PC-Treff Gärtringen. Thema: Computerviren & Co Referent: Peter Rudolph. Wolfgang Täuber. In der binären Welt findet man:

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1 PC-Treff Gärtringen Thema: Computerviren & Co Referent: Peter Rudolph. Wolfgang Täuber In der binären Welt findet man: - Störenfriede - Bekämpfer von Störenfieden - und alle anderen, die von beiden eigentlich nichts wissen wollen 1

2 Motivation für Schädlinge Spaßvögel Freude am Ärgern, Macht ausspielen Weihnachtsbaum auf allen Terminals Anerkennung in gewissen Kreisen Rache (z.b. am Arbeitgeber) Spionage/Neugier Diebstahl der Windows-Quelltexte Abzocker Dialer Mißbrauch von Kreditkarten- und Bankdaten Aufdecken von Sicherheitslücken 2

3 Schädlinge (1) Viren Verbreiten sich auf lokalen Systemen indem sich der Virus in vorhandene Dateien kopiert Würmer Sind Viren, die sich selbstständig über Netzwerke ausbreiten Backdoor Programme & Trojaner Ermöglichen es, den PC fernzusteuern, Paßwörter auszuspionieren,.... Im Gegensatz zu Viren kopieren sich Trojaner nicht selbstständig 3

4 Schädlinge (2) Spyware Spionieren das Surf-Verhalten aus, um ein Anwenderprofil zu erstellen, das dann vermarktet wird Highjacker Entführen den Browser auf bestimmte Web-n Dialer Teure Internet-Einwahl Oft mit Pornographie-Anbietern verbunden 4

5 Klassifikation von Schädlingen (1) Wie schnell verbreiten sie sich In den Anfängen über Disketten (vergleichsweise langsam) Heute häufig über das Internet - Mit Anwenderinteraktion (vgl. Demo mit Swen-Wurm) - Ohne Anwenderinteraktion (z.b. Sasser) 5

6 Klassifikation von Schädlingen (2) Wie verbreiten sie sich Web-n (ActiveX, JPEG, VB, Java, ) Tauschbörsen und Chats (Kazaa, IRC) Sicherheitslücken (im IP-Protokoll oder in den Tools) Dokumente (DOC, XLS), sogenannte Makroviren Programme (COM, EXE, PIF, Bildschirmschoner, ) Datenträger wie Disketten/CD s 6

7 Klassifikation von Schädlingen (3) Wie groß ist der angerichtete Schaden Zeitaufwand um den Schädling zu erkennen und loszuwerden (Neuinstallation?) Finanzieller Schaden Verlust von Daten Zerstören von Hardware Diebstahl sensitiver Daten - z.b. Weiterleiten von bereits versendeten Mails 7

8 Allgemeine Hinweise für den Schutz (1) Durchschnittliche Angriffszeit auf einen ungeschützten XP-PC: < 1 Minute laut Planetopia-Messung 37 Sekunden Gesundes Mißtrauen, auch wenn die Daten von einem Bekannten kommen Firewall Virenscanner mit aktuellen Virendefinitionen Anti-Spy Programme Keine Mainstream-Programme einsetzen 95% der Anwender sind mit den Microsoft-Tools im Internet unterwegs 8

9 Allgemeine Hinweise für den Schutz (2) Sicherheitslücken stopfen Security-Patches Sicherheitseinstellungen Keine wichtigen Informationen weitergeben Kreditkarten-Mißbrauch Keine wichtigen Daten auf der Platte ablegen z.b. PIN und TAN vom Online-Banking Nicht als Admin ins Internet eingeschränkte Benutzerrechte Unerwartetes Verhalten nicht einfach hinnehmen Laufende Datensicherungen 9

10 Demo PC mit Outlook Infizierter Mail-Anhang wird geöffnet Virenscanner wird abgeschossen Infizierte Mail wird weiter verbreitet Mail-Server Empfängt und verteilt infizierte Mails 10

11 Todsünden nach einer Infektion Weitermachen, als ob nichts wäre Systemwiederherstellung als Allheilmittel ansehen Reparaturinstallation Einspielen von Security-Patches nach einer Infektion Datenverlust durch Panik-Reaktion 11

12 Sinnvolles Vorgehen Plagegeist identifizieren Im Web nach Informationen zu diesem Plagegeist suchen, z.b. bei Symantec Geziehlt gegen diesen Plagegeist vorgehen 12

13 Was ist eine Firewall (1) IP-Protokoll Basis für die Kommunikation im Internet ist das IP-Adresse Port Jeder Rechner im Internet hat eine eindeutige Hausnummer, die Postfächern / Anschlüsse, über die die Anwendungen miteinander Daten austauschen jeder Rechner hat Ports Beispiel Verschicken von meiner IP-Adresse, Port 110 Empfangen auf Empfänger IP-Adresse, Port 25 13

14 Was ist eine Firewall (2) Firewall Ziel steuert je Anwendung den Zugriff auf einzelne Ports sowohl von innen als auch von außen von außen kann nur auf die freigegebenen Ports zugegriffen werden von Innen dürfen nur vom Bentzer freigegebene Anwendungen auf das Internet zugreifen Schutz vor Angriffen aus dem Internet Aufdecken von Programmen die unerlaubt ans Internet wollen 14

15 Was ist ein Virenscanner (1) Jeder Virus hat einen bestimmten "Fingerabdruck" Virenscanner Schützt vor Viren, Würmern, Trojanern, Highjackern und Backdoor-Programmen Verfügt über eine Datenbank mit Fingerabdrücken bekannter Viren Durchsucht alle Dokumente, Programme und evtl. auch Mails und Web-n nach diesen Fingerabdrücken Wird ein Fingerabdruck gefunden, dann ist diese Datei/Programm wahrscheinlich mit einem Virus befallen Echtzeitschutz Virenscanner liest alles mit (Dateien und Mails) und verhindert, daß befallene Dokumente geöffnet werden 15

16 Was kann ein Virenscanner nicht leisten Kann nur Viren erkennen von denen er einen Fingerabdruck hat daher ist ein Online-Update unabdingbar Reaktionszeit des Herstellers bei neuen Viren is ein wichtiges Qualitätsmerkmal Kann keine Viren abblocken, die sich über Sicherheitslücken einschleichen (z.b. Sasser) Kann nur ein Teil eines Schutzkonzepts sein, kein Allheilmittel! Schützt nur eingeschränkt gegen Dialer und Spyware 16

17 Schützen vor Dialern 0190-Nummer sperren lassen beim Dienstanbieter (Telekom) in Telefonanlage 0190-Warner Lassen das Anrufen nur weniger freigegebener Nummern zu Dialer können aber teilweise die 0190-Warner umgehen daher bei der Installation von Programmen über das Internet immer vorsichtig sein. Es könnte auch ein Dialer sein! 17

18 Schützen vor Spyware Wird oftmals mit kostenloser Software ungefragt mitinstalliert Verfügt oftmals über Schutzmechanismen, damit man die Software nicht mehr los wird Ähnlich den Virenscannern gibt es spezielle Programme, die Spyware aufspüren und entfernen können 18

19 Weitere Informationen Virenscaner: Symantec, H&B EDV, Kaspersky,... Online-Check Firewall: ZoneAlarm,... SpyBot, 0190Warner Windows-Sicherheit und -Updates k/default.mspx Mozilla: Computerzeitschriften: c't 19

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