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1 Wissenschaftstheorien Erkenntnis Macht Wissenschaft

2 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

3 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

4 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

5 Erkenntnis Wissen durch wissenschaftliches Forschen oder Nachdenken + Erfahrung Erkenntnis Einsicht Informationen

6 Macht Chance innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen. (Max Weber) Möglichkeit oder Fähigkeit, über Personen oder Dinge zu bestimmen oder sie zu beeinflussen Kontrolle, Kraft, großer Einfluss

7 Wissenschaft Was ist Wissenschaft? jede intersubjektiv überprüfbare Untersuchung von Tatbeständen Beschreibung, Erklärung als Ziel J. Friedrichs: Erklärung, Beschreibung und Gestaltung der Gesellschaft (praktisches Ziel) systematisches Erforschen verschiedener Bereiche der Welt Gesamtheit der Wissenschaftler (streben nach Erkenntnissen)

8 Wissenschaft Einflussgrößen Kenntnisstand der Wissenschaft Organisation der Wissenschaft scientific community unterschiedliche Bedingungen unterschiedliche Systeme

9 Wissenschaft systematisches Ganzes der Erkenntnis Vorurteilsfreiheit, Wertfreiheit, Verifizierbarkeit und Verifikation jeder Aussage, Möglichkeit der Kritik i.w.s. die Gesamtheit des wissenschaftlichen. Betriebes (Institutionen, Methodik, Probleme, Resultate...) i.e.s. die Gesamtheit der Resultate und Probleme. System der Wissenschaft : Idealwissenschaft (z.b Mathematik) Realwissenschaften Messen Verstehen

10 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

11 Erkenntnistheorie Teilgebiet der Philosophie, das sich mit philosophischen Fragen der Erkenntnis beschäftigt: Quellen und Kriterien der Erkenntnis möglichen Arten der Erkenntnis ihre jeweiligen Gewissheitsgrad genaue Beziehung zwischen dem Erkennenden und dem erkannten Gegenstand

12 Erkenntnistheorie Erfahrungsanalyse Zerlegung der Erfahrung in ihre Elemente Überprüfung des Anspruchs der Erkenntnis der Gültigkeit der Erfahrungsurteile der nichtempirischen, wesensnotwendigen (apriorischen) Voraussetzungen möglicher Erfahrung. theologische Erkenntnistheorie Bez. Für systematische Besinnung der Theologie auf eigenes Tun Überprüfung der Weise des Gegebenseins der geglaubten Offenbarung Normen der Offenbarungsauslegung die Methoden theologischer Forschung

13 Wissenschaftstheorie Teilgebiet der Philosophie bzw. der Erkenntnistheorie, das mit Hilfe der logischen Analyse die Voraussetzungen, Methoden, Zielen und Ergebnisse der Wissenschaften untersucht Jede Wissenschaft bezieht aus der Philosophie eine Theorie der Wissenschaft, die zusammen mit fachspezifischen Aussagen die sogenannte Metaebene des Faches ergibt

14 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

15 Wissenschaftspyramide Philosophie Metatheorie Methodologie Praxis Quelle: Brosdorf 1999: 21

16 Wissenschaftspyramide Wissenschaftsgebäude als hierarchisches System Praktiker: Mehrheit; keine Entwicklung neuer Methoden Methodologen: neue wissenschaftliche Methoden zu Verbesserung der Praxis; Übergewicht gegenüber Praktikern hohe internationale Anerkennung des Instituts Metatheoretiker: Hinterfragung des logischen Systems Theorien hinter Theorien Entstehung der Theorie (induktiv, deduktiv) Einbezug der Persönlichkeit des Forschers

17 Wissenschaftspyramide Philosophen: abstrakte Probleme allgemeiner Natur für alle Wissenschaften; Sinnhaftigkeit wissenschaftlichen Tuns FAZIT: Problemlösungen werden auf allen diesen Stufen entwickelt: Lösungen für... PRAKTISCHE Probleme auf der 1. Stufe METHODISCHE Probleme auf der Ebene der Methodologen THEORETISCHE Probleme auf der Ebene der Metatheorie GENERELLE Probleme für die gesamte Wissenschaft durch den Philosophen

18 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

19 Induktion & Deduktion Vorgehensweisen bei empirischer Arbeit: (empirisch erfahrungsgemäß) induktiver Ansatz beobachtbare Einzelereignisse auf die Allgemeinheit schließen deduktiver Ansatz Schluss vom Allgemeinen auf das Einzelne

20 1. Definitionen: Gliederung a. Erkenntnis, Macht, Wissenschaft b. Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie c. Wissenschaftspyramide d. Induktion, Deduktion 2. Wissenschaftstheoretische Ansätze a. Positivismus b. Kritischer Rationalismus c. Phänomenologisch-hermeneutischer Ansatz d. Handlungstheoretischer Ansatz

21 Wissenschaftstheoretische Ansätze Positivismus Kritischer Rationalismus Phänomenologischhermeneutischer Ansatz Handlungstheoretischer Ansatz

22 Wissenschaftstheoretische Ansätze Positivismus Kritischer Rationalismus Phänomenologischhermeneutischer Ansatz objektive Realität existiert außerhalb des subjektiven Bewusstseins objektive Erkenntnisse über Realität durch Methoden der exakten Naturwissenschaften alle Behauptungen müssen sich auf nachprüfbare Tatsachen zurückführen lassen Prinzip der Verifizierung jede Aussage, die durch eine Beobachtung bestätigt wird, gilt als wahr Kriterium für Wahrheit ist die Erfahrung Ziel des Wissenschaftsprozesses: Aufstellung allgemeiner Gesetze oder Theorien Handlungstheoretischer Ansatz

23 Wissenschaftstheoretische Ansätze Positivismus Kritischer Rationalismus Phänomenologischhermeneutischer Ansatz Handlungstheoretischer Ansatz es gibt keine absoluten Wahrheiten Theorien gelten so lange, bis sie wiederlegt sind Prinzip der Falsifikation Annäherung an die Wirklichkeit durch Wiederlegung von Annahmen (Hypothesen müssen grundsätzlich an Erfahrung scheitern können) Quelle des Wissens ist die Vernunft Prinzip des Fortschritts: Hypothese wiederholte Neuformulierung vorläufig bestätigt wiederholte Bestätigung bewährte Aussage weitere Überprüfungen allgemeingültige Hypothese Theorien am Anfang und am Ende empirischer Forschung

24 Wissenschaftstheoretische Ansätze Positivismus Kritischer Rationalismus Phänomenologischhermeneutischer Ansatz Handlungstheoretischer Ansatz Phänomenologie: Klassifikation der Gegenstände des Wissenschaftsgebietes Hermeneutik: wissenschaftliche Methode des Verstehens und Erschließens objektive Welt existiert nicht objektive, vom erkennenden Subjekt losgelöste Erkenntnisse sind nicht möglich die Welt entsteht durch die subjektive Interpretation Erschließung des Sinnzusammenhangs des sozialen Handelns soziales Handeln deutend verstehen Ablauf und Wirkungen ursächlich erklären

25 Wissenschaftstheoretische Ansätze Positivismus Kritischer Rationalismus Phänomenologischhermeneutischer Ansatz Handlungstheoretischer Ansatz kein Kausalitätsprinzip (keine Wirkung ohne Ursache), sondern Sinn/Rationalitätsprinzip Systematische Fortführung der Lebenspraxis Erhellung der Motive, Absichten, Ziele, die Handeln zu Grunde liegen Handeln folgt einer Situationslogik Handeln = logische Folge einer bestimmten Definition der Situation Berücksichtigung von Handlungsalternativen rationale Wahl (Wert-Erwartungs-Theorie) Intentionalität (Zielgerichtetheit) menschlichen Handelns = Grundlage eines besonderen, nicht rein erfahrungswissenschaftlichen Erklärungsprinzips

26 Wissenschaftstheoretische Ansätze FAZIT Empirische Forschung enthält in Abhängigkeit vom jeweiligen Wissenschaftsverständnis unterschiedliche Stellenwerte bzw. unterschiedliche Funktionszuweisungen.

27 Literaturverzeichnis Borsdorf, Axel (1997):Geographisch denken und wissenschaftlich Arbeiten, Stuttgart Brunotte, E. [Hrsg.] (2001): Lexikon der Geographie in vier Bänden. Heidelberg. Fuchs-Heinritz, W. [Hrsg.] (1995): Lexikon zur Soziologie. 3., völlig neu bearb. Und erw. Aufl., durchges. Nachdr. Opladen. Gebhardt, H. (o.j.): Einführungsvorlesung Wissenschaftstheorie und Geographie (unveröffentlichtes Vorlesungsskript). Lexikon-Institut Bertelsmann [Hrsg.] (1990): Bertelsmann Universal Lexikon. Gütersloh. Lexikon-Institut Bertelsmann [Hrsg.] (1997): Das moderne Lexikon in 20 Bänden, Bd. 5, 11, 20. Gütersloh. Berlin. München. Wessel, K. (1996): Empirisches Arbeiten in der Wirtschafts- und Sozialgeographie Eine Einführung. Paderborn, München, Wien, Zürich.

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