KOMMUNIKATION IN DER SCHULE

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1 KOMMUNIKATION IN DER SCHULE KOMMUNIZIEREN REFLEKTIEREN ENTWICKELN 1

2 Kommunikation in der Schule der Zukunft Vier Säulen der Bildung (Jacques Delors, UNESCO, 4, 96) 2

3 Lernen zu lernen Eine Allgemeinbildung ermöglicht den Zugang zur Kommunikation mit dem unmittelbaren Umfeld und die Nutzung elektronischer Medien. 3

4 Das Gelernte anwenden Gewonnene Informationen können bei entsprechenden Situationen abgerufen werden und in eine Anwendung integriert werden. 4

5 Lernen für das Leben Informationen werden aus Kommunikationsprozessen gewonnen und bei der Bewältigung des Alltags integriert. Die Anwendung ruft wiederum neue Kommunikationsprozesse hervor. 5

6 Zusammenleben lernen Kommunikation ermöglicht eine verstärkte Partizipation an gesellschaftlich relevanten Fragen. Demokratie lebt von Kommunikation - der Fähigkeit der Artikulation und des Zuhörens. 6

7 Moderne Gesprächsformen in einer modernen Schule KOMMUNIZIEREN REFLEKTIEREN ENTWICKELN 7

8 Themenzentrierte Interaktion Erlebnisaktivierende Methoden Kommunikation aus konstruktivistischer Perspektive 8

9 Themenzentrierte Interaktion ICH WIR ES Cohn, R.: Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion. Stuttgart:Klett Schwäbisch, L. / Siems, M.: Anleitung zum sozialen Lernen für Cohn, R.: Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion. Stuttgart:Klett Schwäbisch, L. / Siems, M.: Anleitung zum sozialen Lernen für Paare, Gruppen und Erzieher. Reinbek b.h.:rowohlt 1974 Paare, Gruppen und Erzieher. Reinbek b.h.:rowohlt

10 Themenzentrierte Interaktion WIR WIR ICH WIR ICH ES ICH WIR ICH WIR WIR 10

11 Themenzentrierte Interaktion WIR WIR ICH WIR ICH ES ICH WIR ICH WIR WIR 11

12 Sei dein eigener Gruppenleiter ("chairman") Du bist für dich selbst verantwortlich, du allein entscheidest, ob du etwas sagen willst und was du sagen willst. Du bist verantwortlich für deinen Lernprozeß und was du aus dieser Stunde machst, nicht aber der "Trainer" oder die anderen GruppenteilnehmerInnen. 12

13 *Störungen haben Vorrang Unterbrich das Gespräch, wenn du nicht wirklich teilnehmen kannst, zum Beispiel, wenn du gelangweilt, ärgerlich oder aus einem anderen Grund unkonzentriert bist. Wenn Störungen "unter den Teppich gekehrt" werden, wird die gemeinsame Arbeit nicht produktiv sein. 13

14 Es kann immer nur einer spreche Wenn mehrere Personen etwas sagen wollen, muß eine Lösung dafür gefunden werden. "Seitengespräche" in der Gruppe sind wenig förderlich und sollten als "Störung" in die Gruppe eingebracht werden. 14

15 *Experimentiere mit dir selbst Versuche öfter neues Verhalten auszuprobieren und riskiere das kleine aufregende körperliche Kribbeln dabei. Probiere neue Dinge erst einmal aus, bevor du sie ablehnst oder beurteilst. 15

16 "Ich" statt "man" und "wir Sprich von dir selbst und sage "ich", anstatt dich hinter allgemeinen Formulierungen zu verstecken. Versuche du selbst zu sein. 16

17 Eigene Meinung statt Fragen Wenn du eine Frage stellst - sage warum du sie stellst. Wenn du eine eigene Meinung äußerst, ist es viel einfacher, dir zu widersprechen oder zuzustimmen. Übernimm die Verantwortung für deine Meinungen und Gefühle, statt sie als objektive Wahrheiten zu verkleiden. 17

18 Sprich direkt Wenn du jemandem in der Gruppe etwas mitteilen möchtest, sprich ihn direkt an und zeige ihm durch Blickkontakt, daß du ihn meinst. 18

19 Beachte deine Körpersignale Horche in deinen Körper hinein, um zu erfahren: Was fühle ich in diesem Augenblick, wie reagiere ich auf das, was sich hier abspielt? 19

20 Versuche, auf deinen Gesprächspartner einzugehen Geh nicht einfach darüber hinweg, wenn jemand etwas gesagt hat, sondern bemühe dich zu erfassen, was er meint. Wenn dir ein Beitrag unverständlich bleibt, ist das eine Störung, die du anmelden sollst. Versuche auch zu verstehen, in welcher Situation dein Gesprächspartner ist. Stell dir vor, wie dein Beitrag auf ihn wirken könnte. 20

21 Gib Feedback, wenn du den Wunsch dazu hast Wenn das Verhalten eines Teilnehmers bei dir angenehme oder unangenehme Gefühle auslöst, dann teile ihm dies sofort mit. Bitte ihn vorher um seine Einwilligung dazu. Beschreibe sein Verhalten, ohne es zu interpretieren oder zu bewerten. Beschreibe die Gefühle, die sein Verhalten bei dir auslöst. 21

22 Wenn du Feedback erhältst, hör ruhig zu Versuche nicht gleich, dich zu verteidigen. Freu dich zunächst, daß dein Gesprächspartner dir sein Problem erzählt, das er mit dir hat. Versuche zunächst nur zu schweigen und zuzuhören, dann von deinen Gefühlen zu sprechen, die durch das Feedback ausgelöst worden sind, und erst dann gehe auf den Inhalt ein. 22

23 Moderne Gesprächsformen in einer modernen Schule KOMMUNIZIEREN REFLEKTIEREN ENTWICKELN 23

24 ERLEBNISAKTIVIERENDE METHODEN Schulz von Thun, F.: Praxisberatung in Gruppen. Weinheim und Basel,1996 Schulz von Thun, F.: Praxisberatung in Gruppen. Weinheim und Basel,

25 STIMMIGE KOMMUNIKATION Wie kann ich angemessen kommunizieren? 25

26 Wie kann ich angemessen kommunizieren? Inneres Team STIMMIGE KOMMUNIKATION In Übereinstimmung mit mir selbst Selbst- und Rollenklärung Feldklärung In Übereinstimmung mit dem Gehalt der Situation und ihrem systemischen Kontext Situation 26

27 WEGE ANGEMESSENEN KOMMUNIKATION Inneres Team STIMMIGE KOMMUNIKATION Übereinstimmung (Person) Klärung (Person) Übereinstimmung (Situation) Klärung (Situation) Situation 27

28 Authentizität Die Entwicklung eines Menschen vollzieht sich nicht durch das Anstreben eines Ideals, sondern in dem Bemühen, ganz und gar wahrhaftig der zu sein, der er in Wahrheit ist! (C. Rogers) WILLST DU EIN GUTER PARTNER SEIN, DANN SCHAU ERST IN DICH SELBST HINEIN 28

29 Stimmigkeit Kommunikation vollzieht sich im Spannungsfeld von: PERSONALER AUTHETIZITÄT SYSTEMISCH-SITUATIVER ANGEMESSENHEIT 29

30 Phasen der Bearbeitung Bericht des Protagonisten Darstellung der Anliegen Erlebnisaktivierende Methoden Vertiefung, Konkretisierung, Verlebendigung des Anliegens Austausch in der Gruppe Sachkommentare, Fragen, empathische Reaktionen, Feedback, Beziehungsklärungen Theoretische Einordnung 30

31 Moderne Gesprächsformen in einer modernen Schule KOMMUNIZIEREN REFLEKTIEREN ENTWICKELN 31

32 KOMMUNIKATION UNTER KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE Kommunikation als Austausch von Konstruktionen Unsere verschiedenen Sichtweisen von Welt austauschen Unsere unterschiedlichen Wirklichkeiten anerkennen Reich, Reich, K. K. (Hrsg.) (Hrsg.) Sytemisch-konstruktivistische Sytemisch-konstruktivistische Pädagogik. Pädagogik. Berlin Berlin

33 KOMMUNIKATION UNTER KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE Konstruktion - Rekonstruktion - Dekonstruktion Konstruktion Dekonstruktion Rekonstruktion 33

34 KOMMUNIKATION UNTER KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE Konstruktion Wir erfinden unsere Wirklichkeit. Rekonstruktion Wir entdecken unsere Wirklichkeit. Dekonstruktion Wir stören unsere Wirklichkeit. 34

35 KOMMUNIKATION UNTER KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE Konstruktion Wir erfinden unsere Wirklichkeit. In der Kommunikation tauschen wir unterschiedliche Sichtweisen aus. Jede Sichtweise stellt eine Konstruktion dar. Vorrangiges Ziel ist nicht eine Überzeugungsarbeit - der Kommunikationspartner soll von der eigenen Wirklichkeit überzeugt werden, sondern der Austausch. 35

36 KOMMUNIKATION UNTER KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE Rekonstruktion Wir entdecken unsere Wirklichkeit. In der Rekonstruktion konstruieren wir Wirklichkeiten auf dem Hintergrund vorhandener Konstruktionen. Es geht um die Nachentdeckung bereits vorhandener Erfindungen. 36

37 KOMMUNIKATION UNTER KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE Dekonstruktion Wir stören unsere Wirklichkeit. Bei der Dekonstruktion hinterfragen wir unsere Konstruktionen und Rekonstruktionen. In der Kommunikation erfahren wir über andere Perspektiven. 37

38 Moderne Gesprächsformen in einer modernen Schule KOMMUNIZIEREN REFLEKTIEREN ENTWICKELN 38

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