Vielfalt (ge)zählt NRW im Spiegel der Statistik

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1 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Vielfalt (ge)zählt NRW im Spiegel der Statistik

2 Impressum Herausgeber: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) Geschäftsbereich Statistik Postfach Düsseldorf Mauerstraße Düsseldorf ( Publikationsservice ( Zentrale statistische Information und Beratung ( / Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 2016 Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

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5 5 NRW im Spiegel der Statistik

6 6 NRW (ge)bildet Die meisten Kinder wechseln nach der Grundschule auf ein Gymnasium waren es über 41 %. Die höchsten Übergangsquoten gab es in Bonn und Münster mit über 55 %. 39 % der Abgängerinnen und Abgänger von allgemeinbildenden Schulen erlangten 2015 das Abitur waren es noch 32 %. Demgegenüber gingen 5 % 2015 ohne Abschluss ab, fast genauso viele wie Über 38 % aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden im Schuljahr 2015/16 an Regelschulen inklusiv unterrichtet. Dieser Anteil hat sich innerhalb der letzten vier Jahre verdoppelt. Seit 2010 wurden 218 Schulen einer Schulform des längeren gemeinsamen Lernens, darunter 114 Sekundarschulen und 89 Gesamtschulen, neu gegründet. Seitdem schlossen 184 Hauptschulen und 4 Realschulen. Knapp zwei Drittel der Auszubildenden (60 %) wurden 2014 im Ausbildungsbereich Industrie, Handel u. a. gezählt, rund ein Viertel erlernte Berufe im Ausbildungsbereich Handwerk. Frauen wählten am häufigsten eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, Männer zum Kraftfahrzeugmechatroniker.

7 7 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Übergangsquote von der Grundschule auf das Gymnasium in Nordrhein-Westfalen 2015 Übergang von Grundschüler/-innen in NRW in die Klassen 5 bis 7 an nordrhein-westfälischen Gymnasien Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Übergangsquote unter 38 % Euskirchen 38 % bis unter 41 % 41 % bis unter 44 % 44 % bis unter 47 % 47 % und mehr NRW: 41,2 %

8 8 NRW (ge)lehrt Im Studienjahr 2014 fingen fast Studierende ein Studium in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) an eine Steigerung von 73 % seit Die Studienanfängerquote lag bei knapp 64 %. Fünf Jahre zuvor betrug sie noch 44 %. Rund 16 % der erwerbsfähigen Bevölkerung verfügten 2013 über einen akademischen Abschluss. Etwa ausländische Studierende aus mehr als 170 Ländern, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht in Deutschland erworben haben, wurden im WS 14/15 gezählt. 36 % mehr als fünf Jahre zuvor. Im Durchschnitt betreute jede Lehrperson einer Hochschule gut 26 Studierende. Mehr als 5,5 Milliarden Euro wurden 2013 an den Hochschulen medizinische Einrichtungen ausgenommen in Lehre und Forschung investiert. Jede/-r Professor/-in (in Vollzeitäquivalenten) hat im Schnitt Euro an Drittmitteln eingeworben das waren rund 15 % mehr als vor fünf Jahren.

9 9 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Studierende in den MINT-Fächern an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2008 bis 2014 Studienanfänger/-innen im 1. Fachsemester nach Geschlecht männlich weiblich Absolvent(inn)en nach Geschlecht männlich Frauenquote 32,6 % 32,4 % 31,2 % 31,8 % 30,4 % 30,2 % 28,6 % weiblich Frauenquote 33,9 % 34,0 % 32,6 % 32,1 % 31,8 % 31,4 % 31,2 %

10 10 NRW arbeitet Die Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort von gut 9 Millionen im Jahr 2013 ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die größte Steigerungsrate auf ebene wies in diesem Zeitraum die kreisfreie Stadt Leverkusen auf, gefolgt vom Heinsberg und der kreisfreien Stadt Köln. Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen pendelte 2014 von ihrem Wohnort über die Gemeindegrenze zur Arbeit. Knapp 58 % aller in der Landeshauptstadt Düsseldorf beschäftigten Erwerbstätigen kamen aus dem Umland. Knapp ein Fünftel der abhängig Erwerbstätigen am Wohnort im Alter von 18 bis unter 30 Jahren befand sich in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis. Jede/-r vierte abhängig Beschäftigte arbeitete regelmäßig am Wochenende. Die Erwerbslosenquote lag bei 5,7 % und damit auf dem niedrigsten Stand seit der Jahrtausendwende, im Ruhrgebiet fiel sie mit 7,3 % überdurchschnittlich aus. Die Reallöhne der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer/-innen sind 2015 um 1,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

11 11 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Veränderung der Zahl der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen 2013 gegenüber 2012 Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Veränderung unter 0,4 % Euskirchen 0,4 % bis unter +0,3 % +0,3 % bis unter +0,5 % +0,5 % bis unter +0,9 % +0,9 % und mehr NRW: +0,4 %

12 12 NRW hat Potenzial Der Anteil der 55- bis unter 65-jährigen Erwerbstätigen ist zwischen 2005 und 2014 um 20 Prozentpunkte auf 63 % gestiegen. Auch Menschen im Rentenalter sind immer häufiger erwerbstätig: 2014 gingen gut 8 % im Alter von 65 bis unter 75 Jahren einer bezahlten Tätigkeit nach; im Jahr 2005 waren es nur etwa halb so viele. Jede/-r Neunte unter 30-Jährige, der oder die sich nicht mehr in schulischer oder beruflicher Ausbildung befand, war erwerbslos. Bei jungen Leuten mit Migrationshintergrund lag dieser Anteil mit 15 % höher als bei jenen ohne (9 %). Die Erwerbsbeteiligung der Personen mit Migrationshintergrund, die über die Hochschulreife verfügen, ist mit 73 % deutlich niedriger als bei gleich qualifizierten Personen ohne Migrationshintergrund (84 %). 37 % der alleinerziehenden Frauen mit Erwerbswunsch waren 2014 entweder erwerbslos, zählten zur Stillen Reserve oder hätten gerne ihre Arbeitszeit erhöht lag der Anteil der Frauen an den Führungskräften bei knapp 29 % und damit um fast drei Prozentpunkte höher als im Jahr 2010.

13 13 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Erwerbstätigenquote der Bevölkerung im Alter von 55 bis unter 75 Jahren in Nordrhein-Westfalen 2005 bis 2014 nach Altersgruppen Ergebnisse des Mikrozensus 65- bis unter 75-Jährige 4,3 % 4,4 % 5,0 % 5,6 % 5,3 % 5,2 % 6,2 % 6,6 % 7,6 % 8,1 % bis unter 65-Jährige 42,9 % 45,4 % 48,5 % 50,4 % 52,8 % 54,3 % 57,1 % 58,9 % 60,4 % 62,8 %

14 14 NRW weltoffen Fast ein Viertel der Bevölkerung hatte 2014 einen Migrationshintergrund. Die höchsten Anteile an Menschen mit Migrationshintergrund wiesen Großstädte auf. Die größte Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund hatte türkische Wurzeln (21 %). Mehr als jedes dritte nordrhein-westfälische Kind hatte einen Migrationshintergrund. Ein Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund wurde in Deutschland geboren. Menschen mit Migrationshintergrund sind im Schnitt jünger als die Gesamtbevölkerung. Weniger als 10 % waren im Rentenalter. Mehr als die Hälfte der Zugewanderten lebte bereits 20 Jahre und länger in Deutschland. Zuwanderer, die zwischen 2000 und 2014 zugewandert sind, hatten ein hohes Bildungsniveau: Rund ein Drittel verfügte über die Hochschulreife.

15 15 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung in Nordrhein-Westfalen 2014 Ergebnisse des Mikrozensus Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Euskirchen Migrationsanteil unter 18 % 18 % bis unter 21 % 21 % bis unter 24 % 24 % bis unter 29 % 29 % und mehr

16 16 Stadt, Land NRW Die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens betrug Ende 2014 etwa 17,6 Mio. Menschen. Sie ist im Vergleich zu 2013 um gut Personen gewachsen; das war der höchste Anstieg seit 20 Jahren. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag bei 44 Jahren. In Münster und Aachen war es mit 41 Jahren am geringsten, in Mülheim a. d. Ruhr, in den en Wesel, Mettmann und im Ennepe-Ruhr- mit 46 Jahren am höchsten. Fast 29 % der nordrhein-westfälischen Bevölkerung lebten 2014 im Ruhrgebiet. Dies hat sich in den letzten zehn Jahren nicht verändert. 517 Einwohner/-innen teilten sich durchschnittlich einen Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte lag in den kreisfreien Städten bei und in den en bei 346 Einwohnern je km². Knapp die Hälfte der nordrhein-westfälischen Gesamtfläche ( km 2 ) wurde im Jahr 2014 landwirtschaftlich genutzt ( km²), ein Viertel war bewaldet. 687 km², und damit 2 % der Gesamtfläche, standen den Bürger(inne)n als Erholungsfläche (Sportflächen, Grünanlagen und Campingplätze) zur Verfügung.

17 17 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Bevölkerungsveränderung in Nordrhein-Westfalen gegenüber Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Gesamtveränderung der Bevölkerung je Einwohner Euskirchen unter 0 0 bis unter 2 2 bis unter 4 4 bis unter 7 7 und mehr NRW: 3,8

18 18 NRW wohnt Die Zahl der Wohnungen stieg zwischen 1987 und 2014 um 23 % an. Der höchste Anstieg war im Norden des Landes zu verzeichnen. Zum gab es gut 3,8 Millionen Wohngebäude. Die größten Einfamilienhäuser standen im Paderborn (Ø 138,55 m2), die kleinsten in Gelsenkirchen (Ø 116,62 m2). Von 2004 bis 2014 ging die Zahl der Wohnungsbaufertigstellungen um gut ein Fünftel zurück. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um knapp die Hälfte. Etwa 30 % des Gebäudebestands im Jahr 2011 wurde während der sogenannten Wiederaufbau- und Wirtschaftswunderjahre (1950 bis 1969) errichtet.

19 19 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Veränderung der Zahl der Wohnungen in Nordrhein-Westfalen (Basis Zensus 2011) gegenüber (Volkszählung) Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Euskirchen Wohnungszunahme unter +15 % +15 % bis unter +25 % +25 % bis unter +35 % +35 % und mehr

20 20 NRW versorgt Durchschnittlich standen knapp sieben Krankenhausbetten je Einwohner im Jahr 2014 zur Verfügung. Während in Bonn ca. 13 Krankenhausbetten auf Einwohner entfielen, waren dies im Rhein-Sieg- rund drei Betten. 7,4 Tage verweilten Patientinnen und Patienten im Schnitt in den Krankenhäusern 2000 waren es noch drei Tage mehr. Um fast 45 % stieg die Anzahl der wegen Adipositas behandelten Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern seit Mehr als Menschen befanden sich 2014 aufgrund dieser Diagnose stationär in Behandlung. Häufigste Todesursache waren mit Abstand die Krankheiten des laufsystems (36 %). Fast drei Viertel der über Pflegebedürftigen wurden 2013 zu Hause versorgt, während 28 % in Pflegeheimen lebten. 85 % des Personals in Pflegeeinrichtungen waren Frauen.

21 21 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Krankenhausbetten je Einwohner in Nordrhein-Westfalen 2014 Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Euskirchen Aufgestellte Betten je Einwohner unter 5,5 5,5 bis unter 6,5 6,5 bis unter 7,5 7,5 und mehr

22 22 NRW produktiv Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt betrug 2013 je Einwohner Euro. Am höchsten war dieser Wert in den kreisfreien Städten Düsseldorf ( Euro), Bonn ( Euro), Münster ( Euro) und Köln ( Euro). In Nordrhein-Westfalen wurden 22 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Rund 70,5 % der Bruttowertschöpfung entfielen auf den Dienstleistungsbereich, 29,0 % auf das Produzierende Gewerbe und 0,5 % auf die Landwirtschaft. Die Industriebetriebe erzielten im Jahr Milliarden Euro Umsatz. Davon wurden 44 % allein durch den Export eingenommen. 1,07 Millionen Beschäftigte im Handwerk erwirtschafteten 2013 einen Umsatz von 108 Milliarden Euro. Von den Unternehmen des Groß- und Einzelhandels wurden 475 Milliarden Euro im Jahr 2013 umgesetzt. 21,7 Millionen Gäste übernachteten 2015 in Nordrhein-Westfalen, darunter 4,8 Millionen aus dem Ausland.

23 23 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner in Nordrhein-Westfalen 2013 Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Euskirchen BIP je Einwohner unter Euro Euro bis unter Euro Euro bis unter Euro Euro und mehr

24 24 NRW energiereich Fossile Energieträger lieferten auch im Jahr 2013 den größten Beitrag zur Energieversorgung. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (Klär- und Deponiegas, Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Solarenergie, Geothermie) erhöhte sich von 2006 bis 2013 um knapp 1 % auf rund 4 %. 37 % der Endenergie wurden im Verarbeitenden Gewerbe und 25 % im Verkehr verbraucht. Otto- und Dieselkraftstoffe deckten 82 % des Endenergieverbrauchs im Sektor Verkehr. Der in Nordrhein-Westfalen produzierte Strom von 162,2 Mrd. kwh trug mit einem Anteil von 32 % wesentlich zur bundesweit erzeugten Strommenge bei. Kohle ist für die Stromerzeugung im Land nach wie vor der wichtigste Grundstoff. Steinkohle und Braunkohle kamen zusammen auf einen Anteil an der Gesamtstromerzeugung von 83 %. 190,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO 2 ) wurden im Jahr 2013 in Nordrhein-Westfalen emittiert. Dies waren rund 21 % weniger als im Jahr 1990.

25 25 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Anteil der Energieträger am Primärenergieverbrauch in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland 2013 Steinkohle 18,4 % 12,8 % Nordrhein-Westfalen Deutschland Braunkohle 19,8 % 11,7 % Mineralöle 41,1 % 33,3 % Erdgas 17,9 % 22,3 % Kernenergie 0,0 % 7,6 % Erneuerbare Energieträger 4,3 % 11,5 % 3,1 % 0,9 % Sonstige Energieträger Strom/Außenhandelssaldo 1,6 % 1,5 %

26 26 NRW finanziell Die Schulden der kommunalen Kernhaushalte beliefen sich 2014 auf 49,5 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon machten die Kassenkredite (26,4 Mrd. Euro) aus. Der Rest in Höhe von 23,1 Milliarden Euro war auf investive Verbindlichkeiten zurückzuführen. Zu den Schulden der Kernhaushalte kamen weitere Schulden der kommunalen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (FEU) in öffentlich-rechtlicher Rechtsform in Höhe von 12,2 Milliarden Euro hinzu. Mit insgesamt 61,6 Milliarden Euro erreichte die kommunale Gesamtverschuldung einen neuen Höchststand und hat sich in zehn Jahren um mehr als die Hälfte erhöht. Die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung auf ebene hatte mit 808 Euro der Gütersloh, die höchste mit Euro die Stadt Oberhausen. Die Gesamtschulden des Landeshaushalts (Kernhaushalt) beliefen sich 2014 auf 140,4 Milliarden Euro, umgerechnet je Einwohner waren dies Euro.

27 27 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Schulden der kommunalen Kernhaushalte in Nordrhein-Westfalen am Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Bottrop Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Oberhausen Gelsenkirchen Herne Dortmund Unna Soest Bochum Viersen Krefeld Duisburg Mülheim an der Ruhr Essen Mettmann Ennepe- Ruhr- Hagen Hochsauerlandkreis Heinsberg Rhein- Neuss Mönchengladbach Düsseldorf Solingen Wuppertal Remscheid Leverkusen Rheinisch- Bergischer Oberbergischer Märkischer Olpe Köln Siegen-Wittgenstein Rhein-Erft- Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg- Bonn Pro-Kopf-Verschuldung Euskirchen unter Euro Euro bis unter Euro Euro bis unter Euro und mehr Euro

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29 29 Amtliche Statistik in NRW

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31 31 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik IT.NRW im Überblick Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) ist das statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen sowie der IT-Dienstleister für die Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen. Als statistisches Landesamt stellt IT.NRW hochwertige statistische Informationen über das Land Nordrhein-Westfalen bereit, unter anderem zu den Themen Bevölkerung, Wahlen, Bildung, Gesundheit, Soziales, Wirtschaft, Umwelt, Gesamtrechnungen und Finanzen. hat IT.NRW den Auftrag, Analysen, Prognosen und Modellrechnungen auf der Grundlage statistischer Daten durchzuführen. berät IT.NRW bei statistischen Fragestellungen den Landtag, die Landesverwaltung und andere Institutionen.

32 32 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Neutral, objektiv und fachlich unabhängig Zu dieser Arbeitsweise verpflichtet der Verhaltenskodex für Europäische Statistiken die amtliche Statistik. Fachlich unabhängig bedeutet: Entscheidungen zur Durchführung und Veröffentlichung werden aufgrund statistischer Überlegungen und unabhängig von den Interessen anderer (Verwaltungs-)Stellen getroffen. Bei der Veröffentlichung von Statistiken sind außerdem folgende Grundsätze zu berücksichtigen: Statistiken sind aktuell und werden pünktlich veröffentlicht. Der Zeitpunkt wird mitgeteilt. Alle Nutzer/-innen haben gleichzeitigen und gleichberechtigten Zugang. Vorabzugänge sind beschränkt und werden öffentlich bekannt gegeben. Veröffentlichungen und Presseerklärungen sind objektiv und unparteiisch.

33 33 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Einer für alle effiziente Statistikproduktion im föderalen System Die gesamte Statistikproduktion von der Meldung über die Aufbereitung und Auswertung bis hin zur Bereitstellung von Datenbanken ist ohne IT-Verfahren nicht mehr denkbar. Um Kosten im Bereich der amtlichen Statistik zu sparen, haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ein innovatives Modell für die Programmierung und den Betrieb von IT-Verfahren entwickelt: das Prinzip Einer für alle. Die Bedarfe werden nach wie vor dezentral, auf Ebene der einzelnen Bundesländer, definiert die IT-Verfahren jedoch zentral von einem Amt für alle Ämter erstellt und betrieben. Dies führt zur Standardisierung der Statistikproduktion. Die Zusammenarbeit im Statistischen Verbund gewährleistet, dass die Daten nach einheitlichen Qualitätsstandards produziert werden und bundesweit vergleichbar sind.

34 34 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik Sie suchen statistische Informationen über Nordrhein-Westfalen? Bei IT.NRW werden Sie fündig! Wir bieten NRW-Daten als Abruftabellen aus der Landesdatenbank, als Eckdaten oder Pressemitteilungen im Internet, als Statistischen Bericht überwiegend im PDF-Format, über persönliche Auskünfte vom zentralen statistischen Auskunftsdienst oder der Fachreferate, in Form ausgearbeiteter Analyseveröffentlichungen zu speziellen Themen oder als speziell nach Ihren Wünschen erstellte Sonderauswertungen. Der Großteil der Daten steht kostenfrei zur Verfügung. Alle Informationen zu unserem Produkt- und Dienstleistungsangebot, eine umfangreiche Ergebnisdarstellung sowie alle Veröffentlichungen erhalten Sie im Internet:

35 35 Unser zentraler statistischer Auskunftsdienst berät Sie zum Datenund Dienstleistungsangebot und stellt auf Wunsch statistische Daten zur Verfügung: 8 ( In der Landesdatenbank können Sie interaktiv statistische Daten kostenlos herunterladen. ( Unser Forschungsdatenzentrum berät die Wissenschaft zur Möglichkeit der Bereitstellung von Einzeldaten: 8 ( Anfragen von Medienvertretern beantwortet die Pressestelle: 8 ( Weitere Informationen erhalten Sie im Internet: Gestaltung und Konzeption: IT.NRW Realisation: jva druck+medien geldern

36 Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik

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