad Waldsee. Montag, 13. Mai 13 Epigenetik Montag 13.05.2013 Willi Kohlhepp Bad Waldsee Epigenetik oder Der zweite genetische Code Der erste genetische Code, das ist die Informationssammlung in der DNA der zweite Code - das ist die Steuerung,

Mehr

Genregulation bei Eukaryoten II

Genregulation bei Eukaryoten II Genregulation bei Eukaryoten II Aktivierung und Repression der Transkription erfolgen durch Protein-Protein-Wechselwirkungen Protein-Protein-Wechselwirkungen spielen bei der Genregulation der Eukaryoten

Mehr

Proteinbiosynthese. Prof. Dr. Albert Duschl

Proteinbiosynthese. Prof. Dr. Albert Duschl Proteinbiosynthese Prof. Dr. Albert Duschl DNA/RNA/Protein Im Bereich von Genen sind die beiden Stränge der DNA nicht funktionell äquivalent, weil nur einer der beiden Stränge transkribiert, d.h. in RNA

Mehr

Exkurs 4: Oligonucleotide als Antisense Wirkstoffe

Exkurs 4: Oligonucleotide als Antisense Wirkstoffe Exkurs 4: ligonucleotide als Antisense Wirkstoffe Pharmazeutische Biochemie Antisense Wirkstoffe am Markt Fomivirsen (INN) Handelsname Vitravene Einsatz: Lokale Behandlung von Zytomegalie-Virus Infektionen

Mehr

Einführung Nukleinsäuren

Einführung Nukleinsäuren Einführung Nukleinsäuren Dr. Kristian M. Müller Institut für Biologie III Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Einführung 1. Semester, WiSe 2007/2008 Historischer Überblick Literatur Bilder aus: Taschenatlas

Mehr

Genexpressionsregulation

Genexpressionsregulation Genexpressionsregulation Genexpressionsregulation Different tissue types 1 2 3 4 5 6 7 8 Taken from Caron et al., 2001 Verschiedene Ebenen der Genexpressionsregulation Epigenetic mechanisms Transkriptionskontrolle

Mehr

Thema: Eukaryotische Genregulation und RNA- Prozessierung. Spleißen, Capping, Polyadenylierung, RNA-Editieren Erwin R. Schmidt 11. 01.

Thema: Eukaryotische Genregulation und RNA- Prozessierung. Spleißen, Capping, Polyadenylierung, RNA-Editieren Erwin R. Schmidt 11. 01. Thema: Eukaryotische Genregulation und RNA- Prozessierung Spleißen, Capping, Polyadenylierung, RNA-Editieren Erwin R. Schmidt 11. 01. 2013 Worin unterscheiden sich die Gene bzw. die Genprodukte von Eukaryoten

Mehr

Kapitel 8 Ò Chromosomen und Genregulation

Kapitel 8 Ò Chromosomen und Genregulation Kapitel 8 Ò Chromosomen und Genregulation 8.1 Struktur eukaryontischer Chromosomen Ein menschlicher Zellkern ist nur zehn Mikrometer gross und (10-9 ) hat zwei Meter DNA drin. Damit es da kein Durcheinander

Mehr

Biotechnologie. Auf Gentechnologie basierende Aspekte. Nicht-genetisch basierende Techniken. Transgenische & knockout Lebewesen.

Biotechnologie. Auf Gentechnologie basierende Aspekte. Nicht-genetisch basierende Techniken. Transgenische & knockout Lebewesen. 1. Biotechnologie Auf Gentechnologie basierende Aspekte Nicht-genetisch basierende Techniken Transgenische & knockout Lebewesen Rekombinante Proteine Neue Stammzellen - Techniken Industrielle Fermentation

Mehr

Frage 1 A: Wieviele Codone des "Universellen genetisches Codes" kodieren:

Frage 1 A: Wieviele Codone des Universellen genetisches Codes kodieren: Frage 1 A: Wieviele Codone des "Universellen genetisches Codes" kodieren: Aminosäuren Translationsstart Translationsstop? B: Welche biochemische Reaktion wird von Aminoazyl-tRNA-Synthetasen katalysiert?

Mehr

Vom Gen zum Protein. Zusammenfassung Kapitel 17. Die Verbindung zwischen Gen und Protein. Gene spezifizieren Proteine

Vom Gen zum Protein. Zusammenfassung Kapitel 17. Die Verbindung zwischen Gen und Protein. Gene spezifizieren Proteine Zusammenfassung Kapitel 17 Vom Gen zum Protein Die Verbindung zwischen Gen und Protein Gene spezifizieren Proteine Zellen bauen organische Moleküle über Stoffwechselprozesse auf und ab. Diese Prozesse

Mehr

Dr. Jens Kurreck. Otto-Hahn-Bau, Thielallee 63, Raum 029 Tel.: 83 85 69 69 Email: jkurreck@chemie.fu-berlin.de

Dr. Jens Kurreck. Otto-Hahn-Bau, Thielallee 63, Raum 029 Tel.: 83 85 69 69 Email: jkurreck@chemie.fu-berlin.de Dr. Jens Kurreck Otto-Hahn-Bau, Thielallee 63, Raum 029 Tel.: 83 85 69 69 Email: jkurreck@chemie.fu-berlin.de Prinzipien genetischer Informationsübertragung Berg, Tymoczko, Stryer: Biochemie 5. Auflage,

Mehr

RNA-Prozessierung Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie 08.05.07

RNA-Prozessierung Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie 08.05.07 RNA-Prozessierung Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie 08.05.07 Hinzufügen von Sequenzen 5 cap 3 PolyA Einige nt durch Editing Entfernen von Sequenzen Splicing von Introns Degradation Sequenzänderung

Mehr

THE CAENORHABDITIS ELEGANS MODEL

THE CAENORHABDITIS ELEGANS MODEL THE CAENORHABDITIS ELEGANS MODEL C. elegans Der Name Caenorhabditis elegans stammt aus einer Mischung von griechischen und lateinischen Wörtern. Caeno (griechisch kaeno): neu, ungewöhnlich Rhabdos (griechisch):

Mehr

1. Definition und Mechanismen

1. Definition und Mechanismen Zusammenfassung 1. Definition und Mechanismen Epigenetik (von griechisch epi- über ) bezeichnet erbliche Veränderungen in der Genexpression, die nicht von Veränderungen in der DNA Sequenz (Mutationen)

Mehr

Von der DNA zum Eiweißmolekül Die Proteinbiosynthese. Ribosom

Von der DNA zum Eiweißmolekül Die Proteinbiosynthese. Ribosom Von der DNA zum Eiweißmolekül Die Proteinbiosynthese Ribosom Wiederholung: DNA-Replikation und Chromosomenkondensation / Mitose Jede Zelle macht von Teilung zu Teilung einen Zellzyklus durch, der aus einer

Mehr

Transgene Organismen

Transgene Organismen Transgene Organismen Themenübersicht 1) Einführung 2) Komplementäre DNA (cdna) 3) Vektoren 4) Einschleusung von Genen in Eukaryontenzellen 5) Ausmaß der Genexpression 6) Genausschaltung (Gen-Knockout)

Mehr

Q1 B1 KW 49. Genregulation

Q1 B1 KW 49. Genregulation Q1 B1 KW 49 Genregulation Transkription Posttranskription elle Modifikation Genregulation bei Eukaryoten Transkriptionsfaktoren (an TATA- Box) oder Silencer (verringert Transkription) und Enhancer (erhöht

Mehr

Wiederholunng. Klassische Genetik

Wiederholunng. Klassische Genetik Wiederholunng Klassische Genetik Mendelsche Regeln Uniformitätsregel Spaltungsregel Freie Kombinierbarkeit Koppelung von Genen Polygene: mehre Gene für ein Merkmal Pleiotropie: 1 Gen steuert mehrere Merkmale

Mehr

RNA Interferenz Hintergrund und Perspektiven

RNA Interferenz Hintergrund und Perspektiven RNA Interferenz Hintergrund und Perspektiven Dr. Michael Meinhard, Fabrikstr. 6, 85354 Freising, michaelmeinhard@aol.com Ob Graig Mello and Andrew Fire vom Carnegie Institut in Baltimore den Sekt schon

Mehr

Gentransfer und regulation mit adeno-assoziierten Virusvektoren

Gentransfer und regulation mit adeno-assoziierten Virusvektoren Aus der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität Marburg Leiter: Prof. Dr. Claus Vogelmeier Gentransfer und regulation mit adeno-assoziierten

Mehr

Datenspeicherung und Datenfluß in der Zelle - Grundlagen der Biochemie

Datenspeicherung und Datenfluß in der Zelle - Grundlagen der Biochemie Datenspeicherung und Datenfluß in der Zelle - Grundlagen der Biochemie Datenspeicherung und Datenfluß der Zelle Transkription DNA RNA Translation Protein Aufbau I. Grundlagen der organischen Chemie und

Mehr

1. Beschriften Sie in der Abbildung die verschiedenen Bereiche auf der DNA und beschreiben Sie ihre Funktion! nicht-codogener Strang.

1. Beschriften Sie in der Abbildung die verschiedenen Bereiche auf der DNA und beschreiben Sie ihre Funktion! nicht-codogener Strang. ARBEITSBLATT 1 Transkription 1. Beschriften Sie in der Abbildung die verschiedenen Bereiche auf der DNA und beschreiben Sie ihre Funktion! Bindungsstelle für RNA-Polymerase RNA-Polymerase nicht-codogener

Mehr

Klonierung von S2P Rolle der M19-Zellen. POL-Seminar der Biochemie II 13.02.2007 Sebastian Gabriel

Klonierung von S2P Rolle der M19-Zellen. POL-Seminar der Biochemie II 13.02.2007 Sebastian Gabriel Klonierung von S2P Rolle der M19-Zellen POL-Seminar der Biochemie II 13.02.2007 Sebastian Gabriel Inhalt 1. Was ist eine humane genomische DNA-Bank? 2. Unterschied zwischen cdna-bank und genomischer DNA-Bank?

Mehr

Alternative Methoden der RNA-Analyse

Alternative Methoden der RNA-Analyse Alternative Methoden der RNA-Analyse In diesem Versuch wurde die Northern Blot Hybridisierung zur Analyse isolierter mrna eingesetzt. Mit dieser Technik können Größe und Menge einer spezifischen RNA bestimmt

Mehr

Rekombinante Wirkstoffe. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt.

Rekombinante Wirkstoffe. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt. Rekombinante Wirkstoffe Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt.de Praktische Definitionen Gentechnik Unmittelbare neukombination

Mehr

Die DNA Replikation. Exakte Verdopplung des genetischen Materials. Musterstrang. Neuer Strang. Neuer Strang. Eltern-DNA-Doppelstrang.

Die DNA Replikation. Exakte Verdopplung des genetischen Materials. Musterstrang. Neuer Strang. Neuer Strang. Eltern-DNA-Doppelstrang. Die DNA Replikation Musterstrang Neuer Strang Eltern-DNA-Doppelstrang Neuer Strang Musterstrang Exakte Verdopplung des genetischen Materials Die Reaktion der DNA Polymerase 5`-Triphosphat Nächstes Desoxyribonucleosidtriphosphat

Mehr

Inhalte unseres Vortrages

Inhalte unseres Vortrages Inhalte unseres Vortrages Vorstellung der beiden paper: Germ line transmission of a disrupted ß2 mirkroglobulin gene produced by homologous recombination in embryonic stem cells ß2 Mikroglobulin deficient

Mehr

Mobile Genetische Elemente / Transposition

Mobile Genetische Elemente / Transposition Mobile Genetische Elemente / Transposition Transposition Retrotransposition / Retroviren repetitive Elemente mobile Elemente und Genomevolution / -regulation Gentherapie Berit Jungnickel Institut für Klinische

Mehr

Spleissen Dezember 2009 Elmar Schiebel, ZMBH

Spleissen Dezember 2009 Elmar Schiebel, ZMBH Spleissen Dezember 2009 Elmar Schiebel, ZMBH Bis 1970s: Eine Gen besteht aus einem Stück doppelsträngiger DNA. Dieses einfache Bild wurde 1977 durch die Entdeckung von Richard J. Roberts (Cold Spring Harbor

Mehr

Diagnose Brustkrebs im Urin. Elmar Stickeler Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin Uniklinik RWTH Aachen

Diagnose Brustkrebs im Urin. Elmar Stickeler Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin Uniklinik RWTH Aachen Diagnose Brustkrebs im Urin Elmar Stickeler Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin Uniklinik RWTH Aachen mirnas als Signaturen für Malignome micro RNAs Definition und biologische Funktionen kurze, hoch

Mehr

7. Regulation der Genexpression

7. Regulation der Genexpression 7. Regulation der Genexpression 7.1 Regulation der Enzymaktivität Stoffwechselreaktionen können durch Kontrolle der Aktivität der Enzyme, die diese Reaktionen katalysieren, reguliert werden Feedback-Hemmung

Mehr

RNA-Interferenz- und Rezeptor-basierte Kombinationstherapie zur Inhibierung von Coxsackievirus B3

RNA-Interferenz- und Rezeptor-basierte Kombinationstherapie zur Inhibierung von Coxsackievirus B3 RNA-Interferenz- und Rezeptor-basierte Kombinationstherapie zur Inhibierung von Coxsackievirus B3 vorgelegt von Diplom-Ingenieurin der Biotechnologie Agnes Elisabeth Stein aus Dresden von der Fakultät

Mehr

Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr

Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr Name: Matrikel-Nr.: Code Nummer: Bitte geben Sie Ihre Matrikel-Nr. und Ihren Namen an. Die Code-Nummer erhalten Sie zu Beginn

Mehr

Übung 8. 1. Zellkommunikation. Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008. Kapitel 4. 4

Übung 8. 1. Zellkommunikation. Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008. Kapitel 4. 4 Bitte schreiben Sie Ihre Antworten direkt auf das Übungsblatt. Falls Sie mehr Platz brauchen verweisen Sie auf Zusatzblätter. Vergessen Sie Ihren Namen nicht! Abgabe der Übung bis spätestens 05. 05. 08

Mehr

Untersuchung der Anwendbarkeit von sirna als antivirales Agens zur Inhibition der Replikation von Masernviren

Untersuchung der Anwendbarkeit von sirna als antivirales Agens zur Inhibition der Replikation von Masernviren 1 Untersuchung der Anwendbarkeit von sirna als antivirales Agens zur Inhibition der Replikation von Masernviren Dissertation zur Erlangung des naturwissenschaftlichen Doktorgrades der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität

Mehr

Center for Biotechnology, Bielefeld

Center for Biotechnology, Bielefeld Andreas Albersmeier CeBiTec Bielefeld 3. Life Science Conference Analytik Jena Jena 14.05.2014 Center for Biotechnology, Bielefeld sketchup.google.com Genomik Transkriptomik Proteomics Metabolomics Genom

Mehr

1. Nachschreibeklausur zur Vorlesung "Genetik" im WS 09/10 A. Matrikel-Nr.: Versuch: 1 2 3

1. Nachschreibeklausur zur Vorlesung Genetik im WS 09/10 A. Matrikel-Nr.: Versuch: 1 2 3 1. Nachschreibeklausur zur Vorlesung "Genetik" im WS 09/10 A Modul: Studiengang: Matrikel-Nr.: Versuch: 1 2 3 Vollständiger Name in Druckbuchstaben (Vorname Nachname): Jena, 01.04.2010, 10 12 Uhr; Unterschrift:

Mehr

Genetische Regulation in Eukaryoten

Genetische Regulation in Eukaryoten Genetische Regulation in Eukaryoten Definition: Im strengen Sinne: Regulierung der Transkription eines Genes zu RNAs Im weiteren Sinne: + Regulierung der Expression und Funktion von Genprodukten (RNAs,

Mehr

Funktionalisierte Kohlenstoffnanoröhren als neuartiges Transfektionsmittel für effizientes gene silencing in Rattenkardiomyozyten

Funktionalisierte Kohlenstoffnanoröhren als neuartiges Transfektionsmittel für effizientes gene silencing in Rattenkardiomyozyten Funktionalisierte Kohlenstoffnanoröhren als neuartiges Transfektionsmittel für effizientes gene silencing in Rattenkardiomyozyten Den naturwissenschaftlichen Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität

Mehr

1 EINLEITUNG. 1.1 Gentherapie

1 EINLEITUNG. 1.1 Gentherapie Einleitung 1 1 EINLEITUNG 1.1 Gentherapie Die Gentherapie hat sich in den letzten Jahren zu einem der am intensivsten fortschreitenden Felder der klinischen Forschung entwickelt. Unter Gentherapie versteht

Mehr

Molekularbiologische Charakterisierung der Argonauten Proteine AgnA und AgnB innerhalb der RNA vermittelten Genregulation in D.

Molekularbiologische Charakterisierung der Argonauten Proteine AgnA und AgnB innerhalb der RNA vermittelten Genregulation in D. Molekularbiologische Charakterisierung der Argonauten Proteine AgnA und AgnB innerhalb der RNA vermittelten Genregulation in D. discoideum Inaugural-Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines

Mehr

Grundlagen der Molekulargenetik

Grundlagen der Molekulargenetik Mathematik und Naturwissenschaften Psychologie Differentielle- & Persönlichkeitspsychologie Grundlagen der Molekulargenetik Dresden, 11.11.2010 Charlotte Bauer Gliederung 1. Speicherung genetischer Information

Mehr

Klausur zur Vorlesung Biochemie III im WS 2000/01

Klausur zur Vorlesung Biochemie III im WS 2000/01 Klausur zur Vorlesung Biochemie III im WS 2000/01 am 15.02.2001 von 15.30 17.00 Uhr (insgesamt 100 Punkte, mindestens 40 erforderlich) Bitte Name, Matrikelnummer und Studienfach unbedingt angeben (3 1.

Mehr

Methoden der Gentechnik

Methoden der Gentechnik Methoden der Gentechnik *** DNA-Rekombination und Klonierung *** 1. Allgemeine Grundprinzipien 1.1. Wesen der Gentechnik 1.2. Allgemeine Ziele der Gentechnik 1.3. Molekulare Voraussetzungen 1.4. Wichtige

Mehr

Antwort: 2.Uracil. Antwort: 2. durch Wasserstoffverbindungen. Adenin, Cystein und Guanin kommen alle in der RNA und DNA vor.

Antwort: 2.Uracil. Antwort: 2. durch Wasserstoffverbindungen. Adenin, Cystein und Guanin kommen alle in der RNA und DNA vor. Antwort: 2.Uracil Adenin, Cystein und Guanin kommen alle in der RNA und DNA vor. Thymin kommt nur in der DNA vor; Uracil nimmt seinen Platz in den RNA- Molekülen ein. Antwort: 2. durch Wasserstoffverbindungen

Mehr

Untersuchungen zur differenziellen Genexpression im ZNS von Noradrenalintransporter-Knockout- und Wildtyp-Mäusen

Untersuchungen zur differenziellen Genexpression im ZNS von Noradrenalintransporter-Knockout- und Wildtyp-Mäusen Untersuchungen zur differenziellen Genexpression im ZNS von Noradrenalintransporter-Knockout- und Wildtyp-Mäusen Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades (Dr. rer. nat.) der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen

Mehr

Biologie I/B: Klassische und molekulare Genetik, molekulare Grundlagen der Entwicklung Theoretische Übungen SS 2014

Biologie I/B: Klassische und molekulare Genetik, molekulare Grundlagen der Entwicklung Theoretische Übungen SS 2014 Biologie I/B: Klassische und molekulare Genetik, molekulare Grundlagen der Entwicklung Theoretische Übungen SS 2014 Fragen für die Übungsstunde 8 (14.07-18.07.) 1) Von der DNA-Sequenz zum Protein Sie können

Mehr

Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion. 06 - Kartierung des AXR1 Gens + early auxin-induced genes Folien: http://tinyurl.

Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion. 06 - Kartierung des AXR1 Gens + early auxin-induced genes Folien: http://tinyurl. Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion 06 - Kartierung des AXR1 Gens + early auxin-induced genes Folien: http://tinyurl.com/modul-mms bisheriges Modell auxin auxin AXR1 auxin response AXR1 potentieller

Mehr

VORANGEGANGENE MODELLE

VORANGEGANGENE MODELLE VORANGEGANGENE MODELLE UNSER THEMA HEUTE Ziel dieses Papers: - Nähere Charakterisierung der AuxREs - Analyse eines zu den AuxREs gehörenden Transkriptionsfaktors WAS BEREITS BEKANNT WAR: - Auxin moduliert

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 1. Lebensformen: Zellen mit und ohne Kern... 3. 2. DNA: Träger der genetischen Information... 9

Inhaltsverzeichnis. 1. Lebensformen: Zellen mit und ohne Kern... 3. 2. DNA: Träger der genetischen Information... 9 Vorwort IX Teil I Grundlagen 1. Lebensformen: Zellen mit und ohne Kern... 3 Eukaryoten... 4 Prokaryoten... 6 Literatur... 8 2. DNA: Träger der genetischen Information... 9 Bausteine: Nucleotide... 10 Doppelhelix...

Mehr

Funktion. Transkriptionsfaktor in der Ethylen-Signaltransduktion

Funktion. Transkriptionsfaktor in der Ethylen-Signaltransduktion Modifiziertes Funktion Funktionen Protein des Target Ubiquitinierung Phytochrom Polyubi.: (Ubiquitylierung) AUX/IAA EIN2 Auxin-Signaltransduktion Transkriptionsfaktor in der Ethylen-Signaltransduktion

Mehr

HelF und sein Interaktionspartner Xrn1: zwei Regulatoren der RNA- Interferenz in D. discoideum

HelF und sein Interaktionspartner Xrn1: zwei Regulatoren der RNA- Interferenz in D. discoideum HelF und sein Interaktionspartner Xrn1: zwei Regulatoren der RNA- Interferenz in D. discoideum Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) im

Mehr

6. DNA -Bakteriengenetik

6. DNA -Bakteriengenetik 6. DNA -Bakteriengenetik Konzepte: Francis Crick DNA Struktur DNA Replikation Gentransfer in Bakterien Bakteriophagen 2. Welcher der folgenden Sätze entspricht der Chargaff-Regel? A) Die Menge von Purinen

Mehr

Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion

Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion 07 - Identifizierung von ARF1 + Hinweise für Vorträge Folien: http://tinyurl.com/modul-mms http://www.pnas.org/content/111/14/5427/f1.large.jpg neues Modell

Mehr

Die kleinsten Viren kommen daher mit einem sehr geringen Informationsgehalt von nur 4 Genen aus, von denen

Die kleinsten Viren kommen daher mit einem sehr geringen Informationsgehalt von nur 4 Genen aus, von denen Aus der Reihe Daniels Genetik-Kompendium Erstellt von Daniel Röthgens Inhalt 1. Einleitung 2. RNA-Viren 3. DNA-Viren 1. Einleitung Im folgenden werden einige für die Genetik bedeutungsvolle Viren vorgestellt.

Mehr

Verbesserte Basenpaarung bei DNA-Analysen

Verbesserte Basenpaarung bei DNA-Analysen Powered by Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustriebw.de/de/fachbeitrag/aktuell/verbesserte-basenpaarungbei-dna-analysen/ Verbesserte Basenpaarung bei DNA-Analysen Ein Team aus der Organischen

Mehr

Genetik - The Human Genome Project. Überblick über die Genetik. Die gesamte Erbinformation eines Menschen befindet sich in jedem Zellkern

Genetik - The Human Genome Project. Überblick über die Genetik. Die gesamte Erbinformation eines Menschen befindet sich in jedem Zellkern Genetik - The Human Genome Project Überblick über die Genetik Die gesamte Erbinformation eines Menschen befindet sich in jedem Zellkern seines Körpers. 1 2 Im Organismus müsssen nun ständig Enzyme u. a.

Mehr

KV: DNA-Replikation Michael Altmann

KV: DNA-Replikation Michael Altmann Institut für Biochemie und Molekulare Medizin KV: DNA-Replikation Michael Altmann Herbstsemester 2008/2009 Übersicht VL DNA-Replikation 1.) Das Zentraldogma der Molekularbiologie 1.) Semikonservative Replikation

Mehr

Kleine Moleküle mit großer Wirkung: micrornas und Mikrovesikel. Kerstin Junker Klinik für Urologie und Kinderurologie Homburg/Saar

Kleine Moleküle mit großer Wirkung: micrornas und Mikrovesikel. Kerstin Junker Klinik für Urologie und Kinderurologie Homburg/Saar Kleine Moleküle mit großer Wirkung: micrornas und Mikrovesikel Kerstin Junker Klinik für Urologie und Kinderurologie Homburg/Saar Rejektion Hartono et al., 2009 Seite 2 Untersuchungsmaterial Nierengewebe

Mehr

Drexler G.A. 1, Derer A 1, Dirks W.G. 2, Hable V. 3, Greubel C. 3, Burgdorfer C. 3, Dollinger G. 3, Du G. 4, Friedl A.A. 1

Drexler G.A. 1, Derer A 1, Dirks W.G. 2, Hable V. 3, Greubel C. 3, Burgdorfer C. 3, Dollinger G. 3, Du G. 4, Friedl A.A. 1 Nutzung von bi-cistronischen Vektoren für die Beobachtung der Rekrutierung von Signal- und Reparaturproteinen an DNA-Schäden nach Ionen- Mikrobestrahlung durch Live-Cell Imaging Drexler G.A. 1, Derer A

Mehr

8. Translation. Konzepte: Translation benötigt trnas und Ribosomen. Genetischer Code. Initiation - Elongation - Termination

8. Translation. Konzepte: Translation benötigt trnas und Ribosomen. Genetischer Code. Initiation - Elongation - Termination 8. Translation Konzepte: Translation benötigt trnas und Ribosomen Genetischer Code Initiation - Elongation - Termination 1. Welche Typen von RNAs gibt es und welches sind ihre Funktionen? mouse human bacteria

Mehr

Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick

Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick Dr. Bernd Timmermann Next Generation Sequencing Core Facility Max Planck Institute for Molecular Genetics Berlin, Germany Max-Planck-Gesellschaft 80 Institute

Mehr

Funktionelle Charakterisierung von RNA abhängigen RNA Polymerasen aus Dictyostelium discoideum

Funktionelle Charakterisierung von RNA abhängigen RNA Polymerasen aus Dictyostelium discoideum Funktionelle Charakterisierung von RNA abhängigen RNA Polymerasen aus Dictyostelium discoideum Vom Fachbereich Biologie der Technischen Universität Darmstadt zur Erlangung des akademischen Grades eines

Mehr

Grundlegende Experimente der Molekulargenetik

Grundlegende Experimente der Molekulargenetik Übung 12 Wiederholung/Zusatzübung Inhalte: Mendelscher Erbgang Grundlegende Experimente der Molekulargenetik Transposons Methoden 1. Sie haben drei runde, gelbe Erbsen (A, B und C). Aus jeder der drei

Mehr

VII. Inhalt. Vorwort...

VII. Inhalt. Vorwort... VII Vorwort... V 1 Physikalische und chemische Grundlagen... 1 1.1 Reaktionskinetik... 1 1.2 Reaktionsgeschwindigkeit... 1 1.3 Reaktionsordnung... 2 1.4 Energie... 3 1.4.1 Reaktionsenergie... 3 1.4.2 Enthalpie......

Mehr

RNAi-Screening zur Wirkstoffsuche - Ohne welche Kinase geht die Krebszelle k.o.?

RNAi-Screening zur Wirkstoffsuche - Ohne welche Kinase geht die Krebszelle k.o.? RNAi-Screening zur Wirkstoffsuche - Ohne welche Kinase geht die Krebszelle k.o.? Valerie Spieler Eine Roboter-Hand wie in Star Wars, Retina-Implantate, mit denen Blinde sehen können, funktionsfähige Organe

Mehr

Thema Gentechnologie. Erwin R. Schmidt Institut für Molekulargenetik Gentechnologische Sicherheitsforschung & Beratung

Thema Gentechnologie. Erwin R. Schmidt Institut für Molekulargenetik Gentechnologische Sicherheitsforschung & Beratung Thema Gentechnologie Erwin R. Schmidt Institut für Molekulargenetik Gentechnologische Sicherheitsforschung & Beratung Die Genklonierung in Bakterien Vektor-DNA Spender-DNA Restriktionsenzym Rekombinante

Mehr

Transkription bei Pro- und Eukaryoten

Transkription bei Pro- und Eukaryoten Transkription bei Pro- und Eukaryoten Im Rahmen der Transkription liefert ein Strang der DNA die Information für die Synthese eines RNA-Stranges. Die Enzyme, die in Pro- und Eukaryotenzellen für die Transkription

Mehr

Medizinische Fakultät Auswertestrategien von Microarrays Einführung

Medizinische Fakultät Auswertestrategien von Microarrays Einführung Medizinische Fakultät Auswertestrategien von Microarrays Einführung PD Dr. Knut Krohn IZKF Leipzig Dr. Markus Eszlinger Med. Klinik III Forschungslabor DNA RNA Hintergrund Charakteristisches Muster der

Mehr

Eine zentrale Frage der molekularen Biologie beschäftigt. Jenseits des Genoms Alternatives Spleißen erhöht die Vielfalt des Transkriptoms

Eine zentrale Frage der molekularen Biologie beschäftigt. Jenseits des Genoms Alternatives Spleißen erhöht die Vielfalt des Transkriptoms ÜBERSICHT Tino Köster, Bielefeld, John WS Brown, Invergowrie (Schottland), Dorothee Staiger, Bielefeld Jenseits des Genoms Alternatives Spleißen erhöht die Vielfalt des Transkriptoms Alternatives Spleißen

Mehr

RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM

RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM Fakultät für Chemie Titel der Lehreinheit (LE) Modulpraktika Biochemie im Schwerpunkt Molekulare Biologie und Biotechnologie der Pflanzen und Mikroorganismen Molekularbiologie von

Mehr

Lsd1 weist Stammzellen im Mausembryo den richtigen Weg

Lsd1 weist Stammzellen im Mausembryo den richtigen Weg Powered by Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustriebw.de/de/fachbeitrag/aktuell/lsd1-weist-stammzellen-immausembryo-den-richtigen-weg/ Lsd1 weist Stammzellen im Mausembryo den richtigen Weg Die

Mehr

4. Genetische Mechanismen bei Bakterien

4. Genetische Mechanismen bei Bakterien 4. Genetische Mechanismen bei Bakterien 4.1 Makromoleküle und genetische Information Aufbau der DNA Phasen des Informationsflusses Vergleich der Informationsübertragung bei Pro- und Eukaryoten 4.2 Struktur

Mehr

Dissertation zur Erlangung des naturwissenschaftlichen Doktorgrades der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. vorgelegt von Markus Weniger Würzburg

Dissertation zur Erlangung des naturwissenschaftlichen Doktorgrades der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. vorgelegt von Markus Weniger Würzburg Genome Expression Pathway Analysis Tool Analyse und Visualisierung von Microarray Genexpressionsdaten unter genomischen, proteomischen und metabolischen Gesichtspunkten Dissertation zur Erlangung des naturwissenschaftlichen

Mehr

Unterschiede zwischen Prokaryoten und. Eukaryont. Unterschiede prokaryotische eukaryotische Zelle. Zellaufbau Prokaryoten. Zellaufbau Eukaryoten

Unterschiede zwischen Prokaryoten und. Eukaryont. Unterschiede prokaryotische eukaryotische Zelle. Zellaufbau Prokaryoten. Zellaufbau Eukaryoten Unterschiede zwischen Prokaryoten und Prokaryoten lassen sich in 2 Reiche unterteilen: Eubakterien und Archaebakterien werden in 4 Reiche unterteilt: Protozoen (Einzeller), Pilze, Pflanzen und Tiere Unterschiede

Mehr

Nachlese zu den Referaten

Nachlese zu den Referaten Nachlese zu den Referaten Referate Die Themen Phylogenie Aminosäurematrizen für die Eukaryontenphylogenie Ansätze für die Prokaryontenphylogenie Vergleichende Sequenzierung Spezieswahl zur Informationsoptimierung

Mehr