14.1 Network Address Translation (NAT) Wir haben ein kleines Netz, s. Abbildung , und einen Internetzugang

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1 4 Internetzugang für vernetzte Rechner 14.1 Network Address Translation () Wir haben ein kleines Netz, s. Abbildung , und einen Internetzugang (Internet Account) über einen Provider. Der Provider stellt bei der Einwahl eine öffentliche IP-Adresse zur Verfügung. In unserem Intranet verwenden wir eine private Klasse C-Netzadresse, z.b Von allen drei PCs soll der Internetzugang möglichst unabhängig voneinander und auch gleichzeitig möglich sein. In unserem Beispiel müssen sich die drei PCs, die jeweils eine private IP-Adresse haben, die eine öffentliche IP-Adresse vom Provider teilen. Wir benötigen einen Mechanismus, der die drei privaten IP-Adressen eineindeutig (in beide Richtungen) der einen öffentlichen IP-Adresse zuordnet. Der erste Internetsurfer möchte vielleicht die Bil- Net -Seite aufsuchen, der zweite die T-Online - und der dritte die CiscoConnectionOnline -Seite. Das Aufsuchen einer Seite stellt 138

2 14. Internetzugang für vernetzte Rechner die eine Richtung der Information dar, die andere Richtung wird durch die Anzeige auf dem Bildschirm dargestellt. Keiner möchte auf seinem Bildschirm die Seite eines anderen sehen. Der Mechanismus, der dieses bewirkt, heißt Network Address Translation (, (Netzadress- Übersetzung), s. Abbildung Intranet Hub Internet P P P Abb : Internetzugang eines Intranets über In der einen Richtung (Richtung Internet) haben wir eine Beziehung: Viele private IP-Adressen Eine öffentliche IP-Adresse In der anderen Richtung (Richtung Intranet) haben wir eine Beziehung: Viele private IP-Adressen Eine öffentliche IP-Adresse Abb : Adressbeziehungen mit Network Address Translation () 130a kann z. B. von einem Router oder einem Proxy-Server bereitgestellt werden. 139

3 14.2 Internetzugang über einen Router Der Router verbindet das Intranet mit der Außenwelt. Das Ethernet- Interface des Routers gehört zum Intranet, s. Abbildung Es erhält eine IP-Adresse aus dem Hostbereich des Intranets und die gleiche Subnetzmaske wie die übrigen Hosts. Im Kapitel wird der ISDNund in Kapitel der DSL-Zugang näher erläutert. Intranet Hub Router Internet P P P Abb : Internetzugang über einen Router 140

4 14. Internetzugang für vernetzte Rechner Internetzugang über einen Router mit ISDN- Anschluss Der ISDN-Zugang ist mit einem Cisco-Router 801 oder 803 realisiert, s. Abbildung Über den ISDN-S/T-Port wird ein ISDN- Basisanschluss mit zwei B-Kanälen und einem D-Kanal realisiert, Schnittstelle BRI 0 (BRI = Basic Rate Interface, ISDN Basisanschluss). Der Cisco-Router 801 besitzt eine Ethernet-Schnittstelle E0 mit 10 Mbit/s Datenübertragungsrate, der 803 hat in der Ethernet-Schnittstelle einen 4- Port-Hub integriert, so dass vier 10 Mbit/s-Anschlüsse, E0 bis E3, zur Verfügung stehen, s. Abbildung Der Port E0 ist über einen Taster in der Pinbelegung der RJ45-Buchse umschaltbar, MDI-X oder MDI (Hub oder No Hub). Der Schalter steht richtig, wenn die Kontroll-LED leuchtet. Es folgt die RJ45-Buchse des Konsolports (blau) zur Verbindung mit einer COM-Schnittstelle am PC (Routerkonfiguration). Die RJ45-Buchse des ISDN-S/T- Ports ist rot gekennzeichnet, damit man das Patchkabel von der RJ45-ISDN-Anschlussdose auf jeden Fall hier einsteckt. Wird das Patchkabel von der ISDN- Anschlussdose in eine andere Buchse am Router als die ISDN- S/T-Buchse eingesteckt, wird der Anschluss zerstört. Es folgt eine Buchse für eine externe Spannungsversorgung, die Buchse für das Kabel der 230-V-Netzspannung und der Ein- Ausschalter. Intranet Hub Router Cisco 801/ ISDN Internet P P P Abb : Internetzugang über einen ISDN-Router 141

5 Abb : Frontseite Cisco-Router 801/803 Abb : Buchsenseite (Rückseite) Cisco-Router 803 Auf der Frontseite der Router der 800er Serie befinden sich Kontroll-LEDs, Beschreibung von links nach rechts, s. Abbildung : Die Betriebskontrolle (OK) LINE (ISDN-Verbindung steht, D-Kanal) LAN (LAN-Verbindung vorhanden) RXD (Empfang auf der LAN-Seite) TXD (Sendung auf der LAN-Seite) LK0 (bis LK3) (Link-Kontrolle für Ethernet-Interfaces E0 (bis E3)) CH1 (ISDN B-Kanal 1 aktiv) RXD (Empfang auf ISDN B-Kanal 1) TXD (Sendung auf ISDN B-Kanal 1) CH2 (ISDN B-Kanal 2 aktiv) RXD (Empfang auf ISDN B-Kanal 2) TXD (Sendung auf ISDN B-Kanal 2) 142

6 14. Internetzugang für vernetzte Rechner Über die Kontroll-LEDs auf der Frontseite erhält man alle Informationen auf einen Blick, z. B. ist ein B-Kanal aktiv, hat der Router aufgelegt, werden Daten geholt, etc. Damit eine Internetverbindung möglich wird, müssen jetzt noch zwei Dinge erfolgen: Der Router muss auf die Einwahldaten des Providers konfiguriert werden. Die TCP/IP-Einstellungen der Hosts P133, P400 und P450 müssen ergänzt werden. Sie müssen neben der IP-Adresse und der Subnetzmaske noch einen Eintrag für das Standard- Gateway (Default Gateway) erhalten, hier im Beispiel die IP-Adresse der Ethernet 0- Schnittstelle des Routers, Außerdem muss noch ein DNS-Eintrag (DNS, Domain Name Service = Domänennamen-Dienst) vorgenommen werden, damit z. B. der Browsereintrag: in die zugehörige IP-Adresse aufgelöst werden kann. Ergänzung der TCP/IP-Einstellungen für Gateway und DNS unter Windows 98, s. Abbildung : Mit der rechten Maustaste auf das Symbol Netzwerkumgebung klicken. Mit der linken Maustaste auf Eigenschaften klicken, es öffnet sich das Fenster Netzwerk. Mit der linken Maustaste im Konfigurationsfenster TCP/IP für Netzwerkkarte aktivieren, hier: TCP/IP D-Link DE 660 PCMCIA Adapter und dann Eigenschaften, es öffnet sich das Fenster Eigenschaften von TCP/IP. Im Fenster Eigenschaften von TCP/IP die Registerkarte Gateway wählen. Im Feld Neuer Gateway die IP-Adresse der Routerschnittstelle E0, hier eintragen und mit der linken Maustaste den Button Hinzufügen betätigen. Die IP-Adresse erscheint im Fenster Installierte Gateways. Jetzt im Fenster Eigenschaften von TCP/IP die Registerkarte DNS-Konfiguration wählen, s. Abbildung Im Fenster Suchreihenfolge für DNS-Server die IP-Adresse des DNS-Servers des Providers eintragen, hier: (eine öffentliche IP-Adresse) und mit der linken Maustaste den Button Hinzufügen betätigen. Alle Fenster mit OK schließen. Bei Windows 95 und 98 den Rechner neu booten, damit die Einstellungen wirksam werden. Überprüfen der TCP/IP-Konfiguration mit winipcfg, s. Abbildung Die IP-Adresse des Standard-Gateway wird angezeigt. Um auch den DNS- Eintrag überprüfen zu können, klickt man mit der linken Maustaste auf den Button Weitere Info >>. Hier findet man auch den Eintrag für den DNS- Server. DNS aktivieren. Den Host und die Domäne eintragen. 143

7 Abb : Registerkarte Gateway Abb : Registerkarte DNS-Konfiguration 144

8 14. Internetzugang für vernetzte Rechner Abb : Anzeige der IP-Konfiguration mit WINIPCFG.EXE Internetzugang über einen Router mit DSL-Anschluss Zunächst einige Erläuterungen zu den Abkürzungen, die in der T-DSL- Installationsskizze in Abbildung vorkommen: NTBA BBAE Network Termination Basisanschluss, Netzabschluss am T-ISDN Basisanschluss Breitbandanschlusseinheit (ehemals T-DSL- Splitter) NTBBA Network Termination Breitbandanschluss (ehemals T-DSL Modem) DSL Digital Subscriber Line, digitale Teilnehmer- Anschlussleitung SDSL ADSL TAE Symmetric Digital Subscriber Line, symmetrische digitale Teilnehmer- Anschlussleitung, Datenübertragungsrate ist in beiden Richtungen gleich Asymmetric Digital Subscriber Line, asymmetrische digitale Teilnehmer- Anschlussleitung, Datenübertragungsrate ist richtungsabhängig: im Downstream, zum Nutzer hin, bis zu 768 kbit/s im Upstream, vom Nutzer weg, bis zu 128 kbit/s Telefon Anschlusseinheit Das T-DSL-Signal liegt an der Telefondose an (nach Bereitstellung durch die Deutsche Telekom). Das Verbindungskabel Telefondose BBAE hat einen TAE-Stecker (Telefondose) und einen sechspoligen RJ11-Stecker (BBAE, Splitter). Das Verbindungskabel Splitter Modem ist ein ISDN-Anschlusskabel oder ein 1:1-UTP- Patchkabel (achtadrig beschaltet). Zwischen Modem und PC wird ebenfalls ein 1:1-UTP-Patchkabel benötigt. Die Datenübertragungsrate ist richtungsabhängig: im Downstream, zum Nutzer hin, bis zu 768 kbit/s im Upstream, vom Nutzer weg, bis zu 128 kbit/s 145

9 T-DSL Modem (NTBBA) Das T-DSL-Modem kann durch einen DSL-fähigen Router ersetzt werden, in Abbildung durch einen Cisco Router 806 oder 826. Der Router stellt für mehr als einen Nutzer zur Verfügung, s. Abbildung Die Router 806 und 826 besitzen einen umschaltbaren Ethernet-Port E0, so dass der Router problemlos mit einem PC oder Switch verbunden werden kann, s. Abbildungen und Der ADSL-Anschluss des Cisco 826 ist in Abbildung dargestellt. RJ45- Kabel 768 kbit/s 128 kbit/s PC mit Ethernet-Karte Telefondose T-DSL Splitter (BBAE) ISDN-NTBA ISDN-Telefon Abb : T-DSL Installationsskizze Telefondose Router Cisco 806/ kbit/s ISDN-NTBA RJ45- Kabel 128 kbit/s T-DSL Splitter (BBAE) PC mit Ethernet-Karte ISDN-Telefon Abb : Internetzugang über DSL, mit DSL-Router anstelle von DSL-Modem 146

10 14. Internetzugang für vernetzte Rechner Intranet Hub Router Cisco DSL Internet P P P Abb : Internetzugang über einen DSL-Router Umschalter für Pinbelegung Cisco 806/826 Ethernet-Port E0 gelbes Kabel Cisco 1528 Micro Hub Ethernet E0 Abb : Ethernetanschluss vom Cisco 1528 Micro-Hub am DSL-Router Cisco 806/

11 Umschalter für Pinbelegung Cisco 806/826 Ethernet-Port E0 PC gelbes Kabel Ethernet NIC Abb : Ethernetanschluss PC am DSL-Router Cisco 806/826 Umschalter für Pinbelegung Cisco 806/826 Ethernet-Port E0 lavendelfarbenes Kabel zum ISDN Splitter Abb : ADSL-Anschluss PC vom DSL-Router Cisco 806/

12 14. Internetzugang für vernetzte Rechner 14.3 Internetzugang über einen Proxy-Server Proxy heißt Bevollmächtigter oder Stellvertreter. Ein Proxy-Server ist eine Software, die als Dienst auf einem PC installiert wird. Ein Proxy-Server ermöglicht Systemen, die keinen direkten Zugang zum Internet haben, den indirekten Zugang zum Netz. Ein Proxy kann einzelne Datenpakete aus dem Datenstrom zwischen dem Internet und einem lokalen Netz herausfiltern und so zur Erhöhung der Sicherheit beitragen. Außerdem kann in den Proxy eine Firewallfunktion gegen unbefugte Zugriffe integriert sein. Ein professioneller Proxy kann sehr vielen Nutzern gleichzeitig den Internetzugang ermöglichen (). Im Internet lassen sich Proxies für private Zwecke mit bis zu drei Nutzern gleichzeitig kostenlos herunterladen Internetzugang über einen Proxy-Server mit ISDN- Anschluss Der Proxy-Server hat eine Ethernet-NIC für das Intranet und eine ISDN-Karte für die Kommunikation mit dem Internet. Auf dem Proxy-Server läuft die Proxy-Software als Dienst. Die IP- Adresse des Proxy-Servers ist bei den PCs des Intranets als Standard Gateway-Adresse einzutragen, hier , s. Abbildung Intranet Hub Proxy-Server NIC ISDN-Karte ISDN Internet P P P Abb : Internetzugang über ISDN, im Proxy-Server 149

13 Internetzugang über einen Proxy-Server mit DSL-Anschluss Anstelle des T-DSL-Modems kann man auch den Proxy-Server mit einer ADSL-PCI-Karte bestücken, s. Abbildungen und Telefondose Proxy-Server ADSL-PCI- Karte ISDN-NTBA NIC RJ45- Kabel T-DSL Splitter (BBAE) PC mit Ethernet-Karte ISDN-Telefon Abb : Internetzugang über DSL, ADSL-Karte im Proxy-Server anstelle von DSL-Modem Intranet Hub Proxy-Server NIC ADSL-PCI- Karte DSL Internet P P P Abb : Internetzugang über DSL, ADSL-Karte im Proxy-Server anstelle von DSL-Modem, im Proxy 150

14 14. Internetzugang für vernetzte Rechner 151

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