Boris Krause / Group Risk Control, BayernLB Die Ratingmethodik der Landesbanken , Financial Markets Day 2015

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1 Boris Krause / Group Risk Control, BayernLB Die Ratingmethodik der Landesbanken , Financial Markets Day 2015

2 Agenda 1. Definition von Rating und Ausfallereignis 2. Grundsätzliche Ratingphilosophien (PIT vs. TTC / Intern vs. Extern) 3. Das Rating in der BayernLB 4. Validierung 5. Dublettenanalyse Seite 2

3 Agenda 1. Definition von Rating und Ausfallereignis 2. Grundsätzliche Ratingphilosophien (PIT vs. TTC / Intern vs. Extern) 3. Das Rating in der BayernLB 4. Validierung 5. Dublettenanalyse Seite 3

4 01. Definition von Rating und Ausfallereignis Was ist ein Rating? (Ordinal) skalierte Einstufung der Bonität eines Wirtschaftssubjekts (Unternehmen, Staaten, Banken, Projektfinanzierungen etc.) oder eines Finanzinstruments Handelt es sich um ein gesundes und wirtschaftlich stabiles Unternehmen? Ist die Kapitaldienstfähigkeit gegeben? Besteht die Gefahr, dass das Unternehmen zahlungsunfähig wird? Besteht die Gefahr, dass der Kapitaldienst aus dem Objekt-Cashflow nicht mehr erbracht wird? Besteht die Gefahr, dass ein Land seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen kann? Seite 4

5 01. Definition von Rating und Ausfallereignis Grundsätzlicher Aufbau eines (internen) Ratings (Beispiel CRP) Vergabe einer Ratingnote Seite 5

6 Agenda 1. Definition von Rating und Ausfallereignis 2. Grundsätzliche Ratingphilosophien (PIT vs. TTC / Intern vs. Extern) 3. Das Rating in der BayernLB 4. Validierung 5. Dublettenanalyse Seite 6

7 02. Grundsätzliche Ratingphilosophien Point-In-Time vs. Through-The-Cycle PD Boom t Seite 7

8 02. Grundsätzliche Ratingphilosophien Internes Rating vs. Externes Rating CRR Seite 8

9 02. Grundsätzliche Ratingphilosophien Internes Rating vs. Externes Rating cont d Die jährlichen Ausfallraten der Unternehmen mit ext. Ratingeinstufung BBB- schwankt deutlich. Trotzdem bleibt die externe Einstufung bei BBB-, weil der Ratingansatz der externen Agenturen in seiner Grundidee unabhängig vom Wirtschaftszyklus ist ( Through-the-Cycle ). Bei den internen Ratingnoten sind im Vergleich feste PDs pro Ratingstufe hinterlegt. Somit variieren nicht die Ausfallraten innerhalb einer Stufe, sondern die Ratings verändern sich hin zu der Ratingstufe mit der richtigen Ausfallprognose. Seite 9

10 02. Grundsätzliche Ratingphilosophien Internes Rating vs. Externes Rating cont d Ratingnote PD S&P Fitch Moodys 0 0,00% ,01% AAA / AA +AAA Aaa / Aa1 2 0,02% AA / AA - AA+ / AA Aa2 / Aa3 3 0,03% A+ AA- A1 4 0,04% A+ A+ A1 5 0,05% A A+ A2 6 0,07% A- A A3 7 0,09% A- A A3 8 0,12% BBB+ A- Baa1 9 0,17% BBB BBB+ Baa2 10 0,26% BBB- BBB Baa3 11 0,39% BBB- BBB- Baa3 12 0,59% BB+ BBB- Ba1 13 0,88% BB BB+ Ba2 14 1,32% BB BB Ba3 Seite 10

11 02. Grundsätzliche Ratingphilosophien Internes Rating vs. Externes Rating cont d Ratingnote PD S&P 7 0,09% A- 8 0,12% BBB+ 9 0,17% BBB 10 0,26% BBB- 11 0,39% BBB- 12 0,59% BB+ 13 0,88% BB 14 1,32% BB Ein Mapping der internen auf die externen Ratingstufen dient nur als grobe Orientierung. Die publizierten PDs der externen Ratingagenturen sind lediglich historische und gemittelte Ausfallraten, das interne Rating basiert dagegen auf zukunftsgerichteten 1-Jahres-PDs. Das 1:1-Mapping ist somit eine stark vereinfachte Darstellung eine Interpretation als Mapping- Korridor würde der Wirklichkeit deutlich näher kommen! Ein Sprung von der internen Ratingstufe 11 auf die Ratingstufe 12 ist somit nicht zwangsläufig als Verlust des Investment-Grade-Status zu verstehen (Wechsel von BBB- nach BB+), sondern ist eher dem unterschiedlichen Ratingansatz zwischen externen Agenturen und BayernLB geschuldet! Eine harte Trennung von Investment-Grade zu Non-Investment-Grade bei MR 11 / MR12 ist methodisch nicht haltbar!! Seite 11

12 Agenda 1. Definition von Rating und Ausfallereignis 2. Grundsätzliche Ratingphilosophien (PIT vs. TTC / Intern vs. Extern) 3. Das Rating in der BayernLB 4. Validierung 5. Dublettenanalyse Seite 12

13 03. Rating in der BayernLB Die eingesetzten Ratingverfahren; methodisch Scorecard-basiert Corporates Banken Internationale Gebietskörperschaften Länder- und Transferrisiko Leasinggesellschaften Versicherungen Spk-Standardrating Internal Assessment Approach (ABCP- Transaktionen) Supranationals Leveraged Finance Retail Simulationsbasiert Immobilien Leasing ICRE Projektfinanzierungen Schiffsfinanzierungen Spk-Immobiliengeschäfts- Rating (SIR) Flugzeugfinanzierungen Expertenbasiert Vereinfachtes Expertenrating Sonstige Klassifizierungskennzeichen Seite 13

14 03. Rating in der BayernLB Die eingesetzten Ratingverfahren; regulatorisch Bereitgestellt von SR Bereitgestellt von RSU Reines BayernLB Tool IRBA-Ratingverfahren Banken Corporates Flugzeugfinanzierungen International Commercial Real Estate Internationale Gebietskörperschaften Länder- und Transferrisiko IRBA Leasing vs. Standardansatz Leveraged Finance Projektfinanzierungen Schiffsfinanzierungen Versicherungen Spk-Standardrating Spk-ImmobiliengeschäftsRating (SIR) Internal Assessment Approach (ABCP- Transaktionen) Supranationals Expertenrating Retail Vereinfachtes Expertenrating Vereinfachtes Klassifizierungsverfahren Sonstige Klassifizierungskennzeichen Bildung von Rating Einheiten (Support-Tool) Aufsichtlich anerkannte Risikomessverfahren auf Basis statistischer Modelle mit qualitativen und quantitativen Faktoren Klassifizierung des Ausfallrisikos auf Basis von Experteneinschätzungen (nicht IRBA-konform) Vereinfachte Risikoklassifizierung des Ausfallrisikos aufgrund nicht vorhandenem Verlustrisiko (nicht IRBA-konform) Seite 14

15 03. Rating in der BayernLB Die Spieler Global Format Bilanzanalysetool als wesentlicher Bestandteil der Bonitätsprüfung (CRP; Immobilien) Seit 2012: Erweiterung des Leistungsangebots um einen Erfassungsservice (PPA) Gesellschafter der Global Format: BayernLB, DekaBank, HSH Nordbank AG; Sitz: München RSU / SR Bereitstellung der Anwendung LB-Rating; Pflege der Ratingtools, Anwenderunterstützung Die Rating Service Unit (RSU) wurde als Joint-Venture der Landesbanken gegründet. Gesellschafter der RSU: Acht deutsche Landesbanken plus Dekabank Die BayernLB hält 20% an der RSU Die SR ist eine Tochter des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV) Pflege und Validierung der Tools Die Ratingverfahren werden jährlich validiert Jedes zweite Jahr wird eine umfangreiche Pflege durchgeführt, in der die Anwender miteinbezogen und gegebenenfalls Modelländerungen und weiterentwicklungen umgesetzt werden.

16 Agenda 1. Definition von Rating und Ausfallereignis 2. Grundsätzliche Ratingphilosophien (PIT vs. TTC / Intern vs. Extern) 3. Rating in der BayernLB 4. Validierung 5. Dublettenanalyse Seite 16

17 04. Validierung Der Prozess SR / RSU BayernLB Vorbereitung Pflege SR/RSU Abnahme 1 Einbindung der Fachbereiche bzw. Multiplikatoren im Rahmen der Anwenderumfrage 2 Validierung auf Poolebene Festsetzen nötiger Änderungen Validierungsreports 3 Abnahme der Ergebnisse in den Gremien der SR/RSU (Vertreter der LB, SR: auch SpK) Interne Validierung Interne Abnahme Techn. Umsetzung 4 Plausibilisierung Poolergebnisse Analysen auf dem Portfolio der BayernLB (Repräsentativität) Bestimmen von Auswirkungen der Änderungen (z.b. RWA und EL) Erstellung eines internen Validierungsreports 5 Kommunikation an Multiplikatoren Kommunikation im KRK/Vorstand und Entscheidung bzgl. außerordentlichem Re- Rating 6 Implementierung neuer Metadaten in LB-Rating; Go-Live der Änderungen Gegebenenfalls: Zustimmung der Aufsicht Zusätzlich finden stets Weiterentwicklungsprojekte unter Beteiligung der Landesbanken und der Sparkassen statt, deren Ergebnisse auch in die Validierung mit einfließen. Seite 17

18 04. Validierung Validierungsdimensionen Datensammlung Deskriptive Analysen Analyse des Anwendungsgebietes Quantitative Analysen: Backtesting (eigene Ausfälle und/oder Benchmarking) Trennschärfe und Modellstruktur (eigene Ausfälle und/oder Benchmarking) Qualitative Anpassung Überschreibungen Warnsignale Haftungsverbund/Support Datenqualität Ggf. weitere Analysen Sonderthemen (Einführung Marktinformationen etc.) Dublettenanalyse Auswirkungsanalysen: Änderung der RWA (und EL) Seite 18

19 Agenda 1. Definition von Rating und Ausfallereignis 2. Grundsätzliche Ratingphilosophien (PIT vs. TTC / Intern vs. Extern) 3. Das Rating in der BayernLB 4. Ratingerstellung / Ratingprozess 5. Dublettenanalyse Seite 19

20 05. Dublettenanalyse Ratings im Landesbankenkreis Gleiche Ratingverfahren = Gleiche Ratingnote? Subjektive Einschätzung der qualitativen Faktoren (z.b. Informationsverhalten, Management etc.) Informationsvorsprung aufgrund von Nähe zum Kunden oder Beteiligung an Transaktionen Unterschiedliche Ratingzeitpunkte liefern ggf. unterschiedliche Marktfaktoren (CDS-Spreads) Seite 20 Nur starke Diskrepanzen bedürfen der näheren Analyse

21 Kernaussagen / Fazit Ein Rating stuft die Bonität eines Wirtschaftssubjekts ein Ein Rating besteht i.d.r. aus einem Quantitativen Teil (ggf. inkl. Marktdaten) und einem Qualitativen Teil, angereichert um Experteninput und Berücksichtigung von Konzern- /Haftungsverbünden Unterschiedliche Wirtschaftssubjekte > Unterschiedliche Ratingverfahren Mapping von Ratings (insb. Interne Ratings von Banken vs. Externe Ratings von S&P, Moody s, Fitch etc.) sind abhängig von der Methodik nur bedingt sinnvoll und dürfen lediglich als Indikation verstanden werden Die Landesbanken nutzen i.d.r. dieselben Ratingverfahren; unterschiedliche Banken/Analysten können aber sehr wohl zu unterschiedliche Ratingnoten kommen -> Abweichungen werden regelmäßig analysiert Das Rating ist nur EIN Bestandteil des Pricings Seite 21

22 00. Interne Validierung der Ratingverfahren EXKURS: Trennschärfe Musterportfolio zur Veranschaulichung: Portfolio mit 40 Kreditnehmern, wovon 8 als Ausfälle und 32 als Nichtausfälle bekannt sind Ausfälle Nichtausfälle Mit diesen Daten werden auf den folgenden Folien verschiedene Ratings verglichen und so das Konzept der Powerkurve entwickelt

23 00. Interne Validierung der Ratingverfahren Rating 1 trennt die Kreditnehmer perfekt sehr schlecht sehr gut Ausfälle 100 % EXKURS: Trennschärfe Trennschärfebeispiel für ein Musterportfolio: Fall 1, perfekte Trennung... und liefert damit folgende Powerkurve: 50 % 8/40 = 20 % 10 % 20 % Gesamtportfolio

24 00. Interne Validierung der Ratingverfahren Rating 2 trennt die Kreditnehmer zufällig sehr schlecht sehr gut Ausfälle 100 % EXKURS: Trennschärfe Trennschärfebeispiel für ein Musterportfolio: Fall 2, zufällige Trennung... und liefert damit folgende Powerkurve: 50 % Gesamtportfolio

25 00. Interne Validierung der Ratingverfahren EXKURS: Trennschärfe Trennschärfebeispiel für ein Musterportfolio: Fall 3, realistische Trennung Rating 3 trennt die Kreditnehmer in realistischerweise sehr schlecht sehr gut Ausfälle 100 %... und liefert damit folgende Powerkurve: 50 % Gesamtportfolio

26 00. Interne Validierung der Ratingverfahren EXKURS: Trennschärfe Berechnung der Trennschärfe Aussage: Wie nahe kommt ein Rating dem perfekten Rating? Fläche B Power = = x % Fläche A + Fläche B Ausfälle 100 % Fläche A 50 % Fläche B Gesamtportfolio

27 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Der Weg von Basel I zu Basel III Vsl. Gültig ab 2014 * * Capital Requirements Directive Seite 28

28 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Überblick Basel II: Das 3-Säulen-Modell Regulatorisches Eigenkapital Mindesteigenkapitalanforderung Genauere Quantifizierung des Kreditrisikos und erstmalige Quantifizierung des operationellen Risikos Aufsichtliches Überprüfungsverfahren Supervisory Review Process Individualisierung der Bankenaufsicht Marktdisziplin Erweiterung der Offenlegungspflichten Seite 29

29 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen bestimmen unter anderem den Kapitalbedarf für die Abdeckung von Risiken 8 % x Gewichtete Risikoaktiva aus Kreditgeschäft + (Anrechungsbeträge für Marktund operationelle Risiken) x 12,5 Aufsichtsrechtliches Eigenkapital Seite 30

30 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Bestimmung der Eigenkapitalanforderung Das Rating ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Bestimmung der Eigenkapitalanforderung Risikogewichtetes Aktivum (RWA) Solvabilitätskoeffizient x = (8%) Eigenkapitalanforderung Exposure at default (EAD) Probability of default (PD) Loss given default (LGD) Laufzeitparameter Ausfall verhindernde Garantien Sicherheiten Seite 31

31 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Bestimmung der Eigenkapitalanforderung (Kreditrisiko) Ansteigende Komplexität Standardansatz Anpassung Bonitätsgewichte Zulassung externe Ratings Basisansatz Bankinterne Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit; Vorgabe anderer Risikoparameter durch BaFin Interne Ratingansätze Fortgeschrittener Ansatz Bankinterne Ermittlung der Risikoparameter (Insb. LGD) BayernLB seit Kreditrisikomodell Zulassung des Internen Modells Abnehmende Eigenkapital-Belastung bei entsprechend gutem Portfolio Seite 32

32 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Vorteile der Verwendung des IRBA Möglichkeit der Eigenkapitalersparnis auf Bankebene abhängig von der Struktur des Portfolios Positiver Signaleffekt für die BayernLB gegenüber den Kunden und externen Ratingagenturen aufgrund der Auszeichnung als IRBA-Bank (Reputation) Verbesserung des Risikomanagements der Bank Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit Seite 33

33 00. Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Risikogewichte Standardansatz (KSA) vs. IRB-Ansatz Standardansatz externes Rating (z.. S&P) Standardansatz (%) AAA 20 AA+ 20 AA 20 AA- 20 A+ 50 A 50 A- 50 BBB+ 100 BBB 100 BBB- 100 BB+ 100 BB 100 BB- 100 B+ 150 B 150 B- 150 CCC 150 Seite 34 Kein LGD Kein M IRB Basis Ansatz Forderungsklasse Unternehmen LGD Laufzeit (M) 45 2,5 Masterskala PD RW 1 0,01% 7,97% 2 0,02% 12,00% 3 0,03% 15,30% 4 0,04% 18,21% 5 0,05% 20,83% 6 0,07% 25,47% 7 0,09% 29,55% 8 0,12% 34,94% 9 0,17% 42,55% 10 0,26% 53,53% 11 0,39% 65,68% 12 0,59% 79,41% 13 0,88% 93,36% 14 1,32% 107,53% 15 1,98% 121,40% 16 2,96% 135,64% 17 4,44% 152,82% 18 6,67% 175,82% 19 10,00% 204,67% 20 15,00% 234,83% 21 20,00% 252,53%

34 Internes Rating als regulatorische Anforderung an eine IRBA Bank Berechnung des EK: Unternehmenskredit Regelung nach Basel I EK-Unterlegung Kredit (z.b. 100 Mio) x 100% 0% Bonität x 8% = 8,0 Mio Regelung im Standardansatz nach Basel II EK-Unterlegung 12,0 Mio Kredit (z.b. 100 Mio) x 100% 0% Bonität x 8% = 8,0 Mio 4,0 Mio 1,6 Mio Regelung im internen Ratingansatz nach Basel II Kredit (z.b. 100 Mio) x 200% 100% 0% Bonität x 8% = EK-Unterlegung 20,2 Mio 1,2 Mio Seite 35

35 00. Internes Rating für die interne Risikosteuerung Erwartete und unerwartete Verluste VERLUSTENTWICKLUNG IM ZEITABLAUF (SCHEMATISCH) Erwarteter Verlust (EL) Tatsächlicher Verlust in Euro über Risikokapital abzudecken Unerwarteter Verlust Erwartete mittlere jährliche Verlustrate Vorhersehbare Kosten des Geschäftsbetriebes werden im Sinne einer Versicherungsprämie als Standardrisikokosten (SRK) in der Vorkalkulation berücksichtigt Nicht Risiko im Sinne eines Investors, sondern ein Aufwandsposten, der die erwartete Rendite beeinflusst Unerwarteter Verlust (UL) Aufbau von Reserven Erwarteter Verlust Jahre Kreditverlust, der den erwarteten Verlust übersteigt und durch Risikokapital abzudecken ist Verursacht Volatilität (Schwankungen) der Gewinne Unvorhersehbar und unvermeidbar; Risiko im Sinne einer ökonomischen Risikokapitalsteuerung Seite 36

36 00. Internes Rating für die interne Risikosteuerung Bonitätsrating als zentraler Parameter für EL und UL Bonitätsrating Erwarteter Verlust (EL) Unerwarteter Verlust (UL) Berücksichtigung durch Standardrisikokosten (SRK) Einbeziehung in die Vorkalkulation (KALIV) und Ableitung eines Geschäftsratings Integration in Risikokapitalsteuerung der Gesamtbank Unterlegung durch Risikodeckungsmasse EVA (Economic value added) Seite 37

37 00. Internes Rating für die interne Risikosteuerung Ermittlung des EL Bonitätseinfluß: 1-Jahres-PD in Prozent Geschäftsspezifischer Einfluß EL = PD x LGD x EAD Der LGD (Loss Given Default) bezeichnet den prozentualen Verlust im Falle eines Ausfalls Die Höhe des EAD (Exposure At Default) in Geldeinheiten ergibt sich aus dem Tilgungsplan Seite 38

38 00. Internes Rating für die interne Risikosteuerung Bonitätsrating als zentraler Parameter für EL und UL Erwarteter Verlust (EL) Berücksichtigung durch Standardrisikokosten (SRK) Einbeziehung in die Vorkalkulation (KALIV) und Ableitung eines Geschäftsratings Bonitätsrating Integration in Risikokapitalsteuerung der Gesamtbank Unerwarteter Verlust (UL) Unterlegung durch Risikodeckungsmasse EVA (Economic value added) Seite 39

39 00. Internes Rating für die interne Risikosteuerung Der UL und der Risikokapitalbedarf wird mit Hilfe eines VaR-Modells bestimmt VALUE-AT-RISK-KONZEPT Wahrscheinlichkeit Risikokapitalbedarf Unerwarteter Verlust UL = VaR EL In der BayernLB berücksichtigt der Value-at-Risk das Ziel-Rating A+ Konfidenzniveau 99,95% (abgeleitet aus A2-Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,05% gemäß Masterratingskala) Zeithorizont 1 Jahr Erwarteter Verlust (EL) Value at Risk (VaR) Verlust Methodisches Vorgehen Aus der Verlustverteilung für das Portfolio werden die Risikokennzahlen bestimmt. Zusätzlich werden die Risikobeiträge einzelner Kunden zum Risiko des ganzen Portfolios ermittelt. Seite 40

40 00. Definition von Rating und Ausfallereignis Warum raten wir? Regulatorische Anforderung Interne Risikosteuerung Seite 41

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