STADT BAD AIBLING. 0 m 50 m 100 m

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1 STADT BAD AIBLING BEBAUUNGSPLAN NR. 42 "BRECHSTUBENWEG" 0 m 50 m 100 m Norden Maßstab 1:1000 Eberhard von Angerer Dipl. Ing. Architekt Regierungsbaumeister Lohensteinstr München T.: F.: Grünordnungsplanung: Max Bauer, Landschaftsarchitekt Pfarrer-Ostermayr-Str Wörth Tel.: F.: München, den

2 Die Stadt Bad Aibling erlässt aufgrund - 2 Abs. 1 sowie 9 und 10 Baugesetzbuch (BauGB) - Art. 81 Bayerischen Bauordnung (BayBO) - der Baunutzungsverordnung (BauNVO) - Art. 23 Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) in der zum Zeitpunkt des Satzungsbeschlusses gültigen Fassung diesen vom Architekturbüro E. v. Angerer in München gefertigten Bebauungsplan Nr. 42 für das Baugebiet "Brechstubenweg" als S a t z u n g. A. FESTSETZUNGEN DURCH PLANZEICHEN 1. Art der baulichen Nutzung WA Allgemeines Wohngebiet 2. Bauweise, Baugrenzen nur Einzelhäuser zulässig Baugrenze 3. Verkehrsflächen öffentliche Verkehrsfläche Strassenbegrenzungslinie und Begrenzung sonstiger Verkehrsflächen Straßenbegleitgrün Fuß- und Radweg 4. Sonstige Darstellungen und Festsetzungen Grenze des räumlichen Geltungsbereiches Fläche für Garagen

3 Ga Garage St Stellplätze Firstrichtung verbindlich 11 Maßangabe in Metern Sichtdreieck Fläche für die Abfallentsorgung zur Aufstellung von Wertstoffsammelbehältern (siehe C.11) 5. Grünordnende Festsetzungen öffentliche Grünfläche zu pflanzende Laubbäume Baum Bestand, zu erhalten Heimische Sträucher, neu zu pflanzen Zweckbestimmung: Spielplatz 6. Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft Ausgleichsflächen B. HINWEISE DURCH PLANZEICHEN bestehende Grundstücksgrenzen aufzuhebende Grundstücksgrenzen vorgeschlagene Grundstücksgrenzen 566 Flurstücknummern

4 vorgeschlagene Baukörper bestehende Baukörper abzubrechende Baukörper Grenze Überschwemmungsgebiet C. FESTSETZUNGEN DURCH TEXT 1. Art der baulichen Nutzung 1.1 Der Geltungsbereich wird als allgemeines Wohngebiet (WA) gemäß 4 BauNVO festgesetzt. Ausnahmen gemäß 4 Nr. 2-5 BauNVO sind unzulässig. 2. Maß der baulichen Nutzung 2.1 Für die Einzelhäuser im Geltungsbereich wird eine max. Grundfläche (GR) von 100 qm festgesetzt. 2.2 Erdgeschossige Anbauten bzw. Wintergärten bis zu einer Tiefe von 3,0 m und bis zu einer Größe von 15 qm sowie Balkone und Dachüberstände sind außerhalb der Baugrenzen zulässig und werden nicht auf die Grundfläche angerechnet. Freistehende, angebaute und in das Gebäude integrierte Garagen werden nicht auf die Grundfläche angerechnet. Die max. überbaubare Grundfläche aller Nebengebäude einschließlich Garagen darf 50 qm nicht übersteigen. 2.3 Pro Einzelhaus ist eine Wohneinheit (WE) zulässig. Eine Wohnung bis zu einer max. Größe von 50 qm wird hierbei nicht angerechnet. 3. Gestaltung 3.1 Dächer Haupt- und Nebengebäude Dachform Dachneigung Dachdeckung Anbauten Firstverlauf Satteldach Grad ziegelrote kleinformatige Dachsteine, Blech und Glas nur bei Anbauten Sattel- und Pultdächer mit Dachneigung wie Wohnhaus über die Längsrichtung des Gebäudes WH 5,50 DN Max. zulässige Traufwandhöhe: Systemschnitt o.m Oberkante Erdgeschossrohfußboden (entsprechend Angabe Stadt Bad Aibling) bis Schnittpunkt Oberkante Dachfläche mit Außenkante Außenwand. Hauptgebäude Garage max. 5,50 m max. 2,75 m 3.3 Abgrabungen sind unzulässig. Aufschüttungen im ebenen Gelände sind nur bis max. Oberkante Ringstraße zulässig.

5 3.4 Dacheinschnitte und Dachgauben sind unzulässig, ausgenommen hiervon ist ein außenwandbündiger Zwerchgiebel pro Dachseite (Breite max. 3,0 m, First mind. 0,5 m unter First Hauptgebäude). 3.5 Solarkollektoren und Photovoltaikelemente sind als durchlaufende Bänder in der Dachfläche zulässig. 4. Garagen, Nebenanlagen 4.1 Garagen sind nur innerhalb der besonders festgesetzten Flächen und der Bauräume zulässig. 4.2 Pro Wohneinheit sind 2 Stellplätze, bei Einliegerwohnungen bis max. 50 qm ist 1 Stellplatz nachzuweisen. 4.3 Der Stauraum zwischen Garage und Fahrbahn beträgt mind. 3,0 m. 4.4 Zusammengebaute Grenzgaragen sind profilgleich mit durchlaufendem First zu errichten. 4.5 Müllbehälter sind in die Einfriedung oder am Haupt- bzw. Nebengebäude zu integrieren. 5. Abstandsflächen Die Baugrenzen haben Vorrang gegenüber den Abstandsflächen gemäß Art. 6 BayBO. 6. Sichtdreiecke Innerhalb der Sichtdreiecke sind Sichtbehinderungen mit einer Höhe von mehr als 80 cm über Oberkante Straßenmitte unzulässig. Eine Ausnahme bilden einzelstehende hochstämmige Bäume mit Astansatz über 2,50 m. 7. Einfriedungen 7.1 Zur Straßenseite sind Holzzäune, sockellos, mit senkrechter Lattung, max. 1,0 m hoch zulässig. An den seitlichen und rückwärtigen Grundstücksgrenzen sind auch hinterpflanzte Maschendrahtzäune, sockellos max. 1,0 m hoch zulässig. Garagenzufahrten dürfen nicht eingefriedet werden. 8. Grünordnung, Freiflächen 8.1 Je privater Bauparzelle ist mindestens 1 Laubbaum 2. Ordnung oder ein Obstbaum zu pflanzen. Die in der Planzeichnung dargestellten Bäume können angerechnet werden. Geringe Abweichungen von den im Bebauungsplan dargestellten Standorten aufgrund gestalterischer bzw. funktionaler Erfordernisse sind zulässig. 8.2 Mindestens 10 % der Freiflächen jeder Bauparzelle sind mit heimischen Sträuchern zu bepflanzen. Die verbleibenden Freiflächen der Baugrundstücke sind gärtnerisch zu gestalten.

6 8.3 Die öffentliche Grünfläche ist im Nordosten und Osten außer im Spielplatzbereich mit Obstbäumen lokaltypischer Sorten zu bepflanzen und als Streuobstwiese (Ortsrandeingrünung) extensiv zu pflegen, d.h. zweimal jährliche Mahd jeweils im Juni und September, Abtransport des Mahdgutes, keine Düngung und kein Einsatz von Pestiziden). Am Spielplatz sind giftige Gehölze unzulässig. 8.4 Die öffentliche Grünfläche zwischen den Baugrundstücken ist als extensive Wiese analog Festsetzung 8.3 zu pflegen. Sie ist mit Laubbäumen 2. Ordnung bzw. Obstbäumen zu gliedern. 8.5 Für die Bepflanzung sind überwiegend folgende heimische, standortgerechte Arten zu verwenden: Bäume 1. Wuchsordnung Pflanzqualität: H, 3xv, StU Acer platanoides Spitz-Ahorn Alnus glutinosa Schwarz-Erle Fraxinus excelsior Gew. Esche Quercus robur Stiel-Eiche Salix alba Silber-Weide Bäume 2. Wuchsordnung Pflanzqualität: H, 3xv, StU Acer campestre Feld-Ahorn Betula pendula Hänge-Birke Carpinus betulus Hainbuche Prunus avium Vogel-Kirsche Sorbus aucuparia Eberesche Obstbaum lokaltypischer Sorten H, 3xv, StU Sträucher Pflanzqualität: 2xv, 4-5 Tr, Cornus sanguinea Roter Hartriegel Corylus avellana Hasel Euonymus europaeus Pfaffenhütchen Ligustrum vulgare Liguster Prunus spinosa Schlehe Rhamnus frangula Faulbaum Salix caprea Sal-Weide Salix purpurea Purpur-Weide Sambucus nigra Schwarzer Holunder Viburnum opulus Wasser-Schneeball Fremdländische Nadelgehölze, wie z.b. Thujenhecken, sind unzulässig. 8.6 Bei den Pflanzungen sind Art. 47 u. 48 des Ausführungsgesetzes zum BGB vom (Grenzabstand von Bäumen, Sträuchern usw.) zu beachten. Die Gehölzpflanzungen sind in der Vegetationsperiode nach Errichtung der Gebäude vorzunehmen. 8.7 Die bestehenden und die nach den Festsetzungen neu zu pflanzenden Gehölze sind zu pflegen und zu erhalten. Bei alters- oder krankheitsbedingtem Ausfall sind sie gemäß den Angaben des Bebauungsplanes zu ersetzen. 8.8 Stellplätze und Garagenzufahrten sind wasserdurchlässig zu gestalten, z.b. als Pflaster mit Rasenfuge, mit Rasengittersteinen oder als wassergebundene Decke. 9. Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung 9.1 Innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes wird gem. 9 Abs. 1a BauGB eine ca. 0,7 ha umfassende Fläche der Fl.Nrn. 563, 561/T und 560/T, Gemarkung Bad Aibling als Ausgleichsfläche für den Eingriff festgesetzt.

7 9.2 Die ökologische Aufwertung der Ausgleichsfläche erfolgt durch Pflanzung zweier Gehölzgruppen aus den o.g. heimischen Arten sowie einiger Obstbaum-Hochstämme lokaltypischer Sorten. Die nicht für eine Bepflanzung vorgesehenen Bereiche sind als artenreiche Wiese zu entwickeln, die extensiv analog Festsetzung 8.3 zu pflegen ist. 10. Versorungsleitungen Versorgungsleitungen im Geltungsbereich sind unterirdisch zu verlegen. Freileitungen sind unzulässig. 11. Wertstoffsammelstelle Die festgesetzte Wertstoffsammelstelle ist zu begrünen. D. HINWEISE DURCH TEXT Wasserwirtschaft 1. Sämtliche Bauvorhaben müssen vor Fertigstellung an die öffentliche Wasserversorgung und die zentrale Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen werden. 2. Die Grundstücksentwässerungsanlage muss nach den anerkannten Regeln der Technik (DIN 1986 ff) erstellt werden. 3. Der Planungsträger hat zu erkunden, ob von der bisherigen Nutzung des Geländes eine Umweltgefährdung ausgehen kann. 4. Wegen möglichem schichtweisem Grundwasseraustritt wird empfohlen die Keller in wasserdichten Wannen auszuführen. 5. Das Niederschlagswasser soll breitflächig auf den Grundstücken versickert werden. Landwirtschaft Auf mögliche Immissionen im Bereich des Bebauungsplanes (Lärm, Geruch und Staub) infolge ordnungsgemässer Nutzung der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen wird ausdrücklich hingewiesen. Telekommunikation Bei der Straßenplanung im Bereich des Bebauungsplanes sind geeignete und ausreichende Trassen für die Unterbringung der Telekommunikationsanlagen vorzusehen. Denkmalpflege Bodendenkmäler, die bei der Verwirklichung von Bauvorhaben im Geltungsbereich dieses Bebauungsplanes zu Tage kommen, unterliegen der Meldepflicht gem. Art. 8 BayDSchG und sind der Unteren Denkmalschutzbehörde bzw. dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unverzüglich bekannt zu machen.

8 VERFAHRENSVERMERKE: 1. Der Stadtrat hat in der Sitzung vom... die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen. Der Beschluss wurde am... ortsüblich bekanntgemacht. 2. Die Bürgerbeteiligung gemäss 3 Abs. 1 BauGB hat in der Zeit vom... bis... stattgefunden. 3. Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplanvorentwurf in der Fassung vom... gemäss 4 BauGB hat vom... bis... stattgefunden. 4. Der Entwurf des Bebauungsplanes in der Fassung vom... wurde mit der Begründung gemäss 3 Abs. 2 Satz1 BauGB in der Zeit vom... bis... öffentlich ausgelegt. 5. Der Stadtrat hat mit Beschluss vom... den Bebauungsplan mit Begründung gemäss 10 Abs. 1 BauGB in der Fassung vom... als Satzung beschlossen. 6. Ausgefertigt: Bad Aibling, den Die ortsübliche Bekanntmachung des Bebauungsplanes erfolgte am.... Auf die Rechtsfolgen des 44 Abs. 3 Satz 1 und 2, sowie Abs. 4 und 215 Abs.1 u. 2 BauGB und auf die Einsehbarkeit des Bebauungslanes ist hingewiesen worden. Mit der Bekanntmachung ist der Bebauungsplan in der Fassung vom... in Kraft getreten ( 10 BauGB)

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