Einführungswebinare. Risiko-Management. Referent. David Pieper

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1 Einführungswebinare Referent Risiko-Management David Pieper

2 2 Auf die Höhe der möglichen Gewinne kann der Anleger keinen Einfluss nehmen, auf seine Verluste dagegen schon. Hierzu stellt Risiko-Management das geeignete Instrumentarium zur Verfügung. Lernen Sie in diesem Seminar, welche Arten von Risiken es gibt, wie sich das Chance/Risiko-Verhältnis optimieren lässt und warum Verlustbegrenzung für den dauerhaften Erfolg an der Börse unverzichtbar ist.

3 3 Die heutigen Themen Das Risiko als ständiger Begleiter des alltäglichen Lebens Die Unterscheidung in zwei Haupt-Risikoarten Das Chance/Risiko-Verhältnis mit praktischem Beispiel Die Trading-Ökonomie / Erwartungswert Wie man im Spiel bleibt Die Gewinnerwartung Die Positionsgrößenbestimmung Das Risiko managen Das Positionsrisiko Das Gesamtrisiko Trading-Chancen erkennen Einsatz einer Marktanalyse

4 4 Risiko im Alltag Der Umgang mit dem alltäglichen Risiko Die meisten Unfälle passieren bei der Hausarbeit Herd und Bügeleisen werden vor Verlassen des Hauses ausgeschaltet Beim Überqueren der Straße: Blick nach links und rechts Rote Ampel Anhalten Kein U-Turn auf der Autobahn usw.

5 5 Risiko an der Börse Der Umgang mit dem alltäglichen Risiko an der Börse Risiko an der Börse bezieht sich auf einen möglichen Kapitalverlust Regeln für das Verlustmanagement erstellen und umsetzen Ziel ist es, möglichst nur kleine Verluste zu erleiden und Gewinne auszubauen Die Börse bietet wesentlich weniger Risiko als der Alltag

6 6 Die Risiko-Bereiche Das Risiko-Management Externe Sicherheit Technische Sicherheit Aktive Sicherheit Broker Rating Einlagensicherung Produktkenntnis Kapitalausstattung Fachwissen Technische Ausstattung Backup System USV (Stromversorgung) Firewall Virensoftware Telefon am Arbeitsplatz Risiko-Management Money Management Stopps Diversifikation Strategien Vorbereitung Gesundheit (Geist, Körper)

7 7 Die Risikoarten Systemisches Risiko Allgemeines Marktrisiko Inflation Zinsänderungen Wirtschaftsnachrichten Politische Veränderungen Unsystemisches Risiko Risiko-Management Money Management Verschiedene Stopparten Diversifikation Strategien Keine Einflussmöglichkeit Einflussmöglichkeiten

8 8 Der Umgang mit dem Risiko Worauf kommt es an? Die Risiken eines Trades sollten erkannt und berücksichtigt werden Auch systemische Risiken wie Wirtschaftsnachrichten einbeziehen Das Verhältnis von Chance zum Risiko (Gewinnerwartung) sollte ermittelt werden Verlustbegrenzung durch Risiko-Management Gewinn muss ein Vielfaches des Anfangsrisikos (initial risk) betragen Verluste müssen auf das Anfangsrisiko begrenzt werden Positiver Erwartungswert: Gewinne Negativer Erwartungswert: Verluste Positionsgröße berechnen Berechnung mit Tradingkosten und Slippage (Slippage = evtl. Mehrkosten bei Kauf/Verkauf durch Schlechtausführung der Order oder schnellen Markt) Money Management

9 9 Das Pleiterisiko (Risk of Ruin) Wichtigste Aufgabe des Risikomanagements: Pleiterisiko eliminieren! Warum? Ohne Kapital keine Wiederaufnahme des Tradings möglich 3 Faktoren beeinflussen das Pleiterisiko: riskiertes Kapital pro Trade Trefferquote Relation zwischen durchschnittlichen G+V (Profit Faktor) + Zahl der Chancen Erwartungswert = Welchen Gewinn kann der Trader für jeden in einem Trade riskierten Euro langfristig (im Durchschnitt) erwarten?

10 10 Der Erwartungswert E Gewinnwahrscheinlichkeit Durchschn. Gewinn [ ] Verlust-Wahrscheinlichkeit Durchschn. Verlust [ ] E 0, [ ] 0, [ ] E 32 [ ] Beispiele Trefferquote 33% / Durchschnittsgewinn 2 / Durchschnittsverlust 1 Erwartungswert = -1% Trefferquote 33% / Durchschnittsgewinn 3 / Durchschnittsverlust 1 Erwartungswert = 32% Trefferquote 50% / Durchschnittsgewinn 2 / Durchschnittsverlust 1 Erwartungswert = 50% Trefferquote 50% / Durchschnittsgewinn 3 / Durchschnittsverlust 1 Erwartungswert = 100% Ziel: Erwartungswert muss positiv sein! Je höher, desto besser!

11 11 Die Trading-Ökonomie Murmelspiel: Es werden nacheinander 10 (von insgesamt 100) Kugeln aus einem Sack gezogen Verlierer Kugeln 50 Weiße 1:1 10 Gelbe 2:1 4 Rote 3:1 Gewinner Kugeln 20 Blaue 1:1 10 Grüne 5:1 3 Braune 10:1 3 Schwarze 20:1 64% aller Kugeln Verluste 36% der Kugeln Gewinner 64% Verlustwahrscheinlichkeit 36% Gewinnwahrscheinlichkeit

12 12 Die Trading-Ökonomie Tradeart Kugel Einsatz Gewinn Verlust Kapital 1000,- Euro Spiel 1 Spiel 2 Spiel 3 Spiel 4 Spiel 5 Spiel 6 Spiel 7 Spiel 8 Spiel 9 Spiel 10 Weiß x (-1) 50,- -50,- 950,- Euro Gelb x (-2) 50,- -100,- 850,- Euro Braun x (+10) 50,- 500,- 1350,- Euro Weiß x (-1) 50,- -50,- 1300,- Euro Weiß x (-1) 50,- -50,- 1250,- Euro Gelb x (-2) 50,- -100,- 1150,- Euro Weiß x (-1) 50,- -50,- 1100,- Euro Weiß x (-1) 50,- -50,- 1050,- Euro Weiß x (-1) 50,- -50,- 1000,- Euro Blau x (+1) 50,- 50,- 1050,- Euro Trefferquote beträgt nur 20 Prozent, trotzdem ist ein Gewinn zu verzeichnen!

13 13 Die Gewinnerwartung in der Praxis Was bedeutet eine Gewinnerwartung von 10 x Initial Risk? Wenn Sie von 11 Trades nur einmal gewinnen sind Sie Break-Even Gewinnt man mehr als einmal, befindet man sich im Gewinn Aber: Kursziel muss realistisch sein! Einstieg Stoppkurs Initial-Risko Kursziel Gewinnerwartung Trade x Initial Risk Trade x Initial Risk Trade x Initial Risk Trade x Initial Risk Trade x Initial Risk

14 14 Positionsgrößenbestimmung (ohne Gebühren/Slippage) Ohne Gebühr Konto in Euro Risikokapital in Euro Kalkuliertes Risiko in % Risiko pro Position in Euro , ,- 1 % 100,- Menge = Risiko pro Position [ ] Einstiegskurs [ ] Stoppkurs [ ] Einstiegskurs 5,00 Stoppkurs Stückzahl Positionsgröße in Euro 4, ,- Menge = 100,- Euro 5,00- Euro 4,80 Euro = 500

15 15 Positionsgrößenbestimmung (mit Gebühren/Slippage) Tradingkosten (Gebühren) 0,5% und Slippage (Spread) 1% Gebühren sind vom Produkt sowie dem Broker abhängig und können stark variieren Hohe Gebühren haben einen großen Einfluss auf die Positionsgröße Menge = Risiko pro Position [ ] Einstiegskurs [ ] x 1,015 Stoppkurs [ ] x 0,985 Menge = 100,- Euro 5,075- Euro 4,728 Euro = 288

16 16 Positions- vs. Gesamtrisiko Positionsrisiko: Begrenzung des Trade-Risikos auf z.b. 0,5% / 1% / 2% des Trading-Kapitals Gesamt-Risiko: Summe der Risiken aller offenen Positionen Beispiel: Kontogröße Euro und 5 offene Positionen, max. Risiko pro Position 2% 1% 1,5% 0,5% 2% 1,5% Gesamtrisiko: 1,00% + 1,50% + 0,50% + 2,00% + 1,50% = 6,50% = 650,- Euro Gesamt-Risiko: Kapitalbindung einer Position max % des Trading-Kapitals Ziel: Begrenzung eventuell auftretender Verluste durch Kurslücken Beispiel: Aktiendepot Euro max. Kapitalbindung pro Aktie Euro

17 17 Management des Gesamtrisikos in der Praxis Trade Mind the gap Konto in Euro ,- Einstiegskurs Short 50,00,- 56,- Stoppkurs 51,00,- 55,- Stückzahl ,- Anfangsrisiko in Euro 500,00 53,- Eröffnungs-Gap Anfangsrisiko in % 5 % 52,- Ausstieg (Ausgestoppt) Ergebnis in Euro Ergebnis in % 55, ,00-25 % 51,- 50,- 49,- Initial-Stopp Initial-Risiko Short-Einstieg

18 18 Tradingchancen erkennen Wie findet ein Trader heraus, was ein guter Trade sein könnte? Die Möglichkeiten: Fundamentale Analyse Technische Analyse, Formationen Indikatoren Die Herausforderungen: Man hat keine Kontrolle, ob ein Trade ein Gewinner oder Verlierer wird Das Ego will Recht haben und übernimmt die Aktionen Die Lösung: Beobachtung des aktuellen Marktgeschehens (Zeitebene abh. von Trading-Stil) Steigt der Markt werden ausschließlich Long-Trades durchgeführt Fällt der Markt werden nur Short-Trades durchgeführt Den Weg des geringsten Widerstandes gehen So hat man die Wahrscheinlichkeit auf seiner Seite

19 19 Tradingchancen erkennen: Mit einer Marktanalyse Was ist eine Marktanalyse? Wirtschaftsdaten und entwicklung verfolgen Durch charttechnische Analyse die Marktverfassung feststellen Ein wahrscheinliches Marktszenario entwerfen, aber auch ein Worst Case-Szenario Das aktuelle Risiko versuchen abzuschätzen Die Marktanalyse dient nicht zur Trade-Voraussage oder Erhöhung der Trefferquote sondern zur Identifikation von Ein- und Ausstiegsmarken, zur Tradeplanung Die Marktanalyse ersetzt keine Risikokontrolle Die Risikokontrolle wird separat durch Risiko- und Money Management durchgeführt Weitere zu berücksichtigende Informationen Die Volatilität (Marktschwankung) Wichtige Widerstände/Unterstützungen Wirtschaftsnachrichten und deren Veröffentlichungstermine

20 20 Chance/Risiko-Verhältnis (CRV) Jeder Trade bedeutet einen möglichen Verlust des Einsatzes. Um den Verlust kontrollierbar zu machen, sollte ausschließlich mit Stopps gearbeitet werden. Ein möglicher Verlust sollte aber immer mit der Chance auf einen höheren Gewinn einhergehen. Dies kann in einem Wert ausgedrückt werden, dem Chance/Risiko-Verhältnis. Berechnung: Einstieg bestimmen Stopp Bestimmen (Technisch od. ATR) Kurszielgewinn Einstiegskurs-Stoppkurs = Initial-Risiko Kursziel ermitteln (Technisch od. ATR) Kurszielgewinn = Kursziel Einstieg CRV = Kurszielgewinn / Initial-Risiko 56,- 55,- 54,- 53,- 52,- 51,- 50,- 49,- Longeinstieg Initial-Risiko Initial-Stopp

21 21 CRV in der Praxis Erhöhung des CRV durch Einstieg nach Rücksetzern Zielgewinn 1 = 3100 (420,-) Zielgewinn 2 = 3100 (550,-) Einstieg 1 = 3058 Vortagschluss Einstieg 2 = 3045 Stopprisiko 2 = 3030 (150,-) Stopprisiko 1 = 3035 (230,-) CRV 1 = 420,- / 230,- = 1,8 CRV 2 = 550,- / 150,- = 3,6

22 22 Zusammenfassung Ohne ein gewisses Risiko ist eine Börsenteilnahme nicht möglich Risiko an der Börse bedeutet Verlust von Kapital Diese Verluste können aber kalkuliert und kontrolliert werden Dazu muss man das Risiko richtig managen lernen Ein Risiko sollte immer einer entsprechend großen Gewinnchance gegenüberstehen Nach dem Beherrschen des Risikos spielt die Höhe der Gewinne eine große Rolle Die optimale Positionsgröße ist für ein erfolgreiches Traden zwingend erforderlich Erst die Berechnung der Positionsgröße bringt Trade und Konto zusammen Für das Erkennen von Trading-Chancen wird Chart-Technik benötigt Vor dem Einstieg Marktanalyse erstellen

23 23 Vielen Dank für Ihr Interesse! TRADERS media GmbH Barbarastrasse 31 D Würzburg Kundenservice:

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