Techniker Krankenkasse, Heiko Schulz (Bereich Personal)

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1 Techniker Krankenkasse, Heiko Schulz (Bereich Personal)

2 Jeder redet von Kennzahlen! Bilden folgende Instrumente wirklich Kennzahlen ab? Gefährdungsbeurteilung Heat Map MA-Befragung Begrenzte Aussagekraft Häufigkeiten und Mittelwerte sagen nichts über Einflussfaktoren 2

3 Heutiges Programm Wissensvermittlung: Bedeutung des Themas Kennzahlen für das BGM Team und Ihr Unternehmen Unterschied zwischen Indikatoren und Kennzahlen erkennen Umsetzung: Einblick in die effiziente Gestaltung der Prozesse von der Zielfindung hin zu einem Kennzahlensystem Ziel: Strategie- und Zielentwicklungsprozess als entscheidendes Erfolgskriterium behandeln 3

4 Lassen Sie sich nicht verführen! Kennzahlen sind nicht gleich Kennzahlen Indikatoren (Stellgrößen) Sind erzwingbar und somit Wahrscheinlichkeitserhöher Merkmale der Arbeit, z.b.: Tätigkeitsmerkmale, Wissensmerkmale, Arbeitsorganisation, Zusammenarbeit im Team und mit der Führung Kennzahlen sind nicht erzwingbar, aber über Stellgrößen indirekt beeinflussbar Basierend auf Befragungen, z. B.: WAI Nicht basierend auf Befragungen: Routinedatenbasierte Kennzahlen wie AU-Daten, Testkäufe, Kundenbefragungen, Fluktuation, Produktfehler usw. Fazit Indikatoren beschäftigen sich mit konkreten BGM Handlungsfeldern. Kennzahlen zahlen auf die BGM Ziele ein! 4

5 Strategie- und Zielentwicklungsprozess Kernelement des Public-Action-Cycles STRATEGIE ZIELE (Soll-Vorgaben) STRATEGIE- UND ENTWICKLUNGS -PROZESS z..b. Balanced Scorecard-Prozess Strategisches Controlling DIAGNOSE (Soll vs. Ist) & ERGEBNISEVALUATION (Diagnose- & Evaluationswerkstatt) STRUKTUR- & PROZESSEVALUATION (Umsetzungswerkstatt) INTERVENTIONSPLANUNG (Interventionswerkstatt) Operatives Controlling INTERVENTION (Umsetzung des Interventionsplans) 5

6 Strategie- und Zielentwicklungsprozess Ablauf Moderierter Prozess 1. Strategieworkshop mit Ableitung von Zielen Was ist unser strategisches Ziel? Was ist eigentlich unser Zweck? Welchen Beitrag leisten wir zum Unternehmenserfolg? 2. Zielfindungsworkshop Ziele: kurzfristig, mittelfristig, langfristig Ergebnisziele: Was wollen wir erreichen? Prozessziele: Wie wollen wir es erreichen? Strukturziele: In welcher Form wollen das Ziel erreichen? 3. Kennzahlensystem erstellen Was messen: Ziele, Einflussfaktoren, Vermittler Wie messen: Fragenbogen online oder Papier 4. Handlungsorientierte Ergebnispräsentation Maßnahmen: Ebene Unternehmen, Ebene Team, Ebene Mitarbeiter 6

7 Ergebnis aus dem Zielfindungsworkshop Kennzahlenmodell (Beispiel) Stellschrauben, die zur Zielerreichung beitragen Arbeitssituation Tätigkeitsmerkmale (z.b. Handlungs- und Entscheidungsspielraum) Arbeitsorganisation (z.b. Schnittstellen, Unterbrechungen) Führung und Team (z.b. Führungsstil, soziale Unterstützung) Person (z.b. Alter, Eigenverantwortung) Ziele des BGM, die per Beschluss erreicht werden sollten, um die Grundlage für einen Wertschöpfungsbeitrag durch BGM zu bilden... und ihre Folgen Engagement Gesundheit mittelfristig Arbeits- und Leistungsfähigkeit Unternehmensziele, die durch BGM und arbeitsfähige MA langfristig beeinflusst werden können langfristig Kundenzufriedenheit Produktivität MA-Bindung Spezifische Themen (z.b. Fehlerkultur, Change) 7

8 Fragebogen erstellen Kennzahlenmodell (Beispiel) Was messen: Ziele sind definiert und mit GF abgestimmt? Diverse Skalen und Variablen können bereitgestellt werden Grenzwertbestimmung und Benchmark unternehmensintern und Vergleich zu anderen Unternehmen sind möglich Im Hinterkopf behalten Mitbestimmung Personalrat Verknüpfungen mit anderen Befragungen möglich Kommunikationskonzept zur Durchführung der Befragung Marketing zur Sicherstellung einer hohen Beteiligung Follow-up Prozess planen 8

9 Variablen/ Skalen Beispiele für Skalen (beinhalten mehrere Fragen) 9

10 Handlungsorientierte Ergebnispräsentation Einflussfaktoren auf Arbeitsfähigkeit 1. Ermittlung von Stressoren und Ressourcen im gesamten Unternehmen Beispiel: Arbeitsunterbrechungen, Schnittstellenprobleme, Betriebsklima 2. Ermittlung von Stressoren und Ressourcen im Team Beispiel: Unterstützung durch Führung, Fehlerkultur 3. Einflussfaktoren der Person Alter Arbeits- und Leistungsfähigkeit Fazit Einflussfaktoren auf verschied. Ebenen ermitteln, um Verantwortung für Maßnahmen auf verschied. Ebenen zu verteilen. 10

11 Handlungsorientierte Ergebnispräsentation Einflussfaktoren auf Arbeitsfähigkeit und Folgen 1. Ermittlung von Stressoren und Ressourcen im gesamten Unternehmen Beispiel: Arbeitsunterbrechungen, Schnittstellenprobleme, Betriebsklima 4. Einfluss von Arbeitsfähigkeit auf die Kennzahlen Kundenzufriedenheit 2. Ermittlung von Stressoren und Ressourcen im Team Beispiel: Unterstützung durch Führung, Fehlerkultur Fluktuation 3. Einflussfaktoren der Person Alter Arbeits- und Leistungsfähigkeit Fazit Einfluss von Arbeitsfähigkeit auf Kennzahlen ermitteln und damit den Wertschöpfungsbeitrag durch arbeitsfähige MA darstellen. 11

12 Einfluss Engagement niedrig hoch Handlungsorientierte Ergebnispräsentation Gezielte Maßnahmen ableiten Priorisierung Wissen, welche Maßnahmen den höchsten Einfluss haben! M1 Arbeitsunterbrechungen vermeiden M8 C M4 M7 M5 M3 A M2 M1 M2 soziale Unterstützung durch Führung stärken M3 Eigenverantwortung der MA stärken M4 Planungsdefizite verringern M5 Schnittstellenprobleme lösen D B M6 M6 Umgang mit Zeitdruck optimieren M7 soziale Unterstützung durch Kollegen stärken M8 Handlungsspielraum gestalten niedrig Einfluss auf Gesundheit hoch 12

13 Fazit Erfolgsfaktoren: Ziele sind definiert und mit GF abgestimmt Ziele, Unterziele und Einflussfaktoren lassen sich sinnvoll interpretieren und messen Datenaufbereitung für Längsschnitt ermöglichen Hürden und Stolpersteine: Unterschied zwischen BGF und BGM nicht bekannt Keine Vision bzw. unrealistische Ziele Thema ist noch nicht präsent bzw. andere Themen sind wichtiger Es werden nur deskriptive Maße berichtet. Fazit Aussagekräftig ist ein Kennzahlensystem, wenn es Beziehungen ermittelt und Bedingungen unter denen diese Beziehungen gelten, damit zielgerichtet Maßnahmen abgeleitet werden können. 13

14 Beispiele Moderierter Zielfindungsprozess 14

15 Kontakt: Heiko Schulz Web:

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