John Rawls Eine Theorie der Gerechtigkeit

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1 Proseminar: : Leitung: W. Zitterbarth Wintersemster 2009/10 Eine Theorie der Gerechtigkeit Einführung in die Entscheidungs- und Spieltheorie

2 Gliederung 1. Einführung in die Entscheidungs- und Spieltheorie 2. Die vier Prinzipien 2.1 Die Maximin- Regel 2.2 Die Pareto- Optimalität 2.3 Das Unterschiedsprinzip 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeit

3 1. Einführung in die Entscheidungs- und Spieltheorie die Entscheidungstheorie ist Zweig der Wissenschaftstheorie, der mathematischen Statistik und der theoretischen Ökonomie bindet die Rationalität von Entscheidungen an logisch-mathematische Verfahren

4 Anwendungsgebiete von Entscheidungstheorien Individualentscheidung Gruppenentscheidung Normative Theorien Deskriptive Theorien Neoklassische Ökonomie Statistische Entscheidungstheorie Moralphilosophie Experimentelle Entscheidungsstudien Lerntheorie Untersuchung von Wahlverhalten Spieltheorie Wohlfahrtsökonomie Organisationstheorie Sozialpsychologie Politische Wissenschaft

5 Maximiere den Nutzen! Vorteile als positive Kosten Verluste oder Nachteile als negative Kosten

6 Elementare Spieltheorie Spieltheorie beschäftigt sich mit Modellierung und Analyse von Entscheidungsprozessen zwischen mehreren Parteien bzw. Spielern Prozesse reichen von üblichen Gesellschaftsspielen bis hin zu ökonomischen Abläufen

7 Bsp.: Einfache Spielstrategie Zwei Leute dürfen abwechselnd 1,2 oder 3 sagen, die Zahlen werden addiert. Gewonnen hat, wer zuerst die 30 erreicht. Frage: Gibt es eine Strategie, dass man immer gewinnt und wenn ja, wer gewinnt?

8 Lösung: Erreicht Spieler 1 die Zahlen 29, 28 oder 27, dann verliert er, da Spieler 2 dann 1,2 oder 3 sagen kann. Folglich gewinnt, wer die Folge 2,6,10,14,18,22,26,30 erreicht. Der anfängt, kann also immer gewinnen, wenn er mit der 2 beginnt und immer die Zahl des anderen auf 4 ergänzt.

9 Der faire Würfel Ein Würfel ist fair, wenn jede der Zahlen 1,2,3,4,5,6 mit derselben Wahrscheinlichkeit 1/6 fällt: P({i})=1/6, i=1,2,3,4,5,6

10 Das faire Spiel Ein Spiel heißt fair, wenn der Erwartungswert E über Einsatz und Gewinn gleich Null ist. Bsp: Würfeln mit fairem Würfel. Einsatz für einen Wurf 1. Gewinn bei sechs 6. E=( )*1/6+(6-1)*1/6=0 Im Schnitt verliert und gewinnt man nichts.

11 Das unfaire Spiel Ein Spiel heißt unfair, wenn der Erwartungswert E über Einsatz und Gewinn ungleich Null ist. Bsp: Würfeln mit fairem Würfel. Einsatz für einen Wurf 1. Gewinn bei sechs 5. E=( )*1/6+(5-1)*1/6=-1/6 Der Budenbetreiber gewinnt im Schnitt bei sechs Würfen 1.

12 Gliederung 1. Einführung in die Entscheidungs- und Spieltheorie 2. Die vier Prinzipien 2.1 Die Maximin- Regel 2.2 Die Pareto- Optimalität 2.3 Das Unterschiedsprinzip 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeit

13 2.1 Die Maximin- Regel Die Maximin- Regel ordnet die Alternativen nach ihrem schlechtesten möglichen Ergebnissen: man soll diejenigen wählen, deren schlechtestmögliches Ergebnis besser ist als das jeder anderen. : ( 26 S.178)

14 2.1 Die Maximin- Regel Unter der Maximin- Regel versteht man für gewöhnlich eine Regel für Entscheidungen unter großer Unsicherheit,.... : ( 13 S.104)

15 2.1 Die Maximin- Regel Umstände Entscheidungen B1 B2 B3 A A A : ( 26 S. 178)

16 2.1 Die Maximin- Regel Umstände Entscheidungen B1 B2 B3 A A A : ( 26 S. 178)

17 2.1 Die Maximin- Regel Umstände Entscheidungen B1 B2 B3 A A A : ( 26 S. 178)

18 2.1 Die Maximin- Regel Umstände Entscheidungen B1 B2 B3 A A A : ( 26 S. 178)

19 2.1 Die Maximin- Regel Umstände Entscheidungen B1 B2 B3 A A A : ( 26 S. 178)

20 2.1 Die Maximin- Regel Umstände Entscheidungen B1 B2 B3 A A A : ( 26 S. 178)

21 2.1 Die Maximin- Regel Unsicherheit bei der Entscheidung zu allgemeingültigen Gerechtigkeitsgrundsätzen Schleier des Nichtwissens (veil of ignorance) schließt jede Kenntnis von Wahrscheinlichkeiten aus Ausgleich durch die Maximin- Regel

22 Gerechtigkeitsgrundsätze Jedermann soll gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten haben, das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist. 2. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu gestalten, daß (a) vernünftigerweise zu erwarten ist, daß sie zu jedermanns Vorteil dienen, und (b) sie mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die jedem offen stehen.

23 2.2 Das Optimalitätsprinzip/ Pareto- Optimalität Das Prinzip erklärt einen Zustand für optimal, wenn man ihn nicht so abändern kann, daß mindestens ein Mensch besser darsteht, ohne daß irgendjemand schlechter dasteht. : ( 12 S.87f)

24 2.2 Das Optimalitätsprinzip/ Pareto- Optimalität Pareto-optimale Grundstruktur...wenn es nicht möglich ist, (...), das Schema der Rechte und Pflichten so umzubauen, daß sich die Aussichten mindestens einer (...) Person verbessern, ohne daß sich die irgendeiner anderen Person verschlechtern. : ( 12 S.90f)

25 2.2 Das Optimalitätsprinzip/ Pareto- Optimalität Problematik Beispiel der Sklavenhaltergesellschaft ( 12 S. 91) Nach wem soll das Maximum der Optimalität bestimmt werden? Diese extremen Maxima seien optimal, doch gewiss können sie nicht alle gerecht sein.

26 2.2 Das Optimalitätsprinzip/ Pareto- Optimalität Reines Effizienzprinzip Beurteilung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verhältnisse im Urzustand Bei Anwendung dürfen die Gerechtigkeitsgrundsätze nicht verletzt werden. Führt nicht automatisch zu einer gerechten Verteilung

27 2.3 Das Unterschiedsprinzip Der intuitive Gedanke ist der, daß die Gesellschaftsordnung nur dann günstigere Aussichten für Bevorzugte einrichten und sichern darf, wenn das den weniger Begünstigten zum Vorteil gereicht. : ( 13 S. 69)

28 2.3 Das Unterschiedsprinzip Bestimmung der Position, zur Beurteilung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ungleichheiten in der gesellschaftlichen Grundstruktur Ausgleich der Unbestimmtheit des Optimalitätsprinzips

29 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeit Der intuitive Gedanke ist der, das Gesellschaftssystem so zu gestalten, daß immer nur etwas Gerechtes herauskommt, mindestens solange es sich in einem bestimmten Rahmen hält. : ( 14 S.106)

30 Grundgedanken der Verfahrensgerechtigkeit ohne moralische Appelle, etwa an Genügsamkeit, Selbstlosigkeit oder Nächstenliebe auszukommen den Menschen so zu nehmen, wie er ist, mit all seinen Eigeninteressen durch die Anwendung der richtigen Verfahrensregeln Gerechtigkeit herstellen

31 Schleier des Nichtwissens Schleier des Nichtwissens Situation, in der die Menschen die Grundgesetze ihrer Gesellschaft festlegen, ohne zu wissen, in welcher Weise sie selber künftig von diesen Regeln betroffen sein werden Ergebnis man kann davon ausgehen, Konsequenzen alle werden in die gleiche Lage versetzt niemand gerät in Versuchung, sich Gesetze auszudenken, die ihn bevorzugen dass die Vorschriften, die auf diese Weise zustande kommen, fair und gerecht sind

32 2.4 Die reine Verfahrensgerechtigkeit Korrektheit bzw. Fairness des Ergebnisses liegen in der Befolgung der korrekten bzw. fairen Regeln Beispiel Gemeinschaftsspiele Sieg und Niederlage sind gerecht, wenn man nach den Regeln gespielt hat! KEIN unabhängiges Kriterium für das richtige Ergebnis.

33 2.4 Die reine Verfahrensgerechtigkeit Anwendungsgebiet: Güterverteilung Umsetzung: Gerechtes System von Institutionen Unparteiische Anwendung

34 Die vollkommene Verfahrensgerechtigkeit Das Verfahren ist so beschaffen, dass ein gerechtes Ergebnis garantiert wird, z.b. etwas gerecht teilen WICHTIG: Es gibt ein unhabhängiges Kriterium dafür, ob das Resultat gerecht ist. Gerecht teilen, jeder eine Hälfte weil gleich groß Ist nur in einfachen oder idealisierten Fällen möglich

35 Einen Kuchen gerecht in zwei Hälften teilen Wie teilt man einen Kuchen gerecht unter zwei Leuten, so dass sich jeder fair behandelt fühlt? Einer schneidet, der andere sucht sich sein Stück aus. Der Schneidende wird natürlich versuchen, die Stücke möglichst gleich zu machen, denn er bekommt ja das Kleinere.

36 Die unvollkommene Verfahrensgerechtigkeit es existiert kein Verfahren, keine Prozedur, die mit Sicherheit zu einem gerechten Ergebnis führt (Beispiel Strafverfahren)

37 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeiten Individuum/ Gesellschaft Regeln/ Verfahren

38 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeiten Individuum/ Gesellschaft Regeln/ Verfahren Das richtige Ergebnis

39 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeiten Individuum/ Gesellschaft Regeln/ Verfahren vollkommen Das richtige Ergebnis

40 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeiten Individuum/ Gesellschaft Regeln/ Verfahren vollkommen unvollkommen Das richtige Ergebnis

41 2.4 Die Verfahrensgerechtigkeiten Das faire Ergebnis Individuum/ Gesellschaft Regeln/ Verfahren reine Verfahrensgerechtigkeit vollkommen unvollkommen Das richtige Ergebnis

42 Quellen : Eine Theorie der Gerechtgkeit, Frankfurt a.m Insbesondere 11-14, 26 Otfried Höffe: Strategien der Humanität, Frankfurt a.m Spektrum Verlag: Lexikon der Mathematik, Heidelberg 2002.

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