Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. 22. November Marcel Koller Chefökonom AKB

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2 Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 22. November 2011 Marcel Koller Chefökonom AKB

3 Disclaimer Disclaimer Die vorliegende Präsentation illustriert die aktuelle Einschätzung der zukünftigen Entwicklung in den wichtigsten Volkswirtschaften respektive an den wichtigsten Finanzmärkten. Daraus leiten sich die offiziellen Finanzmarktprognosen der Aargauischen Kantonalbank ab. Bitte beachten Sie, dass das zur Präsentation gesprochene Wort gilt! Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen wurden öffentlich zugänglichen Quellen entnommen, die wir für zuverlässig halten. Eine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben können wir nicht übernehmen. Bei allen in der Veröffentlichung wiedergegebenen Meinungen handelt es sich um die aktuelle Einschätzung der Aargauischen Kantonalbank. Diese Meinungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Daher müssen wir Sie um Verständnis dafür bitten, dass damit weder ausdrücklich noch stillschweigend eine Zusicherung oder Garantie in Bezug auf die Richtigkeit oder die Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen zu Entwicklungen, Märkten oder Wertpapieren verbunden sein kann. Weiterverwendung und Ausdruck, auch teilweise, nur mit Einwilligung der Aargauischen Kantonalbank 3

4 Die globale Weltwirtschafts- und Finanzordnung ist im Umbruch

5 Megatrend: Ökonomische und politische Machtverschiebung 90% %-Anteil am globalen Bruttoinlandprodukt 80% 70% 60% 50% "Old Economies" (Entwickelte Staaten) "New Economies" (Schwellen- und Entwicklungsländer) Europäische Union Asien (ex Japan) 40% 30% 20% 10% 0% Quelle / Schätzungen: IWF Prognose 2018

6 Die Old-Economy -Staaten... 70er Jahre bis 2000 Hoher globaler BIP-Anteil (bis zu 80%) Seit Globaler BIP-Anteil verringert sich laufend Ø-Wachstum < 3% Arbeitsmärkte gesättigt Überdurchschnittlicher Wohlstand mittelfristig geringere Konsumnachfrage Sparzwang mittelfristig geringere Staatsausgaben Negative demografische Entwicklung Verschuldungsquote hoch und weiter steigend Konjunkturaussichten stark eingetrübt

7 Die New-Economy -Staaten... 70er Jahre bis 2000 Tiefer globaler BIP-Anteil (nur bis zu 25%) Seit Globaler BIP-Anteil erhöht sich laufend Ø-Wachstum > 6% Steigende Beschäftigung lässt Arbeitslosenquoten sinken Nachholbedarf Wohlstand mittelfristig steigende Konsumnachfrage Kein Sparzwang mittelfristig steigende Staatsausgaben Kleinere Probleme bei der demografischen Entwicklung Verschuldungsquote tief, nur mässig steigend Konjunkturaussichten auch leicht schwächer, aber auf hohem Niveau

8 Die heutigen makroökonomischen Probleme Kurzfristig negative Wirkung Japanische Erdbebenkatastrophe Lagerzyklus Rohstoffpreise Höhere Unsicherheit aufgrund der Schuldenkrise Langfristig negative Wirkung Lösung der Schuldenkrise? USA leidet immer noch unter der Subprimekrise Europa in einer massive Zerreisprobe Fehlkonstruktion Euro Keine Lösung ohne Souveränitätsverluste Aktuelle Lösungen verschieben das Problem nur nach hinten Anhaltende makroökonomische Ungleichgewichte 8

9 Schweiz: Kann sich globaler Entwicklung nicht entziehen Konsumentenvertrauen (linke Skala) KOF Leading Indicator (rechte Skala) Quelle: Bloomberg

10 in % Bruttoinlandprodukt BIP Schweiz real Y/Y saisonbereinigt EU real Y/Y saisonbereinigt USA real Y/Y saisonbereinigt China real Y/Y saisonbereinigt Indien real Y/Y saisonbereinigt Prognose Anhaltende Unsicherheit bei Konsumenten und Unternehmungen sorgt für rückläufiges globales Wachstum Rezessionsbefürchtungen in den USA und Europa Wachstumsdifferenz zu den New-Economy -Staaten bleibt hoch Trend: Wachstum 2011: 2012: 10 Marcel Koller Makroökonomischer Research Quelle: Bloomberg

11 Zinsen Schweiz in % Libor 3M Ziel SNB Libor 3M Swap 2Y Swap 5Y Swap 10Y Eidg 10Y Jan.08 Jul.08 Jan.09 Jul.09 Jan.10 Jul.10 Jan.11 Jul.11 SNB betreibt eine extrem expansive Wechselkurspolitik Rückkehr zu einer normalen Geldpolitik vorläufig unmöglich Tiefzinsumfeld wird noch min Monate anhalten Zinsstruktur nur noch 1/4% über Japan... Trend: CHF-Zinsen in 3 Monaten: in 1 Jahr: 11 Marcel Koller Makroökonomischer Research Quelle: Bloomberg

12 Schweiz: Eher getrübte Wachstumsaussichten in % Schweiz BIP real Y/Y Privater Konsum real Y/Y Staatskonsum real Y/Y Ausrüstungsinvestitionen real Y/Y Bauinvestitionen real Y/Y Quelle: Bloomberg

13 ... aber Bauwirtschaft mit positivem Wachstumsbeitrag Hohe Bautätigkeit in Hoch- und Tiefbau Volle Auftragsbücher Kapazitätsengpässe bleiben bestehen Wohnbau steigt weiter kräftig Baugesuche und Baubewilligungen auf hohem Niveau Bevölkerungswachstum hält an Leerstandsquote extrem tief Zinsumfeld zieht ausländische Investoren an Flucht in Sachwerte Aussichten für die Bauindustrie bleiben positiv Bis Ende 2012 anhaltend hohe Dynamik Ab 2013 Stabilisierung auf hohem Niveau erwartet 13

14 Lagebeurteilung Highlights November 2009 Marktübersicht Prognosen November 2011 Konjunktur BIP (vs. Vorjahr) Inflation (Jahresdurchschnitt) Schweiz Europa USA Japan Schwellenländer Welt Zinsen* Geldmarkt Kapitalmarkt Währungen* EUR EUR / CHF USD USD / CHF JPY JPY / CHF CHF GBP / CHF Aktien* Nicht tradionelle Anlagen* Schweiz Immobilien Europa Schweiz USA Rohstoffe Japan Schwellenländer * Trend in den kommenden 3 Monaten 14 Marcel Koller Makroökonomischer Research

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