IMS Marktbericht Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im April Kommentierte Grafiken -

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1 IMS Marktbericht Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im April 20 - Kommentierte Grafiken -

2 Einleitung Der IMS Marktbericht informiert in kompakter Weise über die aktuelle Entwicklung im deutschen Arzneimittelmarkt. Sie finden hierin Analysen zu den Bereichen Pharmagesamtmarkt, Klinik- und Apothekenmarkt sowie zum GKV-Markt. Lesen Sie in der vorliegenden April-Ausgabe außerdem wie nachgefragt OTC-Erkältungsarzneimittel über den Versandhandel seit Jahresbeginn sind. (Seite 20) wie sich der OTC-Markt für Arznei- und Gesundheitsmittel im ersten Quartal 20 entwickelt hat. (Seiten 21 und 22) wie sich der Marktanteil rabattierter Arzneimittel zwei Jahre nach Auslaufen der Portfolioverträge entwickelt hat. (Seite 30) Einleitung 20, IMS HEALTH 2

3 Pharma-Gesamtmarkt und Klinikmarkt Im ersten Monat des zweiten Quartals 20 steigt der Umsatz mit Arzneimitteln im Pharma-Gesamtmarkt (Apotheke und Klinik) um rund 5 % (3,2 Mrd. Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers ohne Berücksichtigung von Rabatten jeglicher Art/berechnete Preise). Der Verbrauch nach Zähleinheiten (Tablette, Kapseln etc.) wächst im April um 1 % bei einer gleichen Anzahl von Arbeitstagen wie im Vorjahr. Im ersten Jahresdrittel ergibt sich ein Gesamtwachstum von +7 % nach Wert (12,7 Mrd. Euro) und +4 % nach Menge (32,2 Mrd. ZE). Der Krankenhausmarkt verbucht im April 20 ein geringes Umsatzplus von 2 % bei gleichzeitiger Absatzstagnation. Dank der deutlich wachstumsstärkeren Vormonate ergibt sich im ersten Jahresdrittel 20 insgesamt ein Plus von 4 % (1,6 Mrd. Euro). Rund die Hälfte des gesamten Klinikumsatzes entfällt auf die führenden zehn Arzneimittelgruppen. Im Zeitraum Januar bis April 20 verbuchen vier dieser Gruppen ein zweistelliges Wachstum: Mittel zur Blutgerinnung (+11 %), intravenös zu verabreichende polyvalente Immunglobuline (+ %) und zwei Kategorien bei onkologischen Therapien (Antimetaboliten +16 %, Antineoplastika +12 %). Zusammenfassung 20, IMS HEALTH 3

4 Apotheken-Gesamtmarkt HINWEIS: Die Basis der hier dargestellten Umsatzwerte bildet der Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers abzüglich des Herstellerzwangsrabattes in Höhe von 6 % für Januar bis März 20 und 7 % ab April 20 und der gemeldeten Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach 130b SGB V. Einsparungen aus Rabattverträgen nach 130a Abs. 8 SGB V sind nicht berücksichtigt. Der Apothekenmarkt erreicht im April 20 ein Umsatzplus Die Nachfrage nach rezeptfreien Arzneimitteln ist zu Beginn von rund 6 % und beläuft sich auf 2,7 Mrd. Euro (zum des zweiten Quartals 20 deutlich abgeschwächt. OTC- Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffe Präparate wachsen um 4 % nach Wert und 2 % nach Menge. und Testdiagnostika). Es gingen 1 % mehr Packungen über die Verschiedene Erkältungsmittel sind weiterhin nachgefragt, die Apothekentheken bei gleicher Anzahl Arbeitstage wie im Steigerungsraten liegen allerdings nicht mehr so hoch, wie es in Vorjahresmonat. Das starke Mengenwachstum der beiden den Vormonaten der Fall war. Weitere Gruppen wie z.b. Mittel Vormonate wird nicht mehr erreicht, da die Erkältungswelle gegen Verstopfung, systemische Antihistamine und Schmerzaktuell im Abklingen ist. /Beruhigungsmittel verbuchen aktuell Absatzrückgänge. Während der gesamte Apothekenmarkt im ersten Jahresdrittel 20 um 8 % zulegt, erreichen die führenden zehn Arzneimittelgruppen in Summe sogar ein Plus von 18 %. Neben den zweistellig wachsenden Gruppen der Anti-TNF- Produkte und anti-neoplastisch wirksamen Proteinkinasehemmer verdankt sich die Marktentwicklung maßgeblich den neuen Therapien gegen Hepatitis C (antivirale Mittel excl. HIV, +275 %). Der Zuwachs in dieser Gruppe ist allerdings in gewisser Weise artifiziell, da im Jahr 20 und Anfang 20 erfolgte Neueinführungen zur Hepatitis C-Therapie zum Teil noch nicht ein Jahr am Markt sind. Die starke Nachfrage im Bereich Erkältungsmittel, Schmerzmittel und Präparate zur Steigerung der Immunabwehr dominiert die Entwicklung innerhalb der nach Absatz führenden zehn Arzneimittelgruppen im Apothekenmarkt im kumulierten Zeitraum Januar bis April 20. Von wenigen Ausnahmen abgesehen legen Präparategruppen zur Therapie von chronischen Erkrankungen wie Beta-Blocker oder Antirheumatika dagegen kaum zu. Die Absatzsteigerung im gesamten ersten Jahresdrittel beträgt 7 %. Rezeptpflichtige Arzneimittel verbuchen im April 20 ein Plus von 6 % (2,3 Mrd. Euro). Der Absatz stagniert bei einer roten Null. Durch die deutlich höheren Mengensteigerungen in den beiden Vormonaten liegt das Wachstum der Rx-Präparate im ersten Jahresdrittel insgesamt bei +2 %. Der Versandhandel steigert seinen Arzneimittelumsatz im aktuellen Monat um 8 % (68 Mio. Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU)). 80 % dieses Umsatzes stammen aus dem Verkauf rezeptfreier Präparate, die im April um 11 % wachsen. Nach zwei Vormonaten mit einem Plus verbucht das Segment der rezeptpflichtigen Arzneimittel aktuell wieder 5 % Rückgang. Die Mengenentwicklung im Versandhandel zeigt ein ähnliches Bild wie die Umsatzentwicklung: Insgesamt bestellten Verbraucher im April 20 rund 8 Millionen Packungen Arzneimittel über den elektronischen/telefonischen Bestellweg (+8 %). Diese Steigerung wird durch ein 9%iges Plus bei OTC-Präparaten erreicht und gedämpft durch 12 % Verlust bei Rx-Arzneimitteln. Der Bereich rezeptpflichtiger Präparate verliert schon seit Längerem an Bedeutung für den Versandhandel. Der Grund dürfte im Rabattverbot von Rx-Präparaten und damit an fehlenden Kaufanreizen liegen. Zusammenfassung 20, IMS HEALTH 4

5 GKV-Markt Hinweis: Die Basis der hier dargestellten Umsatzwerte bildet der Apothekenverkaufspreis abzüglich des Herstellerzwangsrabattes in Höhe von 6 % bzw. 7 % und der gemeldeten Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach 130b SGB V sowie der Apothekennachlässe. Einsparungen aus Rabattverträgen 130a Abs. 8 SGB V sind nicht berücksichtigt. Im ersten Jahresdrittel 20 wird die GKV durch Herstellerzwangsabschläge um 759 Mio. Euro entlastet. Diese Steigerung von 26 % verdankt sich wesentlich der 1%igen Erhöhung des Standard-Zwangsrabattes auf patentgeschützte, nicht festbetragsgeregelte Präparate im ersten Quartal 20 und den deutlich höheren Einsparungen durch Erstattungsbeträge. Aus den gleichen Gründen liegt auch das Volumen der Herstellerzwangsabschläge zu Gunsten der privaten Assekuranzen um 27 % über dem Vorjahreswert. Seit Januar 20 beträgt der Apothekennachlass für eine zu Lasten der GKV abgegebenen Rx-Packung 1,77 Euro und liegt damit 3 ct unter dem Vorjahreswert. Aufgrund des Absatzwachsums bei Rx-Präparaten erhöht sich die Summe der Apothekennachlässe im gesamten ersten Jahresdrittel trotzdem geringfügig auf 382 Mio. Euro (+1 %). Zusammenfassung 20, IMS HEALTH 5

6 Introduction The IMS Market Report offers concise information on current developments in the German Pharmaceutical Market. It comprises analyses on the Total Pharmaceutial Market, the Hospital and Retail Markets, as well as the Statutory Health Insurance Market (SHI Market). The April 20 edition contains the following additional charts: Development of cough and cold products via mail order business in the first four months of 20 (Seite 20) Double-digit growth rates of OTC and Health Products (Gesundheitsmittel) in the retail market in the first quarter of 20 (charts 21 and 22) Market shares of rebated drugs in the total SHI market and generics-eligible (generikafähig) SHI market (chart 30) Introduction 20, IMS HEALTH 6

7 Total Pharmaceutical Market and Hospital Market In April 20 Euro sales in the Total Pharmaceutical Market (hospital and retail pharmacies; basis: ex-manufacturer prices not including any kind of mandatory rebate/calculated prices) grew by +5 % (3.2 billion Euro). At the same time counting unit sales (number of tablets, capsules etc.) increased by only +1 % with the same number of working days as in April 20. In the first third of 20 Euro sales in the total pharmaceutical market amounted to 12.7 billion Euro representing a growth of +7 %. Counting unit sales grew by +4 % (32.2 billion counting units) In April 20 Euro sales in the hospital market showed a moderate growth of +2% while unit sales were stagnant. As there had been stronger growth in the months before, Euro sales in the first third of 20 were up +4% (1.6 billion Euro at calculated prices). The leading ten product groups in the hospital market accounted for almost half of total Euro sales. In the 4-months-to-date period four groups grew by double-digit rates, which were Blood Coagulating Agents (+11%), Polyvalent Immuno-Globulins for intravenous administration (+%) as well as two Oncological groups (Antimetabolites +16%, Antineoplastics +12%). Summary 20, IMS HEALTH 7

8 Total Retail Market NOTE: All Euro sales mentioned on this page are calculated on the basis of ex-manufacturer prices (ApU) less compulsory manufacturers discounts of 6 % from January to March 20 and 7 % effective April 20, as well as reported rebates on the exmanufacturer price negotiated between Pharmaceutical manufacturers and the National Association of SHI Funds on patent protected drugs with approved additional benefit ( 130b SGB V). Savings from rebate contracts ( 130a Abs. 8 SGB V) are not included. Euro sales in the total retail market (including vaccines and test diagnostics) increased by +6 % (2.7 billion Euro) in April 20. Unit sales grew by +1 % with the same number of working days as in April 20. The strong unit growth of the two previous months could not be reached as common cold activity has been declining. In the first third of 20 Euro sales in the total retail market grew by +8 %. Euro sales of the ten leading therapeutic groups even increased by +18 %. Apart from groups like TNF-Alpha-Inhibitors and Protein Kinase Inhibitors which grew in the double-digit range, this strong market development was also triggered by new therapies against Hepatitis C. The group of Antivirals excl. HIV Products grew by +275 %, although this growth is somewhat artificial as new product launches of 20 and early 20 for the therapy of hepatitis C have not been in the market for one full year, yet. diseases, like Beta Blockers or Antirheumatics only showed minor growth. In the first third of 20 unit sales were up +7 %. In April 20 Euro sales of rx-bound drugs were up +6 % (2.3 bilion Euro). Unit sales stagnated at a red zero. Due to significantly higher unit sales growth in the two previous months, unit sales of rx-bound products were up +2 % in the first third of 20. In April 20 the demand for rx-free products weakened significantly. OTC Euro sales grew by +4 %, unit sales by +2 %. There still was demand for various cough and cold products, growth rates, however, were not as high as in the months before. Unit sales of other groups like Laxatives, systemic Antihistamines and Analgesics decreased. In April 20 Euro sales in the mail order business were up +8 % (68 million Euro). The OTC sector accounted for 80 % of mail order sales and was up +11 %. After two months of growth, the rx-bound drugs sector was once again down -5 % in April 20. Unit sales in the mail order business showed a similar picture: About 8 million packs in total were ordered in April 20 representing a growth of +9 % of OTC products and a decrease of -12 % of rx-bound drugs. In the mail order market the rx-bound drugs sector has been losing significance for quite a time, presumably due to lacking purchasing incentive as a result of the rebate ban on rx-bound drugs in Germany. In the cumualted period January to April 20 strong demand for common cold products, pain reliefers and immune system boosters marked development of the leading ten therapeutic groups by unit sales in the retail market. With but few exceptions unit sales of drug groups for the treatment of chronic Summary 20, IMS HEALTH 8

9 Statutory Health Insurance Market (SHI) NOTE: All Euro sales figures on this page are calculated on the basis of ex-pharmacy prices less compulsory manufacturers discounts of 6 % from January to March 20 and 7 % effective April 20 and reported rebates on the ex-manufacturer price (ApU) negotiated between pharmaceutical manufacturers and the National Association of SHI Funds on patent protected drugs with approved additional benefit ( 130b SGB V), as well as pharmacy discounts. With the exception of gross/net SHI expenses, savings from rebate contracts ( 130a Abs. 8 SGB V) are not included. In the first third of 20 SHI savings from manufacturers discounts amounted to 759 million Euro (+26 %). Growth can be attributed to the fact that the manufacturers discount on patentprotected drugs not subject to fixed prices was raised by 1 % as compared to last year but also to the fact that savings from negotiated rebates ( 130b SGB V) increased significantly. For the same reason pharmaceutical manufacturers discounts to private insurers, as well, increased by +27 %. In the first third of 20 SHI savings from pharmacies discounts grew moderately by +1 % and totalled 382 million Euro. Unit sales growth of rx-bound drugs in the SHI market was able to counterbalance the impact of the lowered pack discount effective January 20 which now amounts to 1.77 Euro per rx-bound pack dispensed (as compared to 1.80 Euro in 20). Summary 20, IMS HEALTH 9

10 Veränderungsrate in % Der Pharma-Gesamtmarkt (Apotheke und Klinik) verbucht im ersten Monat des zweiten Quartals 20 ein mittleres einstelliges Umsatzplus 10 5 Umsatz (EUR) Absatz (ZE) 3,2 Mrd. EUR 8,0 Mrd. ZE Apr.- Mai- Juni- Juli- Aug.- Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- Apr.- Kumuliert Jan-April 20: Umsatz 12,7 Mrd. Euro (+7,2 %) Absatz 32,2 Mrd. Zähleinheiten (+3,7 %) Im April 20 verbucht der Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) ein Umsatzplus von rund 5 % (3,2 Mrd. Euro). Der Absatz wächst gering (+1 %) und beläuft sich auf 8,0 Mrd. Zähleinheiten (Tabletten, Kapseln, etc.) bei gleicher Anzahl von Arbeitstagen wie im Vorjahr. Die beiden Teilmärkte Apotheke und Klinik entwickeln sich im aktuellen Monat unterschiedlich. Im Apothekenmarkt wächst der Umsatz um 6 %, während der Krankenhausmarkt nur geringe 2 % zulegt. Die Mengenentwicklung verbucht im ambulanten Bereich ein geringes Plus, während der stationäre Sektor mit negativem Vorzeichen stagniert. (siehe nächste Seite) Quelle: IMS Dataview Arzneimittelverbrauch (AMV) Datenbank: Klinikdaten aus IMS Krankenhausindex (DKM ), Umsatz in Euro zu bewerteten Klinikpreisen, Absatz in Zähleinheiten (ZE); IMS PharmaScope National, Umsatz in Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers ((ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten und Einsparungen aus Rabattverträgen, Absatz in Zähleinheiten, Berücksichtigung von Zubereitungen ab Jahr 2010, Apothekenumsatz inkl. Impfstoffe Pharma-Gesamtmarkt 20, IMS HEALTH 10

11 Apothekenmarkt entwickelt sich im April 20 deutlich stärker als Klinikmarkt Apotheke Klinik Umsatz (ApU) in +/- % Umsatz (Eur bewertet) in +/- % 8,6 6,1 8,4 1,3 8,6 5,8 2,9 11,1 4,8 8,0 12,6 5,7 7,0 0,3 3,0 5,1 10,7 1,9 Mai- Juni- Juli- Aug.-Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- Apr.- -0,5 Mai- Juni- -3,8-5,6 Juli- Aug.-Sept.- -4,1-5,5 Okt.- Nov.- Dez.- -2,3 Febr.- Jan.- März- Apr.- Absatz (ZE) in +/- % Absatz (ZE) in +/- % 4,1 0,9 4,2 5,6 2,3 6,9 2,2 5,4 8,3 1,2 2,7 0,6 3,2 3,0-2,2-1,6-3,0-4,7-8,3-2,9-6,3-6,1-0,3-0,4 Quelle: IMS Dataview Arzneimittelverbrauch (AMV) Datenbank: Klinikdaten aus IMS Krankenhausindex (DKM ), Umsatz in Euro zu bewerteten Klinikpreisen, Absatz in Zähleinheiten; IMS PharmaScope National, Umsatz in Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers* (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten und Einsparungen aus Rabattverträgen, Absatz in ** Zähleinheiten, Berücksichtigung von Zubereitungen ab Jahr 2010, Apothekenumsatz inkl. Impfstoffe Pharma-Gesamtmarkt 20, IMS HEALTH 11

12 Vier der führenden zehn Arzneimittelgruppen im Klinikmarkt wachsen im ersten Jahresdrittel 20 zweistellig Jan-Apr 20 Jan-Apr 20 L01G MAB ANTINEOPLASTIKA 275,3 296,8 B02D BLUTGERINNUNG 111,1 123,0 J02A ANTIMYKOTIKA, SYSTEMISCH 67,7 66,2 J06C POLYVAL.IMMUNGLOBUL.,I.V 48,1 54,7 L04X SONST.IMMUNSUPPRESSIVA 52,7 49,5 L01B ANTIMETABOLITEN 40,8 47,4 L04B ANTI-TNF PRODUKTE 43,2 45,2 L01X SONSTIGE ANTINEOPLASTIKA 35,4 39,7 J01X SONST.ANTIBAKTER.PROD. 36,8 38,2 N01A ALLGEMEINE ANAESTHETIKA 35,0 33,7 SUMME TOP ,2 794,3 Veränderungsrate zum Vorjahr in +/-% GESAMT 1.541, ,0 3,8-6,2-3,7-2,2 4,7 3,9 6,4 7,8 10,7 13,6 12,2 16,1 Der stationäre Sektor wächst im kumulierten Zeitraum Januar bis April insgesamt um 4 % (1,6 Mrd. Euro). Rund die Hälfte des Umsatzes entfällt auf die führenden zehn Arzneimittelgruppen. Vier dieser Gruppen verbuchen ein zweistelliges Wachstum: Mittel zur Blutgerinnung (+11 %), intravenös zu verabreichende polyvalente Immunglobuline (+ %) und zwei Gruppen onkologischer Therapien (Antimetaboliten +16 %, Antineoplastika +12 %). Immunglobuline finden verschiedene Anwendung bei Erkrankungen, in denen das eigene Immunsystem des Patienten Unterstützung benötigt, wie z.b. bei angeborenen Immunmangelerkrankungen, AIDS oder auch bei Autoimmunerkrankungen. Quelle:IMS Dataview hospital, Umsatz in Mio. EUR bewertet Klinikmarkt 20, IMS HEALTH 12

13 Veränderungsrate in % Der Apothekenmarkt im April 20: mittleres Umsatzwachstum und Absatzstagnation Umsatz in EUR (ApU*) Absatz in Packungen 2,7 Mrd. Apr.- Mai- Juni- Juli- Aug.- Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- Apr Mio. Pck. Kumuliert Jan-Apr 20: Umsatz 10,5 Mrd. Euro (+8,4 %) Absatz 553 Mio. Packungen (+7,1 %) Im April 20 beläuft sich der Umsatz mit Arzneimitteln in Apotheke und Versandhandel auf 2,7 Mrd. Euro. Ein Plus von 6 % verdankt sich wesentlich patentgeschützten Präparaten (s. auch Seite 20). Die ausgeprägte Erkältungswelle, die den Absatz in den drei Vormonaten wachsen ließ, ist im April abgeklungen. Die Mengenentwicklung verbucht daher ein geringes Plus von 1 % bei gleicher Anzahl Arbeitstage wie im Vorjahresvergleichsmonat. Quelle: IMS PharmaScope Real, Basis: *Umsatz in zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen 130a SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert. Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 13

14 Veränderungsrate in % Umsatzplus bei Rx-Arzneimitteln im April 20 geringer als in den beiden Vormonaten Mengenentwicklung stagniert Apr.- Umsatz in EUR (ApU*) Mai- Juni- Juli- Absatz in Packungen Aug.- Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- 2,3 Mrd. Apr.- 62 Mio. Pck. Kumuliert Jan-Apr 20: Umsatz 8,9 Mrd. Euro (+8,0 %) Absatz 249 Mio. Packungen (+2,3 %) Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in der Apotheke liegt im April 20 sechs Prozent über dem Vorjahresvergleichsmonat und beläuft sich auf 2,3 Mrd. Euro*. Die Mengenentwicklung stagniert bei einer roten Null bei gleicher Anzahl Arbeitstage wie im Vorjahr. Hintergrundanalysen zeigen, dass aktuell innerhalb der führenden zehn Arzneimittelgruppen Stagnation und leichte Rückgänge überwiegen (z.b. nicht-steroidale Antirheumatika -2 %, ACE-Hemmer -1 %, Diuretika -0,2 %). Einzig Schmerzmittel und Schilddrüsenpräparate verbuchen nennenswertes Absatzwachstum (je +4 %). Quelle: IMS PharmaScope Real, Basis: *Umsatz in zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen 130a Abs. 8 SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert. Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH

15 Veränderungsrate in % Nachfrage nach rezeptfreien Arzneimitteln im April 20 gegenüber den Vormonaten deutlich abgeschwächt Umsatz in EUR (ApU*) Absatz in Packungen 389 Mio. 67 Mio. Pck. Apr.- Mai- Juni- Juli- Aug.- Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- Apr.- Kumuliert Jan-Apr 20: Umsatz 1,6 Mrd. Euro (+10,6 %) Absatz 304 Mio. Packungen (+11,5%) Im April 20 beläuft sich der Umsatz mit rezeptfreien Arzneimitteln auf 389 Millionen Euro (+4 %). Auch das Mengenplus fällt mit 2 % deutlich geringer aus, als in den vier Vormonaten, die von einer starken Nachfrage nach Erkältungspräparaten geprägt waren. Dazu Ergebnisse aus Hintergrundanalysen innerhalb der nach Absatz führenden Präparategruppen: Im aktuellen Monat gingen 4 % weniger Packungen rezeptfreie Schmerzmittel über die Apothekentheken als im Vorjahr. Auch die Abgabe von Mitteln gegen Verstopfung (-2 %), systemischen Antihistaminen (-5 %) und Schmerz- und Beruhigungsmitteln (-4 %) ist im April rückläufig. Schnupfenmittel, Expektorantien ohne antiinfektive Wirkung, Mittel zur Steigerung der Immunabwehr (V03X) und Erkältungspräparate ohne antiinfektive Wirkung entwickeln sich auch in diesem Monat positiv. Die Steigerung liegt noch im mittleren einstelligen bis niedrig zweistelligen Bereich. In den Vormonaten verbuchten diese Gruppen sogar Steigerungsraten von bis zu 95 %. Quelle: IMS PharmaScope Real, Basis: *Umsatz in zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen 130a Abs. 8 SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Juli 2009 sind Markt-informationen zum Versandhandel integriert. Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH

16 In den ersten vier Monaten 20 verbuchen die führenden zehn Präparategruppen im Apothekenmarkt in Summe ein zweistelliges Umsatzplus Jan-Apr 20 Jan-Apr 20 L04B ANTI-TNF PRODUKTE 468,7 513,6 J05B ANTIVIRALE MITT.EXKL.HIV 132,5 496,7 L01H PROTEINKIN.HEMM.A.NEOPL. 284,0 323,6 A10C HUMANINSULIN UND ANALOGA 310,8 323,1 L04X SONST.IMMUNSUPPRESSIVA 295,4 320,1 L01G MAB ANTINEOPLASTIKA 255,5 275,5 J05C VIRUSTATIKA GEGEN HIV 251,8 261,7 N02A BETAEUBUNGSMITTEL 245,0 249,6 T02D DIABETES-TESTS 224,7 224,9 L03B INTERFERONE 219,8 204,4 SUMME TOP , ,2 GESAMT 9.684, ,8 Veränderungsrate zum Vorjahr in +/- % -7,0 4,0 4,0 1,9 0,1 8,4 7,8 8,4 9,6 13,9 18,8 274,8 Die nach Umsatz führenden zehn Präparategruppen im Apothekenmarkt verbuchen im kumulierten Zeitraum Januar bis April 20 überwiegend Zuwächse. Während der gesamte Markt in diesem Zeitraum 8 % wächst, macht das Wachstum der führenden zehn Gruppen in Summe +19 % aus. Das dreistellige Plus bei antiviralen Mitteln exkl. HIV (+275 %) verdankt sich den Neueinführungen zur Hepatitis-Therapie. Da diese sechs Präparate zum Teil noch nicht einmal ein Jahr am Markt sind, ist die Steigerung in gewisser Weise artifiziell. Der Rückgang bei Interferonen hängt hiermit unmittelbar zusammen. Interferone waren bisher die Standardtherapie bei Hepatitis C. Weitere Gruppen mit deutlichem Umsatzplus: Verschiedene onkologische Therapien (Proteinkinasehemmer + %, MAB (Monoklonale Antikörper) Antineoplastika +8 %) und Immunmodulatoren (Anti-TNF Produkte +10 %, Immunsuppressiva +8 %). Quelle: IMS PharmaScope Real, Basis: *Umsatz in Mio. zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen 130a Abs. 8 SGB V; seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 16

17 Innerhalb der absatzstärksten Arzneimittelgruppen wachsen Präparate zur Linderung von Erkältungsbeschwerden in den ersten vier Monaten 20 zweistellig Jan-Apr 20 Jan-Apr 20 N02B SONSTIGE ANALGETIKA 46,4 50,5 R01A RHINOLOGIKA, TOPISCH 31,4 35,7 R05C EXPECTORANT.O.ANTIINFEKT 21,0 27,7 C07A BETA-BLOCKER REIN 13,9,2 A02B ULCUSTHERAPEUTIKA 13,4 13,8 V03X SONST.THERAPEUT.PRAEP. 10,8 13,5 M01A NICHTSTEROID.ANTIRHEUMAT 13,3 13,4 M02A TOP.ANTIRHEUM+ANALGETIKA 11,6 11,8 R05A ERKAELT.PRAEP.O.ANTIINF. 7,5 11,3 R02A HALSSCHMERZMITTEL 9,2 11,2 SUMME TOP ,4 203,2 GESAMT 516,2 553,0 Veränderungsrate zum Vorjahr in +/-% 8,9 13,6 31,8 2,2 3,1 25,2 0,9 1,9 51,7 21,5 13,9 7,1 Im Hinblick auf das Mengenwachstum der zehn führenden Präparateklassen zeigt sich über das erste Jahresdrittel hinweg der Einfluss der Grippe- bzw. Infektwelle. Die Hälfte der Gruppen, darunter sämtlich Präparate, die der Linderung von Erkältungsbeschwerden (Rhinologika, Auswurfmittel, Erkältungs- und Halsschmerzmittel) oder der Stärkung des Immunsystems (V03X) dienen, wächst im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich. Zusammen entfällt auf diese fünf Gruppen ein Mengenanteil von 18 %. Produkte für die Therapie chronischer Erkrankungen wie z.b. Beta-Blocker oder verschiedene Antirheumatika legen in den ersten vier Monaten nur moderat zu. Quelle: IMS PharmaScope National, Absatz in Packungen Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 17

18 Veränderungsrate in % Umsatz im Versandhandel legt im April 20 im mittleren einstelligen Bereich zu: OTC- Präparate mit zweistelligem Plus Rx-Arzneimittel wieder rückläufig Versandhandel Gesamt Versandhandel OTC Versandhandel Rx 68 Mio. 54 Mio. Mio. Hinweis: Aus Konsistenzgründen mit den übrigen Analysen zum Apothekenmarkt basieren auch die hier vorgestellten Umsatzanalysen zum Versandhandel auf dem Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (Listenpreise). - Apr.- Mai- Juni- Juli- Aug.- Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- Kumuliert Jan.-Apr. 20: VH gesamt 288 Mio. Euro (+11,5 %) VH OTC 230 Mio. Euro (+,9 %) VH Rx 59 Mio. Euro (- 0,2%) Apr.- In Veröffentlichungen verwendete Marktzahlen beruhen hingegen i.d.r. auf effektiven Verkaufspreisen. Im April 20 beläuft sich der Umsatz mit Arzneimitteln über den elektronischen/telefonischen Bestellweg auf 68 Mio. Euro. Die Steigerungsrate liegt mit +8 % deutlich unter dem Wachstum der Vormonate. Der Teilmarkt der OTC-Arzneimittel verbucht eine Umsatzsteigerung von +11 %, während sich Rx-Arzneimittel in diesem Monat wieder rückläufig entwickeln (-5 %). Im gesamten ersten Jahresdrittel liegt der Umsatzzuwachs im gesamten Versandhandel im zweistelligen Bereich, ebenso im Teilmarkt OTC. Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Präparaten stagniert. Quelle: IMS PharmaScope Versandhandel, Basis: Umsatz in EUR zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte), ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten und Einsparungen aus Rabattverträgen ( 130a Abs. 8 SGB V). Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 18

19 Veränderungsrate in % Mengenplus im Versandhandel liegt im April 20 dank Wachstum im OTC-Bereich im mittleren einstelligen Bereich Versandhandel Gesamt Versandhandel OTC Versandhandel Rx 7,9 Mio. 7,6 Pck. Mio. Pack. Apr.- Mai- Juni- Juli- Aug.- Sept.- Okt.- Nov.- Dez.- Jan.- Febr.- März- 0,4 Mio. Pck. Apr.- Kumuliert Jan.-Apr. 20: VH gesamt 35,0 Mio. Packungen (+13,1 %) VH OTC 33,5 Mio. Packungen (+,2 %) VH RX 1,5 Mio. Packungen (- 7,9 %) Im April 20 erreicht der gesamte Versandhandel ein Mengenwachstum im höheren einstelligen Bereich (+8 %; 7,9 Mio. Packungen). Rund 80 % dieser Menge sind verschreibungsfreie Präparate, die aktuell um 9 % zulegen. Erkältungsmittel aus verschiedenen Gruppen erreichen auch im April noch zweistellige Wachstumsraten. Im Vergleich zum Vormonat ist jedoch ein Abklingen der Nachfrage zu erkennen (s. nächste Seite). Rezeptpflichtige Arzneimittel sind im April deutlich weniger nachgefragt als im Vorjahresvergleichsmonat (-12 %; 350 Tsd. Packungen). Quelle: IMS PharmaScope Versandhandel, Basis: Absatz in Packungseinheiten Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 19

20 OTC-Arzneimittel im Apothekenversandhandel Hohe Wachstumsraten bei Erkältungsmitteln in den ersten vier Monaten 20 Mengenveränderung ggü. Vorjahresmonat in +/- % Jan.- Febr.- März- Apr.- Topische Schupfenmittel (R01A),7 21,7,8 12,0 Immunstimulantien (V03X) 32,6 38,3 28,8 28,5 Auswurfmittel ohne antiinfektive Komponente (R05C) 18,4 24,5 34,3 58,7 Erkältungspräparate ohne antiinfektive Komponente (R05A) 17,5 26,4 44,0 75,3 Halsschmerzmittel (R02A) 4,9 18,0 17,9 43,4 Quelle: IMS PharmaScope Versandhandel, Basis: Absatz in Packungseinheiten Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 20

21 Der Umsatz mit rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln in der Apotheke wächst im. ersten Quartal 20 niedrig zweistellig Umsatz rezeptfreier Arznei- und Gesundheitsmittel im deutschen Apothekenmarkt (Offizin plus Versandhandel) in Mio. Euro (effektiver Verbrauchspreis) im ersten Quartal (12%) (8%) -4,2% 221 (12%) (8%) +,7% 255 (11%) (7%) +10,9% +/-% 1. Qrt. 20 z. VJ Gesamt,7 GKV 8, (81%) (81%) (81%) PKV,0 SM 16,5 1. Quartal Quartal 20 GKV PKV SM 1. Quartal 20 Legende: PKV = Privatversicherung/-rezept GKV = Gesetzliche Krankenversicherung/-rezept SM = Selbstmedikation Quelle: IMS Consumer Report Apotheke; OTCGMS (Gruppen ) Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 21

22 Auch nach Menge verbucht der Apothekenmarkt ein zweistellige Umsatzplus bei rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln im ersten Quartal 20 Absatz rezeptfreier Arznei- und Gesundheitsmittel im deutschen Apothekenmarkt (Offizin plus Versandhandel) in Mio. Packungen im ersten Quartal (9%) (7%) -9,5% 19 (9%) 220 (7%),8% 23 (9%) (7%) +4,7% +/- % Packng. 1. Quartal 20 z. VJ Gesamt,8 GKV 11,4 203 (84%) 185 (84%) 2 (84%) PKV 18,5 SM,8 1. Quartal Quartal 20 GKV PKV SM 1. Quartal 20 Legende: PKV = Privatversicherung/-rezept GKV = Gesetzliche Krankenversicherung/-rezept SM = Selbstmedikation Quelle: IMS Consumer Report Apotheke; OTCGMS (Gruppen ) Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 22

23 In den ersten vier Monaten 20 verbucht der Apothekenmarkt ein Umsatzplus im höheren einstelligen Bereich (Umsatzbasis: Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers abzgl. Zwangsrabatten) +8,4 % +8,0 % +10,6 % +8,4 % +6,1% +19,6 % -,4 % +9,2 % +8,2 % Gesamt zu ApU real Rezeptpflichtig Rezeptfrei Gesamt zu ApU real Generika Originale + Zweitanbieter, geschützt Altoriginale+ Zweitanbieter, nicht mehr u. nie geschützt ** Restgruppe beinhaltet u.a.: Impfstoffe und Testdiagnostika als umsatzstärkste Kategorien, des Weiteren auch Therapeutika, die körpereigene Stoffe substituieren oder ergänzen Altoriginale +geschützte Präparate (incl. Zweitanbieter) Restgruppe** Der Umsatz mit Arzneimitteln im Apothekenmarkt verbucht im kumulierten Zeitraum Januar bis April 20 ein Plus von 8 % und beläuft sich auf 10,5 Mrd. Euro*. Rezeptpflichtige Präparate stellen die umsatzstärkste Gruppe und legen analog zum Gesamtmarkt um 8 % zu. Rezeptfreie Präparate wachsen zweistellig (+11 %), bedingt durch eine saisonal starke Nachfrage nach Erkältungsarzneien. Das Segment der patentgeschützten Präparate verbucht im genannten Zeitraum ein Umsatzplus von 20 %. Gleichzeitig sinkt der Umsatz mit Präparaten, deren Patentschutz abgelaufen ist (sog. Altoriginale, - %). Generika verzeichnen einen Zuwachs von 6 %. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Berechnungen zu Listenpreisen wie hier dargestellt überhöhte Umsätze ausweisen, denn ein Großteil dieser Arzneimittel ist rabattiert. Quelle: IMS PharmaScope Real, Basis: *Umsatz in Mio. zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten und Zusatzabschlag aufgrund des Preismoratoriums, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen 130a Abs. 8 SGB V. Seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert. Apothekenmarkt 20, IMS HEALTH 23

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