IT-Sicherheit. Informationssicherheit: IT-Sicherheit bzw. IT-Risikomanagement

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1 IT-Sicherheit Informationssicherheit: Schutz aller Informationen im Unternehmen elektronisch gespeicherte Daten Informationen in nichtelektronischer Form z.b. auf Papier Expertenwissen, in den Köpfen der Mitarbeiter IT-Sicherheit bzw. IT-Risikomanagement Schutz elektronisch gespeicherter Informationen und deren Verarbeitung Quelle: Krcmar, H.: Einführung in das Informationsmanagement, 2. Aufl. (2015) Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 66

2 Datensicherungsdienste Problem: Zerstörung von Daten durch - Unglücke - Hardwarefehler - Bedienungsfehler - mutwillige Zerstörung bzw. Sabotage Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 67

3 Sicherheitsdienste Schutz von Rechnern und Speichermedien vor bewusster Manipulation unbefugtem Zugriff Fehlfunktionen des Systems menschlichem Fehlverhalten Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 68

4 Klassen von Bedrohungen der Sicherheit von IKS Verlust der Vertraulichkeit (unzulässiger Informationsgewinn) Verlust der Integrität (Manipulation von Informationen oder Fehlfunktion einer Applikation) Verlust der Verfügbarkeit (Beeinträchtigung der Funktionalität des Systems oder der Verfügbarkeit von Informationen) Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 69

5 Bedrohungen: Gegenmaßnahmen (I) Geeignete administrative, organisatorische und bauliche Maßnahmen (Zugangssicherung) Zugangskontrolle über Identifikation und Authentisierung des Benutzers Unterstützung der Authentisierung durch zusätzliche Geräte (Codekartenleser, Fingerabdruckscanner, RFID) Vergabe von Zugriffsrechten auf Verzeichnisse, Dateien und Geräte des Systems Kontrolle der Zugriffe anhand der Benutzer und der Rechte-Information Verschlüsseltes Speichern von Dateien / Verschlüsselung von Dateisystemen Verschlüsselung der Datenpakete bei der Übertragung in Netzen Einführung und Kontrolle von Prüfsummen für Dateien (Hash-Werte) Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 70

6 Bedrohungen: Gegenmaßnahmen (II) Einführung und Kontrolle von individuellen Ressourcenbeschränkungen der Benutzer Überwachung und Steuerung der Kapazitätsauslastung (CPU, Plattenspeicher und Netzwerk) Überwachung der Dateisystemkonsistenz und Fehlerbehebung Protokollierung der Benutzer und Systemaktivitäten zur Beweissicherung (Auditing) Regelmäßige Datensicherung sowie präventive Wartung (Backup und Diagnose) Schaffung von Redundanz (Plattenspiegelung, parallele Datenbanken oder Rechenzentren) Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 71

7 Firewall-Konzept Computer Server Computer LAN Computer Firewallrechner WAN Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 72

8 Virenschutzsoftware Der Virus besteht i.d.r. aus drei Komponenten: einem Teil zur Ausbreitung des Virus (Replikation), einem Mechanismus, der die eigentliche Funktion unter bestimmten Umständen auslöst (Trigger) und einer eigentlichen Funktion. Virenschutzsoftware bietet im Allgemeinen die folgenden Grundfunktionen: Verhinderung der Infektion (sog. Impfung) Erkennung der Infektion (Virenscanner) und Beseitigung des Virus Unterscheidung: Viren, Würmer und Trojanische Pferde Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 73

9 Bewertungskriterien Virenschutzsoftware Verbreitungsgrad der Software Testergebnisse Signaturbasierte Erkennung von Bedrohungen Verhaltensbasierte Erkennung von Bedrohungen Performance / Scangeschwindigkeit Entfernung von Infektionen / Reparatur von Systemdateien Online-Aktualisierung von Programm / Signaturen Geschwindigkeit der Reaktion der Softwarehersteller auf Bedrohungen Virensignaturen verschlüsselt gespeichert? Schutz / Prüfung defekter Festplattensektoren, Bootsektoren usw. Kann die Überprüfung beim Starten des Rechners automatisch durchgeführt werden? Booten in alternatives Betriebssystem möglich? Ist der Virenschutz integriert (z.b. Firewall, Backuplösung, Smartphone usw.)? Benutzerfreundlichkeit der Programms (Rückfragen, Silent-Modus) Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 74

10 Kryptologie Symmetrische Verschlüsselung Schlüssel S1 Chiffrierverfahren Kryptogramm Dechiffrierverfahren Schlüssel S1 Klartext Klartext Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 75

11 Kryptologie Asymmetrische Verschlüsselung Schlüssel S1 Chiffrierverfahren Kryptogramm Dechiffrierverfahren Schlüssel S2 Klartext Klartext Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 76

12 Definition Betriebssystem Die Programme eines digitalen Rechnersystems, die zusammen mit den Eigenschaften der Rechenanlage die Basis der möglichen Betriebsarten des digitalen Rechnersystems bilden und insbesondere die Abwicklung von Programmen steuern und überwachen. (gemäß DIN 44300) Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 77

13 Geräteverwaltung Die Geräteverwaltung eines Betriebssystems umfasst die Auswahl und die Bereitstellung der für Ausgabe und Eingabe geeigneten Komponenten (z.b. Tastatur, Maus, Drucker, Bildschirm), die Anpassung an die physikalischen Eigenschaften der Komponenten (z.b. Bildschirm oder Modem) über sog. Treiber und die Überwachung der Datenübertragung zwischen einem Programm und einer Komponente (z.b. dem Drucker). Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 78

14 Prozessorverwaltung Die Prozessorverwaltung eines Betriebssystems umfasst Zuteilung des Prozessors an eines der zu bearbeitenden Programme und Mechanismen zum Start, Abbruch und zur Priorisierung von Prozessen bzw. Anwendungen. Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 79

15 Speicherverwaltung Unter der Speicherverwaltung eines Betriebssystems ist zu verstehen: die Kontrolle aller im System vorkommenden Speicher (Register, Hauptspeicher oder Plattenspeicher), die Zuteilung von Speicher an die Anwendungsprogramme und die Organisation von Speicherhierarchien. Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 80

16 Dienstprogramme Unterschiedliche Programme zur Ausführung von Aufgaben: Dateiverwaltung einfache Editoren Benutzerverwaltung Fehleranalyse Datensicherung Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 81

17 Großrechner- vs. PC-Betriebssysteme Großrechner umfangreiche Stapel- und Transaktionsaufgaben typischerweise keine Nutzerinteraktion Anwendung: Flugbuchungen, Gehaltsabrechnungen z.b. BS2000 oder OS/390 Betriebssysteme für den Arbeitsplatz (PC) Anwendung: z.b. SAP-Client Windows 10, 8, OS X Yosemite, Debian Linux, Ubuntu Bei lokal verteilten Systemen Anwendung: Druckerserver, Fileserver usw. Linux, Unix, Windows Server 2003 Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015 # 82

18 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Dipl.-Kfm. Claus Häberle SS 2015

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