Die meisten Barriere-Brüche fast verzeichneten dabei Knock-Out-Zertifikate. Das entspricht rund 40% der verfügbaren Knock-Out-Zertifikate.

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2 SmartTrade hat für mehr als Bonus- und Knock-Out-Zertifikate die Barriere-Brüche und die Entwicklung der Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten im ersten Quartal 2016 untersucht. Die Auswertung beinhaltet Barriere-Produkte der zwölf größten Zertifikate-Emittenten. Die wichtigsten Ergebnisse: Bei rund 23% der Bonus-Zertifikate und 40% der Knock-Out-Zertifikate wurde die Barriere in Q1 gerissen. Bei Bonus-Zertifikaten traf es vor allem die Basiswerte Société Générale, Eni und BNP Paribas jeweils rund zwei Drittel der verfügbaren Produkte wiesen einen Barriere-Bruch auf. Bei Knock-Out-Zertifikaten gab es auf die Basiswerte Twitter, TecDAX und Wirecard die relativ häufigsten Barriere-Brüche es betraf jeweils deutlich mehr als die Hälfte der verfügbaren Produkte in Q1. Vor allem im Februar registrierte SmartTrade einen deutlichen Anstieg der Barriere-Bruch- Wahrscheinlichkeiten: Mit mehr als fanden am 8. Februar die meisten Barriere-Brüche statt dies entspricht rund 10% aller Barriere-Brüche in Q1. Um das Barriere-Bruch-Risiko für ein Bonus-Zertifikat auf den DAX konstant zu halten, benötigten Anleger Mitte Februar einen um bis zu 30% größeren Puffer als zum Ende des Quartals. SmartTrade stellt ein Tool zur Ermittlung der aktuellen Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten aller Zertifikate online 2

3 Marktüberblick Q : Im ersten Quartal dieses Jahres standen Anlegern mehr als Produkte mit intakter Barriere zur Verfügung. Davon verzeichneten 32 Prozent in diesem Zeitraum einen Barriere-Bruch. Die meisten Barriere-Brüche fast verzeichneten dabei Knock-Out-Zertifikate. Das entspricht rund 40% der verfügbaren Knock-Out-Zertifikate. Bei Bonus-Zertifikaten registrierte SmartTrade im ersten Quartal Barriere-Brüche. Das entsprach einem Anteil von 23% der verfügbaren Bonus-Produkte. Anzahl zu Beginn Q1* Ausgelaufen in Q1* Barriere gerissen Emittiert Anzahl Ende Q1* Anzahl Produkte in Q1 mit intakter Barriere für mind. 1 Tag Bonus-Zertifikate BonusClassic BonusCap Bonus Reverse Bonus Reverse Cap Knock-Out-Zertifikate Gesamt * ohne die Barriere zu reißen / mit intakter Barriere. 3

4 Die rund Produkte, für die SmartTrade die Barriere-Bruchwahrscheinlichkeiten fortlaufend und in Echtzeit berechnet, verteilen sich auf knapp 300 Basiswerte. Die meisten Bonus-Zertifikate entfallen auf den DAX und den EuroStoxx 50. Bei den Einzeltiteln liegen Daimler, BMW und Deutsche Bank im ersten Quartal 2016 vorn. Top 5 Basiswerte Bonus-Zertifikate (nach Anzahl Produkte am Markt) Anzahl zu Beginn Q1* Ausgelaufen in Q1* Barriere gerissen Emittiert Anzahl Ende Q1* Anzahl-Produkte in Q1 mit intakter Barriere für mind. 1 Tag DAX EuroStoxx Daimler BMW Deutsche Bank * ohne die Barriere zu reißen / mit intakter Barriere. 4

5 Ein anderes Bild zeigt sich bei den Knock-Out-Zertifikaten: Hier dominieren neben dem DAX der Long-DAX, der Dow Jones, Gold und der NASDAQ 100. Top 5 Basiswerte Knock-Out-Zertifikate (nach Anzahl Produkte am Markt) Anzahl zu Beginn Q1* Ausgelaufen in Q1* Ausgenockt Emittiert Anzahl Ende Q1* Anzahl-Produkte in Q1 mit intakter Barriere für mind. 1 Tag DAX Long-DAX Dow Jones Gold NASDAQ * ohne die Barriere zu reißen / mit intakter Barriere. 5

6 SmartTrade hat untersucht, bei welchen Basiswerten es am häufigsten zu Barriere-Brüchen im ersten Quartal gekommen ist. Ergebnis: Von den fast Bonus-Produkten mit dem Basiswert Société Générale rissen mehr als 70% die Barriere. Der Hauptgrund: Der Kurs der Aktie verzeichnet in den ersten Monaten dieses Jahres einen Einbruch von mehr als 30%. Auch der Kurs von Eni und BNP Paribas stand in den ersten Monaten 2016 stark unter Druck. Für nahezu zwei Drittel der Bonus-Zertifikate auf diese Basiswerte bedeute dies einen Barriere-Bruch. Zum Vergleich: Von den Bonus-Zertifikaten auf den DAX wiesen im gleichen Zeitraum nur 14,5% einen Barriere-Bruch auf, für den EuroStoxx 50 waren es knapp 17%, bei Daimler-Bonus-Zertifikaten waren 28% betroffen. Bonus-Zertifikate - Basiswerte mit dem höchsten Anteil an Barriere-Brüchen in Q1 Basiswert Anzahl Produkte mit intakter Barriere für mind. 1 Tag in Q1* Barriere gerissen Anteil Société Générale ,2% Eni ,2% BNP Paribas ,3% * Es wurden nur Basiswerte berücksichtigt, für die es mindestens Produkte in Q1 gab. 6

7 Ein anderes Bild bieten Turbo-Zertifikate: Hier führen Twitter, TecDAX und Wirecard die Rangliste der höchsten Knock- Out-Quoten von jeweils deutlich mehr als 50% der verfügbaren Produkte an. Knock-Out-Zertifikate - Basiswerte mit dem höchsten Anteil an Barriere-Brüchen in Q1 Basiswert Anzahl Produkte mit intakter Barriere für mind. 1 Tag in Q1* Barriere gerissen Anteil Twitter ,9% TecDAX ,5% Wirecard ,9% * Es wurden nur Basiswerte berücksichtigt, für die es mindestens Produkte in Q1 gab. 7

8 Von allen Handelstagen in Q1 ragt der 8. Februar heraus. Mit mehr als entfallen rund 10% aller Barriere-Brüche im ersten Quartal auf diesen einen Tag. Ein wesentlicher Grund: Am 8. Februar hat der DAX zum ersten Mal seit Oktober 2014 die Schwelle von Punkten unterschritten. Für zahlreiche Produkte auf den DAX bedeute dies einen Bruch der Barriere bzw. Knock-Out. Handelstage mit den meisten Barriere-Brüchen in Q1 Datum Anzahl Barriere-Brüche davon Bonus-Zertifikate davon Knock-Out-Zertifikate * Es wurden nur Basiswerte berücksichtigt, für die es mindestens Produkte in Q1 gab. 8

9 Wie die Zahlen für das erste Quartal 2016 zeigen, ist ein Barriere-Bruch während der Laufzeit eines Zertifikats vor allem in turbulenten Marktphasen ein durchaus wahrscheinliches Ereignis. Welche Bedeutung die Kenntnis der Barriere-Bruch- Wahrscheinlichkeit oder als Anglizismus: Barrier-Hit-Risk, BHR für Anleger hat, verdeutlicht folgendes Beispiel: Von allen BonusClassic- und BonusCap-Zertifikaten auf den Basiswert DAX, die am ersten Handelstag des Quartals ein BHR von unter 50% aufwiesen zusammen mehr als Produkte hatten am letzten Handelstag (31. März) noch eine intakte Barriere. Das entspricht 73%. Anleger können bei diesen Produkten weiter auf den Bonus hoffen. Von den DAX-BonusClassic- und BonusCap-Zertifikaten mit einem BHR von mehr als 50% zu Quartalsbeginn (3.847 Produkte) überstanden hingegen nur 641 das Quartal ohne Barriere-Bruch. Das entspricht nur 16,5%. Bei sechs von sieben Produkten mit einem BHR von mehr als 50% wurde die Barriere jedoch im Laufe des ersten Quartals gerissen. Anleger dieser Produkte müssen auf den Bonus verzichten. 9

10 Das Risiko bzw. die Wahrscheinlichkeit eines Barriere-Bruchs (BHR) ist keine statische, sondern eine dynamische Kennzahl, die sich fortlaufend verändert. Sie wird maßgeblich von drei Faktoren bestimmt: Erstens: Vom Abstand zur Barriere. Je größer die Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und der Barriere, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eines Barriere-Bruchs. Der zweite Faktor ist die Restlaufzeit des Bonus-Zertifikats. Dabei gilt: Mit abnehmender Restlaufzeit verringert sich die Wahrscheinlicht die Barriere zu reißen. (Zum Hintergrund: Für Bonus-Papiere bezieht sich die von SmartTrade errechnete Wahrscheinlichkeit eines Barriere-Bruchs stets auf das Laufzeitende, für Knock-Out-Zertifikate hingegen auf das Ende des Handelstages. Dies reflektiert die unterschiedliche durchschnittliche Haltedauer dieser beiden Produkt-Gattungen.) Und drittens: Die implizite Volatilität. Sie reflektiert die Erwartungen der Marktteilnehmer zur künftigen Schwankungsbreite des Basiswertes. Grundsätzlich gilt: Sinkende implizite Volatilitäten gehen mit abnehmender Barriere-Bruch- Wahrscheinlichkeit einher. In der folgenden Grafik ist das BHR für ein idealtypisches DAX-Bonus-Classic-Zertifikat abgebildet. Die Laufzeit (sechs Monate) und die Barriere (8.000 Punkte) entsprechen den Durchschnittswerten aller am Markt verfügbarer Produkte. Die Abbildungen darunter zeigen die Entwicklungen von DAX und VDAX. Sie zeigen deutlich, wie sich Markt-Turbulenzen vor allem zur Mitte des ersten Quartals auch im BHR niederschlugen. Der DAX-Stand näherte sich bis auf rund 800 Punkte der Barriere. In Kombination mit einer hohen impliziten Volatilität führte dies zu einem deutlichen Anstieg des BHR auf fast 70%. Die anschließende Erholung des DAX und das Absinken der Volatilität im Markt reduzierten die BHR signifikant. 10

11 Verlauf Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit in Q für idealtypisches DAX-Bonus-Classic-Zertifikat 80.0% 70.0% 60.0% 50.0% 40.0% 30.0% 20.0% 10.0% 0.0% 4/1 18/1 1/2 15/2 29/2 14/3 28/3 Quelle: SmartTrade Verlauf DAX in Q /1 18/1 1/2 15/2 29/2 14/3 28/3 Quelle: SmartTrade Indikation Verlauf VDAX in Q /1 18/1 1/2 15/2 29/2 14/3 28/3 Quelle: SmartTrade Indikation 11

12 Für viele Anleger ist der Abstand zur Barriere der sogenannte Puffer die einzige konkrete Größe zur Bestimmung des Barriere-Bruch-Risikos. Allerdings gilt, dass das Risiko eines Barriere-Bruchs je nach Marktlage unterschiedlichen Abständen zur Barriere entspricht. Der Hauptgrund dafür ist die unterschiedliche Volatilität im Markt. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, in welche Abstände sich Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten von 10% bis 90% bei DAX-Bonus-Zertifikaten (exkl. Reverse-Varianten) mit sechs-monatiger Restlaufzeit am Ende Q1 übersetzten. Übersetzung Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit (BHR) zum Puffer bei DAX-Bonus-Zertifikaten mit sechs Monaten Restlaufzeit Stand: Ende Q1 BHR Abstand zur Barriere Ende Q1 in Punkten 10% % % % % % % % %

13 Beispiel: Anleger, die in ein DAX-Bonus-Zertifikat mit einem halben Jahr Laufzeit investieren und ein maximales BHR von 60% in Kauf nehmen wollen, benötigten am Ende des ersten Quartals einen Abstand zur Barriere von rund 800 Punkten. Bei veränderter Marktlage können die dann erforderlichen Abstände zur Barriere deutlich höher ausfallen. Zum Beispiel benötigten Anleger zu einem Zeitpunkt mit hoher Volatilität Mitte Februar 2016 für eine BHR von 60% einen Abstand zur Barriere von Punkten das entspricht einem 30% höherem Puffer. Schlussfolgerung: Die Kennzahl BHR hat für Anleger eine deutlich präzisere Aussagekraft zur Bestimmung des Barriere- Bruch-Risikos als der reine Abstand zur Barriere. Das BHR verdichtet alle Einflussfaktoren Abstand zur Barriere, Laufzeit und Volatilität in einer Kennzahl. 13

14 SmartTrade berechnet für alle in Deutschland zugelassenen Zertifikate die Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit in Real Time. Anleger können mit dem Barrier-Hit-Risk-Tool für alle Zertifikate die aktuellen Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten in Erfahrung bringen. Darüber hinaus veröffentlichen einige Emittenten zum Beispiel die Citibank sowie Finanzportale wie wallstreet:online die von SmartTrade berechneten Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten auf ihren Websites. Zum Tool 14

15 SIMON ULLRICH Managing Partner DR. HABIL. SÖNKE BLUNCK Managing Partner ANDRE FISCHER Director Tel.: + 49 (0) Tel.: + 49 (0) Tel.: + 49 (0) GmbH Gustav-Meyer-Allee Berlin Germany

DAX 47.570 13,3% 23.650 49,7% 23.920 50,3% EURO STOXX 50 7.920 2,2% 3.975 50,2% 3.945 49,8% EUR/USD 6.460 1,8% 3.250 50,4% 3.

DAX 47.570 13,3% 23.650 49,7% 23.920 50,3% EURO STOXX 50 7.920 2,2% 3.975 50,2% 3.945 49,8% EUR/USD 6.460 1,8% 3.250 50,4% 3. Market Snapshot H1 2016 Der Markt für Optionsscheine bietet eine nahezu unüberschaubare Produktvielfalt. Aktuell sind in Deutschland rund 358.000 Optionsscheine (Classic) verfügbar. Sie verteilen sich

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