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1 I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz mit Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Ludwig Mayrhofer Obmann Biomasseverband OÖ am 24. November 2014 zum Thema "Energie aus Biomasse die Erfolgsbilanz Oberösterreichs" Weitere Gesprächsteilnehmer/innen: Geschäftsführer DI Matthias Raschka, Biomasseverband OÖ

2 LR Hiegelsberger und Obmann Ludwig Mayrhofer Seite 2 "Unser Holz schafft in Österreich Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die Energiewende ist ohne energetische Nutzung dieses Rohstoffes nicht machbar. Die regionale Versorgung mit Energieholz sichert Wärme und bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) auch Strom, im Gegensatz zum immer unsicherer werdenden Erdgas oder Erdöl! Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger Oberösterreichs energiepolitisches 2030-Ziel Oberösterreichs energiepolitisches Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 seinen Energiebedarf für Raumwärme sowie seinen Strombedarf vollständig mit erneuerbaren Energien abzudecken. Die aufgrund des fortschreitenden Klimawandels dringend notwendigen Ziele können nur durch eine vollständige Energiewende, weg von fossiler hin zu regenerativer, heimischer Energie erreicht werden. Nützen wir die Vielfalt der Natur, um eine ökologisch nachhaltige und ökonomisch sinnvolle Energieversorgung zu sichern, fordert Hiegelsberger. Die verstärkte Nutzung der CO 2 -neutralen Energieträger erhöht den nationalen Selbstversorgungsgrad samt Wertschöpfung und führt zu einer Umstrukturierung der heimischen Wirtschaft in Richtung eines zukunftsfähigen Energiesystems. Davon profitieren nicht nur die Wirtschaft, das Klima, die Umwelt und die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, sondern insbesondere die kommenden Generationen unsere Kinder und Enkelkinder, ist sich Agrar-Landesrat Hiegelsberger sicher.

3 LR Hiegelsberger und Obmann Ludwig Mayrhofer Seite 3 Oberösterreichs nachhaltige Waldwirtschaft Oberösterreichs Waldfläche beträgt ha laut der Österreichischen Waldinventur 2007/09. Dies entspricht einem Bewaldungsprozent von 41,6 %. Gegenüber der letzten Inventur 2000/02 hat die Waldfläche in Oberösterreich um ha zugenommen. Im oberösterreichischen Wald steht ein Holzvorrat von 163 Mio. Festmeter. Dem jährlichen Zuwachs von 4,7 Mio. Vorratsfestmetern steht die Nutzung von 3,9 Mio. Vorratsfestmetern gegenüber. Das heißt, es wächst in Oberösterreichs Wäldern nach wie vor mehr Holz zu als geerntet wird. Die oberösterreichischen Waldbesitzer zeigen vor, wie die natürliche Ressource Wald für viele Generationen erhalten bleibt. Das Prinzip der Nachhaltigkeit wird von unseren Bäuerinnen und Bauern gelebt. Trotz den immer wiederkehrenden großen Schadholzmengen durch Stürme, Schnee und Borkenkäfer in den vergangenen zehn Jahren ist die Waldbewirtschaftung in Oberösterreich nach wie vor nachhaltig. Biomasse hat nach wie vor Potenzial, ist Hiegelsberger überzeugt. Holznutzung ist Klimaschutz Oberösterreich wird den erfolgreichen Weg bei Umwelt- und Klimaschutz weitergehen. Bereits 3,4 Mio. Tonnen Biomasse werden in privaten Haushalten, Industrie, Landwirtschaft und Gewerbe pro Jahr in Oberösterreich energetisch verwertet und dadurch rund 3,25 Mio. Tonnen CO 2 eingespart. Diese positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Förderung von Biomasseheizungen für die heimischen Bäuerinnen und Bauern. Seit 2007 wurden mit insgesamt 6,74 Mio. Euro Fördermittel (Bund, Land, EU) 122 Projekte unterstützt und rund 20 Mio. an Investitionsvolumen ausgelöst, verweist Hiegelsberger auf die aktuelle Förderstatistik.

4 LR Hiegelsberger und Obmann Ludwig Mayrhofer Seite 4 Quelle: Amt der OÖ. Landesregierung Biomasse stärkt die heimische Wertschöpfung Alleine in Oberösterreich gibt es durch die Bioenergie Arbeitsplätze und 540 Mio. Euro Umsatz. Rund 30 % aller installierten automatischen Biomasse-Kleinfeuerungsanlagen stehen in Oberösterreich. Das sind etwa Anlagen, davon zirka Pelletsheizungen. Zusätzlich werden in Oberösterreich Scheitholzanlagen betrieben. Oberösterreichs Biomasse-Heizungen im Überblick: In Oberösterreich sind installiert: Hackgut- und Pelletsheizungen Scheitholzanlagen (Stückgutkessel) Einzelöfen

5 LR Hiegelsberger und Obmann Ludwig Mayrhofer Seite 5 In Oberösterreich gibt es 314 bäuerliche Biomasse-Nahwärmeanlagen: Wärmekunden werden mit nachhaltiger, einheimischer Wärme versorgt Landwirt/innen liefern das Hackgut kw installierte thermische Leistung erzeugen Wärme aus etwa srm Hackgut (ca fm) 60,3 Mio. Liter Heizöl werden ersetzt Tonnen CO 2 werden eingespart Bioenergie schafft mehr Energie als alle anderen Erneuerbaren zusammen Es werden noch immer über 60 % des Endenergieverbrauches Österreichs mit Erdöl und Erdgas abgedeckt das ist eine erschreckend hohe Abhängigkeit von fossiler Energie aus Krisengebieten, gibt Obmann Ludwig Mayrhofer zu bedenken. Mit 39 % am Endenergieverbrauch deckt der Energieträger Öl noch immer den größten Anteil ab. Jedoch schon an zweiter Stelle, mit 31 % befinden sich die erneuerbaren Energieträger. Gefolgt von Gas mit 24 %. Einen kleinen Teil nehmen die Kohle (4 %) und die energetische Verwertung von Abfall (nicht erneuerbar) mit 2 % ein. Energieträgermix an Österreichs Endenergieverbrauch 2011

6 LR Hiegelsberger und Obmann Ludwig Mayrhofer Seite 6 Quelle: Bioenergie Basisdaten 2013, Österreichischer Biomasse-Verband Exkurs Definition Endenergieverbrauch: Endenergie ist der nach Energiewandlungs- und Übertragungsverlusten übrig gebliebene Teil der Primärenergie, da bei der Umwandlung ein Teil der Energie verloren geht (bzw. physikalisch korrekter in nicht mehr weiter nutzbare Energieformen umgewandelt wird), ist die Summe des Endenergieverbrauchs geringer als die Summe des Primärenergieverbrauchs. Österreich hat Vorreiterrolle im internationalen Vergleich Gerade im internationalen Vergleich wird die Vorreiterposition Österreichs ersichtlich. So leistet die Biomasse den mit großem Abstand wichtigsten Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren. Auch wenn der prozentuelle Anstieg von Photovoltaik und Windenergie im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, das Rückgrat der Erneuerbaren in Österreich bleibt nach wie vor die Bioenergie Energie aus fester, flüssiger oder gasförmiger Biomasse mit 58 % aller Erneuerbaren. Sie ist somit die bedeutendste erneuerbare Energiequelle, dicht gefolgt von der Wasserkraft mit 36 %. Österreichischer Endenergieverbrauch an Erneuerbaren Energien 2011 Quelle: Bioenergie Basisdaten 2013, Österreichischer Biomasse-Verband

7 LR Hiegelsberger und Obmann Ludwig Mayrhofer Seite 7 Der Wärmesektor bleibt für die Biomasse der zentrale Markt in Österreich. Über 80 % der energetisch eingesetzten Biomasse entfallen auf den Wärmemarkt. Es ist auch jener Bereich, der dank moderner Technologie weiterhin hohes Zuwachspotenzial für Bioenergie aufweist. Trotz der privatwirtschaftlichen Unterstützung des Ölkesseltausches seitens der Mineralölindustrie kann der Trend zugunsten der Erneuerbaren nicht aufgehalten werden, erklärt Mayrhofer kämpferisch. Österreich will im Jahr 2020 einen Anteil von 34 % erneuerbarer Energie im Energiemix erreichen. Aktuell beträgt der Anteil der erneuerbaren Energie aus Biomasse, Kleinwasserkraft, Wind und Sonne bereits 31 %. Ohne Bioenergie würde der Anteil jedoch bei maximal 12 % stagnieren. Daher ist klar: Ohne Bioenergie gibt es keine Energiewende! Biomasseverband Oberösterreich hilft bei der Umsetzung ökologisch und ökonomisch sinnvoller Projekte Der Biomasseverband OÖ ist der erste Ansprechpartner für die Umsetzung von ökologisch und ökonomisch sinnvollen Bioenergieprojekten von der Idee bis zur Realisierung und der laufenden Betreuung, so Mayrhofer. Oberösterreich vertraut auf die 20-jährige Erfahrung aus mehr als 300 Projekten, wie Biomasse-Nahwärmeanlagen, Wärme-Contracting, Biogasanlagen, Kraft-Wärme-Kopplung, Holzverstromung uvm. Der Biomasseverband Oberösterreich unterstützt bei Bioenergie-Projekten auch im Bezug auf die Finanzierung, die Errichtung und den laufenden Betrieb. Der enorme Energiehunger unserer Gesellschaft macht eine nachhaltige Energieversorgung für die kommenden Jahrzehnte zur wahren Herausforderung. Mit erneuerbaren Energieträgern können wir eine umweltfreundliche, regionale und nachhaltige Versorgung gewährleisten. Mehr Information zum Thema:

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